Renato Profico wird neuer CEO von Jobcloud

Am 1. Januar 2015 übernimmt Renato Profico die Geschäftsleitung von Jobcloud von Mark Sandmeier, welcher zusammen mit Michel Kaufmann, dem bisherigen Leiter Marketing und Produkte, den Verwaltungsrat verstärken wird.

Der bilingue aufgewachsene Renato Profico bringt fundiertes Wissen über den Deutsch- und Westschweizer Stellenmarkt mit und verfügt über 14 Jahre Erfahrung im E-Recruiting. Seit 2008 ist der 48-jährige Walliser für Jobs.ch tätig, zuerst als Head of Business Development und seit Mitte 2010 als Head of Sales und Mitglied der Geschäftsleitung. Davor war Renato Profico mehrere Jahre als Country Manager für Monster Schweiz tätig.

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Renato Profico wird Jobcloud und die Dienstleistungen in der Deutsch- und Westschweiz gemeinsam mit seinem bestehenden Management-Team und den über 140 Mitarbeitenden weiter ausbauen, wie es in einer Mitteilung heisst.

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Neue Marketingleiterin für die Deutsch- und Westschweiz und Mitglied der Geschäftsleitung wird die 30-jährige Mara Nellen, die bisher für das Marketing des Unternehmens in der Westschweiz verantwortlich war. Die Waadtländerin verfügt über einen Bachelor in Betriebswirtschaft der Haute École de Gestion in Genf und ist seit 2010 für Jobcloud tätig.

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Patrik Breitenmoser übernimmt als langjähriger Leiter Informatik und Mitglied der Geschäftsleitung neu auch die Verantwortung für das Product Management von Jobcloud.

Frédéric Gaiani, bisheriger Leiter der Region Westschweiz, hat sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen und eine neue Herausforderung anzunehmen. In den letzten sechs Jahren leistete Frédéric Gaiani einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung von Jobup.ch zum bekanntesten und beliebtesten Stellenportal der Westschweiz.

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Mark Sandmeier (rechts) und Michel Kaufmann (links), beide seit 2000 für das Unternehmen tätig, wechseln in den Verwaltungsrat von Jobcloud. In den letzten 15 Jahren haben sie Jobs.ch zum führenden Stellenportal der Schweiz entwickelt sowie seit 2013 Jobs.ch und Jobup erfolgreich zu Jobcloud zusammengeführt. Als Mitglieder des Verwaltungsrates werden sie ihre langjährigen Erfahrungen und Kontakte auch weiterhin für das Unternehmen einsetzen. Der Verwaltungsrat von Jobcloud, in dem die beiden Partner Ringier und Tamedia vertreten sind, freut sich laut Mitteilung, dass eine interne Lösung für die neue Geschäftsführung von Jobcloud gefunden werden konnte und dem Unternehmen die Kompetenzen von Mark Sandmeier und Michel Kaufmann durch ihren Wechsel in den Verwaltungsrat erhalten bleiben.

BSW: Erdmannpeisker neues Mitglied

BSW Leading Swiss Agencies stellt mit der Bieler Agentur Erdmannpeisker ein neues Mitglied vor.

Erdmannpeisker, eine kleine Kreativagentur mit grossen Marken, wurde von Sybille Erdmann und Gabriel Peisker 1999 gegründet. Die beiden lernten sich in Biel bei Smart kennen, wo Sybille Erdmann die Handelskommunikation und Gabriel Peisker die Brand Identity führten. Und in Biel sind sie auch geblieben. Von da aus entwickelt Erdmannpeisker für Unternehmen und Marken integrierte Kreativstrategien und Kommunikationskonzepte. Das bekannteste Beispiel ist die Kampagne für den Outdoor-Anbieter Mammut. Aber auch die aktuellen Rivella-Spots stammen aus Biel.

Auf das Thema Standort Biel oder Zürich antworten sie: «Zürich war immer wieder ein Thema, bis wir uns vor 5 Jahren bewusst dagegen entschieden haben, denn erstens ist es den Kunden egal wo wir sind und zweitens bleibt man in einer Dazwischen-Stadt wie Biel offener, muss sich mehr bewegen und kommt so mit der ganzen Schweiz in Kontakt.»
 

Zu guter Letzt: Pinguin sucht Frau

Hilfe, es weihnachtet sehr: Die britische Kaufhauskette John Lewis erwärmt mit einem viralen Spot die Herzen. Sehr viele Herzen.

Nämlich fast 11 Millionen Zuschauer, die den von Adam&Eve/DDB London kreierten Spot auf Youtube anklickten. In nur vier Tagen. Und vermutlich dürften die meisten am Schluss etwas wässrige Augen gehabt haben. Dabei scheint die Weihnachtsstimmung noch nicht wirklich präsent in den Köpfen der Menschen. Ungefähr so wie in dieser Ikea-Kampagne aus Portugal:

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Schön: Im Spot gibt es auch etwas Schweizer Beteiligung. So lässt sich der Junge in der Hauptrolle zu Beginn von Pingu – einem waschechten Schweizer – inspirieren. Egal. Nur noch 44 Tage bis Heilligabend. Und laut Medien* wird die Schweiz ja anscheinend seit Wochen von einem Schneesturm der gröberen Sorte heimgesucht – weissen Weihnachten steht also nichts mehr im Weg. Film ab. (hae)

//www.youtube.com/watch?v=iccscUFY860

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SOM 2015: Call for Papers endet am 30. November

Die Vorträge an der Swiss Online Marketing und Swiss E-Business Expo werden für 2015 erstmals in einem Call for Paper-Verfahren vergeben. Zudem erhalten Aussteller mit dem Pitch ein neues Präsentationsformat.

Unternehmen im Digital Marketing und E-Business haben noch bis Ende November die Möglichkeit, sich als Aussteller anzumelden und am Call for Papers-Verfahren für das Vortragsprogramm des Messeduos Swiss Online Marketing und Swiss E-Business Expo teilzunehmen. Der Schweizer Branchentreffpunkt bringt am 15. und 16. April 2015 wieder Marktteilnehmer, werbetreibende Unternehmen sowie Online-Händler in der Messe Zürich zusammen. Die Werbewoche ist Medienpartner.

«Der Andrang auf die Vortragseinheiten bei der Swiss Online Marketing und Swiss E-Business Expo ist grösser denn je, gleichzeitig steigen die Ansprüche der Fachbesucher an die Qualität des Inputs», erklärt Projektleiter Helge Browning die Gründe für die Einführung des neuen Call for Paper-Verfahren bei den Schweizer Fachmessen für Digital Marketing & E-Business.

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Um im Programm eine ausgewogene Themenvielfalt zu erzielen, bewertet ab dem 1. Dezember eine Fachjury die eingereichten Vortragsthemen. Nur noch die innovativsten und qualitativ hochwertigsten Vortragsthemen werden in den Praxisforen zugelassen. Zu den Kriterien für eine erfolgreiche Bewerbung zählen der Best-Practice-Charakter des Vortrags, Innovations- und Trendbezug, ein internationales Themenspektrum oder die Einbindung von Experten, zum Beispiel in einer Podiumsdiskussion. «Grundsätzlich können sich alle Aussteller um eine Vortragseinheit bewerben, Stichtag ist der 30. November», so Browning weiter.

Neue Präsentationsmöglichkeit für Aussteller: Der Pitch

Eine neue Plattform, um potenzielle Kunden von den Vorzügen ihres Angebotes zu überzeugen, erhalten Aussteller aus den Bereichen mobile Lösungen (Apps/Ads), Kundendialog/CRM, E-Mail-/Direkt-Marketing und E-Commerce (Webshops) im Rahmen der Fachmessen: den Pitch. Der Pitch ist die Weiterentwicklung der dieses Jahr erfolgreich eingeführten Contests, mit dem Ziel, Ausstellern eine bessere Sichtbarkeit an der Messe, mehr Interaktion mit potenziellen Kunden und eine nachhaltige, messeüberdauernde Präsenz zu bieten.

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Maximal sechs Aussteller pro Pitch-Thema stellen in einem Contest auf der Vortragsbühne die Vorzüge ihrer Lösung vor und beantworten Fragen eines Experten und potenzieller Kunden aus dem Publikum. Am MeetingPoint, in moderierten Diskussionsrunden zum Erfahrungsaustausch, präsentieren danach Kunden zweier Pitch-Teilnehmer Anwendungsbeispiele. Diese Beispiele werden zudem mit Fachartikeln, Checklisten und Firmenprofilen der Pitch-Teilnehmer in einem Booklet des BPX-Verlages zusammengefasst, das an den Messen kostenlos erhältlich ist, und über Social Media und Online-Kanäle verbreitet.

Weitere Informationen zur Swiss Online Marketing & Swiss eBusiness Expo sowie Bildmaterial sind unter Swiss-online-marketing.ch zu finden.

Maxomedia realisiert SRF-Billboards für Swissquote

Um Swissquote zu bewerben, wurden von Maxomedia drei futuristische Hologramm-Filme entwickelt, die mehrere Monate lang vor und nach dem Format «SRF-Börse» ausgestrahlt werden.

So wird laut Mitteilunggezielt ein börsen-affines und an Finanzthemen interessiertes Publikum erreicht. Die Sponsoring-Clips beziehen sich jeweils auf einen der folgenden Services von Swissquote: Trading, ePrivate Banking und Forex. Hoch über den Dächern der Finanzplätze Zürich, London und Hong Kong bedient darin ein Swissquote-Kunde das intuitive Hologramm-Interface. Er hat seine Finanzen in die eigenen Hände genommen – und völlig im Griff.
 

//www.youtube.com/watch?v=N4c3rdGUTPQ

//www.youtube.com/watch?v=YRLAyOcGnGI

//www.youtube.com/watch?v=8ScZhUkuDHY

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//www.youtube.com/watch?v=_hTLvv-jJHY

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Verantwortlich bei Swissquote: Patrick Suire (Head of Marketing). Verantwortlich bei Maxomedia: Reto Schild (Creative Director); Dominique Wittwer (Art Director); Simon Muster (Leiter Beratung); Virginie Schneider (Junior Beraterin). In Zusammenarbeit mit Elefant Studios entstanden: Produzent: Marco Fischer; Regie: Florian Baumann; VFX Supervisor: Miklos Kozary. Regie: Cheese & Chocolate Film, Florian Baumann, Director. Vertonung / Sounddesign: Spacetrain.

Wirz Corporate verstärkt erweiterte Geschäftsleitung

Andreas Bosshart wurde in die erweiterte Geschäftsleitung von Wirz Corporate aufgenommen. Bereits seit 2011 realisierte er als Senior Berater Digital bei Wirz Corporate verschiedenste Websites, digitale Medien, Online-Kampagnen und Social Media Massnahmen.

Als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und Leiter Digital verantwortet der 37-Jährige ab sofort den kontinuierlichen Ausbau des digitalen Leistungsangebots von Wirz Corporate in den Bereichen Branding, PR und Publishing. Andreas Bosshart startete laut Mitteilung 2008 bei der Wirz Gruppe als Berater bei der Digital-Tochter Assai Dialog + Digital. Er hat in St. Gallen Betriebswirtschaft studiert und nach seinem Studium bei Economiesuisse in der Kommunikation gearbeitet. Mit seiner Familie lebt er in Winterthur.

CR Basel sensibilisiert für das Thema Sehbehinderung

Mit einer neuen, von CR Basel konzipierten Kampagne macht der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband SBV auf die alltäglichen Herausforderungen aufmerksam, mit denen Sehbehinderte konfrontiert sind.

Der Schweizer Öffentlichkeit wird mit TV-Spots und Leuchtplakaten anhand von Konsumgütern vor Augen geführt, dass das richtige Erkennen von Objekten für Menschen mit einer Sehbehinderung alles andere als einfach ist: Ob es sich etwa um eine Kaki oder eine Orange handelt, eine Packschnur oder ein Wollknäuel – solche und ähnliche Fragen stellen sich einem Grossteil der rund 325'000 Sehbehinderten in der Schweiz schon beim Einkaufen und stehen stellvertretend für viele Lebenssituationen, die es mit eingeschränkter Sehkraft Tag für Tag zu bewältigen gilt.

//www.youtube.com/watch?v=l-5yTMrFEng

Mit der langfristig angelegten Kampagne, inklusive sehbehindertengerechten Kampagnen-Webseite, will der SBV unter anderem darauf hinweisen, dass die von Betroffenen geführte nationale Organisation nicht nur blinden, sondern auch sehbehinderten Menschen massgebliche Unterstützung anbietet: mit professioneller Beratung und einem vielfältigen Rehabilitations-, Bildungs- und Freizeitangebot.

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Verantwortlich beim SBV: Olivia Altenhoff und Pierre-Yves Graber (Co-Leiter/in Marketing und Fundraising). Verantwortlich bei CR Basel: Gabriel Heuberger (CD), Judith Mann (Text), David Burkhardt (Grafik), Thomas Fux (Beratung) Fotografie: Felix Streuli, TV-Producer: Markenfilm

 

Besucherrekord und weibliche Dominanz in Winterthur

Die Amerikanerin Jennifer Reeder gewinnt den Hauptpreis der 18. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur. Den Preis für den besten Schweizer Kurzfilm gewinnt die Genferin Ursula Meier. Der Schweizer Kamerapreis geht an Aurelio Buchwalder.

Die Besucher zeichnen die Ostschweizer Nachwuchs-Regisseurin Rhona Mühlebach mit dem Publikumspreis aus. Die Kurzfilmtage zählten 17’000 Eintritte, rund 500 mehr als noch 2013.

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«A Million Miles Away» der Amerikanerin Jennifer Reeder gewinnt den Hauptpreis der 18. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur.

Die fünf Juroren der 18. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur schauen auf eine Kurzfilm-intensive Woche zurück: 37 Filme aus 27 Ländern galt es alleine im Internationalen Wettbewerb zu visionieren und bewerten. Daraus ernannte die Jury bestehend aus Jonathan Pouthier, Michael Sennhauser, Joke Ballintijn, Yael Bartana und Monia Chokri den Kurzspielfilm «A Million Miles Away» von der Amerikanerin Jennifer Reeder zum Gewinner des Hauptpreises (12'000 Franken, SRG SSR). Reeder, die noch vor einem Jahr selbst in der Jury der Kurzfilmtage sass, überzeugte ihre diesjährigen «Kollegen» insbesondere mit der narrativen Struktur ihres Films: Durch Musik, Referenzen auf Popkultur und dem überraschenden Rollentausch von Generationen verbinde der Film gesunde Aggressivität mit Empathie und zelebriere weibliche Stärke. Den Förderpreis (10'000 Franken, Sulzer-Stiftung Winterthur) vergab die Jury an «Kuhani» von Ntare Guma Mbaho Mwine. Der 47-jährige ugandisch-amerikanische Doppelbürger beeindruckte die Jury mit seiner Geschichte über einen homosexuellen Priester in Uganda – erzählt in Bildern, die Homophobie, Vorurteile und Menschenrechtsverletzungen unbefangen thematisieren und zugleich überraschen und schockieren.

Bester Schweizer Film von Ursula Meier

Den Preis für den besten Schweizer Film in der Höhe von 10'000 Franken (suissimage/SSA) vergibt die Jury an «Tišina mujo» der in Belgien wohnhaften Genferin Ursula Meier. Die 43-Jährige war 2001 das letzte Mal erfolgreich in Winterthur: Mit ihrem Film «Tous à table» erhielt sie damals den Förderpreis.

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Ursula Meier, die schon zweimal den Schweizer Filmpreis gewann, wird von der Jury für ihren Film «Tišina mujo» mit dem Preis Bester Schweizer Kurzfilm ausgezeichnet.

«Wir reden seit geraumer Zeit davon, dass Kurzfilme für Filmemacher auch in der Schweiz nicht länger nur eine Visitenkarte für Langfilme sind. Meiers Karriere bestätigt dies: Seit 2001 wurde sie mit Langfilmen zwei Mal mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet und für ‚Sister’ wurde ihr gar der Silberne Bär der Berlinale verliehen», freut sich John Canciani, Künstlerischer Leiter der Kurzfilmtage, über die Wahl der Jury. Diese lobt «Tišina mujo» als ein bewegendes Beispiel dafür, wie viel ein Kurzfilm erreichen kann. Meiers Werk schlage eine Brücke über den Graben zwischen privatem und kollektivem Schmerz, Verlust und Erinnerung und arbeite die traurige Geschichte eines ganzen Landes auf intime Art und Weise auf. Eine lobende Erwähnung erhielt zudem die in Winterthur wohnhafte Thurgauerin Olga Titus für ihren Experimentalfilm «o my».

Der Schweizer Kamerapreis, dotiert mit 11'500 Franken (Sachpreis, Nikon), geht an den Basler Aurelio Buchwalder für seine Arbeit im Film «Wandelzeit – Eine Gletscherperformance» des Winterthurer Filmemachers Jan-Eric Mack. Buchwalder überzeugte die Jury mit der «grossartigen Verwendung von Close-Ups und Weitwinkeleinstellungen, Licht und Dunkelheit im gleichen Bild und der wunderbaren Art, Menschen, Landschaften, Eis und Wasser in eine cineastische Erfahrung zu verwandeln».

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Beeindruckende Bilder der Schweizer Alpen: Der Kamerapreis geht an Aurelio Buchwalder, Kameramann von «Wandelzeit – Eine Gletscherperformance» des Winterthurer Filmemachers Jan-Eric Mack.

Schweizer Nachwuchs-Regisseurin gewinnt Publikumspreis

Aus den 37 Filmen im Internationalen Wettbewerb und 19 Filmen im Schweizer Wettbewerb kam «Abseits der Autobahn» von Rhona Mühlebach am besten beim Publikum an: Die Kurz-Fiktion der im Kanton Thurgau wohnhaften St. Gallerin wird mit dem auf 10'000 Franken dotierten Publikumspreis (Zürcher Kantonalbank) ausgezeichnet. «Abseits der Autobahn» ist das Erstlingswerk der erst 24-Jährigen – mit dem Publikumspreis der Kurzfilmtage knüpft sie an ihre Erfolge am Festival del Film Locarno im vergangenen Sommer an. Bereits am Donnerstag wurde der Preis für den besten Schweizer Schulfilm im Wert von 5'000 Franken (SRG SSR) verliehen. Dieser ging nach 2013 erneut an eine Bachelor-Absolventin der Genfer Haute école d’art et de design HEAD: Moïra Pitteloud überzeugte die Jury mit ihrem Abschlussfilm «L’offre». Die Jugend ihrerseits richtete über das eigens für sie zusammengestellte Jugendprogramm und vergibt den mit 500 Franken dotierten Jugendfilmpreis an «Tastes Like Chicken?» des Brasilianers Quico Meirelles. Der ausserhalb des Wettbewerbs vergebene Shortrun-Preis für das vielversprechendste Drehbuch geht an Samuel Morris für sein Projekt «Doug & Walter». Die Auszeichnung beinhaltet Postproduktions-Sachleistungen in der Höhe von 12'000 Franken (tweaklab).

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Den Preis für den besten Schweizer Schulfilm vergibt die Jury des 7. Schweizer Filmschulentags an Moïra Pitteloud für ihren Bachelor-Film «L’offre».

Branche diskutiert über die Zukunft des Kurzfilms

Am Branchenanlass «Producers’ Day» vom Freitag diskutierten rund 200 Vertreter der nationalen und inter-nationalen Filmbranche, unter anderen Sirkka Moeller (Berlinale Talents), Alessandro Marcionni (Festival del Film di Locarno) oder Katie Metcalfe (Sundance Film Festival), unter dem Titel «Crossing the Border» über sich abzeich-nende Trends in der Kurzfilm-Finanzierung und -Produktion, über hybride Genres im Kurzfilm und über das neue Online-Publikum. Das Fazit von Simon Koenig (Promotion Kurzfilm bei Swiss Films): «Diverse Co-Produktionen zeigen, dass die Grenzen zwischen den Ländern längst durchlässig sind. Nun gilt es Strukturen zu schaffen, welche Co-Produktionen künftig begünstigen. Bei den Festivals, im Web und im TV sind wir gefordert, Konzepte zu entwickeln, die dem Kurzfilm dienlich sind und eine Befruchtung statt eine Konkurrenzierung der genannten Parallelwelten erlauben.»

Neben dem in der Branche sehr etablierten Producers’ Day lancierten die Kurzfilmtage dieses Jahr den «Writers’ Room», in dessen Zentrum die Drehbuchentwicklung und -förderung stand. Schweizer Drehbuchautoren, Blogger, Kolumnisten und Nachwuchsautoren trafen sich mit Filmemachern zum Austausch in Form eines Speed-Datings. Remo Longhi, Kaufmännischer Leiter der Kurzfilmtage, freut sich über den Erfolg des Writers’ Room: «Wir konnten zur Erstaustragung bereits über 60 Teilnehmer begrüssen. Es ist uns gelungen, einen zweiten Branchentag zu kreieren, welcher den Producers’ Day ideal ergänzt.» Die Kurzfilmtage zählten über alle Festivaltage 17’000 Eintritte, das sind 500 mehr als im Vorjahr.

Die 19. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur finden vom 3. bis zum 8. November 2015 statt.

ADCE: Neunmal Silber für Schweizer Agenturen

Die Jury des Art Directors Club of Europe verlieh neun Arbeiten von Schweizer Agenturen Silber. Gleich viermal über die zweithöchste Auszeichung freuen durfte sich Jung von Matt/Limmat.

Die international viel beachtete und mehrfach ausgezeichnete Arbeit «Mannequins» für Pro Infirmis erhält Silber in den Kategorien «Online Advertising» und «Ambient Media». Am Tag der Menschen mit Behinderung standen in Schaufenstern von fünf Boutiquen an der Zürcher Bahnhofstrasse abnorme Mannequins im Einsatz. Der begleitende Dokumentarfilm erreichte auf Youtube inzwischen über 16 Millionen Views.

//www.youtube.com/watch?v=E8umFV69fNg

Eine silberne Auszeichnung in der Kategorie «Any other» durfte Jung von Matt für den «Digitalen Zeitungshalter» der Neuen Zürcher Zeitung in Empfang nehmen. In klassische Zeitungshalter aus Holz wurden LED-Platinen eingebaut. Die Platinen wurden so programmiert, dass sie über einen Infrarot-Sender RSS-Feeds empfangen konnten. Ganz konkret mit News, die aktueller waren als die gedruckte Zeitung der Konkurrenz.

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Ein viertes Mal Silber vergab die Jury des Art Directors Club of Europe für das Projekt «Put Tibet back on the Map» für die Tibetan Youth Association in der Kategorie «Websites».

//www.youtube.com/watch?v=3F6s3CwAwXM

Auch Leo Burnett freut sich über zwei silberne Awards: Mit dem Schwinger-Emmentaler in der Verpackungs-Kategorie…

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…und den Slow-Food-Pillentiere in der Kategorie «Magazin & Trade Advertising».

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Die Jury ebenfalls überzeugen konnte Wirz mit der letztjährigen Weihnachtsaktion «No empty Chairs at Christmas» für Ikea. Die nicht-kommerzielle Plattform vermittelte Alleinstehenden freie Plätze bei Weihnachtsfeiern.

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JWT/Fabrikant wurde für die Unicef-Kampagne «Verschwundene Mädchen» mit Silber in der Kategorie «Illustration and Photography» ausgezeichnet.

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Und zu guter Letzt gewann Publicis mit dem «Innsured Loss Calendar» für Axa ebenfalls Silber. Der Kalender stellt durch Abreissen der Blätter dargestellte Schadensfälle dar und zeigt die entsprechende Versicherung auf.

//www.youtube.com/watch?v=P7PvUhTzUc8

Auch ein goldener Award geht in die Schweiz. Allerdings «nur» auf Kunden- und nicht auf Agenturseite: Swisscom gewinnt in der Kategorie «Promotions, New Media, Events» Gold für die Samsung-Promotion «All eyes on S4». Kreiert hat die Kampagne die Berliner Agentur Heimat. (hae)

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Award Kategorie Titel Kunde Agentur
Silber Ambient Media Mannequins Pro Infirmis Jung von Matt/Limmat
Silber Websites Put Tibet Back on the Map Tibetan Youth Association Jung von Matt/Limmat
Silber Online Advertising Mannequins Pro Infirmis Jung von Matt/Limmat
Silber Any other The Digital Newspaper Holder NZZ Jung von Matt/Limmat
Silber Illustration and Photography
 
Verschwundene Mädchen Unicef JWT/Fabrikant
Silber Packaging Swiss Wrestling Emmentaler Emmentaler Switzerland Leo Burnett
Silber Magazin & Trade Advertising Animal Pills Slow Food Leo Burnett
Silber Illustration and Photography
 
The 2014 AXA Insured Loss Calendar
 
AXA Winterthur Publicis/Red Lion
Silber Websites No Empty Chairs at Christmas Ikea Wirz/BBDO

Draufgehauen und abgesahnt

«Erlebnis Einkaufen» par excellence: Am 25. Oktober 2014 machten die Studenten MAS MMC der HTW Chur ahnungslose Passanten im Mythen Center Schwyz zu Rockstars.

Wer am Samstag, 25. Oktober 2014 im Mythen Center unterwegs war, staunte nicht schlecht. Mitten im Oktagon stand nämlich ein Schlagzeug und darüber hing ein Pfeil mit der Aufschrift «Hau drauf». Acht Besucher folgten der Aufforderung und setzten sich ans Schlagzeug. Was dann geschah, hatte keiner erwartet: Aus dem Nichts tauchte eine wilde Glam-Rock-Band auf und brachte das Einkaufszentrum zum Beben. Der Mut der völlig überraschten Teilnehmer wurde mit einem Einkaufsgutschein belohnt.

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Organisiert wurde der Hybrid-Event von den Studenten des MAS Multimedia Communication der HTW Chur. Die Studierenden erhielten den Auftrag, einen Hybrid-Event auf die Beine zu stellen – was und wo liess die Aufgabenstellung offen. «Das Besondere an diesem Eventformat ist, dass die Besucher Teil des Geschehens sind», sagt Olivia Spinatsch, Studentin und Kommunikationsverantwortliche des Projekts. Und das sei bei Weitem nicht der einzige Höhepunkt. «Da der Event gefilmt und das Video anschliessend über Social-Media-Plattformen verbreitet wird, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich das Ereignis immer wieder anzusehen, zu bewerten, zu kommentieren und zu teilen.» Und das geschehe hoffentlich auch mit dem von den Studenten produzierten Video, das ab sofort auf dem Youtube-Kanal des Mythen Centers verfügbar ist. «Wir freuen uns auf viele Klicks, Likes, Shares und natürlich auch auf Kommentare.» Interessantes Detail am Rande: Der Song stammt von einem Mitstudenten, der ihn für diesen Anlass komponiert und eingesungen hat. (hae/pd)

//www.youtube.com/watch?v=1NTSU0LjTvo

 

Kein grüner Zweig in der Datenwüste

Vorschriften zum Datenschutz stehen einem effizienten Einsatz von Big Data im Marketing im Wege. Dritter Teil unserer Serie in der Printausgabe über das grosse und polarisierende Marketing-Thema.

Es geht um einen Verdacht: Kann es sein, dass sich bei uns die Erwartungen in ein Marketing mittels Big Data gar nicht erfüllen können? Weil es dafür im Vergleich mit den USA, von wo die meisten der auch hier Weg weisenden Erfolgsstories stammen, bei uns ganz einfach zu wenig Daten gibt? Eine Beweisführung für diese Mutmassung ist deshalb schwierig, weil Vieles Ermessenssache ist und zudem fundierte Einblicke fehlen. Deshalb stützen wir uns auf die folgenden Indizien.

Zuerst der Blick in die USA, die in diesen Belangen ihrem Ruf als Land der unbegrenzten Möglichkeiten gerecht werden. Gute Einblicke gibt hier die Federal Trade Commission, FTC, die nach fast zweijährigen Abklärungen im Mai dieses Jahres einen Bericht über Datenbroker veröffentlichte. Neun ausgewählte Unternehmen (Acxiom, Corelogic, Datalogix, eBureau, ID Analytics, Intelius, PeekYou, Rapleaf und Recorded Future) wurden aufgefordert, einen umfangreichen Fragenkatalog zu beantworten. Die meisten dieser Unternehmen bieten Produkte für das Marketing an, weitere sind im Bereich der Risikobegrenzung oder beim Auffinden von Personen tätig. Weil anders als in Europa die Gesetzgebung in diesem Bereich nicht von einem Grundrecht ausgeht, sondern dann einsetzt, wenn ein konkreter Schaden entstanden ist, ist der Umgang mit Daten viel freier.

Für viele Unternehmen ist es nahe liegend, ihre Daten möglichst Gewinn bringend zu verkaufen. Bei Verhandlungen unter Geschäftspartnern ist es üblich, auch den Austausch von Daten zu regeln. Im Zentrum dieser Aktivitäten steht die komplexe und entsprechend unübersichtliche Branche der Datenhändler. Über mehrere Handelsebenen werden Daten nicht nur an Endverbraucher geliefert, sondern auch unter diesen Brokern ausgetauscht. Diese sammeln selber Daten auf allen Ebenen der Verwaltung, etwa wenn es um Konkurs-Informationen oder Wähler-Registrierungen geht, und von kommerziellen Unternehmen, die Daten zum Kaufverhalten der Konsumenten, über das Verhalten im Web, Garantieregistrationen und weitere Angaben zum alltäglichen Konsumverhalten anbieten. Mehr als die Hälfte der befragten Datenbroker gab an, auch weitere öffentliche zugängliche Informationen auszuwerten, wie etwa Telefon- und andere Verzeichnisse, Zeitungsartikel und Angaben, die Konsumenten im Internet veröffentlichen wie etwa auf Blogs und in den Social Media.

So kommt es, dass Datenbroker Milliarden von Informationselementen speichern und damit nachgerade jeden amerikanischen Konsumenten erfassen. Einer der neuen befragten Datenhändler hat 1,4 Milliarden Angaben über Geschäftstransaktionen mit Konsumenten gespeichert und daraus 700 Milliarden aggregierte Datenelemente geschaffen. Die Datenbank eines anderen Datenbrokers umfasst Geschäfte mit Konsumenten im Wert von einer Billion Dollar. Und ein weiterer Datenbroker erweitert seine Datenbank jeden Monat um drei Milliarden neue Datensätze. So erstaunt es nicht, dass einer dieser Datenbroker 3000 Datensegmente für nachgerade jeden amerikanischen Konsumenten hat. Das Geschäft der Datenbroker ist nicht einfach: Es muss eine anspruchsvolle technische Infrastruktur betrieben werden, Daten müssen nicht nur beschafft, sondern auch auf ihre Qualität hin überprüft und allenfalls entsprechend zusätzlich aufbereitet und immer wieder aktualisiert werden. Und dann geht es darum, aus all diesen Datenbergen mittels statistischer Analysen die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. Wobei «richtig» hier bedeutet, Konsumenten in mehr und bessere Kategorien einzuordnen und dabei höhere Trefferwahrscheinlichkeiten als die Konkurrenz zu erzielen.

«Mobile Mixer» und «verheiratete Feingeister»

Harmlos ist die Zuordnung zu Konsumenten-Interessen. Etwa: «Hundebesitzer», «Wintersport-Enthusiasten » oder «antwortet auf Versandwerbung». Kritischer wird es, wenn Konsumenten in Kategorien zur Volkszugehörigkeit oder zum Einkommen eingeteilt werden: So werden etwa vor allem Latinos oder Afro-Amerikaner mit geringem Einkommen in die Bereiche «städtisches Gemisch» oder «mobile Mixer» kategorisiert. Weitere heikle Angaben betreffen etwa das Alter der Konsumenten. Unter «ländliche Unvergängliche» werden allein stehende Männer und Frauen über 66 Jahren eingereiht, die ein niedriges Bildungsniveau und ein geringes Vermögen haben. Derweil umfassen «verheiratete Feingeister» kinderlose Paare der oberen Mittelschicht in ihren Dreissigern. Weitere delikate Kategorien betreffen Aspekte der Gesundheit: «erwartende Eltern», «Interesse an Diabetes» und «Achtsamkeit auf Cholesterol».

Was europäischen Datenschützern die Haare zu Berge stehen lässt, ist für amerikanische Datenhändler Grundlage für gute Geschäfte: Daten aus der Online- und der Offline-Welt werden miteinander kombiniert. Dabei werden vor allem Angaben herangezogen, die bei der Registrierung auf Webseiten eingetragen werden, vor allem die Postanschrift der Benutzer. Der Browser der Web-Benutzer wird dann mit einem Cookie markiert, so dass ihnen Werbeinhalte auch aufgrund ihrer Offline-Aktivitäten angezeigt werden können.

Jeder hockt auf seinen eigenen Daten

Diese amerikanische Praxis steht in deutlichem Kontrast zur helvetischen Realität: In der Umfrage der Werbewoche zu Big Data bei grossen Schweizer Unternehmen (vgl. Werbewoche 19/2014 vom 24.10.2014, S. 36f) tönte es bei der Frage nach der Weitergabe von Daten, auch von anonymisierten, immer gleich. Typisches Beispiel: «Swisscom hält sich jederzeit an die gesetzlichen Vorgaben und wahrt die Privatsphäre ihrer Kunden. Insbesondere verkauft Swisscom keine Personendaten an Dritte. Ein solches Vorgehen ist durch das Datenschutz- und Fernmeldegesetz und unsere AGBs ausgeschlossen. Bei der Verarbeitung von Standortdaten gibt es klare gesetzliche Vorgaben in Art. 45b des Fernmeldegesetzes, an welche wir uns selbstverständlich halten. Eine kommerzielle Verwertung von personenbezogenen Standortdaten wäre demnach nur mit Einwilligung der Kunden möglich.» Der Fernmelderiese ist indes auch das einzige Beispiel in der Umfrage, da über die Weitergabe anonymisierter Informationen berichtete: «Diese werden auf dem Markt verkauft – beispielsweise anonymisierte Durchschnittsgeschwindigkeiten und Reisezeiten auf den Autobahnen im Rahmen des Projektes ‘Reisezeiten’ für Bundesamt der Strassen (ASTRA). » Anders bei den anderen der angefragten Unternehmen, etwa den beiden Grossverteilern: «Auch anonymisierte oder hoch aggregierte Daten gibt Coop nicht an Dritte weiter.» Und: «Wir stellen ausserhalb der Migros-Gruppe keine Daten zur Verfügung.» Der Verdacht erhärtet sich: Wenn niemand Daten weitergibt, stützen sich alle lediglich auf eigene Daten, die allenfalls mit allgemein verfügbaren Daten zur Demografie etc. ergänzt werden.

Es wird klar: Wer nur eigene Datenbestände mit Big-Data-Analytics-Methoden auswerten kann, sitzt damit gewissermassen in einer Datenwüste und kann nicht in einem Datensee baden. Dann kommt man auch mit modernster Technik und bestem Personal nicht auf einen grünen Zweig, so wie wenn nach amerikanischem Vorbild breit erhobene und vielfältig aufbereitete Daten eingesetzt werden können. Zum Beispiel ein (fiktiver) Grossverteiler, der sieht, dass Kundin Anita immer in der gleichen Filiale einkauft, dabei aber nie Fleisch in ihrem Einkaufswagen hat. Also wird Anita als Vegetarierin angesprochen und auf die neusten Vegi-Produkte hingewiesen. Doch Anita kauft ihren Fleischbedarf beim Metzger ihres Vertrauens ein, zumal ihre Grossverteiler-Filiale keine offene Fleischtheke hat. Könnte der Grossverteiler (so wie in den USA) seine Datenbestände mit den Erkenntnissen der Datenbroker abgleichen (wo etwa Informationen aus Bezahlvorgängen mit einbezogen werden), würde er seine Kommunikation mit Anita so ausrichten, dass sie künftig auch Fleischprodukte bei ihm einkauft – anstatt sie mit Körnlipicker-Infos zu irritieren (und dabei die eigene Marke zu beschädigen).

Keine Anzeichen für Datenschutz-Kehrtwende

Um bessere Rahmenbedingungen für den Big-Data- Einsatz im Marketing zu erreichen, braucht es eine veritable Kehrtwende in der Datenschutzgesetzgebung und letztendlich einen schweizerischen Alleingang in Sachen Datenschutz. Das gelingt nur, wenn es dazu branchenweit abgestimmte Vorgehensweisen gibt, mit denen das Vertrauen des Publikums in kommerzielle Datensammlungen gestärkt und so der Politik der Weg vorgespurt wird. Für eine solche Initiative fehlen indes jedwelche Anzeichen: In der Werbewoche-Umfrage fand sich auf die Frage, ob die Auflagen und Einschränkungen des Datenschutzes als hinderlich in der Einführung und Entwicklung von Big Data eingeschätzt werden, keine Zustimmung. Ganz im Gegenteil: «Swisscom erachtet die Auflagen und Einschränkungen als nicht hinderlich, sondern als notwendig und sinnvoll. Der Datenschutz darf nicht aufgeweicht werden, um die Privatsphäre und damit verbundene Freiheiten der Bürger zu bewahren.»

Christoph J. Walther

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Zu den Abos

Bild: Keystone
 

Metzgerlehner: Augmented Reality bei Manor

Die von Metzgerlehner und Takondi entwickelte App Manor Plus macht durch Augmented Reality den Spielzeugkatalog zum neuen Erlebnis.

Auch beim Traditionswarenhaus Manor findet der Verkauf längst nicht mehr nur vor Ort statt. Aber auch der E-Commerce hat sich mit den mobilen Endgeräten entscheidend weiterentwickelt, wie es ein einer Mitteilung heisst. Mit ihnen können Kunden jederzeit und überall in den Kaufprozess einsteigen. Auch Manor ermöglicht dies den Kunden – und zwar mit einer App-Erweiterung des klassischen Weihnachts-Spielwarenkatalogs .

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Augmented-Reality-Technologie bietet neue Möglichkeiten, reale Produkte mit digitalem Mehrwert aufzuladen. Dies ermöglicht neue Formen der Kundenbindung und Markendifferenzierung. Und genau damit konnte metzgerlehner Manor überzeugen. Die Idee der Agentur: den diesjährigen Spielwarenkatalog mit Augmented-Reality-Technologie zum neu- und einzigartigen Erlebnis zu machen – und das für Kinder und Erwachsene.

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Der 3D-Viewer erweckt den beliebten Weihnachts-Spielwarenkatalog mit überraschenden Animationen zum Leben und bindet viele spannende Videos ein. Um den Bestellprozess von Produkten für alle Mamis und Papis, Gottis und Göttis, Grossmamis und Grosspapis zu vereinfachen, verlinkt der 3D-Viewer ausserdem jedes Katalog-Produkt mit der entsprechenden Seite im Online-Shop.

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Vor dem Hintergrund, dass sich Preise regelmässig der Marktsituation anpassen, bietet der 3D-Viewer einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die Preise der Produkte im Katalog werden automatisch aktualisiert – was für die User insbesondere bei Preisreduktionen interessant ist.

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Die von Metzgerlehner mit dem Technologie-Partner Takondi entwickelte Manor Plus App steht seit Ende Oktober in den App Stores kostenlos zur Verfügung und wird nun laufend mit neuen Funktionen weiterentwickelt. Manor wird sich damit im Weihnachtsgeschäft als modernstes Warenhaus und attraktivster Spielwarenanbieter positionieren können.

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Manor Plus: Apple Store, Google Play Store

Verantwortlich bei Manor: Maja Hitz (Kommunikationsleitung), Daniel Münster (Projektleiter Kommunikation Hardgoods), Mirjam Göldi (Kommunikation / Media – Hardgoods), Alessandro Venafro (Digital Content). Verantwortlich bei Metzgerlehner Worldwide Partners: Michael Rottmann Patrick Meyer, Janine Aebischer, Vasco Bickel (Kreation), Silvan Metzger, Karin Schweizer (Beratung). Verantwortlich bei Takondi: Jonathan Werner (Programmierung), Matthias Känzig (Support).

 

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