«Der Bestatter» ermittelt bald in den USA

Das Schweizer Fernsehen SRF hat die TV-Serie «Der Bestatter» nun auch nach Übersee verkauft.

Die TV-Serie wird als «The Undertaker» auf MHz Networks im US-TV zu sehen sein – und als «Croquemort» in Kanada, im französischsprachigen Serien- und Film-Portal ICI Tou.tv. Die französischsprachige Version des «Bestatters» läuft seit dem 8. Januar im Westschweizer Fernsehen RTS (Werbewoche.ch berichtete). SRF hat die TV-Serie zudem bereits nach Deutschland an den WDR verkauft. Eine Sprecherin bestätigte auf Anfrage einen Bericht im Blick vom Donnerstag.

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Die Eigenproduktion von SRF ist eine Erfolgsgeschichte: In der Deutschschweiz läuft inzwischen bereits die dritte Staffel. Und das SRF zeigt sich zuversichtlich, eine vierte Staffel produzieren zu können. Als «Bestatter» fällt Schauspieler und Komiker Mike Müller alias Totengräber Luc Conrad immer wieder in seine alte Rolle als Kriminalkommissar zurück. (SDA)

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Zu guter Letzt: Je suis Aargauer

Nicht drängeln, es hat genug für alle: Von fünf Millionen gedruckten Exemplaren der neuen Charlie Hebdo-Ausgabe haben es ganze 30 Stück in den Kanton Aargau geschafft.

Das berichtet die Aargauer Zeitung am Donnerstag. Dem Tag vor dem Tag, an dem sich rund 635‘000 Einwohner des Kantons der Herzen in aller Herrgottsfrühe an die Kioske an den Bahnhöfen Aarau, Baden und Lenzburg sowie im Coop City in Aarau und im Coop Aarepark in Würenlingen drängen, um sich ein Stück Terrorgeschichte zu sichern. Mit garantierter Wertsteigerung. Das ist praktisch, denn wenn man die denkwürdige Kult-Ausgabe gelesen hat, kann man sie auf der Auktionsplattform des Vertrauens zu Höchstpreisen verhökern. Zusammen mit all den Cleveren, die als erste Reaktion nach dem Massaker ihre Charlie-Hebdo-Ausgabe auf E-Bay stellten und dabei absurd hohe Preise erzielten. Im Gedenken an die Opfer und ihre Angehörigen natürlich. Eine nette Rendite im Namen der Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und worum es sonst noch alles ging.

Alle sind jetzt Charlie. Selbst Staatsoberhäupter, die sonst einen eher ungezwungenen Umgang mit den ganzen Freiheits-Themen pflegen.

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via Reedit.com

Aargauer, die am Freitag leer ausgehen, können aber beruhigt sein: Bereits am Montag sollen laut AZ neue Exemplare eintreffen. Mit zehn, zwölf Heften sollte zu rechnen sein, immerhin ist der Aargau der viertgrösste Kanton. Und wer das Kunststück fertig bringt, trotz der zahlreichen Chancen kein Heft zu ergattern: Auf Ebay gibts die Ausgabe schon für 100 Dollar. Und auch auf Ricardo.ch darf man sich ab 100 Franken realistische Chancen auf das ganz persönliche Stück Meinungsfreiheit ausmalen. Freiheit hatte eben schon immer ihren Preis.

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Thomas Häusermann (AG)
 

Zur Sache: Von Unwissen und Unwörtern

Es war ein Knaller zum Jahresende, über den in Schweizer Publikationen kaum berichtet wurde: Fast jeder zweite Deutsche misstraut den Medien, nur 40 Prozent der deutschen Bevölkerung halten die Presse für objektiv.

Das fand das Kölner Forschungsinstitut YouGov im Auftrag von Zeit online heraus. Ende Dezember 2014 gaben 1043 Personen ihre Meinung über die Medien ab. 47 Prozent der Befragten unterstützten die Aussage, dass die Medien einseitig berichten und von der Politik gelenkt werden. Nur 40 Prozent glaubten an eine objektive und unabhängige Berichterstattung. Je höher der Bildungsabschluss und das Monatseinkommen der Befragten, desto stärker das Misstrauen gegen die Medien.

Harter Tobak. Doch nicht, weil diese gestreckte Linke wirklich eine Aussage über die Qualität der Medien zuliesse, sondern ob der Undifferenziertheit solcher Aussagen. Klar, Journalisten und Medienleute gehören traditionell zu den unbeliebtesten Berufsgattungen. Sie gelten als unmoralische Schmeissfliegen, die auf der Suche nach der geilsten Story gnadenlos vorgehen, wenn es sein muss über Leichen. Darum sind «repräsentative» Umfragen, die dieses Bild erhärten, beliebt. Ausserdem gehören Skepsis und Misstrauen bei Bildungsbürgern zum guten Ton. Denn der Clevere lässt sich nichts vormachen. Aber ist immer schlau, wer Skepsis zelebriert?

Von innen jedenfalls sehen Medien anders aus: Manch ein Medienvertreter – #jesuischarlie – lässt sein Leben, um anderen vor Augen zu führen, wie es in der Welt zugeht. Und die meisten Medienmacher, die ich kenne, investieren viel Zeit und nehmen ein paar graue Haare in Kauf, bevor sie ihren Lesern, Hörern oder Zuschauern ein Thema anbieten. Medien helfen Menschen, sich eine Meinung zu bilden. Dafür müssen die Rezipienten nicht die gleiche haben wie der Journalist, der sie äussert.

Darum erscheinen mir die 13 Prozent der Umfrageteilnehmer, die auf die Frage, ob die Medien in Deutsch-land einseitig berichten, «weiss nicht» geantwortet haben, die ehrlichsten zu sein. Was ist das überhaupt für eine Fragestellung? Wer sind «die Medien»? In Deutschland gibt es 361 Tages- und Sonntagszeitungen, 20 Wochenzeitungen, 842 Publikumszeitschriften, 1137 Fachzeitschriften, etwa 60 Fernsehsender und unzählige Onlineportale. Wer also könnte mit «die Medien» gemeint sein? Und welches der Medien ist es, das einseitig berichtet und sich von Politikern beeinflussen lässt?

Erstaunlich, dass sich in Deutschland niemand über diese Umfrage aufregt. Aber warum auch: Sie bestätigt ja den Common Sense. Umso dankbarer bin ich der Unwort-des-Jahres-Jury, die für 2014 das Wort «Lügenpresse» kürte. Die Begründung: Eine solche pauschale Verurteilung verhindere fundierte Medienkritik und leiste somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit. Deren akute Bedrohung durch Extremismus sei gerade in diesen Tagen unübersehbar geworden. Exakt.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
[email protected]
 

Trio und Easyjet – ein filmreifes Paar

«Egal, ob jemand gerne liest, hört, fernsieht oder surft – er braucht nur die Südostschweiz»

Die Werbewoche sprach mit Somedia-CEO Andrea Masüger über die umfassenden Neuerungen bei Somedia.

Werbewoche: Alles neu bei Somedia – neues Medienhaus, neue Logos für die einzelnen Sparten, ein neues Layout für die «Südostschweiz». Was versprechen Sie sich von den Veränderungen?
Andrea Masüger:Wir versprechen uns davon eine ganze Menge. Für uns ist das ein Neustart auf der ganzen Linie. Wir hatten 2008 beschlossen, das Medienhaus zu bauen, um alle Bereiche von Somedia unter ein Dach zu bringen und Synergien herzustellen. Aber wenn wir die Hardware erneuern, also das Gebäude, dann müssen wir auch die Software erneuern, also unsere Marken und Produkte. Wir konnten ja nicht mit unseren 15, 20 Jahre alten Logos in so ein modernes Medienhaus ziehen. Darum haben wir uns 2011 entschlossen, eine Strategie für die Erneuerung aller Strukturen zu entwickeln. Der Wunsch nach Konvergenz war der Hintergrund für alles: Wir wussten, dass wir im Medienhaus alle näher zusammenrücken werden und wollten dann auch wirklich konvergente Medien produzieren. Konsequenterweise mussten wir dann auch unsere Dienstleistungen konvergent ausrichten, also beispielsweise einen crossmedialen Verkauf schaffen. Jetzt ist alles frisch und neu und passt zusammen.

Das erklärt auch, warum alles zum gleichen Zeitpunkt geschieht. Sie hätten schliesslich auch schrittweise vorgehen können.
Ja, es läuft nicht alles hundertprozentig parallel, aber Ende März wird alles zusammenlaufen, der Bezug des neuen Medienhauses durch alle Abteilungen, die neue Markenführung, die Neugestaltung der «Südostschweiz» und die Implementierung der Medienfamilie Südostschweiz. So denken wir, gut für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein – auch wenn man nie genau weiss, was kommt. Wir wollen Chancen ergreifen und das Kommende positiv angehen.

Was hat das alles gekostet?
Das Medienhaus inklusive Radio- und Fernsehstudio und der kompletten Möblierung kostet 30 Millionen Franken, der reine Bau hat etwa 26 Millionen Franken gekostet. Die Entwicklung der neuen Markenführung und der Relaunch der Südostschweiz hat alles zusammen etwa 1 Million Franken gekostet.

Sie setzen mit dem Bau des Medienhauses und den Investitionen in eine konvergente Marke ein klares Zeichen gegen den um sich greifenden Abbautrend in der Schweizer Medienbranche. Geht es Somedia so gut?
Diese Frage haben natürlich auch unsere Mitarbeiter gestellt. «Alle müssen sparen und jetzt wird so eine Hütte gebaut.» Auch wir haben zwei Spar- und Effizienzrunden gedreht. Aber wir wollen auch nicht wie das Kaninchen vor der Schlange hocken und abwarten, was geschieht. Wir wollen den Markt offensiv mitgestalten. Unsere Prämisse für das Projekt war: Das Medienhaus muss für uns günstiger sein als die fünf Standorte, die wir im Moment betreiben. Dieses Ziel haben wir erfüllt. Wir haben insgesamt geringe Betriebskosten, eine schlankere Technik, weniger Sekretariatsleistungen, keine Kurierkosten, wir konnten Gebäude verkaufen oder vermieten. Und mit dem Medienhaus setzen wir Zeichen nach innen wie nach aussen, für unsere Leser, Hörer und Zuschauer und für unsere Werbekunden: «Wir sind präsent und gestalten in der Region aktiv mit.»

Wenn man von der «Südostschweiz» spricht, hat man für gewöhnlich die Printzeitung im Kopf. Wird die Dachmarke in Zukunft Verwirrung stiften?
Ich denke nicht. Es ist möglich, dass wie bei jedem Markenwechsel oder jeder Neueinführung eine Eingewöhnungsphase nötig ist. Die «Südostschweiz» ist in unserem Medienportfolio das grösste Medium, das natürlich ein spezielles Gewicht hat. Aber wir wollten ja genau die Medien, die ein wenig im Schatten der grossen Südostschweiz stehen – zum Beispiel Radio Grischa, das ja auch vom Namen schon sehr auf den Kanton Graubünden reduziert ist – anbinden an den Sog, an die Kraft der Marke Südostschweiz. Darum glauben wir an die positive Wirkung der Umbenennungen. Natürlich ist es neu, dass man vier unterschiedliche Medien gleich betitelt, das gibt es in der Schweiz noch nirgendwo. Aber es unterstreicht unser Ziel, konvergent zu arbeiten. Darum wollen wir auch eine Markenaussage platzieren: Egal, ob jemand gerne liest, hört, fernsieht oder surft – er braucht nur die Südostschweiz. Vorher hatten wir einen riesigen Salat von Logos, Schriftzügen und Labels. Natürlich ist das alles über Jahrzehnte gewachsen. Aber jetzt war eine Aufräumaktion nötig.

Bei so einem Grossprojekt gibt es naturgemäss eine Menge Skeptiker, auch in den eigenen Reihen. Mit welchem Geist ist es Ihnen gelungen, Ihre Mitarbeiter hinter sich zu scharen?
Das war eine grosse, auch psychologische Arbeit. Auf keinen Fall darf man sagen: «Wir haben eine Idee – was meint Ihr?» Dann wird alles sofort pulverisiert. Man muss klar definieren, welches Ziel man erreichen möchte und warum, und dann die Mitarbeiter abholen, sie den Weg, wie das Ziel erreicht werden kann, mitgestalten lassen. Das ist uns sehr gut gelungen. Bei den Redaktionen zum Beispiel haben wir am alten Standort einen kleinen Newsroom errichtet, in dem ein Redaktionsteam ausprobieren konnte, wie das funktioniert. Erst danach haben wir definiert, wie in der Newszone im neuen Medienhaus gearbeitet werden soll: Wie arbeiten die Redaktionen zusammen, wer hat welche Kompetenzen, wie ist der Tagesablauf? Wenn Mitarbeiter das Ziel verstehen und selbst an seiner Umsetzung mitarbeiten, hat man auch die nötige Akzeptanz.

Wer hat das neue Logo für die vier Sparten entwickelt?
Das theoretische Konzept für Servicemarken und Konzernmarke sowie die Zusammenführung der vier Sparten der Südostschweiz haben wir intern entwickelt, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Unternehmensberatung AbegglenManagement Consultants. So bekamen wir Input von aussen und einen Überblick darüber, was andere machen. Und mit der optischen Umsetzung der Logos haben wir die Zürcher Kommunikations- und Designagentur Tatin beauftragt.

Und warum wurde das neue Layout der Südostschweiz von der Berliner Agentur Einhorn Solutions entwickelt?
Die Chefredaktion hat ein theoretisches Konzept vorgelegt, wie die Zeitung in Zukunft aufgebaut und gestaltet sein soll. Dann haben wir einen Pitch gemacht, den Einhorn gewonnen hat. Sie haben das Konzept einfach am ansprechendsten umgesetzt.

Die Tageszeitung Südostschweiz wurde komplett umgekrempelt. Wird das nicht einige der zumeist konservativen, älteren Zeitungsleser, die an «ihrem Blatt» hängen, verschrecken?
Damit muss man natürlich rechnen, schon bei einem schlichten Redesign, und wir haben ja einen kompletten Relaunch gemacht. Ich habe als Chefredaktor der Südostschweiz drei Grafikänderungen mitgemacht und es gab jedes Mal ein paar Leute, denen es nicht gefiel, die die Schrift nicht lesen konnten oder so. Das ist Daily Business, wenn man etwas verändert. Aber ich bin überzeugt, dass die Veränderungen nicht zu einer generellen Ablehnung führen werden. Die Zeitung wird anders, aber sie kommt mit ihrem Kachelprinzip und der Entrümpelung von kleinen, unwichtigen Texten dem heutigen Mediennutzungsverhalten entgegen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wir haben übrigens auch eine Untersuchung mit Fokusgruppen gemacht, die repräsentativ aus der Leserschaft zusammengesetzt waren. Und da ist die neue Südostschweiz sehr gut angekommen.

Wie haben die Redaktoren der Südostschweiz auf die neue Ausrichtung und Gewichtung ihrer Zeitung reagiert?
Der Anstoss, die Südostschweiz zu entrümpeln und an das veränderte Nutzungsverhalten der Leser anzupassen, kam aus der Redaktion. Eigentlich wollten wir nur das Erscheinungsbild verändern, aber dann kam aus der Chefredaktion der Anstoss, einen kompletten Relaunch zu machen. Und der wird nun natürlich von der Redaktion mitgetragen.

Wie gestaltet sich bis jetzt das Zusammenarbeiten im neuen Medienhaus?
Nach anfänglicher Skepsis sind die Leute nun happy und bekommen Freude am neuen Medienhaus. Es wollen jetzt alle endlich umziehen. Es gab ein paar kleinere Probleme, aber wir haben ja einen Pilotumzug gemacht, um auf genau diese Probleme zu stossen und sie frühzeitig zu lösen. Wenn wir erst einmal alle dort sind, wird es einen Kulturwandel geben: die Leute sind nah beieinander, werden mehr miteinander kommunizieren, haben viel Licht und im wahrsten Sinne Durchblick. Und das wird auch die Köpfe, den Geist öffnen. Die Konvergenz, die wir theoretisch aufgegleist haben, wird sehr schnell auch praktisch gelebt werden. Davon bin ich überzeugt.
                                                                                      
Die Redaktionen von Zeitung, Radio und Fernsehen bleiben unabhängig, sollen im neuen Medienhaus aber in der gemeinsamen Newszone und am Newsdesk zusammenarbeiten. Wie genau soll das funktionieren?
Die Newszone ist im neuen Medienhaus der Bereich, in dem alle Redaktionen angesiedelt sind, Radio, Fernsehen, Print und Online sind dann sehr nah beieinander. Und der Newsdesk ist die tägliche Befehls- und Entscheidungszentrale, in der die vier Dienstchefs der Teilmedien sich austauschen. Dort wird diskutiert, wie einzelne Themen des Tages behandelt werden: Ist es eher für die Zeitung? Oder fürs Radio? Wo bringen wir was? Wie können sich die Medien ergänzen? Bringen wir einen Primeur lieber schnell online, oder mit viel Hintergrund in der Zeitung oder im Fernsehen? Wer beschafft welche Information? Theoretisch hätten wir hier auch eine Superredaktion über alle vier Medien schaffen können, aber wir wollten das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Wie genau die Zusammenarbeit läuft, wird sich in der Praxis zeigen. Vielleicht machen wir irgendwann auch eine grosse Redaktion, wir sind ja nicht am Ende der Entwicklung, sondern am Anfang.

Als CEO der Somedia sind Sie sicher stolz auf das ambitionierte Projekt. Was denkt der Journalist in Ihnen über Konvergenz, neue Formen der Zusammenarbeit und gestiegene Anforderungen an Medienschaffende?
Wenn ich jetzt noch Journalist wäre, empfände die eine Seite meines Herzens ein gewisses Bedauern darüber, dass man nicht einmal zehn Jahre in Ruhe arbeiten kann, wie man es gewöhnt ist. Sicher empfinden die Journalisten eine gewisse Wehmut, die ich gut nachvollziehen kann. Andererseits muss man sich gerade in dieser Branche den Entwicklungen anpassen. Eine Tageszeitung, die immer noch so gemacht wird wie vor fünfzehn Jahren, wird bald ihren Endpunkt erleben, weil irgendwann ihre spezifischen Leser nicht mehr da sind. Die Zukunft gehört der Konvergenz. Früher hat man in einem Leben 30 Jahre Bleisatz gemacht, dann 20 Jahre Filmsatz, heute entwickelt sich innnerhalb von fünf Jahren etwas Neues. Darauf muss man reagieren.

Interview: Anne-Friederike Heinrich

Think with Google-Plattform startet in der Schweiz

Nach den USA geht «Think with Google» nun auch in der Schweiz, Deutschland und Österreich an den Start. Die Online-Plattform stellt für Werbetreibende und Agenturen einen kostenlosen virtuellen Wissensschatz bereit.

Die Plattform richtet sich an Marketing-Manager, Werbestrategen und Kreative. Sie liefert Informationen zu Googles Sichtweise auf digitales Marketing sowie Einblicke, Inspirationen, Tools und Lösungen, die Werbetreibende benötigen, um ihr Geschäft voranzutreiben. «Think with Google» zeigt Agenturen und Werbetreibenden laut einer Mitteilung, warum digitales Marketing heute so wichtig ist und wie sie mit Google das Internet für sich arbeiten lassen können. «Die zunehmende Digitalisierung wirkt sich auch auf die Welt von Werbung und Marketing aus. Google bietet eine Fülle von Analysen, Studien und Tools, die Unternehmen dabei helfen können, die Möglichkeiten von Marketing in der digitalen Welt voll auszuschöpfen. Mit unserer neuen Plattform bündeln wir alle diese Ange-bote nun und machen sie für Werbetreibende noch leichter zugänglich», erläutert Philipp Justus, Vice Presi-dent, Google Germany, Austria & Switzerland, den Ansatz von «Think with Google».

Ob mit Tools, Studien oder kreativen Anregungen – das Ziel aller Angebote auf «Think with Google» ist es, Werbetreibenden dabei zu helfen, ihre Werbemassnahmen zu optimieren. Dadurch, dass die Website über-sichtlich in verschiedene Rubriken unterteilt ist, finden sich Nutzer leicht zurecht. So präsentiert die Rubrik «Erfolgsgeschichten» unter anderem das «Youtube Ads Leaderboard», das Beispiele für erfolgreiche Werbung von Marken auf Youtube liefert. Unter der Rubrik «Insights» finden sich Infografiken und Studien zu Trends im digitalen Marketing. Ausserdem verweist Google unter «Tools» auf zahlreiche kostenlose Werkzeuge, mit denen Werbetreibende ihre Werbeideen schnell und einfach verwirklichen können – das Consumer Barometer, ein interaktives Tool mit Studienergebnissen zum Online-Verhalten von Konsumenten in Dutzenden von Ländern, ist nur eines von vielen Beispielen auf der Plattform.

Unter dem Stichwort «Thought Leadership» zeigt die Plattform in Form von Artikeln, Interviews und Webina-ren, wie Werbetreibende die Angebote von Google für ihre Marketingmassnahmen nutzen können. Anregun-gen für ihre nächste Marketingidee gibt Google den Nutzern in der Rubrik «Kreative Kampagnen». Hier ist zu sehen, welchen bekannten Marken es bereits gelungen ist, mit kreativen Ideen und den Tools von Google ihre Zielgruppe für sich zu gewinnen. Alle auf der Plattform präsentierten Informationen dienen Werbetreibenden und Agenturen dazu, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein.

Thinkwithgoogle.com

 

Back to the Future

Willkommen im 2015. Das Jahr, in dem sich die «Zukunft» aus der legendären Science-Fiction- Trilogie «Back to the Future» abspielt. Das Jahr der unsäglichen Mode (einfach mal Back to the Future Fashion 2015 googeln und Sie wissen, was ich meine).

Während uns Sachen wie die doppelte Krawatte, Griffs Hut oder dehydrierte Pizza zum Glück erspart blieben, sind andere wie die Computerbrille schon fast Realität.

Das am nächsten an der Welt aus Back to the Future ist übrigens die International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, die wahrscheinlich grösste Fachmesse für Unterhaltungselektronik der Welt. Einlass erhalten nur geladene Gäste wie Branchen- Fachleute, Journalisten und Insider. Trotzdem bin ich natürlich irgendwie (fast) live mit dabei – Social Media sei Dank.

Die Erwartung für dieses Jahr war klar «connecting everything»; von Uhren über Zahnbürsten bis zu virtuellen Welten. Und ja, die CES war im Zeichen des Internet of Things. Neben selbstfahrenden Autos und neuen Smartphones gab es an der CES auch Gadgets und zahlreiche weitere skurrile Produkte und Erfindungen. Ein paar Kuriositäten habe ich für euch zusammengetragen.

Ein praktisches Beispiel für alle ohne grünen Daumen: der intelligente Blumentopf mit dem Namen «Parrot Pot». Dieser misst Licht, Temperatur, Feuchtigkeit und Dünger und leitet diese Informationen weiter an das eigene Smartphone. Bei Bedarf versorgt der «Parrot Pot» den Inhalt sogar automatisch mit Wasser. Auch interessant ist die unauffällige Kamera «Netatmo Welcome» für das Wohn- oder Schlafzimmer, welche mit Gesichtserkennung ausgestattet ist und diese Daten dann auch gleich an ein iPhone oder eine Apple Watch übermittelt. So weiss man rund um die Uhr, wer sich in seinen eigenen vier Wänden aufhält. Perfekt für die Control Freaks unter uns, aber vielleicht trotzdem etwas übertrieben. So wie bestimmt für viele auch die nächste Erfindung, welche ein weitverbreitetes Problem, den Mundgeruch, lösen soll. Das handliche Gadget «Mint» von Breathometer analysiert über eine elektrochemische Zelle den Atem und teilt dem Nutzer auf einer App mit, ob nur ein Kaugummi benötigt wird oder doch lieber gleich die Zähne geputzt werden sollten.

Nützliche Tools oder doch Vorgeschmack auf die Welt von McFly & Co? Dies sei dahingestellt. Doch wer weiss, vielleicht haben einige davon das Potenzial zum künftigen Kassenschlager, denn mal im Ernst: Wer hätte vor ein paar Jahren an einen Stock mit Smartphone- Halter, einen sogenannten Selfie Stick, als erfolgreiches Gadget gedacht?

Mein Lieblings-Gadget in diesem «Back to the Future»-Jahr kommt allerdings nicht direkt aus der CES. Nein, das Hooverboard werden wir nicht auf den Strassen sehen. Aber sehr wahrscheinlich der selbstschnürende Turnschuh. Ja, Sie haben richtig gelesen. Gerüchten zufolge soll Nike den legendären Turnschuh der Hauptfigur Marty McFly entwickelt haben und noch dieses Jahr in die Läden bringen. Ob Marketing- Gag oder nicht, das Gerücht sorgt für Schlagzeilen. Wir dürfen gespannt sein, ob es dem Sportartikel- Gigant gelingt, den Schuh bis am 21. Oktober 2015 zu lancieren. Warum? Na, weil an diesem Tag Marty McFly in Hill Valley landen wird.

Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. www.fh-hwz.ch/smm
 

Twitter: Redaktionsfrei, moderationsfrei, vogelfrei

Die Welt von Twitter in 24 Tweets.

Mit den schrecklichen Attentaten von Paris ist die Terrorbedrohung schlagartig ins kollektive Bewusstsein gerückt. Millionenfach verbreiteten sich die Bekundungen «Charlie Hebdo»und «Je suis Charlie». Grössten Anteil daran hatte das Social-Media- Netzwerk Twitter: 12 Millionen Hashtag- Nennungen binnen 36 Stunden. Die Newsportale berichteten, in dem sie Tweets kommentierten.
 
Weshalb Twitter? Weil kürzer, schneller, aktueller und ungefilterter als andere. Twitter ist die andere «Tagesschau»: Redaktionsfrei, moderationsfrei, vogelfrei, kein Ombudsmann, kein Service public. Twitter ist Voie publique. Alles lässt sich von jedem von überall tweeten: Meinungen und Berichte, versehen mit Bildern, Videos und Links. Jahrzehntelang war ein Platz vor der «Tagesschau »der Werbeplatz «to be». Chronisch ausgebucht und kostspielig, einer zahlkräftigen Markenelite vorenthalten. Ein Werbeplatz auf Twitter ist in der Summe nicht billiger. Aber anders. Ziemlich anders. In Wirkung, Gestalt, Entstehung und Vollendung. Twitter taugt für Werbung, Marketing und Kommunikation. Es folgt eine Auslegeordnung mit Aussagen über Twitter àje 140 Zeichen. Tweets auf Papier, sozusagen. Die Fortsetzung gibt es im abschliessend angezeigten Link.
 
CREDO – Twitter hat sich dem offenen Austausch von Information verschrieben. Kommuniziere frei und ungezwungen, um Vertrauen zu schaffen. ZENSUR – Im 1. HJ 2014 gab es 25 Profile und 224 Tweets weltweit, die zurückgezogen wurden. Nur? TWEET – Länge 140 Zeichen. Optimal 120 o. kürzer. Tweets mit integrierten Videos u. Bildern verbreiten sich besser als solche nur mit Links. RETWEET – Per Klick können User Tweets weiterverbreiten. 20 Retweets bedeuten die Präsenz in den Netzwerken von 20 Tweetern. NOTIFICATIONS per Mail bekommen User, sobald sie in Tweets mit @username erwähnt wurden. User mögen es, erwähnt zu werden. @PROFIL – Nur wer ein Profil hat, kann am Twitter-Alltag auch teilhaben. Es gibt 270 Mio. Profile, 400 000 davon in der Schweiz. BOTS – 10% aller Twitterprofile sind Bots. Das sind von Computern betriebene Profile. Die Gefahr der Täuschung fliegt auch bei Twitter mit. HACKS von Twitterprofilen kommen vor. Wichtig ist die permanente Überwachung des eigenen Profils. Tools wie Hootsuite helfen. SHITSTORMS entfachen sich gern auf Twitter. Frau BR Leuthard wurde eben zerzaust. Empathie hilft. Aber auch denken, bevor man tweetet. MEINUNGSMACHER – Die Gewinnung von Meinungsmachern mit vielen Followern und guten Inhalten ist wichtigster Task beim Aufbau des Netzwerks. PR – Journalisten, Redaktoren, Blogger und Promis: Sie sind auf Twitter besonders gut vertreten. Twitter ist wichtigstes PR-Instrument. 24/7 – Twitter- User pfeifen auf Bürozeiten. Chancen und Gefahren lauern rund um die Uhr. Es lebe der Schichtbetrieb. KAMPAGNEN – Twitter verleiht Botschaften Flügel. Vorausgesetzt, sie sind relevant, cool umgesetzt und das Team ist voll bei der Sache. HASHTAG – # Jesuischarlie ist ein Hashtag. Wer ihn aktuell in einem Tweet erwähnt, trägt automatisch zur Berichterstattung bei. NEWSJACKING – Im von Mercedes gesponserten Stadion geht das Licht aus. Audi tweetet live: wir schicken euch ein paar LEDs. 12 000 Retweets! EVENTS hallen dank live mit Hashtags tweetenden Usern weit über die Eventgemeinde hinaus. Marken bietet das Chancen für Konversationen. SECOND SCREEN – 95% der Dialoge zum TV-Geschehen erfolgen auf Twitter. Traumduo TV und Twitter. Noch fehlen den Kreativen die Einfälle. PROMOTED TWEETS sind Tweets, für deren Verbreitung bezahlt wird. Achtung: Twitter-User reagieren scharf und laut auf irrelevante Tweets. PROMOTED VIDEOS sind Bezahltweets mit Videos. Das Angebot befindet sich in der Beta-Phase und zielt auf Second- Screen-Kampagnen. Beispiel #SelfieABC. Hier geht’s zum Link. BUY-BUTTON – In- Tweet-Verkäufe gibt’s aktuell in den USA als Beta-Version. Wenn’s hierher kommt, sollte man bereit sein. ANTWORTEN auf Tweets haben Priorität. Ein Lob verdanken, Fragen beantworten oder erhitzte Gemüter besänftigen. Speed ist wichtig. FAVORISIEREN ist ein kleines Zeichen der Anerkennung. User schätzen so was. Favoriten kommen in die Favoritenliste und sind einsehbar. DIREKTNACHRICHTEN sind jenen Vorbehalten, die sich gegenseitig folgen. Und nur sie können die Inhalte sehen. TWITTERLISTS ist eine Funktion, mit der sich User-Gruppen anlegen lassen. Hier endet der Beitrag auf Papier. Beat Hürlimann
 
Mehr über Twitter gibt’s via huerlimanncc.com auf Storify.

Jim & Jim übernimmt Studimedia

Jim & Jim baut die Kompetenzen im Bereich Jugend- und Studentenmarketing gezielt aus und akquiriert per Anfang Jahr die Marketing- und Mediaagentur Studimedia.

Sämtliche Geschäftsbereiche des Zuger Unternehmens mit Spezialisierung im Hochschulmarketing und Employer Branding werden dabei in Jim & Jim integriert. Die Geschicke von Studimedia wird neu Fabio Emch, geschäftsführender Partner bei Jim & Jim, leiten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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Mit der Übernahme erweitert die Agentur ihre Kompetenzen gezielt in den Bereichen Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Somit kann jim & jim Unternehmen künftig auch über das Produktmarketing hinaus in der Ansprache und in der Rekrutierung der Generationen Y und Z unterstützen. Durch das dazugewonnene Know-how in der Mediaplanung und das umfassende Portfolio an zielgruppenspezifischen Fachmedien können Jugendliche und Studierende zudem aus einer Hand und damit noch effektiver erreicht werden.

Studimedia wurde im April 2004 gegründet und konnte sich rasch als führende Agentur in den Bereichen Recruiting und Mediaplanung im Hochschulumfeld etablieren. Zu den bestehenden Kunden von Studimedia zählen renommierte Unternehmen wie die SBB oder Pricewaterhouse Coopers.

Die 2011 gegründete und in Zürich und Luzern ansässige Agentur Jim & Jim ist die schweizweit führende Agentur im Bereich Jugend- und Studentenmarketing. Zu den Kernkompetenzen zählen in erster Linie die Entwicklung strategischer Marketingkonzepte, die Kreation und umfassende Realisation interdisziplinärer Marketingkampagnen sowie ein hauseigener Promotions-Pool und die Durchführung repräsentativer Jugend-Studien. Renommierte Brands wie Zweifel, H&M, Migros, Adecco, Orange, Olx.ch, TCS und Stucard.ch setzen beim Jugendmarketing auf die Expertise von Jim & Jim.

Advendio stärkt Präsenz in der Schweiz

Advendio, Anbieter von Order Management-Lösungen für cross-mediale Werbung, verstärkt sein Engagement im Schweizer Markt. Pierino Simonelli übernimmt für Advendio ab sofort als neuer Sales Manager die Vertriebsgebiete Schweiz und Italien.

Zudem soll er das Geschäft von Advendio im Land ausbauen und weiter entwickeln. Schon heute betreut das Unternehmen mit Kunden wie Ringier, NZZ oder Stailmedia führende Medienunternehmen der Schweiz. Der 40-Jährige berichtet direkt an Manuel Koubek, Vice President Marketing & Sales Europe bei Advendio.

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«Wir freuen uns, mit Pierino Simonelli einen erfahrenen Kollegen für den Aufbau unserer Schweizer Niederlassung gefunden zu haben», so Manuel Koubek in einer Mitteilung. «Er kennt sowohl den Markt in der Schweiz als auch den in Italien sehr gut. Mit seiner jahrelangen Erfahrung im Bereich Werbevermarktung ergänzt er das Team durch ein ausgezeichnetes Verständnis für die Bedürfnisse potenzieller Kunden perfekt. Es war uns wichtig, unseren Kunden auch vor Ort den direkten Draht zu ADvendio bieten zu können. Mit Pierino haben wir den richtigen Kollegen für diese Aufgabe gefunden!»

Vor seinem Wechsel zu Advendio war Simonelli unter anderem fünf Jahre Sales Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei Ticinonline, dem Newsportal der italienischen Schweiz. Davor war er sechs Jahre Head of Internet Consulting und Mitglied der Geschäftsleitung von Qualiclick / Adlink Internet Media. Simonelli ist seit 2011 ausserdem Geschäftsführer des von ihm gegründeten Unternehmen Simomedia. In dieser Position betreut er auch weiterhin die Mandanten.

«Advendios Anzeigenmanagement-Lösung trifft die aktuellen Anforderungen und Nöte von Verlagen und Vermarktern genau. Stichworte wie Automatisierung oder die Minimierung von Medienbrüchen sind aus dem Anzeigengeschäft nicht mehr wegzudenken. Ich freue mich darauf, Advendio in beiden Märkten noch bekannter zu machen und unseren Kunden zu helfen, ihre Prozesse effizienter zu gestalten.» ergänzt Pierino Simonelli.

 

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers: Konflikte nicht schwelen lassen

Wo gearbeitet wird, gibt’s auch Diskussionen, Streit und manchmal fliegen gar die Fetzen. Reibereien gehören zum Arbeitsalltag.

Werden die Probleme ernst genommen und aktiv angegangen, lassen sie sich in der Regel lösen. Offen und fair ausgetragene Konflikte können sogar wertvolle Impulse liefern. Doch in vielen Betrieben werden sie als störend empfunden, ignoriert oder unterdrückt. Damit verletzen Arbeitgeber ihre gesetzliche Fürsorgepflicht.

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Lesen Sie den ganzen Artikel von Irmtraud Bräunlich Keller, Teamleiterin Fachbereich Arbeit des Beobachter-Beratungszentrums, in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche (01/2015).

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Diplomfeier mit Herz

Stürmischer Wind, kabbelige See, schwankender Untergrund – das war der stimmige Rahmen für die diesjährige Diplomfeier der Kommunikationsleiterinnen und -leiter, die am Freitag über die schwimmende Theaterbühne ging.

Herzbaracke-Gastgeber Federico Pfaffen, der mit seinem «Salon-Schifflein» bereits seit 16 Wintern am Zürcher Bellevue ankert, blieb ob der rauhen See gelassen und zauberte den rund dreissig Gästen einen leckeren Mehrgänger auf den Tisch – gewürzt mit amüsanten Sprüchen des Theatermachers. Die nostalgische Wunderkammer bot bereits zum sechsten Mal den stimmigen Rahmen für die Diplomfeier von SW Schweizer Werbung für die eidgenössisch anerkannten Kommunikationsleiterinnen und -leiter.

Urs Schneider, Präsident der Prüfungskommission, und Prüfungsleiter Heinz Egli überreichten die hart erarbeiteten Diplome. Speziell geehrt wurden Melanie Bachofner und Corinne Hert, zwei der drei Ex-aequo-Klassenbesten; krankheitshalber passen musste die Dritte im Bund, Alexandra Cathrin Fitzi. Wie ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter erhielten sie neben dem eidgenössischen Diplom und einer Jahresmitgliedschaft bei SW Schweizer Werbung ein englischsprachiges Diploma Supplement, das auch Personalchefs aus dem Ausland in Unkenntnis der Schweizer Bildungslandschaft den hohen Wert dieser Ausbildung verständlich machen soll. Als einzige wurden Sie dagegen reich mit Präsenten der Sponsoren publisuisse (iPad mini), Faber-Castell (hochwertiges Schreibset) und Touring-Zeitung (Reisegutschein) beschenkt. Für die kulinarischen Köstlichkeiten, das musikalische Intermezzo des Blues-Duos Christina Jaccard & Dave Ruosch sowie die Blumen für die Damen sorgten zudem verdankenswerterweise die APG, das Bildungszentrum BVS St. Gallen, Marketing & Kommunikation, mediaschneider und das Sawi.

Prima Erfolgsquote

Von den 14 Kandidatinnen und Kandidaten, die im vergangenen Herbst zu den anspruchsvollen mündlichen und schriftlichen Prüfungen angetreten sind, konnten zwölf nach 22 Monaten und 470 Lektionen das hochverdiente Diplom entgegennehmen. Das entspricht einer sehr guten Erfolgsquote von über 85 Prozent. Auch dieser Jahrgang bestätigte den Trend, dass immer mehr Frauen in der Werbung das Sagen übernehmen. Zum einen waren sie mit 9 Prüfungsteilnehmerinnen deutlich in der Mehrheit; zum andern stellten sie wie erwähnt die drei Jahrgangsbesten mit einem Durchschnitt von je 4,9. Die frisch gekürten Diplomandinnen und Diplomanden in alphabetischer Reihenfolge: Melanie Bachofner, Glattbrugg, Tonino D’Agati, Fahrweid, Alexandra Cathrin Fitzi, St. Gallen, Corinne Hert, Gerlafingen, Agnes Immersi, Hergiswil, Bernd Marte, Dornbirn, Nadine Meier, Therwil, Dimitrija Mitrovic, Wettingen, Melanie Nolte, Allschwil, Manuel Schmid, Kriens, Christoph Welti, Kaiseraugst, und Jasmin Wendt, Bern.

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Urs Schneider, Präsident der Prüfungskommission (rechts) und Prüfungsleiter Heinz Egli (links) mit zwei der drei Klassenbesten Corinne Hert (links) und Melanie Bachofner.

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