Aufgefallen: Liebe Hermès Communication.
Es ist schön zu wissen, dass Ihr das Virgin-Cola-Budget betreut. Schön auch, dass Ihr mit Virgin-Anzeigen ganze Seiten füllen dürft.
Es ist schön zu wissen, dass Ihr das Virgin-Cola-Budget betreut. Schön auch, dass Ihr mit Virgin-Anzeigen ganze Seiten füllen dürft.Aufgefallen Liebe Hermès Communication. Schade nur, dass Ihr bei der Kreation nicht etwas progressiver vorgegangen seid. Das kann natürlich zwei Gründe haben: Entweder musstet Ihr dieses Inserat für den deutschsprachigen Raum adaptieren (dann hätte ich vielleicht den Agenturnamen weggelassen), oder der Konsum von Virgin Cola weckt Gedanken, die alles andere als jungfräulich sind. Ich habe mir mal sagen lassen, dass ein Mann nicht genügend Frauen von ihrer Jungfräulichkeit befreien kann oder dass gewisse männliche Zeitgenossen keine Frau heiraten, die nicht mehr ganz unberührt ist – obschon diese Männer selber gar nicht mehr wissen, wann sie ihre «Unschuld» verloren haben. Aber da moderne Frauen gelernt haben zu nehmen, was ihnen Spass macht, kommt natürlich der eine oder andere Jungfrauenjäger zu kurz – beziehungsweise zu spät. Und diese wachsende Zielgruppe scheinen Sie, liebe Hermès Communication, für die Virgin-Produzenten ins Visier gefasst zu haben. Denn Sie verkaufen endlose am Laufmeter produzierte Jungfräulichkeit. «Baywatch»-süchtige Jungs, die es in ihrer Fantasie gerne mal mit Pamela Anderson treiben würden, kommen ihrem Wusch beim Öffnen einer Virgin-Cola-Flasche etwas näher. Mir persönlich ist die Lust deutlich vergangen, einen Schluck daraus zu trinken, geschweige denn eine Flasche zu öffnen. Denn eine Bikiniträgerin zu entjungfern, steht bei mir nun wirklich nicht an oberster Stelle.
Mit ganz anderen als jungfräulichen Grüssen, Ihre Chandra Kurt
Sprachbeobachter La Hausordnung
Hausordnung sich zu den Gliedern des Mieteigentums sowie zeitweiligbesitznehmerer oder Mieterer des Wohnungens auferlegt:
Um ein gemütlicher Komfort und eine leichte Pflege auf dem Haus ermöglichen zu konnen, wird es daran erinnert, an allen besitznehmerer Anordnungen anschliessend.
Alle gemeine Teile (Durchwege, Hauseingange, Treppen, Gänge) jederzeit werden mussen frei sein. Demzufolge, das nicht möglich zu niederlegen ein irgendeine Ding in den gemeinen Teile ist (Pakete, Pappkartone, Schuhwerk…).
Besitzerer und Besitznehmerer werden mussen zusehen dass die Ruhe des Grundstücks nicht werde keines Falls gestört sein. (Besonders nach 22 Stunden). Demzufolge sie nicht Gerausch machen konnen oder Gerausch geschehen lassen, auch nichts Arbeit zu tun beginnen, um nicht die Nachbarschaft zu stören. Es wird daran erinnert, dass sie sollen die Tür zuschlagen vermeiden. Empfänger oder Rundfunk Appärate müssen sein mässig benutzt.
Kinderspielen sind nicht in den Hauseingangen, Treppen, gemeinen Teile, Parkplätze, Erdwälle mit Rasen ermächtigt.
Schierverkehr im Haus ist verboten. Sie mussen Ski in lokal reserviert aus diesem Grunde niederlegen, Verkehr in gemeine Teile mit Skischue am Füsse ist verboten.
Klopfen, ausschwingen den Teppich und Decke ist verboten. (Neueres Elektrisches Haushaltsgeräte nicht keine Toleranz fur das Thema ermöglichen). Naturlich, hinauswerfen irgendeine Dingen zum Fenster und Balkon ist verboten (Papiere, Zigarettenstummeln, flussigkeit, wässern, Blüte…) Spülen Balkone, Wäsche aufhangen, speichern Holz auf oder benutzen als rumpelkammer ist verboten.
Hünde und Kätzen mussen sein unbedingt an der Leine im alle gemeine Teile sowie auf den ganzen Haus führen. Uberdies, sind sie ertragt, unter der Bedingung, dass es keine zurückforderung wird.
Die Hausordnung respektiert durch jeden für sich, wird gemutlicher aufenthalt in diese Haus zu begreifen erlauben.
Der Syndikus Hausordnung der Ferienkolonie Yeti in Châtel, Savoyen (F).
Kolumne No Panic, Peter Pan
Von Anna Esposito
Ich glaube nicht mehr an mein Geburtsdatum. Mein Alter kennt Quantensprünge, Phasenverschiebungen und Reisen in die Zukunft. Es ist emotional und besitzt ein unberechenbar polymorphes Wesen. Zum Beispiel nach anstrengenden Präsentationswochen und einer Mittelohrentzündung meiner Tochter fühle ich mich wie Hundertzehn. Siezt mich ein neuer Juniortexter während eines Briefings respektvoll, dann wie Fünfundsiebzig. Das Schöne an der Entdeckung, dass Gefühle ihr eigenes Frischedata haben, schlägt aber mehrheitlich positiv zu Buche. Arbeite ich mit meinem Lieblings-AD an einem Konzept, betrete ich nach kurzer Zeit beflügelt mein vierzehntes Lebensjahr. Mit ungebrochener Schadenfreude und absolut political incorrect werden Minderheiten des Geistes diffamiert (Aargauer, SVPler, Porschefahrer), mit Sexleistungen geprotzt (Viva Italia) und tiefe philosophische Gespräche angezettelt, wie damals an einem schulfreien Nachmittag auf einer von der Sonne beschienen Wiese am Limmatufer. Und siehe, sie kommen wie von selbst, die vielen Ideen. Schaue ich mir das ADC-Buch an, stelle ich befriedigt fest, dass auch andere Ausflüge in die Lausbubenaltersliga unternehmen. Und mit ihren sackfrechen Einfällen auch manches innere Kind im Kunden zu wecken verstehen. Es gibt ihn also, den Erfolg versprechenden Weg auch in der Werbung älter, aber nicht alt zu werden: Dank heimlicher Verschwörungen im Kampf um die kostbaren Momente, in denen Peter Pan uns vom Fensterbrett abholt, mit magischem Pulver bestreut und mit uns zu seiner Insel fliegt. Schade nur um all die Ewigerwachsenen, die sich in Strategien, Theorien und Corporate Images verheddern: Sie fürchten sich wie Käpt’n Hook ständig vor dem tickenden Krokodil, das einst einen Wecker verschluckte, und sehen dabei so alt aus.
Mit ganz anderen als jungfräulichen Grüssen, Ihre Chandra Kurt
Sprachbeobachter La Hausordnung
Hausordnung sich zu den Gliedern des Mieteigentums sowie zeitweiligbesitznehmerer oder Mieterer des Wohnungens auferlegt:
Um ein gemütlicher Komfort und eine leichte Pflege auf dem Haus ermöglichen zu konnen, wird es daran erinnert, an allen besitznehmerer Anordnungen anschliessend.
Alle gemeine Teile (Durchwege, Hauseingange, Treppen, Gänge) jederzeit werden mussen frei sein. Demzufolge, das nicht möglich zu niederlegen ein irgendeine Ding in den gemeinen Teile ist (Pakete, Pappkartone, Schuhwerk…).
Besitzerer und Besitznehmerer werden mussen zusehen dass die Ruhe des Grundstücks nicht werde keines Falls gestört sein. (Besonders nach 22 Stunden). Demzufolge sie nicht Gerausch machen konnen oder Gerausch geschehen lassen, auch nichts Arbeit zu tun beginnen, um nicht die Nachbarschaft zu stören. Es wird daran erinnert, dass sie sollen die Tür zuschlagen vermeiden. Empfänger oder Rundfunk Appärate müssen sein mässig benutzt.
Kinderspielen sind nicht in den Hauseingangen, Treppen, gemeinen Teile, Parkplätze, Erdwälle mit Rasen ermächtigt.
Schierverkehr im Haus ist verboten. Sie mussen Ski in lokal reserviert aus diesem Grunde niederlegen, Verkehr in gemeine Teile mit Skischue am Füsse ist verboten.
Klopfen, ausschwingen den Teppich und Decke ist verboten. (Neueres Elektrisches Haushaltsgeräte nicht keine Toleranz fur das Thema ermöglichen). Naturlich, hinauswerfen irgendeine Dingen zum Fenster und Balkon ist verboten (Papiere, Zigarettenstummeln, flussigkeit, wässern, Blüte…) Spülen Balkone, Wäsche aufhangen, speichern Holz auf oder benutzen als rumpelkammer ist verboten.
Hünde und Kätzen mussen sein unbedingt an der Leine im alle gemeine Teile sowie auf den ganzen Haus führen. Uberdies, sind sie ertragt, unter der Bedingung, dass es keine zurückforderung wird.
Die Hausordnung respektiert durch jeden für sich, wird gemutlicher aufenthalt in diese Haus zu begreifen erlauben.
Der Syndikus Hausordnung der Ferienkolonie Yeti in Châtel, Savoyen (F).
Kolumne No Panic, Peter Pan
Von Anna Esposito
Ich glaube nicht mehr an mein Geburtsdatum. Mein Alter kennt Quantensprünge, Phasenverschiebungen und Reisen in die Zukunft. Es ist emotional und besitzt ein unberechenbar polymorphes Wesen. Zum Beispiel nach anstrengenden Präsentationswochen und einer Mittelohrentzündung meiner Tochter fühle ich mich wie Hundertzehn. Siezt mich ein neuer Juniortexter während eines Briefings respektvoll, dann wie Fünfundsiebzig. Das Schöne an der Entdeckung, dass Gefühle ihr eigenes Frischedata haben, schlägt aber mehrheitlich positiv zu Buche. Arbeite ich mit meinem Lieblings-AD an einem Konzept, betrete ich nach kurzer Zeit beflügelt mein vierzehntes Lebensjahr. Mit ungebrochener Schadenfreude und absolut political incorrect werden Minderheiten des Geistes diffamiert (Aargauer, SVPler, Porschefahrer), mit Sexleistungen geprotzt (Viva Italia) und tiefe philosophische Gespräche angezettelt, wie damals an einem schulfreien Nachmittag auf einer von der Sonne beschienen Wiese am Limmatufer. Und siehe, sie kommen wie von selbst, die vielen Ideen. Schaue ich mir das ADC-Buch an, stelle ich befriedigt fest, dass auch andere Ausflüge in die Lausbubenaltersliga unternehmen. Und mit ihren sackfrechen Einfällen auch manches innere Kind im Kunden zu wecken verstehen. Es gibt ihn also, den Erfolg versprechenden Weg auch in der Werbung älter, aber nicht alt zu werden: Dank heimlicher Verschwörungen im Kampf um die kostbaren Momente, in denen Peter Pan uns vom Fensterbrett abholt, mit magischem Pulver bestreut und mit uns zu seiner Insel fliegt. Schade nur um all die Ewigerwachsenen, die sich in Strategien, Theorien und Corporate Images verheddern: Sie fürchten sich wie Käpt’n Hook ständig vor dem tickenden Krokodil, das einst einen Wecker verschluckte, und sehen dabei so alt aus.
