Scholz & Friends schreibt mit dem FCB Geschichte

Scholz & Friends entwickelt zusammen mit dem FC Basel zum ersten Mal in seiner erfolgreichen Geschichte unter dem Titel Rotblau ein umfangreiches Jahrbuch.

Die Publikation umfasst über 400 Seiten und gibt einen vertieften Einblick über die aktuelle Saison, die Spieler, die Mitarbeiter sowie die Geschichte des Vereins mit den wichtigsten Ereignissen, Protagonisten, Zahlen und Fakten und das bis ins Gründungsjahr 1893. Das Buch wurde unter der Redaktion des langjährigen Pressesprechers Josef Zindel entwickelt und findet beim Anhang und Umfeld des FC Basel 1893 seit seiner Lancierung grossen Anklang, wie es in einer Mitteilung heisst.

FCB1893_Jahrbuch-Titel

Nach der Website, der Monatspublikation, vielen gestalterischen Umsetzungen im und um den St. Jakob-Park bildet das Jahrbuch einen weiteren Baustein im von Scholz & Friends entwickelten Re-Design des aktuellen visuellen Auftritt des Basler Traditionsvereins.

FCB1893_Jahrbuch

Verantwortlich beim FC Basel 1893: Martin Blaser (Direktor Marketing, Verkauf & Business Development), Remo Meister (Leiter Corporate Communications), Josef Zindel (FCB-Redaktor). Verantwortlich bei Scholz & Friends Zürich: Gregor Fitz, Wim Lanz, Lorenzo Müller, Lukas Frei (Kreation); Holger Schicke, Tanita Bohny, Martin Samsel (Beratung).

Exxtra: Audi Laserlicht als Waffe gegen die Dunkelheit

Exxtra hat für Audi ein Sujet kreiert, welches pointiert die neue Laserlicht-Technologie des Automobilherstellers thematisiert.

Der Countdown läuft. Nur noch ein knappes Jahr bis der neue «Star Wars» in die Kinos kommt. Und damit auch wieder das berühmte Laserschwert. Auch Audi setzt in Zukunft Laser als Waffe gegen die dunkle Seite ein: Der Audi R8 LMX ist das erste Serienfahrzeug von Audi, dessen Scheinwerfer über Laserlicht-Technologie, eine bahnbrechende Innovation in der Lichttechnik, verfügen. Mit der doppelten Reichweite von konventionellem LED-Fernlicht schneidet das Laserlicht heller, konzentrierter und präziser einen sicheren Weg durch die Dunkelheit. Auf dass die Macht mit allen Audi Fahrern sei.

Audi_Laserlicht_Inserat
grösser

Verantwortlich bei Amag: Donato Bochicchio (Markenchef Audi), Christian Frey (Marketingleiter Audi), Stefanie Koch (Leiterin Marketing Marketing Kommunikation Audi). Verantwortlich bei Exxtra (Member of Y&R Group Switzerland): Markus Gut (CCO), Dominik Oberwiler, Martin Stulz (CD), Susanne Weeber (Art Direction), Natasa Maricic (Text), Jeremy Küng (Grafik), Denis Klook (Bildbearbeitung), Susan Baumgartner (Beratung).
 

Havas: Eine fesselnde Anzeige für Tibet

Für die GSTF Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft verleiht Havas Worldwide Zürich dem Wirtschaftslabel «Made in China» eine neue Bedeutung.

Das Motiv, das einen tibetischen Mönch in Handschellen zeigt, soll dazu anregen, die Menschenrechtslage in Tibet trotz guter wirtschaftlicher Beziehungen zu China nicht aus den Augen zu verlieren.

tibet_made_in_china_inserat_fin
tibet_made_in_china_f12_fin
grösser

Verantwortlich bei GSTF: Yangchen Büchli (Vize-Präsidentin). Thomas Büchli (tibetfocus-Koordination). Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung); Micheal Kathe (Creative Director); Eric Markowski (Text); Denis Schwarz (Art Direction); Jonathan Heyer (Fotografie); Fluxif (Bildbearbeitung).

Zu guter Letzt: Band of Brands

Newcastle Brown Ale ruft kleine, lokale Marken auf, sich dem Bund «Band of Brands» anzuschliessen. Mit den gemeinsamen Marketing-Budgets soll der Super Bowl geknackt werden.

Beim letztjährigen Super Bowl glänzte die Biermarke mit dem Konzept «If we made it» – statt einen der sündhaft teuren TV-Spots zu schalten, beschränkte sich Newcastle Brown Ale darauf, im Vorfeld mit einer umfangreichen Kampagne zu erklären, wie aufwendig man einen möglichen Spot umgesetzt hätte. Die ganze Kampagne erregte unter dem Strich mindestens so viel Aufmerksamkeit wie die viel umworbenen Super-Bowl-Filme, bei denen alleine die Ausstrahlung (30 Sekunden) drei bis vier Millionen Dollar verschlingt – von den hohen Produktionskosten ganz zu schweigen.

//www.youtube.com/watch?v=Oha83wAyJ34

Auch dieses Jahr hat sich die Agentur Droga5 etwas Besonderes für ihren Kunden einfallen lassen und lanciert den Verbund «Band of Brands». Die Idee dahinter: Newcastle ruft Marken dazu auf, sich mit ihrem Budget in den geplanten Super-Bowl-Spot «einzukaufen». Zwanzig bis dreissig sollen es sein, die Marken werden im Spot beim wichtigsten Werbeereignis des Jahres integriert. «Find out how our Brand can help your Brand help our Brand… most importantly» verkündet die Schauspielerin Aubrey Plaza im wunderbaren Erklärungsvideo, welches andere Marken motivieren soll, sich bis am 19. Januar auf Newcastlebandofbrands.com zu bewerben. Man darf auf das Resultat gespannt sein. Der Super Bowl 2015 findet am 1. Februar statt. (hae)
 

//www.youtube.com/watch?v=9rLILU3B5LY

Kein Markenrecht auf «Je suis Charlie»

In Frankreich wird es kein Markenrecht für die Solidaritätsbekundung «Je suis Charlie»  geben, die seit dem blutigen Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo weltweit kursiert. Entsprechende Anträge sind abgewiesen worden.

Dies, weil sie nicht die notwendigen Kriterien erfüllten, teilte das französische Institut zum Schutz geistigen Eigentums (INPI) am Dienstag mit. Der Slogan könne nicht von einem Marktteilnehmer kommerziell verwendet werden, weil er bereits kollektiv stark verwendet werde. Dem INPI zufolge wurden seit dem Anschlag am Mittwoch vergangener Woche zahlreiche Anträge auf Markenrecht für das Logo «Je suis Charlie» oder Anspielungen darauf eingereicht. Sie seien aber nicht registriert worden, weil sie nicht der Anforderung entsprechen, wonach Markenrecht einen «unterscheidenden Charakter» voraussetzt. Die Nachrichtenagentur AFP hatte Montagabend aus informierten Kreisen erfahren, dass bereits über 50 Anträge auf das Logo «Je suis Charlie» eingereicht wurden. Ein Antrag wurde laut dem Kurznachrichtendienst Twitter beispielsweise von einem Industriellen eingereicht, der unter anderem Waagen, Feuerlöscher und Brillenetuis herstellt.

Geschaffen wurde das Logo wenige Minuten nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo von Joachim Roncin, dem künstlerischen Leiter des Gratis-Magazins Stylist. Die drei Worte sind in weiss und grau mit den typischen Schriftzeichen der Satirezeitschrift auf schwarzem Grund gedruckt. Roncin teilte in einem Tweet mit, jeder könne die Solidaritätsbekundung frei verwenden, er würde aber eine «merkantile Nutzung» bedauern. Das zu traurigem Ruhm gelangte Logo prangt bereits auf zahlreichen T-Shirts, Aufklebern und Anhängern, die seit dem Anschlag am vergangenen Mittwoch auf den Markt kamen. Solche Produkte wurden während der Massendemonstrationen vom Sonntag von fliegenden Händlern angeboten. Ausserdem wurden bereits am Tag des Anschlags Websites wie Jesuischarlie.fr, Jesuischarlie.com und Jesuischarlie.org geschaffen. Laut Twitter France wurde es ausserdem bereits auf mehr als fünf Millionen Kurznachrichten abgebildet. (SDA)

Jasmin Barbiero zurück bei Radio Top

Die 31-jährige Ostschweizerin Jasmin Barbiero wird per Anfang Februar 2015 Stellvertretende Programmleiterin von Radio Top. Sie ist innerhalb eines Jahres bereits die vierte ehemalige Mitarbeiterin, die zurück zum Top-Team stösst.

Ab nächstem Monat kehrt eine vertraute Stimme zurück ins Sendegebiet von Radio Top: Jasmin Barbiero wird wieder regelmässig im Tagesprogramm und der Morgenshow zu hören sein. Daneben wird sie neue Stellvertreterin von Programmleiterin Corinne Wacker. Jasmin Barbiero war bereits von 2011 bis 2013 bei Radio Top in der Moderation tätig. Nach einem Abstecher zum St.Galler Sender FM1 kehrt Barbiero nun zu Radio Top zurück.

Sie setzt damit eine aus Sicht des Senders erfreuliche Serie fort: Vor rund einem Jahr ist bereits Corinne Wacker als Programmleiterin zu Radio Top zurück gekehrt. In den letzten Monaten haben ausserdem Thomas Kämpfer als Verkaufsleiter und Pia Gerteis als Moderatorin ihre Arbeit wieder aufgenommen. Alle waren bereits in früheren Jahren bei den Top Medien tätig.

Neben Barbiero ist auch Giulia Staub neu bei Radio zu hören. Die 22-jährige Zürcherin hat zuletzt bei Radio Zürisee ein Praktikum absolviert und davor den Moderationslehrgang bei Toxic FM abgeschlossen und bei SRF im Multimediazentrum gearbeitet.

jasmingiulia
Jasmin Barbiero und Giulia Staub
 

Alles neu bei Schiller

Mit dem Launch der neuen Webseite tritt Schiller. Text & Konzept seit November mit dem Namen Schiller Kommunikation auf. Weiter verstärkt sich die Agentur mit der Graphic Designerin Melissa Miesch.

Die vor eineinhalb Jahren gegründete Agentur Schiller. Text & Konzept heisst neu Schiller Kommunikation  – und beschäftigt mittlerweile drei Mitarbeitende. Im vergangenen Oktober ist die Grafikerin Melissa Miesch zum Team gestossen.

Melissa_Miesch
Melissa Miesch

Schiller Kommunikation hat seit der Agenturgründung im Mai 2013 Unternehmen wie Ricola, 3M, Helsana, Swisscom, Home Instead oder Mazars in den Bereichen PR oder Corporate Publishing unterstützt – weiter übernimmt die Zürcher Agentur für verschiedene KMU die gesamte Kommunikationsarbeit. Neu zum Kundenstamm gehört der Business-Software-Anbieter Easy SYS. Das Mandat konnte Schiller Kommunikation vergangene Woche gewinnen.

Neue Website:

Schiller-kommunikation.ch

Christian_Schiller
Christian Schiller

Bigna_Silberschmidt
Bigna Silberschmidt

 

Premiere: SRF zeigt Frauen-Fussball-WM

Die eidgenössischen Wahlen 2015 sind ein Schwerpunkt im Jahresprogramm 2015 von SRF. Zudem gibt es nebst Frauenfussball verschiedene neue Sendungen wie den Krimi «Das Team». Die TV-Nutzerzahlen konnten sich auch im vergangenen Jahr sehen lassen.

«Wahlfahrt» heisst eine vierteilige Fernsehsendung im September: Mona Vetsch chauffiert Spitzenpolitikerinnen und -politiker durchs Land und befragt sie. Und Radio SRF will beim «Präsidenten-Zmorge» die Parteipräsidenten näher kennenlernen – auch von einer persönlichen Seite. Beide Produktionen wollen Menschen ansprechen, die sonst nicht so viel mit Wahlen und Politik am Hut haben. Dies sind aber nur zwei von zahlreichen Sendungen zu den Wahlen vom 18. Oktober: Vorgesehen ist unter anderem eine 12-stündige Live-Sendung am Wahlsonntag. Viermal – im April, Juni, September und Oktober – wird zudem ein Wahlbarometer erstellt. Neu aufgelegt wird im Fernsehen die Show «Die grössten Schweizer Talente». Mit Ex-Fussballtrainer Gilbert Gress und Moderator Sven Epiney sitzen zwei Neue neben DJ Bobo und Christa Rigozzi in der Jury.

Dok um Matterhorn-Erstbesteigungs-Drama
 
Sechs neue SRF-Fernsehfilme werden im kommenden Jahr ausgestrahlt – darunter zwei Schweizer «Tatort»-Folgen, wie SRF-Direktor Rudolf Matter am Dienstag vor den Medien in Zürich sagte. Nicht zu diesen Folgen gehört «Tatort Matterhorn»: Im zweiteiligen Dok-Film geht es um das tödliche Drama bei der Erstbesteigung des Matterhorns am 14. Juli 1865. Vier Alpinisten stürzten dort unter ungeklärten Umständen in den Tod. Einen neuen Krimi gibt es aber auch: «Das Team». SRF hat  en transeuropäischen Vierteiler koproduziert. Er wird jeweils an Samstagabenden ausgestrahlt. Mit von der Partie ist Carlos Leal.

In sportlicher Hinsicht steht im Sommer auf Fernsehen SRF der Frauenfussball im Zentrum. Umfassend wird von der FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada berichtet. Das Schweizer Frauenteam hat sich – eine Premiere – für eine Endrunde qualifiziert. Schon im Frühling steht die Frauen-Eishockey-WM in Malmö auf dem Programm.

fifa-womens-world-cup-2015

Publikums-Favorit SRF

Gemäss Nutzerdaten war Fernsehen SRF letztes Jahr klarer Favorit des Deutschschweizer TV-Publikums. Die drei Kanäle SRF1, SRF2 und SRF Info, erreichten zusammen 32,2 Prozent Marktanteil. Am Hauptabend waren es laut SRF-Direktor Matter 41 Prozent – mehr als die nächsten sieben Konkurrenten zusammen erzielten. Auch beim jüngeren Publikum sei SRF am Hauptabend führend. Das zeitversetzte Fernsehen machte letztes Jahr knapp fünf Prozent der Gesamtnutzung aus, wie SRF-Sprecherin Andrea Wenger auf Anfrage sagte. Ende 2013 waren es gut 4,4 Prozent. Gefragt ist gemäss Matter auch der SRF-Webauftritt. Durchschnittlich wurden jede Sekunde fünf Livestream- oder On-demand-Angebote von SRF gestartet. Die Hörerdaten von Radio SRF waren am Dienstag noch nicht verfügbar. Wie Matter sagte, will Mediapulse die Zahlen überarbeiten und Anfang Februar herausgeben. (SDA)
 

 

Journalisten-Organisationen fordern Einhaltung des Arbeitsgesetzes

Die Arbeitsinspektorate in der Deutschschweiz und im Tessin sollen in sämtlichen GAV-losen Redaktionen prüfen, ob die Unternehmen das Arbeitsgesetz einhalten. Dies fordert die Gewerkschaft Syndicom und der Journalistenverband Impressum.

Ohne Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sei das Gesetz die einzige Möglichkeit, um die Gesundheit der Medienschaffenden zu schützen, schreiben die beiden Organisationen in einer Mitteilung vom Dienstag. Ausserdem lancierten Syndicom und Impressum eine Petition an den Verband Schweizer Medien. Nach zehn Jahren des vertragslosen Zustandes sollten wieder Verhandlungen für einen GAV geführt werden.

Ein Branchen-GAV stehe nicht zur Debatte, sagte Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Medien, dazu auf Anfrage. Wenn ein einzelner Verlag einen GAV mit den Arbeitnehmervertretern aushandeln wolle, so stehe dem nichts im Wege.

Die Gewerkschaften hatten im vergangenen Jahr mit verschiedenen Aktionen auf die «immer schlechteren Arbeitsbedingungen von Journalistinnen und Journalisten» aufmerksam. Gegen mehrere Medienunternehmen wurden Anzeigen eingereicht. Einige Arbeitgeber haben darauf eine Arbeitszeiterfassung eingeführt. Dort, wo es Probleme mit dem Arbeitsgesetz gebe, sollten diese zwischen dem Verlag und den Arbeitnehmern geregelt werden, sagte Lebrument. Die Arbeitsgesetze seien einzuhalten – ob mit oder ohne GAV. Da gebe es keinen Zusammenhang. In der Westschweiz gilt seit 2014 ein neuer Gesamtarbeitsvertrag für Journalisten. (SDA)

Zu guter Letzt: Welpen-Abo

Praktisch: Der Onlinedienst «Puppy Swap» versorgt die Kunden mit Hundewelpen – und holt diese wieder ab, wenn sie älter und nicht mehr so herzig sind.

Man kennt es: Hunde sind besonders liebenswürdig, wenn sie im Welpenalter sind. Die grossen Pfoten, das weiche Fell – man möchte sie den ganzen Tag knuddeln. Werden sie älter, ist es mit dem Kuschel-Effekt bald einmal vorbei: Aus den kleinen Tollpatschen sind erwachsene Säugetiere geworden, die viel Zeit benötigen, viel Geld kosten und so richtig süss sind sie in den meisten Fällen auch nicht mehr. Eine App wie «Puppy Swap» kommt da wie gerufen. Der kanadische Onlinedienst sorgt dafür, dass seine Kunden nur die Schokoladenseite des Hunde-Business geniessen können – und tauscht lästige, alte Hunde unkompliziert aus. Aber schauen Sie selbst:

//www.youtube.com/watch?v=j1P7f27-zHg

Eine vermeintliche Absurdität stellt sich als realitätsnah heraus – die Werbung kanns. Und machts: Die kanadische Agentur Grip Limited zeigt, dass sich viele Menschen auch ohne App bedenklich wenig Gedanken machen, wenn sie sich ein Haustier anschaffen. So kommt es, dass in Kanada pro Jahr 180'000 Tiere im Heim landen – und 40 Prozent bleiben dort. Bei den Meisten war die Freunde am Anfang wohl gross und flachte irgendwann ab. Nur ist ein Hund keine Spielkonsole, die man nach ein, zwei Jahren gelangweilt im Schrank verstaut. Man müsste es eigentlich langsam wissen. In der Schweiz sind es übrigens über 20'000 Tiere pro Jahr (Stand 2012) – also ebenfalls mehr als genug. (hae)

Unbenannt-7_54
Unbenannt-8_48

Charlie Hebdo erst am Donnerstag in der Schweiz

Die Spezialausgabe von Charlie Hebdo wird in der Schweiz erst am Donnerstag erhältlich sein. In der Deutschschweiz wird die Auslieferung sogar bis Freitag auf sich warten lassen, wie die zuständigen Stellen am Dienstag auf Anfrage bekannt gaben.

In Frankreich erscheint die Zeitschrift bereits am Mittwoch, genau eine Woche nach dem Attentat. Wegen der grossen weltweiten Nachfrage werden insgesamt drei Millionen Exemplare gedruckt. Aus der Westschweiz gingen 5000 Bestellungen ein, sieben Mal mehr als sonst. Ein Sprecher des Kioskbetreibers Naville Presse bestätigte eine entsprechende Meldung des Westschweizer Radio- und Fernsehens RTS. Zahlreiche Kunden hätten am Kiosk bereits ein Heft reserviert. In der Deutschschweiz wurden tausend Exemplare bestellt, wie der Pressevertrieb 7Days Media Services mitteilte. Der Händler habe allerdings nur die Lieferung von 800 Heften zugesagt.

Sonderausgabe mit Mohammed-Karikaturen

Eine Woche nach dem Anschlag meldet sich das Satire-Magazin mit einer Mohammed-Zeichnung auf der Front zurück. Der Verlag kündigte für diesen Mittwoch eine Rekordauflage von drei Millionen Exemplaren an – rund 60'000 Exemplare waren es sonst. Das vorab veröffentlichte Titelbild des Satire-Magazins zeigt eine Zeichnung des Propheten Mohammed, der trauernd und mit einer Träne im Auge ein Schild mit der Aufschrift «Je suis Charlie» in den Händen hält. Über der Zeichnung steht «Tout est pardonné» (Alles ist vergeben).

Unbenannt-26_9

Scharfe Kritik aus Ägypten

Ägyptische Islam-Gelehrte reagierten mit scharfer Kritik auf die angekündigte neue Ausgabe des Magazins. Diese «ungerechtfertigte Provokation von 1,5 Milliarden Muslimen weltweit» werde eine neue Welle des Hasses in der französischen und in westlichen Gesellschaften auslösen, erklärte die wichtige religiöse Einrichtung Dar al-Ifta in Kairo. Die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) drohte im Internet mit weiteren Angriffen auf Frankreich. Es zahle den Preis für die Besetzung von muslimischem Land in Mali und Zentralafrika und die Bombardierung von Muslimen im Irak und in Syrien, hiess es weiter.

Muslimische Geistliche aus Frankreich forderten ihre Gemeinden auf, Ruhe zu bewahren und die Meinungsfreiheit zu achten. Manche äusserten sich über die Mohammed-Darstellung, die nach Ansicht vieler Muslime generell verboten ist, aber beunruhigt. «Jeder verantwortungsbewusste Muslim kann das nur schwer hinnehmen. Aber wir sollten das nicht verbieten», sagte Abdelbaki Attaf, der für eine Moschee in Gennevilliers bei Paris verantwortlich ist. Das Gebetshaus wurde auch von einem der Charlie Hebdo-Attentäter, Chérif Kouachi, gelegentlich besucht.

Branchenverbände ruft zu Gedänkanlässen auf

Die Schweizer Journalistinnen und Journalisten, vertreten durch ihre Branchenverbände, organisieren am Mittwoch, 14. Januar 2015 um 11:30 Uhr in verschiedenen Städten der Schweiz Gedenkanlässe. Genau eine Woche nach den Attentaten auf das Satiremagazin Charlie Hebdo sollen die Anlässe daran erinnern, welch bedeutenden Wert die Pressefreiheit und die Meinungsäusserungsfreiheit für die demokratische Gesellschaft haben, wie es in einer Mitteilung vom Journalistenverband Impressum heisst. Der Gedenkanlass in Bern findet um 11:30 Uhr auf dem Waisenhausplatz statt, weitere Anlässe in Lausanne (Place de l’Europe, 11:30 Uhr) und in Sion (Place de la Planta, 11:20 Uhr). In einigen Redaktionen werden zudem Schweigeminuten abgehalten. (SDA/hae)
 

Keystone stärkt Sales und Customer Relationship

get_footer();