Adnovum: Wechsel in der Geschäftsleitung

Das Schweizer Software-Unternehmen Adnovum organisiert sich neu. Peter Gassmann tritt per sofort die neu geschaffene Stelle des Chief Commercial Officer an. Knut Eschweiler wird per 1. Februar 2015 Chief Financial Officer.

Das Schweizer Software-Unternehmen Adnovum mit Hauptsitz in Zürich und Niederlassungen in Bern, Budapest, Ho-Chi-Minh-Stadt und Singapur organisiert die Geschäftsleitung neu. Damit werden die organisatorischen Rahmenbedingungen für den weiteren nachhaltigen Ausbau des Kerngeschäfts Applikationsentwicklung geschaffen, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst. Gleichzeitig werden die Geschäftsbereiche IT Consulting, Application Management und Produkte gestärkt.

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Peter Gassmann, bisher Head of Marketing and Sales und Head of IT Consulting von Adnovum, wird neu Chief Commercial Officer (CCO) und Mitglied der Geschäftsleitung. Er ist in dieser Funktion für die Marktstrategie von Adnovum und den Ausbau des Geschäftsbereichs IT Consulting verantwortlich. Gassmann, Dipl. Inf. Ingenieur HTL, arbeitet seit September 2010 bei Adnovum. Als Projektleiter und Senior IT Consultant befasste er sich mit der Konzeption und Umsetzung von Lösungen sowie der Strategieentwicklung in den Bereichen Security und Identity- und Access-Management. Im April 2012 übernahm er die Leitung des strategischen Geschäftsbereichs IT Consulting und baute in der Folge das IT-Consulting-Angebot von AdNovum aus. Davor war er unter anderem für Zurich Financial Services sowie für Sun Microsystems tätig.

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Knut Eschweiler tritt per 1. Februar die ebenfalls neu geschaffene Position des Chief Financial Officer (CFO) an und wird Mitglied der Geschäftsleitung. Er ist in dieser Funktion für die finanzielle Führung und Human Resources zuständig. Knut Eschweiler, lic. oec. Universität Zürich, verfügt über 14 Jahre Erfahrung als CFO und Mitglied der Geschäftsleitung von IT-Unternehmungen in den Bereichen Finanzen und Controlling, Corporate Services und Human Resources. Er war vorgängig als CFO bei Adcubum, Bluewin, Swisscom Wholesale und der IT der Stadt Zürich tätig.
 

AZ Medien organisieren Verlagsservices neu

Ab dem 01. Februar 2015 zeichnet der Bereich Medien Schweiz unter der Leitung von Roland Kühne auch für den Bereich Vertrieb verantwortlich.

AZ Medien konsolidieren im Bereich Medien Schweiz mit dem Vertrieb eine zentrale Serviceeinheit. Der Vertriebsbereich unter Leitung von Richard Schmied berichtet in Zukunft an Roland Kühne, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Im Bereich Medien Schweiz werde damit neben dem Zeit-schriften- und Buchverlag, das Kundenkontaktcenter (KKC) sowie der Vertrieb als zentrale Service-organisation geführt. Ziel sei es, das KKC und den Vertrieb mit über 2‘000 Verträgerinnen und Ver-trägern und 8 Mandanten unter eine Leitung zu stellen.
 

Christoph Gebel will SRF-Sportchef werden

Laut NZZ am Sonntag will Christoph Gebel, Abteilungsleiter Unterhaltung SRF, zum Sport wechseln und dort Urs Leuterts Nachfolge antreten. Gebel äussert sich nicht zu den Spekulationen.

Bereits im Dezember hat Leutert kommuniziert, dass er Ende 2015 in Pension gehen wird (Werbewoche.ch berichtete). Am Leutschenbach habe sich Gebels Plan in den letzten Wochen herumgesprochen und stosse in der Sportabteilung auf wenig Begeisterung, heisst es im Artikel. Denn Gebel hat in seiner Karriere nur kurz in Sportressorts – beim Bieler Tagblatt und beim Radiosender Canal 3 – gearbeitet. Ihm werden gute Kontakte zu SRG-Direktor Rudolf Matter nachgesagt. Nicht zuletzt dank dieser Verbindung soll Gebel 2011 den Sprung vom DRS-1-Programmleiter zum TV-Unterhaltungsschef geschafft haben.

An der Nachfolge Leuterts sollen ausserdem Notker Ledergerber, Programmleiter Sport, und Roland Mägerle, Leiter Grossprojekte in der Business Unit Sport, interessiert sein. Diese Abteilung handelt vor allem die Übertragungsrechte von sportlichen Grossanlässen aus und wurde bisher von Urs Leutert in Personalunion mit der Funktion als Sportchef geleitet. An dieser Personalunion will man laut SRG-Sprecher Daniel Steiner festhalten. Die NZZ am Sonntag sieht dadurch verminderte Chancen für Gebel, da dieser keine Erfahrungen im Gebiet der Sportrechte hat. (hae/NZZaS)

Beat Schlatter klärt über Bechterew auf

Die Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew (SVMB) und die Produktionsfirma Filmgerberei klären zusammen mit Beat Schlatter über eine eher unbekannte Krankheit auf und zeigen, wie man ihr vorbeugen kann.

Beat Schlatter erlebt als Putzmann zufällig die Teamsitzung der geplanten Flugshow auf dem Flugplatz Dübendorf mit und kennt so die Choreografie. Nach einer Instruktion für Flugschüler setzen sich die Militärpiloten ans Cockpit, vollführen unter der «choreografischen Anleitung» von Beat Schlatter ihre Flugakrobatik, die von den Statisten mit «Aaahhh!» und «Ooohhh!» bestaunt und beklatscht wird.

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Der Kurzfilm «Flugshow» ist in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Filmgerberei und ihrem Regisseur Tillo Spreng entstanden. Der Beitrag weist auf die Bedeutung einer frühen Bechterew-Diagnose hin. In der Schweiz gibt es nämlich rund 70‘000 Menschen mit Morbus Bechterew. Doch die meisten Betroffenen dieser schmerzhaften, rheumatischen Erkrankung kennen ihre Diagnose nicht. Zudem dauert es von den ersten Krankheitssymptomen bis zur Diagnose im Schnitt sechs Jahre. «Während dieser Zeit leben die Betroffenen oft im Ungewissen. Tut ihnen Bewegung gut oder sollen sie sich besser schonen? Es ist deshalb enorm wichtig, diese lange Zeit der Ungewissheit zu verkürzen», betont René Bräm, Geschäftsleiter der Schweizerischen Vereinigung Morbus Bechterew. Auf Bechterew.ch gibt es einen Diagnosetest. Ebenso unmissverständlich soll aufgezeigt werden, wie wichtig für die Betroffenen die aktive Bewegung ist, um gegen die Versteifung im Rücken zu kämpfen.
 

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Verantwortlich bei der Schweizerischen Vereinigung Morbus Bechterew: René Braem (Geschäftsleiter). Verantwortlich bei Filmgerberei: Tillo Spreng (Regie), Silvio Gerber (Kamera), Maximilian Speidel (Produktionsleitung), Alessandro Biffi (Postproduktion).

«Tagesschau» wegen Krankheit der Moderatorin abgebrochen

Die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens SRF ist am Sonntagabend nach nur rund zehn Minuten abgebrochen worden. Moderatorin Cornelia Boesch fiel krankheitsbedingt mitten in der Sendung aus.

Den ersten Beitrag über die Wahlen in Griechenland konnte Boesch zunächst noch wie geplant moderieren. Nach einer Schaltung zu Korrespondent Werner van Gent konnte Boesch jedoch offensichtlich nicht mehr weiter moderieren. «Ihr wurde schlecht und schwarz vor Augen», sagt SRF-Sprecherin Andrea Wenger gegenüber 20 Minuten. Sportmoderator Sascha Ruefer sprang mit den Sportnachrichten in die Bresche. Danach musste die «Tagesschau» jedoch abgebrochen werden. Moderatorin Boesch sei erkrankt und könne nicht mehr weiter moderieren, sagte Ruefer. Wie SRF schreibt, geht es Boesch mittlerweile wieder besser. (SDA/hae)

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Zu guter Letzt: Ersäufnis

Alkoholisiert schwimmen gehen ist eine dumme Idee. Gar nicht dumm: Die australische Kampagne, die darauf aufmerksam macht.

Angeheitert schwimmt es sich nicht besser, sondern gefährlicher. So steigt beispielsweise das Risiko eines Kreislaufschocks im Wasser – der sogenannte Badetod – erheblich, wenn man vor dem Badeplausch zu tief ins Glas geschaut hat. Auch werden durch den Alkohol zahlreiche körpereigene Schutzmechanismen, welche bei einer Notsituation wirken, vermindert und behindert.

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Die australische Kampagne #DontDrinkAndSink ruft in Erinnerung, dass Alkohlkonsum und Badeplausch nicht zusammengehören. Die Agentur 303Lowe aus Sydney hat im Dezember drei Spots kreiert, die gänzlich ohne Schockbilder und Dramatik auskommen. Der Schauspieler Dan Ewing, Pro-Skater Corbin Harris und die Fernsehmoderatorin Erin Molan geben den vermeintlichen Alkoholwerbungen ein – für australische Begriffe – prominentes Gesicht. Und auch wenn diesseits der Erdkugel noch lange nicht Sommer ist – im Hinterkopf behalten können wir die Botschaft ja trotzdem mal. (hae)
 

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//www.youtube.com/watch?v=P4HbvwxDhbw

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//www.youtube.com/watch?v=xCUSw6zz644

Marc Walder lanciert «Digital Zurich 2025»

Am Wef machte sich Ringier-Chef Marc Walder für seine Initiative «Digital Zurich 2025» stark. Zürich soll zu einer Art Silicon Valley im Herzen Europas werden.

Die Idee, den Grossraum Zürich zu einem digitalen Cluster von europäischer Bedeutung zu machen, hatte den Durchbruch laut Schweiz am Sonntag in den letzten zwei Monaten, als sich das hochkarätige Komitee bildete, welches die Initiative vorantreiben will. Im Gremium befinden sich prominente Konzernchefs: Heinz Karrer (Economiesuisse), Harry Hohmeister (Swiss), Sergio Ermotti (UBS), Patrick Warnking (Google Schweiz), Urs Schaeppi (Swisscom), Andreas Meyer (SBB), Herbert Bolliger (Migros), Markus Hongler (Mobiliar), Detlef Trefzger (Kühne & Nagel) und Ivo Furrer (Swiss Life Schweiz). Die Politik wird im Komitee vertreten durch die Zürcher Stadtpräsidentin Corinne Mauch (SP) und den Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP).

Die branchenübergreifende Initiative bezieht sich nicht nur auf den Medienstandort Zürich, sondern wird laut Walder allen Unternehmen offenstehen. Alle Industrien stünden wegen der Digitalisierung vor gewaltigen Herausforderungen – besonders der Finanzplatz, so Walter. Der Ringier-Chef sieht in der Idee deshalb «eine riesige Chance für diesen Standort und für die ganze Schweiz». Vorbilder für die Vision der digitalen Hauptstadt Europas ist nicht nur das Silicon Valley, sondern auch Tel Aviv und New York, wo Walder durch Bürgermeister Bloomberg und dessen Initiative «Media NYC 2020» auf die Idee kam.

Konkret hat «Digital Zurich 2025» folgende Ziele: Unterstützung der digitalen Transformation der Schweizer Unternehmen, Ausbildung von digitalen Talenten, Ansiedlung von Start-ups, Sicherstellen guter politischer Rahmenbedingungen. Im Frühling wird an einer Kick-off-Veranstaltung darüber informiert, wie sie erreicht werden sollen. Zürich hat durch Googles Europa-Standort eine gute Ausgangslage, aber durch Städte wie Berlin oder London auch starke Konkurrenz. Für Google ist der Standort durch die Aufwertung des Schweizerfrankens zwar schlagartig teurer geworden. Der Konzern hält aber an Zürich fest und will weiter expandieren, wie Google-Chef Eric Schmidt gegenüber der Schweiz am Sonntag versichert. (hae/SaS)
 

Gut gewürzt ist halb gewonnen

Match Communications hat für die Ringier-Zeitschrift Schweizer Landliebe eine Wettbewerbs-Promo-Kampagne umgesetzt. Im Zentrum: Die Gewürzmischungen der Leserschaft.

Die Zeitschrift hat ihre Leser in einer breit angelegten Promotionskampagne dazu aufgerufen, aus 25 Ingredienzen eine eigene Poulet-Gewürzmischung zu kreieren und ihr einen Namen zu geben. Als Promotionspartner konnte der Schweizer Gewürzspezialist Oswald gewonnen werden. Für die Leseraktion hat die Zürcher Agentur Match Communications die Kommunikation entwickelt und bereitgestellt. Die Kampagne umfasste die Website Gutgewürzt.ch, Webbanner, Printinserate, POS-Werbung am Kiosk, einen Magazinstopper mit Duftlack und weitere ergänzende Massnahmen.

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Es wurden rund 1'500 Gewürzkreationen eingereicht. Sie wurden von einer Fachjury unter dem Gesichtspunkt, welche Einsendung die besten Vermarktungschancen hat, bewertet. In der Fachjury vertreten sind Karin Oehmigen, Kulinarik-Expertin Schweizer LandLiebe, Beat Welti, Geschäftsführer von Oswald, Oskar Marti («Chrüter-Oski»), erfahrener Spitzenkoch und Kräuterspezialist, sowie Thomas Stocker, Produktentwickler bei Oswald. Unter drei Finalisten wurde Frau Margrit Ruckstuhl aus Winterthur mit ihrer Siegermischung «Oma Babettes Güggeli» prämiert. Oswald nimmt die Siegermischung ins Sortiment auf. Sie kommt ab Mai 2015 in den Handel.

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Verantwortlich bei Ringier: Christina Schurter (Leiterin Abonnentenmarketing), Barbara Steiner (Produkt Managerin), André Frensch (Redaktionsleiter LandLiebe), Nadia Neuhaus (Fotografin Jurierung). Verantwortlich bei Match Communications: Michaela Döbeli, Christian Staub, Roland Sennhauser.
 

Zwei neue Investoren für Adwebster

Nach dem erfolgreichen Rückkauf der Aktien von der NZZ gelang es Andi Nigg mit Daniel Grossen und Martin Bisang zwei neue Investoren mit Expertise an Bord zu holen. Grossen und Bisang übernehmen als private Investoren 35 Prozent des Aktienkapitals.

Der 51-jährige Daniel Grossen, Internetpionier und Gründer der Scout24-Gruppe Schweiz, kommentiert die Gründe für sein Engagement wie folgt: «Seit längerer Zeit beobachte ich mit starkem Interesse die digitale Entwicklung im Werbemarkt. Die Innovation und die technologische Leistungsfähigkeit von adwebster hat mich enorm überzeugt.»

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Der 55-jährige Martin Bisang, Unternehmer und Ex-Bankier, äussert sich zu seinem Einstieg bei Adwebster wie folgt: Die Dynamik von adwebster erinnert mich an unsere Bellevue-Gründerzeit, bei der ebenfalls herkömmliche Strukturen total neu erfunden werden konnten. Es ist für mich äusserst spannend, mit Unternehmern wie Daniel Grossen und Andi Nigg «Neues» zu kreieren.»

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Beide neuen Aktionäre werden im Verwaltungsrat neben Andi Nigg und Franz d’Huc Einsitz nehmen. Franz d’Huc, der seit 2012 adwebster als Unternehmenscoach und Chief Financial Officer (CFO) begleitet, hat per 1. Januar 2015 als Chief Executive Officer (CEO) die Geschäftsleitung übernommen. Der Betriebswirt und Unternehmer (EMBA in Entre-preneurship FH St. Gallen) begleitet seit über 20 Jahren als Treuhänder und Berater Startups in der Internetbranche. Sandro Albin 32, Chief Operation Officer (COO) und Franz d’Huc werden das operative Wachstum von adwebster weiter vorantreiben. Durch diese neue Strukturierung im Management kann sich der bisherige CEO Michel Lazecki 39 vollständig auf die technologische Weiterentwicklung von adwebster fokussieren.

Neben den Veränderungen im Verwaltungsrat freut sich Adwebster über die Verstärkung des Teams durch Caroline Schultheiss, Account Manager, und Dragan Dojcinovic, Account Consultant.

50 Jahre Schweizer TV-Werbung: Wie die Reklame in die Stube kam

Am 1. Februar 1965 flimmerte der erste Werbeblock über die Schweizer Fernsehbildschirme. Die Zuschauer mochten die Filmchen, und selbst die kritisch eingestellte Presse beurteilte sie als «solid und bodenständig, graphisch einwandfrei».

Ovomaltine, Waschmittel der Marke Via/Radion, Lindt-Schokolade, der Opel Kadett, Maggi Golderbs-Suppe, die Schweizerische Bankgesellschaft, Pepsi Cola und Coop-Kaffee: Diese acht Produkte und Unternehmen wurden im ersten Werbeblock angepriesen. Die Spots in schwarz-weiss zeigten ovomaltinegestärkte, sportliche Knaben, Männer, die von einem Opel mit viel Stauraum für die Freundin träumen, und einen deutschen Geschäftsmann, der in den Ferien im Tessin von der Bankgesellschaft schwärmt. Werbung zu schalten war damals viel teurer als heute. Die Ausstrahlung eines 30-Sekunden-Spots kostete 3600 Franken, was heute 12'700 Franken entsprechen würde. Heute kostet ein 30-Sekunden-Spot im Durchschnitt nur noch 3500 Franken.

Der stolze Preis hatte seine Gründe. Es gab kaum andere Sender, auf welche die Zuschauer hätten umschalten können, und die Beachtung der Spots war hoch. Der Werbeverband «Schweizer Reklame» schrieb im Mai 1965: «Der Bedarf nach dem Artikel hat sich, wie unser Kunde versichert, mindestens um das 5-Fache gesteigert und das alles nur auf Grund der Fernsehreklame.»

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TV-Spot Ovomaltine, 1965 (Quelle: Youtube/Ovomaltine)

«Besser als man befürchten musste»

In der Presse wurde die TV-Reklame intensiv diskutiert. Ein Blatt würdigte die Filmchen als «solid und bodenständig, graphisch einwandfrei». Die Oltener Zeitung Das Volk schrieb am 3. Februar 1965: «20 Sekunden, 30 Sekunden, einmal 40 oder ausnahmsweise 60 Sekunden dauern die Blitzfilme. Ob diese Reklame wie der Blitz einschlägt, ist eine andere Frage. Man darf sich kaum die Nase schnäuzen, sonst hat man das schöne Geschichtlein verpasst.» Noch etwas kritischer war das Luzerner Vaterland am 1. Mai des gleichen Jahres: «Eines darf man heute mit voller Zufriedenheit sagen: Die Spots sind qualitativ besser, als man befürchten musste. Damit ist freilich auch gesagt, dass die Vergleichsmöglichkeiten nicht so gut sind. Was über unsere Grenzen hereinkommt, das ist unter einer verantwortbaren Limite.»

Für das Fernsehen waren die Spots die Rettung: Anfang der 1960er-Jahre stand das junge Unternehmen, das seit 1953 als Versuchsbetrieb und ab 1958 definitiv auf Sendung war, vor dem Aus. Dies, weil es auf Geheiss des Bundes ohne Werbung auskommen sollte. Die Rechnung ging nicht auf: Die Gebühren der insgesamt 180'000 Fernseh-Haushalte brachten nur Einnahmen von zwei Millionen Franken, zu wenig für ein tägliches Programm. 1964 gab der Bundesrat schliesslich grünes Licht. Auch die Zeitungsverleger waren nach langen Verhandlungen einverstanden. Als Gegenleistung wurden sie an der damaligen Vermarktungs-Firma AG für das Werbefernsehen beteiligt, um selber auch etwas an der TV-Werbung zu verdienen.

Werbung sollte nicht stören

Für den damaligen SRG-Generaldirektor Marcel Bezençon war klar: «Die Einführung einer Reklame, die den Teilnehmer nicht stören und die mehrere Millionen eintragen wird, ist ein Erfolg.» Bereits im ersten Jahr verdiente das Fernsehen 21 Millionen Franken. Auch die Verleger atmeten auf: Der Inseraterückgang betrug nur zwei Prozent. Bis heute wurde die zulässige Werbedauer immer wieder erhöht. Anfangs waren nur 12 Minuten pro Tag erlaubt. Mittlerweile liegt das gesetzliche Maximum für die SRG bei 15 Prozent der Sendezeit. Pro Stunde dürfen aber nur 12 Minuten Werbung gesendet werden. Seit 1992 ist Unterbrecherwerbung erlaubt. 1998 fiel zudem das Werbeverbot an Sonn- und Feiertagen. Ob und wie stark sich die Zuschauer an den unfreiwilligen Programm-Pausen stören, ist schwierig zu beantworten. Bis zu den Sendern schaffen es die Beschwerden meist nicht.

Bei der Publisuisse, die aus der AG für das Werbefernsehen hervorging, werden sämtliche Reklamationen aus allen Sprachregionen gesammelt. In den vergangenen zwei Jahren waren es gerade mal 35, wie es dort auf Anfrage hiess. Die Beschwerden waren zudem eher inhaltlicher Natur, etwa wegen der freizügigen «Love Life»-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit.

Verleger fordern Werbeverbot für die SRG

Weniger entspannt sind heute die Verleger. Sie sind seit 1995 nicht mehr an der Publisuisse beteiligt und auf Konfrontationskurs mit der SRG, weil diese den Privaten die Werbeeinahmen streitig mache und gleichzeitig von Gebühren profitiere. Anfang Jahr forderte Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument deshalb, die SRG solle aus dem Werbegeschäft aussteigen. Sein Vorschlag: Die SRG soll die Gebühren erhalten, die Privaten hingegen die Werbung. Bei der SRG kommt diese Idee schlecht an. Ohne Werbung müssten die Sender auf 25 Prozent ihrer Einnahmen verzichten. Gekürzt werden müsste wohl zuerst bei den Eigenproduktionen, die bei den Zuschauern aber am besten ankommen, heisst es bei der SRG auf Anfrage. Die SRG ist zudem überzeugt, dass die Werbegelder dann nicht wie beabsichtigt bei Schweizer Privaten landen, sondern bei den Werbefenstern von RTL, Sat1 und anderen, also im Ausland. (SDA)

Bild: Keystone

Der erste Werbeblock ist zu sehen unter Publisuisse.ch

Jacqueline Zünd gewinnt den 5. Migros-Kulturprozent CH-Dokfilm-Wettbewerb

Das Gewinnerprojekt des fünften Migros-Kulturprozent CH-Dokfilm-Wettbewerbs zum Thema Raum trägt den Titel «2,8 Tage». Die Regisseurin Jacqueline Zünd durfte den Preis am 23. Januar 2015 im Rahmen der Solothurner Filmtage entgegennehmen.

Die Realisierung des Gewinnerprojekts wird mit zusätzlicher Unterstützung der SRG SSR vollumfänglich finanziert. Den 6. CH-Dokfilm-Wettbewerb 2015 lanciert das Migros-Kulturprozent zum Thema Zeit. Jacqueline Zünds Filmprojekt (Produktion: Real Film, Zürich) trägt den Titel «2,8 Tage» und widmet sich dem Thema Scheidungskinder. Zwei Erwachsene trennen sich, eine Familie fällt auseinander, Kinderleben werden aufgeteilt. Aus einer vermeintlichen Einheit entstehen zwei Welten, verteilt auf zwei Räume. Ausgehend von der aktuellen Praxis in der Schweiz, dass heute bei einer Scheidung das gemeinsame Sorgerecht zum Regelfall wird, macht sich die Zürcher Regisseurin auf den Weg, aus der Perspektive der Kinder eine filmische Annäherung an die Situation zu unternehmen. Dabei soll es um äussere wie auch um innere Räume – und um die Zwischenräume – gehen.

Mit ihrer Idee, die Realität von Scheidungskindern und damit eine für die Schweiz gesellschaftlich und sozial relevante Frage in einem Dokumentarfilm anzugehen, überzeugte Jacqueline Zünd die Jury. «Wir hatten dieses Mal die Wahl aus drei sehr starken Projekten. Der Entscheid fiel zugunsten eines Projekts, welches das Thema Raum aus einer neuen Perspektive und in einer cineastischen Handschrift beleuchtet», sagt Nicole Hess, Projektleiterin Film in der Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bundes, und Jurypräsidentin. Der Film widme sich in filmisch eigenständiger und differenzierter Weise einer aktuellen Fragestellung. Er wird voraussichtlich 2016 im Kino Premiere feiern.

Die Jury setzte sich zusammen aus:

– Nicole Hess, Projektleiterin Film, Direktion Kultur und Soziales, Migros-
Genossenschafts-Bund, Zürich, Jurypräsidentin
– Simon Baumann, Regisseur und Produzent, Suberg
– Barbara Pichler, Intendantin Diagonale, Graz
– Lara Stoll, Slam-Poetin, Winterthur
– Nicolas Wadimoff, Dokumentarfilmer und Produzent, Genf
– Sven Wälti, Verantwortlicher Koproduktionen, Generaldirektion SRG SSR, Bern

Wettbewerbsthema 2015: Zeit

Das Migros-Kulturprozent schreibt 2015 zum sechsten Mal seinen CH-Dokfilm- Wettbewerb aus, diesmal zum Thema Zeit. Es lädt Schweizer Filmschaffende ein, sich in dokumentarischer Form mit dieser für die Schweiz aktuellen und gesellschaftlich relevanten Grösse auseinanderzusetzen. Gesucht werden Filmideen, die sich in differenzierter und eigenständiger Herangehensweise dem Thema Zeit stellen. Es kann sich um alltägliche Geschichten handeln, aber auch um Auslegungen intellektueller oder philosophischer Natur, die über den Alltag, das Heute und das Reale hinausweisen. Der Wettbewerb erfolgt wiederum in zwei Stufen.

Eingabeschluss für die 1. Runde: 8. Mai 2015, Preisverleihung im Rahmen des Filmfestivals Locarno 2015; Eingabefrist für die 2. Runde: 6. Dezember 2015; Preisverleihung Gewinnerprojekt im Rahmen der Solothurner Filmtage 2016.

Havas Worldwide Genève: Bewegliche Neujahrskarte

2015 will das Team von Havas Worldwide Genève mehr als nur ein gutes Neues Jahr wünschen. Da die Agentur bald umziehen wird, hat sie eine bewegliche Neujahrskarte kreiert.

Sie verlängert auf Ohmygift.ch die Neujahrsfeierlichkeiten bis Ende Januar. Um sich den Umzug zu erleichtern und gleichzeitig den Adressaten eine Freude zu bereiten, werden Sachen, die in den neuen Räumlichkeiten keinen Platz mehr haben, verschenkt. Wer sich auf die Suche nach einem originellen Geschenk macht, stellt bald fest, dass es hier mehr um den Spass geht als um das Entsorgen von Gegenständen.

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Verantwortlich bei Havas Worldwide Genève: Gabriel Mauron (CD), Thibaud Genevois (Text), Simeon Brandner (AD).
 

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