Zu guter Letzt: Das Spendenplakat

Der Bettelbrief war gestern: Das erste interaktive Spendenplakat motiviert, vereinfacht und macht finanzielle Hilfe erlebbar.

Das deutsche Hilfswerk Misereor leistet «Hilfe zur Selbsthilfe». Durch Zusammenarbeit mit ortsansässigen Partnerorganisationen wird weltweit nachhaltig Trinkwasser zugänglich gemacht, Armut und Aids bekämpft. Die Bevölkerung wird geschult, Frauen werden gefördert, Kleingewerbe unterstützt. Um zu helfen, ist Misereor auf Spenden angewiesen. Normalerweise eine langwierige, mühselige Angelegenheit. Es sei denn, man kann auf kreative Hilfe zählen. Die Hamburger Agentur Kolle Rebbe entwickelte für Misereor das erste interaktive Spendenplakat, das nicht nur zur Spende motiviert, sondern diese auch erlebbar macht. Per Kreditkarte schneidet man eine Scheibe Brot für eine Familie in Peru oder durchtrennt die Fesseln eines Kindes auf den Philippinen – und steuert gleichzeitig zwei Euro für das Erreichen dieser Ziele bei. Die unkomplizierte Abwicklung der einmaligen Zahlung sichert dabei die Zusammenarbeit mit dem Mobile-Payment-Anbieter Stripe.com.

Auf der Kreditkartenabrechnung erscheint schliesslich der Hinweis, dass die einmalige Zahlung auf 2-euro-helfen.de in eine monatliche Spende umgewandelt werden kann. Dort erfährt man beispielsweise, dass für diesen Betrag ein südamerikanischer Bauernjunge eine Woche satt wird, während bei uns bereits ein Glacé soviel kostet. (hae)

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Radio- und TV-Abgabe für alle: Ständerat sagt Ja

Künftig sollen alle Radio- und TV-Gebühren bezahlen, unabhängig davon, ob sie ein Radio oder einen Fernseher besitzen. Nach dem Nationalrat hat auch die vorberatende Ständeratskommission einer Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes zugestimmt.

Der Bundesrat will mit dem neuen System der Tatsache Rechnung tragen, dass Radio- und TV-Sendungen heute über das Internet auf Computern, Tablets oder Smartphones konsumiert werden können. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Ständerates hiess die Vorlage in der Gesamtabstimmung mit 10 zu 1 Stimmen bei 1 Enthaltung gut, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Bei den einzelnen Bestimmungen folgte sie mehrheitlich dem Entwurf des Bundesrates.

Ausbildung von Angestellten

Einige Änderungen hat die KVF jedoch angebracht. So beantragt sie, die Überschüsse aus dem Gebührensplitting für die Aus- und Weiterbildung von Angestellten sowie zur Förderung neuer Verbreitungstechnologien und digitaler Fernsehproduktionsverfahren zu verwenden. Weiter hat sich die Kommission für eine zusätzliche Bestimmung ausgesprochen, wonach Konzessionen ohne öffentliche Ausschreibung verlängert werden könnten. Dabei würde die bisherige Erfüllung des Leistungsauftrages berücksichtigt.

Keine fixe Aufteilung

Ausserdem möchte die Kommission die vom Nationalrat eingefügte fixe Aufteilung der Abgabenanteile (36 Prozent Radio und 64 Prozent Fernsehen) wieder aus dem Gesetz streichen. Sie ist der Meinung, dass sich eine fixe Festschreibung dieser Aufteilung auf Gesetzesstufe in der dynamischen Medienlandschaft als hinderlich erweisen würde. Knapp abgelehnt hat die Kommission einen Antrag, welcher eine Spanne des Abgabenanteils für private Veranstalter von 4 bis 6 Prozent des Gesamtertrages der Radio- und Fernseh-Abgabe forderte. Die Mehrheit unterstützt den Beschluss des Nationalrates, welcher den Anteil bei 4 bis 5 Prozent festgelegt hat.

Kein Opting-Out

Über das umstrittene Opting-Out für Haushalte hatte die Ständeratskommission bereits an ihrer letzten Sitzung beraten. Es geht dabei um die Frage, ob Haushalte ohne Empfangsmöglichkeiten von der Abgabe befreit werden können. Der Nationalrat möchte ein befristetes Opting-Out ermöglichen: Haushalte, die keinen Radio- und Fernsehempfang haben, sollen während fünf Jahren nach der Einführung des neuen Systems von der Abgabe befreit werden können. Die Ständeratskommission lehnt dies jedoch ab.

SRG unter der Lupe

Im Zusammenhang mit den Beratungen über das Radio- und TV-Gesetz hat die Kommission ausserdem ein Postulat eingereicht. Stimmt der Ständerat zu, muss der Bundesrat die Service-Public-Leistungen der SRG überprüfen und in einem Bericht darstellen. Er soll dabei die Stellung und Funktion privater Rundfunkanbieter berücksichtigen. (SDA)

Bild: Keystone

Tamedia und Swisscom buhlen um Local.ch

Tamedia und Swisscom bieten um Local.ch. Das Filetstück des angeschlagenen Werbevermarkters Publigroupe ist laut Experten hochprofitabel: Die Verbindung von Online-Telefonbuch, Suchmaschine und Werbeplattform läuft gut.

«Die Verzeichnissuchdienste sind einer der Bereiche, in denen sich die Werbung behaupten kann», sagte Daniel Bürki, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Dies unterscheidet diese Dienste von der Printwerbung, die seit Jahren unter Druck ist. Tamedia besitzt schon 75 Prozent des Verzeichnisdienstes Search.ch und ist bereit, für den Ausbau im Online-Geschäft tief in die Taschen zu greifen: Das Zürcher Medienhaus will 350 Millionen Franken für die ganze Publigroupe bezahlen und damit auch den 50-Prozent-Anteil ergattern, den die Publigroupe an Local.ch hält. Swisscom besitzt schon 50 Prozent von Local.ch. Der Telekom-Marktführer hätte den gewinnträchtige Webdienst aber am liebsten ganz für sich und ist bereit, für die andere Hälfte 230 Millionen Franken auf den Tisch zu legen. Das Geschäft sei zwar personalintensiv, aber sehr profitabel, sagte Analyst Bürki der Nachrichtenagentur sda. Die gesamten gemeinsam von der Publigroupe und der Swisscom betriebenen Geschäfte, zu denen Local.ch gehört, erreichten bei rund 200 Millionen Franken Umsatz 50 Millionen Franken Betriebsgewinn: «Das ist eine Betriebsmarge von 25 Prozent», sagt Bürki. Auch andere Verzeichnisdienste dürften viel einbringen.

Jung und mit Tradition

Ein Geschäft ist Local.ch für die Publigroupe – oder einen möglichen neuen Besitzer – weniger wegen der Bannerwerbung auf der Website, sondern weil die auffindbaren Firmen und Dienstleister für die Darstellung zusätzlicher Informationen und die bessere Sichtbarkeit ihres Eintrags bezahlen. Im Werbemarkt ist der Dienst eine feste Grösse. So nutzen ihn zum Beispiel KMU mit oder ohne eigene Marketingabteilung, um neben ihren Adressen Angebote, Fotos und weitere Zusatzinformationen zu schalten und einen grösseren potenziellen Kundenkreis zu erreichen. Local.ch entstand parallel zu Directories.ch, startete aber ein wenig später. 2010 wurde Directories.ch vollständig auf Local.ch umgeleitet. Im Grunde genommen geht Local.ch somit auf das gute alte Telefonbuch zurück: «Wir sind eine junge Marke mit langer Tradition», sagt Christian Weber, Sprecher von Local.ch. Heute versteht sich Local.ch vor allem als lokale Suchmaschine. Suchte man früher eine Telefonnummer, surft man inzwischen mit Computer, Tablet oder Smartphone nach der nächstgelegenen Apotheke oder einem bestimmtes Restaurant, und nimmt unter Umständen gleich eine Reservation vor. «Das hat nicht mehr viel mit einem blossen Verzeichnis zu tun», sagt Christian Weber.

«Richtige Geldmaschinen»

Trotz begrenzter Wachstumschancen erfüllen Dienste wie Local.ch laut Analyst Bürki eine wichtige Funktion: «Sie kompensieren den Bedeutungsverlust von Telefonbüchern und ersetzen diese nach und nach online.» Local.ch zählte im März Zugriffe von 4,4 Millionen Geräten (Unique Clients) und ist der meistgenutzte Schweizer Verzeichnisdienst. Search.ch kommt auf 3,7 Millionen Unique Clients. Dass das Geschäft lukrativ ist, sagte der Gründer von Search.ch, Reto Hartinger, kürzlich in einem Interview mit Tagesanzeiger/Newsnetz. Diese Websites seien «richtige Geldmaschinen». Er schätzt, dass Local.ch noch etwas effizienter arbeitet als Search.ch. Auch andere Branchenexperten denken, dass Local.ch noch profitabler ist als Search.ch, was den Kauf für Tamedia umso interessanter machen dürfte.

Markt auch unter Druck

Der Markt sei aber auch unter Druck, vor allem wegen Google, sagte Hartinger: «Google saugt immer mehr Nutzer ab, weil diese direkt in der Suchmaschine suchen und nicht in ein spezialisiertes Verzeichnis wechseln.» Wenn Google+ noch zu einem Personenverzeichnis werde, habe es die Suchmaschine noch leichter. Ein Nachteil für Local.ch und Search.ch sei, dass man nicht nach Handynummern suchen könne. Für die beiden Unternehmen bestehe die Chance vor allem in der Innovation, etwa mit Suchmaschinen, die zielgerichteter arbeiteten und mehr Informationen verknüpften. Auch bei Angeboten für Mobiltelefone seien die beiden Schweizer Anbieter im Hintertreffen und sie könnten sich dort noch entwickeln. (SDA)
 

Andreas Keller neu Partner bei Mind

Andreas Keller ist neuer Partner von Mind Kommunikation in Winterthur. Bereits seit seinem Eintritt ins Unternehmen im Mai 2013 hat er die Entwicklung der jungen Agentur stark mitgeprägt und leitete verschiedene Digitalprojekte.

In der neuen Konstellation übernimmt Andreas die Verantwortung der Bereiche Technik und Webentwicklung. Keller absolvierte ursprünglich die Lehre als Informatiker bei einer Schweizer Grossbank. Anschliessend zog es ihn laut Mitteilung an die HTW Chur, wo er das Bachelor-Studium Multimedia Production im Jahr 2012 erfolgreich abschloss. Danach übernahm der 28-jährige verschiedenene Funktionen im Medien- und Eventbereich, bevor er bei Mind startete.

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Diese Erweiterung der Führungsstruktur ist im Hinblick auf das stetige Wachstum und zukünftige Entwicklung initiiert worden. Die Geschäftsleitung setzt sich somit neu aus Fabian Müller (Geschäftsführer), Marcel Debrunner (Creative Director) und Andreas Keller (Leiter Technik) zusammen.

Ammarkt: Wenn der Schuhschrank nicht mehr reicht

Ammarkt hat für den Online-Shop von Vögele-Shoes einen neuen Gesamtauftritt kreiert und lanciert dabei den begehbaren Schuhschrank.

Vögele-Shoes verstärkt die Aktivitäten im Online-Bereich und besticht dabei mit einer nie dagewesenen Auswahl: Über 700 neue Markenmodelle kann man sich ab sofort über Voegele-shoes.com bestellen und nach Hause liefern lassen. Oder – als ein weiteres, kundenfreundliches Novum – in jede gewünschte Filiale von Vögele-Shoes. Der TV- und Kino-Auftritt wird durch Anzeigen in der Tages- und Sonntagspresse ergänzt und widmet sich in erster Linie der neuen Angebotsbreite. «Sie werden Platz brauchen», bereitet Ammarkt die Zielgruppe auf ein Einkaufserlebnis vor, das die vertrauten Grenzen sprengt.

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Vergrösserte Darstellung

Verantwortlich bei Voegele Shoes: Marco Greco (Leiter Marketing-Kommunikation), Sabine Schwärzler (Leiterin E-Commerce). Verantwortlich bei Ammarkt: Ralf Kostgeld (Creative Direction), Marcel Odermatt, Patrizia Mazzucchelli (Beratung), Nicole Bernhardsgrütter, Jerry Zimmerli (Art Direction), Markus Tränkle (Text), Christian Brunner (Grafik), Dan Cermak (Fotografie), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung), Pumpkin Film (Filmproduktion), Götz Hudelmaier (Regie), Fragment Munich (Postproduction), Lamar Hawkins (Producer), Simonas Glinskis (DOP), David Purivance (Editor), Yessian (Music).

 

Alpha 245: SOM-Auftritt für Goldbach Audience

Alpha 245 hat den Auftritt von Goldbach Audience an der Swiss Online Marketing Messe (SOM) konzipiert. Mit dabei: Der Superschäler-König.

Multi-Screen-Advertising Vermarkter Goldbach Audience hatte mit seinem Messestand an der diesjährigen SOM einen auffallenden Auftritt. Wie schon letztes Jahr so wurde auch 2014 das Motto «Catch your Audience» auf originelle Weise umgesetzt: in der Person eines Marktverkäufers, der Superschäler für jede Gemüse- und Obstsorte anpreist. Diese fahrenden Händler sind wahre Verkaufsprofis und haben ein erfrischendes Mundwerk mit handfestem Humor. Natürlich ist der Superschäler-König an der Swiss Online Marketing Messe am völlig falschen Ort und spricht mit der falschen Zielgruppe, während er kübelweise Rüben schält. Diese Irritation sorgte laut Mitteilung für viel gute Laune und führte den Messebesuchern vor Augen, was passiert, wenn man die Zielgruppe im falschen Umfeld anspricht. Selbstverständlich folgte gleich anschliessend eine Präsentation mit Multi-Screen-Angeboten, damit Streuverluste fortan vermieden werden können und die Zielgruppe garantiert nicht verfehlt wird.

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Verantwortlich bei Goldbach Audience: Tanja Kretz (Marketing&Communication Manager) Nina Hoss (Marketing&Communication Manager). Verantwortlich bei Alpha 245: Patrick Senn (Text), Kathia Le Bescont (Art Direction), Diana Wick Rossi (Creative Direction), Andrea Staub (Beratung), Pam Hügli (Gesamtverantwortung).
 

Tamedia bündelt Servicebereiche bei Regionalmedien

Der Unternehmensbereich Regionalmedien Deutschschweiz von Tamedia bündelt per 1. Juli 2014 die Kompetenzen in Anzeigenmarketing, Lesermarkt und Werbemarkt sowie im Innendienst.

Die neuen, zentral geführten Servicebereiche werden die regionalen Verlagsleiter mit Dienstleistungen unterstützen, wie es in einer Mitteilung heisst. Diego Quintarelli, seit 2007 Verlagsleiter Sonntagszeitung, übernimmt die Leitung des in Zürich angesiedelten nationalen Werbemarktes für alle Ausgaben der BZ Berner Zeitung und Der Bund, SonntagsZeitung, Tages-Anzeiger, Zürcher Regionalzeitungen, Newsnet sowie des lokalen Anzeigenverkaufs in Zürich. Der lokale und regionale Werbemarkt in Bern, Bülach, Rapperswil, Stäfa und Winterthur bleibt weiterhin dezentral organisiert. Sandra Locher, seit 2010 Leiterin Marketing und Kommunikation bei Espace Media, übernimmt die Verantwortung für den verlagsübergreifenden Lesermarkt in Bern. Das zentrale Anzeigenmarketing wird in Zürich der Leitung von Petra Zwyssig, bisher Leiterin Anzeigenmarketing Tages-Anzeiger, unterstellt. Tanja Larghi, bisher Leiterin Anzeigeninnendienst Tages-Anzeiger, übernimmt die Gesamtverantwortung für alle Innendienste, die schrittweise in Zürich zusammengefasst werden.

Regionale Verlagsleiter in Bern, Winterthur und Zürich stellen die Verankerung der Tages- und Wochenzeitungen vor Ort sicher. Die Leitung des Verlags in Bern mit BZ Berner Zeitung, BZ Langenthaler Tagblatt, Der Bund, BO Berner Oberländer, TT Thuner Tagblatt, Bantiger Post, Bernerbär und Thuner Amtsanzeiger übernimmt Michael Seiler, bisher Leiter Werbemarkt Espace Media. Robin Tanner, bisher Verlagsleiter Zürcher Regionalzeitungen, führt in Winterthur den gemeinsamen Verlag von Landbote, Zürcher Unterländer, Zürichsee-Zeitung, Furttaler & Rümlanger und Winterthurer Stadtanzeiger. Die Verlage von SonntagsZeitung und Tages-Anzeiger leitet Marcel Tappeiner, bisher bereits als Verlagsleiter für den Tages-Anzeiger verantwortlich. Weiterhin ihm unterstellt bleiben auch das Tagblatt der Stadt Zürich, das Team digitale Bezahlmodelle sowie Marketing & Operations des Newsnet in Zürich.
 

Crossmedia Award 2014: Shortlist steht

Bereits zum 10. Mal geht der Crossmedia Award in die entscheidende Phase: Sieben der 34 eingereichten Kampagnen habe der Prüfung durch die kreativen Fachjury standgehalten und sich einen Platz auf der Shortlist gesichert.

Nun läuft der Countdown bis zum 15. Mai 2014. Dann werden die Gewinner des Crossmedia Awards ausgezeichnet und an der anschliessenden Goldbach Award Night im Zürcher Kaufleuten ausgiebig gefeiert.

Die Vorbereitungen für den zehnten Crossmedia Award, der auch in diesem Jahr mit 10‘000 Franken dotiert ist und Einfluss auf das jährlich publizierte Kreativranking der «Werbewoche» hat, laufen auf Hochtouren. Die unabhängige Fachjury unter der Leitung von Marco Taborelli (Marco Taborelli Consulting), hat folgende sieben herausragende Crossmedia-Kampagnen für die Shortlist nominiert (in alphabetischer Reihenfolge):
 

Kampagne Kunde Agentur
BMW Ecoist BMW Schweiz Serviceplan
GRF Enavant Grischun Graubünden Ferien Jung von Matt/Limmat
Kuoni  – Reise deinen Traum Kuoni Reisen Serranetga
Mobijeunes – Wer’s glaubt Mobiliar Versicherung Wirz Werbung
Pro Infirmis – Wer ist schon perfekt Pro Infirmis Jung von Matt/Limmat
Put Tibet back on the map Tibetan Youth Association Jung von Matt/Limmat
Swiss – Seats for Switzerland Swiss Publicis

Welche Kampagne die Jury schlussendlich mit innovativer und intelligenter Vernetzung cossmedialer Inhalte überzeugen konnte, wird am 15. Mai 2014 bekanntgegeben, wenn Moderator Marco Fritsche und Goldbach Group CEO Michi Frank gemeinsam den Crossmedia Award verleihen und damit eine weitere legendäre Goldbach Award Night einläuten. Wer sich selber ein Bild der sieben Finalisten machen und die Award Night live erleben möchte, meldet sich an unter mediarena.ch

Presserat: Tamoil schiesst Eigentor

Sich weigern, einer Zeitung Informationen herauszugeben und diese anschliessend kritisieren? Der Presserat weist eine Beschwerde von Tamoil ab.

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Im Mai 2013 publizierte die Westschweizer Zeitung Le Temps einen Artikel über die Umweltbelastung, welche die Raffinerie Tamoil in Collombey VS verursacht. Zuvor hatte die Journalistin die Direktion mehrmals gebeten, Stellung zu nehmen. Tamoil antwortete mit allgemeinen Ausführungen, ohne je konkrete Zahlen zu nennen. Die Firma vereitelte überdies, dass der Kanton aktuelle Zahlen herausgab. Nach der Publikation rief Tamoil laut Mitteilung den Presserat mit dem Hauptargument an, die Zahlen im Artikel seien veraltet und gäben die aktuelle Situation nicht korrekt wieder. In seinem Entscheid erinnert der Presserat die Beschwerdeführerin daran, dass der Journalistenkodex den Medienschaffenden auch das Recht auf freien Zugang zu allen Informationsquellen gibt. Und sie die Freiheit haben, unbehindert alle Tatsachen von öffentlichem Interesse zu ermitteln. Zwar kann der Titel des Le Temps-Artikels im Präsens nahelegen, die beschriebene Umweltbelastung entspreche dem aktuellen Stand. Jedoch nannte der Artikel gleich zu Beginn die Quelle der genannten Zahlen sowie Tamoils Weigerung, aktuelle Daten herauszugeben. Auch die anderen gegen die Zeitung erhobenen Vorwürfe erachtete der Presserat als unbegründet; insbesondere jenen, Le Temps habe die Informationsquelle nicht genannt.

Publigroupe-GV sagt Ja zu Publicitas-Verkauf

Die Generalversammlung von Publigroupe hat  grünes Licht für den Verkauf der Tochtergesellschaft Publicitas gegeben. Zum möglichen Verkauf von Local.ch schweigt der Werbevermarkter hingegen vorerst.

Die Versammlung stimmte am Dienstag in Lausanne mit 99,23 Prozent einer entsprechenden Statutenänderung zum Verkauf von Publicitas zu. Anfang April hatte Publigroupe angekündigt, Publicitas und damit das  Kerngeschäft mit Zeitungsanzeigen, für mehr als 10 Millionen Franken an die deutsche Beteiligungsgesellschaft Aurelius zu verkaufen (Werbewoche.ch berichtete). Damit will sich Publigroupe auf das Digitalgeschäft konzentrieren. Für diesen Schritt brauchte das Unternehmen die Zustimmung der Aktionäre. Noch  ausstehend ist das OK der Wettbewerbsbehörden. Auch sonst ist die Generalversammlung allen anderen Anträgen des Verwaltungsrates gefolgt.

Publigroupe sagt nichts zu Local.ch-Verkauf

Nichts neues gab es an der Generalversammlung in Sachen Local.ch zu hören. Das Dossier sei derzeit noch nicht bereit für eine Debatte, sagte Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Rohner vor der Versammlung. Das Medienhaus Tamedia und der Telekomkonzern Swisscom buhlen um die lukrative Werbeplattform Local.ch, die sich zu 50 Prozent im Besitz von Publigroupe befindet. Das Zürcher Medienhaus will 350 Millionen Franken für die ganze Publigroupe bezahlen und damit auch den 50-Prozent-Anteil ergattern, den Publigroupe an Local.ch hält. Swisscom besitzt schon 50 Prozent von Local.ch. Der Telekom-Marktführer hätte den gewinnträchtige Webdienst aber am liebsten ganz für sich und ist bereit, für die andere Hälfte 230 Millionen Franken auf den Tisch zu legen. Bis jetzt habe Publigroupe die Möglichkeit autonom weiterzumachen. Es würden nach den Offerten von Tamedia und Swisscom alle Aspekte genau geprüft, hiess es. Davor nehme Publigroupe keine Stellung. Zwar gebe es derzeit keine Hinweise  auf weitere Angebote, «aber wir müssen bereit sein», sagte Rohner. (SDA)

Ogilvy: Mailing für IBM kreiert

Mit einem Mailing für IBM bringt Ogilvy & Mather zusammen, was zusammen gehört.

Für Kunden mit grossen Datenmengen, die dezentral jederzeit abrufbar sein müssen, bietet IBM einen Beratungsservice für individuelle Cloud-Lösungen. Damit lassen sich Daten und Workloads identifizieren und massgeschneiderte Cloud-Lösungen entwickeln. Ogilvy & Mather hat zu dieser Thematik ein Mailing kreiert und umgesetzt, das an CIOs (Chief Information Officers) von mittelgrossen Unternehmen, ab 500 Mitarbeitenden, in der ganzen Deutschschweiz versandt wurde.

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Das Mailing nimmt die zentrale Botschaft auf eine einfache Art und Weise auf und dramatisiert sie in einer augenzwinkernden Umsetzung: Nur weil etwas in etwas anderem Platz hat, ist es noch lange nicht sinnvoll, es auch darin aufzubewahren. Oder anders gesagt und getan: Nur weil eine Flasche Duschshampoo in einem Weinkühler Platz hat, ist es noch lange nicht sinnvoll, sie darin aufzubewahren. Die Auflösung erfolgte in einem beigelegten Folder: Nur weil all Ihre Daten und Workloads in der Cloud Platz haben, sind noch lange nicht alle dafür geeignet.

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Clou der ganzen Aktion ist, dass die Kundenberater von IBM zum ersten Beratungsgespräch eine Flasche Wein, die sinnvollerweise in den Weinkühler gehört, mitbringen. Damit kommen die Kunden buchstäblich in den Genuss, die sinnvolle Lösung für ihre Workload-Anforderungen zu erleben.

Verantwortlich bei IBM:Markus Wyrsch (Small Deals Leader); Luana Carito (GTS Marketing DACH). Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (CD); Stephanie van Ophuisen, Tino Heuter (AD); Marcel Elsener (Text); Marcel Kohler (Produktion); Samuel Hug, Michela Girola (Beratung).
 

UBS-Sponsoring der UZH ist kein trojanisches Pferd

Ausgiebig hat sich der Zürcher Kantonsrat am Montag mit dem umstrittenen Vertrag der Universität Zürich (UZH) mit der UBS über ein Sponsoring von 100 Millionen Franken befasst. Anlass dazu gab eine Interpellation der SP.

Es sei kein guter Vertrag, den die UZH mit der UBS abgeschlossen habe, sagte Moritz Spielmann (SP, Ottenbach), der Erstunterzeichner der Interpellation. Die Uni habe es verpasst, eine «Nicht-Einflussnahme» der UBS einzufordern. Das zeige, dass eine politische Begleitung des universitären Sponsorings nötig sei. Mattea Meyer (SP, Winterthur) sprach gar von einem «Ausverkauf von Freiheit und Demokratie». Drittmittel für Lehre und Forschung brauchten klare Regelungen und eine regelmässige Prüfung. Und Res Marti (Grüne, Zürich) merkte an: «Die UZH ist kein Fussballverein, bei dem man beliebig Werbung platzieren kann.»

Ganz anders sahen es Dieter Kläy (FDP, Winterthur) und Johannes Zollinger (EVP, Wädenswil). Sie wiesen darauf hin, dass sich die Drittmittel der UZH 2011 auf 48 Millionen Franken beliefen und damit lediglich 3,9 Prozent des Gesamtaufwandes ausmachten. Da könne man nicht von einer Einschränkung der Freiheit von Lehre und Forschung sprechen. Rochus Burtscher (SVP, Dietikon) zeigte sich enerviert über das «ewige Misstrauen der Linken». Für ihn ist es völlig legitim, wenn Sponsoren sagen, wohin ihr Geld fliessen soll. Dieter Kläy wies zudem darauf hin, dass die Sponsorengelder nicht direkt von der Uni, sondern von einer Stiftung verwaltet werden. Es gebe damit genügend Hürden damit die Universität unabhängig bleibe.

Mehr Transparenz schaffen

Willy Haderer (SVP, Unterengstringen) räumte ein, dass der Vertrag mit der UBS Mängel habe. Die Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit (ABG) habe deshalb von der Uni eine rasche Umsetzung umfassender Richtlinien für das Sponsoring verlangt. Es gehe aber nicht an, missliebige Verträge an den Pranger zu stellen. Der UBS-Sponsorenvertrag sei kein trojanisches Pferd, sagte Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) an die Adresse von Res Marti. Dem geschenkten Gaul habe man sehr genau ins Maul geschaut. Sie sei aber froh, dass die Universität den Vertrag öffentlich gemacht habe, um Misstrauen auszuräumen. In Zukunft gelte es bezüglich Drittmitteln mehr  Transparenz herzustellen, betonte Aeppli. Der Uni hielt sie zugute, dass diese wenig Erfahrung mit Sponsoring habe. (SDA)
 

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