Vera Dillier tratscht jetzt online mit der Welt

Das «erste deutschsprachige Internetfernsehen» kündigt die Zürcher Agentur LiveEvil von Peter Wyss und Simone Zikmund an.

Das «erste deutschsprachige Internetfernsehen» kündigt die Zürcher Agentur LiveEvil von Peter Wyss und Simone Zikmund an.Auf der Homepage www.live evil.ch wollen die beiden auf dem Netz ihr Lifestyle- und Gesellschaftsmagazin fortsetzen, das früher als regelmässige Sendung über Star TV ausgestrahlt worden ist und momentan auf Eis liegt. Nach dem Konzept «Fun + Infomotion» führen im Live-Internet schon seit rund sechs Monaten verschiedene Prominente durch ein ausgebautes und vielschichtiges Programm. Jetzt ist die Experimentierphase abgeschlossen, weshalb Zikmund und Wyss in diesen Tagen eine grosse Werbeoffensive gestartet haben. Zürich Express wirkt als Mediensponsor für einen LiveEvil-Wettbewerb mit.
Im Internet-TV wirken die prominenten Moderatoren derzeit noch für Gotteslohn mit. Yolanda Tavoli klatscht über Sport, Vera Dillier tratscht kenntnisreich über Glamour, Daniela Baumann ist für Musik zuständig, und Valentino Sivillica wird eine eigene Talkshow präsentieren.
Das Internetfernsehen arbeitet auch mit Sponsoren zusammen. Diese können sich sowohl langfristig als auch nur für eine einzelne Sendung engagieren. Ausserdem bietet das Magazin den Sponsoren in einer Rubrik «Trends» verschiedene Werbemöglichkeiten an.
«Natürlich ist das Unternehmen ein grosses Abenteuer», meint die Agenturinhaberin Simone Zikmund. LiveEvil ist aber in Kontakt mit «interessanten Partnern», mit denen die Idee «kontinuierlich ausgebaut» werden soll. (pan)

Muse & Musse: Robin

Muse & Musse Robin Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?Robin: Das Konzert von Fleisch, weil diese Punker einfach zum Mitheulen sind.Was lesen Sie gerade und warum?Robin: Die Schweinebau

Muse & Musse Robin
Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?
Robin: Das Konzert von Fleisch, weil diese Punker einfach zum Mitheulen sind.
Was lesen Sie gerade und warum?
Robin: Die Schweinebauch-Anzeigen von Denner, weil die mich so scharfmachen.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Robin: «Wildi Ross» von Gölä – zum Davonjagen.
Welchen Kinofilm würden Sie
am liebsten nochmals sehen und warum?
Robin: «Ghost Dog» von Jim Jarmush, wegen des besten Nebenhundedarstellers.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Robin: «Kommissar Rex». Diese Töle ist einfach nicht sexy!
Welche ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Robin: Tanzende Hamster auf http://stydie.dv8.org
Liebe ist …?
Robin: Die ganze Familie mit einem lauwarmen Wind von Frolic aufzuheitern…

SF DRS verliert.

Im ersten Quartal 2000 haben sowohl SF 1 als auch SF 2 Marktanteile verloren.

Im ersten Quartal 2000 haben sowohl SF 1 als auch SF 2 Marktanteile verloren. Bei SF 1 betrug der Verlust in der Prime Time gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr ein Prozent auf 35,5 Prozent, bei SF 2 1,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Den Rückgang führt SF DRS auf ein höheres Publikumsinteresse aufgrund der Ereignislage im Vorjahr zurück: Der Jahresbeginn 1999 war geprägt von Lawinen und Überschwemmungen, der Nato-Intervention im Kosovo und der Übertragung der alpinen Ski-WM in Vail. Tele 24 kam in der Prime Time auf unveränderte 2,5 Prozent. Ebenfalls 2,5 Prozent erreichte TV 3. Positiv entwickelten sich von den deutschsprachigen ausländischen Sendern einzig RTL 2 (+ 1,1% auf 3,7%), Kabel 1 (+0,8% auf 2,4%) und ORF 1 (+0,4% auf 3,7%). Zu den Verlierern gehören Pro 7 (–1,3% auf 4,7%), Sat 1 (–0,4% auf 4,8%) und ARD (–0,4% auf 5,6%). RTL konnte sich über dem Resultat des Vorjahres halten.Branding per Münzwurf. Unique, Unaxis, Atraxis: Über neue Namen für Schweizer Unternehmen zerbrach sich manche Corporate-Identity-Agentur jüngst den Kopf. Oft mit umstrittenen Resultaten. Einfacher machten es sich die Ölriesen Chevron und Phillips Petroleum. Um die Frage zu entscheiden, ob das gemeinsame Chemikaliengeschäft Chevron-Phillips oder Phillips-Chevron heissen solle, einigte man sich auf «Kopf oder Zahl». Für den Wurf wurde eine spezielle Münze aus Gold und mit den beiden Varianten geprägt. CI-Beraterin Fortuna bevorzugte Chevron-Phillips.
Vivian com.mt. Im September startet die Burda-Tochter vivian.com Publishing – ein neuer Mix aus Nachrichtenmagazin, Frauen- und Internetzeitschrift – als Printtitel und neues Portal im Internet. Zu diesem Zweck errichtet Vivian das Portal www.vivian.com. Immer montags erscheint der Printtitel mit einer verkauften Auflage von 130000 Exemplaren, wie Anzeigenkunden garantiert wird. Vivian startet als crossmediale Print- und Online-Marke, die sich eigenständig zwischen Frauen-, Nachrichten- und Online-Magazinen positioniert. Zielpublikum ist die Infonetgeneration: Frauen, die neue Formen entwickeln, um Beruf und Familie miteinander zu verbinden, und eigene Netzwerke und Medienplattformen schaffen.
Schaffheuser TV will nach Winterthur. Um über die Kantonsgrenzen hinaus Bekanntheit zu erlangen, riskiert die Genfer Werbeagentur ABC Publi Conseil eine Lippe: Im Rahmen eines mehrteiligen Aussandes verschickte die BSW-Agentur ein politisch brisantes Motiv: Zum Visual eines Peperoncini mit Schweizerkreuz fiel den Genfer Werbern die Frage «Neutre?» ein, die sie auf der Rückseite mit «Jamais!» beantworten. Beim Weiterlesen merkt man: Das Sujet nimmt gar nicht auf die politische Situation der Schweiz, sondern auf die Philosophie der Agentur Bezug. Um das Aussergewöhnliche zu entdecken, das den Mehrwert der Kommunikation ausmache, heisst es nämlich im Werbetext, sei es unumgänglich, gänzlich von neutralen Aussagen abzusehen.
SW gründet parlamentarische Gruppe. Die Schweizer Werbung (SW), Dachorganisation der kommerziellen Kommunikation, hat eine parlamentarische Gruppe gegründet, um die Anliegen der Kommunikationsbranche in der Politik besser zu vertreten. Das Präsidium der Gruppe übernimmt SW- und Ständeratspräsident Carlo Schmid (CVP). 68 Parlamentarier beider Kammern haben sich bereits eingeschrieben.
Schaffhauser TV will nach Winterthur. Nachdem das Departement Leuenberger vergangeneWoche den Ostschweizer Sendern Tele Top, TeleOstschweiz und TeleSüdostschweiz Gebietserweiterungen zugestanden hat (siehe Seite 22), will nun auch das Schaffhauser TV sein Sendegebiet erweitern, und zwar bis nach Winterthur. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, ein entsprechendes Gesuch vorzubereiten und beim Bundesamt für Kommunikation einzureichen, sagte Norbert Neininger, Delegierter des Verwaltungsrates, auf Anfrage. Mit dem neuen Uvek-Entscheid herrsche nur noch in Winterthur eine Monopolsituation.
Identische Umsetzungen. Derzeit laufen für die beiden Internetsites www.mcmedicine.ch und www.plancal.ch zwei Kampagnen, die sich mehr gleichen als unterscheiden. Erstere definiert den Siteanbieter als Gesundheitszentrum für Fragen aller Art, Letztere stellt die Firma Plancal als führendes Unternehmen für Baubranchensoftware dar. Urheber der Auftritte sind die beiden Zürcher Agenturen Wirz und Lesch+Frei. Die kreative Qualität der beiden Auftritte lässt darauf schliessen, dass die Umsetzungen im so genannten Schnellschussverfahren entstanden sind. Deshalb wird wohl auch kein Streit darüber entbrennen, wer Urheber und wer Abkupferer der Idee sei.
Swisspool: Keine Änderungen. Gemäss den neuen beglaubigten Auflagezahlen hat der Swisspool erneut an Auflage verloren. Der Swisspool I (Tages-Anzeiger, Berner Zeitung, Basler Zeitung, Neue Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt) fiel von 781309 Exemplaren im letzten Jahr auf neu 775105 Exemplare zurück (minus 0,79 Prozent), der Swisspool II sank dank der Steigerung bei 24Heures und Tribune de Genève nur von 947125 Exemplaren auf 943128 Exemplare (minus 0,42 Prozent). Deswegen wird sich jedoch gemäss Edi Battaglia von der Swisspool-Clearingstelle an den Pool-Tarifen nichts ändern. Möglich werde aber eine Anpassung per 2001, wenn die Auflage der Berner Zeitung Mitte dieses Jahres dank der Fusion im Oberland um knapp 40000 Exemplare zulegen wird (WW 13/00).
Mehr Klagen denn je vor dem Presserat. Der Presserat hat 1999 mehr Arbeit gehabt als je zuvor: Insgesamt gingen 39 neue Beschwerden ein, 18 Verfahren waren bis Ende Jahr noch hängig. 23 Fälle gaben Anlass zu einer Stellungnahme. Betroffen waren diesmal nur die Printmedien. Themen waren vor allem die Missachtung der Privatsphäre sowie unfaires Verhalten und ungerechtfertigte Anschuldigungen der Medien.
RTL/PRO 7 Schweiz: Sozialplan steht. Der Verwaltungsrat und die ehemalige Belegschaft des gescheiterten Schweizer Fensters von RTL/Pro 7 haben sich auf einen Sozialplan geeinigt. Die umstrittene Bestimmung, dass ein Entlassener, der innerhalb der Kündigungsfrist eine neue Stelle findet, ein Viertel des fortgezahlten Lohnes zurückgeben sollte, wurde fallen gelassen. Unzufrieden zeigte sich die Gewerkschaft Comedia: Die Politik müsse in Zukunft durch Auflagen bei der Sendebewilligung die Position der Angestellten sichern.
Editorial

Cézanne macht die Kunden treu Die Diskussion wurde Ende der 80er Jahre leidenschaftlich und ideologisch geführt. Ein Aufschrei ging durch das Land, als die Grossbanken 1987 mit Musiksponsoring begannen. Kunst verkomme zum Schmiermittel der kapitalistischen Industriegesellschaft, raunte es dumpf im Feuilleton. Das Sponsoring reduziere die Kunst auf ihre Marktfähigkeit, das heisst auf ihren ausserästhetischen Gebrauchswert: als Attraktion des touristischen Rummelplatzes, als Leimspur zum Ködern von Steuerzahlern und Wirtschaftsunternehmen oder gar als Tranquilizer für aufmüpfige Minderheiten.
Inzwischen ist Nüchternheit eingekehrt, die Diskussionen verlaufen sachlicher. Kultursponsoring ist auch in unseren Breitengraden heimisch geworden und heute als besondere Kommunikationsform anerkannt. Zwischen Kunstschaffenden und Unternehmen hat sich ein Kodex mit Rechten und Pflichten herausgebildet; Sponsor und Gesponserter versuchen mit gemeinsamen Zielgruppen Nutzen und Zufriedenheit zu vermitteln. Der Gesponserte verschafft sich Geld, Sachleistungen oder Know-how, und der Sponsor erwartet als Gegenleistung – über das emotionale Ansprechen des Konsumenten – einen Imagetransfer. Ein Umgang, der von beiden Partnern viel Gespür verlangt. Eine Pionierin auf diesem Gebiet ist Elisa Bortoluzzi Dubach. Sie organisiert Vorlesungsreihen zu diesem Thema an Universitäten und publiziert Sachbücher. Im Gespräch auf Seite 33 äussert sie sich über das neue Mäzenatentum im Kultursponsoring.
Weltweit ist die Wirtschaft einem Konkurrenzkampf und Innovationstempo sondergleichen ausgesetzt. Sie schmückt sich je nachdem mit zeitgenössischer Kunst – wie etwa die Winterthur Versicherungen mit John Armleders «Liberty Domes» – als Ausdruck ihrer Dynamik oder widmet sich der kompensatorischen Traditionspflege, wie die Credit Suisse, die im Kunsthaus Zürich eine bereits in Wien gezeigte und mit viel Lob bedachte Cézanne-Ausstellung sponsert. Der Imagepflege dient es alleweil.
Schon Oscar Wilde brachte es lange vor unserer Zeit auf den Punkt: «When bankers get together, they talk about art. When artists get together, they talk about money.» Samuel Helbling

Opt-in und Virusmarketing statt Spamming

E-Mail-Marketing kann Erfolg bringen, aber auch den guten Ruf kosten – bis ins Jahr 2004 sollen in den USA etwa 200 Milliarden Werbe-E-Mails verschickt werden

E-Mail-Marketing kann Erfolg bringen, aber auch den guten Ruf kosten – bis ins Jahr 2004 sollen in den USA etwa 200 Milliarden Werbe-E-Mails verschickt werdenVon Clemens Hörler Spamming ist für viele Firmen ein Tabu. Sie beschränken sich deshalb beim E-Mail-Marketing auf die Pflege bestehender Kundenbeziehungen mit Opt-in-Mails. Es gibt aber auch Möglichkeiten, neue Kunden zu gewinnen, ohne zu spammen.
Der Massenversand von Werbe-E-Mails ist kostengünstig, kann aber ins Auge gehen. Zwar gibt es in der Schweiz noch keine Gesetze, die den Versand von Werbe-E-Mails verbindlich regeln, aufgebrachte Empfänger können sich aber am Absender rächen, indem sie ihn mit E-Mails zuschütten.
Was noch schwerer wiegt: Der Absender kann mit ziellosem Spamming seinen Ruf schädigen. Umfragen zeigen, dass etwa 90 Prozent der User Massenwerbesendungen per E-Mail gegenüber negativ eingestellt sind.
Marketingexperten empfehlen den Unternehmen deshalb einen vorsichtigen Gebrauch dieses Instruments, zum Beispiel in Form des Opt-in-Marketings: Die Internetnutzer geben dabei ihr ausdrückliches Einverständnis, dass sie über neue Angebote informiert werden wollen. Damit kann man zwar keine Neukunden anwerben, dafür bestehende Kunden ans Unternehmen binden. Laut Forrester Research kaufen bei Opt-in-Mails durchschnittlich vier Prozent der Empfänger das beworbene Produkt.
E-Mail von einem Freund ist glaubwürdiger als Werbung
Eine elegante Methode, neue Kunden zu gewinnen, ist auch Virusmarketing: Man lässt seine Werbebotschaft wie ein Gerücht verbreiten. Viele Unternehmen stellen vorgefertigte Formulare zur Verfügung, mit denen der Besucher Freunden die Website weiterempfehlen kann.
«Virusmarketing ist wie das Gerücht eine Urform der Kommunikation», glaubt Stéphane Périno von der Genfer Agence Virtuelle. Der grosse Vorteil liege darin, dass ein Freund als Werbebotschafter oft eine höhere Glaubwürdigkeit besitzt als das Unternehmen selbst.
Prädestiniert fürs Virusmarketing sind Websites mit Diensten, bei denen der Internaut profitiert, wenn möglichst viele seiner Kollegen dasselbe Angebot nutzen, zum Beispiel Co-Shopping-Plattformen, auf denen mit steigender Käuferzahl die Preise sinken. Viele Unternehmen können solche Dienste jedoch nicht anbieten und versuchen, mit Belohnungen die Propagandalust der Internauten zu wecken. So zum Beispiel die Personalvermittlung Topjobs Net AG, die zehn Digitalkameras unter Internetnutzern verloste, die im Februar oder März die Jobplattform Jobworld.ch weiterempfahlen.
18800 Esel hofften
auf zehn Handys
Eine der erfolgreichsten Virusaktionen der Schweiz gelang Ende 1998 Ericsson Schweiz AG. Sie hatte Advico Young & Rubicam und FutureCom Interactive aufgetragen, eine Weihnachtsaktion via die Website handy.ch zu promovieren. Die Lösung bestand aus einem Online-Spiel, bei dem Teilnehmer einen virtuellen Esel von ihren Bekannten mit möglichst vielen Päckchen beladen lassen mussten. Unter den erfolgreichen Eselhaltern und Beladern wurden je zehn Mobiltelefonpakete verlost.
Die Eselhalter versuchten deshalb, möchlichst viele Bekannte ins Spiel einzubinden, und versandten fleissig Mails zur Anwerbung neuer Päckchenlader. Das Resultat: In vier Wochen beluden 74453 Internauten 18800 Esel. Ericsson verkaufte mehr Weihnachtspakete als budgetiert.
Natürlich ist Virusmarketing keine Erfolgsgarantie, vor allem dann nicht, wenn Internauten dazu verleitet werden sollen, vorgefertigte Formulare en masse zu verschicken. Denkt der Internaut mehr an den eigenen Gewinn als an den Nutzen für seine Bekannten, verliert auch er als Werbebotschafter an Glaubwürdigkeit.
Statistiken zum E-Mail-Marketing

Ende 1999 gab es weltweit 569 Millionen E-Mail-Konten, das sind 83 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ergab eine Studie von Messaging Online. Bis im Jahr 2002 soll die Zahl der E-Mail-Konten gemäss Messaging Online auf eine Milliarde angewachsen sein.
In den USA sollen bis zum Jahr 2004 etwa 200 Milliarden Werbe-E-Mails pro Jahr verschickt werden. Das entspräche etwa drei Mails pro Tag und Einwohner der USA. Laut einer Studie von Forrester Research Inc. (www.forrester.com) wollen amerikanische Unternehmen in vier Jahren 4,8 Milliarden Dollar fürs E-Mail-Marketing ausgeben. 3,2 Milliarden fliessen dabei in die Pflege bestehender Kunden. Die Forrester-Studie «The Email Marketing Dialogue» stellt ausserdem fest, dass Unternehmen, die ihre elektronischen Marketingaktivitäten an spezialisierte Firmen ausgelagert haben, derzeit viermal höhere Kaufraten erzielen als Unternehmen, die das E-Mail-Marketing inhouse erledigen.
Eine Studie von Jupiter Communications (www.jup.com) zeigt: 5 bis 15 Prozent der Internauten, die via Virusmarketing von einer Website erfahren, besuchen diese auch. (ch)

ZSPR mit neuem Präsidenten

Die Zentralschweizer PR-Gesellschaft hat einen neuen Präsidenten und zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt.

Die Zentralschweizer PR-Gesellschaft hat einen neuen Präsidenten und zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt.Andrea Helfenstein, Beraterin bei der Kommunikationsagentur Bolzern in Kriens, und Karin Helfenstein, Leiterin Public Relations bei der Genossenschaft Migros Luzern, vervollständigen den Vorstand auf neun Mitglieder. Während des letzten Jahres war es zu zwei Abgängen gekommen. Das Präsidium übernimmt Alex Herrmann, Kommunikationsverantwortlicher der IBM Schweiz. Herrmann will durch Veranstaltungen in der Zentralschweiz die Bedeutung der Branche nach aussen kommunizieren. «Der PR-Markt in der Zentralschweiz ist noch entwicklungsfähig», befindet er, «vieles spielt sich in sehr kleinen Agenturen ab, ausserdem spürt man den Sog von Zürich.»
Durch seine berufliche Tätigkeit in Zürich kann der neue Präsident auch gute Kontakte zur Zürcher PR-Gesellschaft pflegen. «Auf diese Weise sind auch schon gemeinsame Veranstaltungen, zum Beispiel in Zug, zustande gekommen», so Herrmann. «Wir versuchen dafür zu sorgen, dass der Sog auch ein wenig in die andere Richtung geht.» (ba)

Sawi sucht angehende CIOs

Zum dritten Mal schreibt das Schweizerische Ausbildungszentrum für Marketing und Kommunikation, Sawi, den Diplomlehrgang zum Chief Information Officer aus.

Zum dritten Mal schreibt das Schweizerische Ausbildungszentrum für Marketing und Kommunikation, Sawi, den Diplomlehrgang zum Chief Information Officer aus.Der Kurs startet am 20. September 2000 und dauert bis zum 23. Juni 2001.Zum ersten Mal haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, nach bestandener Diplomarbeit und Prüfungen das Diplom Chief Information Officer (CIO) zu erwerben.
Ziel des Kurses ist es, die Veränderung der Märkte durch moderne Informationstechnologien darzustellen und die Teilnehmenden darin auszubilden, diese Technologien Gewinn bringend zu nutzen. Daraus sollen Wettbewerbsvorteile auf den Märkten der Zukunft resultieren. Vorgetragenes Expertenwissen wird in Workshops und Praxisübungen umgesetzt.
Als Vorbereitung auf die Kurse finden im Mai drei Informationsabende statt: am Mittwoch, 24. Mai, 19 Uhr in Zürich, am Donnerstag, 25. Mai, 19 Uhr in Biel und am Freitag, 26. Mai, 19 Uhr an der NSH in Basel. Weitere Auskünfte erteilt das Sawi unter der Telefonnummer 032 366 70 40. (ba)

Kopf der Woche: «Zusätzliche Werte kreieren, ohne bestehende aufzugeben»

Ulrich Bollmann: Burson-Marsteller Schweiz will heimische Qualität im internationalen Rahmen pflegen

Ulrich Bollmann: Burson-Marsteller Schweiz will heimische Qualität im internationalen Rahmen pflegenKopf der Woche «Zusätzliche Werte kreieren, ohne bestehende aufzugeben»
Er ist bereits seit Anfang 1999 CEO Schweiz bei der PR-Agentur Burson-Marsteller. Dass mit Ulrich Bollmann ein neuer Kapitän das Ruder in die Hand genommen hatte, fiel erst auf, als Dieter Jäggi bekannt gab, seinen Namen aus dem Logo zu eliminieren.
Die von Jäggi gegründete und vor zwei Jahren mit der Y-&-R-Tochter Burson-Marsteller international zusammengeschlossene Agentur soll auch nach aussen sichtbar ein vollwertiges Mitglied der weltweit führenden Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit sein.
«Wir kommen als national führende Unternehmung ins Hintertreffen, wenn wir den Kunden gegenüber nicht argumentieren können, dass wir auch im Ausland anbieten, was wir in der Schweiz machen», sagt Ulrich Bollmann.
Dieser Prozess des Einbindens in das weltweite Netz ging nicht als «Feuerwehrübung» über die Bühne, sondern sei ein in Teilen noch nicht abgeschlossener Prozess. «Wir wollen unsere erfolgreichen Werte weiter pflegen und sie durch den internationalen Rahmen ergänzen», formuliert der neue CEO sein Unternehmensziel. Als Geschäftsfelder definiert er Corporate Communications, Investor Relations sowie Healthcare/Biotechnologie, Public Affairs und Marketingkommunikation/Werbung. Dieser Kommunikationsansatz kommt auch darin zum Ausdruck, dass Burson-Marsteller sowohl dem BPRA als auch dem BSW angehört.
Die Einführung der Compact Disc für Philips in den 80er Jahren, die Umwandlung der alten Hoffmann-La Roche in die neue Roche-Holding-Struktur sowie später die ganze Kommunikationsbegleitung der Vereinigung Volksbank/SKA sowie die Umwandlung in Credit Suisse waren Mandate, auf die Bollmann nicht ohne Stolz hinweist.
«Das Change Management solcher Organisationen fasziniert mich», meint der PR-Mann. Solche langfristigen und komplexen Projekte sind für ihn heute dankbarer als die eher kurzfristige Arbeit als Journalist. Bis 1981 pendelte Bollmann bewusst zwischen den Fronten. Nachdem er 1974 als Leiter die Presse- und Informationsstelle der Unfalldirektoren-Konferenz aufgebaut hatte, wechselte er als stellvertretender Chefredaktor zur HandelsZeitung. Promoviert hat der Volkswirt 1972 zum Thema «Zehn Jahre Eurokapitalmarkt».
Bollmann hat seinen Hauptjob stets mit Nebenbeschäftigungen kombiniert. So war er lange Jahre Kommandant der Abteilung Presse und Funkspruch (APF), 1983 Gründungspräsident des Lions Club Zugerland und heute Mitglied des Verwaltungsrates der Luzerner LZ-Medien-Gruppe sowie VR-Präsident des Parkhotels in Zug und eines Weinhandelsunternehmens. Total schräg finden ihn aber seine vier Kinder, wenn der Alte ganz alleine snöben geht. Andreas Panzeri

CP Forum gründet Geschäftsstelle in München

Das Forum Corporate Publishing e.V. bezieht in München seine erste Geschäftsstelle.

Das Forum Corporate Publishing e.V. bezieht in München seine erste Geschäftsstelle.Geleitet wird sie von der 37-jährigen Petra Tewes, die zur Geschäftsführerin des Verbandes berufen wurde. Sie war bisher als Verbandsreferentin tätig.Sitz des Forums ist München. «Wir haben viele Mitglieder aus dem süddeutschen Raum», erklärt Tewes, «und auch die Gründung des Forums im vergangenen Mai hat hier ihren Ursprung.» Die mittlerweile sieben Schweizer Mitglieder sind aber nicht allein auf München als Treffpunkt angewiesen. Für spezifisch schweizerische Belange wie zum Beispiel Rechtsfragen organisiert der Verband auch Meetings in Zürich.
Die Geschäftsstelle wird Seminare und Workshops durchführen und regelmässig Studien in Auftrag geben, um für mehr Transparenz im Corporate-Publishing- Markt zu sorgen. «Ein wichtiges Anliegen ist uns auch das Werben um journalistische Qualität», ergänzt Petra Tewes, «diese gilt auch als Aufnahmekriterium für neue Mitglieder.» (ba)

Fax: Young & Rubicam zu WPP?

Die britische Werbegruppe WPP steht offenbar kurz vor der Übernahme von Young & Rubicam.

Die britische Werbegruppe WPP steht offenbar kurz vor der Übernahme von Young & Rubicam.Young & Rubicam zu WPP? Gespräche zwischen WPP-Chef Martin Sorrell und Y-&-R-CEO Tom Bell wurden zwar Mitte März erfolglos abgebrochen. Laut dem Londoner Independent ist WPP aber zuversichtlich, mit ihrem Angebot von vier Milliarden Dollar durchzukommen. Eine feindliche Übernahme sei nicht geplant, vielmehr wolle WPP das Management von Y&R überzeugen, dem Deal zuzustimmen. Kommt der Kauf zustande, überholt WPP den US-Riesen Omnicom als bisher grösste Werbegruppe der Welt.
UPC plant deutsches Pay-TV Der niederländische Telecomkonzern UPC will in den nächsten zwölf Monaten eine Pay-TV-Plattform in Deutschland etablieren. Dazu würden mehrere Milliarden D-Mark investiert, sagte UPC-Chef Mark Schneider der Financial Times Deutschland. Als Programmlieferant ist der Filmrechtehändler und TM3-Chef Herbert Kloiber im Gespräch.
3Com wechselt zu Lowe Lintas Der amerikanische Computerkonzern 3Com hat Lowe Lintas & Partners, New York, als neue Agentur ausgewählt. Die weiteren Teilnehmer am Pitch um das globale Budget, das um 40 Prozent auf 100 Millionen Dollar aufgestockt wurde, waren die bisherige Etathalterin FCB Worldwide, San Francisco, sowie Ogilvy & Mather und Young & Rubicam, beide New York. Die von 3Com unlängst als Spin-off-Firma freigesetzte Palm Division wird weiterhin von FCB betreut.
Konsumentenschützer greift US-Werber an Am Mittwoch erhielten die CEOs der zehn grössten US-Agenturen Post von Commercial Alert. Die vom Konsumentenschützer Ralph Nader gegründete Organisation ist der Meinung, Werbung besetze jeden wachen Augenblick der Bürger und erschlage sie förmlich. In dem Brief fragt Commercial Alert die Agenturen, ob ihnen eigentlich irgendein Bereich noch heilig sei.

Service: Argonauten legen in Langnau am Albis an

Die deutsche Webagentur Die Argonauten eröffnet am 1. Mai ihre Schweizer Niederlassung (www.argonauts.ch).

Die deutsche Webagentur Die Argonauten eröffnet am 1. Mai ihre Schweizer Niederlassung (www.argonauts.ch).Service Argonauten legen in Langnau am Albis an Die Argonauten, die zum Grey-Network gehören, sind in der alten Spinnerei in Langnau am Albis zu finden. Geleitet wird das neue Office von Managing Director Martin Bauer (zuvor Interactive Key Account Manager und Mitglied der Geschäftsleitung bei Digivision).
Active Agent mit neuen Partnern Der österreichische Online-Vermarkter Active Agent, seit Oktober 1999 in der Schweiz vertreten, hat zwei neue Gesellschafter gewonnen. Das Wiener Investmenthaus Global Equity Partners soll die Expansion nach Osteuropa finanziell unterstützen. Die Finanzholding BHS bringt ihre Tochterfirma IntegrAd ein. IntegrAd firmiert künftig als Active Agent Deutschland und vermarktet die E-Commerce-Plattformen Primus und Scout 24, an denen BHS beteiligt ist.
Internet Partner für Blue Window Blue Window, Internetprovider der Swisscom, überträgt die Vermarktung seiner Webangebote im Bereich Online-Werbung der Internet Partner AG. Dies erlaubt Blue Window, sich mehr auf Online-Marketingaktivitäten zu konzentrieren, etwa auf die PowerDeal genannten Kooperationen mit E-Commerce-Anbietern.

Aus dem Modeblatt wird Meyer’s

Ab 18. Mai wirbt das Modeblatt mit neuem Namen, mehr Aktualität und neuer Chefredaktorin um Leserinnen

Ab 18. Mai wirbt das Modeblatt mit neuem Namen, mehr Aktualität und neuer Chefredaktorin um LeserinnenVon Daniel Schifferle Ein neuer Name, mehr aktuelle Inhalte und ein frisches Layout: Das sind die Rezeptzutaten, mit denen das Modeblatt, das ab dem 18. Mai Meyer’s heisst, den Abwärtstrend im Lesermarkt stoppen will. Neue Chefredaktorin wird Silvia Aeschbach.
Sinkende Auflagen- und Reichweitezahlen, ein verstaubtes Image, zu wenig klar positioniert: Das Modeblatt hatte in den vergangenen Jahren einen schweren Stand im Markt. Zwar bekam das Heft Verbesserungen verordnet, aber nur häppchenweise. Eine Trendumkehr gelang damit nicht. Jetzt hat sich der Verlag Meyer zu einem umfassenden Relaunch entschieden. Das Resultat halten die Leserinnen erstmals mit der Ausgabe vom 18. Mai in den Händen.
Auffälligste Änderung ist der neue Name: . «Damit wollen wir uns von unserem verstaubten Image verabschieden», begründet Jürg Meyer, Chef des gleichnamigen Verlagshauses, den Wechsel, «Meyer’s tönt modern und verspricht Aktualität.»
Dies ist der andere wichtige Punkt, in dem sich das neue Meyer’s von der Vergangenheit abheben will. Einer Vergangenheit, in der die Heftinhalte zu beliebig und zu wenig von der Aktualität gesteuert waren. «Künftig werden wir die Themen bringen, die gerade bewegen», sagt Meyer, «denn nur ein aktuelles Medium wird auch regelmässig wahrgenommen.»
Neue Inhalte bei klassischer Frauenheftstruktur
Der neue Aktualitätsanspruch soll in allen Bereichen des Magazins sichtbar werden. Die Ressorts selber orientieren sich weiterhin am klassischen Aufbau der Frauentitel: Mode, Gesellschaft, Beauty/Wellness und Living. Mit mehr Service, mehr People, mehr recherchierten Geschichten und regelmässigen Homestorys soll ihre Attraktivität gesteigert werden. Moderner kommt auch das neue Layout daher. Dabei folgt Meyer’s dem aktuellen Trend im Zeitschriftendesign: klarer und übersichtlicher strukturiert sowie eine leichte Erhöhung des Bildanteils.
Die Neuorientierung beim Modeblatt geht einher mit einem Wechsel in der Chefredaktion. Silvia Aeschbach, vorher Ressortleiterin Gesellschaft bei Facts, löst Interimschefredaktorin Monica Congiu ab.
Aeschbach hat das inhaltliche Konzept des neu gestalteten Heftes erarbeitet. Für den visuellen Auftritt zeichnet Brigitte Meyer verantwortlich. Auch sie, wie zwei weitere Redaktionsangestellte, wurden von Facts abgeworben. Damit unterstreicht Meyer’s seinen neuen Newscharakter.
Der Relaunch wird im Mai und Juni mit einer aufwändigen Kampagne von Lesch + Frei begleitet. Dazu gehören TV-Spots, Plakate, Tramdispenser und POS-Massnahmen. Verstärkt werden auch die Aktivitäten für den Kioskverkauf, ein vom Modeblatt bisher stiefmütterlich behandelter Absatzkanal. Nur gerade zwei Prozent der Auflage gehen heute im Einzelverkauf weg.
Die lautere Präsenz am Kiosk zielt aber nicht nur auf zusätzliche Einzelverkäufe, sondern auf eine Verbesserung des Images schlechthin. Jürg Meyer: «Eine Zeitschrift, die den Anspruch auf Aktualität erhebt, muss im Markt auch sicht- und spürbar sein.»

Umrundung geschafft

Verbund der Zürichsee-Zeitung bedient jetzt beide Seeufer (fast) flächendeckend

Verbund der Zürichsee-Zeitung bedient jetzt beide Seeufer (fast) flächendeckendVon Daniel Schifferle Mit dem Zuzug der March Höfe Zeitung hat der Zeitungsverbund der Zürichsee-Zeitung die Seeumrundung beinahe geschafft. Massvolle Preispolitik und überlegtes Vorgehen sollen Inserenten und Leser dieses Mal halten.
Ein kleiner Schritt bei der Auflage, ein grosser im Anzeigenmarkt: Die Integration der March Höfe Zeitung (MHZ) in den Verbund der Zürichsee-Zeitung (ZSZ) ermöglicht Inserenten ab dem 3. Mai, erstmals das gesamte Gebiet rund um den See mit einer einzigen Anzeige abzudecken. Zu diesem Zweck übernimmt die Zürichsee Medien eine Minderheitsbeteiligung an der MHZ, erhöht deren Erscheinungsweise auf sechs Mal wöchentlich und baut den Titel in Umfang und Erscheinungsbild aufs Niveau der bestehenden Verbundstitel aus.
«Damit geht ein alter Traum in Erfüllung», sagt Luzi Bernet, Chefredaktor der Zürichsee-Zeitung, «wir sind jetzt rund um den See präsent.» Jost Kessler, Anzeigenleiter der Publicitas Stäfa, freut sich darüber, dass die bisherige Abdeckungslücke endlich beseitigt ist. «Erst jetzt haben Detailhandel und Gewerbe die Möglichkeit, auch wirklich ihr gesamtes Einzugsgebiet zu erreichen», sagt Kessler. Zudem steige die Attraktivität für nationale Werbung.
Verschärftes Gerangel mit der Südostschweiz
Die Stärke der fünf Verbundtitel liegt aber nach wie vor im regionalen Bereich. Das spiegelt sich auch im Inhalt. «Wir verteilen die lokalen und regionalen Informationen auf sämtliche Bünde», sagt Kessler, «und garantieren so unseren lokalen Inserenten Aufmerksamkeit in jedem Teil der Zeitung.» Das ist wichtig, denn nach wie vor kommen die Inserenten der Verbundtitel hauptsächlich aus dem regionalen Raum.
Mit der Einbindung der MHZ verschärft der Zürichsee-Zeitungsverbund die Konkurrenz zum Kopfblattsystem der Südostschweiz, die im selben Gebiet mit den Kopfblättern March-Anzeiger und Höfner Volksblatt um Leser und Inserenten kämpft. Ein regelrechtes Zerwürfnis mit der Südostschweiz kann sich Kessler aber nicht vorstellen. «Dafür läuft unser gemeinsames Pressekombi 27 viel zu gut», sagt er, «dort werden wir zusammenbleiben.»
Auflagemässig steigt die Gesamtausgabe des Zeitungsverbundes lediglich um 4044 auf 50787 Exemplare. Falls überhaupt, denn ob die bisherigen Abonnenten der MHZ auch nach der Integration bei der Stange bleiben, ist noch alles andere als sicher. Die herben Enttäuschungen beim Start des ZSZ-Verbundes im Oktober 1997 sind noch nicht vergessen. Als das Blatt aus seinen rechtsufrigen Stammlanden nach Süden und an das linke Seeufer ausbrach, machten sich Leser und Inserenten in Scharen davon.
«Wir waren schlecht vorbereitet», sagt Erland Herkenrath, Geschäftsleiter der ZSZ, «hatten uns zu wenig auf die Bedürfnisse in den einzelnen Gebieten eingestellt.» Das ist jetzt anders: Die lokalen Behörden wurden frühzeitig einbezogen und informiert. Auch mit den Abonnenten der MHZ geht man sensibler um: Sie erhalten ihr Blatt bis Jahresende zum alten Preis. Danach wird er von heute 129 auf 198 Franken angehoben. Wer das aber nicht mitmachen will, kann sich das Blatt auch danach wie bisher drei Mal wöchentlich ins Haus liefern lassen. Ein Rezept, das sich auch bei den anderen linksufrigen Titeln bewährt hat und zu Optimismus Anlass gibt.
Eine Zeitung unterwirft sich (noch) nicht
Die neue Zuversicht vermag auch der letzte kleine Makel nicht zu trüben. Ganz hat der ZSZ-Verbund doch noch nicht gesiegt. Der Thalwiler, das Lokalblatt an der Zürcher Stadtgrenze, hat alle Angriffsversuche bisher erfolgreich abgewehrt. Doch mit wirklicher Unabhängigkeit hat das längst nichts mehr zu tun. «Ohne Inseratekombi mit der ZSZ wäre der Thalwiler nicht überlebensfähig», ist Erland Herkenrath überzeugt, «und er hat ein Qualitätsproblem.» Es sei deshalb nur noch eine Frage der Zeit, bis auch er dem Verbund einverleibt ist.
Rund um den See zum alten Preis

Mit der Integration der ab 3. Mai ebenfalls sechs Mal wöchentlich erscheinenden March Höfe Zeitung (MHZ) können Inserenten in der Gesamtausgabe der Zürichsee-Zeitung (ZSZ) mit einer Anzeige das ganze rechte und linke Seeufer bewerben. Und das zum alten Preis bis Ende Jahr. Für die Bewerbung nur der Oberseeregion steht neu das Modul «Linth-Zeitung/MHZ» zur Verfügung, für das linke Seeufer das Modul «ZSZ linkes Ufer/MHZ».

get_footer();