Frühlingsgefühle

Kolumne von Florian Weischer, Geschäftsführer WerbeWeischer

Für jede Kolumne, die ich für die Werbewoche beisteuern darf, lege ich mir schon Tage vorher einen Zettel auf mein Stehpult im Büro und notiere dort Themen, die ich wichtig finde und von denen ich annehme, dass sie auch Interesse beim Leser finden können. Meine Kollegen aus unserem Büro in Zürich kennen dieses Prozedere und schreiben mir bei Besuchen im Norden ebenfalls ihre Themen und Wünsche auf dieses Blatt Papier. Das ist ziemlich «Old School», funktioniert aber trotz aller Erleichterungen der digitalen Kommunikation immer noch unschlagbar gut.

Billy Wilder hat bei der Suche nach guten Filmstoffen übrigens auch auf Papier und Bleistift vertraut. Immer nachts hatte er die besten Ideen für Personen, Charaktere und Handlungen. Leider träumte er sie meistens, und am nächsten Morgen waren diese wunderbaren Geschichten aus seiner Fantasie schon wieder im Nebel der lückenhaften Erinnerungen verschwunden. Deshalb legte er sich das Blatt Papier und den Stift auf seinen Nachttisch, stellte seinen Wecker auf die Zeit, in der er die interessantesten Träume vermutete und legte sich erwartungsvoll ins Bett. Der Wecker klingelte mitten im Traum, und Billy schrieb und schrieb und schrieb diese unglaubliche Geschichte auf seinen Zettel und liess sich erschöpft ins Bett zurück fallen mit der Gewissheit, jetzt den optimalen Filmplot festgehalten zu haben. Am Morgen nahm er den Zettel und freute sich darauf, dieser aussergewöhnlichen Geschichte wieder zu begegnen. Auf dem Zettel standen drei Worte: «Boy meets Girl».

An dieser Stelle sollte jetzt ein grosser Absatz erfolgen, weil man ja einen Moment braucht, um den tieferen Sinn dieser (hoffentlich wahren) Geschichte zu erfassen. Und ich stehe hier in meinem Büro am Hamburger Hafen bei tristem, grauem Nieselwetter und Temperaturen im einstelligen Bereich vor meinem Zettel und auf dem steht: «Frühlingsgefühle – Open-Air-Kino». Immerhin verspricht der Wetterbericht für den Nachmittag deutliche Besserung und für morgen sogar 20 Grad und Sonne. Ich aber habe für heute die Lieferung meines Textes zugesagt. Also ist unsere Fantasie wieder gefragt, und ich bitte Sie, sich das morgige Wetter plastisch vorzustellen, die Gerüche der Natur wahrzunehmen, an schöne Stunden im Freien zu denken. Wunderbar. Wie im Film.

Jetzt kommt mein Zettel ins Spiel. Warum sollten Sie und ich nicht auch das Kino im Freien geniessen können, warum sollten dies nicht auch viele andere Menschen in der Schweiz tun, und warum sollten wir nicht nach den richtigen Werbeplätzen und Umfeldern dort auch für Kinowerbung suchen? Wir haben alle diese Fragen mit «ja» beantwortet und können jetzt (nicht ganz frei von einer kleinen Portion Stolz) sagen, dass wir die mit Abstand grössten, schönsten und erfolgreichsten Open-Air- Kinos exklusiv für Werbekunden vermarkten. Open-Air-Kino-Events Orange Cinema exklusiv bei WerbeWeischer. Wir kommen also immer ein Stück voran auf dem Weg zum Ziel, auch in der Schweiz an möglichst vielen und möglichst guten Plätzen den Zugang zu diesem wunderbaren Medium bieten zu können.

Das ist die Nachricht von meinem Zettel, und ich hoffe, ich habe Sie über einen kleinen Schlenker doch ganz gut dorthin führen können. Wir werden es ja sehen: Ob Sie diese fantastischen Nächte am See mit uns geniessen werden und ob Sie Interesse haben, auch Ihre grossen Bilder auf diese Riesenleinwände mit der ganz besonderen Atmosphäre zu bringen. Dann schreibe ich mir für das nächste Mal wieder einen kleinen Zettel.
 

Alexander Jaggy wählt den besten TV-Spot des Monats

Jeden Monat kürt ein Mitglied des ADCs aus allen neuen TV-Spots bei Publisuisse seine fünf Favoriten. Die Vorauswahl der besten Neuzugängen im März trifft Alexander Jaggy, Executive Creative Director bei Jung von Matt/Limmat.

Ab sofort stehen seine fünf Favoriten unter Spotdesmonats.ch zum Voting bereit. Alle Monatssieger werden an der nächsten ADC-Preisverleihung um den begehrten Publikumspreis kämpfen. Die nächste ADC-Preisverleihung findet anfangs 2015 statt. Publispot ist die Spotdatenbank von Publisuisse mit allen TV-Spots der SRG SSR seit 1993.

Zermatt Unplugged ist Spot des Monats

Jeden Monat kürt ein Mitglied des ADCs aus allen neuen TV-Spots bei Publisuisse seine fünf Favoriten. Von den fünf nominierten Neuzugängen wird der Spot mit den meisten Publikums-stimmen Monatssieger. Im Februar hat Frank Bodin, Präsident des ADCs, aus über 120 Spots seine fünf Favoriten ausgewählt. Bei der anschliessenden Online-Abstimmung erhielt der Spot für das Musikfestival Zermatt Unplugged am meisten Stimmen, gefolgt vom Werbespot des VCS Verkehrs-Club der Schweiz. Fast 50 Prozent der weit über 1000 abgegebenen Stimmen fielen auf den TV-Spot des Walliser Musikfestivals.

 

//www.youtube.com/watch?v=ZMUvd1N41lg

Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen bei den Konsumenten abschneiden.

Bei der Awareness liegt die Denner-Anzeige der Werbeagentur ViznerBorel an der Spitze, gefolgt von der Anzeige für Westside/libero der Werbeagentur Formeldrei und der Anzeige für PB Swiss Tools der Agentur Erdmannpeisker. Beim Kriterium Uniqueness siegt die Anzeige für Ermatingen Tourismus von Andy Hostettler gefolgt vom Sujet Heizen mit Öl von Ruf Lanz und der Petitionsanzeige von Erdmannpeisker. Die Anzeige für Ermatingen Tourismus liegt auch beim Kriterium Brand Fit an der Spitze. Danach folgen Heizen mit Öl und Denner. Auch bei der Likeability gewinnt Ermatingen Tourismus, gefolgt von Heizen mit Öl und der PB Swiss Tools.

Der Impact Check der Werbewoche (PDF)

Detaillierte Ergebnisse (PDF)

 

Nicht nach den Rechten sehen

In der Ukraine stürzt die vereinigte Opposition die Regierung. In den Schweizer Medien will man es nicht so genau wissen, wer so alles auf dem Maidan agierte. Hauptsache, die Ukraine nähert sich Europa. Von Hans Stutz

Oscar Freysinger, Grosskasper der Unterwalliser und der Schweizer Politik, hat es schon weit gebracht, sogar ins russische Fernsehen. Dem staatsnahen Sender Pro Russia gab er unlängst ein Interview zur Regierungsabsetzung in der Ukraine: «Zwei von drei Beteiligten an diesem Putsch sind Nazis oder Faschisten.» Freysinger, der auch schon strahlend vor rechtsextremem Publikum auftrat, kritisiert also, dass Rechtsextreme in der ukrainischen Regierung seien. Müsste er diese eigentlich nicht unterstützen? Noch mehr will der Opportunismus- Politiker der EU an den Kragen, daher wettert er gegen «die grossen Politiker der EU», die «grosse Reden über Demokratie auf dem Hauptplatz von Kiew» halten würden.

Nur: Freysinger übertreibt zwar, aber im Grundsatz hat er recht. Es dämmert auch deutschsprachigen Medien allmählich, dass die neue ukrainische Regierung sich zwar an Europa und der Europäischen Union orientiert, doch zwei Beteiligte der Übergangsregierung (Rechter Sektor und Swoboda) vertreten rechtsextreme Positionen. Der «Rechte Sektor» ist ein Konglomerat von rassistischen bis offen neonazistischen Grüppchen, die seit dem Regierungswechsel zunehmend als Bürgerwehr oder Freikorps auftreten. Und über einen Swoboda-Wahlerfolg war man im EU-Parlament noch im Dezember 2012 besorgt, dass dieser Ausdruck einer «zunehmenden nationalistischen Stimmung in der Ukraine » sei und «rassistische, antisemitische und ausländerfeindliche Auffassungen» im Widerspruch zu den Grundwerten der EU stünden. Das ist nun unwichtig, da europäische Politiker die Chance sehen, die Ukraine aus dem Einflussbereich von Russland zu lösen.

Der populistische Freysinger hingegen nutzt wieder einmal eine mediale Lücke. In den Tagen des ukrainischen Regierungsputsches ignorierten die Schweizer Medien die Anwesenheit von Rechtsextremen auf dem Maidan. Den ersten Berichten, wonach unter den Demonstrierenden und Revoltierenden auch Rechtsextremisten aktiv seien, folgte der Verweis, da sei russische Propaganda. (Was es auch war.) Doch selbst aus der Ferne konnte der interessierte Beobachter Zeichen sehen. Aufschlussreich war eine Tagesschau des Schweizer Fernsehens: Die Sprecherin berichtete von «radikalen Nationalisten» unter den Demonstranten, das Filmchen zeigte eine Gruppe marschierender Männer hinter einen Keltenfahne. Diese gilt als Zeichen für die Vorherrschaft der weissen Rasse und wird häufig von neofaschistischen Gruppen verwendet. Nun ist es ja nicht das erste Mal, dass Journalisten des Schweizer Fernsehens die politische Aussage einer Flagge nicht erkennen. Auch die Bedeutung von Freysingers Reichkriegsfahne («heute beliebt bei Rechtsextremen») mussten Medienschaffende den Leuten vom Leutschenbach nach der Ausstrahlung erklären.

Seit Jahren zeigen Schweizer Medienschaffende einen bemerkenswerten Unwillen, Parteien oder Politiker rechts der bürgerlichen Rechten klar zu benennen, ob nun als Radikale Rechte, Rechtsradikale, Neonazis, Faschisten oder Rechtsextremisten. Sie flüchten sich in Floskeln, besonders beliebt «ultranationalistisch ». Die NZZ beispielsweise schrieb in den vergangenen Monaten über «Serbiens Wahlsieger Aleksandar Vucic», der «noch vor sechs Jahren den antiwestlichen Ultranationalisten mit grossserbischen Ideen» gegeben habe. Er gehörte zur Partei von Vojislav Seselj, «einem Kriegshetzer übelster Sorte» (NZZ). Und ein anderes Mal sinnierte die NZZ über den «Einfluss von Ultranationalisten », die «Netanjahus Kompromissmöglichkeiten gegenüber den Palästinensern» noch mehr einschränken würden. Und im Mai 2013 berichtete das Blatt vom Falkenplatz, dass im bulgarischen Parlament neben zwei Grossparteien sowie Vertretern der türkischen Minderheit auch die «Ultranationalisten » der «Ataka» präsent seien. Ataka betreibt aber die Ausgrenzung der türkischen Minderheit und der Muslime in Bulgarien. «Ultranationalistisch » soll gemäss NZZ auch der ukrainische «Rechte Sektor» sein. Nur: Bis anhin gibt es keine ultranationalistische Partei, weder ein Programm noch eine Ideologie noch die hergeleitete Definition eines Wissenschaftlers. Nur Medien- und Politikergeplapper. Nicht einmal Wikipedia weiss weiter und leitet Suchende direkt zum Begriff «Rechtsextremismus».

Hans Stutz lebt in Luzern und arbeitet als Journalist mit Schwerpunkt Rassismus und Rechtsextremismus.
 

Er arbeitet und arbeitet und arbeitet

VW Nutzfahrzeuge wagt mit ViznerBorel einen Blick in die Zukunft. Dabei zeigt sich: Auch nach sehr sehr vielen Jahren wird sich eine Investition in einen VW-Transporter nach wie vor als die beste erweisen.

Unbenannt-11_18

Preis, Prämien und Rabatt sind im Automobilmarkt eine gängige Norm beim Kaufentscheid. VW will seine Kunden hingegen mit Argumenten überzeugen. «Wir wollen als führend wahrgenommen werden im Bereich Qualität», erklärt Marketing-Leiter Bruno Ueltschi. Gemeinsam mit VW Nutzfahrzeuge Schweiz hat die Kommunikationsagentur ViznerBorel in diesem Sinne die zukünftige strategische Ausrichtung und Kommunikationsplattform der Marke erarbeitet. In Workshops ist eine nachhaltige Differenzierung der Positionierung gefunden worden, mit welcher die definierten Kernwerte jetzt transportiert werden sollen.
 

//www.youtube.com/watch?v=B49EgYynofQ

Mit dem Claim «Die beste Investition» wird sich VW Nutzfahrzeuge in Zukunft strategisch nach innen und aussen präsentieren. Eine Positionierung, die einerseits auf Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge und damit auf die betriebswirtschaftlichen Faktoren einzahlt. Andererseits sich aber auch als die beste Investition in die Mitarbeiter, in eine zuverlässige Partnerschaft, in ökologisches Engagement und damit gesamthaft als die beste Investition in die Zukunft versteht.

Unbenannt-12_19

ViznerBorel, die langjährige Agentur von VW Nutzfahrzeuge Schweiz, hat dafür eine neue Kampagne kreiert. Angelehnt ist diese an der legendären Kampagne für den VW-Käfer von DDB, wo Bill Bernbach 1968 mit dem Claim «Er läuft und läuft und läuft» Werbegeschichte geschrieben hat. Bei Vizner- Borel wird dieser jetzt raffiniert an die Nutzfahrzeuge angepasst: «Er arbeitet und arbeitet und arbeitet.» Und weil das bei der Qualität eines VW-Nutzfahrzeugs problemlos über Jahrzehnte andauern kann, haben die Kreativen die Fahrzeuge in ihren Sujets in einer entsprechend entfernten Zukunft «parkiert».

Entstanden sind äusserst aufwendige Umsetzungen, die mithilfe von Spezialisten realisiert wurden: In enger Zusammenarbeit und unter der Leitung von ViznerBorel «bauten» Concept-Artists einzelne Gebäude, ganze Szenerien, fliegende Drohnen, eindrückliche Landschaften und neue Welten. Dabei ist ihnen gelungen: Die Szenen spielen in der Zukunft, lassen aber dennoch mit etwas Augenzwinkern unsere bekannte Schweiz erkennen, was speziell im TV-Spot mit dem Blick auf den Zürichsee von Horgen in Richtung Pfäffikon zur Geltung kommt.

Unbenannt-13_12

Für das Shooting der vier Sujets sowie den Film- Dreh wurden sowohl ein weiblicher Androide als auch die Werkzeuge und Maschinen in 3-D respektive in Originalgrösse gebaut und alle Outfits speziell für die Models entworfen und genäht. Das fotografierte Material hat die Firma Carioca in Bukarest mit die in 3-D-Programmen erstellten Welten integriert. Die Film-Szene mit einem Dialog zwischen Fahrer und Androidin wurde durch Manifesto Films Zürich zuerst im Studio abgedreht, anschliessend mit der im Computer erstellten Future-Welt kombiniert. Regie führte Reto Salimbeni.

Unbenannt-14_12

Die vier Printsujets visualisieren vier Baureihen in typischen Einsatzbereichen für die Nummer 1 unter den leichten Nutzfahrzeugen: Montage und Service, Gartenbau, Logistik und Bau. Die Ideen wurden bei der Zielgruppe einem Pretest unterworfen. Die Kunden wollten dabei VW «offenbar vertrauen, was die Vorstellung einer Zukunft anbelangt », meint Guillaume Borel. Der CD ist aber auch überzeugt, dass eine solche Kampagne «nur von der Nummer 1 glaubhaft präsentiert werden kann».
 
Andreas Panzeri

Zu guter Letzt: Im Bett mit den Muppets

Die Ex von Leonardo Di Caprio, Bar Refaeli, wälzt sich im Bett mit einem Schnauzbartträger, der sehr an die Muppet Show erinnert. Dies für einen Unterwäsche-Spot, der im israelischen Fernsehen erst nachts gezeigt werden darf.

Der Spot zeigt einen Typen namens Red Orbach, im Bett mit drei Topmodels, gegen die er unter anderem auch im Strippoker verliert. Der Werbespot wirbt in Israel für die Unterwäschemarke Hoodies, wie Susanne Hermann auf Wuv.de schreibt. Das Werk der Agentur Awesome, Tel Aviv (Regie: Uri Shitser) dürfe im Werbefernsehen nicht ohne Auflagen gezeigt werden: Erst nach 22 Uhr, weil er zu viele sexuelle Anspielungen enthält. Zumindest kennt Frau nach diesem Spot die sexuellen Vorlieben eines Muppets. (uma)

 

//www.youtube.com/watch?v=8r-ERs-79ow

Negativtrend hält an

Mit der MACH Basic 2014-1 stehen erstmals voll vergleichbare Daten nach dem neuen Erhebungskonzept zur Verfügung. Sie zeigen, dass mit einer Ausnahme alle Titelgruppen in allen Sprachgebieten wieder Kontakte verloren haben.

Obwohl die Ergebnisse der MACH Basic 2014-1 zu 50 Prozent aus den gleichen Zahlen bestehen wie diejenigen der MACH Basic 2013-2 (siehe auch Kasten «Die MACH Basic 2014-1»), sind doch insgesamt über alle vom MTJ erfassten Titel mehr als 1,1 Millionen Kontakte verloren gegangen. Das entspricht einem Minus von 2,6 Prozent.

Alle Titelgruppen verlieren

Wie die Grafik «Veränderungen Kontaktsummen» zeigt, gibt es die auffälligsten Ausschläge in der Südschweiz. Hier hat die Tagespresse 4,7 Prozent zugelegt, die Sonntagspresse dagegen 6,3 Prozent verloren. Allerdings sind diese Ausschläge nicht durch signifikante Abweichungen von einzelnen Titeln begründet und deshalb eher zufällig. Dies gilt auch für die andern Titelgruppen in der Südschweiz, wo keine einzige signifikante Veränderung zu verzeichnen ist.

Unbenannt-21_2

In der Westschweiz gibt es nur drei Titel mit signifikanten Veränderungen: Die Werktagsausgabe von Le Matin sowie zwei Titel der Spezialpresse haben an Reichweite verloren. Total 16 Titel mit signi- fikanten Veränderungen sind in der deutschen Schweiz zu finden. Zwei bei der Tagespresse (je einer positiv und negativ), einer bei der Sonntagspresse (negativ), zehn bei der Publikumspresse (nur einer positiv) und drei (negative) bei der Spezialpresse. Das ergibt gesamtschweizerisch 19 Titel mit signifikanten Veränderungen. Dabei haben aber nur zwei Titel zugelegt.

Unveränderte Gratisanteile

Bei den Gratisanteilen hat es eher wenige Veränderungen gegeben. Die Gratiskontakte haben zwar in allen Titelgruppen abgenommen, aber unterdurchschnittlich. Deshalb hat der Gratisanteil mit Ausnahme der Sonntagspresse grundsätzlich leicht zugenommen. Wie die Grafik «Gratisanteile nach Titelgruppen und Sprachregionen» zeigt, gibt es am Sonntag ja nur im Tessin Gratiskontakte. Dafür sind es dann gleich 100 Prozent – genau gleich wie bei der Publikums- und Spezialpresse. Insgesamt und in den beiden andern Sprachgebieten ist der Gratisanteil aber bei der Publikumspresse am höchsten. Grundsätzlich gilt die Regel: Je kleiner das Sprachgebiet, desto höher der Gratisanteil. Doch keine Regel ohne Ausnahme. Bei der Tagespresse ist es genau umgekehrt. Nicht zuletzt deshalb, weil es in der deutschen Schweiz zwei Titel gibt und in der Westschweiz der seinerzeitige, intensive Konkurrenzkampf die Werte nach oben getrieben hat.

Unbenannt-21b

Kombinazione erreicht 50%

In mindestens zwei Sprachgebieten erzielen immerhin sechs Angebote je mindestens fünf Prozent Reichweite. Sie sind in der Grafik «Nationale Angebote » in der Reihenfolge ihrer nationalen Reichweite aufgeführt. Mit Ausnahme der KombiNation SwissWomen von Ringier mit Schweizer Illustrierte, Glückspost, L’Illustré und TV8 sowie des NZZ Business Combi von NZZ und Le Temps sind alle diese Angebote in allen drei Sprachregionen vertreten. Die an dritter Stelle platzierte KombiNation SwissFamily von Ringier mit SonntagsBlick, Schweizer Illustrierte, L’Illustré, L’Hebdo, TV8 und Il Caffè della Domenica erzielt dabei in der Westschweiz die zweithöchste Reichweite. Beim führenden Angebot Kombinazione mit allen drei Migros- Wochenblättern fällt der starke Unterschied zwischen den drei Sprachgebieten auf. Gesamtschweizerisch erreicht es aber immerhin die Hälfte der sprachassimilierten Bevölkerung ab 14 Jahren. Die beiden KombiNation-Angebote von Ringier sind jeweils in der Westschweiz deutlich stärker als in den andern Sprachgebieten und im gesamtschweizerischen Durchschnitt. Je zwei dieser nationalen Kombinationen werden durch die Migros und Ringier angeboten, je eines durch Tamedia und NZZ/ Le Temps.

Unbenannt-19_3

Migros und Coop dominieren

In der Grafik «Reichweitenjäger Deutschschweiz» sind neu alle Angebote aufgeführt, die im Sprachgebiet mindestens 25 Prozent der Grundgesamtheit erreichen. Die im letzten Herbst gezogene Mindestgrenze von 30 Prozent übertreffen jetzt nämlich nur noch vier Angebote. In beiden grossen Sprachgebieten belegen die Titel von Migros und Coop weiterhin die Spitzenplätze. Dahinter folgt in der Deutschschweiz 20 Minuten, das damit sämtliche Kombinationen von bezahlten Titeln hinter sich lässt. In der Westschweiz schieben sich dagegen die Wochentag-/ Sonntags-Kombination von Le Matin und RomandieMAX mit allen Ringier-Zeitschriften noch vor das Pendlerblatt.

Unbenannt-21c
Unbenannt-21d

Bezahlte Einzeltitel haben im Konzert der grossen Kombinationen und Gratistitel jedenfalls nichts verloren. Le Matin dimanche in der Westschweiz ist hier die Ausnahme, mit der die Regel bestätigt wird – auch wenn gemäss der letzten Beglaubigung über ein Viertel der Auflage gratis oder mit über 50 Prozent Rabatt vertrieben werden.

Die Sonntagsausgabe von Le Matin ist denn auch nach wie vor Leader bei den bezahlten Top-Titeln (siehe Grafik). Hier wurde die Untergrenze auf 15 Prozent gesenkt, da die frühere Grenze von 20 Prozent nur noch durch fünf Titel übertroffen wird. Mit dem Ktipp, Le Matin und dem Beobachter figurieren in dieser Grafik gleich drei Titel mit signifikanten Verlusten. Die Reihenfolge hat sich dadurch aber nicht verändert. Dominierender Verlag ist Ringier mit den vier Titeln Illustré, SonntagsBlick, Schweizer Illustrierte und TV8. Die Tamedia weist mit den beiden Titeln von Le Matin gleich viele Titel auf wie die Konsumenteninfo mit Bon à savoir und dem Ktipp. Mit dem Beobachter ist schliesslich auch noch Axel Springer vertreten.

Ueli Custer

Basisinformationen:

Basis der Auswertungen bilden die von der WEMF vorab mit Sperrfrist zur Verfügung gestellten Tabellen aus dem Berichtsband. Ausgewertet wurden alle mindestens fünfmal wöchentlich erscheinenden Tageszeitungen (ohne Grossauflagen), alle Titel der Publikums-, Finanz- und Wirtschafts- sowie der Spezialpresse. Die lokalen und regionalen Wochentitel sind nicht enthalten. Bei Tageszeitungen wird jeweils nur die grösste Einheit berücksichtigt. Kopfblätter und Teilausgaben sind – unabhängig von den Besitzverhältnissen – nicht aufgeführt.

Nicht berücksichtigt sind auch die in den WEMF-Tabellen ausgewiesenen Ergebnisse der Zeitungsbeilagen Z – die schönen Seiten als Beilage von NZZ und NZZ am Sonntag und das Vista Zeitungskombi als Beilage einer ganzen Reihe von Tageszeitungen. Denn deren Werte wurden nicht separat abgefragt, sondern nur als gerechnete Kombination der Trägertitel ausgewiesen. Sie lassen sich deshalb in keiner Weise mit denjenigen von separat abgefragten Beilagen wie Das Magazin, NZZ-Folio, Magazin SonntagsBlick, Télétop Matin, Femina oder die erstmals ausgewiesene Ausgehbeilage Extra des Corriere del Ticino vergleichen. Wie die Ergebnisse dieser Titel zeigen, liegt deren Nutzung jeweils deutlich tiefer als diejenige der Trägertitel.

Die in der MACH Basic ausgewiesenen Werte für Z – die schönen Seiten und das Vista-Zeitungskombi sind also mit Sicherheit überhöht. Es stellt sich deshalb letztlich die Frage, wie legitim es ist, für Tabloidbeilagen mit den gleichen Werten zu rechnen wie für den Trägertitel. Dies ist zum Beispiel bei einer Belegung des Züritipps des Tages-Anzeiger oder der Beilagen zur NZZ am Sonntag für Gesellschaft und Stil zu überlegen. Letztlich geht es also um das Thema Bundreichweite. Denn aus Erhebungen der SonntagsZeitung weiss man, dass nicht alle Bünde von gleich vielen und von den gleichen Personen genutzt werden.

Die wichtigsten Neuerungen der MACH Basic:

Hochrechnungsbasis
Sie basiert auf der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte des Bundesamtes für Statistik (STAT-POP) und der Strukturerhebung des Bundesamtes. Die Grundgesamtheit der MACH Basic 2014-1 ist wie folgt strukturiert: l Deutsche Sprachgruppe: 4'631'000 (+38'000 oder 0,8%) l Französische Sprachgruppe: 1'493'000 (+10 000 oder 0,7%) l Italienische Sprachgruppe: 288'000 (+3000 oder 1,1%) l Grundgesamtheit total: 6'422'000 (+52'000 oder 0,8%) Der Zuwachs bezieht sich auf den Vergleich zur MACH Basic 2013-2.

Stichprobenziehung
Sie umfasst nicht nur die eingetragenen Festnetznummern, sondern auch Personen in Haushalten ohne eingetragene Nummer (15 % aller Haushalte) oder ohne Festnetzanschluss (5 % aller Haushalte).

Stichprobengrössse
Sie beträgt 19'000.

Befragungsablauf
Anstelle eines einmaligen Anrufs mit anschliessendem Interview wird in einem ersten Anruf die Zielperson rekrutiert und dann entweder mit einem zweiten Anruf telefonisch oder online befragt.

Befragungszeitraum
Die Ergebnisse der MACH Basic 2014-1 wurden zwischen dem 1. Oktober 2012 und dem 6. Oktober 2013 erfragt. Rund die Hälfte der Werte sind also mit denjenigen der MACH Basic 2013-2 identisch, die zwischen dem 11. April 2012 und dem 8. April 2013 erhoben wurden.

Zeigematerial
Den Befragten stehen sowohl beim Telefoninterview als im Online-Fragebogen Zeigematerial (Titellogo und mögliche Antwortvorgaben) zur Verfügung.

Incentivierung
Neu erhalten Teilnehmende am Interview ein kleines Geschenk im Wert von zehn Franken, das die Mitmachbereitschaft erhöht hat.

Kommunikationsräume
52 zusammengefasste Kommunikationsräume (zKommR) ergänzen die Lücke zwischen den Wirtschaftsgebieten und den Bezirken, die häufig nur sehr kleine Fallzahlen aufweisen.

Reichweiten von Zeitungen mit einer Auflage von unter 20 000 Exemplaren
Seit der MACH Basic 2011-2 werden die Reichweiten von Zeitungen mit kleinen Auflagen anhand der Ergebnisse von zwei aufeinanderfolgenden Studienjahren durchgeführt. Dies wird auf Grund der neuen Studiengeneration aber erst ab 2014-2 wieder möglich sein. In der Auswertung 2014-1 basieren die Werte auf der durchschnittlichen Leserschaft über die gesamten 18 Monate, die nach der neuen Methode erhoben wurden. Weitere Einzelheiten sind im Berichtsband oder auf Wemf.ch zu finden.

 

Expertenjobs.ch: Jobbörsen spannen zusammen

Die führenden branchenspezifischen Jobbörsen in der Schweiz haben sich über Expertenjobs.ch zu einer gemeinsamen Plattform zusammengeschlossen.

Wie in der Kommunikation gewinnt auch in der Personalrekrutierung der crossmediale Ansatz an Bedeutung, gerade in Bereichen mit ausgeprägtem Fachkräftemangel. Neben den sozialen Netzwerken steigt deshalb auch stetig die Relevanz von branchenspezifischen Stellenbörsen, das zeigen Recruiting-Studien seit Jahren regelmässig auf. In ihren Fachbereichen gut verankerte Jobplattformen, so genannte «Verticals», sind – auf ihre Branchen bezogen – reichweitenstark, trotzdem zielgruppenfokussiert und ermöglichen es, Experten in den verschiedenen Fachbereichen anzusprechen.

Damit Recruiter und Vermarkter im unübersichtlichen Jobportalmarkt einen Überblick erhalten, haben sich die führenden branchenspezifischen Jobbörsen in der Schweiz über Expertenjobs.ch zu einer gemeinsamen Plattform zusammengeschlossen. expertenjobs.ch bringt den spezialisierten Jobbörsen bzw. deren Inserenten ein Plus an Sichtbarkeit und Reichweite, auch über ihre jeweiligen Fachbereiche hinaus. Um diesen Effekt noch zu steigern, sind gemeinsame Gattungsmarketing-Massnahmen für das laufende Jahr vorgesehen. In einer ERFA-Gruppe treffen sich die angeschlossenen Partner regelmässig zum Wissens- und Erfahrungsaustausch, um Synergien zu nutzen und sich möglichst nahe an den Bedürfnissen des Marktes weiterentwickeln zu können.

Trotz gemeinsamer Plattform bleiben die angeschlossenen Jobbörsen eigenständig. Die Jobangebote von Expertenjobs.ch stammen ausschliesslich von den angeschlossenen fachspezifischen Jobplattformen. Wird bei einem Fachspezialisten eine Stelle publiziert, wird diese automatisch über Datenbankschnittstellen auch auf Expertenjobs.ch publiziert – ohne Mehraufwand und Mehrkosten für den Inserenten. Folgende «Verticals» bzw. Fachbereiche sind beim Start mit dabei: Med-jobs.ch (Gesundheitswesen / Ärzte & Pflegepersonal), Mathjobs.ch (Mathematik & Statistik), Sozialinfo-stellen.ch (Sozialwesen), Medienjobs.ch (Kommunikation, Marketing, Medien) und Ictjobs.ch (Informatik & Telekommunikation). Die Aufnahme von weiteren spezialisierten Jobplattformen wird geprüft, um in Zukunft ein breiteres Spektrum an Berufen abdecken zu können.

Der Webauftritt von Expertenjobs.ch ist «responsive» und wird somit auf allen digitalen Endgeräte optimiert dargestellt. Ergänzt wird die Website durch einen Facebook-Auftritt, welcher als Service-Kanal eingesetzt wird. Neben einem wöchentlichen Hinweis auf die aktuellen Jobangebote aus den jeweiligen Berufsgruppen, finden Stellensuchende wie auch HR-Fachleute Leseempfehlungen zu Fachbeiträgen, Ratgebern und Tipps rund um das Thema Beruf und Arbeit.
 

Formeldrei: Neue Kampagne für Parisienne

Bei der neuen Parisienne-Kampagne von Formeldrei können Raucherinnen und Raucher das Redesing der Marke per Voting mitbestimmen.

Parisienne-Fans haben beim Redesign ein Wörtchen mitzureden. Per Gratis-SMS, E-Mail und auf Parisienne.ch können Herr und Frau Schweizer bis zum 31. Mai 2014 ihre Favoriten wählen. Zur Wahl stehen vier neue Päckli-Redesigns sowie das aktuelle Design für alle, die finden, es müsse nicht immer alles ändern. Die Bombige? Die Elektrische? Die Solide? Die Schicke oder die Originale? Alle fünf ganz unterschiedlichen Designs kommen in den Handel, unter der Super-Folie versteckt sich immer einer der Kandidaten.

Parisienne_Formeldrei_vote4me_F3Teaser_web1
Parisienne_Formeldrei_vote4me_F3Teaser_web2
Parisienne_Formeldrei_vote4me_F3Teaser_web3
Parisienne_Formeldrei_vote4me_F3Teaser_web4
Parisienne_Formeldrei_vote4me_F3Teaser_web5
Parisienne_Formeldrei_vote4me_F3Teaser_web6
P_vote4me_ATL_F200-Mutterlitho_De
P_vote4me_ATL_F12-Mutterlitho_De
P_vote4me_ATL_F200-Mutterlitho_De2
P_vote4me_ATL_F12-Mutterlitho_De2
P_vote4me_ATL_F200-Mutterlitho_De3
P_vote4me_ATL_F12-Mutterlitho_De3

Verantwortlich bei Parisienne: Robert A. Goossens (Brand Group Manager, BAT Switzerland); Angela Teucher, Mélanie Nassir und Christoph Schütz (Brand Executives). Verantwortlich bei Formeldrei: Moritz Adler (Grafik/Konzept), Christian Wüthrich (Text/Konzept), Marco Mesot (Beratung/Konzept), Jeanine Hochueli (Beratung). Programmierung online: computed by. Foto: Nate Igor Smith, Drivenbyboredom.com.

Schweizer Medien: Dengler löst Stäheli ab

Das Präsidium von Schweizer Medien bekommt einen Neuzugang: Die ausserordentliche Mitgliederversammlung hat den 44-jährigen Veit Dengler, seit 1. Oktober 2013 CEO der NZZ-Mediengruppe, ins Präsidium gewählt.

Dengler wuchs in Österreich, Ungarn und Finnland auf. Der gebürtige Österreicher verfügt über akademische Abschlüsse der Kennedy School of Government der Harvard-Universität und der Wirtschaftsuniversität Wien. In seiner Karriere hatte er nach Procter & Gamble verschiedene Führungspositionen bei McKinsey und T-Mobile inne. Während sieben Jahren war Veit Dengler beim weltweit führenden Technologieanbieter Dell tätig, wo er den Geschäftsbetrieb in 32 Ländern in Ost- und Zentraleuropa verantwortete. 2012 arbeitete er als Senior Vice President des internationalen Geschäftsbereichs für Groupon. Dengler ist Mitgründer und war stellvertretender Vorsitzender der Neos.

Er ersetzt Albert P. Stäheli, Denglers Vorgänger bei der NZZ-Mediengruppe. Stäheli vertrat von 2001 bis 2007  Espace Media und von 2009 bis heute die NZZ-Gruppe im Präsidium von Schweizer Medien. Zunächst stand er dem Departement Werbemarkt vor, anschliessend dem Departement Aussenbe- ziehungen. Von Mitte der Achtzigerjahre an hätte Stäheli während zehn Jahren den von ihm gegründeten Medienverband der Eigenregiezeitungen präsidiert. Diesen hatte er anschliessend samt Vermögen in den Verlegerverband eingebracht.

Dem Präsidium von Schweizer gehören somit nun an:

Hanspeter Lebrument, Präsident, Verleger Somedia
Pietro Supino, Vizepräsident Schweizer Medien, VR-Präsident Tamedia
Gilbert A. Bühler, Direktor Freiburger Nachrichten
Veit Dengler, CEO, NZZ-Mediengruppe
Filippo Leutenegger, Verleger Neue-Ideen, VR-Präsident Basler Zeitung Medien
Norbert Neininger, Verleger und Chefredaktor Meier + Cie. Schaffhausen
Christof Nietlispach, Verleger Kasimir Meyer
Marc Walder, CEO Ringier
Peter Wanner, VR-Präsident und Verleger AZ Medien

Bild: Keystone
 

Namics verstärkt den Verwaltungsrat

An der Generalversammlung vom 25. März 2014 wurde der erfahrene Management-Berater Christian Baumgartner neu in den Verwaltungsrat von Namics gewählt. Baumgartner war Mitgründer von Accenture Schweiz und nun unabhängiger Management Consultant.

Gut eineinhalb Jahre nach dem Management Buy-out professionalisiert sich Namics laut Mitteilung weiter. Christian Baumgartner, Mitgründer und ehemaliger Partner von Accenture Schweiz, wird als neues Mitglied den Verwaltungsrat verstärken. Baumgartner war während über 20 Jahren massgeblich für den Aufbau und die Etablierung von Accenture in der Schweiz und für die erfolgreiche Projektarbeit in verschiedenen Märkten und Branchen verantwortlich.

Nebst der Wahl von Christian Baumgartner wurden der bisherige Verwaltungsratspräsident und Namics Partner Roland Schönholzer sowie Dr. Ralph Wyss in ihrem Amt bestätigt. Dr. Ralph Wyss, bereits seit 2008 Verwaltungsrats-Mitglied, ist selbständiger Rechtsanwalt in Zürich und verfügt über grosse Erfahrung im Technologie- und Finanzmarktrecht. Komplettiert wird der Verwaltungsrat durch die Namics Partner Marco Hassler und André Schmid.

Namics-Verwaltungsrat-2014
v.l.n.r.: Marco Hassler, Christian Baumgartner, Roland Schönholzer, André Schmid, Ralph Wyss

Roland Schönholzer freut sich über diesen Schritt: «Christian Baumgartner verfügt über langjährige und profunde Managementerfahrung im internationalen Beratungsumfeld. Diese Expertise wird uns unterstützen, unsere Dienstleistungen mit hohem Qualitätsanspruch weiter auszubauen und unsere Wachstumsziele zu erreichen».

Publigroupe-Aktionäre reagieren euphorisch

Die Aktionäre von Publigroupe haben euphorisch auf den Verkauf der Tochter Publicitas reagiert. Die Publigroupe-Aktien sprangen bis um 11 Uhr um satte 27,2 Prozent in die Höhe.

Seit Anfang Jahr legte das Papier um 17,8 Prozent zu, nachdem im Gesamtjahr 2013 der Wert der Aktie um insgesamt 37,9 Prozent tauchte. Der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) war am Mittwochmorgen 0,3 Prozent im Plus. Für die Zürcher Kantonalbank ist mit dem Publicitas-Verkauf der Weg frei für eine Höherbewertung. Die Analysten begrüssen die Veräusserung und erwarten ein stark positive Kursreaktion.

Die deutsche Beteiligungsgesellschaft Aurelius übernimmt Publicitas mit allen 39 dazugehörenden Gesellschaften im In-und Ausland sowie mit der 49-Prozent-Beteiligung an Xentive (Werbewoche.ch berichtete). Sie zahlt einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag, wie am Mittwochmorgen bekannt wurde. Sämtliche rund 860 Mitarbeitenden und alle vertraglichen Verpflichtungen insbesondere gegenüber den Medienanbietern, Werbeauftraggebern und Agenturen wechseln zum neuen Eigentümer. (SDA)

Teaserbild: Screenshot Cash.ch

get_footer();