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Verstärkung aus Schweden
Die PubliGroupe steigerte ihren Jahresgewinn 1999 dank Joint Venture um 103 Prozent
Die PubliGroupe (mit französischem «e» geschrieben: Lausanner Hauptsitz oblige …) kauft 20 Prozent der Aktien der Planit Media in Malmö. Gleichzeitig wurde die Übernahme der Zeitungsdatenbank der PPN durch Planit Media vereinbart, ebenso der Einsatz des PPN als Verkaufsagentur für die Angebote der Planit Media.
Planit Media wurde vor drei Jahren gegründet. Sie bietet – über die Basisplattform www. planitmedia.com – Werbeagenturen, Mediaagenturen und Verlagshäusern Preise und Daten von mehr als 39000 Zeitschriften an. Das Angebot wird von mehr als 4000 Abonnenten in 64 Ländern genutzt. Zur Zeit wird an neuen Datenbanken gearbeitet, die Zusatzinformationen über Zeitungen, Online-Werbung, Ausstellungen und Aussenwerbung enthalten sollen.
Das Abkommen mit PubliGroupe ermöglicht Planit Media den Zugang zu den PPN-Zeitungsdaten. Gleichzeitig sichert sie sich die Marktpower der PPN, die mit ihren 52 Gesellschaften den Werbeverkauf von 2000 Printmedien betreuen und einen Jahresumsatz von 423 Millionen Franken erarbeiten. Kein Wunder, verspricht sich Planit-Media-Chef Colm Barry von der neuen Zusammenarbeit grossen Erfolg. Welches aber ist das Interesse der P an dieser schweizerisch-schwedischen Verlobung? «PPN sieht im Zusammengehen mit Planit Media eine zusätzliche Dienstleistung für seine Werbekunden und Agenturen sowie eine zusätzliche Marktpräsenz für seine Vertretungstitel», erläutert CEO Hans-Peter Rohner.
Geschäftsabschluss 1999 mit verdoppeltem Reingewinn
Indessen ist die PPN nicht die einzige P-Abteilung auf Expansionskurs: Sämtliche Geschäftsbereiche sind zurzeit am Wachsen. Es erstaunt nicht, dass Generaldirektor Jean-Jacques Zaugg an der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz in Lausanne ein äusserst zufriedenes Gesicht zeigte.
Immerhin konnte 1999 der Konzerngewinn um 103 Prozent auf 156 Millionen Franken gesteigert werden, was den höchsten Profit in der Unternehmensgeschichte bedeutet (Konzernumsatz 2,31 Milliarden Franken). Deshalb beantragt der Verwaltungsrat, den Aktionären eine Dividende von 25 Franken auszuzahlen (plus 108 Prozent). Und weil dieser Antrag von den Aktionären genehmigt werden muss, darf erwartet werden, dass er angenommen wird …
«Alle Geschäftsbereiche der Gruppe haben ihre Marktanteile und ihre Produktivität gesteigert», betonte Zaugg. Ein gutes Zeichen für die Printmedien: Auch das Stammgeschäft – der Handel mit Inseraten – trug zum verbesserten Ergebnis bei. Insbesondere bei den Stellenanzeigen blühte das Geschäft.
PubliGroupe nimmt Abschied von den Plakatwänden
Dennoch ist das Glanzergebnis 1999 zu einem guten Teil auf ausserordentliche Finanzerträge (Verkauf von Immobilien und Beteiligungen) zurückzuführen, die diesmal 113 Millionen Franken erreichten (plus 195 Prozent). Insbesondere hat die PubliGroupe ihren 30-Prozent-Anteil an der APG Holding (Allgemeine Plakatgesellschaft) veräussert. Damit hat die PubliGroupe von ihrem jahrelang gehegten Traum Abschied genommen, im Plakatgeschäft Fuss zu fassen.
Dabei hätte ein Schulterschluss mit der APG prima vista durchaus Sinn gemacht: Die starke Position der PubliGroupe im Bereich Printmedien und das Know-how der APG in der Aussenwerbung hätten es erlaubt, einen noch süffigeren Medienmix anzubieten. Doch die APG wollte nichts von einem Zusammengehen mit der PubliGroupe wissen und wählte stattdessen die Rückendeckung durch den französischen Plakat-Marktleader Decaux. «Für uns war der Verkauf unserer Beteiligung die logische Folge daraus», heisst es im P-Hauptquartier. Allerdings dürfte der Abschied von den Plakatwänden den P-Leuten nicht ganz leicht gefallen sein.
Gute Wetterprognosen für das angebrochene Jahr
Reichlich Sonnenschein wird auch im laufenden Jahr erwartet. Das Geschäft laufe in allen Sparten rund, hiess es in Lausanne, sodass das hohe Niveau von 1999 trotz erheblicher Investitionen vor allem im Bereich Online gehalten werden sollte. Bei PubliGroupe erwartet man – «konjunkturelle Einbrüche vorbehalten»! – einen Betriebsgewinn in der Höhe von rund 85 Millionen Franken sowie ausserordentliche Erträge aus dem Verkauf von Immobilien im Wert von etwa 70 Millionen Franken.
Damit nicht nur die Aktionäre, sondern auch die Mitarbeiter ihre helle Freude an einem weiteren Börsenhöhenflug der P-Aktien haben können, möchte die PubliGroupe ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Kapital beteiligen. Zu diesem Zweck wird der Generalversammlung die Schaffung eines bedingten Kapitals (zwei Prozent des Aktienkapitals) beantragt. Das Personal sollte Anteilscheine zu Vorzugskonditionen erwerben können.
Börsengang der Real Media Inc. mit Unbekannten
Was den unlängst angekündigten Börsengang der Online-Gruppe Real Media Inc. in New York betrifft, an der die PubliGroupe neuerdings 70 Prozent des Kapitals hält, wurden in Lausanne – mit Blick auf die derzeitigen Börsenturbulenzen und die strenge amerikanische Börsengesetzgebung – wenig Angaben gemacht.
Die P-Manager beschränkten sich auf die Versicherung, das Going public sei für Mai vorgesehen, die Konditionen aber noch nicht klar festgelegt. Es folgte die Präzisierung, wonach rund 15 Prozent des Aktienkapitals zum Verkauf ausgeschrieben werden. Wobei man offenbar einen Erlös von rund 80 Millionen Dollar erwartet (oder erhofft). Nach dem Börsengang sollte der Anteil der PubliGroupe von 70 auf 52 Prozent zurückgehen. «Wir wollen aber die Mehrheit behalten», fügte Zaugg an.
P wie «pedeckt»
Wie schön ist dies doch formuliert: «PubliGroupe unterstützt Initiativen von Verlagshäusern, die sich auf der Suche nach industriellen und redaktionellen Synergien in Verlagsgruppen zusammenschliessen, mit dem Ziel, in ihrer Region fest verankert und wirtschaftlich solide zu sein», war an der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz in Lausanne zu vernehmen. Und als Beweis dafür, dass schönen Worten auch Taten folgen können, wurde an die guten Dienste seitens der P beim Zusammenführen der beiden verkrachten Neuenburger Zeitungen L’Express und L’Impartial erinnert.
Nun beteiligt sich also PubliGroupe mit 35 Prozent auch an der Vogt-Schild AG, dem Verlag der Solothurner Zeitung. Ist dies ein Schritt hin zur grossen Strukturbereinigung zwischen Bern und Zürich? Und falls ja, wie könnte eine solche in den Augen der P-Männer aussehen? Auf diese Frage der WerbeWoche gibt sich PubliPresse-Chef Ernst Grab bedeckt. Ja, er glaube an die Notwendigkeit von Synergien in dieser Region, räumt er ein … aber es gebe sehr viele unterschiedliche Modelle, wie eine Kooperation zu bewerkstelligen sei. Nun – das hatten wir eigentlich schon selber erraten!
Hexameter für Flugreisende
In den USA bessern Grossunternehmen mit Gedichtbänden ihr literarisches Image auf
Die während eines Monats auf allen internationalen AA-Flügen verteilte Anthologie «Songs for the open Road: Poems of Travel & Adventure» enthält 90 Gedichte von 50 Dichtern. Darunter solche von namhaften Grössen aus Vergangenheit und Gegenwart wie Walt Whitman, Emily Dickinson, William Butler Yeats, James Joyce, Elizabeth Bishop und E.E. Cummings. Herausgegeben wird das Buch von der Nonprofit-Organisation American Poetry and Literacy Project in Washington. Die Organisation wurde vom Nobelpreisträger Joseph Brodsky gegründet mit dem Ziel, Dichtung unter die Leute zu bringen.
AA ist nicht die erste Firma, die sich für Dichtung interessiert. Die Eisenbahngesellschaft Amtrak, die Hotelkette DoubleTree Hotels und die Supermarktkette Safeway haben kürzlich dasselbe Buch an ihre Kunden verteilt. Vergangenes Jahr legte VW 40000 Exemplare in die Handschuhfächer ihrer neuen Autos. Daimler Chrysler sponserte 1999 fünf Dichterlesungen und gab einen eigenen Band mit Gedichten der beteiligten Autoren heraus. Weitere Firmen wie die Telefongesellschaft AT&T und die Krankenversicherung Blue Cross haben in jüngster Zeit statt Unternehmensberater Dichter zu Vorträgen für ihre Manager eingeladen.
Ein Flight Attendant sorgte sich um die Lektüre der Passagiere
Auf die Idee, die «Songs for the open Road» auf AA-Flügen zu verteilen, kam der Flight Attendant Eric W. Bergman aus Chicago, weil Passagiere oft um Lesestoff bitten. Er hatte von den Aktionen der Nonprofit-Organisation gehört und schlug sie seinen Vorgesetzten vor. Schliesslich ist der Gedichtband, von dem AA 100 000 Exemplare verschenken will, speziell auf Reisende zugeschnitten: «AA ist die erste Fluggesellschaft, die den Band verteilt. Wir freuen uns sehr darüber, dass er auf internationalen Flügen vergeben wird, weil er Lyrik aus der ganzen Welt enthält», so Andrew Caroll, Direktor des American Poetry and Literacy Project.
AA und die meisten anderen Firmen erhalten die Bücher gratis und übernehmen nur die Distributionskosten. Zwar mag es merkwürdig erscheinen, dass eine kleine Nonprofit-Organisation Bücher an grosse Firmen spendet, doch Andrew Caroll ist zufrieden. Sein Ziel besteht darin, dass der Gedichtband in jedem Hotelzimmer in Amerika aufliegt, wozu er aber die Hilfe etablierter Firmen braucht.
Laut Caroll verhalten sich Firmen gegenüber der Aktion zuerst oft ablehnend, willigen dann aber doch ein, es im kleinen Rahmen auszuprobieren. «Normalerweise ist die Begeisterung der Kunden so gross, dass wir kaum mit den Bestellungen nachkommen.»
Aufgefallen: Eigentlich hätte ich dieses Sujet gerne vor Ostern gebracht mit dem Hinweis auf erfolgreiches Eiersuchen oder wohl besser «Eiertütschen».
AufgefallenEigentlich hätte ich dieses Sujet gerne vor Ostern gebracht mit dem Hinweis auf erfolgreiches Eiersuchen oder wohl besser «Eiertütschen». Aber da Feiertage in der Regel nur halb so schnell in Vergessenheit geraten, wie ihre Ankündigun
Was für ein Bild! Klassischer kann man einem wirklich nicht zwischen die (Oster-)Eier treten, und erst noch von hinten. Ein Blickfang der ersten Garde – auf jeden Fall bei den männlichen Redaktionsmitgliedern der WerbeWoche, denn alle, die es sahen, reagierten darauf mit einem spöttischen oder einem mitfühlenden Kommentar. Man unterhielt sich allerdings eher über die Qualität dieses Schnappschusses – ich nehme mal nicht an, dass dieses Sujet speziell inszeniert worden ist – als über den allfälligen Auftraggeber. Ja, wofür wird denn hier eigentlich geworben? Für eine Fussballversicherung oder für Fielmann-Brillen? Weit gefehlt. Es geht um eine Online-Stellenvermittlung, was aber auch beim Lesen der Copy noch unklar ist. Sie lautet: «At the wrong time in the wrong place in the wrong job?» Übersetzt heisst das etwa so viel wie: Beim Fussballspiel darf man keinen Gegner zwischen die Beine treffen, aber sonst schon. Nicht?
O.K. Ich suche zu weit. Ich bin mir aber trotzdem sicher, dass diese Anzeige ihr Ziel nicht erreicht. Sie fällt zwar auf, schafft aber keinen positiven Bezug zum eigentlichen Produkt. Und auf Ostern freuen wir uns doch jedes Jahr wieder. Chandra Kurt
Kolumne
Grossmutter aller Werber Von Simon Freiburghaus
Die Muba ist schwanger und hat nichts anzuziehen. Bitte, bitte besucht die arme Mutter und schenkt ihr wenigstens ein paar Batzen Eintritt. Und da bietet dann das VBS an seiner Sonderschau mindestens eine nackte Kanone oder so. Für die Kinder gibts den Schiess-Simulator und eine geheime Stabsübung zum Ausmalen, wahlweise dürfen Bundesräte ins Jenseits befördert werden. Weiter lädt die Mutter aller Messeankündigungsanzeigen «zum kulturhistorisch interessanten Streifzug durchs Land des Sambas» (Originalzitat). Darunter muss man sich wahrscheinlich Ähnliches vorstellen wie unter der Summertime-Modeschau, wo hautnah (sic!) erlebt werden kann, was Prêt-à-porter ist.
Es besteht kein Zweifel, der Avedon’sche Akt wirkt effektiv im eigentlichen Sinn des Wortes Effekt. Nur Solothurner, Luzerner und andere katholische Sittenwächter wollen das Rad der Zeit anhalten und ihren Mitbürgern ersparen, was anderenorts zu sehen ist. Aber bitte, was ist schon dabei? Schliesslich benötigte auch das neue Cash einen ausgezogenen Mann. Wäre dies eine Schwangere gewesen, hätte man immerhin die Headline von der Mutter aller Wirtschaftszeitungen texten können. Was dann allerdings wieder eine alte Tante kompromittiert hätte.
So gäbe es noch manches Beispiel einer gelingenden Analogie mit einer werdenden Mutter, die zwecks Aufmerksamkeit nichts anzuziehen hat. Wie wärs mit der Mutter aller Senftuben? (Etwas blau am Gesäss.) Der Mutter aller Turnschuhe? (Mit drei Schwangerschaftsstreifen.) Oder der Mutter aller Bundesordner? (Mit Piercing im Intimbereich.) Und demnächst untersuche ich, was daraus wurde – ist ja auch immer wieder nett anzuschauen, Werbung mit Babys (neugeboren, der neueste …).
Sprachbeobachter
Der violette Nachttischlampenfisch
Auf dem Heimweg vom Strand beginnt Rikki alle Fische aufzuzählen, die er morgen mit seinem kleinen Netz fangen will: «En Betonfisch und en Autofisch, und en Baumfisch, en Meerfisch, en Sternefisch …»
«Und en Mondfisch», mache ich mit.
«Ja, Mondfisch. Und Himmelfisch!»
«Und Augefisch.»
«Jaa. Und Nasefisch!»
«Armfisch.»
«Chinderwagefisch!»
«Tischfisch.»
«Ja, Tischfisch. Und Fantafisch!»
«Spritefisch.»
«Cocacolafisch!»
«Kioskfisch.»
«Und im Restaurantfisch!»
«Suppefisch.»
«Ja, Suppefisch, und Spaghettifisch und Pommesfritesfisch, Erbslifisch, Fleischfisch …»
«Und Fischfisch.»
«Sunnefisch!»
«Näi, Esrägnetfisch.»
So geht es weiter, bis wir im Bett liegen:
«Sockefisch.»
«Radiofisch!»
«Computerfisch.»
«Und Pyjamafisch. Und Füdlifisch!»
«Pamperlifisch.»
«Ja, Pamperlifisch. Und Furzfisch!»
«Und en Nachttischlampefisch.»
«Jaa! Und Liechtfisch!»
«Schön, Liechtfisch. Und Bettfisch.»
«Und Teppichfisch, näi, en grüene Teppichfisch!»
«Und en rote?»
«Ja, en rote. Und en violette Teppichfisch!»
«Und was no?»
«En blaue. Und Bodefisch und Wandfisch und Fänsterfisch und Allesfisch.»
«Und Vorhangfisch.»
«Warum Vorhangfisch? Tata, hey, warum Vorhangfisch …?»
Er gähnt und schläft bald ein. Am nächsten Morgen schlägt er die Augen auf und sagt:
«Duu, Tata? Pingpongfisch …»
Der Tag beginnt.
Beat Gloor, www.textcontrol.ch
Korrekturen an schiefen Bildern
WerbeWoche-Korrespondent Christophe Büchi hat den «Röstigraben» zugeschüttet
Zur Sprache kommen im Buch die historische Entwicklung der kulturellen Spaltung, heutige Divergenzen in der Europapolitik sowie die Probleme der Westschweizer mit der Übermacht der wirtschaftlichen Entscheidungszentren in Zürich. Umgekehrt ortet Christophe Büchi mangelndes Interesse der Deutschweizer am Welschland, das viele nur vom Besuch des Autosalons oder von Weinreisen kennen.
In seinem Œuvre zeigt Christoph Büchi mit vielen erhellenden Zitaten – von Gottfried Keller bis zur NZZ –, dass das Verhältnis zwischen den beiden Landesteilen von wechselhaften Phasen geprägt war und ist: einmal geeint in Verbundenheit, dann wieder in Misstrauen entzweit. Für Büchi ist nicht bemerkenswert, dass es Spannungen gibt, sondern dass es nicht noch mehr Spannungen gab.
Der Autor legte seine Maturprüfung in Gossau ab, studierte anschliessend Philosophie und politische Wissenschaft in Fribourg und Lausanne. Büchi war Assistent an der Uni Lausanne und wurde 1996 am Genfer Buchsalon mit dem Prix Jean Dumur ausgezeichnet. Andreas Panzeri
Christophe Büchi, «Röstigraben» – Das Verhältnis zwischen deutscher und französischer Schweiz. Geschichte und Perspektiven». Verlag der Neuen Zürcher Zeitung, 336 Seiten, ISBN 3-85823-812-0
Frisch geriebener Sbrinz
Hug, von Moos & Dorfmüller stellt den Hartkäse neu auch in ein trendiges Umfeld
Printmedien im Stellenboom
Inseratestatistik von Schweizer Presse und VSW im März: Kommerzanzeigen entwickelten sich unterschiedlich
Erfreulich schnitten auch die kommerziellen Inserate ab. Gesamtschweizerisch legten sie um 4,5 Prozent zu. Allerdings verteilen sich die Gewinne sehr unterschiedlich auf die einzelnen Landesteile und Titelkategorien. Mit einem Plus von 11,2 Prozent hatte die Westschweiz dieses Mal die Nase vorn, vor dem Tessin (plus 3,3 Prozent) und der Deutschschweiz (plus 2,1 Prozent). In der deutschen Schweiz waren es zudem einmal mehr die auflagestarken Zeitungen (über 50000 Exemplare), die absahnen konnten, während die mittelgrossen und kleinen Titel sogar ein Negativwachstum auswiesen. Auch innerhalb der Zeitungsgruppen sind die Unterschiede enorm und reichen vom Spitzenreiter Blick mit einem Plus von 27,4 Prozent bis zur Basler Zeitung, die einen Verlust von 6,1 Prozent einfuhr.
Ein ähnlich differenziertes Bild zeigt sich bei den Wochenzeitungen. Zwar liegt das Gesamtergebnis in allen drei Landesteilen mit zwischen 11 und 13,2 Prozent plus deutlich über dem Vorjahresresultat. Auf die einzelnen Titel heruntergebrochen zeigen sich aber sowohl ausserordentliche Gewinner (Finanz und Wirtschaft plus 39,9 Prozent, Cash plus 24,4 Prozent) wie auch Verlierer (SonntagsZeitung minus 8,3 Prozent).
Einen hervorragenden März erlebten die Zeitschriften. Sie legten in der Deutschschweiz um 21,2 Prozent zu, und auch in der Romandie betrug ihr Inseratewachstum noch 6,3 Prozent. Mehr Geld verdient haben die Printmedien im März auch dank einer stark erhöhten Nachfrage nach vierfarbigen Anzeigen: Bei den Zeitschriften betrug ihr Zuwachs 22,1 Prozent, bei den Zeitungen sogar 31,5 Prozent.
Der Publicitas-Index der Werbeausgaben in der Tagespresse reflektiert die positive Gesamtentwicklung mit einer Zunahme um 1,7 Punkte auf 127,9 Punkte. Neben einer positiven Tendenz im nationalen Markt trügen nun zunehmend auch die Werbe-Investitionen in den lokalen Märkten zur Stärkung bei, schreibt die Publicitas. Daniel Schifferle
Ausserdem: Fritz Schuhmacher ist zum VR-Vizepräsident der Basler Mediengruppe (BMG) ernannt worden.
Ausserdem Fritz Schuhmacher ist zum VR-Vizepräsident der Basler Mediengruppe (BMG) ernannt worden. Der Advokat und Treuhänder ist damit zur Nummer 2 hinter BMG-Chef Matthias Hagemann aufgestiegen. Er hält VR- und andere Mandate bei der PubliG
Killian Gasser, zuvor bei Facts Gebietsverkaufsleiter, kehrt im Mai nach einem Abstecher zu HBH Communications als Anzeigenleiter zum Infomagazin zurück. Gasser löst Roger Knabenhans ab, der künftig den Globi-Verlag leiten wird.
Nach 22 Amtsjahren tritt der Luzerner Verkehrsdirektor Kurt H. Illi per Ende Jahr zurück. Sein Nachfolger, der 39-jährige Mario Lütolf, arbeitete zuletzt bei Swisscom.
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Auf 1. Juli tritt Jean-Marc Hensch als Partner und Direktionsmitglied bei Farner PR und Consulting ein. Der 40-jährige Jurist und PR-Berater wird den Bereich Financial & Investor Relations leiten und den internationalen Bereich ausbauen. Die 40-jährige Jacqueline Moeri, Partnerin bei Farner PR, ist zur stellvertretenden Direktorin ernannt worden.
Per 15. April hat Richard Simpson die Stelle von Max Gurtner als Chef Investor Relations bei Roche eingenommen. Zuvor war Simpson bei Roche Marketing-Training-Manager.
Zum Gesamtverantwortlichen bei Impiric, Jörg Rindlisbacher, und Managing Director Thomas Biedermann stossen neu Martin Lange (Customer Relationship Management), Eugen Brunner (Event & Promotion) sowie Pius Sidler (Business Developments) in die Geschäftsleitung.
Neubesetzung bei Matter & Partner
Drei Monate ist es her, seit Daniel Matter, Erich Baumgartner und die Wirz Partner Holding die Zürcher Agentur Matter & Partner übernommen haben.
BaZ mit Stellefant
Ein später Alpha-Effekt in der Nordwestschweiz
Stelleninserate sind ein lukratives Geschäft. Wer Stellensuchende attraktiver umwirbt, profitiert noch mehr von der sprudelnden Einnahmequelle. Das hat auch die Basler Zeitung erkannt und lanciert am kommenden Samstag ihre eigene Stellenzeitung. Stellefant, so der etwas exotisch klingende Namen der neuen Wochenendbeilage, ist laut Projektleiter Daniel Fasnacht eine «völlig willkürlich gewählte Wortkomposition, welcher der Elefant als Sympathieträger eine liebenswürdige Note verleiht».
Die beiden Haupttrümpfe der neuen Wochenendbeilage: ein ausgebauter Serviceteil und eine übersichtliche Rubrifizierung der Inserate. Auf mindestens vier redaktionellen Seiten kommen verschiedenste Themen aus der Arbeitswelt zur Sprache.
Den Auftakt macht eine aktuelle Bildgeschichte, auf der zweiten Seite beantwortet eine Spezialistin für Arbeitsrecht Leserfragen. Die dritte Seite vermittelt Anleitung zu verschiedenen relevanten Bereichen: von Tipps zum richtigen Abfassen einer Bewerbung über Informationen zur Wahl der Arbeitsbekleidung bis hin zum korrekt geführten Spesenblatt. Und natürlich sollen die Lesenden auch schmunzeln dürfen. Dafür ist die letzte Seite reserviert mit Tratsch und Knatsch aus der Businesswelt sowie einem regelmässigen Cartoon.
«Redaktorinnen und Redaktoren der Basler Zeitung bürgen für eine hohe journalistische Qualität dieser Gefässe», betont Projektleiter Daniel Fasnacht. Aber auch für reine PR-Artikel ist eine Seite reserviert. Unter der Überschrift Firmenporträt können sich Unternehmen auf einer ganzen oder einer halben Seite zum Tarif von 10000 beziehungsweise 6000 Franken darstellen lassen. Dafür kommen allerdings nicht eigene, sondern freie Journalisten der Publicitas zum Einsatz.
Vorwärts im nationalen Stellenmarkt
Neben dem Bündel redaktioneller Inhalte erhalten die Stellensuchenden im Stellefant vor allem mehr Übersicht geboten. Anstelle der beiden einzigen bisherigen Rubriken Kaderstellen und Stellenangebote teilt sich die Samstagsbeilage in nicht weniger als neun Rubriken: Kader, Kaufmännisches, Verkauf, Marketing/Kommunikation, Informatik, Finanzen, Technik/Gewerbe/Industrie, Soziales/Medizin und Weitere Stellen.
Der Stellefant entspricht laut Daniel Fasnacht einem «lange und vielfach geäusserten Wunsch aus dem Kreis der Stellenvermittler». Mit seiner Verwirklichung hofft nun Fasnacht auf eine Gegenleistung: «Wir möchten künftig ebenfalls am nationalen Stellenmarkt partizipieren», sagt Fasnacht.
Der Basler ZürichExpress kommt auf jeden Fall
Das neue Zeitungsprojekt der Basler Mediengruppe (BMG) liegt dem Vernehmen nach und abgesehen von den Boxenstandorten praktisch pfannenfertig bereit.
Auf der Anzeigen-Ebene wappnet sich die BMG – mit einem Kombi mit dem Tagblatt für die Stadt Bern, BTM (Berner Tagblatt Medien) und dem ZürichExpress (TA-Media). Die Titel sind mit einem Prospektbeilagen-Kombi bereits verbunden.
Das neue Kombi steht noch nicht, doch wegen der Gefahr aus Zürich ist es in greifbare Nähe gerückt. Sinn würde es dann machen, wenn auch BMG und BTM ein tägliches Gratisblatt wie den ZürichExpress verteilen. Der Umbau in Basel sei vor diesem Hintergrund zu sehen, bestätigt Meyer.
In Bern hat die Stadt die Publikation der amtlichen Anzeigen ausgeschrieben, was praktisch unabhängig vom Submissions-ausgang in der dortigen Gratistitellandschaft eine Bereinigung zur Folge haben wird.
Nebenbei: Der ZürichExpress hat sich in Basel, Bern, St. Gallen und Luzern die Namen BaselExpress, BernExpress etc. schützen lassen. Vielleicht dürfen die neuen BMG- und BTM-Titel diese Namen dereinst übernehmen. Bei einem Kombi würde dies durchaus Sinn machen… (mk)
Muse & Musse: Thomas Hug
Muse & Musse Thomas Hug Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?Thomas Hug: Jeannette’s Welcome-Home-Party, weil sie kürzlich aus Chile zurückgek
Thomas Hug: Jeannette’s Welcome-Home-Party, weil sie kürzlich aus Chile zurückgekehrt ist.
Was lesen Sie gerade und warum?
Hug: «REM» von Michael M. Smith. Weil das die Zukunft ist.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Hug: Tom Temper & Suki Sky, «Volume 1».
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen und warum?
Hug: «Magnolia». Weil das die Realität ist.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Hug: Bei meiner Lieblingssendung «Big Brother».
Welche ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Hug: Das Intro von www.wall
paper.com
Liebe ist …?
Hug: Biologie.
