NZZ Netz: «Business Class» für Targeting-Kampagnen

NZZ-Netz und Moneyhouse haben ihre Kräfte gebündelt und bieten in der Deutschschweiz, Westschweiz und im Tessin ein Premium-Targeting mit einer hoher Reichweite an: «Business Class».

Insgesamt vier Millionen Mal im Monat werden die NZZ-Netz-Plattformen NZZ.ch, luzernerzeitung.ch, tagblatt.ch sowie Nordwestschweiz-Netz und moneyhouse.ch besucht, heisst es in einer NZZ-Mitteilung. Das neue Angebot kombiniere qualitativ hochwertige Business- und News-Umfelder mit fortschrittlichsten Targeting-Massnahmen. Die grosse Stärke von «Business Class» seien die gesamten Daten von NZZ-Netz und Moneyhouse, auf denen das neue Targeting-Produkt aufbaut. Die Informationen werden für gezielte Online-Kampagnen intelligent verknüpft: Auftraggeber oder Agenturen haben die Wahl zwischen vordefinierten Targeting-Klassen, wie KMU, B2B, Entscheider, IT-/Digital oder Immobilien, oder individuell zusammengestellten Targeting-Kriterien, welche auf die Kampagnenziele massgeschneidert werden.

 

Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen bei den Konsumenten abschneiden.

Bei der Awareness liegt die UBS-Anzeige von Publicis vorne, dicht gefolgt von der Anzeige für die Migros von Advico Y&R und gleichauf auf dem dritten Platz der Anzeige für die Bank Coop von Ruf Lanz und dem Selfie- Sujet von Rod für die SBB. Beim Kriterium Uniqueness punktet das transparente Sujet der Bank Coop vor den Floralp-Gangster-Brötli von Leo Burnett Schweiz und dem Sujet für den Tages- Anzeiger von Wirz. Beim Kriterium Brand Fit holen wieder die Gangster-Brötli den Pokal, gefolgt vom Sujet von Inhalt & Form für SportXX und den SBB-Selfies. Bei der Likeability sind abermals die Floralp-Brötli obenauf, gefolgt vom Outdoor-Sujet von SportXX und dem Sujet der Bank Coop.

Der Impact Check der Werbewoche, September 2014 (PDF)
Detaillierte Ergebnisse (PDF)

Die Quadratur des Kreises

Der Spielfilm «Der Kreis» von Stefan Haupt und den Produzenten Ivan Madeo und Urs Frey wird von der Schweiz offiziell in das Rennen um den Oscar geschickt. Damit gibt es nicht nur auf der Leinwand, sondern auch bei der Zürcher Contrast Film ein Happy End. Ivan Madeo über das wahre Kinowunder.

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Der Film erzählt die wahre Liebesgeschichte von Ernst Ostertag und Röbi Rapp. Die zwei Männer haben sich vor fast 60 Jahren in Zürich in der legendären Homosexuellenorganisation «Der Kreis» getroffen und dort gelernt, für ihre Rechte zu kämpfen.

WW: Der Schweizer Spielfilm «Der Kreis» feierte im Februar 2014 an den Internationalen Filmfestspielen in Berlin Premiere und gewann dort neben dem Teddy-Award auch den grossen Publikumspreis. In der Schweiz kommt der Film erst jetzt ins Kino. Steckt hinter diesem Zuwarten eine bewusste Strategie?
Ivan Madeo: Bei Filmen, die einen künstlerischen Wert und damit verbunden auch Festivalqualitäten haben, gehört es bei den meisten Produzenten zum Konzept, dass man vor dem Kinostart versucht, Festivalauszeichnungen zu gewinnen. Ein oder mehrere so genannte «Laurels» auf dem Plakat helfen bei der Kino-Promotion. Bei uns war die Strategie insofern speziell, weil wir mit dem fertigen Film ein Dreivierteljahr zuwarten mussten. Das war ein Entscheid unseres Schweizer Verleihers. Ascot-Elite hatte unserem Film eine grosse Festivalchance zugesprochen und spekulierte von Beginn weg auf mehrere Preise. Dieser Mut hat sich gelohnt. «Der Kreis» wurde bis heute weltweit an 72 Festivals eingeladen und hat bei dieser Welttournee mehrere Preise gewonnen. Es hätte aber auch anders kommen können. Doch mit gleich zwei Preisen zum Start, darunter dem Publikumspreis an der Berlinale, hat unser Vorhaben den perfekten Anschub bekommen.

Seid ihr an all diesen Festivals persönlich präsent?
Unser Film wurde seit der Berlinale durchschnittlich jeden Monat an fünf Festivals eingeladen, da kann man unmöglich überall dabei sein. Unser Regisseur Stefan Haupt versucht, die wichtigsten Wettbewerbe zu besuchen. Und wenn zwei wichtige Festivals gleichzeitig stattfinden, springen Urs Frey und ich auch mal ein.

Turin und auch ein paar andere sind «Gay-Festivals ». Wie war die Akzeptanz bei«normalen» Wettbewerben? Der Film berührt ja alle.
Ja, zu unserem grossen Glück. Aber das konnten wir nicht von Beginn weg wissen. Die erste grosse Überraschung war an der Berlinale. Dort haben wir nicht nur den «Gay Oscar» mit dem Teddy-Award gewonnen, sondern auch den grossen Publikumspreis. 31 000 Besucher des Festivals durften jurieren, unser Film hat von allen Werken die besten Noten bekommen. Da wussten wir: Irgendwie hat «Der Kreis» etwas, das in der Breite funktionieren kann. Dann folgten das Seattle International Film Festival, das Festroia Filmfestival Setubal in Portugal und das Montreal World Film Festival, alles bekannte Arthouse Festivals, oder das Chicago Film Festival, wo die grossen internationalen Filme präsentiert werden. Da realisierten wir, dass «Der Kreis» nicht nur im deutschen Sprachraum funktioniert, sondern global. Inzwischen sind wir auf allen Kontinenten präsent und konnten den Film auch erstaunlich gut verkaufen. Bis jetzt haben wir Verträge mit 16 Ländern abschliessen können. Von Asien über Europa, Nord- und Mittelamerika ist alles dabei.

Was muss man sich da im finanziellen Bereich vorstellen: Bedeuten 16 Verkäufe bereits das grosse Geschäft?
Das kann man jetzt noch nicht sagen. Es ist sicher schon mal ein Zeichen dafür, dass es ein Geschäft werden könnte. Es ist doch eher aussergewöhnlich, dass ein Schweizer Film in 16 Länder verkauft wird – und dies in so kurzer Zeit. Für all diese Verkäufe bekommen wir von den Verleihern so genannte Minimum-Garantien. Abgerechnet nach Prozenten am Nettoerlös wird erst nach der Auswertung im jeweiligen Land. Das Geld bekommen wir somit frühestens im Folgejahr. Im 2014 kommt «Der Kreis» erst in der Schweiz, in Deutschland, Polen und in den USA in die Kinos.

Alles in allem: das grosse Happy End für den Produzenten Contrast Film?
Das grosse Happy End wäre, wenn wir in der Schweiz ab dieser Woche volle Kinosäle hätten. 

Acht Jahre hat der Kampf für diesen Film gedauert. Was war der tiefste Punkt?
Es gab mehrere Momente, wo wir wirklich am Boden waren und dachten: Jetzt stehen wir nicht mehr auf – trotz allen Rettungsplänen und kreativen Ideen für eine alternative Finanzierung. Ganz schlimm war, als wir zum zweiten Mal eine Absage von der Eidgenössischen Filmförderung zur Kenntnis nehmen mussten. Das BAK hatte uns ja zu Beginn des Projekts bei der Entwicklung des Drehbuchs unterstützt. Auch für die Herstellung des Films, als «Der Kreis» noch als reiner Spielfilm in Koproduktion mit Deutschland konzipiert war, wurde uns eine stattliche Summe von 650 000 Franken zugesprochen. Dann hat aber die Filmförderung in Deutschland nicht mitgespielt, womit auch die Zusagen in der Schweiz hinfällig wurden. Man hat uns also «den Speck durch das Maul gezogen», aber dann zweimal hintereinander gesagt: «Wir glauben nicht an den Film.» Da haben wir die Welt nicht mehr verstanden, denn in den Anfängen hatte es ja völlig anders getönt. Wir haben jeweils versucht, unsere Argumente neu auf den Tisch zu legen, wieso dieser Film die anfangs versprochene Förderung nach wie vor verdiente. Aber es gab jedes Mal noch absurdere Absagegründe. Irgendwann kommt der Punkt, wo man das Nein akzeptieren muss. Wir waren dann aber wirklich ganz am Boden. Trotzdem haben Regisseur Stefan Haupt, mein Geschäftspartner Urs Frey und ich gedacht: Das darf nicht sein. Und so kamen wir auf die Idee eines Fundraising-Marathons.

Die Werbewoche hat darüber berichtet. Die unkonventionelle Idee hat einiges an Geldern generiert?
Zum Glück hat die Aktion einiges gebracht. Natürlich nicht die entgangenen 650 000 Franken, aber immerhin 285 000. Eine gewaltige Summe, nur durch «Klinkenputzen». Das reichte, zusammen mit der Unterstützung von SRF, Zürcher Filmstiftung und anderen Förderern, um die Produktion mit einer Mindestfinanzierung zu starten.

Aber selbst in dieser Phase gab es noch einmal einen Dämpfer. Der Zürcher Gastronom Fred Tschanz wollte ein Benefiz-Dinner für euren Film organisieren?
Der «Gastrokönig von Zürich» hat uns im 2012 überraschend angesprochen. Er erklärte, dass er «überhaupt nicht schwul» sei, aber diesen Film für Zürich als sehr wertvoll erachte. Er wollte für uns «ein paar wichtige Leute» zu einem Fundraising- Dinner zusammentrommeln. Drei Wochen vor dem geplanten Termin ist Fred Tschanz überraschend gestorben. Da wollten wir natürlich nicht pietätlos sein und seine trauernden Freunde in dieser Situation noch um Geld angehen. Das hat nicht gepasst. Wir haben später ein solches Dinner selber auf die Beine gestellt, allerdings mit vorwiegend anderen Kontakten und einem viel kleineren Fundraising-Resultat.

Wie reagieren die Förderstellen inzwischen auf euren Erfolg?
Das wäre schön zu wissen. Aber es hat uns sehr gefreut, dass uns das Bundesamt für Kultur in einem persönlichen Brief gratuliert hat, als unser Film in Berlin ins «Panorama» aufgenommen wurde, einer sehr schwierig zu knackenden Sektion bei diesem Festival.

Mit Succès Cinéma gibt es jetzt aber nachträglich Geld?
Für jeden Schweizer Film, der im Kino läuft, gibt es eine Gutschrift, die nach der Anzahl der Besucher berechnet wird. Dieses Geld muss belegbar in einen nächsten Film investiert werden. Das ist eine Förderung basierend auf dem Erfolg an der Kinokasse. Diese Gutschrift werden wir aber frühestens im 2015 einlösen können.

Aber man kann heute schon sagen: Dank dem «Kreis» ist eure Contrast Film innert kürzester Zeit zu einer etablierten Produktion geworden. Ihr dreht ja bereits wieder einen Spielfilm mit einem Budget von über zwei Millionen.
Ja, aber das hat mit dem Erfolg von «Der Kreis» noch nichts zu tun. Nach dem aktuellen Episoden-Kinofilm «Heimatland», noch ohne Succès-Gelder finanziert, folgen der lang erwartete Kinospielfilm «Stürm – bis ich tot bin oder frei» über das Leben des legendären Ein- und Ausbrecherkönigs der Nation sowie der Kinospielfilm «Waffenläufer», die Verfilmung der dramatischen Geschichte des talentierten Läufers und Serientäters Jonas Fischer. Das sind die Filme, die bei uns am weitesten fortgeschritten sind und die wir ziemlich sicher realisieren können. Interessanterweise alles Filme, die auf wahren Begebenheiten basieren. Weitere Kinodokfilme und Kinospielfilme sind in Entwicklung. Aber um darüber zu berichten, ist es noch zu früh. Unser Schaffen hat jedoch einen Rhythmus bekommen, mit dem wir hoffen können, dass die Produktion Bestand hat. Aber von möglichen Flops ist keine Filmproduktion gefeit. Das Film-Business ist verrückt.

Und das Verrückte geht weiter: «Der Kreis» ist soeben als offizieller Schweizer Beitrag für den Oscar auserkoren worden.
Ja, «Der Kreis» ist der Hoffnungsträger der Schweiz. Mal schauen, was jetzt passiert.

Was könnt ihr zu einem möglichen Erfolg beitragen?
Wir sind bereits daran, mit unserem amerikanischen Verleiher eine Strategie zu entwickeln. Es ist natürlich ein grosser Vorteil, dass wir in den USA bereits im Markt sind. Wir haben im Einzugsgebiet der Academy schon mehrere Festivals hinter uns. In San Francisco wurde «Der Kreis» in einer umjubelten Vorstellung in einem ausverkauften Grosskino vor 1500 Leuten gezeigt, in L.A. haben wir den Grand Jury Award gewonnen. Und Experten sagen, dass wir keine schlechten Karten haben, weil das Thema eine weltweit aktuelle Relevanz hat.

Die Nomination für den Oscar ist gekoppelt mit 60 000 Franken von verschiedenen Fördergremien in der Schweiz. Was lässt sich mit einem solchen Marketing-Budget in Hollywood ausrichten?
Wir haben soeben einen Publicist in Los Angeles engagiert. Seine Arbeit wird sein, Academy- Mitglieder als Opinion Leader und Voter zu gewinnen. Er wird Werbung schalten mit Inseraten, Plakaten und Bannern, aber auch «special screenings» und Events in New York, Chicago und Los Angeles organisieren, damit Regisseur Stefan Haupt und unser Film bekannter werden. Denn das Wichtigste ist, dass man die stimmberechtigten Academy-Mitglieder zuerst einmal erreicht, dann dazu bringt, den Film zu schauen, und schliesslich auch für sich gewinnt.

Wie wird ein solcher Publicist ausgewählt?
Es gibt verschiedene PR-Profis, die in Hollywood auf Oscar-Kampagnen spezialisiert sind. Wir haben geschaut, welche bis jetzt am meisten Oscars gewonnen haben. Aber die Besten sind natürlich auch die Teuersten. Wichtig ist auch, wer in welcher Oscar- Kategorie am besten vernetzt ist. Wer kann auch amerikanische Promis, die an der schwul-lesbischen Thematik interessiert sind, an Bord holen? Im Idealfall gewinnen wir Hollywood-Stars als Ambassadoren.

Sie waren früher selber Werber, zum Beispiel bei der heutigen Havas und bei Publicis Zürich. Was sind Ihre Ideen für den «Kreis» in Hollywood?
Unsere Oscar-Kampagne wird im Grunde wie jede erfolgreiche Werbekampagne strukturiert sein, nach dem uralten AIDA-Modell: Attention, Interest, Desire, Action. Die Liebesbotschaft des Films dient uns als kreativer Wegweiser. Für die 360°-Kampagne werden wir in den diversen Phasen TV-Spots, Trailer, Screenings, Poster, Web-Banner, Mailings, Events und Facebook-Kampagnen einsetzen. Und alles Step by Step auf die diversen Selektionsstufen des Wettbewerbs hin terminiert: Im Moment sind wir für den «Besten fremdsprachigen Film» noch im Rennen gegen 77 Filme aus aller Welt. Bis Anfang Januar werden die Top 15 bestimmt, Ende Januar die Top 5. Das ist für uns aber noch «sehr Fantasy».

Interview: Andreas Panzeri

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Ivan Madeo (o. l.) mit Regisseur Stefan Haupt, den Darstellern in der Mitte und Urs Frey in Berlin. Madeo und Frey stammen beide aus der Werbung. Ivan Madeo war über zehn Jahre Konzepter, Texter und Filmverantwortlicher bei Grossagenturen in der Schweiz, Italien und Deutschland, darunter bei Y&R Group Switzerland, McCann-Erickson Milano, Draftfcb-Lowe Group Zürich, Euro RSCG Zürich und Publicis Schweiz. Urs Frey war Inhaber und Regisseur bei Twin Productions. Heute leiten die beiden zusammen die Contrast Film.

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Bis heute wurde «Der Kreis» an 72 Festivals weltweit eingeladen. Preise gab es u. a. in Berlin, Turin, im portugiesischen Setubal. In Berlin durften Stefan Haupt und Ivan Madeo auch noch den grossen Publikumspreis feiern (v.l.).

Grosse Nachfrage bei Dialog-Marketing-Messe in Zürich

Die neue Messe kommt gut an: Zahlreiche namhafte Unternehmen haben bereits ihre Standflächen an der DMM Dialog-Marketing-Messe gebucht.

Am 15. und 16. April 2015 werden sie das Fachpublikum an ihren Ständen und im begleitenden Vortragsprogramm der Messe über aktuelle Produkte und Trends im Dialog- und Direct-Marketing informieren. Bis zum 30. September 2014 können interessierte Unternehmen ihre Standfläche noch zum Frühbucherpreis buchen. Bereits jetzt sind mehr als 50 Prozent der verfügbaren Ausstellungsfläche belegt, heisst es in einer DMM-Mitteilung der DMM. «Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Post und dem Schweizer Dialogmarketing Verband von Anfang an zwei so starke Partner an unserer Seite hatten», sagt Brigitte Sebald, Projektleiterin der DMM Dialog-Marketing-Messe beim Veranstalter børding messe. Unter anderem werden DHL Global Mail Schweiz, Canon, Künzler Bachmann, Swiss Direct Marketing, Baumer, Funke Lettershop und Paul + Paul mit Ständen an der Messe präsent sein.

Vortragsprogramm begleitet die Ausstellung

Ein umfangreiches Vortragsprogramm ergänzt an der DMM Dialog-Marketing-Messe die Standpräsentationen der Aussteller. Darin kommen Aussteller der Messe und eingeladene Experten zu Wort. Wie bei der Schwestermesse Swiss Online Marketing sind die Vortragsbereiche an der DMM Dialog-Marketing Messe in die Ausstellungsfläche integriert.
Dreissig Minuten hat jeder Vortragende dafür, den Fachbesuchern einen aktuellen Trend zu erläutern, ein Best-Practice-Beispiel vorzustellen oder gemeinsam mit Experten eine kontroverse Fragestellung zu diskutieren.. Grundsätzlich haben alle Aussteller der DMM Dialog-Marketing-Messe die Möglichkeit, einen Vortrag zu buchen – wenn sie schnell genug sind. «Da die Vortrags-Slots nur begrenzt verfügbar und sehr begehrt sind, werden sie nach der Reihenfolge des Buchungseingangs vergeben, bis alle Slots belegt sind», so Sebald.

Offene Übergänge zur Swiss Online Marketing

Die DMM Dialog-Marketing-Messe findet zeitgleich und mit offenen Übergängen zu den Fachmessen Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo statt. Zudem ist sie Teil des CXO-Day am 15. April, unter dessen Dach sechs Fachmessen in der Messe Zürich über Führungsthemen, Marketingstrategien und -trends, Kundendialog, Vertriebsinnovationen, Business Software für mehr Unternehmenseffektivität und betriebliche Gesundheitslösungen informieren.

Weitere Informationen zur DMM Dialog-Marketing-Messe finden Sie unter Dialog-marketing-messe.ch.
 

Media Talents Award für Mediaplanung

Am Dienstag wurde zum dritten Mal der Media Talents Award im Kaufleuten Zürich verliehen.

Media Talents ist der Schweizer Award für herausragende Mediaplanung. Initianten und Träger sind Tamedia und BSW Leading Swiss Agencies. 18 Mediaplanerinnen und -planer aus verschiedenen Agenturen haben sich angemeldet und nahmen die Herausforderung an. In nur 8,5 Stunden erarbeiteten sie eine praxisnahe Mediastrategie und Mediaplanung zu einem vorgegebenen Case.

Am Dienstag, 23. September 2014 präsentierten die Teilnehmenden das Ergebnis vor einer namhaften Jury. Anschliessend fand im Kaufleuten Zürich der Prämierungsanlass statt. Moderator Julian Thorner vom Social TV Joiz führte die Gäste, die mit Spannung die Prämierung erwarteten, durch den Abend. Das Siegerteam «Media Panda» gewann einen zweitätigen Aufenthalt in Kopenhagen und einen Besuch bei MetroXpress Denmark SA.

Media Talents Award 2014 Gewinnerteam «Media Panda»:
– Alessandra Pontrandolfo, PHD Schweiz
– Stefan Lohrer, Zenith Optimedia
– Yannick Desbonnes, Mindshare

Tony Card zahlt jetzt sekundenschnell

Saatchi & Saatchi Zürich geht mit Tony Card in die zweite Runde. Die Fortsetzung der Kampagne für die Interessengemeinschaft der Schweizer Kartenanbieter demonstriert: Karte statt Cash geht jetzt auch kontaktlos.

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Vor einem Jahr hat Saatchi & Saatchi ihren neuen Helden erstmals auftreten lassen. Mit drei TV-Spots sowie ein paar witzigen Internetfilmen wurde die smarte Identifikationsfigur Tony Card aufgebaut und sehr schnell populär gemacht. Seine Botschaft: Die Leute in der Schweiz sollen mehr mit Karte bezahlen. Ein Swift vom Bargeld zur bargeldlosen Zahlung ist nicht nur von den Kartenanbietern hinter der Kampagne erwünscht, sondern auch von der Wirtschaft, denn die Logistik rund um die Tonnen von Münzen, welche die Schweizer in Europa rekordverdächtig mit sich herumschleppen, ist für Detailhändler, Verkehrsbetriebe und andere Unternehmen sehr teuer. Die Aufklärungsarbeit von Tony Cash wurde seither von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) kontinuierlich verfolgt und analysiert. Dabei konnte ein klarer Zusammenhang hergestellt werden, dass Leute, welche die Kampagne kennen, inzwischen viel öfter mit Karte bezahlen. Auch bei den beteiligten Kartenanbietern wie Visa, Mastercard und American Express ist man mit Tony Card zufrieden. «Es zeichnet sich nachweislich ein Trend sowohl bei der Verhaltensänderung als auch der Kartennutzung als Zahlungsmittel im Alltag ab», weiss Pascal Schaub, Managing & Strategy Director bei Saatchi & Saatchi Zürich.

Jetzt geht es noch schneller

Mit der zweiten Stufe der Kampagne soll jetzt auch noch der durchschnittliche Bezahlbetrag gesenkt werden. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Technik, die bereits eine neue Generation von Zahlterminals zur Verfügung stellt. «Karte statt Cash geht auch kontaktlos», heisst die neue Errungenschaft und damit auch die Message der neuen Kampagne. Diese zeigt, wie bargeldloses Bezahlen heute nicht nur einfach, sondern sogar im Handumdrehen klappt – «genauer in weniger als drei Sekunden». Terminals mit dem markanten Kontaktlossymbol trifft man mittlerweile fast überall im Schweizer Detailhandel an. Tony Card nimmt dies zum Anlass, die Vorteile des kontaktlosen Zahlens auf seine Weise aufzuzeigen. In den fünf neuen TV-Spots aus der Produktion von Shining Pictures dreht sich alles rund um die Schnelligkeit vom kontaktlosen Zahlen. In alltäglichen Zahlsituationen mit kleinen Beträgen zeigt Tony Card auf, wie simpel das geht. Dabei bekommt der Protagonist der Cashless-Kampagne tatkräftige Unterstützung von seiner Oma und seinem Hund Tyson. Überraschungsmomente inklusive. «Lernen mit Aha-Effekt», meinen die beiden CDs Felix Freese und Frédéric Nogier zum Konzept ihrer Filme. Diese sind sehr kurz, können dafür viel öfter eingesetzt werden, denn «es braucht mehrere Anläufe, bis das Verhalten geändert wird». Begleitet wird die TV-Kampagne von einem Quiz auf cashless.ch, in dem sich noch bis Ende Oktober alles um das sekundenschnelle Zahlen dreht. Wie schon beim Launch vor einem Jahr wird die Offensive unterstützt von der PR-Agentur C-Matrix Communications, die das Thema auch wirtschaftspolitisch aufbereitet und medial begleitet.
 
Andreas Panzeri

Mach: Weit weg von netten Scheinwelten

«Ehrliche Alltagssituationen statt ewig lächelnde Menschen». Unter diesem Motto haben die Kreativen der Mach Corporate & Werbung eine neue Kampagne für die Aquilana Versicherung erarbeitet.

Die Kampagne setzt auf Alltäglichkeit und präsentiert die Aquilana Versicherung als starke, solide Krankenkasse. Mit Plakaten, Inseraten und Online-Auftritten stellt sich die neue Kampagne im Stammmarkt Aargau und Zürich vor. Die neuen Werbesujets von Aquilana übermitteln ihre Botschaften sowohl im Image- wie auch im Produktbereich und können daher vielseitig angewendet werden.

Gestartet wurde mit der neuen Kampagne im Frühjahr 2014. Online wird die Kampagne ab Oktober 2014 als Werbebanner zu sehen sein. Die Botschaft bleibt dabei stets bestehen: «Die Aquilana Versicherungen sind ein aufmerksamer, kompetenter und naher Partner für ihre Kunden.»

Verantwortlich bei Mach Corporate & Werbung: Sandra Elbardan (Art Direction), Dano Dreyer, Caroline Abild, Mavis Clarisse (Beratung & Konzeption).
 

Dominanz des TV ist ungebrochen

Welche Rolle spielen die Medien im Alltag der Menschen? Der Freizeit-Monitor der Stiftung für Zukunftsfragen untersucht seit mehr als einem Vierteljahrhundert systematisch das Freizeitverhalten der Deutschen und gibt daher interessante Hinweise zur Beantwortung dieser Frage.

Er erlaubt zudem wertvolle Einblicke dahingehend, wie sich der Stellenwert verschiedener Medien im Zeitverlauf verändert hat. Die aktuelle Untersuchung zeigt: Während sich bei vielen Mediengattungen Veränderungen feststellen lassen, ist die Dominanz des Fernsehens im Alltag der Konsumenten weiterhin ungebrochen.

Um ein genaues Verständnis des Freizeitverhaltens zu erlangen, haben die Marktforscher der GfK im Auftrag der Stiftung für Zukunftsfragen mehr als 4000 deutsche Konsumenten ab 14 Jahren persönlich befragt. Der Untersuchung zufolge haben die Verbraucher im Schnitt an Werktagen 3 Stunden und 56 Minuten Freizeit. Über den Umfang des Freizeit-Budgets entscheiden nicht vorrangig Faktoren wie Geschlecht oder Einkommen, sondern fast ausschliesslich die Lebensphase. Am meisten freie Zeit, in der sie tun und lassen können, was ihnen gefällt, haben Ruheständler (5h:10m) und Jugendliche (4h:13m), am wenigsten Familien mit Kindern (2h:54m). Insgesamt hat die tägliche freie Zeit gegenüber dem Vorjahr leicht um 7 Minuten abgenommen. Ein genauerer Blick auf das Freizeitverhalten macht deutlich, wie sehr die Medien den Freizeitalltag der Konsumenten prägen: Sechs der zehn häufigsten Freizeitbeschäftigungen sind Medienaktivitäten.Bei der Generation unter 30 Jahren sind sogar die neun häufigsten Aktivitäten durch die Medien bestimmt.

Und während mediale Aktivitäten im 10-Jahresvergleich an Bedeutung gewonnen haben, haben soziale Aktivitäten – z. B. gemeinsame Unternehmungen mit Freunden – verloren. Welcher Stellenwert kommt nun den einzelnen Medien zu? Der Studie nach ist die Dominanz des TV ungebrochen: 97 Prozent der Konsumenten sehen wenigstens einmal pro Woche fern, mehr als zwei Drittel sogar täglich. Damit belegt das TV seit einem Vierteljahrhundert, d. h. zum 25. Mal hintereinander, den ersten Platz. Der 5-Jahresvergleich zeigt zudem, dass die TV-Nutzung konstant geblieben ist (+/-0%). Damit liegt die TV-Nutzung bereits recht deutlich vor den zweit- und drittplatzierten Medienbetätigungen, dem Radiohören (90%/+1%) und Telefonieren per Festnetz (87%/-4%). Noch grösser ist der Abstand zum Lesen von Zeitungen und Zeitschriften, etwa drei von vier Konsumenten (73%/-6%) gehen dieser Betätigung mindestens einmal pro Woche nach. Die regelmässige Nutzung des Internets hat gegenüber 2009 mit 23 Prozent zwar deutlich zugenommen, insgesamt nutzen es in der Freizeit jedoch weiterhin «nur» 71 Prozent. Analysiert man die TV-Nutzung weiter, zeigt sich, dass es dem Fernsehen wie keinem anderen Medium gelingt, alle zu binden. Egal ob Mann oder Frau, Stadt- oder Landbewohner, arm oder reich – für alle ist der TV-Konsum die regelmässigste Freizeitaktivität. Auch in beinahe allen Lebensphasen ist das Fernsehen die Top-Freizeitbeschäftigung. Bei den Singles (95% mindestens einmal pro Woche), Paaren (99%), Familien (96%) und Senioren (98%) führt das TV die Rangliste an. Aber auch die erwartungsgemäss sehr internetund mobilaffinen Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehen sehr regelmässig fern: 96 bzw. 92 Prozent von ihnen schauen mindestens einmal in der Woche TV, damit liegt das Fernsehen in diesen Gruppen auf Rang zwei bzw. drei der häufigsten Freizeitbeschäftigungen.

Clemens Koob

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Key Facts

– Im Schnitt haben die Konsumenten an Werktagen 3h:56m Freizeit.
– 6 der 10 häufigsten Freizeitbeschäftigungen sind Medienaktivitäten.
– Auf Rang 1 aller Freizeitaktivitäten liegt seit 25 Jahren das TV: 97 Prozent der Konsumenten sehen mindestens einmal pro Woche fern (+/-0% ggü. 2009).
– Auf den weiteren Rängen folgen Radio (90%/+1%), Festnetztelefonie (87%/-4%), Zeitungen/Zeitschriften lesen (73%/ -6%) und das Internet (71%/+23%).
– TV schafft es wie kein anderes Medium, alle zu binden – egal ob Mann oder Frau, Stadt- oder Landbewohner, arm oder reich. Auch Jugendliche und junge Erwachsene sehen regelmässig fern (96%/92% mindestens wöchentlich).
 

Bei JUMBO wird renoviert

Alpha 245 hat für den Schweizer Baumarkt JUMBO einen neuen Markenauftritt entwickelt, begleitet von einer breiten Kommunikationsoffensive.

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Das bisherige Gelb wurde durch die Farbe Blau ersetzt. Die Plakate können gleichzeitig im Bereich Image wie Abverkauf eingesetzt werden. Aktuell hängen sie mit grossem Werbedruck in der ganzen Schweiz.

Seit 1982 gibt es den Schweizer Baumarkt JUMBO. Begonnen hat es mit einer Traglufthalle in Dietlikon, in der bereits vieles rund um Renovierungs-, Verbesserungs- und Verschönerungsprojekte im Haus angeboten wurde. Seither hat sich JUMBO zu einer der grössten Baumarkt-Ketten der Schweiz entwickelt. Diese renoviert und verschönert jetzt den eigenen Kommunikationsauftritt. Auf der Suche nach einem neuen Markenauftritt wurden Anfang 2014 vier Agenturen zu einem Pitch geladen. Nach mehreren Runden hat sich Alpha 245 durchgesetzt und wurde mit der Aufgabe betraut, das Corporate Design sowie alle Kommunikationsmittel von Grund auf zu erneuern. «Nicht verzichten wollte man im neuen Look aber auf das bekannte JUMBO-Rüsseltier», erklärt Patrick Senn von Alpha 245. Die seit den Anfängen blaue Farbe des Elefanten wurde sogar als neue Grundfarbe für das ganze Erscheinungsbild gewählt. Früher war das noch Gelb. «Mit dem Besetzen der Farbe Blau können wir uns klar von den anderen Baumärkten in der Schweiz abgrenzen», meint Pam Hügli, gesamtverantwortlich bei Alpha 245. Die neue Schrift für die Werbemittel wirkt wie mit einem Farbroller aufgetragen und soll den «Do it yourself»-Charakter unterstreichen. Eine solch schnell erkennbare Charakteristik drängte sich auf, seit immer mehr Baumärkte aus dem In- und Ausland den Markt in der Schweiz un- ter sich aufteilen wollen. JUMBO positioniert sich in diesem Umfeld als Fachmarkt, der für Gelegenheitsanpacker bis zum ambitionierten Heimwerker alles bietet. Als 100-prozentige Tochter der Maus Frères Holding in Genf betreibt JUMBO bis jetzt 41 Filialen. Diese werden nun schrittweise neu gebrandet und umgerüstet. «Im Verlauf dieser Arbeit gilt es unzählige Details auch im Bereich POS zu entwickeln, zu gestalten und auszuliefern», erklärt Sylvia Kohler, die ebenfalls aufseiten der Agentur anpackt.

Alles dreht sich ums Anpacken

In der Kommunikation setzt Alpha 245 neben klassischen Werbemitteln wie Aktionsprospekten, Themenbeilagen, Mailings und POS auch auf digitale Kanäle. Zum Launch des neuen CI wurden an alle Mitarbeitenden 1600 Paar Arbeitshandschuhe samt Mailing verteilt. Wer den QR-Code einscannte, gelangte direkt zu einer Videobotschaft von CEO Jérôme Gilg. Dieser meint: «Es ist wichtig, dass alle Mitarbeitenden mit anpacken. Deshalb haben wir zuerst alle ins Boot geholt, bevor wir unseren neuen Auftritt nach aussen bekannt machten.» Nebst dem Aktionsflyer ist das Hauptmedium das Plakat, auf dem mit origineller Ansprache gleich zwei wesentliche Aspekte aufs Mal zum Tragen kommen: Die Abverkaufsplakate sind nämlich gleichzeitig eine Imagekampagne für den Baumarkt mit dem blauen Elefanten. Aktuell sind 9 Sujets auf über 130 Formaten zu sehen. Alle Massnahmen werden von einem neuen Claim untermauert, der die neue Dynamik von JUMBO zum Ausdruck bringt und diese sowohl nach aussen wie nach innen trägt – eine neue Agentur, ein neues Corporate Design und neue Werbemittel: «Packen wir’s an.» pan

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Handschuhe als Mailing für die Mitarbeitenden sollen motivieren: «Packen wir´s an.» Neuzuzüger können ein anderes Mailing auch als improvisierte Lampe aufhängen.
 

3. Journalismustagung: Verteidigung der Pressefreiheit

Am Mittwoch organisierte Impressum gemeinsam mit Amnesty International, Reporter ohne Grenzen, der Press Emblem Campaign, der Europäischen Journalisten-Föderation und der Universität Freiburg die 3. Journalismustagung zum Thema «Die Schweiz und die Pressefreiheit».

Die Veranstaltung wurde von der SRG SSR, Tamedia Publications romandes und Ringier Romandie unterstützt. Le Temps und La Liberté haben zudem unentgeltlich Inserate zur Veranstaltung aufgeschaltet.

Die Veranstaltung ist ein Erfolg für die Verteidigung der Pressefreiheit in der Schweiz und im Ausland, heisst es in einer Mitteilung von Impressum. Das heisst in Zahlen, dass über 200 Personen an der Veranstaltung im Casino de Montbenon in Lausanne teilgenommen haben. Unter den Teilnehmenden befanden sich zahlreiche Meinungsmacher: Journalisten, Verleger, Chefredakteure, Professoren und Studenten, Vertreter von NGO’s, Verfechter der Menschenrechte und interessierte Vertreter der Zivilgesellschaft.

Auch die Debatten und Diskussionsrunden waren aus Persönlichkeiten der Medienwelt, Journalisten, Verleger, Fernsehdirektoren und auch Anwälte und Universitätsprofessoren zusammengesetzt. Aktuelle Fälle von Zensur wurden diskutiert und es wurden Mittel aufgezeigt, um diese mit Hilfe der Europäischen Menschenrechtskonvention zu bekämpfen. Es wurde, mit lebhaften Zeugnisberichten, auch über den Schutz von Journalisten in Konfliktzonen gesprochen und über die Bemühungen von Staaten, insbesondere der Schweiz, einen besseren Schutz vor Ort zu gewährleisten. Zudem habe man noch unveröffentlichte aktuelle Informationen einer Studie erhalten, welche zurzeit unter Journalisten durchgeführt werde und die Auswirkungen ihrer Arbeitsbedingungen in der aktuellen Zeit der Medienkrise untersucht, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Tagung wurde mit dem Thema des Datenschutzes in Zeiten der Online-Überwachung abgeschlossen und es wurden Methoden diskutiert, um sich vor Cyber-Zensur zu schützen.

Die Organisatoren haben eine Resolution verabschiedet, die Sie hier (PDF) finden.
 

Zur Sache: spät dran

Seit gefühlten zwanzig Jahren weiss man, dass neue Medien den klassischen Printmedien Schaden zufügen, indem sie entweder Leser, Werbung oder beides abzügeln.

Zuerst kamen die Gratiszeitungen. Das war nichts weniger als ein fundamentaler Angriff auf das langjährige Geschäftsmodell der Verlage: Das grosse Geld verdiente man mit den Anzeigen, der Rest kam von den Abonnenten. Diese zahlten brav einen im Verhältnis zum Ausland tiefen Obolus und blieben mehrheitlich bei der Stange.

Die Gratiszeitungen sorgten für Aufregung in der Branche. Alle lamentierten, viele sahen den kulturellen Untergang des Abendlandes kommen. Einige versuchten selber etwas auf die Beine zu stellen. Oder aber man entwickelte das Eigene nur als Drohkulisse: wenige Tage vor der Lancierung des hochgelobten Pendlerblattes Express kaufte Tamedia zusammen mit der Espace Media den Konkurrenten 20 Minuten. Ein genialer Schachzug: So blieben wenigstens die fetten Gewinne im Hause.

Das alte Geschäftsmodell der traditionellen Zeitung blieb bestehen – man hoffte auf eine bessere Konjunktur.

Bald einmal zeigte sich der neue Gegner. Das Internet. Eine grosse bunte Welt, in der beinahe alles kostenlos zu haben war. Der Einstieg der Verlage begann anfänglich etwas zögerlich, aber mit ganz wenigen Ausnahmen machten dann alle den gleichen riesengrossen Fehler. Im Internet verschenkten sie ihre Inhalte. Warum eigentlich, weiss kein Mensch. Aber man hatte ja noch die Werbung. Ob diese Erlöse das Ertragsproblem der Zeitungen lösen, darf vorderhand noch bezweifelt werden. Die Erlöse aus der Onlinewerbung tun es jedenfalls nur maximal bei den Top-3-Sites. Onlinewerbung ist halt zu billig, mosert man. Seit einiger Zeit versucht man nun, mittels wie auch immer gearteten Paywalls Gegensteuer zu geben, der Leser soll wie früher auch schon etwas zahlen: Das alte Geschäftsmodell wird reanimiert. Warten wir ab, ob es klappt.

Das nächste Schreckgespenst folgte bald. Das mobile Web. Scheinbar hat sich niemand vorstellen können, dass der mobile Zugriff auf Webseiten so extrem stark ansteigt. Und gleichzeitig aber die Erlöse aus der Werbung nochmals um den Faktor 10 kleiner werden.

Das alte Geschäftsmodell der traditionellen Zeitung funktioniert nicht mehr. Gibt es ein neues? Nein, aber man arbeitet daran.

Nachdem viele Zeitungen heute auf verschiedenen Kanälen (Print, Online, Mobile, Apps) auftreten, forderten Agenturen, Auftraggeber und auch etliche Verlage einen gemeinsamen Wert pro Titel. Den gab es bis heute nicht. Heute wird ein Ansatz zu einer solchen Studie am Medienforschungstag der WEMF präsentiert. Warum eigentlich erst heute?

Wieso sind wir immer so spät dran?

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]
 

Doodle geht nach Berlin

Der Online-Terminplaner Doodle ist weiter auf Expansionskurs: Wie Doodle-CEO Michael Brecht bekannt gibt, wird das erfolgreiche Unternehmen mit Sitz in Zürich Anfang 2015 ein Büro in der deutschen Hauptstadt eröffnen.

Am Standort Berlin sollen zunächst zehn Mitarbeiter das internationale Geschäft des Webservices unterstützen – vor allem in den Bereichen Online-Marketing und Weiterentwicklung der mobilen Doodle-Anwendungen. Mit dieser Entscheidung unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, Doodle zu einer zentralen globalen Plattform auszubauen und Online-Terminplanung zum internationalen Standard zu machen.

«Berlin passt mit seiner Dynamik und Internationalität hervorragend zu unserer globalen Wachstumsoffensive, die wir in diesem Jahr gestartet haben», erklärt Doodle-CEO Michael Brecht. Gleichzeitig betont er aber auch die Bedeutung von Zürich für das Unternehmen: «Zürich ist und bleibt unser Hauptsitz. Doodle ist eine Schweizer Erfolgsgeschichte – und unsere exzellenten Kontakte zur ETH sind von großer Bedeutung für den weiteren technischen Ausbau der Doodle-Plattform. Ich sehe da keinen Widerspruch: Ob Klettverschluss, Würfelzucker oder Tubensenf – viele Schweizer Erfindungen haben sich in den letzten Jahrzehnten auch weltweit durchgesetzt. Warum sollte uns das mit Doodle nicht gelingen?»
 

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