Erste Nutzerzahlen für Friday Online bekannt

Im September ging 20 Minuten Friday mit einem Blog online – und zeigt sich mit den am Montag veröffentlichten Nutzerzahlen zufrieden.

Der Blog des People- und Lifestylemagazins 20 Minuten Friday ergänzt die Online-Themenwelt von 20 Minuten mit seinem Fokus auf Lifestyle und Gesellschaftsthemen erfolgreich, wie es in einer Mitteilung heisst. Zwei Monate nach der Lancierung werden erstmals Net-Metrix-Audit-Zahlen für Friday Online ausgewiesen: Im Monat Oktober verzeichnete der Blog bereits 619‘000 Unique Clients. Die Zahl der Visits belief sich auf 1‘494‘582 und total wurden 4‘044’648 Page Impressions generiert. Verlagsleiterin Annina Flückiger sowie die Co-Redaktionsleiterinnen Kerstin Netsch und Sabine Eva Wittwer freuen sich über den Erfolg: «Grossartig, dass sich die Marke Friday auch online so schnell etabliert hat und der Blog zum täglichen Begleiter unserer Zielgruppe geworden ist. Darauf wollen wir aufbauen und Friday Online weiterentwickeln.» Friday-magazin.ch wurde im September 2014 lanciert und von der Agentur Hinderling Volkart umgesetzt (Werbewoche.ch berichtete).

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«Gebührenzahler wollen keine Medienhäuser wie Tamedia subventionieren»

SRG-Generaldirektor Roger de Weck erklärt im Interview mit der NZZ am Sonntag unter anderem, wie er sich die Zusammenarbeit mit den Verlegern vorstellt.

Bei der Frage, ob sich Service Public nicht auch mit geringeren Kosten finanzieren lasse, erinnert Roger de Weck wie im vergangenen «Medien-Club» daran, dass die SRG in der Schweiz mit ihren vier Landessprachen ungleich mehr finanziellen Aufwand betreiben müsse. So habe beispielsweise das ZDF für einsprachiges Fernsehen 40 Prozent mehr Mittel zur Verfügung als die SRG für Radio- und Fernsehen in vier Sprachen. Aufgrund der hohen Fixkosten des Rundfunks würde zudem ein Abbau der 24 Kanäle nicht viel bewirken.

Der SRG-Generaldirektor legt Wert darauf, dem Medienwandel gerecht zu werden. Man wolle für Internet spezifische audiovisuelle Angebote entwickeln, die mit den Kanälen zusammenspielen. Als Beispiel nennt er das 2012 lancierte Do-it-yourself-Radio, mit dem sich per App aus den Inhalten der verschiedenen SRG-Radiokanäle ein eigenes Programm zusammenstellen lasse.

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Über den Konflikt mit den Medienhäusern über die gebührenfinanzierte Konkurrenz im Internet erklärt de Weck, er habe den Verlegern ein «attraktives Angebot» gemacht: Zeitungen dürften die SRG-Videos auf ihren Websites einbetten, im Gegenzug wolle man an den Werbeeinnahmen beteiligt werden. «Für kleinere Zeitungen wären das minimale, für grössere Zeitungen moderate Beiträge», so de Weck. Das sei angemessen, denn Gebührenzahler würden keine Medienhäuser wie Tamedia mit 15 Prozent Rendite subventionieren wollen. Für private Nutzung sei das Service-Public-Angebot kostenlos, für kommerzielle Nutzung nicht. Ihm widerstrebe generell der Gedanke, journalistische Leistung zu verscherbeln. Auf die Forderung der Verleger, die SRG müsse ihr Internetangebot kostenpflichtig machen, erwidert de Weck, Blick und 20 Minuten hätten mehr Besucher als SRF. Und der NZZ würde SRF seines Wissen nicht das Leben erschweren. Man lege aber weiterhin den Schwerpunkt auf audiovisuelle Inhalte und verschwende «keine Sekunde darauf, Zeitung zu machen».

Guter Journalismus lässt sich nicht industrialisieren

Dem Vorschlag von Avenir Suisse, die SRG solle zum «Content Provider» werden (Werbewoche.ch berichtete), entgegnet de Weck einerseits, guter Journalismus lasse sich nicht industrialisieren. Andererseits würde mit diesem Modell der einzige wettbewerbsfähige schweizerische Kanal verschwinden. Private könnten diese Lücke nie füllen, da die teuren audiovisuellen Produktionen in der kleinen Schweiz ein Verlustgeschäft seien. Die SRG habe die kritische Masse, mit den ausländischen Anbietern in Konkurrenz treten zu können. Ausserdem trage die SRG zur Medienvielfalt bei, da ansonsten in der Romandie, in Bern oder Graubünden nur ein tonangebendes Medienhaus übrigbliebe. (hae/NZZaS)

Bild: Keystone
 

Mit der App von Search.ch gegen Werbeanrufe

Die App von Search.ch bietet eine Möglichkeit, sich vor lästigen und zeitraubenden Werbeanrufen zu schützen. Profitieren können von der Funktion systembedingt nur Android-Nutzer.

Unerwünschte Telefonanrufe auf das mobile Telefon sind ärgerlich. Diese Anrufe häufen sich besonders vor dem Ablauf der Frist zum Krankenkassenwechsel. Immer mehr Callcenter rufen heutzutage nicht mehr mit anonymen Nummern an, sondern geben sich vermeintlich zu erkennen, wie Search.ch in einer Mitteilung schreibt. Dank der integrierten Anruferkennung der App von Search.ch bleiben auch solche Anrufe nicht unentdeckt. Zum Zeitpunkt des Anrufes prüft die App die Telefonnummer des Anrufers. Ist diese Nummer nicht im persönlichen Telefonbuch des Smartphone-Nutzers gespeichert, durchsucht die App dank der Anruferkennung umgehend das Telefonbuch von Search.ch mit knapp vier Millionen Einträgen. Der Firmenname wird ohne zeitliche Verzögerung auf dem Display des Smartphones angezeigt.

Findet die App durch den Abgleich heraus, dass es sich beim Anrufer um ein Callcenter handelt, wird der Klingelton und eine allfällig eingestellte Vibration des Smartphones vorübergehend unterdrückt. Damit wird verhindert, dass unerwünschte Anrufer den Benutzer stören. Die bewusst «verpassten» Anrufe werden samt Kennzeichnung als Callcenter im Smartphone aufgelistet. Zur Vervollständigung der schwarzen Liste können nicht registrierte Callcenter-Nummern über ein Formular auf Admin.tel.search.ch übermittelt werden.

Die integrierte Anruferkennung funktioniert mit Android-Smartphones. Die App von Search.ch ist auch für iOS-basierte Smartphones verfügbar, jedoch sperrt dieses Betriebssystem gewisse Berechtigungen, die für die Anruferkennung notwendig sind. Die Unterdrückung der Telefonnummern setzt ein mobiles Datenabonnement voraus und kann in den Einstellungen jederzeit deaktiviert werden.

Symbolbild (Callcenter): Keystone

Zu guter Letzt: Jäger des verbotenen Oscars

UPC Cablecom dekorierte eine Pressekonferenz mit Oscar-Statuen. Das Unternehmen hat die Rechnung ohne den Oscar-Jäger gemacht – und diese nun erhalten.

Konkret ging es um die Präsentation der Netflix-Konkurrenz Myprime. Zum monatlichen Fixpreis können mit dem neuen Dienst von UPC Cablecom Filme, Serien, Dokumentationen und Kindersendungen unbegrenzt auf allen Devices konsumiert werden. Um entsprechend Hollywood-Atmosphäre zu erzeugen, stellte UPC Cablecom bei der Medienkonferenz im September mannshohe Oscar-Statuen auf.

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Meinte es nur gut: Eric Tveter, CEO von UPC Cablecom mit Oscar (Bild: Keystone)

Die Dekoration stiess bei den Rechtehinhabern der Oscar-Statue auf wenig Begeisterung: Die Academy of Motion Picture Arts aus Beverly Hills mobilisierte ihren Zürcher Anwalt Daniel Marugg. Sein Einschreiten führte laut UPC-Cablecom-Sprecher Andreas Werz zwischenzeitlich zu einer «gütlichen Einigung» mit der Academy. Wie gütlich diese Einigung konkret war, zeigt nun die Zeitung Schweiz am Sonntag: UPC Cablecom musste sich nicht nur freikaufen – über den Betrag wurde wie immer Stillschweigen vereinbart – sondern auch noch die Statuen an Anwalt Marugg aushändigen. In seiner Altenburger Kanzlei warten die todgeweihten Oscars nun auf ihre Vernichtung.

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Kein Sonderfall für Marugg: Wie der «Oscar-Jäger» gegenüber Schweiz am Sonntag verrät, hat er in den letzten zehn Jahren nicht weniger als 80 solcher Statuen «aufgespürt und vernichten lassen». Die kleinen Plastik-Statuen nicht mitgerechnet, versteht sich. Ebenfalls im Visier des Anwalts: Firmen, die den Namen Oscar unrechtmässig verwenden, um Produkte zu bewerben.

Aber der Weg ist noch lang. Erst wenn die letzte unlizenzierte Oscar-Statue dieser Welt der lokalen Müllverbrennung übergeben und die letzte «Vater des Jahres»-Oscarkopie vom Bulldozer überrollt wurde, kann sich Oscar-Jäger Marugg zur Ruhe setzen. Übrigens: Unbestätigten Gerüchten zufolge soll die Vernichtung der Cablecom-Statuen öffentlich auf dem Dorfplatz Altenburg vollzogen werden. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, dem Spektakel beizuwohnen und anhand des statuierten Exempels zu lernen, dass auch geistiges Eigentum Eigentum ist.

Thomas Häusermann

Oscar auf Teaserbild: Keystone / Grafik: hae

 

Dario Cologna hat eine Neue

Die St. Moritzer Agentur Spot Werbung hat den neuen Web-Auftritt für den erfolgreichsten Schweizer Langläufer aller Zeiten realisiert. Die neue Webseite ist in Responsive Design programmiert und stellt Dario Colognas Social-Media-Posts ins Zentrum.

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Dario Cologna hat in der Saison 2008/09 als erster Schweizer überhaupt den Gesamtweltcup im Langlauf gewonnen. Bei Olympischen Spielen errang er bisher drei Goldmedaillen, bei Weltmeisterschaften eine. Je dreimal konnte er die Tour de Ski und die Gesamtwertung des Skilanglauf-Weltcups für sich entscheiden. Jetzt präsentiert sich der erfolgreichste Schweizer Skilangläufer mit einer neuen Präsenz im Web: Unter Dariocologna.ch finden Besucher alle wesentlichen Infos des gebürtigen Münstertalers. Die Webseite wird dank Responsive Design auf sämtlichen Bildschirmgrössen optimiert angezeigt und zeigt prominent Dario Colognas Aktivitäten auf den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram.

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Die neue Webseite ist von Spot Werbung St. Moritz im Auftrag des Sportrechte-Vermarkters Tridem Sports in Freienbach realisiert worden, der Dario Cologna vertritt. Spot Werbung und Tridem Sports betreuen gemeinsam weitere Kunden wie beispielsweise den Engadin Skimarathon.

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DD Com: Prelaunch-Kampagne für Skoda

Bevor der neue Skoda Fabia im Januar 2015 in der Schweiz lanciert wird, inszeniert DD Com unter dem Motto «Selten so gestaunt» den dynamischen Newcomer aktuell in einer aufsehenerregenden Box im Hauptbahnhof Zürich.

Für ein Aha-Erlebnis bei den Passanten sorgt dabei nicht nur die erste Begegnung mit dem neuesten Skoda Modell, sondern auch ein eigens erstellter Moodfilm, der über einen in die Box integrierten Screen die Vorfreude auf die vielen Vorzüge des neuen Skoda Fabia steigert. Zur erfolgreich gestarteten Prelaunch-Kampagne gehören zudem eine von DD Com lancierte Mailingaktion für unterschiedliche Zielgruppen, ein Wettbewerb mit Sofortpreisen für die ersten 2‘000 Teilnehmer und eine begleitende Microsite, auf der sich staunende Skoda Fabia-Fans bereits jetzt für eine Probefahrt anmelden können.

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Die Kampagne realisierte DD Com gemeinsam mit AZ Direct (Adressselektion, Website), Richnerstutz, India Zelt und APG|SGA Mega Poster.

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Verantwortlich bei Amag Automobil- und Motoren: Jeannine Micheli (Marketingleiterin Skoda) Mario Montanari (Werbeleiter Skoda). Verantwortlich bei DD Com: Daniel Müri (CD), Florian Brand (AD), Olivier Kälin (Junior AD), Remo Christen (Leiter Beratung), Jasmin Jost (Beraterin), Heiko Baumann (DTP), Debora Raimondi (Bildbearbeitung). Bilder: Undknup.com.
 

«Papier ist für die Werbebranche sehr attraktiv»

Axel Wüstmann, CEO der AZ Medien, erklärt gegenüber der Schweiz am Sonntag, wieso man 20 Millionen Franken in eine neue Druckmaschine investiert hat und weiterhin auch auf Papier setzt.

Die teure Maschine, welche nicht nur Druckqualität erhöhe, sondern auch Strom, Wasser und Farbe spare, eröffne durch neue, effiziente Technologie Optionen im Druck für Dritte, so Wüstmann. Trotz Überkazitäten im Schweizer Druckmarkt, der Schliessung eines Standortes und Kapazitätsreduktion sei man gewillt gewesen, den Preis für die Unabhängigkeit zu zahlen. So könnten mit einer eigenen Druckerei beispielsweise Produkte- und Produktveränderungen geplant werden, ohne vorab der Konkurrenz Einblicke gewähren zu müssen. Zusätzlich erhöhe man sich die Flexibilität beim Druckzeitpunkt.

Trotz des Investitionsschwerpunktes auf elektronischen und digitalen Medien erachtet es Wüstmann als wichtig, auch das Zeitungs- und Druckgeschäft zu pflegen. Mit diesem verdiene man weiterhin gutes Geld, diese Wertschöpfung wolle man erhalten. Denn der AZ-Medien-CEO glaubt, dass die gedruckte Zeitung noch länger als von den Verlagen momentan angenommen erscheint. «Zunächst glaubt man bei neuen Technologien wie dem Internet, die Zukunft komme sehr langsam, dann erschrickt man und glaubt, die Zukunft komme extrem schnell.» Man befindee sich momentan in der zweiten Phase.

Wüstmann lobt die besonderen Eigenschaften von Papier. Diese seien aktuell in den Hintergrund geraten. So sei Papier für die Werbebranche attraktiv – Flyer, Beilagen oder Kundenmagazine würden ständig zunehmen. Regionale Nachrichten funktionierten ebenfalls sehr gut auf Papier, auch ein Vorteil sei die Reduktion der Informationsflut und das zeitliche «Festhalten» im minütlichen digitalen Informationsstrom. Wüstmann gesteht aber ein: «Ein Wachstumsmarkt ist es allerdings nicht.» Die Zeitungsverlage müssten sich weiter anpassen und gleichzeitig neue, innovative Wege zum Leser finden. (hae/SaS)

Bild: Keystone
 

Agentur am Flughafen: «mein erstes Piercing»

Die Agentur am Flughafen bewirbt die Initiative «mein erstes Piercing», die Erziehungsberechtigte und andere Interessierte über das Thema aufklärt.

Piercen gilt – gut gemacht – als Kunstform. Und doch sehen sich Gepiercte immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert. Nicht zuletzt deshalb zeigen sich Eltern oft nicht allzu begeistert über die Piercing-Wünsche ihrer Heranwachsenden. Aber können sie es überhaupt verbieten? Wie siehts mit der gesetzlichen Handhabe gegenüber den Piercern aus? Was gilt es gesundheitlich zu beachten? Um besorgte Eltern, Lehrern, Ärzten oder Jugendpsychologen eingehend über all diese Themen aufzuklären, hat Pele Brunner, sanktgallens Altmeister in Sachen Piercing und Tattoo eine Vortragsreihe ins Leben gerufen.

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Erziehungsberechtigte können die Veranstaltungen alleine oder gleich zusammen mit ihren Halbwüchsigen besuchen. Die Initiative nennt sich «mein erstes Piercing» und wird von der Agentur am Flughafen mit Flyern in Schulen sowie in Wartezimmern und mit Inseraten in Familienzeitschriften beworben. Erst neulich hat das Team eine Facebookgruppe gegründet bei der der Content aus den Fachreferaten frei zugänglich gemacht wird.

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Verantwortlich bei Skin Deep Art: Pele Brunner (Inhaber). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen, Altenrhein: René Eugstair (Creative Direction); Dominique Rutishauser (Art Direction); Valeria Hörler (Grafik); Miriam Egli (Beratung/Text).

 

Januar: Weiterer Auftritt für Tonhalle Late

Die Konzert- und Partyserie «Tonhalle Late» des Tonhalle-Orchesters Zürich geht Ende November in die nächste Runde. Weiterhin zeichnet die Agentur Januar für den Werbeauftritt verantwortlich.

Entsprechend dem bewährten Konzept spielt erneut die Verbindung der Themen «klassische Musik» und «Party» die Hauptrolle im Keyvisual. Bei der aktuellen Auflage verschmelzen moderne Kopfhörer und eine Konzertharfe auf feurig rotem Hintegrund zu einem ungewohnten Eyecatcher.
Als Werbemittel kommen Plakate, Flyer sowie ein Programm-Faltplakat am Eventabend selbst zum Einsatz.

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Verantwortlich bei Tonhalle-Ochester Zürich: Michaela Braun (Leitung Kommunikation & Marketing), Mara Corleoni (Projektleitung Tonhalle Late); Roos & Company: Ralph Roos
. Verantwortlich bei 
Januar Designbureau: Emanuel Gürth, Fredy Espejo (Kreativ- & Artdirektion), Oti Ledesma (CGI).

Zum Thema:

Januar: Tonhalle Late geht in die nächste Runde

Alles neu macht Januar

Gürth Design wirbt für Tonhalle Late

Gürth Design wirbt für Tonhalle Late
 

KSP: Das Myclimate Gletscher-Eis

Aufgrund von Treibgasemissionen schmelzen Gletscher jährlich um mehrere Meter. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und gleichzeitig aufzuzeigen, was man dagegen tun kann, hat KSP ein spezielles Give-Away produziert: das Myclimate Gletscher-Eis.

Die im Look eines Gletscherbergs gestalteten Wasserglacés wurden während den Herbstferien am Zürcher Flughafen verteilt – mit dem Hinweis, dass Flugemissionen via Myclimate kompensiert werden können. Weil aufgrund des diesjährigen schlechten Sommers praktisch alle Flüge gegen Süden ausgebucht waren, haben wir besonders viele Leute erreicht und sorgten trotz langen Wartezeiten schon vorzeitig für Ferienstimmung.

//www.youtube.com/watch?v=7WFygiNboNQ

Zum Schluss folgte dann die Überraschung, die zum Nachdenken und Handeln anregen sollte. Denn nach dem Eisgenuss war auf dem Glacéstängeli folgende Botschaft zu lesen: «So schnell kann es gehen und das Eis ist weg.»

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Verantwortlich bei Myclimate: René Estermann (Geschäftsführer); Andrea Altorfer (Leiterin Kommunikation). Verantwortlich bei KSP: Flo Wacker, Benny Goldstein (Creative Direction); Christian Stüdi (Text); Alice Legler, Kevin Zysset (Grafik); Flavia Meyer (Beratungsleitung); Marc Gooch (Beratung); Enes Gedik (Kamera und Schnitt); Giacomo Wyss (Bildbearbeitung).
 

ICT-Unternehmen lancieren Verhaltenskodex

Schweizer Telekommunikationsunternehmen haben einen Verhaltenskodex zur Netzneutralität ausgearbeitet. Dieser sieht vor, dass Dienste im Internet nicht gesperrt werden sollen. Eine unterschiedliche Behandlung der Daten beim Transport soll derweil aber möglich bleiben.

Während die Schweizer Politik derzeit noch über eine gesetzliche Regelung der Netzneutralität diskutiert, machen die Unternehmen Swisscom, Sunrise, UPC Cablecom, Orange und der Verband Swisscable nun selbst einen Vorstoss zum Thema. Ein Verhaltenskodex soll Klarheit beim Thema Netzneutralität schaffen, wie die Swisscom am Freitag mitteilte. Netzneutralität bedeutet, dass alle Daten beim Transport durch das Internet gleich behandelt werden, unabhängig von Absender, Empfänger, Dienst, Anwendung oder Inhalt. Technisch ist es heute aber möglich, dass Anbieter Daten im Internet beim Transport blockieren, verlangsamen oder nach Produkten differenzieren.

Keine Sperrung von Diensten

Die Telekommunikationsunternehmen wollen nun offenbar mit einem Verhaltenskodex einer Regulierung zuvorkommen. Konkret erklären die unterzeichnenden Netzbetreiber im Verhaltenskodex, keine Internetdienste und -anwendungen zu sperren. In einigen Fällen soll die Steuerung des Datenverkehrs jedoch möglich bleiben: Etwa, um Verfügungen von Behörden umzusetzen, schädliche Aktivitäten zu blockieren oder Kapazitätsengpässe zu überwinden, wie es im Kodex heisst. Auch auf Kunden zugeschnittene Angebote sollen zugelassen sein. Das bedeutet  gemäss den Erläuterungen zum Kodex beispielsweise, dass gewisse Dienste  lediglich mit reduzierter Übertragungskapazität oder mit Datenlimiten zur  Verfügung stehen.

Zudem gründen die Unterzeichner des Verhaltenskodex eine Schlichtungsstelle. Diese soll von den Netzbetreibern unabhängig und neutral sein. So könne diese vermitteln, wenn ein Internetnutzer die Richtlinien verletzt sieht und eine Empfehlung abgeben, hiess es. Sie prüfe zudem fortwährend die Verhaltensrichtlinien und deren Auswirkungen auf die Offenheit des Internets und berichte jährlich darüber.

Kritik an Verhaltenskodex

Negative Auswirkungen des Verhaltenskodex auf die Offenheit des Internet befürchten die Befürworter der Netzneutralität: Die Digitale Gesellschaft, ein offener Zusammenschluss netzpolitisch interessierter Gruppen und Personen in der Schweiz, kritisierte am Freitag in einer Medienmitteilung, der Verhaltenskodex habe nichts mit Netzneutralität zu tun. Netzneutralität bewirke, dass die Nutzer und nicht grosse Internet-Provider über Erfolg und Misserfolg von Angeboten im Internet entschieden. Der Verhaltenskodex ermögliche aber weiterhin eine kommerzielle Diskriminierung von Inhalte- und Diensteanbietern. So sei etwa eine Verlangsamung der Daten nicht verboten. Diese könne jedoch als Druckmittel gegen Inhalte- und Diensteanbieter eingesetzt werden, um zusätzliche Zahlungen zu erreichen. Erst Ende Oktober hatte ein Bericht des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) in der Schweiz die unterschiedlichen Interessen aufgezeigt, die mit der Netzneutralität verknüpft sind. Internetnutzer sehen die Freiheit im Internet gefährdet, Internetprovider argumentieren dagegen mit der ökonomischen Innovation.

In der EU ist die Diskussion bereits weiter fortgeschritten: Sie kennt seit 2009 Vorschriften zum Schutz der Netzneutralität. In den USA wird seit über zehn Jahren bereits um das Thema gerungen. (SDA)

Verhaltenskodex (PDF)

Erläuterungen zu den Verhaltensrichtlinien (PDF)

Zum Thema Netzneutraliät lesen Sie in der am Freitag erschienenen Werbewoche 20/2014 den Artikel «Sind im Netz alle Daten gleich?»

Ein möglicher Link zum Erfolg

LinkedIn als Marketing-Kanal: Alexandra Kolleth ist Head of Marketing Solutions DACH und will das Angebot des Business-Netzwerkes im deutschsprachigen Raum ausbauen.

Die Digital-Advertising- und Social-Media-Expertin Alexandra Kolleth ist seit März 2014 als Head of Marketing Solutions DACH für den Ausbau des Geschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich. LinkedIn verzeichnet in diesem Markt über 5 Millionen Mitglieder. Die Zahl hat sich im Verlauf des letzten Jahres verdoppelt. Für die Zukunft ortet das Unternehmen in der DACHRegion ein Potenzial von 20 Millionen Mitgliedern.

«Für mich ist es eine schöne Nachricht, wenn jemand meldet, dass er nicht viel Werbung sieht auf seinem Profil. Es soll tatsächlich so sein», verblüfft Alexandra Kolleth auf die Frage, ob das mit der Werbung auf LinkedIn noch nicht voll greift. «Das Wichtigste bei uns ist das Targeting. Wir können ohne Streuverlust arbeiten, weil wir Marketingbotschaften sehr zielgenau auf unsere Mitglieder abstimmen», präzisiert die Head of Marketing Solutions DACH-Region. Kriterien für das Ausliefern von Werbung könnten demnach sein: In welcher Unternehmensgrösse arbeitet jemand? Welche Seniorität hat er oder sie dort? In welcher Funktion arbeitet jemand in welcher Branche?

Alexandra Kolleth arbeitet seit vier Jahren bei LinkedIn. Seit diesem Frühling ist sie von München aus zuständig für den Bereich Marketing Solutions in den Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich. Drei Business-Bereiche sind es, mit denen das berufliche Netzwerk mit mehr als 300 Millionen Nutzern weltweit seine Einnahmen generiert.

Talent Solutions: Hier geht es um Rekrutierungslösungen. Zentral ist das Produkt LinkedIn Recruiter, wo Unternehmen nach passiven Kandidaten auf der Plattform suchen. Von diesem Social-Recruitment- Kanal wird ein starkes Wachstum erwartet.

Marketing Solutions: Hier geht es um Marketinglösungen für Unternehmen, denen LinkedIn helfen will, andere Mitglieder zu targeten und dann ihre Produkte oder Services anzubieten. Das passiert für B2B-Kampagnen oder B2C.

Sales Solutions: In diesem Bereich werden Premium- Abos verkauft sowie die Möglichkeit, E-Mails über die Kontakte zu verschicken.

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Company-Pages sind eine Möglichkeit für Unternehmen, die auf LinkedIn eine Plattform für ihre Kunden oder Mitarbeitenden suchen. Nestlé hat 500 000 Follower. Auch Barbie-Puppen werden über solche Pages verkauft sowie natürlich Studienlehrgänge.

Alexandra Kolleth startete bei der Süddeutschen Zeitung in München mit einer Ausbildung als Verlagskauffrau. Anschliessend studierte sie in London Verlagsmanagement. In England arbeitete sie während ihres Studiums bei Publicitas, der Verlagsvertretung der Süddeutschen Zeitung. «In dieser Phase hat mich der digitale Bereich immer mehr interessiert», begründet Kolleth, wieso sie dann zu Economist.com gewechselt hat. «Wir haben die Internetsite von The Economist aufgebaut, als alles noch in den Kinderschuhen steckte», erinnert sie sich an diese Pionierzeit. Was ihr zu jener Zeit fehlte, waren das Wissen über die Performance sowie das Targeting. «Es war alles getrieben vom Editorial-Team. Ich wollte aber auch wissen: Wie funktioniert die Technik dahinter?»

Um das zu lernen, wechselte Kolleth zu News Corp. Bei einem Start-up innerhalb des Nachrichtengiganten durfte sie an der Entwicklung von Werkzeugen zur Performance-Messung mitarbeiten. Dann kam mit LinkedIn eine einmalige Möglichkeit, wo sich der Kreis schliessen konnte: «Technologie und Inhalte verbinden.» Das war vor vier Jahren in London, «was mich zu einem Dinosaurier macht bei LinkedIn», lacht sie.

Bei LinkedIn hat Kolleth zuerst englische Agenturgruppen betreut, dann immer mehr auf den deutschsprachigen Markt fokussiert, «um den Kunden in den Märkten von Deutschland und der Schweiz Marketing Solutions näherzubringen».

In dieser Zeit hat sie bereits mehrere interessante Ideen umgesetzt. Zum Beispiel das Konzept «Belohnungsmarketing ». In einer dieser Kampagnen werden LinkedIn-Mitglieder von einem Automobilhersteller gezielt für ein neues Auto angeschrieben, wenn sie in ihrem Profil «einen Jobwechsel nach oben» eintragen. Das kann dann eine Banner-Kampagne sein, Werbung durch Inhalte mit Content- Marketing oder auch eine ganz persönliche E-Mail. Bei solchen «In-Mails» sorgt LinkedIn dafür, dass die In-Box des Angesteuerten über 60 Tage für andere Werbekunden blockiert ist. «Wir wollen nicht, dass unsere Mitglieder das Gefühl haben, wir wollen ihre Box bombardieren. Die Inhalte, die wir verschicken, sollen relevant sein», verspricht Kolleth. Weiter im Portfolio findet sich eine Schweizer Luxusuhrenmarke. Für diese läuft auf LinkedIn eine globale Kampagne, aber mit speziellem Augenmerk für die Schweiz. Beim Targeting wird eine hohe Seniorität angepeilt, zudem wird die Banner-Werbung nur ausgeliefert in Zürich und Genf, wo sich die Boutiquen dieser Marke befinden.

Eine wachsende Rolle spielen bei LinkedIn die Company-Pages. Hier sind es verschiedene Stakeholder, die «einfüttern». Die PR-Abteilung kann ihre News platzieren. Die HR-Abteilung will potenzielle Arbeitnehmer ansprechen. Die Marketing-Abteilung ein bestimmtes Produkt vorstellen. Innerhalb dieser Company-Pages kann es auch verschiedene Subpages geben. Für Nestlé zum Beispiel wurde mit der Corporate Communications zusammen eine «Fokus-Seite» mit News und Hintergründen zu Innovationen aus dem Unternehmen aufgebaut. Insgesamt verzeichnet die Company-Page von Nestlé bereits 500 000 Follower weltweit. Bei all diesen Aktivitäten handelt LinkedIn nach einem Motto: «Wir wollen unsere Mitglieder produktiver und erfolgreicher machen, deshalb ist alles, was wir machen, darauf abgezielt.»

Andreas Panzeri
 

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