Eine Verlobung, eine Bleibe, Hausnummer 1

Nach Jahren der wilden ungezwungenen Zuneigung haben sie es getan: Promokant und Made Marketing sagen «Ja» und ziehen zusammen.

Promokant und Made Marketing sind seit dem 1. Januar ein Pärchen, das sich nicht nur die Liebe zur Perfektion und den morgendlichen Kaffee teilt, sondern auch die gemeinsame Bleibe. Promokant, ein jahrelanger Player in der Promotionsszene und Made Marketing, ein – laut Mitteilung – «junges aufstrebendes Rehli im Marketing-Bereich», teilen sich seit Anfang Jahr ein Dach. Am Bluntschlisteig 1, am Fusse der engemer Kirche. «Obwohl wir etwas Schiss hatten zusammenzuziehen (sprich alte Freiheiten und Gewohnheiten aufzugeben), freuen wir uns riesig auf das neue Kapitel. Es dünkt uns, wenn man eine Sache verändert, dann zieht das immer weitere Veränderungen mit sich – und das ist gut so.» schreiben die beiden Agenturen in einer gemeinsamen Mitteilung.

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Den Liebesschlitten bestiegen: Made Marketing und Promokant.

Verborgene Kontakte

Printmedien haben einen grossen Vorteil gegenüber anderen Medien: Sie werden vom Nutzer mehr als einmal zur Hand genommen. Das bringt zusätzliche Kontakte. Diese bleiben aber unveröffentlicht.

Das Währungssystem der WEMF zur Erfassung der Leserschaft von Printmedien geht davon aus, dass die Leserinnen und Leser ein Printprodukt pro Ausgabe nur einmal zur Hand nehmen. Dem ist aber nicht so. Da Printtitel – je nach Kategorie – relativ langlebig sind, hat normalerweise dieselbe Ausgabe eines Titels mehrere Nutzungschancen. Das zeigen die Pick-up-Analysen der WEMF-Studie MA Leader. Im Gegensatz zur MACH Basic oder MACH Consumer informiert die MA Leader auch darüber, wie häufig eine Ausgabe eines Titels im Durchschnitt von seiner Leserschaft zum Lesen oder Blättern in die Hand genommen wird. Je nach Art des Titels bewegen sich die Pick-up-Werte mehrheitlich zwischen 1,5 und 2,5 pro Ausgabe, ohne Einbezug der nutzungsintensiven Programmzeitschriften. Über den höchsten Pick-up-Wert der in der MA Leader 2013 ausgewiesenen Titel verfügt das Westschweizer Nachrichtenmagazin L’Hebdo mit 2,6. Spitzenreiter in der Deutschschweiz ist die Weinzeitschrift Vinum mit einem Pick-up-Wert von 2,4. Während die abonnierten Tageszeitungen über durchschnittlich 1,5 Pick-ups pro Ausgabe und Leser verfügen, liegen die Werte bei den Sonntagszeitungen bei 1,7 und bei den Zeitschriften bei 2 Pickups pro Ausgabe (siehe Grafik).

Verborgene Leistungen: Beispiel Weltwoche

Gemäss MACH Basic 2014-2 hat die Weltwoche 231 000 Leserinnen und Leser. Die MA Leader 2013 weist für das Magazin einen Pick-up-Wert von 1,9 aus. Das heisst, die Leserschaft der Weltwoche nimmt den Titel durchschnittlich 1,9 Mal pro Ausgabe zur Hand, um darin zu lesen oder zu blättern. Unter Berücksichtigung dieses Pick-up-Wertes erhöhen sich die Leistungen der Weltwoche von 231 000 Leserinnen und Leser auf rund 440 000 Kontakte pro Ausgabe. Letztere bleiben unveröffentlicht. Und der ausgewiesene Preis pro 1000 Leser von CHF 67.– (TLP) halbiert sich auf rund CHF 35.– pro 1000 Kontakte (TKP).

Unter Wert geschlagen

Im Gegensatz zu TV-Spots verfügen Anzeigen in den Printmedien über mehr Kontaktchancen als Leser bzw. Seher. Während ein TV-Spot nach bezahlter Ausstrahlung irreversibel ist, erhalten Printanzeigen über längere Zeit ein Wirkungspotenzial, das mit den Pick-ups nachvollziehbar ist. Die aktuell gültige Währung der Printmedien unterschlägt also eine Vielzahl von Kontakten. Anders gesagt, die ausgewiesenen und in den Mediaprogrammen enthaltenen Werte liegen am unteren Ende der interpretierbaren Leistungsspanne – mit viel Potenzial nach oben.

Otto Meier

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Aufgespiesst Mein Kind, meine Marke

Eltern sind für gewöhnlich davon überzeugt, dass ihr Kind etwas ganz Besonderes ist, am besten klug wie Einstein und musikalisch wie Mozart, mindestens aber hochbegabt. Denn schliesslich stammt es ja von ihnen ab – und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, so hofft man.

Ein wenig vom Glanz des Nachwuchses wird dereinst wohl auch auf dessen Erzeuger zurückstrahlen.

Dieses kleine lebende Markenzeichen schlicht Albert oder Wolfgang Amadeus zu nennen, geht natürlich nicht. Deshalb bietet die Wohler Textagentur Erfolgswelle nun an, den richtigen Namen für den Sprössling zu erfinden, eigenständig, noch nie da gewesen und vor allem zum Nachnamen passend. «Frau Schweiss, wollen Sie Ihren Sohn wirklich Axel nennen?» Wer Peinlichkeiten beim Benamsen vermeiden will, vertraut das Glück seines Kindes den Namensentwicklern, Markenrechtlern und Historikern von Erfolgswelle an. «Wer uns beauftragt, macht seinem Kind ein besonderes Geschenk fürs ganze Leben», sagt Firmengründer Marc Hauser. Das ganze kostet so viel wie die Kreation eines internationalen Markennamens. Wenn Hauser clever ist, eröffnet er auch gleich noch eine Agentur für Umbenennung. Falls die «Marke» nicht «läuft». afh
 

Zeitlupe: Neue Verkaufsleitung

Das Anzeigenmandat der Zeitlupe – der Zeitschrift von Pro Senectute Schweiz – liegt seit dem 1. Januar 2015 bei Zbinden Medien in Kilchberg. Der Verkauf wird mit Astrid Kägi besetzt, welche die Verkaufsleitung der Zeitlupe übernehmen wird.

Mit ihr stösst am 1. März 2015 eine professionelle, erfahrene und passionierte Verkaufspersönlichkeit zur Zeitlupe Equipe, wie es in einer Mitteilung heisst. Astrid Kägi bringt langjährige Verkaufs- und Verlagserfahrung mit und war zuletzt mehrere Jahre als Product Manager für das Fachmagazin Schweizer Versicherung bei Axel Springer tätig. Die Kilian Gasser Medienvermarktung hat nach langjähriger und erfolgreicher Zusammenarbeit wegen einer beruflichen Neuorientierung von Kilian Gasser das Zeitlupe-Mandat per 31.12.2014 abgegeben (Werbewoche.ch berichtete). Die Zeitschrift Zeitlupe erscheint zehnmal pro Jahr und erreicht 145‘000 Leserinnen und Leser (Mach Basic 2014-2) bei einer Auflage von 71‘776 Exemplaren (Wemf 2014).

Bild Astrid Kägi: Axel Springer

Darts-WM als Zuschauermagnet in der Schweiz

Der TV-Sender Sport1, welcher im Dezember mit einem Schweizer Werbefenster in der Schweiz gestartet ist, hat in der ersten Januarwoche 2015 mit der Übertragung der Darts-WM hohe Quoten in der Deutschschweiz erreicht.

Der in der Schweiz von Goldbach Media vermarktete Sportsender übertrug vom 18. Dezember bis zum 4. Januar die Darts-Weltmeisterschaft live aus London, wobei insbesondere das Finale vom 4. Januar viele Zuschauer in der Deutschschweiz vor den Bildschirm lockte: Die letzten zwei Stunden des Finales wurden durchschnittlich von 33‘500 Zuschauern verfolgt, was einem Marktanteil von 2,45 Prozent entspricht. Die höchste Sehbeteiligung gab es mit rund 42‘800 Zuschauern gegen 22 Uhr. Der Marktanteil überschritt gegen Ende der Übertragung sogar die Fünf-Prozent-Marke. In der Hauptzielgruppe der 15-49-jährigen Männer lag der Marktanteil durchschnittlich bei 4,62 Prozent und zu Spitzenzeiten sogar bei 9,4 Prozent.

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Quelle: Mediapulse Fernsehpanel (InfoSys+), DCH, 04.01.2014, 21:30-23:30 Uhr, alle Plattformen, ZG Personen 3+ inkl. Gäste, 15-49j. Männer inkl. Gäste, Rt-T, MA, Overnight +7, T-Signal

Bild: Keystone
 

Branders: Rebranding für den Kaufmännischen Verband

Branders frischt den Markenauftritt des 150-jährigen Kaufmännischen Verbands auf. Jünger, lebendiger und aussagekräftiger sollen die Mitglieder von morgen angesprochen werden.

Der Kaufmännische Verband beauftragte Branders mit der Betreuung eines umfassenden Markenmandats zur inhaltlichen und gestalterischen Überarbeitung seines Markenauftritts. Ziel war es, das umfassende Leistungsangebot des Verbands im neuen Auftritt sichtbar zu machen sowie die teilweise unterschiedlichen Markenauftritte der einzelnen Sektionen zu harmonisieren, damit der Verband künftig als eine einheitlich starke Marke auftreten kann.

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Der Kaufmännische Verband ist die grösste Berufsorganisation der Angestellten in Büro und Verkauf sowie verwandter Berufe in der Schweiz. Auf nationaler Ebene vertritt er die Interessen von 51'000 Mitgliedern in 31 Sektionen.

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2015 beginnt für den Kaufmännischen Verband mit neuem Markennamen, neuem Erscheinungsbild und einer neuen inhaltlichen Ausrichtung. Der heutige Markenname «KV Schweiz» repräsentiert vor allem die KV-Lehre. Viele weitere Leistungen, die der Verband anbietet, werden mit dem Kürzel KV aber nicht gebührend abgebildet. Um sich als Mitgliederorganisation im Bildungs- und Berufsmarkt attraktiv positionieren zu können, ist eine Schärfung der Positionierung und eine zeitgemässe Anpassung des Leistungsangebots unabdingbar. Ziel war es, den Mehrwert einer Mitgliedschaft und das gesamte Leistungsangebot auch im Markenauftritt sichtbar zu machen: in Broschüren, im Internet, an den diversen Veranstaltungen des Verbands, im Beratungsprozess, dem Mitgliedermagazin, etc.

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Basierend auf diesen Überlegungen wurde zum einen der Markenname angepasst, weg vom Kürzel KV hin zu dem, wofür der Verband seit über 150 Jahren steht: «Kaufmännischer Verband». Neu wird der Markenname zudem mit dem Claim «mehr wirtschaft. für mich.» ergänzt. Dieser bringt den Mehrwert einer Mitgliedschaft auf den Punkt: Mehr Know-How,  Inspiration und mehr persönliche Weiterentwicklung im betriebswirtschaftlichen Umfeld.

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Die neue inhaltliche Positionierung des Verbands wird mit einem neuen Markendesign erlebbar gemacht: von der neuen Webseite, über alle Printmedien bis zum Messeauftritt und der Kennzeichnung der Gebäude erscheint der Verband in einem neuen Gewand. Die Markenfarbe Blau wurde beibehalten, der gesamte restliche Auftritt aber komplett überarbeitet, damit dieser prägnanter und zeitgemässer ausdrückt, was der Kaufmännische Verband verkörpert: ein breites, zukunftsorientiertes Angebot im Bereich Beruf und Bildung – und einen echten Mehrwert, den der Verband all seinen Mitgliedern bietet.

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Verantwortlich beim Kaufmännischen Verband: Peter Kyburz (CEO Kaufmännischer Verband), Rolf Butz (Geschäftsleiter Kaufmännischer Verband Zürich), Ingo Boltshauser (Leitung Kommunikation Kaufmännischer Verband), Silvia Schorta (Leitung Marketing Kaufmännischer Verband). Verantwortlich bei Branders: René Allemann (CEO), Marisa Güntlisberger (Brand Consultant to the CEO), Maria Fahringer (Executive Brand Designer).
 

Die Zukunft heisst Programmatic Marketing

Das internationale Marketing- und Marktforschungsunternehmen Millward Brown hat zentrale Trends der Digital- und Werbewirtschaft analysiert und präsentiert elf digitale Hauptaugenmerke für 2015.

Die Experten von Millward Brown gehen davon aus, dass insbesondere das Programmatic Marketing – datenbasiertes Marketing auf Basis von Algorithmen – weiter an Bedeutung gewinnen wird. Während bislang vor allem die Kosten und die Genauigkeit der Zielgruppenansprache im Fokus standen, werden Marketingverantwortliche den Fokus 2015 stärker auf den kreativen Bereich legen.

«Die Diskussion von Programmatic Marketing dreht sich bis heute sehr stark um Preismodelle wie Cost-per-Click. Die Erwartungen von Marketingentscheidern an Algorithmen und Targetingmodelle werden sich 2015 verändern. Programmatic Marketing wird in Zukunft einen stärkeren Beitrag zum Auf- und Ausbau starker Marken leisten müssen. Dynamisches Targeting wird zunehmen. Kreative Elemente werden stärker individualisiert als bisher, zugleich müssen die Markenbotschaften jedoch konsistent kommuniziert werden», so Duncan Southgate, Global Brand Director for Digital bei Millward Brown. Millward Brown hat die folgenden weiteren Trends für das Jahr 2015 identifiziert:

Die Synchronisierung des Second Screen erhöht die Multiscreen-Kontrolle

Die Sync-Technologie bietet zahlreiche Möglichkeiten: Sie kann TV-Werbung verlängern oder durch ergänzende Storytelling-Ansätze zusätzlichen Wert stiften. Zudem ermöglicht die Technologie das Targeting ergänzender Produkte. Die Vorteile der Synchronisierung des Second Screen werden im Laufe des Jahres 2015 deutlich zutage treten. Mit steigendem Einsatz der Technologie, werden positive Auswirkungen auf Marke und Verbraucherverhalten klar hervortreten.

Die Strategien für diverse Social- und Mobile Media-Plattformen werden enger verzahnt

Das Medienverhalten der Verbraucher wird immer komplexer: Während der Fernseher läuft, surfen Konsumenten heute häufig zeitgleich mit Smartphone oder Tablet in Internet und sozialen Medien. Um schlagkräftige Strategien zu entwickeln und hinsichtlich der Media-Investments die richtigen Entscheidungen zu treffen, müssen Markenverantwortliche den Mehrwert des synchronen Medienverhaltens genau verstehen. In der Vergangenheit wurden die Strategien in den Bereichen Social Media und Mobile Media meist unabhängig voneinander entwickelt. Millward Brown erwartet für 2015 einen besser koordinierten Ansatz, der die Strategien über die verschiedenen Endgeräte, Plattformen und Medien hinweg effizienter miteinander verknüpft.

Von Big Data zu Intelligent Data

Die Bedeutung von «Big Data» für das Marketing wird 2015 weiter wachsen. Dies beinhaltet sowohl die detaillierte Auswertung von komplexen Datenbeständen als auch Investitionen in den Bereichen Personal und Anwendungen. Gerade Predictive Analytics Tools können hilfreich sein, die wesentlichen Treiber für den Ausbau einer Marke oder des Umsatzwachstums herauszuarbeiten. So können statistisch aussagekräftige Muster in komplexen Datensätzen wichtige Aufschlüsse über die Relevanz bestimmter Produkte oder Themen für Konsumenten liefern. Dem Marketing dienen diese Erkenntnisse als Richtschnur für den Fokus und die Investitionsgrösse geplanter Aktivitäten.

Micro-Video-Formate werden durch Paid Advertising zum Mainstream

Micro-Video-Plattformen stehen 2015 weiter hoch im Kurs. Allerdings müssen die Werbeformate auf diesen Plattformen den Zuschauer sofort fesseln, denn Verbraucher erwarten von diesen Angeboten vor allem eins: kreative Unterhaltung. Für den Sharingdienst Vine sollten die Videos einfach und authentisch sein – und ein gewisses virales Potential aufweisen. Videos für Instagram sollten unterhaltsam und emotional sein und zudem unterschwellig den Markenwert transportieren. Kreativagenturen sind daher gefordert, Geschichten zu entwickeln, die auf verschiedenen Micro-Video-Plattformen funktionieren. Und Mediaagenturen stehen vor der Herausforderung, Micro-Video-Formate in grössere Kampagnen zu integrieren und das Targeting zu optimieren.

Das generationsübergreifende Multi-Screen-Marketing wird besser

Aktuelle Multiscreen-Studien von Millward Brown aus den USA zeigen, dass vor allem zwei Faktoren eine Schlüsselrolle bei der Wahl des bevorzugten Bildschirms spielen: Erstens die Generation, aus der die Rezipienten stammen, sowie zweitens die Zeit und die Konzentration, die eine Rezeption in Anspruch nehmen. Um Kampagnen zu optimieren, sollte Multiscreen-Marketing diese Ergebnisse berücksichtigen. Millward Brown geht davon aus, dass die Bedeutung der Bildschirmpräferenz weiter zunimmt. Marketingentscheider werden 2015 daher in ein besseres Verständnis der Rezeptionsgewohnheiten investieren.

Programmatic Marketing wird kreativ

Im Jahr 2015 wird Programmatic Marketing effizienter und leichter verdaulich. Kreativagenturen werden sich daher entsprechende Partner suchen oder selbst Programmierkapazitäten aufbauen. So können sie intelligente Werbeformate mit flexiblen kreativen Elementen nicht nur produzieren, sondern auch implementieren. Millward Brown erwartet daher ein neuartiges, dynamisches Storytelling. Die besten Anbieter werden mit einem Mix aus Kreativität sowie fundiertem Wissen in den Bereichen Technologie, Media und Research überzeugen.

Programmatic Marketing wird über Direct-Response-Ansätze hinaus gehen

Die Qualität des automatisierten Einkaufs digitaler Werbeplätze hängt massgeblich von den Daten ab, die dafür genutzt werden. Algorithmen vertrauen gegenwärtig noch sehr stark auf Kennzahlen aus dem Bereich des Dialogmarketing wie beispielsweise Klickraten oder Interaktionen. In diesem Jahr wird hier ein Wandel einsetzen und das Programmatic Marketing wird zunehmend Wert auf Punkte wie Markenbildung, die Vermittlung zentraler Markenbotschaften oder die Veränderung von Markenattributen legen. Algorithmen und Datensysteme werden sich 2015 zudem in punkto Kosteneffizienz stärker verändern. Mit dem Ziel, den automatisierten Einkauf weiter zu verbessern, werden neue Methoden genutzt, um die Wirksamkeit automatisierter Kampagnen zu überprüfen.

Standortbezogenes und verbraucherorientiertes Marketing gibt den Ton an

Dank mobiler und stationärer Ortungsservices können Google, Facebook und Apple heutzutage umfassende Bewegungsprofile von Konsumenten anfertigen. Marketingexperten beginnen gerade erst, ihren Nutzen aus diesen Daten zu ziehen. Mithilfe dieser Bewegungsdaten können Werbetreibende Einkaufsverhalten und Verweilzeiten besser verstehen, Dienstleister das Einkaufserlebnis weiterentwickeln und Einzelhändler Shopping-Trips stärker personalisieren. Marken, die eine noch engere Bindung zu ihren Kunden aufbauen möchten, müssen 2015 stärker denn je, das gewünschte Produkt zur richtigen Zeit und am richtigen Ort anbieten.

Native Advertising wird immer besser

Native Advertising wird 2015 ein grosses Thema sein. Während eine schlechte Anzeige im schlimmsten Fall als langweilige Marketing-Propaganda wahrgenommen wird, erweckt gute Werbung positive Gefühle, die bei Verbrauchern Widerhall finden und damit den Markeneinfluss erhöhen. Werbetreibende sollten sich zu diesem Zweck mit Verlagshäusern zusammentun. Verlage überzeugen durch eine ausgewogene Mischung an redaktionellen und Werbeinhalten. Auch wenn sie gesponsorten Content klar ausweisen, entsprechen die Inhalte in Sprache und Stil der jeweiligen Website. Untersuchungen im Bereich Markenwirkung werden 2015 nachweisen können, ob die Verheissung von Native Advertising letztendlich konsistent umgesetzt wird.

Analog wird digital

Mobile Endgeräte verwandeln klassische Medienformate in interaktive, digitale Touchpoints. Der Besitz eines Smartphones und die unterschiedlichen Formen der Ansprache ermöglichen Interaktivität auf einfach Art und Weise. Jeder Marken-Touchpoint, wie analog er auch sein mag, wird gleichzeitig digitalisiert – was Verbraucher mittlerweile auch immer stärker erwarten. Während 2014 die Neuerfindung analoger Kanäle enthüllt wurde und Vordenker erste verheissungsvolle Ergebnisse skizziert haben, nimmt das moderne und analoge Design dank Anpassungen in 2015 weiter Gestalt an.

Im digitalen Zeitalter gewinnen

Um im digitalen Zeitalter erfolgreich bestehen zu können, buhlen Unternehmen 2015 verstärkt um innovative Wegbereiter mit frischen und adaptiven Ideen. Bestehende Mitarbeiter-Teams werden daher neu zusammengesetzt und durch externe Experten ergänzt. Das Ziel ist, die Verbreitung von Touchpoints besser steuern und frühzeitig auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Erfolgreiche Marketingexperten gehen hierfür einen Schritt zurück und untersuchen die Wirkung von digitalen Kampagnen bei Verbrauchern. Der differenzierte Austausch mit Verbrauchern bleibt daher unerlässlich.

«Unterschiedliche Technologien wie Native Advertising, Micro-Videos oder standortbezogenes Marketing ermöglichen Marketingentscheidern, stärker mit Kunden in Kontakt zu treten und mit ihnen zu kommunizieren», so Southgate. «Für Marketers wird 2015 daher entscheidend sein, die Anwendung dieser Massnahmen zu optimieren und erfolgreich in den übergeordneten Media-Mix zu integrieren.»

Eine detaillierte Übersicht der Digitaltrends für 2015 steht auf der Website von Millward Brown zum Download zur Verfügung.

KSP für Lindt: Lindor Momente 2015

Das Jahr 2015 wird bei Lindt zum Lindor-Jahr. Unzählige Lindor-Momente werden über das ganze Jahr im TV, am POS, in Print, bei Promotionen und auf Social Media geteilt. Den Auftakt macht zur Zeit der erste neue TV Spot von KSP.

Dieser zelebriert den einzigartigen Lindor-Genussmoment. Der Moment, wenn die Schale der Lindorkugel im Mund bricht und die unendlich zartschmelzende Füllung sich ergiesst. Der intensive, ganz persönliche Genussmoment. «Der eine Moment, der nur Ihnen gehört».

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Der edle, das Lindor-Rot dramatisierende Film überhöht diesen sensorischen und geschmacklichen Höhepunkt in einer abstrakten, symbolischen Umsetzung. Möglich machen diesen Moment nach wie vor die Maitre Chocolatier, die für die leidenschaftliche Zubereitung der einzigartig feinen Lindt Schokolade verantwortlich sind und für die Marke Lindt und deren Qualitätsversprechen stehen.

Verantwortlich bei Lindt: Marco Peter (Marketing Director); Evelyne Landolt – Jenzer (Group Product Manager Pralinés); Judith Hillebrand (Product Manager Pralinés). Verantwortlich bei KSP: Uwe Schlupp (Creative Direction); Anita Kummer (Art Direction); Virginia Waldburger (Grafik); Daniel Zehnder (Text); Audrey Isaak (Beratungsleitung); Ileanna Davanzo (Beratung); Michael Gloor, Onfilm (Agency Producing Schweiz); Rossana Ceriani, Craft Milano (Agency Producing International); The Family, Milano (Filmproduktion); Karina Taira (Regie); You Are, Milano (Postproduction).

Gedenkkundgebungen in Bern, Lausanne und Sitten

Mehrere Hundert Menschen haben am Mittwoch in Bern, Lausanne und Sitten den Opfern des Attentats auf die französische Zeitschrift Charlie Hebdo gedacht. Sie versammelten sich gegen 11.30 Uhr - exakt eine Woche nach dem Attentat.

Sie hielten Stifte, Karikaturen und «Je suis Charlie»-Schilder hoch. In Bern versammelten sich einige Dutzend Medienschaffende auf dem Waisenhausplatz zu einer stillen Gedenkveranstaltung. Dazu hatten die Journalistenverbände Impressum und Syndicom aufgerufen. Auch in der Walliser Hauptstadt Sitten gingen rund 300 Menschen auf die Strasse. Sie trotzten auf der Place de la Planta dem Regen und erhielten dabei Unterstützung von den Staatsräten Jean-Michel Cina (CVP) und Esther Waeber- Kalbermatten (SP).

In Lausanne kamen über 200 Personen auf der Place de l'Europe zusammen, darunter viele Medienschaffende sowie Vertreter religiöser Gemeinschaften. Sie setzten sich für die freie Meinungsäusserung ein. Die Satire sei auch eine Würdigung der Intelligenz, sagte Sebastian Dieguez von der Westschweizer Satire-Zeitschrift Vigousse. Er kannte einige der Opfer, weil Vigousse mit Charlie Hebdo zusammenarbeitet. Vigousse habe seit dem Attentat zahlreiche Anfragen für Abonnemente erhalten, sagte Dieguez. Das habe die Redaktion zum Nachdenken über die Verantwortung angeregt, welche sie als «Spinner» innehätten.

Religionsvertreter plädieren für Toleranz

Auch die Association de l'Arzilier, die ein Haus des interreligiösen Dialogs betreibt, nahm an der Kundgebung in Lausanne teil. Es sei inakzeptabel, dass Juden in Angst leben müssten und Moscheen attackiert würden, sagte Dominique Voinçon der Stiftung. «Wir stehen hier alle für die Toleranz ein.» Auf einem grossen Transparent standen die Worte «Der Islam verurteilt jeglichen Fanatismus, Rassismus und Gewalt». Mehrere Personen hielten Schilder «Je suis Ahmet» hoch, in Gedenken an den beim Attentat getöteten Polizisten. Der Rabbi der israelitischen Gemeinde Lausanne und des Kantons Waadt, Lionel Elkaïm, zeigte sich beunruhigt: «Das Klima in Europa erinnert uns an schwierige Momente der Geschichte.» Man sehe der Zukunft mit grosser Sorge entgegen. In Genf hatten Christen, Muslime und Juden für Mittwochabend zu einer interreligiösen Gedenkveranstaltung eingeladen. (SDA)
 

Charlie Hebdo: Auflage auf fünf Millionen erhöht

Nach dem Ansturm auf die neue Ausgabe der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo wird die spektakuläre Rekord-Auflage noch einmal erhöht: Statt drei Millionen würden nun fünf Millionen Exemplare gedruckt, gab der Vertrieb MLP am Mittwoch bekannt.

Die neue Ausgabe war bereits am Morgen in allen 27'000 Zeitungsläden Frankreichs ausverkauft, wie die Presse-Handelsvereinigung UNDP mitteilte. Normalerweise erscheint Charlie Hebdo mit einer Auflage von 60'000 Exemplaren. Nach dem islamistischen Anschlag auf die Zeitung mit zwölf Toten am Mittwoch vergangener Woche in Paris ist auf der Titelseite der neuen Ausgabe erneut eine Mohammed-Karikatur abgedruckt. Von der neuen Ausgabe sollen zunächst eine Million Exemplare am Mittwoch verteilt werden, in den folgenden Tagen dann jeweils etwa 500'000. Die Überlebenden der Redaktion hatten die neue Ausgabe trotz des blutigen Anschlags erarbeitet.

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Ansturm auf Verkaufsstellen

An etlichen Zeitungskiosken in Paris und anderen Städten des Landes war die erste Ausgabe des Blattes seit dem Attentat auf die Redaktion innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Viele Stammkunden hätten sich schon im Vorfeld Exemplare reserviert, berichteten Verkäufer nach dem Verkaufsstart in den frühen Morgenstunden. In der jüngsten Ausgabe des Magazins machen sich die noch lebenden Macher von Charlie Hebdo unter anderem über die islamistischen Terroristen lustig, die am vergangenen Mittwoch bei einem Angriff auf die Reaktion zwölf Menschen erschossen hatten. In Karikaturen werden sie als geistig minderbemittelte Idioten der Lächerlichkeit preisgegeben.

In einer Zeichnung wird beispielsweise darauf angespielt, dass einer der Attentäter bei einem Entsorgungsbetrieb arbeitete. In der Karikatur steht der Abfallsortierer ratlos vor zwei Abfalltonnen, von denen eine die Aufschrift «Gut» und die andere die Aufschrift «Böse» trägt. «Das ist zu kompliziert», steht dazu in der Sprechblase. In einer anderen Karikatur fragen die von der Polizei getöteten Attentäter im Himmel nach Jungfrauen, die sie von Gott als Belohnung für ihren Terrorangriff erwarten. Die seien alle beim Team von Charlie, wird ihnen aus einer Wolke zugerufen, in der eine wilde Party steigt. (SDA)

Leo Burnett: Drei Gründe mehr für einen guten Anwalt

Eigentlich muss ein guter Anwalt keine Werbung für sich machen. Die renommierte Kanzlei Staiger, Schwald & Partner macht es trotzdem. Dafür hat deren langjährige Agentur Leo Burnett drei neue Sujets entwickelt.

Jedes beleuchtet wie bereits vorangegangene Sujets aus immer einer neuen Perspektive, was die Stärken eines guten Anwalts sind. Die Sujets kommen sowohl für Inserate in nationalen wie auch in internationalen Medien zum Einsatz.

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SSP_Papierkrieg
SSP_Paragraphenfalle
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Verantwortlich bei Staiger, Schwald & Partner: Hans-Peter Schwald, Managing Partner, Nadine Bachmann, Leiterin Marketing. Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Christian Bircher (CD), Bastian Otter (Text), Ilija Gautschi (Grafik), Nadine Stüssi (Beratung), Rolf Zimmermann (Strategie), Erasmo Palomba (Art Buying), Robert Marksteiner (Fotograf).

 

Stephan Bäuerle wird COO bei Publicitas

Stephan Bäuerle tritt Mitte Januar die neu geschaffene Funktion des Chief Operating Officers (COO) bei Publicitas an.

Als COO und Mitglied der Unternehmensleitung wird Stefan Bäuerle unter anderem für die IT-Lösungen und Infrastruktur von Publicitas verantwortlich sein. Er wird die Einführung der Systemlösung im internationalen Geschäft der Publicitas verantworten und im Verwaltungsrat von Xentive Einsitz nehmen.

Rainer Sauser, Operations Director, hat sich entschieden Publicitas im 2. Halbjahr 2015 zu verlassen. Er wird laufende Projekte zu Ende führen und seine Verantwortungsbereiche schrittweise bis 1. Juli 2015 an Stephan Bäuerle übergeben.

Christoph Marty, CEO & Sales Director Schweiz, «Wir danken Rainer Sauser für seine wertvolle Tätigkeit bei Publicitas. Erfolgreiches Prozessredesign, Neuausrichtung der Organisation in seinem Bereich, operative Loslösung/carve out von Publigroupe und konsequente Überprüfung zentraler Kostenthemen haben wesentlich zur Stabilität des Unternehmens beigetragen.»

Der 51-jährige Stephan Bäuerle besitzt umfassende Kompetenzen im Verlagswesen – Print- und Onlinemedien – sowie tiefgreifende Kenntnisse der verschiedenen Verlagsbereiche, darunter auch die Verlags-IT. Zuletzt war Stephan Bäuerle als Geschäftsführer während 14 Jahren bei Funkinform Informations- und Datentechnik, ein mittelständiges IT-Unternehmen und Anbieter von Verlagssystemen für erfolgreiches Multichannel-Publishing, tätig. Während seiner Zeit bei Funkinform hat er bei über 30 Verlagen in Deutschland, in der Schweiz und in Luxemburg erfolgreich die Einführung der Lösung Dialog von Funkinform verantwortet . Davor arbeitete der Diplom-Kaufmann als Leiter Unternehmensentwicklung der Unternehmensgruppe Mittelbayerischer Verlag.

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