Die Trends der Schweizer PR-Branche

Bereits zum dritten Mal misst und beleuchtet der Swiss Corporate Communication and Public Relations Practice Monitor die Trends der Schweizer PR-Branche. Die wichtigsten Ergebnisse.

Am dritten «Swiss Corporate Communication and Public Relations Practice Monitor» von Swiss Observatory haben sich im Dezember 2013 und Januar 2014 rund 400 PR- und Kommunikationsprofis aus der ganzen Schweiz beteiligt.

– 57 Prozent aus Unternehmen/Organisationen, 43 Prozent aus Agenturen
– 55 Prozent Frauen, 45 Prozent Männer
– 50 Prozent Master, 23 Prozent eidg. Fachausweis/Diplom, 8 Prozent CAS, 8 Prozent Bachelor

Während sich bei vielen Fragen die Gewichte seit der letzten Umfrage von 2011 nur geringfügig verändert haben, ist es bei anderen durchaus zu teils bemerkenswerten Verschiebungen gekommen.

Die drei thematischen Haupttrends

Drei Trends beschäftigen die Kommunikationsbranche am meisten. An erster Stelle noch immer und immer wieder: digitale Kommunikation (46 Prozent Nennungen). Allerdings nicht mehr im gleichen Umfang wie auch schon. «Digital» – so scheint es – ist endgültig in der Kommunikationswelt angekommen. An zweiter Stelle die Eskalationsgeschwindigkeit von Themen (32 Prozent): Vorausschauen und agieren – adaptieren und reagieren werden zu Schlüsselqualifikationen. Als drittes beklagt die Branche einen Zerfall der journalistischen Qualität (26 Prozent). Gefragt sind damit neue Wege in der Medienarbeit.

Kommunikation immer mehr Chefsache

Über die Hälfte aller Kommunikationsverantwortlichen ist Mitglied der Geschäftsleitung (28 Prozent) oder der erweiterten (23 Prozent) Geschäftsleitung. Allerdings: bei grösseren Publikumsgesell- schaften ist dies weniger der Fall. Immerhin aber wird auch bei diesen zu 46 Prozent direkt an den CEO rapportiert (Gesamtdurchschnitt 38 Prozent). Alles in allem also: Kommunikation ist und wird immer mehr zur Chefsache.

Kommunikation und Marketing: Getrennt oder zusammen?

Gemeinsam oder einsam? Und wer ist im Lead? Zwei Fragen, die neben den Kommunikatoren auch die Marketingverantwortlichen beschäftigen. Nach wie vor sorgt das gegenseitige Verhältnis für Gesprächsstoff. Zwar dominiert noch immer das Modell zweier unabhängiger Bereiche, die bei Bedarf zusammenarbeiten. Ebenfalls existiert auch noch das Modell, bei dem die Kommunikation Teil des Marketings ist. Beide Varianten sind aber auf dem Rückmarsch. Vermehrt gewinnt die Kommunikation die Hoheit über das Marketing (26 Prozent gegenüber 14 Prozent bei der letzten Umfrage 2011!). Diese Umwälzungen bleiben nicht ohne Folgen. Es herrscht inzwischen ein verschärfter Wettbewerb um den Kommunikationsbereich. Und je höher die Kommunikationsstelle hierarchisch angesiedelt ist, desto schärfer wird diese Konkurrenz wahrgenommen.

Fokus nach wie vor klar auf externer Kommunikation

Externe Kommunikation in Form von Issues Communication (29 Prozent) und institutioneller Kom- munikation (Corporate, 27 Prozent) ist für die Befragten vom zeitlichen Einsatz her immer noch die Hauptaktivität. Es folgen interne Kommunikation (17 Prozent) und Public Affairs (9 Prozent). Dabei unterscheiden sich die Tätigkeitsfelder zwischen Unternehmen/Organisationen einerseits und Agenturen andererseits nicht gross.

Strategische Rolle der Kommunikation zusehends erkannt

Die Hälfte der antwortenden Chief Communications Officers (CCO) ist nach eigener Einschätzung in unternehmensstrategische Entscheidungen involviert. Und über 70 Prozent sind stark eingebunden, wenn es um Change-Prozesse geht; in der Umfrage 2011 waren es erst 48 Prozent. Das gilt auch für CEOs von Agenturen (65 Prozent gegenüber 45 Prozent vor zwei Jahren).

Verschiebungen im Channel Mix

Die organisationseigenen Medien (Owned Media) spielen weiterhin die Hauptrolle (31 Prozent). Es folgen die Newsmedien (Earned Media, 27 Prozent) und die interpersonelle Kommunikation, die gegenüber 2011 auf 27 Prozent Nennungen zulegen konnte. Hingegen war der Stellenwert von Werbung und Promotion (Paid Media) rückläufig (16 Prozent).

Neue Trends in der Nutzung digitaler Medien

Die sozialen Netzwerke dominieren zwar weiterhin. Interessant aber, dass ihr Stellenwert abzunehmen scheint: von 58 Prozent Nennungen 2011 auf 49 Prozent heute und 35 Prozent «in den nächsten 12 Monaten»! Handkehrum, und wohl nicht unerwartet, der Vormarsch mobiler Applikationen von 28 Prozent vor zwei Jahren auf 40 Prozent.

Strategischer Blickwinkel für Beizug einer Agentur im Aufwind

Als Hauptgrund für den Beizug einer Agentur geben die Unternehmen/Organisationen nach wie vor am häufigsten operative Gründe an («verlängerte Werkbank» 54 Prozent, Kapazitätsausgleich 60 Prozent). Aber diese Motivation hat gegenüber der letzten Umfrage abgenommen. Dafür werden vermehrt Beweggründe wie strategisches und Markt-Knowhow der Agentur ins Feld geführt (23 Prozent gegenüber 16 Prozent im Jahr 2011).

Welche Aus- und Weiterbildung?

Mit Blick auf die Relevanz von Aus- bzw. Weiterbildungslehrgängen für die Profession wird der berufsbegleitende MAS (Master of Advanced Studies) resp. der Executive Master am meisten genannt (62 Prozent), gefolgt vom Master in Corporate or Business Communications (Voll- zeitstudium) und einem eidgenössischen Diplom (beide je 59 Prozent). Auf den nächsten Plätzen figurieren CAS (53 Prozent), themenspezifische Kurzseminare (51 Prozent) und der Bachelor (41 Prozent).

Hoher Zufriedenheitsgrad

Kommunikations-Profis scheinen sich in ihrem Beruf wohl zu fühlen. Jedenfalls würden 83 Prozent der Befragten auch ihrer Tochter resp. ihrem Sohn empfehlen, in diesem Bereich tätig zu werden. Die hohe Zustimmung gilt unabhängig davon, ob man in einem Unternehmen/Organisation oder einer Agentur arbeitet, und auch unabhängig von Branche, Alter, Geschlecht und Berufserfahrung. Dabei gaben übrigens im Durchschnitt 63 Prozent der Befragten an, dass sie in ihrem bisherigen Berufsleben auch schon in anderen Bereichen als PR/Kommunikation taätig waren.

Detailliertere Informationen und Insights zu zahlreichen weiteren Fragen aus dem Monitor finden Sie einerseits in der vollständigen Fassung (englisch) sowie in einer Kurzversion (deutsch, französisch) auf den Websites der Initianten:

Bpra.ch
Harbourclub.ch
Prsuisse.ch
Spri.ch

Olai realisiert die neue Online-Welt für Bell

Die Solothurner Web- und Mobile-Agentur Olai setzte den Relaunch des Online-Auftrittes von Bell um.

Seit Anfang März ist auf Bell.ch nichts mehr so, wie es einmal war. Der Relaunch bringt einen modernen Look und grossen Erfolg: Die monatlich 25'000 Besucher nutzen die neuen Inhalte fleissig und verbringen deutlich mehr Zeit auf der Website. Auf Kampagnen Microsites wurde bewusst verzichtet. Neu werden die Kampagnen, beispielsweise die BBQ Kampagne, in der Website integriert und gibt dem Besucher so die Möglichkeit in die Bell Welt einzutauchen. «Wir haben innerhalb eines halben Jahres gemeinsam mit olai nicht nur das Design komplett verändert, sondern auch die Software», erklärt Daniel Kaufmann, Koordinator Online Marketing, den sportlichen Zeitplan. Dabei kam die Softwarelösung VEO von Olai zum Einsatz.

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Die benutzerfreundliche Oberfläche von VEO, speziell für Websites im Responsive Design entwickelt, unterstützt die Redakteure und Übersetzungsagenturen in ihrer täglichen Arbeit. Neben dem aktuellen Bell Sortiment, findet man auf der neuen Webseite, eine grosse Datenbank mit unzähligen Fleisch-Rezepten, sowie Tipps und Tricks rund um das Thema Fleisch. Die einzelnen Produkte, sowie Rezepte und Tipps, sind intelligent verlinkt, sodass das eine direkt zum anderen führt. «Die Benutzer der Seite sind sehr glücklich mit dem neuen Look. Sie loben die Rezepte und den benutzerfreundlichen Aufbau», erzählt Daniel Kaufmann, Koordinator Online Marketing. Eine klare Sprache sprechen laut Mitteilung auch die ersten Zahlen nach dem Relaunch: Wer Bell.ch auf einem Smartphone oder einem Tablet-PC aufruft, der bleibt jetzt über 2,5 Minuten auf der Website. Damit hat sich die Aufenthaltsdauer um das Fünffache verlängert.

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Verantwortlich bei Bell Schweiz: Davide Elia (Leiter Corporate Marketing/Communication), Daniel Kaufmann (Koordinator Online Marketing). Verantwortlich bei Olai Web+Mobile: Michel Di Vito, Fabio Di Vito, Robin Wyler, Dominik Niederhauser, Sebastian Brand, Frank Krüger, Marco Suing.
 

Rüegg Werbung: Kampagne für Adnovum

Für Adnovum hat Rüegg Werbung eine Kampagne kreiert und zeigt: Was nicht fertig wird, bleibt wertlos.

Das Software-Engineering-Unternehmen Adnovum entwickelt und integriert seit über 25 Jahren Software- und Security-Lösungen. Qualität und Lieferung im vereinbarten Zeit- und Budgetrahmen stehen dabei an oberster Stelle. Wie komplex der Auftrag ist, Adnovum schliesst das Projekt erfolgreich ab. Diesen USP rückt Rüegg Werbung in den Fokus der neuen Kampagne. Anhand berühmter Werke aus Kunst und Architektur wird vorgeführt, was geschieht, wenn ein grossartiges Projekt nicht fertig wird: es bleibt wertlos. Mit Adnovum kann einem das nicht passieren. Ihre Spezialisten und IT-Künstler stehen für vollendete Software-Projekte.

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//www.youtube.com/watch?v=ZsAWZTjippQ

Verantwortlich bei Adnovum: Christian Crowden (COO): Claudia Meile (Corporate Marketing). Verantwortlich bei Rüegg Werbung: Walter Rüegg (Gesamtverantwortung/CD); Tom Zürcher (Konzept/Text); Nadja Wyss (Bildbearbeitung); Claudia Siegfried Gut (Beratung). Film:
Luzius Fischer (Produktion/Regie) Jonas Ulrich (Regie/Postproduktion) Jonas Fischer (Kamera).

Hofer kreiert das kleinste Öko-Kraftwerk der Welt

Für Energie Wasser Bern verschickte die Agentur Hofer ein spezielles Kartoffel-Mailing.

Eine Kartoffel und eine Handvoll verdrahteter Metallplättchen: Das erhalten dieser Tage potentielle Grosskunden von Energie Wasser Bern zugeschickt. Mit der von Hofer zusammengestellten Kartoffel-Post werden sie vom Stadtberner Energieversorger zum Bau ihres eigenen Mini-Öko-Kraftwerks angeregt und per handgeschriebener/persönlicher Karte in die Energiezentrale Forsthaus eingeladen. So spannt das Mailing spielerisch den Bogen vom Kleinst-Kraftwerk zu Berns Flaggschiff der nachhaltigen Energieproduktion und macht gleichzeitig auf die massgeschneiderten Energielösungen für Grossverbraucher aufmerksam.

Ebenfalls angeschrieben werden jene potentiellen Geschäftskunden, die ihren Stromlieferanten erst zu einem späteren Zeitpunkt frei wählen können. Hier setzt Energie Wasser Bern mit einer Faltbroschüre auf frühzeitige Sensibilisierung.

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Comticker.com – der neue Mediendienst im Netz

Die Textagentur etextera begibt sich mit «comticker» unter die Online-Newsportale. Zu lesen gibt es auf comticker.com Stories aus Marketing, Werbung, Kommunikation und Public Relations. Der Mediendienst ist per sofort online.

Vier Jahre nach dem erfolgreichen Start von etextera wagt sich die Agentur unter die Online- Newsportale. Dazu sagt Sascha Hardegger, Inhaber von etextera: «Mit unserem neu lancierten comticker schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir können zeigen, was wir textlich und journalistisch alles draufhaben. Gleichzeitig bieten wir Kunden eine Werbeplattform.» Zu lesen gibt es auf comticker.com Stories aus Marketing, Werbung, Kommunikation und Public Relations. Zudem schreibt das Redaktionsteam regelmässig Portraits und führt Interviews mit spannenden Persönlichkeiten.

Werbeplatz und professionelle Texte

Das Besondere: etextera bietet den Kunden die Möglichkeit, mittels Bannerwerbung Botschaften zu platzieren. Dazu haben diese zwei Möglichkeiten: Entweder erhalten sie Schaltzeit gegen Rechnung. Oder sie platzieren bei etextera nach Schaltung des Banners einen Textauftrag zu einem Preis in ähnlicher Höhe. Somit platzieren Kunden indirekt kostenlose Werbung und erhalten zusätzlich noch einen qualitativ hochstehenden Text. Ein Modell, welches es in der Schweiz in dieser Form noch nicht gibt.

Über etextera

etextera ist eine der grössten Schweizer Textagenturen. Das Unternehmen steht für qualitativ hochstehende Texte, Schulungen und Moderationen zu einem erschwinglichen Preis. Zudem engagiert sich etextera dafür, dass Frauen Beruf und Familie kombinieren können. Dank der über 20 Redaktorinnen und Werbetexterinnen mit unterschiedlichem Background deckt die Agentur ein breites Spektrum an Themen und Textsorten ab. Auf Wunsch übernimmt etextera ganze oder partielle Projekte: Konzeption, Grafik, Übersetzung, Korrektorat oder Produktion inklusive. etextera zählt namhafte Kunden aus Politik und Wirtschaft zu ihrer Klientel.

Agentur am Flughafen gewinnt fünf BOB-Awards

Die Agentur am Flughafen dominierte den deutschen BOB Best of «Business-to-Business» Communication Award mit fünf Auszeichunungen.

Vergangene Woche wurden vom Deutschen Kommunikationsverband zum 16. Mal die besten Arbeiten der B2B-Marketingkommunikation mit dem BOB Best of «Business-to-Business» Communication Award ausgezeichnet. Der Kreativ- und Konzeptwettbewerb gilt als die bedeutendste Plattform für B2B-Marketingkommunikation im deutschsprachigen Raum. Die Schweizer Agentur am Flughafen war im zweiten Jahr nacheinander erfolgreichste Agentur des Wettbewerbs. Sie gewann 3 BOBs in Gold, einen in Silber, einen in Bronze sowie 3 weitere Finalplatzierungen. Alle Gold-Auszeichnungen sind unter diesem Link ersichtlich.

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Corinna Wohlfeil, NTV/Moderatorin; René Eugster, Agentur am Flughafen; Sascha Thieme, Daimler; Katharina Stinnes, Geschäftsführerin Kommunikationsverband

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Scholz & Friends: Heiter bis vielfältig

Scholz & Friends lanciert neue Sommer-Sujets für Engadin St. Moritz. Die Prognose für diesen Bergsommer im Engadin: heiter bis vielfältig.

Der Sommer ist da – wenigstens in der aktuellen Kampagne für Engadin St. Moritz. Mit vier neuen Sujets, die ab dem 4. Mai in der Schweiz, Deutschland und Italien zu sehen sind, zeigt Scholz & Friends die inspirierende Vielfalt an Aktivitäten, welche die Feriendestination während der Sommermonate zu bieten hat. Das heitere Zusammenspiel an Bildlegenden inmitten eindrucksvoller Landschaftsaufnahmen prägt das Bild der Sujets und verweist auf amüsant-informative Weise auf zahlreiche Highlights aus Kultur, Natur, Kulinarik und Sport. Gleichzeitig wurde das einzigartige «Bergbahnen inklusive» Angebot der Region jeweils in die Geschichte der Legenden integriert.
Geschaltet werden Anzeigen sowie Banner in der Schweiz, Deutschland und Italien.

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Verantwortlich bei Engadin St. Moritz: Ariane Ehrat (CEO), Patricia Schlegel (Leiterin Produktmanagement). Verantwortlich bei Scholz & Friends Zürich: Tanita Bohny, Michèle Gutmann, Martin Samsel (Beratung); Roger Dobmann, Sabine Maja Bremermann, Lukas Frei (Kreation).

 

Zu guter Letzt: Das trinkbare Buch

Wie man mit Erfindergeist und innovativen Ideen kostengünstig viel bewirkt, zeigt die Agentur DDB New York. Das trinkbare Buch kämpft erfolgreich gegen die Problematik von verschmutzem Trinkwasser an.

3,4 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen verschmutzten Wassers. Das erste grosse Problem: Die meisten Betroffenen sind sich gar nicht bewusst, dass das verunreinigte Wasser der Ursprung allen Übels ist. Wasser ist mehr als die halbe Miete, wenn es ums Überleben geht. Das zweite grosse Problem: Solange man keinen Zugang zu trinkbarem Wasser hat, nützt jede Aufklärung nichts. DDB New York schlägt für die Organisation Water is Life mit dem «trinkbaren Buch» zwei Fliegen mit einer Klatsche.

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Die Agentur greift dabei auf die Entwicklung der Chemikerin Theresa Dankovich zurück: Eine spezielle, günstig herzustellende Papierart, die verschmutztes Wasser so gründlich filtert, dass es danach bedenkenlos getrunken werden kann. 99,9 Prozent der Bakterien bleiben darin hängen, Krankheiten wie Cholera werden nicht übertragen. Bedruckt werden die Seiten mit Erklärungen und Erläuterungen. Die Box des Buches wird mit wenigen Handgriffen zur Filteranlage. Kosten für vier Jahre sauberes Trinkwasser – also Kosten für ein Buch – wenige Rappen. Hilfe zur Selbsthilfe kann so günstig sein. (hae)

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//www.youtube.com/watch?v=qYTif9F188E

NZZ übernimmt St. Galler Tagblatt und NLZ

Das St. Galler Tagblatt und die Neue Luzerner Zeitung gehen ganz in den Besitz der NZZ über. Die Zürcher Mediengruppe übernimmt die Anteile der Publigroupe, welche die Verkaufsabsichten für ihre Anteile an Zeitungsverlagen schon länger bekundet hatte.

Für die etwas über 25 Prozent an der FPH Freien Presse Holding, welche nun die Hand wechseln, zahlt die NZZ der Publigroupe nach Angaben vom Montag 53 Millionen Franken. Die FPH ist Mehrheitsaktionärin der St. Galler Tagblatt AG und der LZ Medien  Holding, zu welchen neben den Tageszeitungen auch Gratisanzeiger, Online-Plattformen sowie Radio- und Fernsehsender gehören. Bisher besass die NZZ knapp 75 Prozent der FPH-Aktien, womit sie die beiden regionalen Medienhäuser bereits kontrollierte.

Da Tamedia unlängst ein Übernahmeangebot für die Publigroupe gemacht hat, müssen dem Verkauf des FPH-Aktienpakets noch die Aktionäre der Publigroupe zustimmen. Tamedia ist aber ohnehin nicht an den Verlagsbeteiligungen interessiert – als das Medienhaus ihr Kaufinteresse anmeldete, liess es klar durchblicken, ihr Auge hauptsächlich auf die Internetplattform Local.ch geworfen zu haben, welche die Publigroupe gemeinsam mit der Swisscom betreibt. Neben der Beteiligung an der FPH Freien Presse Holding besitzt die Publigroupe noch weitere Anteile an Schweizer Verlagshäusern. So gehören dem Konzern ein Fünftel von Südostschweiz Presse und Print und 29 Prozent an der SNP Société Neuchâteloise de Presse S.A. mit den Zeitungstitel L'Impartial und L'express. Weiter hält die Publigroupe nach eigenen Angaben auch 18 Prozent an der Tessiner Regiopress (La Regione Ticino) und 17 Prozent an Rhône Media (Le Nouvelliste). Publigroupe-Sprecher Beat Werder konnte auf Anfrage nicht weiter präzisieren, ob es bereits Gespräche über die Veräusserung dieser Beteiligung gebe.

Negative Auswirkungen auf Konzernergebnis

Der nun angekündigte Verkauf der FPH-Beteiligung indes wird im laufenden Jahr die Konzernrechnung der Publigroupe belasten. Ein Goodwill-Abschreiber drückt dabei das Jahresergebnis um 24 Millionen Franken, wie aus der Mitteilung der Publigroupe hervorgeht. Auf das Eigenkapital dagegen wird sich die Transaktion leicht positiv auswirken, da der Goodwill einst gegen das Eigenkapital verrechnet worden ist. Der NZZ-Gruppe ermöglicht die Vollübernahme der FPH dagegen eine Vereinfachung der Gruppenstruktur. Sie bezeichnet den Kauf der Minderheitsbeteiligung denn auch als Stärkung ihrer Marktposition in der Ost- und der Zentralschweiz. Wann die Aktionäre der Publigroupe über den Verkauf der Beteiligung am „St.  Galler Tagblatt“ und der „Neuen Luzerner Zeitung“ befinden, steht derzeit noch nicht fest. Eine ausserordentliche Generalversammlung ist nämlich auch nötig, um über das Angebot der Swisscom zu befinden, welche von der Publigroupe gerne die andere Hälfte an Local.ch übernehmen würde. Da Tamedia ihr Übernahmeinteresse an der ganzen Publigroupe bereits vor dem Angebot der Swisscom angemeldet hat, ist für einen Verkauf der Local.ch-Anteile ein Entscheid der Aktionärsversammlung notwendig. (SDA)

Radio Zürisee mit neuem Moderator

Markus Stadelmann verstärkt ab dem kommenden Sommer die Moderationscrew von Radio Zürisee. Der erfahrene Radiomann übernimmt beim Seesender ein Arbeitspensum von 40 Prozent.

Markus Stadelmann ist im Kanton Glarus aufgewachsen und wohnt heute zusammen mit seiner Familie in Lachen am Obersee. Dem Medium Radio ist er seit mehreren Jahren verbunden. Als Moderator arbeitete der 31-Jährige bei Radio Ri und Radio FM1. Für Radio Zürisee ist er wiederholt als Konzertberichterstatter an grossen Festivals und Open-Airs im Einsatz gewesen. Zudem war seine Stimme landesweit in mehreren Werbespots zu hören. Seine neue Stelle als Moderator bei Radio Zürisee tritt Markus Stadelmann am 1. Juli an.
 

Die SRG steht vor grossen Herausforderungen

Eine offene Diskussion über den «Service public» und die Ausarbeitung einer Vereinsstrategie sind gemäss Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan die grossen Herausforderungen der Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft - SRG.

An der 89. Ordentlichen Generalversammlung der SRG Bern Freiburg Wallis in Langenthal rief er die Trägerschaft zum aktiven Mitwirken auf. Deren Präsident Andreas Schefer konnte neben 146 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern auch zahlreiche Gäste begrüssen. Christine Hofer aus Bigenthal wurde neu in den Vorstand gewählt. Mit dem ehemaligen Radio- und Fernsehjournalisten und heutigen Kommunikationschef (Die Mobiliar) Peter Marthaler bestritt ein intimer Kenner der Stadt Langenthal das Rahmenprogramm. Witzig, kompetent und unterhaltsam brachte er den aus dem ganzen Gebiet der SRG Bern Freiburg Wallis angereisten Genossenschafterinnen und Genossenschaftern «seine» Stadt Langenthal näher. Er spielte seine Rolle so gut, dass sich Stadtpräsident Thomas Rufener anschliessend auf eine kurze Begrüssung beschränken konnte.

Raymond Loretan redet Klartext

SRG-Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan zeigte sich vom Aufmarsch beeindruckt. In seinem Referat erinnerte er an die zentrale Aufgabe der SRG, die als eine der letzten Einrichtungen dieses Landes die Klammerfunktion wahrnehme. Deshalb sei es wichtig, dass die SRG auf Eigenproduktionen setze. Auch sollen in den SRG-Programmen vermehrt die andere Sprachregionen zu Wort kommen. Loretan sieht das digitale Zeitalter als grosse Herausforderung für die SRG. Die Medienwelt und insbesondere die Presselandschaft hätten sich stark verändert. Für die Zukunft der SRG sei es daher wichtig, den Dialog mit den Verlegern wieder aufzunehmen – auch und vor allem wegen der internationalen Konkurrenz in Radio und Fernsehen. In den nächsten Monaten wird eine neue SRG-Vereinsstrategie erarbeitet. Diese soll eine fundierte Grundlage zur gesellschaftlichen Mission des Vereins und der Regionalgesellschaften bieten. Eine grosse Herausforderung ist für Loretan schliesslich die Diskussion über den «Service public», die zurzeit in den eidgenössischen Räten in Gang ist. Er will sich dieser Diskussion stellen und forderte das Publikum dazu auf, aktiv an dieser Debatte teilzunehmen.

Christine Hofer neu im Vorstand

Neu in den Vorstand wählte die Generalversammlung Christine Hofer (Bigenthal), ehemalige Gemeindepräsidentin von Walkringen, Gemeindefachfrau, Hausfrau, Mutter und Bäuerin. Sie tritt die Nachfolge von Hansueli Marti (Wünnewil) an, der nach neun Jahren zurückgetreten ist. Martis Nachfolger im Regionalrat der SRG Deutschschweiz wird Beat Hayoz (Düdingen), Präsident der SRG Freiburg. Den Abschluss der Generalversammlung bildeten Fragen aus dem Publikum zu den Programmen von SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) und ein gemeinsames Nachtessen.

Bild: SRG

TV24: «The Gran Plan» und Nachrichtensendung

TV24 startet nicht nur mit dem neuem Schweizer Unterhaltungsformat «The Gran Plan», sondern produziert auch eine eigene Nachrichtensendung.

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Der neue Schweizer TV-Sender stellt mit «The Gran Plan» eine neue, selbstproduzierte Unterhaltungssendung vor. Ab dem 12. Mai stehen die drei «Grosis» Therese, Nelli und Agnes mit ihren über 200 Jahren Lebenserfahrung jungen Menschen bei ihren Alltagsproblemen mit Rat und Tat zur Seite. Humorvoll, direkt und doch einfühlsam nehmen sie sich den Problemen der Hilfesuchenden an. «The Gran Plan» läuft ab dem 12. Mai jeden Montagabend ab 20.15 Uhr auf TV24. Das Format von Armoza Formats aus Israel wurde von der Firma Golden Eye Media  produziert und ist zum ersten Mal im deutschsprachigen Fernsehen zu sehen.

//www.youtube.com/watch?v=SJs9Yts0Aac

Eigene Nachrichtensendung

Wie die Schweiz am Sonntag berichtet, beschränkt sich TV24 nicht auf Unterhaltung, Dokumentationen und Spielfilme. Erstmals seit Tele 24 und TV3 produziert ein nationaler Privatsender wieder eine Nachrichtensendung und differenziert sich so von Konkurrenz wie 3+, 4+ oder S1. Unter der Woche um 22 Uhr präsentiert der von Tele Züri bekannte Moderator Roman Wasik News aus aller Welt. Die internationalen Nachrichten werden ergänzt durch Beiträge der AZ Medien Senderfamilie (Tele M1, Tele Bärn, Tele Züri). Damit will man sich in der Zielgruppe der 30-59-Jährigen positionieren und mittelfristig einen Marktanteil von einem Prozent erreichen. (PD/ SaS/hae)

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