Zu guter Letzt: Affenzahn

Aus Österreich erreicht uns ein lustiger TV-Spot mit Affen! Da lassen wir uns nicht zweimal bitten.

Was auch passiert, die Wiener Städtische Versicherung ist immer für ihre Kundinnen und Kunden da. Das kommuniziert die Wiener Agentur Demner, Merlicek & Bergmann in einem neuen TV-Spot. Das Konzept der skurrilen Versicherungsfälle kennen wir ja von der Mobiliar – aber in den Genuss von Affen kamen wir bisher nicht. Und Affen muss man einfach lieben – erst recht, wenn sie das Steuer selbst in die Hand nehmen. Die auftretenden Makaken seien übrigens tierlieb behandelt worden, versichert die zum Spot gehörende Mitteilung. Und damit die zweibeinigen Freunde nicht in den erstbesten Autobahn-Pfeiler steuerten, wurde das Auto auf einer stillgelegten Autobahn von sich unter den Affen befindenden Stuntmans gelenkt. Beruhigend… (hae)

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Der Schlüssel zur erfolgreichen Automobil-Kampagne

Rocket Fuel, ein deutscher Anbeiter digitaler Werbelösungen, analysierte über 7'500 digitale Auto-Anzeigen und fasst die wichtigsten Punkte in einer Studie zusammen.

Rocket Fuel hat die wichtigsten Faktoren identifiziert, die bei Automobil-Kampagnen zum Erfolg führen. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen die Ergebnisse von über 7'500 digitalen Automobil-Anzeigen untersucht, die zwischen September und November 2013 über seine Plattform gehandelt wurden. Im Überblick ergeben zeigen sich folgende Ergebnisse:

• Schwarze Autos sind «in» und werden mit Luxus assoziiert
• Sonderangebote führen zu weniger Klicks und weniger Conversions
• Sicherheit geht vor: 134 Prozent höhere Klickrate
• Auszeichnungen erhöhen die Klicks um 90 Prozent
• 116 Prozent mehr Conversions wenn Anzeigen individuell und interaktiv anpassbar sind
• Anzeigen mit weissem oder schwarzem Hintergrund erreichen weniger Klicks, aber mehr Conversions
• 72 Prozent mehr Conversions bei Autobildern ohne Menschen

Bilder vom Fahrzeug sind effektiver als Fotos von Menschen

Auch wenn die Meinung vorherrscht, dass Anzeigen mit Gesichtern am effektivsten sind, zeigt die Studie von Rocket Fuel, dass dies bei Automobil-Kampagnen nicht der Fall ist. Eine Kampagne ist erfolgreicher, wenn Bilder des Fahrzeuges gezeigt werden; menschliche Gesichter tragen nur dann zum Erfolg bei, wenn sie zusammen mit dem Auto erscheinen. In diesem Fall steigt die Conversion-Rate um 72 Prozent.

Der Preis ist wichtiger als Sonderangebote

Laut der Studie sind solche Anzeigen am effektivsten, die den Originalpreis nennen, ohne spezielle Werbeangebote. Insgesamt erreichen Anzeigen, die Sondergebote zeigen, eine tendenziell niedrigere Klick- und Conversion-Rate in einer Kampagne. Diejenigen, die weder den normalen Preis noch ein spezielles Angebot nennen, tendieren eher dazu, sich auf das Auto an sich zu konzentrieren, als dass sie grosse Mengen Text beinhalten. Was den Informationsgehalt betrifft, so sind Sicherheit (+134 Prozent CTR), Zuverlässigkeit (+92 Prozent) und verliehene Auszeichnungen (+90 Prozent) die wirksamsten Instrumente. Werbeaussagen, die sich auf solche Auszeichnungen beziehen, erzielen die höchste und ähnlichste Klick- und Konversionsrate.

Individuelle Gestaltung erhöht Effektivität

Wenn der Benutzer im Rahmen einer Kampagne sein eigenes Fahrzeug kreieren oder konfigurieren kann, inklusive der Auswahl von Extras und einer entsprechenden Preisanpassung, dann erwecken Anzeigen viel mehr Aufmerksamkeit bei den Verbrauchern und erreichen 116 Prozent mehr Conversions als der Branchendurchschnitt. Die beliebtesten Kampagnen sind die, in denen die Benutzer die Auswahl der Farbe des Autos wechseln können. Bei solchen Kampagnen werden die Benutzer häufig auf die Website des Herstellers geleitet. Andere beliebte Call-to-Actions, die von Werbetreibenden genutzt werden, sind: «Details anzeigen», «Finden Sie Ihr Modell», «Vergleichen», «Angebote ansehen», «Händlersuche», «Erfahren Sie mehr», «Hier klicken und «Jetzt kaufen» (sortiert nach Wirksamkeit).

Schwarze Autos sind «in»

Die Farben, die die höchste Conversion-Rate bringen, sind schwarz und die Option, die Farbe individuell zu wählen. Schwarze Autos werden mit Luxus assoziiert und richten sich an eine ältere Generation. Die grösste Anziehungskraft bei Kampagnen hat Interaktivität, bei denen die Verbraucher die Farbe individuell anpassen können. Bei der Analyse der vorherrschenden Farben und der verwendeten Hintergrundfarben gibt es deutliche Unterschiede, was die Performance betrifft. Anzeigen mit weissem oder schwarzem Hintergrund erreichen weniger Klicks, aber mehr Conversions, mit einer Rate von 10 bis 20 Prozent gegenüber dem Branchendurchschnitt.

Auf Basis der Ergebnisse seiner Studie hat Rocket Fuel eine Liste der fünf wirksamsten Praktiken für Automobil-Werbekampagnen erstellt:

1. Der Preis ist wichtiger als Sonderangebote
2. Wählen Sie einen schwarzen oder einen weissen Hintergrund
3. Das Auto ist wichtig, nicht der Fahrer
4. Erwähnen Sie Zuverlässigkeit und nachgewiesene Erfolge
5. Lassen Sie Nutzer ihr eigenes Modell entwerfen

Die Ergebnisse der Studie können Sie hier downloaden.
 

Prime entwickelt IT-Dreamjobs-Kampagne weiter

Die im September 2013 lancierte IT-Dreamjobs-Kampagne ist die erste gemeinsame Werbekampagne der IT-Branche. Die Agentur Prime hat sie in Zusammenarbeit mit dem Kunden und im Dialog mit der Zielgruppe ausgeweitet.

Ziel der Kampagne ist es laut Mitteilung, die Vielfalt von Informatikberufen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und mehr Jugendliche für ein Informatikstudium zu gewinnen. Denn wer Informatik studiert, gestaltet die Zukunft, hat beste Berufsaussichten, viel Kontakt mit anderen Menschen und kann in praktisch jeder Branche arbeiten: ein richtiger Traumjob. Die Schweiz braucht dringend Nachwuchs für die Berufe der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Den Jugendlichen als wichtigste Zielgruppe komme bei dieser Kampagne eine zentrale Rolle zu, ist Prime-Inhaber Basil Hangarter überzeugt: «Eine moderne und erfolgreiche Marke kann nur im ständigen Dialog mit der Zielgruppe geführt und weiterentwickelt werden.» Deshalb waren Jugendliche von Anfang an bei der Entwicklung der Kampagne dabei: Von der Kampagnenidee über Markenauftritt und Corporate Design bis hin zu Tonalität, Bildsprache und den Botschaften. Bei der technischen Umsetzung der Website, den Blogbeiträgen auf der Website und dem Sponsoren-Rap sind junge Erwachsene sogar ganz direkt in die Kampagne involviert.

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Verantwortlich bei It-Dreamjobs.ch: Annette Kielholz (Projektleiterin). Verantwortlich bei Prime: Basil Hangarter (Creative Direction), Sylvie Saxer (Beratung), Marcello Koch/Sven Christinger (Art Direction), Erwin Lötscher (DTP).

Neue Swiss-Website mit Supertext sicher gelandet

Swiss hat für den neuen Internetauftritt auf den Schweizer Sprachdienstleister Supertext vertraut.

Fast 50’000 Wörter auf 120 Seiten hat Supertext für Swiss zu Papier gebracht, wie es in einer Mitteilung heisst. Für Themen wie Gepäckregelungen bis zu Produkttexten war es wichtig, vor dem Start einen Stil zu entwickeln, der zu Swiss passt. Hierfür hat das Team der Airline einige Schreibaufgaben erteilt; Supertext hat sich diesen erfolgreich gestellt. Daraufhin wurden alle Texte innert mehrerer Monate von der ausgewählten Texterin erarbeitet und von einem Korrektor geprüft. So stellt Supertext einen konsistenten Stil mit Wiedererkennungseffekt sicher: «Die neue Swiss.com Sprache hebt sich dank Supertext merklich von anderen Airline Sites ab. Supertext hat sehr schnell begriffen, was wir erreichen möchten und die Sprache der Online- sowie mobilen Welt angepasst», so Janos Heé, Head of E-Commerce bei Swiss.

Wie bei jedem guten Webtext gilt auch bei Swiss: Die Inhalte sollen bestehende und zukünftige Kunden begeistern – und müssen dafür auf Google und Co. gefunden werden. Deshalb wurde für jede Seite ein Keyword und eine gewünschte Keyword-Dichte vom Swiss-internen SEO-Spezialisten festgelegt, und von Supertext leser- und suchmaschinenfreundlich im Text verwendet.

Zum Thema: Neuer Auftritt für Swiss.com

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Schweiz Tourismus ernennt neue Marktleiterin Kanada

Schweiz Tourismus hat Evelyn Lafone zur neuen Marktleiterin Kanada ernannt. Sie tritt damit die Nachfolge von Mirko Capodanno an, der im Juni 2014 die Funktion als Distrikt Manager Western USA übernehmen wird.

Evelyn Lafone startet in ihrer neuen Funktion per 15. August 2014 und verantwortet ab dann die gesamte Vermarktung der touristischen Schweiz im kanadischen Markt inklusive den Zentralstaaten der USA. Lafone hat 1989 bei Schweiz Tourismus in London gestartet und war dort in verschiedenen Funktionen tätig. Zuletzt war sie von 2005 bis ende 2009 Landesleiterin Vereinigtes Königreich und Irland. Anfang 2010 wechselte sie in das damals neu eröffnete Büro in Sydney, wo sie die Hauptleitung für den Markt Australien übernommen hatte. Lafone tritt in ihrer neuen Funktion die Nachfolge von Mirko Capodanno an, der seinerseits am 1. Juni 2014 als Distriktmanager Western USA mit Arbeitsstandort Los Angeles starten wird.

Sonntagszeitung ändert Layout

Am Sonntag erschien die Sonntagszeitung zum letztem Mal im gewohnten Layout. Nebst gestalterischen Veränderungen beinhalten die kommenden Ausgaben einen neuen Bund.

Wie die Sonntagszeitung in der aktuellen Ausgabe ankündigt, erwartet die Print- und digitale Leserschaft ab nächster Woche verschiedene Neuerungen. Den neuen Auftritt habe man seit Monaten «intensiv und mit viel Herzblut» vorbereitet, heisst es im Artikel. Das Layout werde ruhiger, übersichtlicher und biete Platz für längere, gut recherchierte Texte und fundierte Analysen. Auffälligste Änderung neben den gestalterischen Elementen wird der neu konzipierte Bund «Gesellschaft» sein, der aktuelle Debatten aufgreift und neben Stil und Kulinarik auch das bisherige «Wissen» beinhaltet. Der Onlineauftritt der Sonntagszeitung wurde ebenfalls vollständig überarbeitet und ist nun für alle Systeme zugänglich, sowohl auf Smartphones wie auf Tablets. (hae)

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Leo Burnett: Luft holen für Sihlcity

Wer in Sihlcity einkauft, hat ein Riesenangebot an Läden zur Auswahl. Leo Burnett Schweiz hat dies einmal mehr auch in der Werbung erlebbar gemacht.

Mit einer einfachen und multimedialen Promotion: dem «Wieviele-Sihlcity-Shops-kannst-du-in-einem-Atemzug-aufzählen-Wettbewerb». Je mehr Läden man mit einmal Luft holen aufzuzählen vermochte, desto höher war der Gewinn. Ihre Lunge unter Beweis stellen konnten die Teilnehmer am POS, online via Webcam und bei zahlreichen Promotion-Teams in der Stadt. Der im TV, Radio, auf POS-Plakaten und Anzeigen angekündigte Wettbewerb war extrem erfolgreich, mit über 600 Teilnehmern allein schon am POS. Gewonnen hat ein junger Mann, der es dank ausgeklügelter Atemtechnik auf sagenhafte 129 Shops gebracht hat.

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Verantwortlich bei Sihlcity: Jörg Engeler (Centerleiter), Mara Bonorand, Vanessa Welti (Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei LBS: Johannes Raggio (ECD), Pablo Schencke, Barbara Hartmann, Anna Leudolph, Lukas Tauss, Inken Rohweder, Markus Rottmann (Kreation), Isabelle Meier, Nadine Stüssi (Beratung), Suzana Kovacevic (Art Buying), Update (Website).

 

Medienvielfalt Holding: Ganz oder gar nicht

Laut Schweiz am Sonntag hat Publigroupe den 25 Prozent-Anteil am St. Galler Tagblatt und der Neuen Luzern Zeitung der Medienvielfalt-Holding zum Kauf angeboten. Blocher und Tettamanti zeigten jedoch wenig Interesse.

Schweiz am Sonntag stützt sich auf die voneinander unabhängigen Aussagen von zwei «zuverlässigen Quellen». Das St. Galler Tagblatt und die Neue Luzerner Zeitung gehören der Freien Presse Holding, welche wiederum von der NZZ-Gruppe (75 Prozent) und Publigroupe (25 Prozent) kontrolliert wird. Publigroupe will die Anteile loswerden und soll sich 50 Millionen Franken vom Verkauf erhoffen. Wie besagte Quellen berichten, ging Publigroupe über einen Mittelsmann und «unter höchster Geheimhaltung» aktiv auf Blochers Medienvielfalt Holding zu. Ein direkter Kontakt sei bewusst vermieden worden. Man sei davon ausgegangen, dass Blocher für den Einfluss in den ländlichen, bürgerlichen Gegenden «eine stolze Summe» bezahlen würde.

Entgegen dieser Annahmen blieb das Interesse jedoch aus, denn auch mit einer 25-Prozent-Beteiligung hätte die NZZ-Gruppe nach wie vor das Sagen. Würde sich die Chance ergeben, auch den grossen Teil des Kuchens zu erwerben, liessen sich Blocher und Tettamanti vermutlich nicht zweimal bitten. NZZ-Kommunikationschefin Bettina Schibli dementiert gegenüber Schweiz am Sonntag jedoch eine vom Magazin Schweizer Journalist geäusserte Vermutung, ein mittelfristiger Kauf sei ein realistisches Szenario. Die NZZ sei sich der Verkaufsabsichten von Publigroupe bewusst. Branchenkenner gehen davon aus, dass die NZZ-Gruppe mit Vorkaufsrecht die restlichen 25 Prozent übernehmen wird. (SaS/hae)

Bild: Keystone
 

Maxomedia überarbeitet die Website für Stop Piracy

Maxomedia hat die Website von Stop Piracy, der Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie, einem umfassenden Redesign unterzogen. Sie entspricht nun den neusten Standards in Sachen Design, Usability und Funktionalität.

Gefälscht und kopiert wird nahezu alles, was einen guten Namen hat: Bekleidung, Uhren, Software, Musik, Filme, Medikamente und sogar Nahrungsmittel. Um noch besser über die schmutzige Welt der Fälscher und Piraten zu informieren, hat Maxomedia die Website von Stop Piracy nun komplett aufgefrischt.

Grosser Wert wurde laut Mitteilung dabei auf die Usability gelegt. Neu sind alle Antworten auf die zentralen Fragen zum Thema Piraterie in vier Sprachen (d, e, f, i) schneller und einfacher auffindbar. Der Text wurde auf das Nötigste reduziert und eine emotionale Bildsprache gewählt. Treffende Icons und die Corporate-Farbe Rot machen komplexe Inhalte rasch verständlich und übersichtlich. Bestehende Kampagnensites des Vereins wie Haende-weg.ch oder Schmutzige-vergangenheit.ch wurden sinnvoll integriert und verlinkt.

Die Website wurde zudem im «Responsive Design» umgesetzt und für die Nutzung über Desktops, Tablets und Smartphones optimiert.

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Gewerbeverband: Nein zu Alkoholwerbeverbot

Der Gewerbeverband des Kantons Zürich (KGV) hat seine Parolen für die Abstimmungen vom 18. Mai gefasst: Wenig überraschend sagt er Nein zum Verbot von Alkoholwerbung im Sport.

Das von den Initianten geforderte Verbot von Alkoholwerbung an Sportveranstaltungen widerspreche der Wirtschafts- und Gewerbefreiheit und schränke insbesondere kleine Getränkehersteller und Brauereien unnötig ein, so der Gewerbeverband in einer Mitteilung. Ausserdem gefährde es die Durchführung von Sportveranstaltungen, da diese oft auf Sponsoren aus dem Getränkebereich angewiesen seien, und zwar nicht nur wegen der konkreten finanziellen Unterstützung, sondern auch aufgrund der Bereitstellung von Infrastruktur (Bars, Kühlvorrichtungen, Zelte). Zudem vertritt der Gewerbeverband die Auffassung, dass die Gesellschaft schon durch genügend Ge- und Verbote reglementiert werde.

Die Initiative gegen Alkoholwerbung bei Sportanlässen ist im April 2013 zustandegekommen (Werbewoche.ch berichtete) und wurde vom Zürcher Kantonalverband des Blauen Kreuzes im August 2012 lanciert (Werbewoche.ch berichtete). (pd/hae)

Basler Tageswoche mit neuem Erscheinungsbild

Die Print-Ausgabe der Tageswoche ist am Freitag erstmals in neuem Layout erschienen. Das Format wurde verkleinert, und ein neuer Heftteil umfasst aktualisierte Beiträge aus der täglichen Onlineberichterstattung. Digitale Kanäle und Print sollen so stärker verschmelzen.

Das kleinere Format helfe nicht nur Papier zu sparen, sondern habe auch in der Herstellung Vorteile, schreibt Print-Leiter Remo Leupin im Editorial des in Basel wöchentlich erscheinenden Blatts. An den Abschlussdonnerstagen gewinne die Tageswoche damit ein paar Stunden Zeit bis zum Druckbeginn. Auch im kleineren Format umfasst die am Freitag erschienene Ausgabe 48 Seiten in einem Bund. Die Heftung entfällt indes, das Papier ist etwas dünner und die Gestaltung erscheint weniger luftig. Weiterhin effektvoll genutzt werden Bilder.

Print und Online bündeln

Verzichtet wird im neuen Layoutkonzept auf eine fixe Rubrik-Abfolge. Diese soll künftig je nach Themenmix und Relevanz variieren. Neu ist der Heftteil «Menschen und Geschichten der Woche»mit Onlinebeiträgen der vorausgegangenen Tage. Die Artikel sind aktualisiert und begleitet von Leserreaktionen der Online-Ausgabe. Leser sollen laut Leupin zudem auch online eine grössere Rolle spielen; dies dank einem neuen Debattenformat, das das bisherige ablöst. Nicht mehr in der Print-Ausgabe enthalten ist im weiteren die Kulturagenda, da die Online-Version umfassender sei. Dafür gibt es neu einen Comic Strip. Die Neukonzeption solle helfen, Online und Print noch stärker zu verschmelzen, hatte die Tageswoche im Vorfeld angekündigt. Dank einem neu geschaffenen Produzententeam, das Zeitungs- wie auch Print-Beiträge aufbereitet, könnten die redaktionellen Kräfte besser gebündelt werden.

Hängiges Verfahren

Im Februar war die Tageswoche wegen frisierter Auflagezahlen in die Schlagzeilen geraten. Das Lokalfernsehen Telebasel berichtete, die Tageswoche liefere knapp die Hälfte der für 2013 beglaubigten Auflage von 26'358 Exemplaren gratis an die Flughäfen Basel und Zürich. Dieser Auflagentrick veranlasste die Basler Staatsanwaltschaft zur Einleitung eines polizeilichen Ermittlungsverfahrens wegen Verdachts auf Betrug. Dieses Verfahren ist nach wie vor hängig, wie am Freitag auf Anfrage zu erfahren war. In der Zwischenzeit hat die Tageswoche über ihre aktuelle Auflage Transparenz geschaffen. Per 7. März belief sich die Gesamtauflage demnach auf 24'735 Exemplare. Davon gehen 9765 an Abonnenten und 350 in den Kioskverkauf. Weitere 12'420 Exemplare gehen zu Promotionszwecken an Haushalte in Basel und Umgebung. 1800 Exemplare werden zudem im Flughafen Basel-Mülhausen aufgelegt. Und schliesslich gibt es noch 400 Belegexemplare.

Digitale Reichweite

Die relativ hohe Zahl von Promo-Exemplaren diene der Erhöhung des Bekanntheitsgrads und sei für eine Neulancierung nichts Aussergewöhnliches, heisst es im Redaktions-Blog der Tageswoche. Als Hybridmedium sei für diese zudem nicht nur die Printauflage wichtig, sondern auch die Reichweite der digitalen Kanäle. Die mobilen Seiten der Tageswoche wurden im Februar laut dem Forschungsinstitut Net-Metrix von 164'000 Unique Clients (Geräten) genutzt. Die Seite verzeichnete 630'000 Einzelbesuche (Visits) und zwei Millionen Seitenaufrufe (Page Impressions). Auf ihrer iOS-App verzeichnet die Tageswoche zudem pro Tag 2000 eindeutige Besucher. Pro Monat sind es 8500. (SDA)

Schweizer Medienpreis: Die Nominationen

Am 25. April geht im Stadttheater Bern die Verleihung des Medienpreises 2014 über die Bühne. Die Nominierten stehen fest.

Am gleichen Abend wird der Journalist aus der Romandie François Gross für sein Lebenswerk mit dem Reinhard von Graffenried Lifetime Achievement Award geehrt. Mit dem Schweizer Preis für Lokaljournalismus Print, Online, Radio und TV ehrt die Fondation Reinhardt von Graffenried Medienschaffende, die in den Bereichen Lokaljournalismus und Pressefotografie im Jahr 2013 in der Schweiz eine besondere Leistung erbracht haben. Die folgenden Medienschaffenden aus den drei Sprachregionen wurden für den Schweizer Medienpreis 2014 nominiert:

Print – Mario Fuchs, Sophie Roselli, Samuel Tanner

Jurypräsident Peter Rothenbühler

«Im Asyl», von Mario Fuchs, publiziert am 30.3.2013 im St. Galler Tagblatt

Série de cinq articles sur le drame d’Adéline, von Sophie Roselli, publiziert ab 9.10.2013 in La Tribune de Genève

«Chaosphase auf der A13», von Samuel Tanner, publiziert am 10.11.2013 in Ostschweiz am Sonntag

Online – Marcel Gyr, Florian Ratz, Alexandra Wohlgensinger

Jurypräsident Peter Hogenkamp

«50 Jahre Seegfrörni», von Marcel Gyr, publiziert am 25.1.2013 auf NZZ Online 

«Rotblaulive – Die Saison des FC Basel», von Florian Raz, publiziert am 22.8.2013 auf Tageswoche Online

Serie Piz Bernina Besteigung, von Alexandra Wohlgensinger, publiziert ab Mai 2013 auf Engadinerpost.ch

Radio – Wilma Rall, Maurine Mercier, Curdin Vincenz

Jurypräsident Patrick Nussbaum

«Alles wird gut in ZuReich – 20 Jahre Wohlgroth Räumung», von Wilma Rall, Dendung Stadtfilter ausgestrahlt am 25.11.2013, auf Radio RaBE und Radio Lora

«Dans la peau des mécanos. Quand c’est trop, c’est trop !», von Maurine Mercier, ausgestrahlt am 24.8.2013, RTS La Première – Quinze Minutes

«Wem gehört das Seeufer?», von Curdin Vincenz, ausgestrahlt am 29.4.2013, Radio SRF1 – Rendez-vous am Mittag

TV – Simone Herrmann, Sophie Hostettler, Cecilla Mendoza

Jurypräsident Mario Cortesi

«Schulklasse schickt Ballon in All», von Simone Herrmann, ausgestrahlt am 27.5.2013, TV SRF 1 – Schweiz aktuell

«Der Jurakonflikt» – Serie im Vorfeld zur Abstimmung, von Sophie Hostettler, ausgestrahlt ab 24.11.2013, TV Telebärn News

«Les nouvelles tendances de marketing politique», von Cecilla Mendoza, ausgestrahlt am 20.9.2013, TV RTS 1 – Couleurs locales

Die nominierten Beiträge sind unter diesem Link verfügbar.

Reinhardt von Graffenried Lifetime Achievement Award

Der 1931 in Lausanne geborene François Gross findet anfangs der 50er Jahre zum Journalismus. Zuerst arbeitet er als Redaktionssekretär bei der Zeitung La Gazette de Lausanne mit Pierre Béguin, dann wird er während vier Jahren Frankreichkorrespondent in Paris bevor er zum Verantwortlichen für das Téléjournal Romand, das damals von Zürich aus gesendet, ernannt wird. Zwischen 1970 und 90 prägt er mit seiner direkten und unabhängigen Art als Chefredaktor die Freiburger Tageszeitung La Liberté. Anschliessend übernimmt er Radio Schweiz International in Bern, wird Präsident der Vereinigung Reporters sans frontières und unterrichtet am Institut für Journalismus der Universität Freiburg. Der 83-Jährige Vollblut-Journalist lebt in Freiburg und schreibt immer noch regelmässig Kolumnen für das Online Portal Sept.info.

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