Studio Roth & Maerchy: Abo-Kampagne für NZZ

Studio Roth & Maerchy bewirbt mit einer Abo-Kampagne die Vorsorge-Serie der Neuen Zürcher Zeitung.

Die Neue Zürcher Zeitung publiziert vom 29.9. bis 15.12.2014 immer montags eine Sonderseite zum Thema Vorsorge. Ziel ist es, den NZZ-Lesern mit einer griffigen, unabhängigen Auslegeordnung Vorsorge-Wissen zu vermitteln, selbstverständlich ganz NZZ-like mit journalistisch hoher Tiefenschärfe. Um diese Vorsorge-Serie zu bewerben, hat die NZZ die Agentur Studio Roth & Maerchy mit der Entwicklung und Umsetzung einer Kampagne beauftragt. Es galt, auf die Themenreihe aufmerksam zu machen und den Lesern das passende Abo-Angebot zu vermitteln.

Das zwar wichtige aber eher trockene Thema Vorsorge wurde dabei unangestrengt karikaturistisch in Szene gesetzt – mit der Neuen Zürcher Zeitung als vierte (Wissens-) Säule, als Orientierungshilfe im Vorsorge-Dschungel, als Provider geistiger Vorsorge. Die Kampagne ist ab September auf Plakaten, in Inseraten, im ÖV, auf Abokarten und in diversen digitalen Anwendungen zu sehen.

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Verantwortlich bei der NZZ: Christian Stieger (Leiter Kundenmanagement), Milena Russ (Marketing Managerin). Verantwortlich bei Studio Roth & Maerchy: Martin Roth (Creative Direction, Text), Patrick Oberholzer (Art Direction, Grafik), Daniel Müller (Illustration, Illumueller.ch).

Zu guter Letzt: Kurz ein SMS morsen

Wie sähe die Welt heute aus, würde sich die Technik noch auf dem Stand von 1900 befinden? Recht lustig, vermutet die Werbung.

Sich nicht mit der ersten oder zweiten Lösung zufrieden geben. Hungrig bleiben, auch wenn etwas funktioniert. Besser werden wollen. Neuerfinden. Zum Glück haben sich dies unserer Vorfahren immer wieder hinter die Ohren geschrieben, sonst müssten wir heute unsere Textnachrichten auf Morsegeräten schreiben, Autos mit der Kurbel starten und für Mobiltelefonie Kabelträger engagieren. So sähe die Gesellschaft zumindest in den Augen von DBB South Africa aus – wären Erfindungen nicht immer wieder neuerfunden worden. Telefonieren konnte man schon damals, aber heute gehts definitv besser.

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Analog dazu das Bankenwesen. Auch da brauchte es den einen oder anderen Geistesblitz, damit wir unser Erspartes nicht mehr im lokalen Tresorraum aufbewahren und mit dem Sparbüchlein Geld abheben müssen, sondern auf dem iPad unsere Spareinlagen individuell auf unser Bedürfnis anpassen können. Falls wir in Südafrika leben und Kunden der First National Bank sind. Auch wenn früher nicht alles schlecht war. Zum Beispiel waren Zinserträge Erträge, die ihren Namen noch verdienten. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

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Thomas Häusermann

KSP: Kuh-Selfies für Herrliberger Viehschau

Bei der diesjährigen Kampagne für die Herrliberger Viehschau & Herbstmärt setzt KSP auf die Idee der digitalen Selbstportraits in Social Media Kanälen.

Am Anlass selber können auf der eigens kreierten Facebook-Seite Selfies hochgeladen werden. Die originellsten Ideen werden mit einem Preis ausgezeichnet. Der Event selber wird im Vorfeld mit vier Plakatsujets, Flyern, Klebern, Zeitungsinseraten sowie einer Sonderseite des Gewerbevereins in der Zürichsee-Zeitung beworben. Und natürlich auf Facebook. Auf den Sujets motivieren die Hauptakteure der Viehschau mittels Selfies höchstpersönlich zum Mitmachen: die Kühe.

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Verantwortlich bei Herrliberger Viehschau & Herbstmärt: Martin Bühlmann (Präsident Braunviehzuchtverein Herrliberg), Carlo Cafarelli (Marktchef Märt-OK Herrliberg), Edith Camen (Werbung Märt-OK Herrliberg), Daniel Heusser (Ressort Werbung / PR Gewerbeverein Herrliberg GVH). Verantwortlich bei KSP: Flo Wacker (Creative Direction), Daniel Zehnder (Text), Daniel Kobi und Claudia Willner (AD), Christoph Ilg (Beratung), Christian Breitler (Foto), RTK Medientechnik (Druckvorstufe), Feldner Druck (Druck).
 

Tamedia will drei Lokalzeitungen loswerden

Tamedia will sich von drei kleinen Westschweizer Lokalzeitungen trennen. Es handelt sich dabei um La Broye, Le Régional und das Journal de Morges, wie Tamedia am Dienstag einen Bericht des Fernsehsenders La Télé bestätigte.

Tamedia wolle sich auf die regionalen und überregionalen Zeitungen konzentrieren, sagte Patrick Matthey, Mediensprecher für die Westschweizer Publikationen von Tamedia der Nachrichtenagentur sda. Der Prozess für den Verkauf der drei Lokalzeitungen sei erst eingeleitet worden. Eine Frist für den Verkauf sei nicht gesetzt worden. Beim Käufer sollte es sich um jemanden handeln, der in der Region fest verankert ist. (SDA)

Presserat rügt Basler Zeitung

Auch wenn öffentliche Gelder im Spiel sind, hat ein  Sozialhilfebezüger Anrecht auf Schutz seiner Privatsphäre. Der Schweizer Presserat hat deshalb die Basler Zeitung und Baz Online zurückgepfiffen.

Diese hatten in einem Artikel vom November 2013 das Bild eines Sozialhilfebezügers mit Details über dessen Werdegang veröffentlicht. Die Redaktion begründete die Publikation damit, es bestehe ein öffentliches Interesse, denn die Allgemeinheit finanziere die Sozialhilfe. Zudem sei das Bild im öffentlichen Bereich gemacht worden. Dem widerspricht der Presserat. Das öffentliche Interesse am Thema rechtfertigt noch lange nicht die Identifizierung einer einzelnen Person durch Bild und Text, selbst wenn deren Name nicht genannt wird. In den Richtlinien des Presserats heisst es dazu klar, dass «auch im öffentlichen Bereich das Fotografieren (…) von Privatpersonen nur dann ohne Einwilligung der Betroffenen zulässig ist, wenn sie nicht herausgehoben sind». Der  Sozialhilfebezüger war auf dem Foto jedoch klar hervorgehoben. Und die detaillierten Informationen über sein Leben machten ihn identifizierbar.

Maxomedia verwandelt Gäupark in Festpark

«Ja, do legst di nieda, jetzt geht’s aber Los»: Im Herbst verwandelt sich das Shoppingcenter Gäupark in einen Festpark mit Oktoberfest und grosser Gewinnlos-Aktion – umgesetzt von Maxomedia.

Dieser Herbst wird «a Mordsgaudi»! Gründe zum Feiern gibt es für den Gäupark in Egerkingen viele: Nach zwei Jahren Pause findet endlich wieder das beliebte Oktoberfest auf dem Center-Parkplatz statt. Zur Feier der Wiedereröffnung der Autobahn Härkingen-Wiggertal verwandelt sich der Gäupark zudem in einen Festpark mit grosser Gewinnlos-Aktion. Preise im Gesamtwert von 10’000 Franken und viele Vergünstigungen aus dem Couponheft sorgen also für einen goldenen Herbst.

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Maxomedia sorgte dafür, dass den Kunden im Gäupark schnell zum Feiern zumute wird: Mit einem Radiospot, dem Couponheft und Gewinnlosen, sowie aller weiteren Printmassnahmen wie Plakate, einer Megablache oder Bushängern. Das Kernsujet, der Schriftzug «Festpark», macht Lust auf das Oktoberfest. Der Störer macht auf die Los-Aktion aufmerksam.

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Der Gäupark verwandelt sich je nach Jahreszeit immer wieder, etwa in einen Mode-, ein Oster- oder einen Geschenkpark. Maxomedia bewirbt dies mit bunten Plakaten zu saisonalen Themen, die zeigen, was man im Shoppingcenter so alles kaufen kann.

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Verantwortlich beim Gäupark: Benny Brückner (Centerleiter Shoppingcenter Gäupark). Verantwortlich bei Maxomedia: Sarah Cosentino (Beratung), Flurina Schuler (Junior Art Director).
 

«Der Kreis» ist im Rennen um einen Oscar

«Der Kreis» von Stefan Haupt, produziert von Contrast Film Zürich, Ivan Madeo und Urs Frey, vertritt die Schweiz an den Oscars 2015. Zum Abschluss des Festivals «Delémont−Hollywood» in Delsberg wurde die Wahl bekanntgegeben.

Das Bundesamt für Kultur BAK hat den Film bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «Bester fremdsprachiger Kinofilm» eingereicht. Er erhält eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von 60‘000 Franken, die vom BAK (50‘000 Franken) und von der Stadt Delsberg (10‘000 Franken) ausgerichtet wird und für die Promotion des Films in Los Angeles vorgesehen ist.

In Anwesenheit von Isabelle Chassot, Direktorin des Bundesamtes für Kultur, gab Elena Pedrazzoli im Namen der Jury den ausgewählten Film bekannt. Mit der Geschichte über die Zürcher Schwulenszene in den 1950er- und 60er-Jahren nimmt «Der Kreis» die Frage der Emanzipation von Homosexuellen auf und setzt sie ästhetisch gelungen um. Er bietet eine überzeugende Besetzung, Regie und Schauspielführung sowie eine gelungene Verbindung von dokumentarischen und fiktionalen Elementen. Eine Chance für den Film sind die gewinnenden Protagonisten, deren Schicksal über alle Interessengruppen hinweg berühren.

«Der Kreis» wurde dieses Jahr an der Berlinale in der Sektion Panorama lanciert und holte dort den Teddy Award sowie den Publikumspreis. Er verfügt über einen World Sales und einen Verleiher in den USA und in Kanada, welche die Oscar-Kampagne unterstützen werden. Zudem weist der Film eine umfangreiche Festival-, Award- und Territorialverkaufsliste auf.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood gibt im Januar 2015 die Short List der für die Oscars nominierten Filme aller Kategorien bekannt. Die Verleihung der Oscars findet am 22. März 2015 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.

In der kommenden Printausgabe der Werbewoche lesen Sie ein grosses Interview mit dem Produzenten Ivan Madeo.
 

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20 Jahre Tele Züri: Prominente Wetterfrösche

Jeannette Eggenschwiler und Peter Wick machen mal Pause. Aus Anlass des 20. Geburtags von Tele Züri moderieren in dieser Woche prominente Persönlichkeiten die Wettersendung.

Das Spektrum der Gäste reicht von der Miss Schweiz bis zur Politprominenz. Den Auftakt macht am Montag Kabarettist Beat Schlatter. Die tieferen Temperaturen in der Region kündigt er bildlich mit einem Nacktjogger im Wetterstudio an…

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Am Dienstag wechselt Wetterschmöcker Martin Horat von Gottes freier Natur ins Wetterstudio von Tele Züri und wird dem Publikum die modernen Satellitenbilder und die Wettergrafiken erklären. Der Direktor des Zürcher Zoos, Alex Rübel, vertauscht am Mittwoch seinen Umgang mit grossen Tieren mit der Grosswetterlage der Meteorologie. Auch bei trüben Wetteraussichten wird die amtierende Miss Schweiz, Dominique Rinderknecht, am Donnerstag im TeleZüri-Wetterstudio strahlen. Politisch meist mit gegenteiligen Positionen kämpfend, werden am Freitag als grosser Höhepunkt des Promi-Wetters auf TeleZüri SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli und sein SP-Ratskollege Daniel Jositsch gemeinsam die Wettersendung moderieren. Ob Christoph Mörgeli dabei das SVP-Sünneli am Zürcher Himmel aufgehen sieht…?

Wettermoderation Jubiläums-Woche Tele Züri:

Montag, 22. September 2014: Beat Schlatter
Dienstag, 23. September 2014: Martin Horat
Mittwoch, 24. September 2014: Alex Rübel
Donnerstag, 25. September 2014: Dominique Rinderknecht
Freitag, 26. September 2014: Christoph Mörgeli und Daniel Jositsch
 

WS: Imagekampagne für Quickline Business

Nach einer Agenturevaluation hat sich Quickline Business (vormals EBM Telecom) für WS Kommunikation als Agenturpartner entschieden. Ein erstes Resultat dieser Zusammenarbeit ist die neu konzipierte Imagekampagne.

Sie wird in der Nordwestschweiz eingesetzt, wo Quickline Business neu auf dem Markt erscheint. Mit einem selbstbewussten und impact-starken Leader-Auftritt soll der Bekanntheitsgrad der Marke erhöht werden. Als Hauptmedium kommen im Umfeld von Business-Knotenpunkten gestreute Plakate im Format F12 und F200 zum Einsatz. Unterstützt wird die Kampagne online auf News-Seiten, Doodle und in Fachmedien.

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Verantwortlich bei Quickline Business: Mark Thommen (CEO), Martin Ming (Marketing & Communication). Verantwortlich bei WS Kommunikation: Reto Meyer (Gesamtverantwortung), Markus Stöckli (Kreation), Nadine Wolleb (Beratung). Konzept: Thomas Schaub. Media: MC Media.

Aus Kidy Swissfamily und Big Spick wird Familien Spick

Die Familienmagazine Kidy Swissfamily und Big Spick aus dem Verlag Künzler Bachmann in St.Gallen, werden zu einer gemeinsamen Publikation zusammengelegt. Das entstehende Magazin heisst Familien Spick und erscheint künftig sechs Mal pro Jahr in Deutsch und Französisch.

Erstmals zu kaufen ist es im September. Eine Familienzeitschrift und ein Vätermagazin werden kombiniert zum Familien Spick, einem Magazin für engagierte Eltern, Grosseltern, Paten, Pädagogen und andere interessierte Leserinnen und Leser. In einer Auflage von rund 62'000 Exemplaren ist der Familien Spick im Abonnement sowie am Kiosk erhältlich. Die neue Zeitschrift wird das Beste aus den bisherigen Titeln Kidy Swissfamily und Big Spick vereinen. «Mit einem Mix aus Unterhaltung, Ratgeberthemen und praxisnahen Tipps möchten wir im täglichen Familienleben eine Quelle der Inspiration sein und wertvolle Anregungen liefern», sagt Verleger Max Künzler zur Neulancierung. Die Themenpalette reicht von Schule, Erziehung, Gesundheit und Ernährung über Lifestyle, Kultur, Sport und Freizeit. Porträts, Reportagen, Interviews, Fachtexte sowie diverse Kolumnen von Gastautoren sollen für einen vielfältigen Lesespass sorgen.

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Kidy Swissfamily hat sich in den rund 15 Jahren des Bestehens eine treue Leserschaft aufgebaut. Das schweizweit erste Vätermagazin Big Spick hat sich innerhalb von zwei Jahren als Marke etabilert. Mit der Fusion der beiden Magazine ist es laut Mitteilung nun aber möglich, die Kräfte in Verlag und Redaktion zu bündeln und damit der Leserschaft wie auch den Inserenten noch mehr zu bieten. Familien Spick wird mit über 100 Seiten deutlich umfangreicher sein als die Vorgängerzeitschriften und sechs Mal pro Jahr erscheinen. Eine französischsprachige Ausgabe enthält einen Zusammenzug der wichtigsten Themen aus dem Heft.

Das Webportal Swissfamily.ch bleibt bestehen. Ergänzend zum gedruckten Magazin werden hier laufend vermischte Meldungen, Tipps, Wettbewerbe und vieles mehr rund um die Familie publiziert.

Zu guter Letzt: Wendesätze à la Grecque

Nun haben auch die Griechen ihre Wendesätze – in einer Kampagne für Bügelspray. Aber das «Inspirieren lassen» ist in der Werbung ohnehin an der Tagesordnung.

Gute Ideen können Werbern immer wieder neu einfallen. Besonders, wenn sie nicht mitbekommen haben, dass es die Idee schon einmal gab. Im Fall der Wendesätze von Leo Burnett Schweiz dürfte die Wahrscheinlichkeit jedoch eher gering sein. Die Swiss Life-Kampagne läuft seit Jahren, wird international mit Preisen überschüttet und wurde 2013 gar zur meistprämierten Plakatkampagne der Welt gekürt (Werbewoche.ch berichtete).

Die zeitlose Idee, die auch nach dem gefühlt tausendsten Mal noch funktioniert wie am ersten Tag, hat sich nun scheinbar in Griechenland niedergelassen. Kein Wunder beim hiesigen Pseudo-Sommer. Neu eingefallen ist sie der Agentur ATTP Athen in einer Kampagne für Eureka Easy Iron. Auch wenn das Prinzip etwas anders funktioniert – Wende sind die Sätze trotzdem.

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Bleibt noch die Frage, was die Kampagne überhaupt aussagen soll. Ist der Mann erst wütend auf seine Frau und wird schliesslich durch ihre Bügelkunst besänftigt? Wird jemand in zerknitterten Kleidern zum Teufel gejagt – in durch Spray gebügelten Kleidern jedoch mit Herzlichkeit überschüttet? Sind die T-Shirts ungebügelt böse und gebügelt herzallerliebst? Oder ist bügeln ohne Spray derart nervzehrend, dass man erst mit Eurea Easy Iron wieder Energie für Zuneigung findet? Oder oder oder. Man braucht sich nie zu schämen, wenn man eine Werbebotschaft nicht eindeutig versteht. Denn dann ist sie es nicht wert, verstanden zu werden.

Aber jedes mal das Werbe-Rad neu zu erfinden ist vermutlich auch schwer. Die meisten Ideen tauchen früher oder später wieder auf. Mal in mehr, mal in weniger abgeänderter Form. So kommt einem doch die aktuelle Swisscom TV 2.0 Kampagne von Heimat Berlin erstaunlich bekannt vor, wenn man die Spots von Sky TV (2009) und Orange TV (2010) betrachtet (siehe unten). Und selbst in die Printwerbung hat es die Idee 2013 schon geschafft. In Mexiko. Kreativität scheint keine Grenzen zu kennen. Auch wenn sie definitiv nicht immer grenzenlos ist.

Thomas Häusermann
 

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Onlinebewertungen haben grossen Stellenwert

Kjero.com hat zusammen mit der Freien Universität Berlin eine eWom Studie zur Nutzung und Akzeptanz von Online Reviews & Ratings in der DACH-Region durchgeführt.

Online-Bewertungen spielen im Leben des modernen Konsumenten eine herausragende Rolle. Immer mehr Kunden informieren sich regelmässig vor einer Kaufentscheidung auf Online-Bewertungsseiten  und verlassen sich massgeblich auf das Urteil und die Erfahrungen anderer Individuen. Dadurch haben sich die Menge verfügbarer Informationen bei einer Kaufentscheidung und die Beziehung der Konsumenten zu dieser Information entscheidend erweitert. Bereits mehr als jeder zweite Internetnutzer hat eine Bewertung im Netz veröffentlicht (Bitcom 2014). Online-Bewertungen sind für fast alle Produkte und Dienstleistungen in grossem Ausmass verfügbar und bilden zunehmend einen Erfolgsfaktor für Produkte und Dienstleistungen (McKinsey & Company 2012).

Der generelle Einfluss von Online-Bewertungen auf Konsumenten und deren Kaufentscheidungen wurde in der Marketing-Wissenschaft bereits gezeigt. Dennoch bestehen aktuell Forschungslücken bezüglich der individuellen Nutzung von Online-Bewertungen. Hierbei geht es um die Fragen, welche Bedeutung Konsumenten dieser Informationsquelle zuschreiben, wie genau Konsumenten mit Online-Bewertungen umgehen, und ob hierbei bestimmte Nutzer-Typen erkennbar sind.

Folgende Fragen werden deshalb in diesem Forschungsprojekt adressiert:

• Welchen Stellenwert haben Online-Bewertungen für Konsumenten?
• Wie gehen Konsumenten mit Online-Bewertungen um?
• Gibt es bestimmte Nutzer-Typen von Online-Bewertungen?

Diese Erkenntnisse sind insbesondere für Unternehmen bedeutsam, die verstehen wollen, wie Online-Bewertungen von ihren Kunden genutzt werden. Auch für Betreiber von Online-Bewertungs-Plattformen bieten diese Erkenntnisse Möglichkeiten um die Informationssuche für Webseitennutzer zu optimieren. Die Ausschöpfung der vielfältigen Facetten von Online-Bewertungs-Plattformen ist daher massgeblich davon abhängig, wie gut und wie genau Unternehmen und Webseiten-Betreiber das Verhalten ihrer Nutzer kennen.

Die wichtigesten Ergebnisse der Studie:

• «Nutzer» von Online-Bewertungen sind im Durchschnitt signifikant jünger (37,7 Jahre) als «Nicht-Nutzer» von Online Bewertungen (41,5 Jahre).

• Das Internet hat für die Nutzer – unabhängig davon, aus welchem Land sie kommen – einen hohen Stellenwert. Die Nutzung des Internets wird überwiegend als aufregend, wichtig und relevant eingestuft. Gleichzeitig ist die Erfahrung der Nutzer mit dem Internet im Durchschnitt umfangreich.

• Insgesamt ist die Einstellung der Nutzer gegenüber Online-Bewertungen als eher positiv einzuschätzen. Dabei ist die Einstellung deutscher Nutzer grundsätzlich am positivsten während die Einstellung der Nutzer aus der Schweiz im Vergleich weniger positiv ist. Besonders gross ist dieser Unterschied im Hinblick auf die Items «Ich lese typischerweise Online-Bewertungen, bevor ich eine Kaufentscheidung treffe» und «Ich schaue mir immer Online-Bewertungen an, bevor ich etwas kaufe».

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• Nur 8 Prozent der befragten Nutzer glauben nicht, dass Online-Bewertungen zu grossen Teilen gefälscht sein können, wobei 54,7 Prozent der Nutzer Online-Bewertungen für grundsätzlich glaubwürdig halten.

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• Im Hinblick auf die Motive für die Nutzung von Online-Bewertungen dominieren in allen drei Ländern die Motive «Kaufinformationen erhalten» und «Tipps zum Umgang mit einem Produkt erhalten». Am wenigsten ausgeprägt ist bei Nutzern aus allen drei Ländern das Motiv «Vergütung erhalten».

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Identifikation verschiedener Nutzertypen von Online-Bewertungen

Aufgrund der oftmals grossen Zahl verfügbarer Online-Bewertungen (meist >100 Stück) sowie der reichhaltigen Menge an Informationsbausteinen auf Bewertungswebseiten (z.B. Sterne-Ranking, Bewertungstexte oder Informationen über den Autor), müssen sich Nutzer entscheiden, wie sie bei der Informationssuche vorgehen und auf welche Informationsbausteine sie Wert legen. Um verschiedene Nutzertypen von Online-Bewertungen identifizieren zu können, wurden clusteranalytische Verfahren (Single-Linkage-, Ward-, k-Means-Verfahren) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen vier Gruppen von Nutzern, die sich in ihrem Vorgehen ähneln:

Cluster 1: «Die vielseitigen Intensiv-Nutzer» (16,9%)

Nutzer in diesem Cluster setzen sich sehr intensiv mit Online-Bewertungen auseinander und betrachten viele Informationsbausteine. Sie legen hierbei einen besonderen Fokus auf Aktualität und inhaltliche Argumentation, sowie auf Sterne-Rankings. Im Vergleich zu den anderen Clustern sind sie älter, haben ein etwas niedrigeres Bildungsniveau und nutzen Online-Bewertungen am häufigsten.

Cluster 2: «Die moderaten All-Round-Nutzer» (41,9% )

Bei der Nutzung von Online-Bewertungen zeigen die Clustermitglieder grundsätzlich ein ähnliches Vorgehen wie Cluster 1, aber auf einem etwas moderateren Level. Mittelmässige Bewertungen spielen für sie eine geringere Bedeutung. Ein typischer Vertreter dieses Clusters hat zudem eine eher positive Einstellung zu Online-Bewertungen und nutzt diese eher häufig.

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Cluster 3: «Die selektiven Strategen» (30,8%)

Diese Nutzer gehen sehr selektiv vor und fokussieren sich hauptsächlich auf negative Bewertungen mit klaren Argumenten sowie auf Sterne-Rankings. Andere «Details», wie Autor-Informationen oder Hilfreich-Bewertungen interessieren sie wenig. Sie sind vergleichsweise jünger und haben ein höheres Bildungsniveau als die Mitglieder der anderen Cluster.

Cluster 4: «Die unentschiedenen Skeptiker» (10,4%)

Diese Individuen haben eine eher indifferente Einstellung zu Online-Bewertungen und nutzen diese im Vergleich zu den anderen Clustern am wenigsten. Dies spiegelt sich auch im Umgang wieder, bei dem insgesamt wenige Informationsaspekte intensiv betrachtet werden.

Fazit und Schlussfolgerung

Die Ergebnisse der Studie sprechen eindeutig dafür, dass der moderne Konsument Online-Bewertungen einen hohen Stellenwert zuschreibt. Die Befragungsteilnehmer gaben an, Online-Bewertungen bei einer Vielzahl an Kaufentscheidungen zur Rate zu ziehen, insbesondere um Vorkauf-Informationen zu erhalten, sowie um Tipps im Umgang mit Produkten und Dienstleistungen zu bekommen. Gepaart mit einer positiven Einstellung gegenüber diese Informationsquelle sowie einer relativ hohen wahrgenommenen Glaubwürdigkeit spricht dies dafür, dass die befragten Nutzer Online-Bewertungen als bedeutsam einordnen. Im Ländervergleich haben die deutschen Probanden hierbei die positivste Einstellung sowie die stärkste Ausprägung bei den Nutzungs-Motiven. Unter den schweizerischen Probanden sind vergleichsweise viele «Nicht-Nutzer» von Online-Bewertungen zu finden.

Beim Umgang mit Online-Bewertungen gehen die befragten Nutzer generell strategisch vor und weisen Unterschiede in ihrem Vorgehen auf. Die Ergebnisse der Clusteranalysen zeigen vier Nutzer-Typen von Online-Bewertungen, die sich in ihrem Vorgehen ähneln: «Die vielseitigen Intensiv-Nutzer», «Die moderaten All-Round-Nutzer», «Die selektiven Strategen» und «Die unentschiedenen Skeptiker». Dies macht deutlich, dass es bei Konsumenten keinen allgemeinen, universellen Umgang mit Online-Bewertungen gibt, sondern dass individuelle Unterschiede von durchaus grosser Bedeutung sind. Diese Erkenntnis hilft Unternehmen und Betreiber von Online-Bewertungswebseiten dabei, ein tiefgreifendes Verständnis vom Umgang mit Online-Bewertungen zu erreichen. Dadurch wird die gezielte Ansprache bestimmter Nutzer und ihrer Verhaltensmuster ermöglicht, was im Umkehrschluss Potentiale für ein persönlicheres und nutzenstiftendes Informationsumfeld auf Bewertungs-Seiten birgt.

Über die Studie:

Um sich diesen Forschungsfragen zu widmen, wurde eine grosszahlige Befragung mit Nutzern der Online-Plattform Kjero.com angelegt. Kjero.com ist ein Portal, auf dem Konsumenten im Rahmen von Produkttests Produkte kennenlernen und ausprobieren können. Die Erfahrungen mit diesen Produkten werden in Form von Testberichten an das Unternehmen berichtet. Kjero.com-Nutzer sind als Probanden besonders geeignet, da sie aufgrund ihrer Tätigkeit auf der Plattform generell mit dem Internet vertraut sind und Erfahrung mit verschiedenen Produkten und deren Bewertung haben. Ihre Affinität Neues auszuprobieren und ihre Meinung mit anderen Nutzern zu teilen macht sie besonders für Unternehmen zu einer interessanten Zielgruppe.

Stichprobe:

Eine Auswahl von kjero.com-Nutzern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde angeschrieben, von denen insgesamt 1417 Nutzer aus Deutschland, 1120 aus Österreich und 195 aus der Schweiz kommen. Von den 2732 Befragten sind 84,9 Prozent weiblich und 15,1 Prozent männlich. Von den 2732 Befragten gaben insgesamt 2606 (95,4 Prozent) an, bereits Online-Bewertungen im Zusammenhang mit einer Kaufentscheidung genutzt zu haben. 126 (4,6 Prozent) der 2732 Befragten gaben an, bisher noch nicht in Kontakt mit Online-Bewertungen gewesen zu sein und wurden aus diesem Grund nicht für weitere Analysen berücksichtigt. Daraus ergab sich für den weiteren Verlauf der Studie eine relevante Stichprobe von 2606 Nutzern.

Zusammenfassung der Studie auf Slideshare.

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