Videowerbeformat In-Text-Roll stösst auf Akzeptanz

Eine Untersuchung des deutschen Vermarktungsunternehmens OMS stellt die Nutzerakzeptanz des neuen Online-Videowerbeformats In-Text-Roll auf den Prüfstand.

Das Ergebnis: Die Integration der Bewegtbildwerbung in den Kontext redaktioneller Inhalte kommt bei den Internetnutzern gut an. Die nicht ganz unabhängige Studie haben der nationale Premiumvermarkter OMS und Sticky Ads TV in Zusammenarbeit mit eResult durchgeführt.

Mehr als die Hälfte der Befragten nehmen das In-Text-Roll-Format demnach bereits beim ersten Scrollen der Webseite wahr, verbuchen das Video aber erst auf den zweiten Blick als Werbung. Grund dafür sei die gelungene Integration der Bewegtbild-Werbung in die redaktionellen Inhalte der Seite. 80 Prozent der befragten Nutzer würden das Videoformat als überwiegend neutral und nicht störend empfinden.

Besonders positiv werden laut Studie des Vermarkters die Neuartigkeit und der native Charakter des Werbemittels, die Möglichkeit selbst über den Ton zu bestimmen sowie das selbstständige Schließen der Anzeige bewertet. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Werbemittel nähmen die befragten Nutzer das In-Text-Roll-Format zudem als deutlich interessanter wahr.

Über die Untersuchung

Die Untersuchung zum Videowerbeformat In-Text-Roll der OMS wurde vom 12. bis 21. November 2014 durch die eResult GmbH im Auftrag des Premiumvermarkters durchgeführt. Die explorativen Kurzstudie beinhaltete eine Blickverlaufsmessung und eine anschließende Befragung sowie eine qualitative Fokusgruppendiskussion.
 

50 Jahre Schweizer TV-Werbung

Am 1. Februar 1965 flimmerte der erste Werbeblock über die Schweizer Fernsehbildschirme. Die Zuschauer mochten die Filmchen, und selbst die kritisch eingestellte Presse beurteilte sie als «solid und bodenständig, graphisch einwandfrei».

Ovomaltine, Waschmittel der Marke Via/Radion, Lindt-Schokolade, der Opel Kadett, Maggi-Golderbssuppe, die Schweizerische Bankgesellschaft, Pepsi-Cola und Coop-Kaffee: Diese acht Produkte und Unternehmen wurden im ersten Werbeblock angepriesen. Die Spots in Schwarz-Weiss zeigten ovomaltinegestärkte, sportliche Knaben, Männer, die von einem Opel mit viel Stauraum für die Freundin träumen, und einen deutschen Geschäftsmann, der in den Ferien im Tessin von der Bankgesellschaft schwärmt. Werbung zu schalten war damals viel teurer als heute. Die Ausstrahlung eines 30-Sekunden- Spots kostete 3600 Franken, was heute 12'700 Franken entsprechen würde. Heute kostet ein 30-Sekunden-Spot im Durchschnitt nur noch 3'500 Franken.

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Zur Sache: Entscheidungsquälerei

Manchmal fällt es mir schwer, eine Entscheidung zu treffen: Ist eine Werbeaktion superwitzig, treffend und brillant – oder hilflos, unausgegoren und ein wenig blöd. Und noch bevor ich mich entscheiden kann, ist die Sache schon wieder vergessen.

Kürzlich zum Beispiel liess sich das Londoner Boulevardblatt The Sun zu einer sehr platten Werbemassnahme hinreissen: Es kündigte an, Barbusige von Seite drei zu verbannen. Aktivisten feierten ihren Sieg über die Seite-3-Tradition, Fans der Nackten protestierten heftig gegen die Streichung. Wenige Tage später wogten auf Seite 3 wieder Brüste. Die billige Nummer erzeugte viel Aufmerksamkeit und wir wissen jetzt alle wieder, dass The Sun kein Blatt vor die Brust nimmt. Und, ist die Auflage gestiegen?

Ein wenig einfallsreicher war die Ankündigung eines neuen Romans des US-Amerikaners James Patterson. Der Autor gehört mit über 300 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten Autoren der Welt. Dennoch promotete er seinen neuen Roman «Private Vegas» mit viel Aufwand: 1000 Fans konnten sich das E-Book kostenlos herunterladen – allerdings zerstörte sich der Thriller binnen 24 Stunden selbst. Schnell lesen war also angesagt. Wer keine Lust auf Stress hatte, besorgte sich den Roman ganz entspannt im Buchhandel. Oder auch nicht. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass die Auseinandersetzung zwischen Roger Köppel und Roger Schawinski im Beleidigte-Prinzessinnen-Stil eigentlich dazu diente, die inspirationslos gewordene Streiterei wieder mehr ins Gespräch zu bringen. Wissen Sie noch genau, worum es bei dem Eklat ging? Wer war noch mal Andreas Thiel? «Roger gegen Roger» ist irgendwie vorbei.

Was lehrt uns all das? Wer heute nicht laut ist, geht unter. Aber wer lärmt, bleibt nicht automatisch über Wasser. Wir werden mit so vielen Angeboten und Optionen überschwemmt, von Statements und Meinungen ankrakeelt, dass wir nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht. Nichts ist unmöglich und alles geht, ich bin doch kein Löli – und das ist das Problem. Der Soziologe Peter Gross spricht von der Multioptionsgesellschaft, die dem Evangelium der persönlichen Entfaltung huldigt: Ich-AG, Selfie, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, alles dreht sich um uns selbst. Wir bekommen nicht mehr Kinder, wenn alle Gefühle stimmen, sondern terminieren die Geburt unserer Nachkommen, wenn sie uns in den Kram passt. Und vorher bestellen wir uns den Wunschpartner im Internet. Wir organisieren sogar unser eigenes Ableben, Stichwort Exit. Und dennoch sind wir völlig planlos.

Aus der geballten Vielfalt der Wahlmöglichkeiten hat sich geballte Orientierungslosigkeit entwickelt. Das gilt auch für Werbung und Medien. «Drum prüfe, wer sich ewig bindet» ist unmöglich geworden. Wer kann heute noch alle Optionen checken, bis etwas wirklich gut ist? Darum macht man irgendwas, Hauptsache neu, laut und «shary» – denn alle sollen ja davon erfahren. Höher, schneller, weiter? Vielleicht versuchen wir es mal mit klüger, langsamer, weicher.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
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Content Marketing erfolgreich meistern

Immer mehr Unternehmen setzen auf Content Marketing. Aus gutem Grund. Auf dem Weg zu einer erfolgreichen inhaltsgetriebenen Kommunikation sind jedoch einige Herausforderungen zu meistern. Mit kompetenter Hilfe gelingt das besser, wie eine Studie belegt, die der Verband Forum Corporate Publishing in Auftrag gegeben hat.

Content Marketing ist das Schlagwort der Stunde. Nur ein Hype? Keineswegs. Unseren Untersuchungen zufolge ist eine grundlegende Neuorientierung in der Marketingkommunikation festzustellen: der Content Turn. Gemeint ist die Hinwendung der Unternehmen zu einem vermehrt inhaltsgetriebenen Kommunikationsansatz, der informierende, beratende oder auch unterhaltende, in jedem Fall aber journalistisch geprägte Inhalte für die Zielgruppen in den Mittelpunkt stellt.

Indizien für den Content Turn

Hinweise für einen solchen Content Turn liefert das aktuelle FCP-Barometer, welches wir gemeinsam mit dem Forum Corporate Publishing, dem Verband von Dienstleistern für CP und Content Marketing in der Schweiz, Deutschland und Österreich, durchgeführt haben. Die tiefgehende Befragung von mehr als 50 Marketing-Entscheidern führender Unternehmen aus den drei Ländern macht deutlich, dass immer mehr Verantwortliche in der journalistisch geprägten, regelmässigen Kommunikation mit Konsumenten, Geschäftskunden oder Mitarbeitern einen wichtigen Schlüssel zum Erfolg sehen. Die grosse Mehrheit ist davon überzeugt, dass eine Marke nichts ohne Inhalte ist: Im Barometer stimmen 96 Prozent der Verantwortlichen (voll und ganz) zu, dass man Geschichten nutzen muss, um Menschen für seine Marke zu begeistern und an sie zu binden. Tatsächlich scheinen sich immer mehr Unternehmen einer Content-Driven Strategy zuzuwenden. Für das Jahr 2017 erwarten 81 Prozent der Studienteilnehmer, dass ihr Unternehmen einen (eher) inhaltsbetonten Kommunikationsansatz verfolgen wird. Nur eine kleine Minderheit von 4 Prozent rechnet für die Zukunft mit einer (eher) werblich ausgerichteten Kommunikationsstrategie.

Triebfeder dieser Umorientierung sind die Grenzen der Werbung. Konsumenten und andere Zielgruppen nehmen klassische Werbebotschaften häufig nicht mehr wahr, sind ihrer überdrüssig oder schenken ihnen nur begrenzt Vertrauen. Dem Global Survey of Trust in Advertising von Nielsen zufolge trauen lediglich 62 Prozent der globalen Konsumenten der TV-Werbung und 61 Prozent der Zeitungswerbung, jeweils 57 Prozent der Verbraucher bringen Aussen- bzw. Radiowerbung Vertrauen entgegen. Online-Videowerbung und Werbung in sozialen Medien (je 48 %) wird noch weniger vertraut. Inhaltsbetonten, unternehmenseigenen Medien wie Marken-Websites (69 %) und Editorial Content (67%) dagegen wird deutlich mehr Vertrauen entgegengebracht. Dieser Vertrauensbonus ist wesentlich; schliesslich zeigen verschiedene Studien klar, dass die Einstellungen, die Zielgruppen gegenüber den Medien haben, mitentscheidend für die Kommunikationswirkung sind.

Herausforderungen einer Content-Driven Strategy

Worin aber liegen die Herausforderungen für Unternehmen, die sich einem inhaltsgetriebenen Kommunikationsansatz verschreiben? Ein wesentlicher Challenge ist die Content-Kreation, also die Schaffung geeigneter zielgruppenrelevanter Inhalte. Im Barometer beurteilen 45 Prozent der Marketing- Verantwortlichen die Kreation von Inhalten als ziemlich herausfordernd, weitere 13 Prozent als sehr herausfordernd (vgl. Abb. 1). Deutlich wird auch, dass es dabei vor allem um die Qualität, weniger um die Menge der Inhalte geht: 87 Prozent der Studienteilnehmer stimmen (voll und ganz) zu, dass es in Zukunft erfolgsentscheidend sein wird, wirklich gute Inhalte zu kreieren und zu nutzen. Die strukturierte, zielgruppengerechte Verbreitung dieser Inhalte über die passenden Medien und Kanäle schätzen 36 Prozent der Entscheider als ziemlich und 6 Prozent als sehr herausfordernd ein. Wichtig ist dabei aus Sicht der Marketingverantwortlichen ein crossmedialer Ansatz, der Printmedien wie Kundenmagazine genauso beinhaltet wie Markenwebseiten, Unternehmensblogs oder Content Apps. Im Barometer sind 79 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass Geschichten medienübergreifend erzählt werden müssen.

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Als noch grössere Herausforderung als die Content- Kreation und -Distribution wird die Definition einer geeigneten Content-Strategie gesehen, also die Festlegung von Kommunikationszielen, die Planung von Inhalten und Geschichten, der Entscheid für geeignete journalistische Formate und die Wahl der passenden Kanäle. 53 Prozent der Verantwortlichen erachten die Entwicklung einer passenden Content-Strategie als ziemlich, 13 Prozent sogar als sehr herausfordernd. Es überrascht daher nicht, dass in der Praxis eine deutliche Strategielücke besteht: Dem Barometer zufolge haben heute nur 19 Prozent der Unternehmen eine klar definierte Content- Strategie.

Die grösste Herausforderung allerdings liegt in der systematischen, regelmässigen Messung des Kommunikationserfolgs und der daran anschliessenden Optimierung der Aktivitäten. Sieben von zehn Befragten des Barometers erachten dies als ziemlich (51 %) oder sehr herausfordernd (21 %). Diese Einschätzung zeigt sich auch darin, dass bisher nur ein kleiner Teil der Unternehmen regelmässig den Erfolg inhaltsbetonter Kommunikationsmassnahmen misst. So untersuchen beispielweise nur vier von zehn derjenigen Unternehmen, die eigenen Magazine für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen, den Impact dieser Magazine.

Unterstützung bei inhaltsgetriebener Kommunikation

Wer die Herausforderungen erfolgreich meistern will, benötigt ein breites Portfolio an Kompetenzen. Beispiele sind die genaue Kenntnis der medialen Bedürfnisse der Zielgruppen, inhaltliche Expertise, profunde journalistische Fertigkeiten oder crossmediales Know-how. In der Regel braucht es darüber hinaus weitere Fähigkeiten und Erfahrungen, z.B. im Editorial- und Web-Design, der App- und Software- Entwicklung oder in der Erfolgsmessung von Unternehmensmedien. Nur wenige Firmen können diese speziellen Kompetenzen selbst vorhalten. Es bietet sich daher in der Regel an, mit Partnern zusammenzuspannen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass neun von zehn Unternehmen, die Kundenoder Mitarbeitermagazine nutzen, und acht von zehn Firmen, die digitale Unternehmensmedien einsetzen, auf die Unterstützung externer Partner zurückgreifen. Um zu eruieren, welche externen Dienstleister Unternehmen am besten unterstützen können, haben wir die im Barometer befragten Führungskräfte um eine Einschätzung gebeten. Das beste Kompetenzprofil bieten demnach spezialisierte Corporate-Publishing- bzw. Content Marketing-Agenturen und -Verlage – sie werden von 83 Prozent der Studienteilnehmer als optimale Partner für die Konzeption und Umsetzung eines inhaltsgetriebenen Kommunikationsansatzes gesehen (vgl. Abb. 2). Ein klares Votum: Möglichen anderen Dienstleistern wie PR- (40 %), Online- (19 %) oder Werbe-Agenturen (6 %) wird deutlich weniger Kompetenz zugeschrieben.

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Clemens Koob

Global Media

Petra Malenicka, CNN International Senior Vice President Advertising Sales Europe and the Americas, hat am vierten CNN Davos Debrief mit der Werbewoche über die Wichtigkeit digitaler Inhalte und die Globalisierung von Werbemärkten gesprochen.

Am vierten CNN Davos Debrief hat CNN-Moderator Richard Quest mit Benoît Battistelli (President European Patent Office), Harry Hohmeister (CEO Swiss Air) und Ulrich Spiesshofer (CEO ABB) im Zürcher Aura über die Themen des World Economic Forum 2015 diskutiert. Ebenfalls vor Ort war Petra Malenicka, CNN International Senior Vice President Advertising Sales Europe and the Ameri-cas. Die Werbewoche hat die Gelegenheit genutzt, mit ihr über die Globalisierung von Werbemärk-ten, digitale Plattformen und Inhalte sowie über deren zunehmende Wichtigkeit zu sprechen:

WW: Zu Beginn dieses Jahres wurden Sie zur Senior Vice President Advertising Sales Europa and the Americas befördert. Was ist bei CNN International im Schweizer Markt in den letzten Jahren passiert?
Petra Malenicka: Ich habe im Jahr 2004 bei CNN International begonnen als Account Director Ad Sales für Zentraleuropa und Frankreich. Als ich von meinem Mutterschaftsurlaub zurückkam, über-nahm ich zusätzlich die Schweizer Geschäftsbereiche. Speziell diese Entscheidung war fantastisch, denn genau dieser Markt war sehr interessant für CNN. Die Entscheidung war auch eine strategi-sche, da die Schweiz einerseits ein exportorientiertes Land ist, aber auch einen Markt für Luxusgüter hat sowie ein starker Finanzplatz ist. So sind auch die Zuschauer von CNN auf Individualität und Geschäftsentscheider ausgelegt. Das heisst, viele Schweizer Marken suchen genau nach dem für CNN typischen Zuschauer. Mit meinem fantastischen Team habe ich es geschafft, die Schweiz in die Top- 3-Märkte für CNN International weltweit zu bringen. Das heisst, die Schweiz birgt einen massiven Markt, der für CNN sehr wichtig ist. Zudem ist die Luxusgüter-Industrie enorm gewachsen und damit auch die Investitionen in CNN. Luxus ist für CNN heute die Nummer eins im Investitions-sektor. Was man dafür sucht, ist Inhalt. Das heisst, CNN sucht nach guten Inhalten für TV genauso wie für Mobile und Social Media – die digitalen Plattformen allein sind nicht interessant, sie gewinnen erst in der Verbindung mit TV, Online und Social an Wichtigkeit.

Die digitalen Plattformen allein sind zu wenig interessant?
Wichtiger ist es, einen sehr guten, soliden Inhalt zu haben, eine gute Marke, das richtige Publikum und dem zu entsprechen, was man den Marken verspricht. Dann hat ein Medienunternehmen den richtigen Mix für die Kunden.

Und doch ist jeder Kunde anders.
Das würde ich auch sagen. Doch als globale Organisation sieht man, dass sie Märkte verlangsamen oder gar nicht werben, während andere Märkte übernehmen. Es ist ein ununterbrochener Balance-akt starker Märkte. Das Muster wechselt jedes Jahr. Aber als globale Organisation haben wir die nötige Flexibilität, über mehrere Märkte hinweg zu arbeiten und Prioritäten festzulegen.

Worin unterscheiden sich die Märkte Europa, Südamerika und USA grundsätzlich?
Bis Ende letzten Jahres war ich verantwortlich für die Märkte Westeuropas, 2014 bekam ich das Angebot, die Führung über den Werbezeitenverkauf von CNN in Westeuropa mit zusätzlicher Verantwortung für Nord- und Lateinamerika zu übernehmen. Nordamerika ist dem Markt in West-Europa sehr ähnlich. Lateinamerika hingegen ist ein wachsender Markt, sehr dynamisch. Damit habe ich eine Mischung aus Ländern mit aufstrebenden Märkten. Die Hauptinvestition dort wird wohl im Reise- und Tourismusmarkt liegen. Die Länder werden als Reise- aber auch als Investitionsdestinationen gefördert. Aber auch Luxusgüter sind ein Thema. Das Ganze ist also eine Mischung aus gereiften und aufstrebenden Strukturen mit einem hohen Wachstum.

So kann CNN auch Synergien zwischen diesen Märkten nutzen. Welche Rolle spielt dabei der Inhalt?
Es gibt einen klaren Vorgang, wie wir mit Werbern arbeiten, sowohl in der Schweiz als auch in an-eren Märkten: Wir bieten massgeschneiderte Lösungen rund um den Inhalt. Inhalt ist der Schlüssel, in allem, was wir tun. Nehmen wir beispielsweise Omega, ein Kunde, der seit Jahren bei uns ist, rund um ein Projekt namens «Leading Women». Das ist ein TV-Programm, welches über Business-Frauen spricht und über den Ausgleich zwischen Privat- und Berufsleben. Omega ist mit «Leading Women» verknüpft, daher fördert das Unternehmen mit CNN seine Kollektion für Frauen. Digital verbreiten wir selbstverständlich nicht nur denselben Inhalt – wir arbeiten unterschiedlich mit digitalen Plattformen. So versuchen wir vor allem mit Interaktivität die digitalen Plattformen zu animieren. Dadurch erreicht der Inhalt nicht nur die Zuschauer von CNN, sondern geht über diesen Kreis hinaus. Diese Lösung ist sehr nah dran an dem, was Omega erreichen will: Mit Inhalt in Verbindung gebracht zu werden, dessen Wertvorstellungen sehr genau mit denen ihrer weiblichen Kunden übereinstimmen – und gleichzeitig auf alle Märkte gehen, durch den Inhalt in einer einzigen über-einstimmenden Stimme sprechen. Und daraufhin viral gehen sowie digital, aber immer mit Interakti-on, sowohl in spezifischen Märkten, als auch auf globalen Märkten, je nach Projekt. Diese Art der plattformübergreifenden Tätigkeit beträgt etwa 90 Prozent unserer täglichen Arbeit. Das heisst, wir sprechen nicht mehr unterschiedlich in TV oder digital. Wir verbinden TV, Mobile, Social Media so, dass es für den Kunden Sinn macht.

Die Struktur entwickelt sich also rund um den Inhalt, eine globale Methode. Erfordern die unter-schiedlichen Werbemärkte nicht unterschiedliche Methoden?
Der Markt ist grundsätzlich vielmehr durch den Inhalt strukturiert als aufgrund der entsprechenden Plattformen. Diese Arbeitsmethode hat sich in Europa als erfolgreich erwiesen. In anderen Märkten kann man dieselbe Methode anwenden. Es gibt wohl lediglich eine Kleinigkeit zu unterscheiden: In wachsenden Märkten sind die Hauptkunden oft Landesregierungen, während in Europa der Kunde meist ein privates Unternehmen ist. Das heisst, die Struktur des Kundenportfolios ist ein wenig anders, aber die Arbeitsmethode ist tatsächlich die gleiche.

Sie sagen also, für die Zukunft setzt CNN auf Qualität im Inhalt?
Ich denke, Qualität ist sehr wichtig, speziell für globale Marken, welche sich anspruchsvoll und mit sehr speziellen Werten positionieren. Auf diese Weise kann man sich von der Konkurrenz abgren-zen. Inhalt ist der Schlüssel, absolut der Schlüssel – Qualität ist sehr wichtig, um eine starke Marke für die Kunden und sich selbst zu etablieren. Markenwert ist sehr wichtig. Denn aus den Investitionen muss mehr resultieren. Und dies muss beweisbar sein. Daher haben wir viel in unsere Research-Abteilung investiert. Dies nicht nur, um die Media-Performance der Kampagnen zu messen, sondern auch die Effektivität von Markenwerten in Bezug auf Markenpositionierung und Kaufabsicht. Schlussendlich wird diese gesamte Wertekette regelmässig gemessen bei den Kampagnen von CNN – das ist ein Teil des Erfolgs.

Was wird nun in Zukunft das Hauptanliegen von CNN?
Ich denke, Interaktivität ist wirklich der Schlüssel im digitalen Bereich. Wenn Sie das richtig machen, haben Sie bereits einen grossen Schritt gemacht. Digitale Plattformen werden sich entwickeln, Social Media werden sich entwickeln, Mobile ist aktuell der grosse Spieler. Der mobile Gebrauch hat in Bezug auf Seitenaufrufe von CNN.com über 140 Prozent zugenommen. Auch die Social Media sind riesig geworden. Für CNN bedeutet das, dass wir das Engagement am Laufen halten sowie den Austausch mit unseren Zuschauern fördern müssen. CNN International geht bereits genau in die richtige Richtung: Inhalt ist der Schlüssel, digitales Engagement ist sehr wichtig und wir arbeiten gleichzeitig an massgeschneiderten Lösungen rund um den Inhalt. Das ist die Zukunft.

Interview: Ursina Maurer

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Petra Malenicka ist Senior Vice President für CNN International Advertising Sales Europe and the Americas. In dieser Position vereint sie die Führung über den Werbezeitenverkauf von CNN in Westeuropa, Nord- und Lateinamerika. Malenicka startete ihre Karriere bei CNN International 2004 als Account Director Ad Sales für Zentraleuropa und Frankreich und übernahm 2006 zusätzlich die Schweizer Geschäftsbereiche. 2009 wurde sie zum Sales Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz befördert. 2013 wurde sie Vice President of Advertising Sales für Westeuropa – das erste Mal, dass alle Märkte unter gemeinsamer Führung standen. Malenicka startete ihre Laufbahn 1994 in der Entwicklung des Programmgegengeschäfts für Time Warner und leitete später die Ad-Sales-Abteilungen für die Themen-Sender in Zentraleuropa. Als französisch- schwedische Staatsbürgerin spricht sie Französisch, Englisch, Schwedisch, Russisch und Tschechisch. Sie hält einen Masterabschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Paris-Sorbonne.

Frau auf Trab

Vor 12 Jahren gründete Andrea B. Roch mit Business4you ihre eigene Agentur. Heute beschäftigt sie 54 Mitarbeitende an den drei Standorten Biel, Zürich und Ho-Chi-Minh-Stadt.

Es ist nicht einfach, Andrea B. Roch ans Telefon zu kriegen. 2015, betont die Business4you-Gründerin, will sie aber etwas mehr drinnen in der Agentur sein statt draussen bei den Kunden. Die persönliche Pflege von Kundenbeziehungen ist ihre Passion. Wenn es um Administration, Finanzen und HR geht, vertraut Roch hingegen auf ihre Mitinhaberin Patricia Bianco. Die beiden haben seit der Gründung von business4you 2003 eine klare Rollenteilung. Roch ist das Gesicht, Bianco hält ihr den Rücken frei. Bianco ist die Strukturierte, sie kümmert sich um die administrativen Abläufe. Die Netzwerkpflege ist das Spielfeld von Roch, der extrovertierten Strategin. Marketing und Verkauf liegen der Bielerin im Blut, ihre Erinnerungen an die ersten Gehversuche reichen weit zurück. Als 12-Jährige beispielsweise habe sie in Bangkok einen Berg Kassetten für 3 Franken pro Stück erworben und sie für 8 Franken an ihre Schweizer Mitschüler weiterverkauft. Man kann sich gut vorstellen, dass man mit 12 die Kassetten hätte haben wollen, die Andrea B. Roch auf dem Pausenplatz verkauft. Sie hat ein gewinnendes Durchsetzungsvermögen, eine souveräne Freundlichkeit. Unterstützt wurde der Kassetten-Import durch Rochs Vater, der das Startkapital vorschoss. Im Gegenzug verlangte er eine 50-Prozent-Beteiligung am Gewinn, die er in weiser Voraussicht für die Garantieleistung zur Seite legte. Denn die Qualität einiger Kassetten war so schlecht, dass die Käufer das Geld zurückverlangten. Sie habe diese Zusammenhänge spielerisch verstehen gelernt und spielerisch Fehler gemacht, erzählt Roch. Das Vertrauen der Eltern sei immer da gewesen. Nach der Schule absolvierte Roch eine Lehre bei einem Berner Reisebüro. Früh, mit 21 Jahren, habe sie dort durch einen glücklichen Zufall die Verantwortung für den Bereich Ge-schäftsreisen übernehmen können. Das habe wesentlich zur Entscheidung beigetragen, auf dem zweiten Bildungsweg Betriebswirtschaft zu studieren. Roch wechselte zum Swatch Group Travel Team nach Biel, ihrem Heimatort, und begann parallel dazu die Ausbildung zur Betriebsökonomin an der HWV. Dann wurde sie von Swisscom abgeworben. Patricia Bianco, ihre heutige Geschäfts-partnerin, holte sie zu sich ins Team beim Telecomanbieter. Roch kommt aus einer KMU-Familie. Ihr Vater führte ein mittelgrosses Logistik-Unternehmen am Flughafen Zürich. Zuhause habe er oft darüber gesprochen, das habe sie geprägt. Dass sie selber Unternehmerin wurde, ist aber auf eine glücklich-unglückliche Fügung zurückzuführen. Mit 28 wurde Roch von Swisscom überraschend freigestellt. Ursprünglich hätte sie die Servicetechnik des Telecomriesen in ein Franchising-System überführen sollen. Das hatte mit Marketing zu tun, eine Richtung, in die Roch sich weiterentwickeln wollte. Nach drei Monaten wurde das Projekt jedoch gestoppt und die frischgebackene Be-triebsökonomin in ein internes Reorganisationsprojekt abgezogen. «Wir mussten kreuz und quer durch die Schweiz reisen und Mitarbeiter freistellen. Jedes Vorurteil gegen unsympathische Consultants haben wir bestätigt. Wir haben wahllos Budgetkürzungen vorgenommen. Ich vermisste es, Menschen zu begeistern.» Damals habe sie bereits die Idee von business4you aufgezeichnet, erzählt Roch. Sie wusste aber nicht, dass sie bald darauf viel Zeit haben würde, das zu vertiefen.

Kündigung als Chance

Schlussendlich machte die Rationalisierung auch vor Rochs eigenem Team nicht halt. Sie gehörte zum Teil, der nicht mehr gebraucht wurde. Roch, seit ihrer Lehre gewohnt, dass es immer bergauf geht, fand sich mit einem verletzten Ego wieder. «Man realisiert in solchen Momenten nicht sofort, dass sie die grössten Chancen bergen. Die Kündigung zwang mich dazu, eine Standortbestimmung zu machen und mich zu fragen, wohin ich will.» Roch benötigte dafür etwa einen Monat. «Ich denke schnell in Lösungen.»

Keine Einzelkämpferin

Patricia Bianco wurde zeitgleich freigestellt. Im Sommer 2003 während der gemeinsamen Ferien in Kalabrien im Haus von Biancos Eltern weihte Roch sie in die Pläne der eigenen Agentur ein: Bianco sollte mit von der Partie sein. Die Freundin schlief eine Nacht darüber und sagte anderntags beim Frühstück ihre Unterstützung zu. Sie sei überhaupt nicht erstaunt gewesen, dass Roch eine eigene Firma gründen wolle, meint Bianco. «Allein hätte ich diesen Schritt aber nicht gemacht», gesteht Roch. Sie sei keine Einzelkämpferin. Vor allem das Administrative sei nicht ihre Stärke. Dafür verfügt sie über eine unbändige Energie. Sie sei «immer auf Trab», beschreiben ihre Lehrlinge die Business4you-Chefin: Zwar sei sie oft ausser Haus, aber wenn sie da sei, merke man das sofort. «Schon als Lehrling und in der Schule war ich so», meint Roch lachend: «Ich konnte nie stillsitzen. Ich hatte immer etwas mehr Energie als die anderen. Manchmal so viel, dass ich geradeaus in eine Wand renne – und erst nachher sehe, dass eine Tür daneben war.»

Webdienstleistungen aus Vietnam

Business4you ist kontinuierlich gewachsen. Aktuell zählt die Agentur 54 Mitarbeitende. Von Beginn weg strebten Roch und Bianco die erforderliche Grösse an, um alles aus einer Hand anbieten zu können. «Wir sind ganz klar als KMU-Agentur positioniert und ein KMU will für den Bereich Marketingkommunikation nicht mehrere Ansprechpartner haben. » Dafür kam für Roch meistens nur eine Inhouse-Lösung infrage. So sei zum Beispiel das eigene Communication Center entstanden, weil man gemerkt habe, dass die ursprüngliche Marketing- Idee oft nicht durchgängig beim Sales-Team des Kunden ankomme, erklärt die Business4you-Inhaberin. Mit dem Communication-Center unter dem Dach des Agenturbüros stellt sie dessen nötige Nähe zum Marketingteam sicher. Seit Ende 2014 betreibt business4you ausserdem einen weiteren Schweizer Standort in Zürich. «Wir haben relativ viele Kunden in Zürich. Und man kann kein Vertrauen aufbauen zu Menschen, wenn man immer einen Bildschirm oder ein Telefon dazwischen hat. Der Weg war dabei ein Hindernis.» 2015 ist für die Agentur nun das Jahr der bewussten Stabilisierung. Herausforderung genug für Roch? «Ja. Ich muss lernen, die Chefin von einem Unternehmen dieser Grösse zu sein. An diesem Punkt bin ich noch nicht. Auf der einen Seite muss ich loslassen. Auf der anderen Seite muss ich unseren wichtigsten Wert – die Kunden zu begeistern – intern sicherstellen.» In Asien – der Weltregion, an die sie «ihr Herz verlo-ren» habe – bezieht Roch heute nicht mehr Kassetten, sondern Webdienstleistungen. Vor fünf Jahren baute die Bielerin in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, ein zweites Onlinemarketing-Team mit 10 Mitarbeitern auf. Sie ist regelmässig vor Ort. «Der Kulturaustausch tut uns gut. Es pulsiert anders als hier.» Eine Beziehung also, die geblieben ist. Auch die Swisscom ist nicht ganz aus Rochs Leben verschwunden. Sie zählt heute zu den Business4you-Kunden. Nach unserem Gespräch hat Roch ein Meeting bei der ehemaligen Arbeitgeberin, wie sie beiläufig erwähnt. Business4you sei die einzige Agentur gewesen, die Kundendruckerei, Communication- Center und Webshop-Entwicklung unter einem Dach anbieten und so die Anforderungen habe erfüllen können. Das dürfte eine schöne Bestätigung sein für Andrea B. Roch, mit der strategischen Ausrichtung von business4you auf dem richtigen Weg zu sein.

Simone Isliker

Inszeniert wie grosses Kino

Meine Güte, was für ein Tag, der Donnerstag, 15. Januar 2015, in Zürich. Auf einen Schlag sind die 120 Schweizer Franken Bargeld in meiner linken Hosentasche bei der Rückkehr am Abend nach Hamburg 20 Euro mehr wert. Klar, erster Gedanke: Hätte ich doch vor der Abreise in Deutschland noch etwas mehr Euro in Schweizer Franken getauscht!

Aber welchen Preis hätte letztlich dieser Gewinn gehabt? Am gleichen Abend noch ein Neujahrsempfang einer renommierten Hamburger Privatbank und auch dort – gelinde ausgedrückt – grosses Erstaunen über den Schritt der Schweizer Nationalbank. Vor fünf Jahren war der Euro noch 147 Rappen wert, jetzt gerade noch 100. Auch die Gespräche der folgenden Tage brachten wenig Klarheit in der Frage, wie es jetzt eigentlich weitergeht für die Schweiz. Die Effekte auf die Touristik und die Exportwirtschaft brauchen ja keine hellseherischen Fähigkeiten für die Prognose «düster». Und wir als Kinovermarkter fragen uns natürlich: Welche Auswirkungen hat die Franken-Entkoppelung für den Binnenmarkt der Schweiz? Wird die Nachfrage nach Werbezeiten in den Medien der Schweiz, die sich gerade für uns im Kino in 2014 so klar positiv entwickelt hatte, jetzt einen Knick bekommen? Wird es Verschiebungen in den Kundensegmenten geben? Was ist mit dem traditionell sehr starken regionalen Geschäft in der Schweiz? Dass allen Medien – nicht nur in der Schweiz – ein wirklich spannendes Jahr 2015 infolge des fortschreitenden digitalen Umbruchs bevorsteht, ist klar. Aber dass die Nationalbank das Geschehen noch in dieser Weise toppen würde, hatten wir zumindest nicht erwartet.

Blockbuster en bloc

Grosses Kino, könnte man euphemistisch sagen… Womit ich zum eigentlichen Thema komme – über das ich an dieser Stelle ja berichten will: über ein wirklich ereignisreiches Kinojahr 2015 mit einer Dichte an erfolgversprechenden, grossen Filmen, wie wir sie über viele Jahre im Kino nicht mehr erlebt haben. Ein echtes Blockbuster-Jahr. Schon in wenigen Tagen geht es los: «Fifty Shades of Grey» startet in der Deutschschweiz am 12. Februar. Von den Kinobetreibern haben wir gehört, dass dieser Film in den Vorbestellungen für die ersten Tage alles bisher Gezeigte in den Schatten stellt. Dabei hatte ich noch vor knapp drei Jahren meiner damals 13-jährigen Tochter die Lektüre des Buches schlicht verboten – ohne allerdings genau zu wissen, was ich da so hart verbannen wollte. Das gab ausgedehnte innerfamiliäre Diskussionen, deren Ausgang ich hier nicht wiedergeben möchte. Auf jeden Fall hatte ich mich klar dagegen in Stellung gebracht. Und nun das: die ersten Vorstellungen schon wenige Minuten nach Öffnung des Vorverkaufs ausgebucht und leicht hämische Kommentare meiner Tochter. Jetzt zuzugeben, dass auch unser Medium davon profitiert und wir in der Tat eine hohe Leistung dieses Films erwarten und dies mit sehr guten Werbeeinbuchungen kombinieren werden, werde ich nur hier, im Kreis von Fachleuten, tun. Niemals zu Hause. Da fallen mir öffentliche Hinweise auf die neuen «The Avengers» im April oder erst recht die «Minons» im Juli, den neuen James Bond – «Spectre – 007» im Oktober und «Star Wars: Episode7» im Dezember 2015 sehr viel leichter. Ein besseres Line-up ist fast nicht denkbar, und wir sind deshalb auch besonders optimistisch, dass das Kinowerbejahr 2015 ein besonders gutes wird. Ich finde auch, dass wir und die Kinos das verdient haben: Starke Besucherzahlen versprechen eine hohe Leistung in der Reichweite, die grosse Vorfreude der Kinogänger auf diese Filme steigert das Interesse und damit auch die Wirkung der Filme und ihrer Vorprogramme. Mehr Aufmerksamkeit ist immer gut, das lässt sich beweisen.

Ob die Schweizer Nationalbank dies in ihrem Handeln auch beherzigt hat, können wir nur schwer überprüfen. Wir kennen da aber ein sehr wirkungsvolles Medium, mit dem notwendige Image-Korrekturen durchaus erfolgversprechend vorgenommen werden können. Gerade bei spannenden Geschichten!

Florian Weischer, Geschäftsführer Werbeweischer
 

Youtube-Werbung: Wenn ja, wie?

Google hat erstmals die Top10 der in der Schweiz meistgeschauten Youtube-Spots ermittelt. Auffällig ist, dass ausgerechnet die beiden Youtube-Spots der Schweizer Marken Swisscom und Zurich Versicherung trotz hoher View-Zahl fast gar keine Interaktion aufweisen.

Wie lässt sich das erklären? «Die Anzeigen werden durch einen Algorithmus bestimmt, der bezahlte und organische Aufrufe, sowie die Zuschauerbindung berücksichtigt», so Google-Schweiz Sprecher Samuel Leiser. Der Algorithmus berücksichtige also hauptsächlich die Anzahl Views (und nicht soziale Interaktionen wie Kommentare, Likes etc.). Somit liegt die Vermutung nahe, dass die Anzahl Views die beiden Spots zwar in die Top10 gebracht hat, jedoch ein grosser Teil der Aufrufe nicht organischer Natur waren. Dass ein Youtube-Film aber eher dann viral geht, wenn soziale Interaktion boomt, braucht man hier nicht weiter zu erläutern. (uma)

Nichtsdestotrotz hier die Top10 Youtube-Spots der Schweiz im Jahr 2014:

1) Nike Football: Winner Stays (feat. Ronaldo, Neymar Jr., Rooney, Ibrahimovic, Iniesta und weitere)

//www.youtube.com/watch?v=3XviR7esUvo

2) Zurich Versicherung: Zurich Hausratversicherung – Velodieb

//www.youtube.com/watch?v=LYAdwUs84ds

3) Wren: First Kiss

//www.youtube.com/watch?v=IpbDHxCV29A

4) Nike Football: The Last Game (feat. Ronaldo, Neymar Jr., Rooney, Ibrahimovic, Iniesta und weitere)

//www.youtube.com/watch?v=Iy1rumvo9xc

5) Swisscom: Tina Turner's love story with Switzerland and iO

//www.youtube.com/watch?v=SKlVq-lh268

6) EvianBabies: evian Spider-Man – The Amazing Baby & me 2

//www.youtube.com/watch?v=pyV57QlGUGI

7) Axe: Das neue AXE – Nimm dein Schicksal selbst in die Hand!

//www.youtube.com/watch?v=TuBzNy-1zvI

8) Save the Children UK: Most Shocking Second a Day Video

//www.youtube.com/watch?v=RBQ-IoHfimQ

9) EDEKA: Supergeil (feat. Friedrich Liechtenstein)

//www.youtube.com/watch?v=jxVcgDMBU94

10) Clash of Clans: Clash of Clans Introduces: Clan Wars!

//www.youtube.com/watch?v=_-lO_1QCuoI

Die zehn Gewinnervideos sowie die Ergebnisse der Untersuchung sind auch auf Thinkwithgoogle.de zu finden, der neuen Informationsplattform von Google für alle Online-Werbetreibenden. Die Studienergebnisse des Marktforschungsinstituts Millward Brown sind hier zum Download bereit.

 

Teilnahmerekord beim Best of Swiss Web 2015

Best of Swiss Web legt in seiner 15. Ausgabe kräftig zu: bis Einsendeschluss am Montagabend 26. Januar 2015 wurden 517 Einreichungen in elf Hauptkategorien verzeichnet. Dies ist absoluter Rekord in der Geschichte der Best of Swiss Web-Awards.

Alle Wettbewerbskategorien verzeichneten gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Wachstum, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. In Anbetracht der Entwicklungen bei Konsumenten und Technologieherstellern sei es wenig erstaunlich, dass mobiles Internet im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. 57 Einschreibungen treten dieses Jahr an, den Preis für die insgesamt gelungenste mobile Lösung abzuholen. Das sind 97 Prozent mehr als im letzten Jahr. In der Kategorie «Creation» wurden seit Beginn der Best of Swiss Web Awards konstant die meisten Einschreibungen getätigt. Mit 83 Einschreibungen steht diese Kategorie auch dieses Jahr wieder an der Spitze. 

E-Commerce, das übergreifende Jahresthema der diesjährigen Awards, umschreibt kurzum das Abbilden und Abwickeln von Geschäftsprozessen im Internet. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Schweizerinnen und Schweizer das Internet nutzen, um Käufe zu tätigen oder Kaufentscheide zu fällen, stelle die Thematik ein topaktuelles Thema für die Web- und IT-Players der Schweiz dar.

Alle eingereichte Projekte werden vom 30. Januar bis zum 5. Februar einer onlinebasierten Vorjurierung unterzogen, bevor die Expertenjury am 9./10. Februar mit der Feinarbeit beginnen kann. Als Resultat dieses Prozesses wird am 18. Februar 2015 eine Shortlist publiziert. Alle Siegerprojekte werden an der grossen Award-Nacht vom 26. März 2015 im Zürcher Kongresshaus vor über 700 Gästen prämiert.
 

Belcom verstärkt Lokalverkauf von Tele Züri

Per 01. Februar 2015 strukturiert Belcom die Verkaufsorganisation von Tele Züri neu: Mike Zurbrügg wird zum lokalen Verkaufsleiter von Tele Züri nominiert, Francesco Nesci verantwortet den neu geschaffenen Bereich des Key Account Managements.

Mike Zurbrügg (29) ist seit 3 Jahren bei Belcom in verschiedenen Sales-Funktionen tätig, zuletzt als Key Account Manager für TV24 und den Tele Regio Combi (TRC). Unter seiner Leitung werden ab Februar die lokalen Verkaufsaktivitäten von TeleZüri zusammengeführt und gestärkt, wie eine Mitteilung vom Mittwoch ankündigt.

Francesco Nesci (42), langjähriger und erfahrener Verkaufsprofi der Belcom, verantwortet per 01. Februar 2015 das Key Account Management. Dieser Bereich wird in der Verkaufsorganisation von Tele Züri neu geschaffen, um noch gezielter auf die Bedürfnisse der Schlüsselkunden einzugehen.

Sowohl Mike Zurbrügg als auch Francesco Nesci berichten in ihren neuen Funktionen direkt an Daniel Schnüriger, Stellvertretender Geschäftsführer der Belcom. Der nationale Werbeverkauf von Tele Züri wird weiterhin von Manuela Birghan und Dieter Schuller geführt. 

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Mike Zurbrügg

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Francesco Nesci
 

Arthur Rutishauser wird Chefredaktor beim Tagi

Arthur Rutishauser übernimmt im Verlauf des ersten Quartals 2016 die Chefredaktion des Tages-Anzeigers. Der 49-Jährige tritt die Nachfolge von Res Strehle an, der dann das Pensionsalter erreicht.

Arthur Rutishauser wird damit ab 2016 sowohl die Redaktion des Tages-Anzeigers als auch der Sonntagszeitung führen, wie Tamedia in einer Mitteilung vom Mittwoch bestätigt. Bereits am Morgen hatten entsprechende Gerüchte die Runde gemacht. Mehrere Mitarbeiter des Tages-Anzeigers twitterten die Information. 

Die gemeinsame publizistische Leitung beider Redaktionen sei nicht zuletzt durch die zunehmende Bedeutung der digitalen Verbreitungskanäle bedingt und antworte auf die veränderten Mediennutzungsgewohnheiten, heisst es in der Mitteilung. Immer mehr Leserinnen und Leser wollen sich während der gesamten Woche und rund um die Uhr auf einer Plattform informieren. Je digitaler die Nutzung wird, umso enger werden Tages-Anzeiger und Sonntagszeitung deshalb im Netz zusammenrücken. Die beiden Redaktionen teilen sich heute bereits die Ressorts Gesellschaft, Kultur, Sport, Wissen sowie zukünftig auch Ausland und arbeiten in der Produktion eng zusammen. Die Kern-Ressorts in den Bereichen Schweiz, Wirtschaft, Recherche und Zürich bleiben aber weiterhin eigenständig und stehen für die eigene Identität der gedruckten Zeitungen.

Arthur Rutishauser hat sich seit Oktober 2013 als Chefredaktor der Sonntagszeitung bewiesen und war zuvor während dreier Jahre Mitglied der Chefredaktion des Tages-Anzeigers. Als Wirtschaftsredaktor sowie später als Ressortleiter prägte Arthur Rutishauser ab 2000 die Wirtschaftsberichterstattung der Sonntagszeitung und erhielt für seine Recherchen im Fall Swissair 2002 den Zürcher Journalistenpreis. Zur Vorbereitung auf seine neue Aufgabe wird der promovierte Volkswirt im Sommer 2015 eine dreimonatige Weiterbildung mit Schwerpunkt Digital-Journalismus an der Columbia Journalism School in New York absolvieren.

Res Strehle hatte die Gesamtleitung der konvergenten Tages-Anzeiger-Redaktion im November 2012 übernommen, nachdem er bereits seit 2009 als Co-Chefredaktor geamtet hatte. Vor seinem Wechsel zum Tages-Anzeiger war er von 2001 bis 2007 während sechs Jahren Chefredaktor und zuletzt auch Geschäftsführer des Magazins und zuvor unter anderem für Weltwoche, Bilanz sowie Facts und die Wochenzeitung WoZ tätig. Nach Übergabe der Chefredaktion an Arthur Rutishauser wird er mit einem reduzierten Pensum weiterhin als Publizist und Mentor für den Tages-Anzeiger tätig sein.  

Ostschweizer Agentur baut PR aus

Die kleine Ostschweizer Agentur Kommpass baut mit einer Tochterfirma den Text- und PR-Bereich aus. Medien- und PR-Fachmann Anselm Schwyn bietet als Geschäftsführer der neuen Tochtergesellschaft Kompass PR konzeptionelle Kommunikation und professionelle Texte an.

Spezialität der von Philipp Wenzler und Arie Späth inhabergeführten Agentur sind massgeschneiderte Marketing- und Kommunikationslösungen für KMU, Verbände und Vereine. Die neue Tocherfirma Kompass PR baut das Angebot in den Bereichen Public Relations, politische Kommunikation, Newsservice und redaktionelle Arbeiten aus, wie eine Mitteilung vom Mittwoch bekannt gibt.

Anselm Schwyn weist über zehn Jahre Berufserfahrung im Journalismus mit den Spezialgebieten Automobil und Fotografie aus. gemeinsame Geschäftsräume in Schwamendingen.

 

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