Mehr Geschmack als aufs Motiv passt

Dank neuer Rezeptur hat die klassische Mozzarella-Kugel von Emmi noch mehr Cremigkeit, Frische und Zartheit – kurz: Mehr Geschmack. 
Scholz & Friends inszeniert den Relaunch.

Dieses Mehr macht Scholz & Friends in einer neuen Inszenierung deutlich, welche die bekannte Redewendung vom Hochgenuss einfach mal ganz wörtlich nimmt. Das neue Motiv wird ab sofort als Plakat und in weiteren Medien von POS bis Online zu sehen sein.

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Verantwortlich bei Emmi Schweiz: Thomas Heller (Marketingleiter Emmi Schweiz); Yvonne Arnold
 (Group Brand Manager); Simone Hofstetter (Brand Manager). Verantwortlich bei Scholz & Friends Schweiz: Christian Vosshagen, Thomas Müller, Avsar Yildiz (Kreation)
; Mathias Rösch, Stephanie Schmutterer, Fabian Röthlisberger (Beratung). Fotograf: David Willen. Mediaagentur: Media Com.
 

Republica: Mr. West geht «Zurück in die Zukunft»

Seit mehr als einem Jahr wohnt er im Shopping- und Erlebniscenter Westside in Bern: der  Sonderling Mr. West. Die zehnte Folge von «Mr. West – der Film» steht ganz im Zeichen des Kinoklassikers «Back to the Future».

«Mr. West – der Film» bildet seit rund einem Jahr der Kern der Kampagne von Republica für das Einkaufszentrum Westside (Werbewoche berichtete). Die Serie zeigte in bisher neun Folgen die Abenteuer eines Mannes, der auszog, um ins Shopping- und Erlebniscenter Westside einzuziehen. Seine 9000 Quadratmeter grosse «Wohnung» mit Pool, Wasserrutsche, Spa, Kino, Restaurants und über 50 Shops bildet die interessante Kulisse der Image-Kampagne, die den Claim «bunt wie das Leben» greifbar machen. Etwas mehr als ein Jahr nach der Lancierung wurde eine spezielle zehnte Folge von «Mr. West – der Film» realisiert.

Der zehnte Teil nimmt nicht nur das Thema der aktuellen Technorama-Ausstellung im Westside auf, sie läutet auch ein neues Zeitalter für Mr. West, gespielt vom preisgekrönten Schauspieler Philippe Graber, ein. Mit einem Original-DeLorean DMC-12, bekannt aus dem Kinoklassiker «Back to the Future», fährt der Westside Bewohner in die Zukunft – eine Zukunft, die auch für Mr. West viel Neues bringen wird.

//www.youtube.com/watch?v=RUYotpOZPTU

Verantwortlich bei Westside: Ludwig Nehls (Centerleiter), Franziska Goldinger (Leiterin Marketing). Verantwortlich bei Republica: Chris Morgan, Mike Krüll (Creative Direction), Aysun Sentürk (Senior-Beratung), You-Jin Sin (Beratung), Bala Trachsel (Gesamtverantwortung), Stories (Filmproduktion).
 

Zu guter Letzt: Regenbogen-Burger

Anlässlich der San Francisco Gay Pride Parade 2014 lancierte Burger King den «Proud Whopper» und löste damit Neugier, Unverständnis und Tränen der Rührung aus.

Am 28. und 29. Juni fand in San Francisco die jährliche Parade der Homosexuellen statt. Die Demonstrationen für mehr Toleranz und Rechte gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe nahmen zahlreiche Unternehmen zum Anlass, sich selbst in ein besonders fortschrittliches und weltoffenes Licht zu rücken. Mitarbeiter von lokalen Firmen wie Google, Facebook und Apple marschierten mit und verteilten Geschenke an die Zuschauer. Levi’s stellte eine eigens kreierte Regenbogen-Kollektion her. Wenig überraschend also, dass auch Burger King sich für mehr Toleranz herausputzte und vor der Filiale an der Market Street auf einem riesigen Plakat den «Proud Whopper» ankündigte.

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Die Meinungen der befragten Passanten gingen weit auseinander. Während sich ein stämmiger Motorradfahrer ablehnend fragt, ob Homosexuelle überhaupt Fast Food essen, findet ein anderer, das sei langsam Zeit geworden. Das Restaurant-Personal fragte die Kunden – emotionslos wie bei Extra-Käse oder Ketchup – ob sie den Proud Whopper wünschten. Auf die Gegenfrage, was das Besondere an dieser Variante sei, gaben sie sich ahnungslos. In Regenbogenpapier eingewickelt… aber was unterscheidet ihn innen von seinem «normalen» Namensvetter und Burger-King-Klassiker schlechthin? Selber herausfinden! Wie immer, wenn es in Fast Food Restaurants neue Kreationen gibt, fanden sich auch diesmal zahlreiche Neugierige, die sich auf die Suche nach dem speziellen Gay-Geschmack machten. Sehen Sie selbst:

//www.youtube.com/watch?v=qBkAAortU_g

Die von der Agentur David/Miami kreierte Promotion und die einleuchtende Auflösung brachte Burger King in den Sozialen Medien viel Aufmerksamkeit und Sympathie ein. (hae)

Finanz und Wirtschaft: Neuer Anzeigeleiter

Ruedi Minger übernimmt die Anzeigenleitung der Anlegerzeitung Finanz und Wirtschaft. Er tritt die Nachfolge von Sabrina Wägli an. Sie verlässt das Unternehmen, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.

Der 47-Jährige ist im Januar 2014 als Product Manager zur Zeitung Finanz und Wirtschaft zurückgekehrt, für die er bereits von 2006 bis 2011 als Key Account Manager und Anzeigenleiter tätig war. Davor war Ruedi Minger als Anzeigenleiter bei NZZ Media und als Key Account Manager bei Le Temps tätig. Unterstützt wird er ab 1. Oktober von Merlinde Della Valle. Della Valle arbeitet zurzeit als Online Account Managerin für Publicitas Luzern. Zuvor war sie unter anderem für Ringier  und Limmatdruck im Verkauf tätig.

Sabrina Wägli hatte die Anzeigenleitung der «Finanz und Wirtschaft» im Oktober 2011 übernommen. Die 32-Jährige betreute die Kunden der Konsum- und Luxusgüterindustrie, die Banken sowie die Mediaagenturen.

Neuer Markenindex für die Schweiz

The Brand Ticker lanciert zusammen mit der Handelszeitung den Swiss Brand Index. Er zeigt tagesaktuell die Veränderungen des Wertes der 30 wichtigsten Marken der Schweiz.

Ab sofort liefern die Handelszeitung und The Brand Ticker ein Instrument, um den Erfolg von Schweizer Marken aktuell zu messen. Die Handelzeitung veröffentlicht den tagesaktuellen Swiss Brand Index auf ihrer Website Handelszeitung.ch. Gezeigt werden dort auch die Gewinner und Verlierer der einheimischen Marken. Am Montag etwa punktete Breguet mit 0,15 Prozent gesteigertem Markenwert, während die Marke Omega im Vergleich zum Vortag 0,25 Prozent verloren hat und somit bei den 30 Index-Marken am schlechtesten dastand. «Aktuelle Ereignisse wie beispielsweise eine Produktlancierung oder ein Shitstorm haben nicht nur einen Einfluss auf den Börsenkurs, sondern auch auf den Markenwert», sagt Stefan Eiselin, Chefredaktor von handelszeitung.ch. „Es wird für unsere Leser spannend sein, zu beobachten, wie solche Phänomene sich auf den Markenwert auswirken und welche Marken langfristig erfolgreich sind und welche nicht.»

Der Swiss Brand Index bedient sich des Systems von The Brand Ticker. Dieser wertet täglich zwei Millionen Medienbeiträge aus. Grundlage sind rund 15’000 internationale Printmedien, sowie Online-News und Posts auf Social-Media-Plattformen. Die Resultate der Medienauswertung verbindet TheBrandTicker mit den jeweils zugehörigen Finanzmarktdaten und berechnet so den Wert, den Marken aufgrund der veröffentlichten Meinung haben. Als Datenlieferanten an Bord sind Lexis Nexis (Printmedien), Trendiction (Online- und Social-Media) und Six Financial Information.
Für den Swiss Brand Index werden Daten der 30 wichtigsten Schweizer Marken analysiert. «Ziel ist, den Marken eine Referenz zu geben, anhand derer sie ihren Erfolg messen können», sagt Nik Stucky, Geschäftsführer von The Brand Ticker. Stucky ist einer der profiliertesten Markenexperten der Schweiz und war jahrelang für das Markenrating von Interbrand verantwortlich.

In Partnerschaft mit der Medienbeobachtungsspezialistin Adwired hat Stucky 2013 The Brand Ticker gegründet. Nebst dem Markenwert benennt dieser auch, welche Ereignisse oder öffentlichen Diskussionen den Markenwert negativ oder positiv beeinflussen. TheBrandTicker definiert die Image- und Reputationsmessung neu und ermöglicht die tagesaktuelle Beobachtung und Bewertung aller Facetten einer Marke, insbesondere die ökonomische Relevanz ihres Images.

Unter Thebrandticker.com können rund 400 Marken, die The Brand Ticker laufend beobachtet, mit jeweils tagesaktuellen Resultaten und Reports abgerufen werden. In einer kostenpflichtigen Suite lassen sich Marken zudem detailliert auswerten. Auf Kundenwunsch analysiert The Brand Ticker auch Marken, die nicht im Standardsortiment vorhanden sind.

 

Annabelle: Sven Broder wird Leiter Reportage

Sven Broder wird neuer Leiter Reportage bei der Zeitschrift Annabelle. Der 38-Jährige stiess 2011 zur Annabelle und leitet das Ressort bereits seit August 2013 ad interim.

Zuvor arbeitete der Buchautor als Produzent bei der Weltwoche sowie als Kolumnist, Redaktor und stellvertretender Ressortleiter beim Beobachter. Sven Broder hat an der Universität Zürich deutsche Sprache und Literaturwissenschaften sowie Sozialpädagogik und Philosophie in den beiden Nebenfächern studiert. Er ist Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Familie in Zürich. 2011 erschien sein Bestseller «Papa steht seinen Mann».

Der bisherige Stelleninhaber, Bruno Ziauddin, macht sich als freier Journalist, Buchautor und Dozent selbstständig. Ziauddin war seit Juni 2010 als stellvertretender Chefredaktor, Textchef und Leiter des Ressorts Reportage für Annabelle tätig.

Allaccess: Beat Binggeli wird neuer Geschäftsführer

Beat Binggeli, zuvor General Manager bei EMI Music Switzerland, ist neuer Managing Director von Allaccess. Die Zürcher Agentur ist spezialisiert auf Promotionen, Shopper Marketing und Events.

«Live Kommunikation braucht Emotionen» sagt Binggeli. «Keine Branche lebt diesen Leitsatz so wie die Musik und Event-Branche. Mein Ziel ist es, mit Allaccess für unsere Kunden emotionale Erlebniswelten mit kommerziellem Mehrwert zu schaffen» so Binggeli weiter. Bei EMI Music Switzerland zeichnete Binggeli unter anderem verantwortlich für erfolgreiche nationale Acts wie Gölä, die Etablierung internationaler Multi Platinum Künstler David Guetta und Katy Perry sowie den Durchbruch der finnischen Rockband Sunrise Avenue. Zuletzt wirkte Binggeli erfolgreich bei der Neupositionierung von DJ Antoine mit.

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Leo Burnett: Erste Schweizer-Jät-Meisterschaft

Bio Suisse und Leo Burnett Schweiz küren die ersten Schweizermeister im Jäten.

Der Anbau von biologischem Gemüse erfordert viel Handarbeit und Pflege. So wird zum Beispiel Unkraut nicht mit Herbizide, sondern durch natürliche Mittel bekämpft. Unter anderem von Hand. Aus diesem Anlass ging am Samstag, 5. Juli auf dem Bio-Bauernhof Wiesengrund in Oberglatt ZH die erste Schweizermeisterschaft im Jäten über die Bühne. Organisiert von Bio Suisse und umgesetzt von Leo Burnett in Zusammenarbeit mit Streuplan, kämpften die Teilnehmer einzeln und in 5er-Gruppen um den Schweizermeister-Titel sowie tolle Bio-Preise. Die Aufgabe: Eine festgelegte Strecke eines Bio-Rüeblifeldes zu jäten. Dabei zählte nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Qualität der gejäteten Fläche. Nach einem unterhaltenden und amüsanten Wettkampf standen die allerersten Schweizermeister im Jäten fest und konnten als Erste die «Goldene Hacke» in Empfang nehmen.

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Verantwortlich bei Bio Suisse: Jürg Schenkel (Marketingleiter), Flavia Müller (Projektleiterin Marketingkommunikation Veranstaltungen), Andreas Käsermann (Leiter Medienstelle). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Pedro Moosmann, Christian Stüdi, David Hugentobler, Pablo Schencke (Kreation), Johannes Raggio (ECD), Michael Gassler, Ingrid Zumkehr (Beratung), Hanspeter Hunger (Produktion). Verantwortlich bei Streuplan: Marco Schlatter (Berater), Rebecca Kalina (Projektmanagerin).
 

13 Fragen an… Thom Pfister

Wer das beste Testimonial aller Zeiten war und unter keinen Umständen geworben werden sollte, verrät Thom Pfister, Creative Director und Partner von Komet, in unserer Serie «13 Fragen an...».

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1. Was hat Sie inspiriert, in die Werbe-/Kommunikationsbranche einzusteigen?
Während meines Grafikstudiums arbeitete ich als Dekorateur in der Modebranche. Meine Handschrift ist den Leuten von Levi’s Strauss aufgefallen, somit durfte ich meine erste Kampagne für Levi’s Jeans gestalten. Ab da gab es kein Zurück mehr.

2. Wofür würden Sie unter keinen Umständen werben?
Für Werbeverbote.

3. Wofür möchten Sie am liebsten werben?
Mit unserem aktuellen Komet-Kundenportfolio bin ich sehr glücklich. Von Brands wie Vitra, Swatch, Rivella, Levi’s, SBB oder TeoJakob sind wir auch grosse Fans.

4. Die beste Eigenwerbung?
Komet.ch

5. Das beste Testimonial, das es je gegeben hat?
Christopher Walken für Jack & Jones Premium Brand.

6. Wären Sie nicht Werber geworden – was dann?
Kurator.

7. Was denken Sie persönlich über die Wirkung von Werbung?
Nur Gutes.

8. Was ist für Sie die momentan grösste Herausforderung für die Werbung?
Sie soll und muss wirken.

9. Gab es in Ihrem Leben einen Moment, als Sie dachten: Wow. Das ist super. Und es ist von mir!
Das Projekt Soirée graphique, mit welchem wir nationale und internationale Beachtung erhalten, macht uns schon sehr glücklich und stolz. Soiree-graphique.ch

10. Welche Internetseiten nutzen Sie regelmässig?
Trendlist.org

11. Worauf können Sie unmöglich verzichten?
Auf meine drei Kinder.

12. Wieso würden Sie Ihren Kindern raten oder abraten, eine berufliche Zukunft in der Werbung/Kommunikation zu suchen?
Eindeutig ein JA. Es macht viel Spass und die Vielseitigkeit ist enorm.

13. Fallen Sie auf Werbung herein? Wann?
Immer wieder, ganz gerne.

Thom Pfister ist seit 2003 Creative Director und Partner der Berner Agentur Komet. Zuvor war er als Grafik Designer und Art Director für die Agenturen McCann-Erickson und Design Studio Achermann in Zürich sowie für das Design Studio Tomato in London tätig und führte als Selbständiger in Bern und Zürich erfolgreich Ateliers. Pfister wurde 2011 in die AGI aufgenommen und gehört seither den 400 besten Grafik Designern der Welt an. 2008 gründete das mehrfach international ausgezeichnete ADC-Mitglied als Kurator & Designer die Kreativplattform Soirée graphique.

Die «13 Fragen» erscheinen sowohl Online wie auch in der Printausgabe der Werbewoche.

Serviceplan: Für Swisscom IT einfach gemacht

Mit einer Kampagne, die Serviceplan Suisse entwickelt hat, will Swisscom ihre Dienstleistungen im Bereich «agile IT» bekanntmachen.

Die Geschäftswelt dreht sich immer rasanter und die Anforderungen an die IT von Schweizer Unternehmen steigen täglich: Die IT muss kosteneffizient, einfach und flexibel sein. Zudem sollen leistungsfähige Applikationen jederzeit zur Verfügung stehen. Noch nicht alle Unternehmer wissen, dass Swisscom flexible und zuverlässige IT-Infrastrukturlösungen bietet, mit denen all das möglich ist – plus die Sicherheit, dass Firmendaten in der Schweiz bleiben.

Kernstück der Kampagne von Serviceplan stellt die Landingpage dar: Sie zeigt unter anderem Lösungen, Best-Practice-Beispiele und Events auf. Beworben wird die Website durch einen Viralfilm, der auf witzige Weise dramatisiert, wie das IT-Leben mit Swisscom als Partner aussieht. Ebenso kommen Banner und Facebook-Ads zum Einsatz.

//www.youtube.com/watch?v=z_Iw62EbJJw

//www.youtube.com/watch?v=SvuXuGRvckg

Verantwortlich bei Swisscom: Kathrin Lauper (Projektverantwortliche), Marianne Weibel (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Serviceplan Suisse: Nicolas Vontobel, Jan Krohn und Andrea Zanzerl (Kreation), Manuela Brunner und Pascal Schwager (Beratung). Verantwortlich bei Plan.Net: Dominique Lardi (Projektleitung). Film: Shining Pictures;  David Constantin (Regie); Stefan Bircher, Sophie Toth (Produktion), Jingle Jungle (verantwortliches Soundstudio).

 

SLK: Persönlichkeitsrecht von Baby verletzt

Die Zweite Kammer der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) findet, die Werbung eines Männermode-Labels verletze die Persönlichkeitsrechte einen Babys. Eine zweite Beschwerde wegen Frauendiskriminierung wurde abgewiesen.

Das beanstandete Werbesujet für ein Männermode-Label zeigt einen perfekt businessmässig gekleideten Mann. Er trägt ein nacktes männliches Baby auf den Armen, dessen primäres Geschlechtsmerkmal erkennbar ist und das ihn in hohem Bogen anpinkelt. Die Beschwerdeführerin erachtete diese Darstellung als erniedrigend und pornografisch. Die Zweite Kammer der SLK hat die Beschwerde gutgeheissen, allerdings nicht aufgrund des Grundsatzes 3.11 «Geschlechterdiskriminierende Werbung» der SLK, sondern wegen Persönlichkeitsverletzung. Aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht gemäss Art. 28 Abs. 1 des Zivilgesetzbuches ergibt sich, dass es unzulässig ist, in der kommerziellen Kommunikation eine Person ohne ihre ausdrückliche Zustimmung abzubilden (Recht am eigenen Bild, siehe auch Grundsatz 3.2 Ziff.1 der SLK).

Zudem hält der konsolidierte Kodex zur Werbepraxis der International Chamber of Commerce (ICC) fest, dass kommerzielle Kommunikation die Würde des Menschen zu respektieren habe. Wenn eine Person nicht urteilsfähig ist wie das Baby in der beanstandeten Werbung, dann kann die notwendige Einwilligung auch durch ihre Rechtsvertreter, zum Beispiel die Eltern, erteilt werden. Dies allerdings nur, soweit der Kern des Persönlichkeitsrechtes gewahrt bleibt. Die fragliche Abbildung des Babys während des Urinierens gehört nicht zu diesen Ausnahmen. Sie tangiert vielmehr die Intimsphäre und Würde des Baby und damit den nicht vertretbaren Kern des Persönlichkeitsrechts. Somit waren seine Eltern nicht berechtigt, stellvertretend für ihr Kind in die Abbildung einzuwilligen.

Diskriminierend oder humoristisch?

Der zweite Fall zeigt, wie fliessend die Wahrnehmung geschlechterdiskriminierender Darstellungen nach wie vor ist. In einem Radio-Spot eines Konsumkreditunternehmens heisst es: «Stell dir vor, deine Freundin hat im dritten Anlauf endlich ihre Fahrprüfung bestanden. Jetzt ist es höchste Zeit für ein neues Auto … mit elektronischen Parkierhilfen rundherum». Diese Aussagen, so die Beschwerdeführerin, verletze die Würde der Frau und sei deshalb diskriminierend. Der Beschwerdegegner plädierte dagegen für eine humoristische Betrachtungsweise. Es sei ein Spiel mit altbekannten Vorurteilen: «Frauen können nicht Auto fahren» und «Männer lieben das Auto mehr als ihre Frauen». Die Zweite Kammer lehnte die Beschwerde ab, da der Spot eine individuelle Geschichte erzähle und keine stereotype Darstellung der Frauen insgesamt sei. Zudem sei die humoristische Darstellung klar ersichtlich.
 

Viva baut redaktionelle Kompetenz aus

Die traditionsreiche Zürcher Kommunikationsagentur Viva baut ihre redaktionelle Kompetenz weiter aus: Anselm Schwyn ist seit 1. Juli Leiter der Redaktion im Viva-Team.

In seiner Vergangenheit war der 47-Jährige Redaktor und Blattmacher beim Tages-Anzeiger und der Automobil Revue sowie Chefredaktor einer Fotofachzeitschrift. Erfahrungen in der Kommunikation bringt er als Public Relations Manager und Kommunikationsberater einer internationalen Unternehmung mit. Ergänzend dazu verfügt er über Erfahrungen als Berater in einer Agentur mit Fokus Wirtschaftsförderung. Bis zu seinem Stellenantritt bei Viva arbeitete er als Kommunikationsbeauftragter des Amtes für Verkehr im Kanton Zürich. Bereits Anfang Jahr gestartet ist Reinhard Kronenberg als Leiter Publizistik und Mitglied der Geschäftsleitung. Der 49-Jährige hat über zehn Jahre als Journalist in verschiedenen Medien gearbeitet und als Projektleiter verschiedene Websites konzipiert und umgesetzt.

Bisher sehr erfolgreiches Jahr

Das Jahr 2014 hat sich für Viva bisher sehr gut entwickelt, wie es in einer Mitteilung heisst: Im Mai half die Agentur erfolgreich dem ZKS, Zürcher Kantonalverband für Sport, bei der Ablehnung der für die Sportvereine so schädliche Initiative gegen ein Werbeverbot für Alkohol auf Sportplätzen und an -Veranstaltungen. Aktuell konzipiert Viva für den Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) und seine 20 Sektionen mit 4000 Mitgliedern ein neues Webportal und implementiert gleichzeitig ein in der Verbandslandschaft einzigartiges Content Marketing inklusive Newsdesk.
 

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