Die Schweizer Medien ordnen Ereignisse zunehmend schlechter ein. Die Berichterstattung sei oftmals episodenhaft und vermittle kein Hintergrundwissen, so das Jahrbuch 2013 «Qualität der Medien Schweiz». Die Forscher sehen dies als weiteren Beleg für die Medienkrise.
Redaktion
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25. September 2013
Ein besonders schlechtes Zeugnis stellt das Jahrbuch den Gratiszeitungen und den Online-Angeboten der Boulevard-Medien aus. Diese würden die Ereignisse am wenigsten einordnen, und der Gehalt an Softnews sei überdurchschnittlich hoch, heisst es im Jahrbuch. Besser schnitten dagegen die Boulevard-Zeitungen ab.
Qualitätstitel verlieren an Boden
Insgesamt sei die Qualität in den Schweizer Medien in den vergangenen elf Jahren weiter erodiert. Medientitel mit hoher Qualität hätten spürbar an Auflage und Nutzung verloren, während Angebote mit niedriger Qualität massiv zugelegt hätten. Besonders ausgeprägt sei dieser Trend in den Westschweizer Medien gewesen. Punkto Nachrichtenqualität steht das öffentliche Radio an der Spitze, gefolgt von den überregionalen Abonnementszeitungen wie der Neue Zürcher Zeitung, Le Temps oder Tages-Anzeiger. Die Online-Portale schaffen es dagegen nicht in die Hitliste der Titel mit höchster Qualität. Sie rangieren im Mittelfeld oder weiter unten.
Softnews auf dem Vormarsch
Abgenommen hat auch die Relevanz der Nachrichten: Softnews rückten 2012 im Vergleich zum Vorjahr etwas stärker in den Vordergrund. Eine Erklärung mag sein, dass das vergangene Jahr durch prominente Sportereignisse wie Olympia geprägt war, wie es im Jahrbuch heisst. Sorgen bereitet den Forschern die Entwicklung der Informationsmedien von Presse, Radio und TV. Sie seien einem Nutzungsschwund ausgesetzt, lautet nicht zum ersten Mal der Hauptbefund der Studie. Im Vergleich zum Vorjahr seien allein bei der Informationspresse die Werbeerlöse 2012 um 183 Millionen Franken zurückgegangen. Die Informationsmedien seien aber ein «unverzichtbares Element der Demokratie», konstatieren die Forscher. Aus ihrer Sicht lässt sich unter den heutigen Bedingungen das bestehende Angebot aber in Zukunft nicht sichern.
Mythen widerlegt
Nicht verschont blieben auch die Verleger und Chefredaktoren, denen die Forscher vorwerfen, immun gegen Kritik zu sein. Der «Mythos von der besten Zeitungslandschaft aller Zeiten» sei langfristig aber fatal. Der Appell der Forscher: Die Medienzunft muss die Standards im Journalismus wieder stärken. Das Jahrbuch 2013 «Qualität der Medien Schweiz Suisse Svizzera» wurde vom Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) der Universität Zürich verfasst. Finanziert hat die Studie die Stiftung Öffentlichkeit und Gesellschaft. (SDA)
Unter diesem Link kann eine ausführliche Zusammenfassung der Studie heruntergeladen werden.
Hier finden Sie die offizielle Pressemitteilung des Fög.
Bild: Keystone
Neue Dreier-Chefredaktion für Le Courrier
Die Westschweizer Tageszeitung Le Courrier erhält ein neues Führungstrio. Die Generalversammlung Nouvelle Association du Courrier hat am Dienstag einstimmig Christiane Pasteur, Dominique Hartmann und Philippe Bach zur neuen Chefredaktion gewählt.
Redaktion
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25. September 2013
Dies gab die Zeitung am Mittwoch bekannt. Das Modell einer Dreier-Chefredaktion wurde nach dem Abgang mehrerer Chefredaktoren eingeführt, die ihr Amt wegen Arbeitsüberlastung aufgegeben hatten. Die zwei Chefredaktorinnen und der Chefredaktor sind gleichgestellt und übernehmen die volle Verantwortung für die Zeitung, bleiben jedoch in ihren Ressorts tätig. (SDA)
Numéro 10: Kampagne für Romandie Combi
Romandie Combi lanciert mit Numéro 10 aus Bern eine neue Kampagne, die nebst Printanzeigen auch eine neue Corporate Identity beinhaltet.
Redaktion
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24. September 2013
Romandie Combi steht für die sechs Zeitungen – Le Nouvelliste, La Liberté, L'Express, Le Quotidien Jurassien und Le Journal du Jura – die sich in Romandie Combi (ROC) vereinigt haben. Alle sechs Zeitungen sind laut Mitteilung gut in ihrer Gegend verankert und können auf eine treue und breite Leserschaft in den fünf Kantone der Romandie zurückgreifen. Zusammen weisen sie einen Abo-Anteil von über 90 Prozent aus und haben somit einen stabilen Lesermarkt.
Die neue Kommunikationskampagne unterstreicht das neue Corporate und die neue Identität von ROC. Das neue Logo vereinigt die Flexibilität einer sich ändernden Welt, eines flexiblen Pricing – TLP unter 50 Franken mit dem Week-End Angebot- und passt sich den Bedingungen der modernen Welt an.
Patrick Fehlmann übernimmt neu die Leitung der Kommunikation der HWZ. Er ist Mitglied der erweiterten Schulleitung.
Redaktion
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24. September 2013
Neben einem Studium in Betriebsökonomie hat Patrick Fehlmann den Master in Corporate Communication Management abgeschlossen. Zuletzt arbeitete der 44-Jährige als stellvertretender Leiter Kommunikation bei Postauto Schweiz in Bern. Zuvor war er in leitender Stellung bei Swisscom, beim Schweizerischen Leichtathletikverband sowie bei In4U tätig. Nebenberuflich führt Patrick Fehlmann ein auf China spezialisiertes Reiseunternehmen.
Teletext Art Prize 2013 für Kathrin Günter
Der Teletext Art Prize 2013 geht an die in Berlin lebende Künstlerin Kathrin Günter. Sie wird für ihre Serie «Lindsay Lohan's Mug Shot Cabinet» ausgezeichnet. Die Arbeit zeigt für den Teletext aufbereitete und verfremdete Fahndungsfotos von Lindsay Lohan.
Redaktion
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24. September 2013
Nach Meinung der Jury hat die Serie sowohl konzeptionell als auch durch die innovative Umsetzung der Thematik in die Teletext-Bildsprache und ihren aktuellen Bezug überzeugt. So kehre die Künstlerin nicht nur traditionelle Rollen- und Geschlechterklischees um, sondern füge durch den Einsatz der (Teletext) – Technologie des «Blinkens» eine weitere Sinnebene hinzu. Bei dieser zweiten Ansicht der Serie sind jeweils nur die Augen von Lohan zu sehen, was an verschleierte Frauen erinnere.
Im Rahmen des Internationalen Teletext-Kunstfestivals wurden bis zum 15. September Arbeiten von 16 Künstlerinnen und Künstlern im Teletext gezeigt. Die Bandbreite der Arbeiten geht laut Mitteilung von Wort-Text-Collagen bis hin zu Pixel-Comics. Ausgestrahlt wurden die Werke sowohl im ORF Teletext als auch im ARD Text und im Schweizer Teletext. Organisiert wurde das Festival von der finnischen Künstlerkooperative FixC aus Helsinki.
Neben Kathrin Günter hat die Jury auch die Arbeiten des österreichischen Künstlers Daniel Egg, sowie von Raquel Meyers (Spanien) und Dragan Espenschied (Deutschland) mit einer lobenden Anerkennung bedacht.
Formeldrei: Buchstaben sammeln mit Parisienne
Im Herbst 2013 bewirbt Formeldrei die klassischen Parisienne-Farben – mit einem nationalen ABC-Wettbewerb. Aus Päckli werden Wörtli.
Redaktion
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24. September 2013
Von Anfang September bis Mitte November stehen alle Box- und Soft-Packungen der Jaune, Orange, Bleue, Rouge und Ciel mit einem grossen Buchstaben auf der Frontseite im Regal. Das sieht laut Mitteilung nicht nur gut aus, man kann mit diesen Buchstabenpäckli auch etwas anfangen: Ein eigenes Wörtli legen, und wenn gewünscht damit am Wettbewerb teilnehmen. Es können so viele Wörter hochgeladen werden, wie man will. Einzige Bedingung: Das Wort soll zu Parisienne passen und in einer der Landessprachen sein. Zu gewinnen gibt es zwei mal eine Million Rappen in Bar und über 1500 weitere Überraschungen in Gelb-Schwarz.
Verantwortlich bei British American Tobacco (Switzerland): Robert Goossens, Brand Group Manager Parisienne & VFM. Verantwortlich bei Formeldrei: Moritz Adler (Grafik/Konzept), Christian Wüthrich (Text/Konzept), Marco Mesot (Beratung/Konzept), Jeanine Hochuli (Beratung). Programmierung online Station, Zürich.
Das Kassettli-Sujet ist gross auch auf unserer Facebook-Seite zu sehen.
One Marketing: Wunsch frei für Bildung
Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und prominente Persönlichkeiten sammeln Wünsche für Kinder. Kreiert hat die Kampagne die Agentur One Marketing.
Redaktion
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24. September 2013
Kinder haben ein Recht auf gute Schulbildung. Diesem Grundsatz widmet sich die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi seit über 30 Jahren. Mit der aktuellen Kampagne macht die Organisation darauf aufmerksam, dass Millionen von Kindern noch immer keinen Zugang zu Schulunterricht haben. Schweizer Prominente machen es vor und rufen dazu auf, mit ihnen mehr Bildung für Kinder weltweit zu wünschen. Ein erster Schultag für alle!
Mitte September erhielt ein Grossteil der Deutschschweizer Haushalte Post aus dem Kinderdorf Pestalozzi: In Form eines Schulheftes wird die Relevanz von Bildung sowie der Arbeitsansatz der Non-Profit-Organisation in stimmiger Weise aufgezeigt. Die Kampagne hat neben informieren und Spenden generieren aber noch ein weiteres Ziel: Die Empfänger werden dazu ermuntert, ihre Solidarität für benachteiligte Kinder aktiv zu bekunden. Auf der Rückseite des Heftes wird dazu eingeladen, online einen Wunsch zu formulieren für mehr Bildungszugang weltweit.
Die eigens für die Kampagne konzipierte Microsite Erster-schultag.ch ist das eigentliche Herzstück der weiterführenden Kommunikation. Die Besucher des One-Pagers können sich mit kleinen Taten als Unterstützer des Rechts auf Bildung bekennen. Und der Countdown läuft: Bis zum 20. November 2013, dem Tag der Kinderrechte, sammelt die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Wünsche. Neben der Online-Galerie werden die farbigen Wunschkarten im Kinderdorf Pestalozzi ausgedruckt und im örtlichen «Wunschraum» gesammelt. Der Blog und ein Kampagnen-Newsletter informieren über den Fortlauf der Wunsch-Sammlung. Am Tag der Kinderrechte Ende November werden alle Wünsche an politische Entscheidungsträger weitergereicht mit der unmissverständlichen Botschaft: Die Schweizer Bevölkerung hat benachteiligte Kinder nicht vergessen und macht sich dafür stark, dass das Recht auf Bildung nicht nur auf dem Papier existiert.
Die Kampagne bedient sich einem bunten Mix an Werbemitteln, die offline wie online auf die Microsite führen. In Inseraten rufen bekannte Gesichter dazu auf, es ihnen gleichzutun und online einen Wunsch für Kinder zu verfassen. In öffentlichen Verkehrsmitteln flimmern Spots über die Bildschirme und zeigen auf sympathische Weise auf, wie ehemalige Erstklässler – nicht zuletzt dank guter Bildung – die Chance erhielten, ihre Talente zu entfalten und heute ihren Traumberuf ausüben. «Mit der SMS-Spendenmöglichkeit können Passagiere direkt vom Sitzplatz aus einen Solidaritätsfranken spenden. Die Dankes-SMS auf das Smartphone beinhaltet den Link zur Kampagnen-Seite und erreicht die Passagiere just zu einem Zeitpunkt, an dem sie ihr mobiles Gerät bereits in der Hand halten und Zeit haben, die Microsite zu erkunden», erläutert Yong-Jong Lee, Berater Online/Digital bei One Marketing Services. Des Weiteren sorgen Banner, Anzeigen auf Facebook und Google sowie Spots im Online TV für gute Besucherzahlen auf der Kampagnenseite. Diese erlaubt dank Responsive Design auf dem Smartphone ebenso optimale Navigation wie auf dem Tablet oder Desktop Computer.
Als Botschafter für die Kampagne konnten bekannte Schweizer Persönlichkeiten gewonnen werden. Auf der Microsite erzählen sie ihre eigenen Schulgeschichten – man erfährt beispielsweise, welche schwierige Aufgabe Beni Thurnheer an seinem ersten Schultag zu meistern hatte oder mit welcher Strafe der Primarschüler und heutige Tatort-Kommissar Stefan Gubser nach einem Streich zu rech-nen hatte. Auch die amtierende Miss Schweiz, Dominique Rinderknecht und die TV-Moderatorin und ausgebildete Primarlehrerin Claudia Lässer haben lebendige Erinnerungen an ihre Schulzeit. Mit ihren Wünschen machen sie auf die weltweiten Missstände im Bildungsbereich aufmerksam. Beni Thurnheer, der als Mitglied des Stiftungsrates die Tätigkeitsfelder der Organisation bestens kennt, wünscht den Schulkindern vor allem gute und den lokalen Bedürfnissen entsprechend ausgebildete Lehrkräfte, «denn einfach die Schulzeit absitzen nützt niemandem etwas.»
Bildung ermöglicht Lebenschancen – mit den Erinnerungen an die eigene Schulzeit sowie den Wünschen für die Schulkinder von heute vermitteln die Kampagnen-Botschafter auf ebenso einfache wie eingängige Art und Weise, wie wichtig eine solide Schulbildung für das weitere Leben ist.
Verantwortlich bei Stiftung Kinderdorf Pestalozzi: Remo Schläpfer, Thomas Witte. Verantwortlich bei One Marketing Services BSW: Balz Farner, Yong-Jong Lee, Ruth Wagner.
Karin Müller, Geschäftsführerin und Chefredaktorin von Radio 24, hat sich entschieden, den Sender auf Ende Oktober 2013 zu verlassen, um sich beruflich neu zu orientieren.
Redaktion
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24. September 2013
Karin Müller hat den Sender während fünfeinhalb Jahren mit Erfolg geführt, wie es in einer Mitteilung heisst. Unter anderem hat sie den Newsroom sowie ein neues System zur Qualitäts-Sicherung eingeführt. Im April dieses Jahres fand der Umzug von Radio 24 an den neuen, modernen Standort im Löwenbräu statt. Damit wurde der Grundstein für eine neue Ära gelegt.
Die Nachfolgeregelung ist im Gange. Interimistisch zeichnen Irene Frei als Geschäftsführerin und Markus Gilli in seiner Funktion als Verwaltungsrat von Radio 24 für das Radio verantwortlich.
In Flagranti: Spenden für die Stiftung Cerebral
Die Stiftung Cerebral, die cerebral gelähmte Menschen und deren Familien unterstützt, ist auf Spenden angewiesen. Auch dieses Jahr realisiert In Flagranti deshalb eine Spendenkampagne.
Redaktion
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24. September 2013
Als Grundlage dient das bestehende Sujet in einem adaptierten Mediamix. So wird die Öffentlichkeit erstmals mit zweineuen Radiospots auf die Anliegen der Stiftung aufmerksam gemacht. Mit Plakaten, einem TV-Spot, Direct Mailing und Inseraten wird die Kampagne zum Einsatz gebracht.
Verantwortlich bei Stiftung Cerebral: Michael Harr, Geschäftsleiter; Ursula Diethelm, Leiterin Einzelhilfe. Verantwortlich für Strategie, Konzeption und Realisation: In Flagranti, Lyss.
Die Studie Media Use Index 2013 zeigt unter anderem: Die Schweiz liegt bei der Smartphone-Dichte und der mobilen Internetnutzung an der Weltspitze. Dies verändert die gesamte Medienlandschaft grundlegend.
Redaktion
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24. September 2013
Media Use Index 2013: Die Studie Media Use Index der Y&R Gruppe untersucht jährlich das Mediennutzungs- und Informationsverhalten der Schweizer Bevölkerung. 2013 wurde sie zum fünften Mal durchgeführt. Für die Studie werden 2‘000 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz online befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ.
Mediennutzung: Mobile Internetnutzung steigt auf 74 Prozent, klassische Medienkanäle stagnieren
Die Nutzung der meisten Medienkanäle stagniert. Der TV-Konsum liegt nach wie vor auf hohem Niveau, Internet per Computer konnte sich bei 86 Prozent der Schweizer etablieren, und Gratiszeitungen werden konstant von zwei Dritteln der Schweizer konsumiert. Radio hingegen verliert in der Nutzung, und auch Tageszeitungen werden immer weniger gelesen – zumindest als Printausgabe.
Als neue Medienkanäle erleben Internet per Smartphone und Tablet einen kometenhaften Aufstieg: 70 Prozent der Schweizer gehen 2013 per Smartphone ins Internet und 31 Prozent nutzen ihr Tablet für das Internet. Insgesamt greifen so bereits 74 Prozent der Wohnbevölkerung über ein mobiles Gerät auf das Internet zu. Bemerkenswert auch, dass die mobile Internetnutzung bei beiden Geschlechtern gleich verbreitet ist.
Das mobile Internet ist mittlerweile fest in den Alltag der Schweizer integriert: 76 Prozent der Smartphone-Besitzer nutzen das Internet täglich, bei den Tablet-Besitzern sind es 69 Prozent – jeweils ein Drittel verbringt mehr als 1 Stunde täglich mobil im Netz. Bereits 42 Prozent der Digital Natives sind laut eigener Aussage häufiger mit ihrem Smartphone online als mit einem Computer. Dies widerspiegelt sich auch in der Wichtigkeit der Medien. Für die jüngste Generation sind 4 der Top 5 ausschliesslich digitale Medienkanäle.
Stellt man die Mediennutzung den Media-Spendings der Werbetreibenden gegenüber, gibt es in der Schweiz noch immer eine grosse Diskrepanz. Gemäss bsw fliessen 2013 gerade mal 2 Prozent der Budgets in Mobile-Werbung, in Online-Werbung werden nach wie vor erst 15 Prozent investiert.
Mobile Devices: 70 Prozent der Schweizer besitzen ein Smartphone, 47 Prozent haben ein Tablet im Haushalt
Bereits 70 Prozent der Schweizer verfügen 2013 über ein Smartphone, 31 Prozent besitzen persönlich ein Tablet. Etwas mehr als ein Viertel der Schweizer (27 Prozent) hat heute schon beides – ein klares Wohlstandsindiz. Nach Generationen aufgeschlüsselt: 79 Prozent der Digital Natives besitzen ein Smartphone, bei den Digital Immigrants sind es 73 Prozent, und bei den Silver Surfers verfügt mit 52 Prozent bereits die Hälfte über ein solches.
Das Tablet konnte im letzten Jahr nochmals deutlich zulegen. Am beliebtesten ist es bei den Digital Immigrants: In dieser Gruppe beträgt die Penetration hohe 37 Prozent. Am meisten dazugewonnen hat es jedoch mit einem Wachstum von 44 Prozent in der Gruppe der Silver Surfers: Heute besitzt ein Viertel der Silver Surfers ein Tablet. Genau gleich viele sind es bei den Digital Natives. Für die Jüngsten ist das Tablet allerdings noch eine grössere Investition. Mit den immer günstiger werdenden neuen Modellen ist aber auch bei ihnen in den nächsten 1 bis 2 Jahren ein deutliches Wachstum zu erwarten. Insgesamt gibt es mittlerweile beinahe in jedem zweiten Haushalt ein Tablet (47 Prozent) – das ist Weltspitze.
Betriebssysteme: Die Schweiz ist kein Apple-Land mehr
Android zieht mit iOS gleich. Damit ist die Dominanz von Apple in der Schweiz beendet, die beiden Betriebssysteme teilen sich heute den Markt zu gleichen Teilen auf. Betrachtet man die weltweite Entwicklung, so wird sich dieser Trend vermutlich fortsetzen und Android wohl bald auch in der Schweiz die Oberhand gewinnen. Einen weiteren Indikator dafür liefert die Studie BrandAssetTM Valuator der Y&R Group Switzerland: Bei der jüngeren Generation verliert die bisherige Kult-Marke Apple deutlich an Relevanz und Wertschätzung. Mit dem allmählichen Auslaufen der 2-Jahres-Verträge ist somit ein weiterer Schub in Richtung Android zu erwarten.
Mobile Aktivitäten: Kommunizieren, informieren, sich unterhalten und socializen
Die häufigsten, täglich vollzogenen Aktivitäten mit dem Smartphone sind das Schreiben von Nachrichten, das Telefonieren, das Lesen und Schreiben von E-Mails, das Chatten und der Besuch von Social Networks. Besonders interessant ist der indizierte Vergleich der Generationen nach überproportionaler Nutzung: Digital Natives nutzen ihr Smartphone vor allem zur Unterhaltung, Digital Immigrants häufiger für Information und Organisation, und Silver Surfers betrachten ihr Smartphone eher als Werkzeug.
Nach dominanten Aktivitäten pro Gerätetyp betrachtet, erweist sich das Smartphone vor allem als Kommunikationsinstrument, der PC dagegen als Arbeitswerkzeug. Das Tablet ist eine Art Kompromiss zwischen den beiden: Es ist ein Komplementär-Gerät, das vor allem zur Unterhaltung auf dem Sofa genutzt wird und somit einen Luxus darstellt.
Mobile Apps: Schweizer lieben Apps, und nutzen sie intensiv. WhatsApp, Facebook und 20 Minuten sind top
Bei den Lieblings-Apps der Schweizer fällt neben den dominierenden Chat- und Social-Apps WhatsApp und Facebook die Popularität von 20 Minuten unter den Schweizer Mobile Brands auf. Diese Marke rangiert sowohl bei den Smartphone- wie auch bei den Tablet-Nutzern unter den Top 5 der beliebtesten Apps.
Social-Media-Aktivitäten: Dank hoher Smartphone-Penetration und einfachen Apps nach wie vor en vogue
Social Media ist nach wie vor ein grosses Thema: Insgesamt besuchen 75 Prozent der Befragten Social Networks, 69 Prozent beteiligen sich aktiv. Täglich besucht ein Drittel der Schweizer (34 Prozent) Social Media Sites über ihr Smartphone, per PC sind es 32 Prozent, per Tablet 20 Prozent. Die Facebook App allein wird insgesamt von 60 Prozent der Befragten genutzt. Digital Natives sind auch hier überdurchschnittlich aktiv beim Liken, Sharen, Followen und Posten.
Die wichtigsten Social Media Brands für die Schweizer sind YouTube (39 Prozent) vor Facebook (35 Prozent) und Google+ (20 Prozent). Danach folgen die Reiseplattform TripAdvisor (11 Prozent), die Karriereportale Xing (8 Prozent) und LinkedIn (6 Prozent). Die viel zitierten Social-Media-Marken Twitter (6 Prozent) und Pinterest (3 Prozent) werden nach wie vor von wenigen Schweizern als wirklich wichtig erachtet.
Crossmedia: Medienmarken werden immer häufiger mobil konsumiert – allen voran 20 Minuten
Zur Digitalisierung kommt die Mobilisierung hinzu: Tageszeitungen und Gratiszeitungen werden immer seltener als Printausgabe, dafür immer häufiger mobil per Smartphone und/oder Tablet konsumiert. Der mobile Zugriff auf 20 Minuten stieg in den letzten beiden Jahren derart drastisch, dass die Mobile-Leserschaft bereits die Online-Leserschaft überholt hat und sich der weiterhin abnehmenden Print-Leserschaft annähert. Eine ähnliche Entwicklung, wenn auch weniger deutlich, zeichnet sich beim Blick ab, NZZ dagegen stagniert beziehungsweise verliert in allen Kanälen.
Parallele Mediennutzung: TV wird immer mehr zum Nebenschauplatz
Bei der parallelen Mediennutzung zeichnet sich eine spannende Entwicklung ab: Während der Fernseher läuft, wird gleichzeitig auf dem Sofa per Tablet oder Smartphone gesurft. Bei den Digital Natives sind es bereits 50 Prozent, welche parallel zum Fernsehen mobil im Web surfen. Frauen sind hierbei wesentlich aktiver als Männer. Fernsehen wird immer mehr zur Nebenbeschäftigung und zur Geräuschtapete im Hintergrund. Crossmedial verknüpfte Kampagnen, welche die Zuschauer während (Live-)Sendungen zu Interaktionen über den Second Screen animieren, machen demnach immer mehr Sinn.
eCommerce: Online Shopping wächst stetig, über alle Bereiche
Die meisten Schweizer kaufen zumindest gelegentlich online ein: per PC 88 Prozent, per Tablet 67 Prozent, per Smartphone 55 Prozent. Dabei wird immer öfter online recherchiert und dann auch direkt online gekauft, vor allem bei Büchern und Musik. Online recherchiert aber offline gekauft wird vor allem bei Artikeln mit höherem Involvement wie Uhren, Computern oder Unterhaltungselektronik. Bei Dienstleistungen ist die Bereitschaft zum Online-Abschluss meist noch höher, vor allem bei Fotoservices, Tickets und Ferien, immer häufiger auch bei Finanzdienstleistungen und Versicherungen.
Zu den beliebtesten Online Shops gehören (wie bereits 2012) Ricardo, SBB und Ticketcorner, aber auch internationale Online-Brands wie Amazon oder Zalando erfreuen sich grosser Beliebtheit in der Schweiz. Bei den Digital Natives sind besonders Zalando, Exlibris und Google Play gefragt, bei den Digital Immigrants sind LeShop, Digitec und Amazon populär, und Silver Surfers kaufen bevorzugt bei SBB, Swiss und Nespresso online ein.
Top 10 der Online Shops (in den letzten 12 Monaten eingekauft)
SSF: Neue Sendungen und Live-Sport
Das Sportszene Fernsehen SSF gibt die kommenden Programminhalte bekannt: Neben der Weiterführung erfolgreicher Eigenproduktionen lanciert der Sender verschiedene neue Formate. Auch Live-Übertragungen sind weiterhin Teil des Programms.
Redaktion
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24. September 2013
Neu im Programm des SSF ist unter anderem die Sendung «Knockouts», die jeden Samstagabend die spannendsten Kämpfe der Boxgeschichte mit den spektakulärsten K.o.-Schlägen von Legenden wie Mike Tyson, Lennox Lewis oder den Klitschko-Brüdern Revue passieren lässt. Zudem dürfen sich die Zuschauer auf die Klippensprünge der Red Bull Cliffdiving Series, die Breakdance Reality-Doku «Breakin’ Reality» sowie verschiedene Einzelmagazine und Sportdokumentationen freuen, wie es in einer Mitteilung heisst.
Neue Folgen erfolgreicher Formate
Im beliebten Fussballtalk «Zwölf – die Fussballbar» wird Mämä Sykora, Moderator, wandelndes Fussballlexikon und Chefredaktor des gleichnamigen Fussballmagazins, mit seinen Gästen jeden Mittwoch über die schönste Nebensache der Welt diskutieren. Jeweils im Anschluss präsentiert die Sendung «Futbol Mundial» Fussballgeschichten aus aller Welt. Weiterhin im Programm bleibt die Sendung «Inside Grand Prix», die mit Kommentaren, Analysen und Interviews vor jedem Rennwochenende einen Blick hinter die Kulissen des Formel-1-Zirkus wirft.
Die Live-Berichterstattung ist weiterhin ein zentraler Bestandteil der SSF-Programmstruktur. Den Auftakt macht hier am 24. Oktober der Start der Volleyball Champions League mit dem VBC Volero Zürich. «Die Weiterführung und Neulancierung der genannten Sendungen und die Live- Berichterstattung von Schweizer Sportveranstaltungen bilden die Basis, um das SSF als vielseitige und attraktive Plattform für den Sport in der Schweiz zu etablieren» erklärt Programmleiter Philip Michel. «Wir müssen hier aber einen Schritt weitergehen und arbeiten auf Hochtouren daran, das Programm des SSF weiter auszubauen. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber wir arbeiten einerseits an neuen Sportsendungen, und anderseits werden wir noch diesen Herbst neue Formate präsentieren, die dem Programmbereich «Szene» ein Gesicht geben werden.»
Zu guter Letzt: Only non smoking rooms
Das Zürcher Comfort Hotel Royal bietet keine Raucherzimmer, dafür eine schmucke Schaufensterdekoration und kühle Gefühle dank Klimaanlage.
Redaktion
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24. September 2013
Raucher haben in der heutigen Gesellschaft keinen einfachen Stand. Nebst den allgegenwärtigen gesundheitlichen Gefahren wurde jüngst bekannt, dass der Bundesrat den Päckli-Preis in naher Zukunft auf gefühlte 150 Franken anheben will. Aus gutem Grund: Da die Raucherei bei den Jungen an Credibility und Coolness eingebüsst hat, drohen in den nächsten Jahren wertvolle AHV-Franken auszubleiben.
Die Werbung kämpft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das Aussterben der bedrohten Raucherart an. Die Agentur Formeldrei zum Beispiel hat für Parisienne ein lustiges Nikotin-Scrabble organisiert: Auf den Päckli sind Buchstaben aufgedruckt, die zu Wörtern kombiniert werden (Werbewoche.ch berichtete). Wer viel raucht, liegt hier für einmal klar im Vorteil: Viele Päckli ergeben viele Buchstaben ergeben viele Wörter ergeben hohe Gewinnchancen! Für das Wort «Benzypren» beispielsweise benötigen Sie lediglich neun Päckli, für «Pudel» gar nur deren fünf.
Dennoch werden Raucher je länger, je mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Nach Redaktionsräumen, Kinos, Flugzeugen, Zügen und Restaurants drohen nun auch Hotels zur dunstfreien Zone zu verkommen. Auf freiwilliger Basis, versteht sich – ein vom Bundesrecht definiertes Rauchverbot beschränkt sich auf die allgemein zugänglichen Bereiche der Hotels. Die Zimmer dürfte sich der Betreiber von den Gästen weiterhin nach Herzenslust verqualmen lassen. Wenn er denn wollte.
Das Comfort Hotel Royal in Zürich will definitiv nicht. Oder darf nicht – die Comfort Inn-Kette gehört zur amerikanischen Choice Hotels International Holding. Einer der Schaukästen an der Leonhardstrasse wurde aus diesem Anlass liebevoll mit einer überdimensionalen Zigarette beladen. Auf den ersten Blick mag man das XXL-Teer-Monster nicht unbedingt mit frischen, nach Frühlingswiese duftenden Hotelzimmern assoziieren, eher bringt man es mit dem Geruch von abgestandenen Aschenbechern in Verbindung.
Der Knopf in der Zigarette macht beim genaueren Hinsehen aber deutlich: In diesem Haus wird nicht geraucht, Freunde! Und spätestens beim nächsten Schaukasten wird klar, dass hier eine treffsichere Dekorations-Hand am Werk war. Ein überdimensioniertes Glacé kommuniziert: Alle Zimmer sind klimatisiert, liebe Nichtraucher. Kühle Gefühle für alle – so muss Schaufenster!