Wo Zwerge sich erheben

Die Weko untersucht, ob die Post ihre eigenen Richtlinien missachtet

Die Weko untersucht, ob die Post ihre eigenen Richtlinien missachtetVon Markus Knöpfli Weil die Post im Oberbaselbiet eine Zeitung auch an alle Stoppkleber-Briefkasten verteilt, hat ein Verleger die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) angerufen. Falls sich die Weko zum Fall äussert, dürfte dies auch für andere Zeitungen und Vertriebsfirmen Folgen haben.
Normalerweise erscheint die Basellandschaftliche Zeitung (bz) mit einer Auflage von 26130 Exemplaren. Ausser mittwochs, dann erscheint die bz mit einer Grossauflage (GA) von 73294 Exemplaren. Die GA ist für die bz ein wichtiges wirtschaftliches Standbein, bringt sie ihr doch allein rund 50 Prozent der Einnahmen. Verleger Mathis Lüdin lässt die bz-GA seit Jahren per Post flächendeckend allen Oberbaselbieter Haushalten gratis zukommen, auch jenen mit Stoppklebern am Briefkasten.
Doch nun hat Robert H. Gloor, einer von Lüdins Konkurrenten und Herausgeber des Gratis-Monatsmagazins Regio aktuell (141000 Exemplare), die Weko angerufen, die jetzt eine Vorabklärung gegen die Post prüft.
Gloors Anwalt hatte argumentiert, die Post als marktbeherrschendes Unternehmen diskriminiere Regio aktuell, indem sie der bz die Bruttozustellung gewähre, ein Service, den die Post sonst nur amtlichen Publikationsorganen und Abstimmungswerbung gewährt.
Gloor, dessen Blatt von der Post nur netto verteilt wird, hatte schon Ende letzten Jahres von der Post das Einstellen der bz-Bruttoverteilung verlangt. Die Post versprach, dies zunächst per 1. Juni diesen Jahres zu tun, teilte dann aber am 28. Juni mit, dass «wir die Basellandschaftliche Zeitung auf Grund eines Schreibens des Regierungsrates vom 21. Dezember 1999 als amtliches Publikationsorgan betrachten und daher die Bruttozustellung gewähren».
bz ist doch kein amtliches Publikationsorgan
Was war geschehen? Als die Post Lüdin mitteilte, dass sie die Bruttozustellung einstellen würde, wandte sich dieser an den Baselbieter Regierungsrat. Und der stellte ihm ein Gefälligkeitsschreiben aus.
Landschreiber Walter Mundschin will der WerbeWoche zwar das Schreiben nicht faxen, fasst es aber wie folgt zusammen: «Der Regierungsrat bestätigt darin, dass die bz unter anderem Baubewilligungen und andere amtliche Mitteilungen veröffentlicht. Nirgends steht aber, dass sie ein amtliches Publikationsorgan ist.» Als kantonales Publikationsorgan existiere ohnehin nur das Amtsblatt, und die bz-Veröffentlichungen erfolgten freiwillig, unbezahlt und unvollständig.
Weshalb aber betrachtet die Post die bz dennoch als amtliches Publikationsorgan? «Das weiss ich nicht, ich kenne die Bestimmungen der Post nicht», sagt Mundschin.
Auch Post-Pressesprecher Hubert Staffelbach konnte diese Frage bis Redaktionsschluss nicht beantworten. Licht ins Dunkel bringt aber vielleicht ein Brief, den Post-Konzernleiter Ulrich Gygi am 25. Oktober an Regio aktuell geschrieben hat. Darin stützt er sich auf den regierungsrätlichen Brief, in dem es gemäss Gygi heisst, dass die bz «als Organ für Verlautbarungen nach innen und nach aussen diene». Die bz – ein regierungsrätliches PR-Blatt?
Wie dem auch sei, für Eric Send von der Stiftung für Konsumentenschutz steht auch in diesem Fall fest: «Eine Zeitung ist klar ein kommerzielles Produkt, deshalb ist der Stoppkleber zu berücksichtigen. Wenn dies die Post nicht tut, ist dies inakzeptabel».
Doch bz und Post stehen nicht allein. Noch bis Anfang 2000 liess auch die Oltener Dietschi AG ihre Oberbaselbieter Zeitung (OZ) brutto verteilen, von der Post-Tochter Direct Mail Company. Zudem bezeichnete sich die OZ als «Offizielles Publikationsorgan in den Bezirken Waldenburg, Liestal und Sissach».
Dies ist sie aber nur für einige wenige Gemeinden. Als Regio aktuell eine Strafanzeige einreichte, strich man bei der OZ flugs das Wort «offizielles» und verzichtete auf die Bruttoverteilung. Daraufhin wurde die Anzeige zurückgezogen.
Mit Weko-Vorstoss hofft die VSGZ auf gleich lange Spiesse
Auch andere Verleger missachten die Stoppkleber an den Briefkästen. «Fast alle Gratiszeitungen machen über eigene Vertriebsorganisationen Bruttoverteilung, wir auch», gibt Willy Grüninger freimütig zu. Grüninger ist Präsident des Verbandes Schweizerischer Gratiszeitungen (VSGZ) und Verleger von Schaffhauser Bock und Winterthurer Woche.
Längere Zeit habe er sich an die Stoppkleber gehalten, doch hätten immer wieder Leute mit Kleber am Briefkasten – in Winterthur sind dies gegen 50 Prozent – reklamiert, weil sie die Zeitung nicht erhielten. Deshalb habe er die Bruttoverteilung eingeführt. In Winterthur hätten bisher weniger als 300, in Schaffhausen um die 150 Personen reklamiert.
Auch wenn sich Leser hin und wieder um ihre Zeitung bemühen müssen, begrüsst der VSGZ-Präsident den Vorstoss. «Die Post hat keine klare Linie. Zwar hat sie Vorschriften, hält sich aber je nach Kunde nicht daran.» Dass ein allfälliger Weko-Entscheid auch ihn und den VSGZ tangieren könnte, ist Grüninger klar. «Hauptsache ist aber, dass nachher alle gleich lange Spiesse haben», sagt er.

Trimedia fusioniert mit ikp Wien

Die PR-Agentur Trimedia International AG fusioniert per 1. Januar 2001 mit der Wiener Agentur ikp.

Die PR-Agentur Trimedia International AG fusioniert per 1. Januar 2001 mit der Wiener Agentur ikp.Deren Leiter Alfred Autischer wird das neu entstehende Unternehmen Trimedia Communications Austria G.m.b.H. führen und erhält eine Minderheitsbeteiligung an der Trimedia Holding.Durch die Fusion katapultiert sich Trimedia unter die drei grössten PR-Agenturen Österreichs und gehört somit im ganzen deutschsprachigen Raum zu den Big Players.
«Die Fusion mit ikp ist eine strategische Akquisition», erklärt Thomas C. Maurer, Partner bei Trimedia Communications. «Expansion gehört zur Strategie der Gruppe, und für den deutschsprachigen Raum ist der Prozess jetzt vorläufig abgeschlossen», führt er weiter aus. Künftig möchte sich die Agentur vor allem im französischsprachigen Raum ausdehnen, mit Fokus auf die politischen Zentren Brüssel und Paris.
Trimedia will die Bereiche IT, Telekommunikation und E-Commerce sowie die Finanzkommunikation stärken und sich in diesen Segmenten als professioneller Ansprechpartner positionieren. In der Schweiz stellt die Agentur vier neue Berater in den Kompetenzbereichen Informationstechnologie und Telekommunikation und Public Affairs ein. Es sind dies Stephan Wehrle (43), David Affentranger (27), Jean-Fred Bourquin (53) und Marc de Perrot (38). (ba)

Ein ausgeschlafenes Sujet.

Mit schlafwandlerischer Sicherheit kommen die Kreativen der Wiener Niederlassung von WHS immer wieder auf preisverdächtige Werbeideen.

Mit schlafwandlerischer Sicherheit kommen die Kreativen der Wiener Niederlassung von WHS immer wieder auf preisverdächtige Werbeideen. Gar nicht zum Gähnen ist eine Anzeige, die die Wiener Werber zur Ankündigung des Stückes «Schlaf» entwickelten, das im Wiener Theater ohne Grenzen aufgeführt wird. Das randabfallende Sujet zeigt ein zerwühltes Laken, in das Falten in Form des Titels des Stückes geworfen sind. Zur Unterstützung der Anzeige wurden auf öffentlichen Plätzen und in Lokalen Kissen verteilt. Mit dem Sampling wollte man verhindern, dass jemand eine Vorstellung verpennt. Der Auftritt sei in Nachtarbeit entstanden. Regie führte Text-CD Andreas Putz.Sponsoren mögen Expo.02 nicht. Zwei Drittel aller Schweizer Unternehmen wollen ihre Sponsoringbudgets erhöhen, aber kaum Geld für die Expo.02 bereitstellen. Dies hat das GfS-Forschungsinstitut in der Studie «Trends im Sponsoring Schweiz 2000» für die Europäische Sponsoringbörse ermittelt. Der Expo.02 messen die befragten Unternehmen kaum Bedeutung zu und nannten dafür geringe Zielgruppenausrichtung und ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Studie ist für 196 Franken bei der Europäischen Sponsoringbörse erhältlich (Tel. 071 223 78 82).

Gerissene Microsoft-Kampagne. Im September hat McCann-Erickson, Genf, mit dem Slogan «one step ahead? Do you want to be» Microsoft als Big Player im Internetgeschäft dargestellt. Wurden bisher einzelne Bildteile herausgerissen und an anderen Stellen platziert, greift die Werbeagentur jetzt zum Schweissgerät: Um den Slogan wörtlich umzusetzen, reisst sie Plakatstellen auseinander und setzt die Teile verkehrt wieder zusammen. «Seit unserem einbeinigen Plakat für das IKRK herrscht bei Sonderplakaten Inflation», so CD Frank Bodin, «aber ein zerrissenes Plakat, das hat noch niemand gemacht.»
Nicht nur rote Bullen verleihen Flügel. Zu den wohl kulinarisch reichhaltigsten nationalen Incentiveaktionen zählt das von der SAirRelations jährlich zelebrierte Dinner of Excellence mit der Verleihung des Golden Duck. Weil die «most refreshing airline» dem Gaumenkitzel einen hohen Stellenwert beimisst, liess die interne Kommunikationsunit der SAir-Group auch dieses Jahr zwei Dutzend ausgezeichnete Küchenchefs aus aller Herren Länder antreten und um die begehrte Auszeichnung kochen. Welches nationale Kochteam den Award abgesahnt hat, war bis zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt.
Angie Becker für Marketing-Trophy 2001 nominiert. Auf die Shortlist für die begehrte Marketing Trophy hat es in der Kategorie Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern die APG mit ihrer «Angie Becker»-Kampagne geschafft. Ebenfalls unter den Nominierten befinden sich die Marktforschungsfirma Robert and Partners, Morges, und Rivella für ihr Olympia-Engagement. Die vollständige Liste der Nominationen findet sich auf www.marketing-trophy.ch. Mit der Auszeichnung belohnt der Schweizerische Marketing Club (SMC) aussergewöhnliche Marketingleistungen. Zehn Unternehmen wurden von der Jury für die vierte Verleihung der Trophy am 11. Januar 2001 nominiert.
Viele Boxen in Basel. Im Laufe der nächsten Wochen werden 40 Boxen für den Baslerstab, 100 Boxen für Metropol, 120 bis 150 Boxen für 20 Minuten auf der Basler Allmend montiert. Zusammen mit privaten Standorten kommt der Baslerstab somit auf 120 und Metropol auf 130 Boxen. 20 Minuten ist über die Boxen auf der Allmend auch in allen Bussen und Trams mit Dispensern sowie am Bahnhof SBB mit Boxen präsent.
Burkis feder ist scharf gespitzt. Der Westschweizer Karikaturist Raymond Burki arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit der Waadtländer Zeitung 24 Heures zusammen und hat für das Blatt dieselbe Bedeutung wie Nico für den Tages-Anzeiger. Und wie Nico lässt auch er die Saison 1999/2000 im Sammelband «Burki 00» mit gewohnt schwarzem Humor Revue passieren. Eine persönliche Auswahl seiner Karikaturen für 24 Heures zeigt einen sarkastischen Blick zurück auf russische U-Boot-Katastrophen, österreichische Machtwechsel und schweizerische Politpossen.
Der Letzeburger schaut nicht gern fern. Mit 124 Minuten durchschnittlichem TV-Konsum pro Tag liegen die Luxemburger weltweit an letzter Stelle der Fernsehgucker. Das nunmehr zum siebten Mal erscheinende Kompendium «Television 2000», das von der RTL Group herausgegeben wird, ermittelte Spitzenwerte in Mazedonien (275 Minuten), Estland und den USA (jeweils 259 Minuten), Ungarn (252 Minuten) und Grossbritannien (232 Minuten). Die Deutschschweiz liegt mit 136 Minuten im unteren Drittel, Deutschland mit 198 Minuten im Mittelfeld.
Invasion der Kläuse. Glaubt man dem Inserat von Ruedi Wyler Werbung, sehen alle Kunden des Einkaufszentrums Glatt im Dezember Rot. Am zweiten und dritten Adventssonntag lädt das Glatt alle Weihnachtsmänner und Normalsterbliche ein, statt Besinnlichkeit zu üben in einen veritablen Geschenkerausch zu fallen. Gezeichnet wurden die bärtigen Weihnachtsboten von Thomas Geissberger, AD bei Ruedi Wyler Werbung, mit Liebe zum Detail – wie der Notausgang für Nikolause zeigt.
Editorial

Scharf beobachtete «Annonciersäulen»
Sie gilt als ältestes Werbemedium der westlichen Welt: die Litfasssäule. Im Sommer 1855 wurde eine «Dicke», wie sie damals scherzhaft getauft wurde, erstmals in Berlin aufgestellt. Benannt wurde die
3,6 Meter hohe Säule nach ihrem Erfinder, dem Berliner Buchdrucker Ernst Theodor Amadeus Litfass. Die ersten Reaktionen auf das im damaligen Strassenbild fremde Ungetüm waren gespalten. Die einen protestierten scharf und beklagten, dass nun «alles, was irgendwie seinen Unrath loswerden will, sich und seine Sachen hier in der lächerlichsten und marktschreierischsten Weise anpreist».
Die Mehrheit allerdings war von der Idee begeistert, und so erklärt sich auch der Erfolg, den Litfass mit seiner Säule hatte. Der damalige Berliner Polizeipräsident erteilte ihm die alleinige Konzession für die Aufstellung von 100 dieser «Annonciersäulen». Der Exklusivvertrag war auf eine Dauer von 25 Jahren angelegt und umfasste auch das alleinige Recht zum Verkleiden und Plakatieren der öffentlichen Pissoirs und Brunneneinfassungen in Berlin. Die Traumkonditionen erhielt Litfass unter anderem auch deshalb, weil er sich bereit erklärte, neben der gewerbsmässigen Veröffentlichung von Privatanzeigen, Plakate der öffentlichen Behörden unentgeltlich aufzuhängen. Rasch fand die Idee in ganz Deutschland Verbreitung und machte Litfass zu einem reichen Mann…
Die Litfasssäule hat die Revolution der Aussenwerbung überlebt. Und geblieben ist bis heute die Krux mit der Messung der Werbewirkung. Ob auf der Litfasssäule oder auf modernen Anschlagflächen, das Plakat bleibt für die Mediaforschung ein kompliziertes Medium. Denn keine Plakatstelle gleicht der andern. Die Verschiedenartigkeit der Werbeträger ist das Grundmerkmal der Aussenwerbung. Damit muss die Plakatforschung zu Potte kommen, wenn sie den Besonderheiten des Werbeträgers Plakat gerecht werden will. Mit dieser Ausgabe beginnen wir eine neue Artikelreihe zum Stand der Plakatforschung in Europa. Den Anfang machen wir mit Oscar beziehungsweise seinem Nachfolger, dem britischen Postar-Modell, auf Seite 19. Samuel Helbling

Best of North-East (3. Quartal 2000)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 3. Quartal 2000 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.

News: New Media Circle

Am 17. November wurde im Landesmuseum in Zürich die erste Veranstaltung des New Media Circle durchgeführt.

Am 17. November wurde im Landesmuseum in Zürich die erste Veranstaltung des New Media Circle durchgeführt.News New Media Circle
Die Initiative zur Onlinewerbung wurde von Borsalino.ch, Search.ch und Real Media ins Leben gerufen. MSN, NZZ Online, Ringier, Sunrise und Tamedia konnten bereits für eine Mitarbeit gewonnen werden. Ziel der Veranstaltung, die drei- bis viermal pro Jahr stattfinden soll, ist die Verbesserung des Dialogs zwischen Kunden, Mittlern und Anbietern von Onlinewerbung. Insbesondere erhoffen sich die Veranstalter eine stärkere Integration der neuen Medien in die Werbe- und Mediaplanung klassischer Agenturen.
WAPs sind flops Die aktuellen WAP-Angebote entsprechen nicht den Bedürfnissen des Nutzers. Zu diesem Schluss ist eine Studie von Forrester Research (www.for rester.com) gelangt. Keine der 50 getesteten Sites vermochte den Ansprüchen des Testteams zu genügen. Laut Forrester begehen heutige WAP-Seiten den Fehler, komplexe Internetinhalte auf das kleine Display der Mobiltelefone zu pressen. WAP-Anbieter müssten sich stärker dem «Microdesign» zuwenden. Darunter versteht das Beratungsunternehmen eine einfache Navigation sowie kurze und präzise Inhalte.

Aufgefallen: Gay Magazine gelten als Quelle für neue Trends.

AufgefallenGay Magazine gelten als Quelle für neue Trends. Sie geniessen allerdings auch den Ruf von Testpflastern für neue Produkte, bevor diese der breiten Öffentlichkeit zum Kauf angeboten werden. Einen ähnlichen Status geniesst übrigens

Aufgefallen Gay Magazine gelten als Quelle für neue Trends.
Sie geniessen allerdings auch den Ruf von Testpflastern für neue Produkte, bevor diese der breiten Öffentlichkeit zum Kauf angeboten werden. Einen ähnlichen Status geniesst übrigens auch der Londoner Gay-Club G.A.Y., der regelmässig von Plattenproduzenten als erster Auftrittsort neuer Teeniebands oder Moderockers ausgewählt wird. Denn offensichtlich haben vor allem Bands eine reelle Marktchance, wenn sie vor der Gay Community bestanden haben. Zurück zur Gaypresse, in der dieses leicht schockierende Inserat das Licht der Leserwelt erblickte. Genauer gesagt im französischen Hochglanzmagazin Têtu. Auf mehreren Seiten wird darin für diverse Herrenparfüms und Kleidungsstücke geworben. So etwa für die Marken Calvin Klein, Balenciaga, Emince oder Xavier Delcour. Allerdings alles andere als in herkömmlich schöngeistiger Art und Weise. Gespielt wird mit menschlichem Suchtverhalten, zumindest posiert das Model wie ein Heroinsüchtiger oder ein Lösungsmittelschnüffler. Dabei erfassen die einzelnen Inszenierungen die Haltung dieser eigentlich tragischen Vorbildhaltungen so genau, dass einen kalte Schauer schütteln. Ein ästhetisiertes Elend ist viel schwieriger zu akzeptieren als ein echtes, das auf einem ästhetischen Plateau transportiert wird, wie es beispielsweise Michel Comte in seiner Arbeit für das Rote Kreuz realisiert hat. Chandra Kurt
Kolumne

Mein Wunschzettel
VON Michael Barney
In wenigen Wochen ist Weihnachten. Seit Wochen aber findet sie schon statt: in den Schaufenstern der Kaufhäuser, in den Angeboten der Geschäfte. Weihnachtsschmuck sowie Weihnachtsgebäck sind viel zu früh im Angebot, wie ich finde. Darum wäre dies auch mein erster Wunsch auf meinem ganz privaten Wunschzettel. Bitte, macht Weihnachten nicht zum puren Umsatzrummel. Schenken ist ja generell eine feine Sache, aber anderen eine Freude machen darf ruhig auch ausserhalb von Christbaum und Lametta stattfinden.
Mein Wunschzettel enthält sowieso eher kostenlose Geschenke. Zum Beispiel morgens in der S-Bahn nicht mit offenem Mund zu gähnen, nicht in der Nase zu bohren oder an den Fingernägeln zu kauen. Der Wunsch, manche meiner Mitreisenden mögen auf literweise abscheuliches Parfüm verzichten, wird ewig unerfüllt bleiben. Wie die Hoffnung auf weniger bimmelnde Handys und das somit verbundene Mitanhören blöder Gespräche.
Mein nächster Wunsch betrifft die Unsitte, öffentlich und andauernd etwas Nahrung in sich hineinzustopfen. Ist es denn so, dass ein ganzes Reisevolk permanent dem Hungertode nahe ist? Da wird gestopft und geschmatzt, gekrümelt und vertilgt, dass man nicht hinschauen mag. Als Raucher akzeptiere ich ja auch das Nichtrauchergebot in den Zügen und auf Flughäfen. Ein Fressverbot lässt sich aber der vielen Verhungernden wegen nicht durchsetzen.
Ach, du liebes Christkind, schenk dem neuen Hund von Ilonka einen Namen, dem Reto eine tolle Bibel-Kampagne für seine Kreaschule und mir einen milden Winter ohne viel Schnee, aber mit vielen Treffen mit der schönen Claudine.
Aber, ich weiss, wer glaubt heute noch an das Christkind? Nicht einmal der Weihnachtsmann.
Sprachbeobachter

†es†
amen
†
Frohlocket, denn es ist da
das dreifaltige Programm, das da heisst
Microsanct Jehoovah™
Doppelklicke dein LebenZieh Jesus auf deine Festplatte
Sichere Ihn
und lege ihn unter «Favoriten» ab
Mach einen Neustart
Wähle nun Jesus an
und verwende Ihn als Maske
für die Reinzeichnung deines Daseins
Denn sieheJesus ist mehr als ein Icon
oder ein Tool
oder eine Zwischenablage
Er ist die Kopfzeile all deiner Dokumente
Er ist der Programmassistent deines Lebens
Er ist die Homepage auf deinem Surfpfad
Jesus ist die Datenquelle deiner Freude
auf der Arbeitsoberfläche
er ist die Füllfarbe deines Lächelns
die Konfiguration deiner Sympathie
das Fenster zur Synchronisierung deiner Liebe
Jesus ist die Formatleiste
zum Rückgängigmachen deiner Eingaben
zum Verwalten deiner
Speicherkapazität
zum Heranzoomen der Herzen
und zum Entfernen des Virus
das da heisst: I love myself
Kopiere, was gut istund delete das Böse
Lass niemand liegen
an den Rändern der Seite
öffne deinen Mainframe
und lass die Datenströme
in dich hineinfliessen
Bevor du nun schliesst
lege ein Alias von Jesus
auf deinen Schreibtisch
und der Tag, die Woche, dein Sein
wird zum Kurzbefehl für dein Glück
Klicke auf OK
um deine Dokumentstruktur
deine Statusanzeige
und deine Inhalte
zu aktualisieren
Im Namen der Hardwareder Software
und der virtuellen Wirklichkeit
online & offlineAmen
Ruedi Häuptli, Beat Gloor
www.textcontrol.ch

Die Werber von der Amateurliga

Der Mondial de la publicité francophone (MPF) verliert an Prestige, was die Veranstalter offenbar nicht stört

Der Mondial de la publicité francophone (MPF) verliert an Prestige, was die Veranstalter offenbar nicht störtVon Anita Vaucher Spätestens seit der Veranstaltung des letztjährigen Mondial de la publicité francophone (MPF) in Genf ist es auch für die Schweizer Werber offenkundig, dass der MPF an Prestige eingebüsst hat. Die diesjährige Beteiligung der Westschweizer Agenturen hat ein Rekordtief erreicht.
Wer auf die Homepage des Mondial de la publicité francophone (MPF) klicken will, wird mit der Antwort «Unbekannt» abserviert. Kein gutes Zeichen für eine Veranstaltung, die seit einiger Zeit im Kreuzfeuer der Kritik steht und zusehends an Prestige verliert.
Gerade mal zehn Agenturen aus der Westschweiz haben dieses Jahr ihre Arbeiten an den MPF eingesandt. Für die Werber aus der deutschen Schweiz war dieser Anlass noch nie von Interesse. Gemäss Richard Martinez, CD von Oasis Advertising in Genf und diesjähriges Jurymitglied, mag das Desinteresse damit zu tun haben, dass der letztjährige Anlass in Genf sehr unprofessionell organisiert war und viele der Westschweizer nicht mehr zur Teilnahme motivieren konnte.
Die eingereichten Schweizer Arbeiten seien eher mittelmässig gewesen und keinesfalls repräsentativ für das Schweizer Werbeschaffen, stellt er weiter fest. Dennoch hält er an der Einstufung des Anlasses als «Mondial» fest. Für die Schweizer sei dies eine Chance, sich auf internationalem Niveau mit andern Ländern zu messen, die qualitativ hoch stehende Werbung produzierten, wie Frankreich, Belgien oder Kanada, ist Martinez überzeugt.
Art Directors Club ist zu «alémanique»
In der Schweiz gebe es zudem nicht genügend Wettbewerbe und der ADC sei zu «alémanique». Dieser richte sich einseitig nach der Sichtweise der Deutschschweizer aus, argumentiert Martinez und fasst die Stimmung aus Westschweizer Werbekreisen zusammen. Die Deutschschweizer betrachteten zudem die Werbeschaffenden in der Romandie als weniger kreativ. Martinez stören diese Vorurteile beidseits der Saane. Anstatt offen einen konstruktiven Dialog zu suchen, gebe es ständig Scharmützel aus dem Hinterhalt.
Charly Schwarz von Initiative Media Western in Genf und letztjähriges Jurymitglied am MPF, ist neu beauftragt, die Westschweizer Agenturen zu motivieren, ihre Arbeiten am MPF zu präsentieren. Gleichzeitig will er den Mondial de la publicité francophone in der Schweiz besser vermarkten.
«Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube», muss sich zumindest Frank Bodin von McCann-Erickson, Genf, angesichts dieser Ankündigung gesagt haben. Die letztjährige Preisvergabe, die er persönlich mitverfolgen konnte, hat ihn nämlich nachhaltig erschüttert und dazu bewogen, den Verantwortlichen des MPF umgehend einen 5-Punkte-Plan zu unterbreiten, um den Mondial zu retten, wie er sagt.
Mehr als ein Jahr später hat er immer noch keine Stellungnahme erhalten. Den diesjährigen Resultaten nach zu schliessen, wurden seine Vorschläge auch nicht berücksichtigt. Frank Bodin findet es sinnvoll, die frankophone Werbekultur zu pflegen und zu fördern. Er möchte sich dafür auch engagieren, nur müsse dies auf einem anderen Niveau als auf dem bisher gezeigten stattfinden.
Irritiert hat Bodin im vergangenen Jahr vor allem die Bezeichnung «Prix des Nations Suisse», der in diesem Fall besser «Prix des Nations Suisse Romande» geheissen hätte, ereifert er sich. Und man solle endlich aufhören, Wettbewerbe für die 7. Liga zu organisieren, fährt er fort.
Die fragwürdige Beurteilung der eingereichten Arbeiten führt er auf die Jury zurück. «In diesem Gremium sitzen Leute, die noch nie einen Blumenstrauss für ihre Arbeit erhalten haben», erklärt Bodin der WerbeWoche und will damit sagen, dass sich die Jury-mitglieder des MPF nicht als national oder international anerkannte Koryphäen auf ihrem Gebiet ausweisen können.
Nach Ansicht von Frank Bodin ist der ADC die «Schweizer Meisterschaft», an der sich die Agenturen in der Deutsch- und Westschweiz in erster Linie zu messen haben. Er würde aber daneben durchaus einen Wettbewerb sehen, an dem sich nur die Westschweizer Agenturen messen könnten. Gleichzeitig warnt Bodin aber vor der zunehmenden Inflation von Awards und Wettbewerben, die mit ihren unterschiedlichen Bewertungskriterien schliesslich zu einer Verwirrung und Qualitätsminderung führen müsse. Dies schade letztlich dem Ansehen der ganzen Werbebranche, ist er überzeugt.

Grundnahrungsmittel Liebe

Kirchhofer, Basel, wirbt für eine Bibel, die in Duttis Filialen aufliegt

Kirchhofer, Basel, wirbt für eine Bibel, die in Duttis Filialen aufliegtDie Macht der Kirche bröckelt. Mehr und mehr Schäfchen kommen gut ohne Hirten zurecht. Aus dieser Not der Priester und Pfarrer, die vor leeren Bänken predigen, hat das Glaubenswerk Christus für alle (Cfa) eine gross angelegte Verkaufsförderungsaktion für das Neue Testament gestaltet, die von Theologen aller Schattierungen ihren Segen erhalten hat. Um das Evangelium trotz Kirchenflucht unter die Leute zu bringen, nutzen die christlichen Aktivisten das Filialnetz der Grossverteilerin Migros als Absatzkanal. Der Aktion ging ein umfassendes Redesign des Neuen Testaments voraus: Die zwischen Milch- und Honigregalen für zehn Franken zum Verkauf stehende Bibel wurde von der schweizerischen Bibelgesellschaft sowohl sprachlich als auch visuell den modernen Lesegewohnheiten angepasst. Flankiert wird die Aktion von einer B12-Plakatkampagne. Die wenig missionarische Werbeflöte für die schweizweite Schäfchensuche hat die Basler Werbeagentur Kirchhofer gespielt. Seite 10

Neue Verwaltungsräte für 20 Minuten (Schweiz) AG

Mehrere «grosse Schweizer Verlagshäuser» wollten sich an der 20 Minuten (Schweiz) AG beteiligen.

Mehrere «grosse Schweizer Verlagshäuser» wollten sich an der 20 Minuten (Schweiz) AG beteiligen.Dies bestätigte Chris Tanner, Mitinhaber der A&A Actienbank, die über die 20 Minuten Holding an der 20 Minuten (Schweiz) AG beteiligt ist. «Solche Anfragen weisen wir nicht einfach ab, aber Geld brauchen wir nicht», ergänzte Tanner. Beteiligungen seien möglich, es hänge aber davon ab, «ob wir damit eine bessere strategische Position erreichen». Vorerst wollte man Gespräche mit einem weiteren Investor abschliessen. So wird sich die britische Investment-Gruppe Apax Europa mit 50 Millionen Euro an der 20 Minuten Holding beteiligen. Die bisherigen Teilhaber, die Actienbank und das norwegische Verlagshaus Schibsted, erhöhen ihre Anteile ebenfalls um fünf Millionen beziehungsweise 22 Millionen Euro. Die Holding wird mit den zusätzlichen 77 Millionen Euro vorab in Deutschland, Italien und Spanien expandieren. Neu wird Schibsted zu 41,3 Prozent, Apax zu 27,8 Prozent, die A&A zu 29,1 Prozent und das Management zu 1,8 Prozent an der Holding beteiligt sein. Damit ändert sich auch die Zusammensetzung des VR. Gemäss Tanner wird die A&A zwei Personen in den Holding-VR delegieren und dort mit der Apax die Mehrheit bilden. Wegen eines Aktionärsbindungsvertrages müssen aber alle wichtigen Entscheide einstimmig gefällt werden. Zum neuen Holding-CEO wurde Ekkehard Kuppel von McKinsey berufen. Auch im VR der 20 Minuten (Schweiz) AG wird es Änderungen geben. (mk)

Kopf der Woche: «Strategien sind der Humus kreativer Werbung»

Christine Purgly wird bei derScotti Werbeagentur Geschäfts- und Beratungsleiterin

Christine Purgly wird bei derScotti Werbeagentur Geschäfts- und BeratungsleiterinKopf der Woche «Strategien sind der Humus kreativer Werbung»
Christine Purgly wird bei der Scotti Werbeagentur Geschäfts- und Beratungsleiterin
Anfang Februar 2001 übernimmt Christine Purgly die Geschäfts- und Beratungsleitung der Scotti Werbeagentur. Die 37-Jährige, die derzeit bei Publicis arbeitet, freut sich darauf, ein Geschäft im vollumfänglichen Sinn zu führen. Und ihre Berufs- und Managementerfahrung, die sie sich im Verlauf ihrer 15-jährigen Tätigkeit in der Werbung angeeignet hat, als Mitverantwortliche auf zweitoberster Führungsebene anzuwenden.
Zusammen mit Ivan Scotti, der sich verstärkt der Unternehmensplanung zuwenden wird, und Creative Director Markus Stalder wird Christine Purgly auch eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Strategien und Konzepten spielen. Strategische Planung erachtet sie als unabdingbar, um relevante Konsumentennutzen aufzufinden, mit denen sich das Verhalten einer Zielgruppe so stimulieren lässt, wie man sich das vorstellt. «Strategien sind der Humus kreativer Werbung, die auch wirklich Erfolg zeigt», sagt die Werberin.
Christine Purgly, die in Zürich aufwuchs, die Schule besuchte und das Handelsdiplom machte, blickt auf eine regelmässig verlaufende Karriere zurück, die ihren Anfang noch vor der Fusion mit Young & Rubicam bei Advico nahm. Hier arbeitete sie drei Jahre. Gleichzeitig bildete sie sich zur Werbeassistentin aus. Im Anschluss daran war sie während sieben Jahren als Beraterin bei Wirz tätig. In dieser Zeit schloss sie die Ausbildung zur Werbeleiterin ab. Danach wechselte sie als Beratungsgruppenleiterin zur Werbeagentur Publicis, die damals noch Farner hiess, «wo ich das bei Wirz in den Rucksack gepackte Wissen umzusetzen versuchte».
Inspiration bezieht die Vollblutwerberin aus dem Spannungsfeld, das in einer Werbeagentur herrscht, gegeben durch den Berater, den Kreativen und den Kunden. Vor allem fasziniert sie der Umstand, dass die Zusammenführung unterschiedlicher Ansprüche, Bedürfnisse, Fähigkeiten und Naturelle einen Prozess auslöst, aus dem immer wieder etwas Neues entsteht.
Bevor sich Christine Purgly für Scotti entschied, prüfte sie auch Angebote auf Kundenseite. Doch sie will sich nicht nur mit einem Thema beschäftigen. Die Abwechslung, gleichzeitig für verschiedene Kunden, Marken, Branchen und Problemstellungen tätig zu sein, die ja letztlich in der Natur der Arbeit einer Werbeagentur liege, entspreche einer persönlichen Vielfalt, die sie in sich wahrnehme, sagt sie.
Ausgleich zur Arbeit findet Christine Purgly im Zusammensein mit Freunden, beim Dressurreiten und beim Yoga. «Es tönt zwar immer so esoterisch, aber Yoga bewirkt schon, dass man irgendwie bei sich bleibt, die eigene Mitte wieder spürt und dadurch effizienter mit seiner Energie umgehen kann», sagt die Werberin. Ernst Weber

Top three (3. Quartal 2000)

Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts DemoscopeIn Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfma

Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 3. Quartal 2000 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.

News: Richemont konsolidiert bei CIA

Der Zuger Luxusgüterkonzern Richemont zieht seinen europäischen Mediaeinkauf bei CIA, London, zusammen.

Der Zuger Luxusgüterkonzern Richemont zieht seinen europäischen Mediaeinkauf bei CIA, London, zusammen.News Richemont konsolidiert bei CIA
CIA setzte sich im Pitch gegen OMD, Mindshare und Initiative Media durch. Der Etat wird auf über 180 Millionen Franken geschätzt. Bisher wurden die verschiedenen Marken von Richemont jeweils auf Länderebene von eigenen Agenturen betreut. Zu Richemont gehören unter anderem die Uhrenmarken Cartier und Piaget, das Modelabel Chloe und der Schreibmittelhersteller Montblanc.
Hasbro wählt DDB Der US-Konzern Hasbro konsolidiert die Budgets seiner Spielzeugmarken bei DDB Worldwide. Das weltweite Budget wird auf 145 bis 180 Millionen Franken geschätzt. DDB setzte sich im Pitch gegen Grey Worldwide, Rotter Kantor und Griffin Bacal durch. Grey behält aber den Etat für Hasbros Gesellschaftsspiele.
Ford Europe kehrt zu O&M zurück Der Autohersteller Ford macht Ogilvy & Mather wieder zu seiner europäischen Leadagentur. Erst vor zwei Jahren verschob Ford einen Grossteil seiner Etats zu Young & Rubicam. Nun erhält O&M die Modelle Fiesta, Galaxy, Ka und Focus zurück. Billings in der Höhe von rund 250 Millionen Franken wechseln damit den Betreuer.
BBDO: Neugeschäft mit Entlassungen In der Chefetage von BBDO freute man sich kürzlich über den Gewinn des globalen Chrysler-Budgets (rund 1,8 Milliarden Franken neue Billings). Weniger Freude bereitet das Neugeschäft indessen den Angestellten: Weil sich Chrysler von der Konsolidierung Einsparungen erhofft, stehen bei BBDO erst mal Entlassungen vor der Tür. Doppelspurigkeiten sollen vermieden und die Effizienz gesteigert werden. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, gab BBDO nicht bekannt. Für den Aufbau der Chrysler-Unit PentaMark wurden allerdings neue Führungskräfte eingestellt: Mehrere Mitarbeiter der ehemaligen Mitbetreuerin FCB folgten Chrysler zu BBDO.
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