Komet: Weltmeister am Grill

Wie gut Fussball und Grillieren harmonieren, zeigte Komet für Bell in der WM-Kampagne, auf die es viel Resonanz gab.

Passend zu den Matches präsentierte sie Begriffe rund um das Thema Fussball, interpretiert durch das Bell Barbecue Sortiment (Werbewoche.ch berichtete). In schweizweit gestreuten Inseraten und Banners stellten die Grillwürste verschiedene Situationen aus der Welt des Fussballs nach. Einzelne Sujets nahmen direkt Bezug auf Aktualitäten, wie zum Beispiel die Matcherfolge der Schweizer Nati. Wie reaktionsfreudig und flexibel sich das Kampagnenkonzept anwenden liess, bewies auch das begleitende Online-Game.

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Während der Kampagne konnten die Fans ihrer Kreativität freien Lauf lassen und auf der Bell-Website ihre eigenen Visuals gestalten. Über 2277 Teilnehmer (Unique Users) haben sich mit Lust und Leidenschaft ins Zeug gelegt, um aus Wurst, Brötchen und Beilagen 2447 verschiedene Sujets zu erstellen. Eine Galerie der Beiträge sowie das Online-Game sind noch bis August online.

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Verantwortlich bei Bell: Davide Elia (Leiter Corporate Marketing/Communication), Astrid Roland (Projektleiterin Corporate Marketing, Nicole Schaad (Projektleiterin Corporate Marketing), Micha Roth (Projektleiter Marketing Services), Daniel Kaufmann (Koordinator Online Marketing), Urs Graf (Kulinarik). Verantwortlich bei Komet: Thom Pfister (CD), Roland Zenger, Joël Weber (AD), Reto Eckert (Grafik), Antonia Bekiaris (Text), Simon Schatzmann (Leiter Beratung), Miranda Bieri, Moritz Durst (Beratung). Fotografie: Eugen Leu & Partner. Bildbearbeitung: Detail. Online-Game: Olai.
 

Linck, Onartline, Enrique Videla: Voll kooperiert

Was entsteht, wenn man drei Werber in einen Raum sperrt und diese sich dann auch noch mögen? Natürlich, eine neue Kooperation. Gefunkt hat es nämlich zwischen Linck aus Walchwil, der Agentur Onartline aus Cham und Enrique Videla aus Zug.

Alle Drei bringen schon viele Jahre Erfahrung in der Branche mit. So besteht die Linck Werbeagentur seit über zehn Jahren in der Schweiz und war zuvor seit 1993 in Deutschland aktiv. Das Unternehmen Onartline wurde 2005 gegründet und konnte sich im Bereich Online-Marketing schon ausgiebig und erfolgreich beweisen. Letzter im Bunde ist der Marketingspezialist Enrique Videla, der für das Agenturgespann in Zukunft die Marketingberatung und Projektleitung übernimmt.

Das erklärte Ziel der Kooperation ist es, einen Mehrwert für die Kunden zu schaffen, dass Leistungsspektrum zu erweitern, neue Strategien zu entwickeln und zu perfektionieren.

Zudem deckt das Trio jetzt eine weite Range an Dienstleistungen ab. Von Marketing & Sales Strategien, über Branding, Online Marketing bis hin zur klassischen Werbung kann der Kunde nun rundum bestens bedient werden und erhält alles aus einer Hand. Das spart nicht nur Geld, sondern sorgt ebenso für einen besseren und schnelleren Informationsfluss zwischen den einzelnen Sparten.

Pläne? «Natürlich, denn in Zukunft wird die Zusammenarbeit weiter intensiviert, werden Kapazitäten ausgebaut und damit noch mehr Wertschöpfung für die Kunden generiert um deren bessere Marktpositionierungen wir täglich kämpfen.»
 

Zu guter Letzt: Ein Bild für jede Geschichte

Weisse, bedeutungsoffene Bilder zeigen Szenarien, in denen Menschen sich erklären müssen für etwas, was ihnen gerade widerfahren ist. Die Kampage wirbt für die Bildagentur Getty Images.

Im Hintergrund der Gesprächssitationen steht ein Rad mit bunten Getty Images Bilder, die alle eine andere Erklärung für die entstandenen Missgeschicke liefern würden. Die Aufforderung «Tell any story you want» richtet sich gezielt an Journalisten, Grafik Designer & Co. Sie finden für jede Geschichte ein passendes Bild auf Getty Images, welches mehr sagt, wie tausend Worte. (sis)

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Tube Design: Nachhaltigkeitsbericht für Menu and More

Bereits zum zweiten Mal wurde Tube Design beauftragt, den Nachhaltigkeitsbericht von Menu and More von A bis Z zu gestalten und konzeptionell zu begleiten.

Beim letzten Bericht, welcher von öbu – dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften – mit dem Newcomer-Spezialpreis für den besten Nachhaltigkeitsbericht eines Schweizer KMU’s ausgezeichnet wurde, bildeten bunte Kinderzeichnungen den roten Faden durch den Bericht.
In dieser Ausgabe wurden die Mitarbeitenden von Menu and More ins Zentrum gestellt und im 56 Seiten umfassenden Bericht mit grosszügigen Portrait- und Interviewseiten inszeniert.
Der Bericht wurde nach dem neuen Standard G4 der GRI (Global Reporting Initiative) erstellt und umgesetzt.

Verantwortlich bei Menu and More: Thomas Hediger, Judith Schumacher, Markus Daniel. Verantwortlich bei Eartheffect: Martina Brunnthaler, Martin Räber (Text und Konzept). Verantwortlich bei Tube Design: Martin Nyffenegger, Adriana Vögeli (Gestaltung und konzeptuelle Begleitung). Fotografie: Mike Kleger.

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Weiter im Text für Swissinvest

Matter Gretener Lesch hat neue Text-Inserate für Swissinvest entworfen. Sie setzen ganz auf die Prägnanz der Schlagzeilen.

Auch 2014 beweist der Immobilienfonds Swissinvest, dass man sich Aufmerksamkeit nicht mit grossen Werbebudgets erkaufen muss, heisst es in einer Mitteilung der Agentur vom Freitag. Kleinanzeigen und Banner reichen – wenn die Schlagzeilen so relevant wie prägnant sind.

Verantwortlich bei Swissinvest: Christian Germann (Fonds- & Portfoliomanager). Verantwortlich bei Matter Gretener Lesch: Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Laura Haas (Grafik), Marcus Gretener, Verena Knof (Beratung), Thomas Hausheer (Online).

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Apptus-Studie zum Online-Shopping Verhalten

Apptus hat 500 Leute zu ihren Online-Shopping Erlebnissen befragt: Warum, was und wie sie im Internet einkaufen oder was sie von Websites erwarten.

Apptus eSales, eine Data Driven eCommerce Software von Schwedischen Online-Händlern, hat in einer Studie über 500 Shop-User befragt. Die Studie zeigt laut Mitteilung des Unternehmens, dass die Kunden Shop-Websites regelmäßiger besuchen, wenn ihnen die für sie relevanten Artikel angezeigt werden (was die Software von Apptus ermöglicht). 
 
– 88 Prozent der Befragten haben eine Lieblingswebsite, die sie regelmäßig zum Einkauf nutzen, da sie mit dieser positive Online-Shopping Erlebnisse verbinden.

– Für 57 Prozent der Befragten wäre eine schlechte, nicht auf die Kunden zugeschnittene Website, Grund dafür, diese zu verlassen und ihren Einkauf anderenorts zu erledigen. Einer der wichtigsten Faktoren ist eine leicht bedienbare Suchfunktion. Auch Ladezeitgeschwindigkeit und ein breites Produktportfolio spielen eine wichtige Rolle.

– Immerhin 63 Prozent der Online-Shopper empfinden es laut Studie als positiv, wenn sich Online-Shops an ihre vergangenen Einkäufe erinnern und sind im Zuge dessen diesen Shops gegenüber loyaler eingestellt. 
 

TBS hält für das Theater Spektakel die Zeit an

Die Kommunikation für die diesjährige Ausgabe des Zürcher Theater Spektakel lebt von der Spannung zwischen dem bewegten und dem stehenden Bild.

Medienübergreifende Theaterproduktionen, welche die Mittel von Film und Video in ihre Produktionen integrieren, liegen gegenwärtig im Trend. Auch am diesjährigen Zürcher Theater Spektakel sind solcheProduktionen zu sehen. Aus diesem Grund schlug TBS & Partner der Festivalleitung als Kern der diesjährigen Festivalkommunikation eine Videokurzproduktion vor, aus denen einzelne Stills als Sujets für die Printkampagne fungieren.

Mit dem Schweizer Foto- und Videokünstler Augustin Rebetez fand man einen hervorragenden Autor für diese Aufgabe, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. In seinem filmischen «Höllenritt» über die Landiwiese verbinde er das Theater mit dem Spektakel und lasse die vielen Facetten des Festivals in einer aberwitzigen Folge kurzer Szenen aufscheinen.

Eine Serie einzelner Stills liefert die Motive, aus denen TBS & Partner sämtliche Sujets der
Printkampagne sowie aller zentralen Medien der Programmkommunikation geformt hat. Die zugehörige Videokunst kann auf der Website des Zürcher Theater Spektakel unter Theaterspektakel.ch angesehen werden.

Verantwortlich bei Zürcher Theater Spektakel: Werner Hegglin, Sandro Lunin und Delphine Lyner (Festival-Leitung), Esther Schmid (Kommunikation). Verantwortlich bei TBS & Partner: Michael Schädelin (Konzeption/Beratung); Daniel Leber (AD), Claudio Caravina und Federico Mazza (Gestaltung), Ramun Knapp und Daniel Erdin (Web), Nadja Ermert (Polygrafie), Heini Fümm (Bildbearbeitung), Marlen Gassler (Beratung/Projektmanagement)
Videoproduktion: Augustin Rebetez.

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Beschwerde von Christian Lüscher gutgeheissen

Der Presserat hat eine Beschwerde des freisinnigen Genfer Nationalrats Christian Lüscher gegen Le Temps teilweise gutgeheissen. Der Titel des Artikels «Christian Lüscher trickst mit den Wohnungsgesetzen» verletzte die Wahrheitspflicht.

Zudem widersprächen Titel und Vorspann dem eigentlichen Artikel, teilte der Presserat am Freitag in einer Mitteilung mit. Die Übertreibung im Titel rechtfertige sich nur, wenn sie im folgenden Text rasch differenziert werde. Dies sei im vorliegenden Artikel nicht der Fall.

Die Zeitung Le Temps habe deshalb die Pflicht zur Wahrheit nicht vollständig respektiert. Weitere Vorwürfe von Seiten des Genfer Nationalrats, wonach die Zeitung habe wichtige Informationen unterschlagen und anonyme Anschuldigungen erhoben habe, beurteilte der Presserat als nicht gerechtfertigt. 

Neue TV-Fachredaktion für Wirtschaftsthemen

Die Chefredaktion TV von Schweizer Radio und Fernsehen ruft eine neue Fachredaktion Wirtschaft ins Leben, geleitet von Reto Gerber und Tobias Bosshard. In den Verantwortungsbereich der Fachredaktion Wirtschaft fallen diverse Wirtschaftssendungen.

Die neue Fachredaktion umfasst die Sendungen «ECO», «SRF Börse», Spezialsendungen wie jene vom World Economic Forum oder vom Swiss Economic Forum sowie die gesamte Wirtschaftsberichterstattung von «Tagesschau» und «10vor10». Reto Gerber leitet die Fachredaktion. Als Teamleiter für die aktuelle Berichterstattung steht ihm Tobias Bossard zur Seite.

Mehr Schwerpunkte, mehr Einordnung, mehr fachliches Knowhow: das ist das erklärte Ziel, welches Schweizer Radio und Fernsehen seit geraumer Zeit mit den tagesaktuellen Sendungen verfolgt. Die Chefredaktion TV will nun auf diesem Weg noch einen Schritt weitergehen und ruft eine neue Fachredaktion Wirtschaft ins Leben. Die Planung aus einer Hand, ein enger Austausch mit dem Magazin «ECO» und nicht zuletzt eine Stärkung der Wirtschaftsberichterstattung im Online-Bereich sind wichtige Ziele der neuen Redaktion, die ab Ende 2014 operativ tätig ist.

Die Fachredaktion Wirtschaft besteht aus sieben Vollzeitstellen, die aus der «Tagesschau» und aus «10vor10» ausgegliedert werden. Leiter der neuen Fachredaktion ist Reto Gerber, der in Personalunion nach wie vor die Redaktion von «ECO» führt. Die Fachredaktion produziert die Sendung «SRF Börse» und realisiert die Wirtschaftsmeldungen und -beiträge in der «Tagesschau» und in «10vor10» sowie Spezialsendungen wie vom World Economic Forum oder vom Swiss Economic Forum. Dieser Bereich bildet eine Einheit und ist Tobias Bossard, bisher Produzent bei «ECO», als Teamleiter für die aktuelle Wirtschafsberichterstattung unterstellt.

Tristan Brenn, Chefredaktor TV: «In einer onlinegetriebenen Medienlandschaft, die dem Publikum trotz immer neuen Angeboten den Durchblick eher erschwert als erleichtert, möchten wir uns noch stärker durch Einordnung profilieren. Diese Strategie verfolgen wir bei ‚Tagesschau‘ und ‚10vor10‘ schon länger. Mit der Gründung einer Fachredaktion Wirtschaft wollen wir unser Know-how in dieser komplexen Thematik noch stärker zum Tragen bringen.»

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Tobias Bosshard (links) und Reto Gerber

Bund-Redaktion drängte auf Absetzung

Ganz freiwillig erfolgte der Abgang des Chefredaktors Artur Vogel beim Bund nicht, schreibt die Medienwoche. Die Bund-Redaktion habe in den vergangenen Monaten auf eine Absetzung ihres Chefs gedrängt.

Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer sagte auf Anfrage der Medienwoche, Vogel habe die Leitung «auf eigenen Wunsch» abgegeben. Ob ihm der Verlag diesen Schritt nahe gelegt hat, dazu schweige Zimmer aber.

Vogel widerspreche dieser Version vehement, doch mehrere unabhängig voneinander befragte Bund-Mitarbeiter würden übereinstimmend sagen: Ohne die Protestnoten der Redaktion wäre Vogel weiter im Amt geblieben, weil der Verlag gar nie erfahren hätte, wie es um die Leitung des Traditionsblatts wirklich steht.

Für die Bund-Redaktion entwickelte sich das Verhalten Vogels anscheinend zunehmend zur Hypothek. Das grösste Problem war laut Medienwoche-Artikel die extensive Reiserei des Chefredaktors. Weil er regelmässig längere Zeit abwesend gewesen sei, verlor Vogler zunehmend den Draht zur Redaktion. Das führte dazu, dass sein Handeln zu wenig im täglichen Redaktionsgeschäft verankert war. Die Mitarbeitenden bekundeten zunehmend Mühe, Vogels Entscheide zu verstehen. Die Umstände, die zu Vogels Abgang geführt haben, würden intern gar als «Palastrevolution» bezeichnet. 

Ein weiteres Problem war dem Artikel zufolge Vogels schreiberisches Defizit in der Tagespolitik. So hielt er es nicht für nötig, die letzten Wahlen sowohl auf Gemeinde-, Kantons-, wie auch auf Bundesebene zu kommentieren. «Es war schon immer mein Prinzip, dass ich diejenigen kommentieren lasse, die mehr von der Sache verstehen als ich», wird Vogel zitiert. 

Verstärkung für die Kreation von Serviceplan

Serviceplan erhält Zuwachs: Neu zum Team stösst als Creative Director Raul Serrat, der zusammen mit Christian Sommer die Leitung der Kreation übernehmen wird. Mitgründer Sacha Moser hat die Agentur aus gesundheitlichen Gründen verlassen.

Christian Sommer, der seit der Lancierung als Creative Director das kreative Produkt der Agentur entscheidend mitgeprägt hat, leitet ab sofort die Kreationsabteilung – bald gemeinsam mit Raul Serrat, der seine Tätigkeit für Serviceplan Suisse per Ende August aufnehmen wird. In den letzten 15 Jahren arbeitete Serrat als Art Director und Creative Director in Agenturen wie Publicis, Spillmann/Felser/Leo Burnett und Wirz Werbung.

Sacha Moser, der die Leitung der Kreation seit der Gründung der Agentur innehatte, musste krankheitsbedingt bereits kürzertreten und hat die Agentur nun aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Sacha Moser dazu: «Ich bedaure diesen radikalen Schritt ausserordentlich. Er entspricht in keiner Weise der ursprünglichen Absicht und den gemeinsam mit Christian Baertschi gehegten Plänen. In der kurzen Zeit unserer Zusammenarbeit haben wir uns beruflich wie privat schätzen gelernt. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit konnten wir in kurzer Zeit eine innovative Agentur aufbauen und mit dem Vertrauen unserer Kunden bereits erfolgreiche und ausgezeichnete Arbeiten kreieren. Ich bin überzeugt, dass mit diesem Team in Zukunft viele grosse Erfolge gefeiert werden können.»

Die Agentur wird wie bis anhin durch Christian Baertschi als Mitgründer und Managing Partner, sowie neu durch Christian Sommer und Raul Serrat geführt.
 

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Christian Sommer, Christian Baertschi und Raul Serrat (v.l.n.r.)

Eine Zeitung muss den Kritisierten immer anhören

Darf eine Zeitung darauf verzichten, eine Person zu Wort kommen zu lassen, gegen die sie schwere Anschuldigungen erhebt? Nein, meint der Presserat anlässlich eines an ihn gelangten Spitalskandals im Wallis von 2013.

Selbst wenn die Zeitung den Vorgesetzten der Person befragt hat und einige Wochen nach den Artikeln über die Stellungnahme dieser Person bei einer Pressekonferenz berichtete, kann sie nicht darauf verzichten. Das Gebot der Anhörung bei schweren Vorwürfen ist in jedem Fall zu respektieren, schreibt der Presserat in einer Mitteilung vom Freitag.

Im August 2013 publizierte die Walliser Zeitung «Le Nouvelliste» zwei kritische Artikel über Vincent Bettschart, Arzt am Spital Sion. Darin berichtete sie über den Tod mehrerer Patienten nach Operationen von Bettschart. Die Informationen für den ersten Artikel stammten aus dem Satireblatt «Vigousse». Im zweiten Artikel berichtete «Le Nouvelliste» über einen neuen Todesfall nach einer Operation und zitiert im Wesentlichen anonyme Quellen.

Bettschart gelangte an den Schweizer Presserat. Er sah mehrere Prinzipien des Journalistenkodex verletzt: die Wahrheitspflicht, Quellenbearbeitung, Anhörung bei schweren Vorwürfen und die Unschuldsvermutung.

Der Presserat hält in seinem Entscheid fest, dass «Le Nouvelliste» die verfügbaren Informationen korrekt behandelt hat, indem er versuchte, diese zu überprüfen. Anonyme Quellen zu nennen war angesichts des zerrütteten Klimas innerhalb des Gesundheitsnetzes
Wallis, dessen jüngste Geschichte von Vorfällen und Skandalen geprägt ist, gerechtfertigt. Der Presserat erinnert daran, dass eine Zeitung nicht verpflichtet ist, die ganze Vorgeschichte einer Affäre, die regelmässig von sich reden macht, zu wiederholen. Sie darf auch den Namen einer bekannten Persönlichkeit wie Vincent Bettschart nennen. Denn der Arzt war ja Thema des Artikels.

Hingegen hätte «Le Nouvelliste» den Beschwerdeführer zu den schweren Vorwürfen anhören müssen oder dies zumindest versuchen. Die Redaktion kann sich weder darauf berufen, sie habe den Präsidenten des Verwaltungsrats und die zuständige Regierungsrätin befragt, noch darauf, sie habe Bettschart einige Wochen darauf zu Wort kommen lassen. 

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