Viscom: Label und Kampagne für Schweizer Druck

Verschiedene Unternehmen werden in den nächsten Wochen im Rahmen einer nationalen Kampagne auf Plakaten, in Inseraten und auf SRF 1 folgende Botschaft verkünden: «Wir beziehen unsere Druckdienstleistungen bei Schweizer Unternehmen.»

Zusammen mit der Aktion wird auch das Label «Printed in Switzerland» einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Dieses Label soll für die Vorzüge von Schweizer Druckdienstleistungen stehen.

Die Verantwortlichen von Rivella, Coop, Ragusa, Mobiliar, Raiffeisen, Victorinox hätten längst begriffen, dass die reinen Herstellungskosten für Drucksachen nicht die Hauptursache dafür sei, dass ein Marketingbudget als zu teuer empfunden werde, so Viscom in einer Mitteilung. Sie wüssten, dass man Drucksachen nicht billig, sondern bedarfsgerecht einkaufen sollte. Statt im Ausland billig hergestellte Grossauflagen zu beziehen, von denen ein Grossteil nach einem Jahr entsorgt werden müsse, liessen die genannten Unternehmen lieber in kürzeren Abständen kleine, dafür stets aktuelle Auflagen anfertigen. Lokale oder regionale Druckpartner könnten ihre Nachfrage nach bedarfsgerechten Drucksachen jederzeit abdecken.

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Die Unternehmen schätzten ausserdem auch die Tatsache, dass Schweizer Druckdienstleister in hohem Ausmass junge Berufsleute ausbilden und damit einen wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag leisten. «Printed in Switzerland» habe nichts mit Heimatschutz zu tun. Vielmehr profitierten hier verantwortungsvolle, zukunftsgerichtete und leistungsstarke Partner voneinander.

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«Printed in Switzerland»

«Printed in Switzerland» ist das Qualitäts- und Herkunftssiegel für Drucksachen aus der Schweiz. Das Label wurde unter der Federführung von Viscom entwickelt und steht der grafischen Industrie zum freien Gebrauch zur Verfügung. Auftraggeber und Hersteller bekennen mit dem Label Farbe für Drucksachen aus der Schweiz. Durch die Qualitätsmarke «Schweiz» steht das Label für Premiumprodukte, hergestellt auf höchstem Niveau. Auf diese Weise sollen Arbeitsplätze in KMU und in Industriebetrieben nachhaltig gefördert und unterstützt werden.

Viscom, dem Arbeitgeber- und Unternehmerverband der grafischen Industrie der Schweiz, gehören rund 750 Firmen an.

Hüttengaudi im Milchkästli

Um das urchige Chalet im Vorgarten vom Seminarhotel Sempachersee zwischen Oktober und Weihnachten voll zu kriegen, kreierte die Agentur am Flughafen eine «Milchkästli-Streuwurfaktion».

Dazu wurde ein Milchkästli füllendes Papierchalet mit Pop-up-Fonduetunkern entwickelt. Das selektiv an 12000 Innerschweizer Haushalte verteilte Mailing lud zum Hüttengaudi mit Raclette und Fondue ein und bot gleich eine Auswahl an Directresponsemöglichkeiten.

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Verantwortlich beim Seminarhotel Sempachersee, Nottwil: Remo Fehlmann (Direktor), Flurina Schenker (Leiterin Marketing und Verkauf). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen, Altenrhein: René Eugstair (Creative Direction), Dominique Rutishauser (Art Direction), Sereina Giger (Grafik), Miriam Egli (Beratung/Text), Janine Rohner (Assistenz/Media).
 

Alpha 245 bringt Philipp Fankhauser «Home»

Philipp Fankhausers neues Album ist da - grafisch umgesetzt von Alpha 245.

Und weil die Kreativen von Alpha 245 musikalisch nichts Wertvolles dazu beisteuern konnten, haben sie sich halt auf das konzentriert, was sie besser können: aufs Design eines ansprechenden CD Covers. Bereits das dritte CD-Artwork stammt nun schon aus der Schmiede von Alpha 245. Und auf dieses hier ist nicht nur die Agentur, sondern auch Philipp Fankhauser besonders stolz. Eine mehrjährige Zusammenarbeit, die rockt. Oder besser gesagt bluest.

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Verantwortlich bei Alpha 245: Dani Belser (Design & Realisation), Patrick Beeli (Creative Direction), Pam Hügli und Diana Wick Rossi (Gesamtverantwortung); Jonathan Heyer (Fotografie).
 

Havas: «Wie geht‘s Dir?» auch wirklich meinen

Die Stiftung Pro Mente Sana will mit einer Sensibilisierungskampagne von Havas Worldwide Zürich psychische Krankheiten zum Thema machen.

Über psychische Krankheiten, wie Phobien, Depressionen oder Essstörungen zu sprechen ist schwer. Nur selten redet man offen darüber. Die Schweizerische Stiftung Pro Mente Sana und die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich – in Zusammenarbeit mit den Kantonen Schwyz, Luzern und Bern sowie weiteren Gesundheitsorganisationen – möchten dies ändern und beauftragen Havas Worldwide Zürich mit einer Sensibilisierungskampagne, die psychische Krankheiten zum Gesprächsthema machen soll.

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Die auf Plakaten basierende Kampagne zeigt alltägliche Gesprächssituationen. In der Headline werden typische Gesprächsthemen mit tabuisierten psychischen Erkrankungen im gleichen Atemzug erwähnt. Diese Dissonanz der Begriffe macht klar: Ob Apfelsorten, Wetter oder Depressionen, man kann über alles ganz ungezwungen reden. Eben auch über psychische Gesundheit.

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Der Gedanke der Alltäglichkeit ist auch in der neuen Dachmarke verankert. Mit «Wie geht‘s Dir?» wird eine Frage neu belegt, die jeden Tag tausendfach gestellt wird. Wer gefragt wird, soll ungehemmt reden können. Und wer fragt, soll es auch wirklich so meinen dürfen. Die Kampagne will aber nicht nur sensibilisieren. Das Webportal Wie-gehts-dir.ch bietet zusätzlich Gesprächstipps und praktische Hilfe zu den wichtigsten Fragen rund ums Thema psychische Gesundheit.

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Die Kampagne wird am Internationalen Tag der psychischen Gesundheit am 10.10.2014 vorgestellt und hängt ab dem 13.10.2014 in den Kantonen Zürich, in Schwyz und Luzern. Für die folgenden Jahre ist die Teilnahme weiterer Kantone geplant.

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Verantwortlich bei Pro Mente Sana: Marcel Wisler; ISPMZ: Roland Stähli, Annett Niklaus. Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Axel Eckstein, Michael Kathe (Creative Director), Claude Eberhard (Digital Creative Director) Marietta Albinus, Denise Frech (Art Direction), Claude Schweizer, Davide Schenker (Grafik), Florian Birkner (Text), Caroline Ronzani, Nuria Büchi, (Beratung), Joachim Probst (Beratung Digital), Cara-Anne Specker (Art Buying).

 

Wir müssen Abschied nehmen

Es ist unsere schwere journalistische Pflicht, die Leserschaft unseres Werbewoche-Portals über den Tod unseres Chefredaktors Pierre C. Meier unterrichten zu müssen.

Tief traurig verharren wir in der Redaktion und können die Meldung immer noch nicht einordnen. Pierre C. Meier ist mit erst 66 Jahren von einem Schlaganfall aus dem Leben gerissen worden. Für seine Zukunft war er noch voller Pläne. In seiner Agenda warten viele Termine mit Menschen, die ihn jetzt nie mehr treffen können. In der Redaktion ist es ganz still.

Ein Schock für seine Angehörigen, denen wir unser tiefstes Beileid ausdrücken.

PCM, so sein Kürzel-Markenzeichen, hat als Chefredaktor während zwölf Jahren das Media Trend Journal verantwortet und seit zehn Jahren die Werbewoche redaktionell geführt. In einer Übergangsphase leitete er überdies den Medien&Medizin Verlag MMV in Zürich. Pierre war ein grundgütiger Mensch und Chef; bisweilen knorrig und etwas rabauzig, dennoch stets Gentleman der alten Schule, zuvorkommend, weltgewandt, von lateinischem Charme. Kein Wunder, dass Südfrankreich seine eigentliche Heimat war.

Pierre war ein Medienmensch durch und durch. Begonnen hat er in der Werbebranche, wo er während 20 Jahren in den verschiedensten Bereichen tätig war und unter anderem zusammen mit Theophil Butz die legendäre Agentur BSSM betrieb. Das waren noch Zeiten, als die Printtitel in Werbung schwammen. Später, als er in seinen Traumberuf des Journalisten wechselte, musste er den grossen Wandel beschreiben, den die Branche durchmacht und oft auch durchleidet; das Jammern über den digitalen Wandel und das teilweise Erstarren der Entscheidungsträger, die von der Entwicklung überfordert schienen. Das hat ihn immer beschäftigt und in vielen seiner Kolumnen, auch in seiner letzten vor zwei Wochen, rief er dazu auf, den Mut aufzubringen, Neues zu wagen.

Pierre war ein positiver Mensch, der Entwicklungen vorwärts trieb. Anfang 2003 hat er es unternommen, die Werbewoche einem gründlichen Relaunch zu unterziehen, er hat sie zu einem modernen Kommunikationsinstrument ausgebaut. Sein Kind, der Preis «Werber des Jahres», wurde zur wichtigsten schweizerischen Branchenauszeichnung, und wer den begehrten Egon in Händel hielt, hatte es in den helvetischen Werbe-Olymp geschafft. Sein perfektes Beziehungsnetz, seine persönlichen Kontakte, seine Offenheit und Spontaneität, haben ihm Tür und Tor geöffnet. Wenn es einen Schweizer «Mister Media» gab, dann war dies Pierre C. Meier.

Wo er mit seiner Kamera auftauchte, sei es an einem Werbeanlass, einer Premiere oder am Verlegerkongress, war die Welt sofort in Ordnung. Man wusste: Wenn PCM da ist, kann nichts mehr schiefgehen.

Pierre, wir alle werden Dich sehr, sehr vermissen.

Verlag und Redaktion der Werbewoche
 

The House Agency kreiert Skoda Crazy Hockey League

Pünktlich zum Beginn der Eishockeysaison fiel der Startschuss für die Skoda Crazy Hockey League Hockey.skoda.ch, welche The House Agency für Skoda Schweiz konzipiert und umgesetzt hat.

Mit der Initiative macht die Agentur auf das langjährige Engagement von Skoda im Schweizer Eishockey aufmerksam. Das Unternehmen engagiert sich seit vielen Jahren unter anderem als Referee Partner, Partner von Swiss Ice Hockey und dem internationalen Traditionsturnier «Spengler Cup». Zu einer echten Attraktion wird die Skoda Crazy Hockey League durch die verrückten Quizfragen, für die insgesamt 18 Schweizer Hockey Spieler interviewt wurden. Darunter Grössen wie NHL-Star Rapahel Diaz oder NHL-Goalie Jonas Hiller.

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Herausgekommen sind Fragen, die lustige Fakten über die einzelnen Spieler enthüllen: Welches Ausrüstungsteil findet Andres Ambühl am unbequemsten? Aber auch echtes Fachwissen über den Schweizer Lieblingssport ist gefordert, wenn gefragt wird, welcher Spieler den Einsatzrekord bei der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft hält. Jede Woche müssen die Teilnehmer der Skoda Crazy Hockey League innerhalb von zwei Minuten fünf Fragen beantworten, deren Schwierigkeitsgrad im Verlauf des Spiels zunimmt.

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Auf dem Spiel stehen verschiedene Preise. Der Champion gewinnt eine Reise nach Kanada, das Mutterland des Eishockeys, im Wert von 5'000 Franken. Auf den Vize-Meister wartet eine Reise im Wert von 1'500 Franken nach Prag, dem Austragungsort der Eishockey WM 2015. Jede Woche winken ausserdem tolle Überraschungspreise rund um das Thema Eishockey. Die Skoda Crazy Hockey League verläuft parallel zur Eishockeysaison in mehreren Phasen: Im «Trainingslager» vom 9. September bis 3. November können Spieler ihr Wissen testen und Zusatzpunkte über die Sozialen Medien sammeln, die in der «Hauptrunde» vom 4. November bis 13. April als Startguthaben angerechnet werden.

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Vom 26. Dezember bis zum 31. Dezember wird der «Spengler Cup» nicht nur in Davos ausgetragen, sondern auch bei der Skoda Crazy Hockey League. Zwei Wochen lang drehen sich die Quizfragen um das traditionelle Turnier. Und wenn im Februar die National League in die heisse Phase geht, starten auch bei der Crazy Hockey League die «Playoffs» mit noch kniffligeren Fragen.

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Detektiv angeheuert: Reporter fordert Freispruch

In St. Gallen hat ein Blick-Reporter 2011 einen Privatdetektiv angeheuert und über ihn vertrauliche Informationen von Polizisten erhalten. Er wurde deswegen verurteilt. Der Fall ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Am 24. November kommt es zur Berufungsverhandlung.

Der Blick-Reporter hatte 2011 versucht, vertrauliche Informationen über zwei Ermittlungen der Polizei zu erhalten. Zum einen ging es um die Festnahme einer Bande von Jugendlichen, denen Raubüberfälle zur Last gelegt wurden. Beim zweiten Fall handelte es sich um die Verhaftung von zwei Taxifahrern, denen Vergewaltigungen vorgeworfen wurden. Der Reporter hatte einen Privatdetektiv, einen ehemaligen Kantonspolizisten, angeheuert. Dieser beschaffte ihm über seine Kontakte Auskünfte über die Jugendlichen und im Fall der Taxifahrer Fotos zweier Verdächtiger. Der Privatdetektiv erhielt 800 Franken für die Bilder, die danach im Blick publiziert wurden. Später stellte sich heraus, dass einer der darauf abgebildeten Taxifahrer unschuldig war.

Reporter verlangt Freispruch

Das Kreisgericht Wil hatte den Journalisten am 16. Mai 2013 wegen Anstiftung zu Verletzung eines Amtsgeheimnisses zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen verurteilt. Der Privatdetektiv erhielt wegen des gleichen Tatbestands eine bedingte Geldstrafe von 240 Tagessätzen. Einer der beiden Polizisten, der Informationen weitergegeben hatte, wurde wegen Amtsgeheimnisverletzung ebenfalls zu einer bedingten Strafe von 45 Tagessätzen verurteilt. Die Forderung des Taxifahrers nach Schadenersatz von 30'000 Franken lehnte das Gericht ab. Dieses Urteil akzeptierten sowohl der Polizist als auch der Privatdetektiv. Der zweite Polizist hatte den Strafbefehl nicht weitergezogen. Damit sind vor Kantonsgericht am 24. November noch zwei Verfahren offen: In der Berufungsverhandlung fordert der Journalist einen Freispruch. Und der Taxifahrer verlangt Schadenersatz sowie eine Genugtuung. (SDA)

Neue LGK zeigt die schönen Seiten des Herbsts

Dieser Herbst wird alles andere als trist und grau. Das zeigt ein Blick in die aktuellen Herbstkataloge von Interio, konzipiert und gestaltet von der Agentur Neue LGK.

Interio bringt diesen Herbst drei so schöne wie unterschiedliche Wohntrends in unser Zuhause. Damit die Möbel und Wohnaccessoires der aktuellen Kollektion schön zur Geltung kommen, hat die NEUE LGK erstmals nicht einen, sondern drei eigenständige Kataloge geschaffen, (insgesamt 168 Seiten). Inspiration boten dabei die Stilrichtungen «Indian», «Natürlichkeit» und «Vintage». In den drei Katalogen ist viel zu entdecken: die farbenfrohen Seiten des Herbstes, viele schöne Neuheiten und zeitlose Klassiker. Alle drei Kataloge liegen ab sofort in den Einrichtungshäusern auf und bei den Stammkunden bereits im Briefkasten.

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Verantwortlich bei Interio: Reto Waidacher (CEO), Bettina Korn (Leitung Marketing), Nadine Christen (Marketing), Andrea Limberger (Styling). Verantwortlich bei Neue LGK: André Benker, Hans Tanner (Creative Direction), Stephan Wittwer (Art Direction), Andrea Bachofner, Marion Kähler, Jeannine Moser, Miro Pfister (Grafik), Heike Gross (Text), Lars Müller, Linda Frunz, Nick Schoberth (Beratung); Nicole Bachmann, Annette Fischer, Christoph Kern, Marcel Koch (Fotografie); Kathrin Brunner, Regula Wilson, Alexander Wegner (Styling Foto); All In Production GmbH (Produktion); Ansichtsache (Lithografie).

 

Erster Deutsche E-Book Award geht in die Schweiz

Die Schweizer Produktionsfirma Docmine gewinnt an der Frankfurter Buchmesse mit dem Videobook «Carl Lutz – Der vergessene Held» den ersten Deutschen E-Book Award.

In der Kategorie E-Book-Apps hat sich das Startup aus Zürich gegen namhafte Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgesetzt. Das Videobook ist eine Koproduktion mit dem Schweizer Fernsehen SRF.

Artikel aus der Werbewoche 15/2014 über Docmine

Am Mittwoch hat im Rahmen der Frankfurter Buchmesse zum ersten Mal die Verleihung des Deut-schen E-Book Awards stattgefunden. Eine hochkarätig besetzte Jury hatte in den Kategorien «E-Books» und «E-Book-Apps» das beste Werk der vergangenen 12 Monate zu küren. Dabei wurde in der Kategorie «E-Book-Apps» das Videobook «Carl Lutz – Der vergessene Held» ausgezeichnet. Dieses Videobook erzählt die Geschichte des Schweizer Diplomaten Carl Lutz, der in Budapest mehr als 50'000 Juden vor dem Holocaust gerettet hat. Der Initiator des Preises, Robert Goldschmidt, begründete die Entscheidung der Jury damit, dass in diesem Videobook mit der Verzahnung von textlicher und filmischer Beschreibung mit anderen Content-Elementen digitales Storytelling auf höchstem Niveau realisiert werde. Videobooks werden als Apps für Tablets angeboten und sind im App Store von Apple oder bei Google Play erhältlich.

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Vom Ursprung her ist das ausgezeichnete Unternehmen Docmine eine Filmproduktion. Unter der Regie von Daniel von Aarburg hat Docmine parallel zur Veröffentlichung des Videobooks auch eine Dokumentation erstellt, welche kürzlich im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt und im Rahmen des Zurich Film Festivals präsentiert wurde. «Vielleicht ist es bezeichnend für den Umbruch in der Verlagsbranche, dass ausgerechnet wir als ursprüngliche Filmproduktion diesen Preis gewinnen konnten», sagt der Geschäftsführer von Docmine, Patrick M. Müller. «Denn die Digitalisierung der Inhalte ermöglicht neue Erzählformen, wo die Grenzen zwischen den einzelnen Medien verschwimmen.» Die Dokumentation über Carl Lutz hat das Schweizer Fernsehen koproduziert, und die SRG hat das Projekt innerhalb des Förderprogramms «Pacte Multimedia» finanziell unterstützt.

Die Basis für das Videobook bildete ein ausführliches Skript über Carl Lutz' Lebensgeschichte vom Re-gisseur Daniel von Aarburg sowie das gesamte Rohmaterial, welches bei den Dreharbeiten zur Doku-mentation entstanden ist. «Dank des Videobooks hatte ich die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge mittels anderen Medien wie Texte und interaktiven Grafiken zu vertiefen», erläutert von Aarburg. «Vor allem konnte ich Zeitzeugen-Aussagen ins Videobook aufnehmen, welche ich aufgrund der Filmdrama-turgie weglassen musste. Das war mir ein sehr grosses Anliegen».

Die einzelnen Medien des Videobooks – Videosequenzen, Originalaufnahmen, interaktive Grafiken und Texte – hat das Team in der Zweitniederlassung von Docmine in München zu einem digitalen Erzähl strang unter der kreativen Leitung von Robin Burgauer zusammengefügt. «Lutz hinterliess ein umfasse des Archiv von selbstgedrehten Filmen und ästhetischen Fotografien aus seiner Zeit in Budapest. Wir haben deshalb auf eine visuelle Erzählweise besonderen Wert gelegt, die auch Lutz' eigenem Stil und Ästhetik entsprechen sollte», so Burgauer.

Erfreulich für die Produktionsfirma Docmine ist laut Mitteilung ausserdem, dass Apple das Videobook über Carl Lutz zur Zeit in den deutschsprachigen iTunes Stores in die Kategorie «Beste neue Apps» aufnahm. Zuvor hat Docmine bereits die Videobooks zur SRG-Serie «Die Schweizer» produziert und begleitet auch einige kulturelle Institutionen wie das Goethe-Institut und Grossunternehmen bei der Erstellung digitaler Publikationen. Die Tom Talent Holding des Schweizer Medienunternehmers Thomas Sterchi (Gründer von Jobs.ch) ist zur Hälfte an Docmine beteiligt.
 

Contexta und Tchibo feiern die Mütter

Jede Mutter möchte das beste Mami der Welt sein. Tchibo hilft ihr dabei mit einem vielfältigen Angebot. Contexta verpackt mit dem TV-Spot «Mis Mami» die Stärken des Detailhändlers in eine Hommage an alle Mütter.

Die Schweizerinnen und Schweizer kennen die Marke Tchibo. Die vielfältigen und immer wieder überraschenden Themenwelten in den Filialen und auf dem Onlineportal sind in der Schweiz jedoch weniger bekannt. Deshalb soll die Marke Tchibo in der Schweiz, insbesondere in der Romandie, stärker positioniert werden. Der von der Agentur Contexta konzipierte TV-Spot «Mis Mami» zeigt den kindlichen Wettbewerb um die beste Mutter als Liebeserklärung an alle Mamas. Durch den verbalen Schlagabtausch zwischen Lucie und Max entsteht eine schöne und sehr charmante Geschichte, die uns auf subtile Art die einzigartige Produktvielfalt von Tchibo näherbringt.

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Darüber hinaus wird die Marke Tchibo durch den erfrischenden Blick der beiden Kinder emotional auf-geladen und in den Köpfen der Zielgruppe positiv verankert. Als eine Marke, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und dessen unterschiedliche Bedürfnisse kennt – nicht zuletzt jene von Müttern. Der Spot läuft auf allen Schweizer Kanälen und wird von passenden Bannern flankiert, die direkt zum aktuellen Online-Angebot von Tchibo führen.

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Verantwortlich bei Tchibo Schweiz: Jürg Bodenmann (CEO), Annette Bernath (Director Marketing and Communications). Verantwortliche Agentur: Contexta Werbeagentur BSW, Bern. Filmproduktion: Stories, Zürich (Regie Laurentius Emmelmann, Kamera Tommy Widner, Produzentin Stefanie Bereiter, Schnitt Kathrin Schmoll). Musik: Yessian Music. Media: Konnex, Winterthur.

 

Architekt des Markenerlebnisses

Oberhalb der Kronenhalle in mit Stuckaturen besetzten Räumen liegt das Domizil der Branders Group. Seit einigen Monaten hat die Markenagentur einen neuen Strategy Director. Philippe Knupp, ausgebildeter Architekt, sammelte Erfahrungen als Senior Consultant bei der international tätigen Branding-Agentur Interbrand sowie als Strategy Development Manager bei Nestlé – und vermisst den Architektenberuf kein bisschen.

Ein Architekturstudent wird Architekt – diese Vorstellung widerlegte Philippe Knupp gleich nach seinem Abgang von der ETH. Unmittelbar nach seinem Abschluss als Architekt rutschte er bereits in die Beratung. Dies bei der Management- Consulting-Firma Accenture. «Man hat gleich gelernt zu arbeiten. Ausserdem war es eine gute Gelegenheit, in etwas Neues einzutauchen», meint er rückblickend. Dabei habe er wohl am meisten gelernt. Spannend sei vor allem gewesen, festzustellen, wofür man ein Studium sonst noch gebrauchen könne. So begleitet ihn bis heute vor allem ein Aspekt: die gesamtheitliche Entwicklung einer Idee. Denn das Studium des Architekten sei nicht nur stark analytisch geprägt, es gelte auch, unterschiedlichste Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. «Von der kreativen Idee bis zum Resultat ist ein langer Weg zu gehen, um etwas Ganzheitliches zu schaffen», führt Knupp aus. Dafür sei sehr viel Weitsicht notwendig. Im Nachhinein sei der Wechsel von der Architektur in die Unternehmensberatung ein grosser Glücksfall gewesen, eine Horizonterweiterung, und schlussendlich gar der Einstieg in ein neues Gebiet.

Seitwärtsbewegung in der Laufbahn

Nach rund vier Jahren bei Accenture entschied Philippe Knupp, dass er doch noch ein breiteres wirtschaftliches Wissen erwerben sollte. So machte er einen MBA in Kanada und Holland, «witzigerweise in Rotterdam, wo ich auch wieder einen starken Architektur- Bezug entdeckte», fügt er an. Gleichzeitig wollte Knupp in Rotterdam mit dem MBA eine Art Seitwärtsbewegung in der Laufbahn machen, grundsätzlich aber auch wieder «in einen kreativeren Bereich» einschwenken, wie er sagt. Als von mehreren Seiten die Frage kam, was er denn eigentlich von Branding halte, begann er sich eingehender und mit wachsendem Interesse mit dem Thema zu befassen. Durch einen ehemaligen Mitstudenten in Rotterdam, der bei Interbrand arbeitete, startete Knupp in die Markenwelt. Bei Interbrand hatte er eine strategische, analytische Rolle und erlangte dadurch Einblicke in die Werte-Welten, welche Marken aufbauen können. «Marken vermitteln Bilder und sind gleichzeitig Projektionsflächen», erzählt Knupp von seinen ersten Eindrücken des Branding. Ein übergeordnetes Ziel einer Marke sei es, ein Erlebnis zu schaffen, das das Kundenverhalten positiv beeinflusse und dadurch Wert generiere. Durch das Markenerlebnis werde das Markenversprechen eingelöst oder nicht. Dies wiederum habe einen entsprechend positiven oder negativen Einfluss auf werttreibende Parameter wie Kaufwahrscheinlichkeit, Kundenzufriedenheit, Weiterempfehlungsbereitschaft und Loyalität. Wichtigste Voraussetzung für die Schaffung eines Markenerlebnisses sei es deshalb, ein Verständnis für die Kundenperspektive zu entwickeln: «Kunden verstehen heisst, die Welt mit ihren Augen sehen», fasst Knupp zusammen.

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Markenerlebnisse schaffen

Kurz war Philippe Knupp auch bei Nestlé tätig, was ihm die Gelegenheit gab, die «Branding-Geschichte», wie er es nennt, von Unternehmensseite her kennenzulernen. Doch die Corporate-Seite sei nicht seine Welt. Aus der Erbschaft der Architektur habe sich das wohl so ergeben, dass er lieber projektorientiert arbeite. Denn diese Aufgaben seien mehr auf die Sache bezogen als die politischen Spiele, welche im Hintergrund bei grossen Unternehmen immer auch reinspielen. Danach ging es für Philippe Knupp weiter in die Strategieberatung. Bei Prophet im Zürcher Büro hatte er die Möglichkeit, gleich an internationalen Projekten mitzuarbeiten. Die Ausrichtung lag hier stark in der Strategieentwicklung. Philippe Knupp fehlte jedoch hierbei das Ganzheitliche, von der Strategie bis zur Umsetzung. Daher kam er nach Interbrand und Prophet zum Schluss, dass ihm eine «inhabergeführte Boutique» viel eher entspreche als ein internationales Netzwerk. Denn kleinere Agenturen wie Branders hätten eine sehr gute Möglichkeit, als Team zusammenzuarbeiten, sich auszutauschen. «Ein weiterer Grund, warum ich jetzt hier bin, ist, weil ich die analytische, strategische Komponente von Branders weiter stärken möchte», erzählt Knupp. Zudem habe eine kleinere Agentur immer die Möglichkeit, massgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, anstatt Gefahr zu laufen, immer wieder dieselben Modelle anzuwenden. Dies sei generell sein Credo: «Nichts von der Stange», führt er aus. Stattdessen wolle man bei Branders Markenerlebnisse schaffen.

Und hier kommt der Stratege Philippe Knupp ins Spiel: «Ein Markenerlebnis setzt sich aus vielen Erlebnismomenten zusammen, sogenannten Touchpoints. Als Kunde kommt man mit vielen solchen Berührungspunkten in Kontakt. Und die Menge der Berührungspunkte wird immer grösser, auch bedingt durch technische Neuerungen. Hier liegt für Unternehmen die Schwierigkeit, nämlich trotz vieler Berührungspunkte einen Auftritt zu schaffen, der ganzheitlich ist, in sich stimmig – sodass das gesamthafte Markenerlebnis auf einen Kern oder eine Idee zurückgeführt werden kann, welche im Zentrum steht», beschreibt Knupp die Herausforderung. So ist bei der Markenagentur seit vier Monaten ein Architekt tätig, der sich auf die strategiegetriebene Schaffung von ganzheitlichen Markenerlebnissen konzentriert. «Wichtig hierbei ist, dass man auf allen Touchpoints dasselbe Bild vermittelt», sagt Knupp. Denn es wäre für den Kunden verwirrend, wenn eine Marke sich auf Facebook anders präsentieren würde als etwa in ihren Verkaufsfilialen oder im Rahmen ihrer Marketing-Kommunikation. Was in der Theorie logisch klingt, erfordert in der Praxis eine strategische Herangehensweise und eine detaillierte Planung. Trotz einer höheren Komplexität, welche eine Präsenz auf allen Kanälen mit sich bringt, ist Knupp überzeugt: «An allen Touchpoints präsent zu sein, und dies auch mit einem stimmigen ganzheitlichen Bild, ist heute eine Notwendigkeit».

«Kundenfokus bleibt das A und O»

«Jeder Berührungspunkt hat neben seiner Aussenwirkung aber auch eine unternehmensinterne Komponente, die es zu berücksichtigen gilt», betont Knupp. Die Schaffung von einzelnen Erlebnismomenten sei letztendlich auch das Resultat von internen Strukturen, Ablauforganisationen, Verantwortlichkeiten bis hin zum Verhalten jedes Mitarbeiters, das darauf ausgerichtet sein müsse, die Marke korrekt zu spiegeln und erlebbar zu machen. «Silo-Denken wäre hier fehl am Platz», fügt er an und holt aus: «Was es braucht, ist ein ganzheitliches, funktionsübergreifendes Management. Dies ist auch der Grund, warum Branding vielerorts als unternehmensstrategisches Thema behandelt wird.» Philippe Knupp ist auch persönlich fasziniert von den Abläufen eines Markenerlebnisses. Er vertritt entsprechend eine klare Strategie: Kundenfokus bleibt das A und O und die Gestaltung von Markenerlebnissen muss sich danach richten. Dies zieht sich durch bis zur detaillierten Ausgestaltung einzelner Kundeninteraktionen und die Positionierung und Sequenzierung positiver Erlebnismomente. Gerade in diesem Zusammenhang sei es wichtig, Schwachstellen zu priorisieren, da negative Erlebnisse einen vier- bis fünfmal höheren Einfluss auf das Gesamterlebnis haben wie positive. Dies sei umso kritischer, als Kunden heutzutage Möglichkeiten haben, ihre Markenerlebnisse auch aktiv zu kommentieren und Marken weiterzuempfehlen oder auch nicht.

«Früher haben Unternehmen den Kunden gesagt, was ihre Marke ist, aber heute sagen das die Kunden einander selber», bringt Knupp die aktuelle Situation des Branding auf den Punkt. Zusätzlich könne man auch nicht überall gleich Einfluss nehmen. Darum sei es umso wichtiger, an den beeinflussbaren Punkten eine klare Konsistenz und ein möglichst kohärentes Bild zu vermitteln. Ausserdem werden Kunden heute immer stärker auch individuell involviert. «So etwa Nike», fügt Knupp an. NIKEiD biete seinen Kunden die Möglichkeit, ihre Turnschuhe selber zu entwerfen. Ausserdem können Kunden mit dem NIKE+ Fuel- Band für sich selbst festhalten und andere wissen lassen, wo sie (vielleicht sogar mit den selbst entworfenen Schuhen) überall entlangjoggen. Mit derselben Begeisterung erzählt Philippe Knupp von weiteren Peer-to-Peer- und Involvement-Massnahmen – der Architekt ist ganz in seinem Element. Er habe öfter mit Unternehmen zu tun, die sich der schieren Menge an Kontaktpunkten zu ihren Kunden überhaupt nicht bewusst seien, auch wenn sie ihre Marke sehr gut kennen. Bei der Erlebbarmachung einer Marke ist aber genau das der springende Punkt: «Das Gesamtbild, wo und wie eine Marke überall präsent ist, schafft die Grundlage für den Aufbau eines überzeugenden Markenerlebnisses.»

Ursina Maurer

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In Kürze

Philippe Knupp ist seit Juli 2014 als Strategy Director bei Branders Group AG tätig. Seine Spezialitäten liegen im Bereich Branding, Marketing, Innovation, Design und Analyse. Als letzte Ausbildung machte er einen MBA an der Rotterdam School of Management. Oktober 1998–August 2003: Consultant bei Accenture März 2005–Juli 2008: Senior Consultant bei Interbrand Juli 2008–August 2009: Strategy Development Manager bei Nestlé September 2009–Juni 2014: Senior Engagement Manager bei Prophet Seit Juli 2014 Strategy Director bei Branders Group AG

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«Ello» bald wieder «Goodbye»?

Keine Werbung, kein Pornoverbot und einen Namen nach Wahl: Ello verspricht, wie bereits so einige vor ihnen, anders zu sein als die gängigen sozialen Netzwerke.

Die Macher setzen auf ein individualistisches Design mit vielen leeren Flächen. Farben wie Grau, Schwarz und Weiss dominieren die noch sehr einfach aufgebaute Beta-Website. Ja, Ello wirkt geradezu minimalistisch. Doch was überhaupt ist dieses Ello und was bietet die neue Plattform wirklich?
 

Die NZZ, Blick, 20 Minuten und Viva berichteten. Seitdem diverse US-Medien über Ello schreiben, sorgt das neue soziale Netzwerk auch hier für grossen Lesestoff. Ello als das neue Anti-Facebook oder vielleicht sogar der definitive Facebook-Killer? Fragen über Fragen.

Das Unternehmen spricht bereits von etwa 27 000 neuen Nutzern pro Stunde. Derzeit versprüht das Netzwerk noch einen Hauch von Exklusivität, denn registrieren darf sich nur, wer eine Einladung erhält. Grund für den plötzlichen Hype war vor allem die in der Kritik stehende Klarnamenpflicht auf Facebook. Es sieht so aus, als würde Ello seine Nutzer dort abholen, wo Facebook sie im Stich lässt.

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Usericons auf Ello (Bild: Keystone)

Ello selbst bezeichnet sich als transparente Facebook- Alternative mit Datenschutz, jedoch ohne Anzeigen und ohne Klarnamenzwang. Und alle Achtung; selbst Nacktbilder sind erlaubt, sofern sie als NSFW gekennzeichnet sind (Not Safe For Work) und auch sonst nimmt man bei Ello kein Blatt vor den Mund: Die Hilfesektion nennt sich beispielsweise wtf (What The Fuck). Was die Features betrifft, ähnelt Ello trotz der minimalistischen Präsentation dem grossen Platzhirsch Facebook. Kleine Abweichungen gibt’s trotzdem: Auf Freundschaftsanfragen wird verzichtet, den Nutzern folgt man ähnlich wie bei Twitter und auch die Profile sind öffentlich zu bewundern. Nutzer, denen man folgt, werden unter «Friends» und «Noise»unterteilt.

Unter «Friends» erscheinen diejenigen Personen, die uns auch wirklich am Herzen liegen und deren Updates dann vergrössert dargestellt werden. «Noise» hingegen sammelt sämtliche Bekannten und Kanäle, von deren Inhalten man sich nur manchmal berieseln lassen möchte. Interaktion zwischen Nutzern ist (leider) nur über Kommentare möglich und anstatt «Likes» bietet Ello «Views». Sich auf Ello zu vernetzen, ist gar nicht mal so einfach, denn die Suche nach anderen Mitgliedern funktioniert nur, wenn man deren Ello-Namen kennt. Auch eine Mobile-App existiert noch nicht. #fail. Nun, vor Ello haben bereits diverse Netzwerke wie zum Beispiel Diaspora oder App.net versucht, Facebook zu stürzen, doch meist erwiesen sich diese als kurze Strohfeuer, die dann wieder verblassten. Daher glaube ich, wird es auch diesmal heissen: «Ello & Goodbye ».

Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management HWZ (Hochschule für Wirtschaft Zürich).

www.fh-hwz.ch/smm

 

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