Autor: admin
Aufgefallen: Deutschschweizer Frauen wissen sich zu helfen und kennen auch keine Berührungsängste vor technischen Geräten.
Aufgefallen Deutschschweizer Frauen wissen sich zu helfen und kennen auch keine Berührungsängste vor technischen Geräten. Bringts der Partner zu Hause nicht mehr (in der Küche!), wartet zum Glück die Abwaschmaschine Adora. Dank ihrer Waschprogram
Kolumne
Wer es kennt …
Von Liz Sutter
«Schnauze Fury», rief er, als der Köter draussen schon wieder zu kläffen begann. Und ich fragte überrascht: «Woher kennst du diesen Spruch?» Dabei wusste ich genau, dass er aus dem Radiospot «Neues von König Dickbauch» stammt, der vor rund 25 Jahren auf SWF 3 lief. Ähnlich wie bei der Kampagne «Dr. Luzi Fehr» wollte man die Leute mit schlechten Beispielen zu einem gesünderen Lebenswandel bekehren, nur war «Dickbauch» gut gemacht. Während der beleibte König seinen Untertanen japsend und ächzend extra fette Speisen verordnet, beginnt plötzlich sein Pferd zu wiehern. Da zischt ein Knappe genervt das eingangs erwähnte «Schnauze Fury!».
Es freut mich, dass auch andere solche Sprüche nach Jahrzehnten noch drauf haben. Mein eigener Wortschatz ist gespickt mit Songtexten, Witzpointen und Kabarettsprüchen wie etwa dem resignierten «Häsch jo nüt i de Hand». Joachim Rittmeyers Figur Hansruedi Brauchli beklagt sich, dass man nichts gegen Leute tun kann, die im Hallenbad ins Wasser machen: «Gseesch es a den Auge, aber was wotsch mache: Hesch jo nüt i de Hand!» Solche Zitate sind wie das Schmiermittel, das die Umgangssprache erst richtig flutschen lässt. Sie funktionieren meist nur unter Eingeweihten und lassen Anderssprachige besonders häufig Bahnhof verstehen. Eine Redewendung wie «ferner liefen» kann man im Wörterbuch nachschlagen, ein Spruch wie «Und läuft und läuft und läuft…» ist nur reizvoll, wenn man sich dabei auch noch an den gemütlichen alten VW-Käfer erinnert. Ähnlich wie «Still going strong», «Mach mal Pause», «Nicht immer, aber immer öfter», «Man gönnt sich ja sonst nix». Haben Sie die vier Getränke erraten? Na dann: «CinCin!» Auf eigene markante und merkwürdige Dauerbrenner. Sie wissen ja: «Der nächste Winter kommt bestimmt.»
Sprachbeobachter
Falsche Trennungen 91 bis 100
Falsche Trennung 91kind
erst
reiche
Falsche Trennung 92einst
ehen
Falsche Trennung 93horten
sie
Falsche Trennung 94ja
sag
er
Falsche Trennung 95solid
arisch
Falsche Trennung 96klo
sterbe
such
Falsche Trennung 97uns
innig
Falsche Trennung 98gleich
mach
er
ei
Falsche Trennung 99kram
pfad
ernst
rumpf
Falsche Trennung 100das
eins
kampf
Beat Gloor, www.textcontrol.ch
Berlin ehrt Helmut Newton
Zum 80. Geburtstag des Fotografen zeigt die Neue Nationalgalerie seine Werke
«Man hat mich schon immer der Dekadenz beschuldigt. Und ich bin sehr glücklich darüber», freut sich Helmut Newton, der am 31. Oktober seinen 80. Geburtstag feierte. An demselben Tag wurde in Berlin in der Neuen Nationalgalerie eine umfassende Ausstellung seines bisherigen Schaffens eröffnet. Sie präsentiert etwa 350 Exponate, die zwischen 1960 und 2000 entstanden sind, wobei Frauen die dominierenden Hauptsujets sind.
Dazu meint der Fotograf: «Früher dachte ich, dass Frauen und Autos die gleiche Erotik haben. Heute habe ich meine Ansicht geändert. Eine Frau ist erotischer als ein Auto.» Na, wer sagts denn? Aber Newtons Liebe zum weiblichen Geschlecht ist unverkennbar. Denn kein anderer Fotograf dieses Jahrzehnts zeigt so konsequent starke, androgyne und unangreifbare Frauen wie er. «Wer meine Bilder versteht, erkennt, dass ich Frauen liebe, sonst würde ich sie nicht so darstellen, wie ich es tue: selbstbewusst und beherrschend. Ich bin auf meine Art ein Feminist.»
Schon bald 40 Jahre knipst Newton für Vogue
Newton kam 1920 in Berlin zur Welt. Er besuchte das Werner-von-Treitschke-Gymnasium, bis die Nürnberger Gesetze die Trennung der jüdischen von den arischen Schülern verlangten. Sein Vater, vom Wunsch seines Sohnes, Fotograf zu werden, entsetzt, schickte ihn darauf in die amerikanische Schule in Berlin. Doch als hoffnungslos fauler Schüler, dessen Interessen den Mädchen und dem Fotografieren galten, wurde er kurz darauf von der Schule geschmissen.
1936 kam er zu der später von den Nazis in Auschwitz ermordeten Fotografin Yva in die Lehre. Zwei Jahre später arbeitete er als Bildreporter bei der Singapore Straits Times. Es folgten einige Jahre in Australien. 1948 heiratete er die Schauspielerin June Brunell, die sich ab 1970 unter dem Namen Alice Springs selbst als Fotografin einen Namen machte und seine Arbeit nachhaltig beeinflusste. Seit 1961 arbeitete Newton vor allem für die französische Vogue, die während 25 Jahren seine wichtigsten Modeaufnahmen veröffentlichte.
Die Ausstellung in Berlin zeigt eine Auswahl davon. Ausserdem sind erotische Fotografien, die Big Nudes und weitere Akte starker Frauen zu sehen: Aufnahmen aus dem persönlichen Umfeld und Fotomontagen. Das Besondere daran ist, dass seine Arbeit als Ganzes präsentiert wird. Es werden keine Unterschiede zwischen Auftragsarbeiten, persönlichen Schnappschüssen und Eigenkreationen gemacht. Sicher ein Grund, warum die Ausstellung zunächst einen unruhigen Eindruck vermittelt. Die Einheit der Farb- und Schwarzweissaufnahmen wird erst mit der Zeit spürbar.
Frauen chatten lieber
Eine Studie der Uni St. Gallen hat Nutzungmotive der Schweizer Webuser untersucht
Für Frauen ist die Kommunikation mit anderen Menschen ein Hauptmotiv der Internetnutzung. Für Männer ist die Beschaffung von Produkteinformationen von grösster Bedeutung. Auch bei anderen Anwendungen unterscheiden sich weibliche und männliche Internauten erheblich voneinander: Weiterbildung, Forschung, Nachrichten lesen, das Web als tägliches Arbeitsinstrument und E-Commerce haben für Internetbenützer eine deutlich höhere Bedeutung als für Internetbenützerinnen.
Zu diesem Schluss kommt die Studie Internetnutzung Schweiz 2001 des Gottlieb-Duttweiler-Lehrstuhls für internationales Handelsmanagement am Institut für Marketing und Handel der Universität St. Gallen. Die Studie hat nicht nur die unterschiedliche Internetnutzung von Männern und Frauen verglichen, sondern auch junge und ältere Nutzer sowie Fun- und Professional-User.
Männer sind fleissigere Onlineshopper
Die divergierenden Ergebnisse können teilweise mit der ungleich längeren Interneterfahrung erklärt werden. Frauen sind durchschnittlich seit 2,33 Jahren online, Männer hingegen 2,91 Jahre. Mehrere Studien haben zudem nachgewiesen, dass vor allem erfahrene User online einkaufen. Darum erstaunt es nicht, dass Männer beim Interneteinkauf mehr Geld ausgeben als Frauen.
Alle Unterschiede zwischen Männern und Frauen mit diesem Argument erklären zu wollen, ist aber sicher falsch. Gerade die Wichtigkeit der Kommunikation, die das Internet vor allem für die Nutzerinnen hat, ist nicht einfach als Anfängermerkmal abzutun.
Ein Beispiel für die unterschiedliche Nutzung des Internets durch Männer und Frauen sind auch die Brands, an denen sie sich orientieren. Gefragt nach zwei regelmässig besuchten Websites nannten Frauen viel häufiger Mailanbieter als Männer:
10,3 Prozent aller befragten Frauen gaben Hotmail an, gegenüber nur 3,3 Prozent bei den Männern.
Grosse Unterschiede zwischen den Geschlechtern gab es auch bei GMX (Frauen: 5,4 Prozent, Männer 2,7 Prozent) und Caramail (Frauen 4,2 Prozent, Männer 1,7 Prozent). Dass 2,3 Prozent der Frauen Swisstalk als häufig besuchte Website nannten, ist ein weiterer Hinweis auf die Bedeutung des Internets als Kommunikationsmedium für die Frauen. Bei Männern wurde die Chatplattform nur von 0,9 Prozent der Befragten genannt.
Männer messen dafür Finanzplattformen eine viel grössere Bedeutung zu als Frauen: 2,4 Prozent nannten UBS und 1,8 Prozent Swissquote als häufig angeklickte Site, während es bei den Frauen nur 1,3 Prozent beziehungsweise 0,4 Prozent waren.
Die Top Sieben der regelmässig besuchten Sites bei den Männern sind Yahoo, Altavista, Bluewin, Hotmail, GMX, UBS und Swiss“ bei den Frauen sind es Yahoo, Hotmail, Altavista, Bluewin, GMX, Caramail und Search.ch. Die Rangliste ist nicht repräsentativ für den tatsächlichen Traffic auf den Sites. Thomas Rudolph, Professor am Gottlieb-Duttweiler-Lehrstuhl, betonte, es handle sich bei den Resultaten vielmehr um eine subjektive Aussage, die vor allem über die Brand-Awareness und die persönliche Relevanz der betreffenden Website Aufschluss gebe.
Trotz des Bedürfnisses nach Kommunikation: Frauen schätzen es stärker als Männer, im Web anonym zu bleiben, und wären weniger bereit, ihre Profile an Firmen zu verkaufen. Auch Männer sind noch keine Surfexhibitionisten: Der überwiegende Teil der männlichen User schätzt es, im Internet anonym zu bleiben. Das Weitergeben von Profilen an interessierte Firmen lehnt die Mehrheit der Männer und Frauen ab, auch wenn dies den betreffenden Unternehmen erlauben würde, sie gezielter zu bedienen und ihr Angebot zu verbessern.
Aufbau der studie
Die Studie Internetnutzung Schweiz 2001 (Download als pdf-Datei unter gd-lehrstuhl. imh.unisg.ch) basiert auf 1358 Passantenbefragungen, die Mitte bis Ende September in 13 Schweizer Städten durchgeführt worden sind. Die Untersuchung, die nur Internetnutzer berücksichtigt, basiert auf einem ausgeglichenen Verhältnis von Schülern und Angestellten und einer ausgewogenen Altersstruktur. Zentrales Element der Studie sind Internetnutzungsmotive und E-Commerce.
Hauptsächliche Nutzung des Internets Mittelwertvergleich: Geschlecht
Ich nutze das Internet, Mittelwert um…
Keine Eile mehr beim Einheitstarif
Immer mehr Zeitschriften kennen den farbunabhängigen Tarif
Als Facts 1997 als bisher renommierteste Zeitschrift überraschend den Einheitstarif einführte, löste dies Diskussionen aus. Von Mediaseite wurde der Schritt jedoch mehrheitlich begrüsst. Und Ueli Wyler, damaliger Bereichsleiter Zeitschriften bei der Publimag, orakelte: «In zwei bis drei Jahren machen es alle.»
Drei Jahre später sind wir von Wylers Prognose zwar noch weit entfernt. Doch nach Kenntnisstand der WerbeWoche kennen heute immerhin zwölf Titel den Einheitstarif, und nächstes Jahr kommen noch einmal sechs dazu (siehe Tabelle). Das Vorgehen ist – mit Ausnahme von Pro – identisch: Der Schwarzweisstarif wird auf das Niveau des Vierfarbentarifs angehoben und dieser auf der bisherigen Höhe belassen.
Dies hat beim Schwarzweisstarif Erhöhungen zwischen 63,9 Prozent (Meyers) und 35,1 Prozent (KI-Media-Titel) zur Folge. Pro hingegen senkt seinen Vierfarbentarif von bisher 25000 Franken auf 19500 Franken (minus 22 Prozent) und erhöht gleichzeitig den Schwarzweisstarif um 2500 Franken (plus 14,7 Prozent). Die Begründung für den Einheitstarif ist überall gleich: Drucktechnisch ist heute der Aufwand für eine Anzeige – ob schwarzweiss oder farbig – identisch. Zudem schalten nur noch wenig Kunden Schwarzweissanzeigen.
Einheitstarife sollten objektorientiert vorgenommen werden
Zu den zwölf bisherigen Titeln mit Einheitstarif gehören unterdessen fast alle Tamedia-Zeitschriften. «Nach unserer Philosophie sind Zeitschriften ein Transportmittel, um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen. Deshalb verlangen wir einen einheitlichen Transportpreis», sagt René Gehrig, Geschäftsleiter Verlagsmarketing, der seinerzeit bei Facts die Umstellung initiiert hatte. Von den Kunden sei diese sehr gut akzeptiert worden, hält er fest. Warum aber gibt es bei der Programmzeitschrift TVtäglich keinen Einheitstarif? Gehrig: «Weil dort die Kunden vor allem Schwarzweissanzeigen schalten wollen.»
Zu den Einheitstariftiteln gehört seit diesem Jahr auch die Bilanz. Dies, weil gemäss Peter Urs Naef, Direktionsvorsitzender bei der Jean Frey AG, nach zweijähriger Forschung festgestellt wurde, dass die Werbewirkung einer Anzeige in der Bilanz nicht davon abhängt, ob sie schwarzweiss oder farbig gestaltet ist.
Beim Beobachter hingegen, wo die Kunden- und Anzeigenstruktur ganz anders ist, hat er bisher vom Einheitstarif abgesehen. «Ein solcher Entscheid muss immer objekt- und kundenorientiert gefällt werden und sollte von Forschung begleitet sein», sagt Naef.
Druck der Mediaplaner hat nachgelassen
Gar keinen Einheitstarif kennt man bei den Ringier-Zeitschriften. «Es gibt noch genug Kunden, die ihren Mediaplan über die Farbigkeit optimieren wollen», erklärt Duke Seidmann, Leiter Werbemarkt Zeitschriften. Ein weiteres Hindernis: die Rubrikenanzeigen. Allerdings hat Ringier vor zwei Jahren vom System mit den Farbzuschlägen Abstand genommen. Als Grundtarif gilt überall der Vierfarbenpreis mit 6 Prozent Rabatt auf jede nicht verwendete Skalafarbe. Und doch, eine Ausnahme gibt es auch bei Ringier: dimanche.ch. Die Westschweizer Sonntagszeitung ist durchgehend vierfarbig und kennt deshalb seit ihrem Start den Einheitstarif – als einzige Zeitung der Schweiz. Ringier-Konzernsprecher Fridolin Luchsinger: «Das galt als ein Experiment – unser Fazit ist positiv.»
Die Entwicklung hin zum Einheitstarif geht auch darum langsamer vor sich als erhofft, weil der Druck der Mediaplaner nachgelassen hat. Als Grund nennt Urs Renner, Geschäftsführer von The Media Edge, das vor einem Jahr eingeführte neue Rabattsystem nach Franken- statt nach Seitenvolumen. «Im Gegensatz zu früher wird beim Frankenabschluss der höhere Preis mehrfarbiger Anzeigen jetzt berücksichtigt. Damit ist die Unfairness beseitigt, und es entfällt ein wichtiges Argument für den Einheitstarif», sagt Renner.
«Wir haben gar keine Stimmen, die nachhaltig einen Einheitstarif wünschen», stellt auch Publimag-Vizedirektor Ru-dolf Schwenkfelder gelassen fest. Und die Publimag gebe diesbezüglich den Verlagen auch keine Empfehlung ab. «Wir halten uns da raus.» Um Rat gefragt beurteile man aber Produkt, Verlag und Markt individuell.
Geht der Trend nun weiter Richtung Einheitstarif? Schwenkfelder verweist vor allem auf die Mehrinvestitionen und -kosten, die der Farbdruck vorab den kleinen Druckereien verursachten. Verlage, die vom Druckgewerbe herkommen, würden deshalb weniger schnell umstellen als andere mit branchenfremden Managern: «Die Zunahme hängt deshalb davon ab, wie viele Verleger/Drucker sich noch zum gemeinsamen Produzieren zusammenschliessen.»
Titel mit Einheitstarif
Annabelle
Animan
Bilanz
Bon à Savoir
Cuisine de Saison (seit Start)
Das Magazin
D’Chuchi (ab 2001)
dimanche.ch (seit Start)
Drogistenstern (seit Start)
Facts
K-Tip (ab 2001)
K-Spezial (seit Start)
K-Geld (seit Start)
Meyers (ab 2001)
Pro (ab 2001)
PulsTip (ab 2001)
Saison-Küche (seit Start)
Schweizer Familie
Fast überall höhere Anzeigentarife
Die zehn meist gelesenen Deutschschweizer Zeitungen (ohne Berner Zeitung und Swisspool) erhöhen ihren Schwarzweisstarif pro ganze Anzeigenseite um durchschnittlich 1,57 Prozent und den Vierfarbentarif um 1,17 Prozent. In diese Rechnung wurde die Berner Zeitung nicht einbezogen, weil sie mit der neuen Kooperation im Berner Oberland ab 2001 ihre Auflage massiv steigert und nur schon deshalb die Tarife erhöht, nämlich um 14,4 und 13,4 Prozent, was sich auch auf die Swisspool-Preise auswirkt (siehe WW 42/00). Als einzige Zeitung behält die Aargauer Zeitung ihre bisherigen Tarife bei.
Die Preiserhöhungen bei den Wochenzeitungen fallen gemäss Media Trend Journal mit 2,9 Prozent im Schwarzweissbereich höher aus als bei den Zeitungen, im Vierfarbenbereich mit 0,7 Prozent hingegen tiefer. Weil bei den Zeitschriften fünf Titel den Einheitstarif einführen und in der Regel den Schwarzweiss- dem Vierfarbentarif angleichen (siehe oben), schlägt hier der Schwarzweisstarif um durchschnittlich 9,6 Prozent auf, der Farbtarif jedoch um lediglich
2 Prozent.
Die Westschweizer Zeitungen werden um 1,5 beziehungsweise 0,7 Prozent teurer, die Zeitschriften um 3,8 und 2,3 Prozent. Die Tessiner Zeitungen kommen auf eine durchschnittliche Erhöhung von 3,8 und 2 Prozent, die Zeitschriften auf 1,8 und
1,9 Prozent. (mk)
Jazz-Zürich, Pop-Berlin
Ein leicht ironisches Alle- Jahre-Wieder, so lässt sich die derzeit herrschende Stimmung wohl am ehesten umschreiben.
Die Idée-Jazz-Bar beispielsweise, die in ihrer Neuauflage heuer zum zweiten Mal stattfand. Man traf sich wieder in der Gessnerallee, genauer in der ehemaligen Personalkantine. Diese wurde seit dem letzten Idée-Jazz ins kultig-trendige Restaurant El Lokal verwandelt und bot darum die absolut authentische Kulisse für den Jazzanlass.
Das fanden auch die Studenten der Musikhochschule Winterthur/Zürich, die drei verschiedene Combos stellten und sich ins Zeug legten. Schon bald waren Galerie und obere Bar, exklusiv den Idée-Gästen vorbehalten, bis auf den letzten Platz besetzt. Entsprechend jazzig und verraucht war auch die Stimmung. Nach dem letztjährigen Revival konnte sich das Idée-Jazz anscheinend bereits wieder seinen Platz in den Agenden sichern, was nicht nur der Besucheraufmarsch, sondern auch die Unterstützung durch die verschiedenen Donatoren zeigte.
Gleich zwei Tische wurden für Verantwortliche und Gäste von Sponsoringpartner Stocks gebucht. Mit Verlagsleiterin Patrizia Serra liessen sich Kundenberater Renato Oliva, Marketingfrau Vesna Despot, Rebekka Fässler, Stephanie Deuber, Urs Äberli und Reto Riesch vom neuen Anlegermagazin sowie deren Gäste Silvana Serra Zehnder von der Bank Julius Bär, Eveline Engeli, Event-Managerin bei Swiss Exchange SWX, und Ursi Gysin von Art & Ideas von den groovigen Jazzklängen hinreissen.
Von Publimedia genossen Kommunikationsleiterin Sabina Cadalbert, Webmanager Remo Fehr und Logistikleiter Walter Hug Prosecco und feine Häppchen vom Apérobuffet. Bestens betreut von Idée-Vorstandsmitglied Thomas Stuckert wurden auch die Vertreter von Sponsor Raverta/Marquard Medien, Ruth Mummenthaler, Christina Iten und Rolf Ruch. Die grosszügig verteilten Marquard-Magazine Joy und Shape kamen bei den weiblichen Besuchern gut an und wurden als Lektüre eingepackt.
Markus Marchel vom Beobachter, der den Event ebenfalls unterstützte, sah man in ein intensives Bargespräch mit Verlagsberaterin Yvonne Philipp vertieft. Veronika Landek wurde es aber neben den Beobachter-Damen Cornelia Brunschwiler und Susanne von Arx auch ohne Marchel nicht langweilig.
Ein herzliches Dankeschön sprach Natalie Schneider, die zusammen mit Monika Ducry und Roli Hofer seitens der Idée die Organisation besorgte, auch den Sponsoren Facts, Plakanda, Schweizer Werbeagenda, Gruner + Jahr und Druckladen aus. Zum Abschluss des gelungenen Abends versammelten sich die drei Bands übrigens zur Jamsession, und alle hätten gerne noch ein bisschen weitergemacht, hätte nicht die Polizeistunde dem Anlass zeitliche Grenzen gesetzt.
Dass das Leben eines Shortlistautors nicht nur aus Partybesuchen und Ausschlafen besteht, zeigte sich am nächsten Tag. Zu unchristlich früher Morgenstund hiess es Antreten zur Kundenreise der IP Multimedia. Die Vermarkter der Werbefenster von RTL, Pro7 und Kabel 1 laden jeweils Geschäftspartner auf eine Konzertreise zu den The-Dome-Events von RTL 2 ein. Mit dabei war neben den Abgebildeten auch Isabelle Vetter, deren Konterfei eifrigen Shortlist-Konsumenten schon einschlägig bekannt ist. Bereits zum vierten Mal fand der begehrte Trip statt, das Reiseziel hiess Berlin, und grosszügigerweise durfte auch die WerbeWoche mit von der Partie sein.
Kurze Verwirrung gab es vor dem Start. Als Treffpunkt war die Bye-Bye-Bar im Terminal A angegeben. Da sich diese aber im Terminal B befindet, war den IP-Multimedia-Reiseleitern Dominik Schrag und Marzio Frei die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, als man nach eifrigem Handygebrauch alle Schäflein am richtigen Ort versammelt hatte.
Aber dann gings Schlag auf Schlag, denn das Programm war gedrängt. Flug nach Berlin und Soforttransfer zum Hotel in den ehemaligen Ostteil, Instant-Sightseeing-Tour inbegriffen. Während nach dem Lunch einige dem vollen Magen Tribut zollten und eine horizontale Verschnaufpause einlegten, unternahmen andere eine Besichtigungstour in die nähere Umgebung; und zwei nicht genannt sein wollende Teilnehmer blieben gleich am Mittagstisch sitzen, um sich einer ausgedehnten Grappa-Degustation zu widmen.
Alsdann gings im Grosstaxi zum Konzert ins Velodrom, allwo neben den A-Teens vor allem Senkrechtstarterin Anastacia zu Begeisterungsstürmen hinriss. Und die diversen Eintrittskarten, Halsbändel und Armmanschetten in allen möglichen Farben sicherten nicht nur das Umgehen der langen Warteschlangen, sie ermöglichten auch den Zutritt zur VIP-Lounge und natürlich zur begehrten After-Show-Party, die bis tief in die frühen Morgenstunden hinein dauerte.
Ganz gewaltig freute sich Dominik Schrag angesichts der IP-Multimedia-Lounge. Der TV-Kundenberater von der Kreuzstrasse fühlte sich der bekannten Logos wegen gleich wie zu Hause. Und die Schweizer Delegation wurde denn auch sofort grosszügig mit Champagner und delikaten Häppchen versorgt.
Dass nicht nur das Konzert, sondern auch die After-Show-Party für allgemeine Zufriedenheit sorgte, ist ja wohl klar. So waren beim gemeinsamen Frühstück zwar nicht sehr ausgeschlafene, aber trotzdem nur zufriedene Gesichter zu sehen. Der Kurztrip dürfte allen Beteiligten für längere Zeit noch in Erinnerung bleiben.
Beat Fritsch
anlässlich der Idée-Jazz-Bar im Duett mit Idée-Vorstandsmitglied Natalie Schneider. Natürlich Käse – die Beiden singen sich nicht an, sondern Natalie Schneider muss dem WerbeWoche-Shortlist-Autor im Liveinterview Red und Antwort stehen. Tags darauf hiess es dann frühmorgens auf dem Flughafen Kloten antraben. Unter Federführung der IP Multimedia gab es eine kleine Kulturreise nach Berlin.
Wo Werber sonst Musikgehör entwickeln, nette Ausflüge machen oder auf irgendeine Weise die Post abgeht, wird an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch/shortlist
News: Ringier baut in Ungarn aus
Der Medienkonzern Ringier übernimmt den ungarischen Verlag Magyar Hirlap Rt., eine Tochtergesellschaft der Marquard-Media AG.
Er wird damit neuer Verleger der zweitgrössten Boulevardzeitung Ungarns, Mai Nap, und der Qualitätszeitung Magyar Hirlap sowie Besitzer einer Druckerei. Ringier war in Ungarn bereits mit der Tageszeitung Blikk und ihrer Sonntagsausgabe Vasarnapi Blikk Marktführer im Boulevardbereich. Die Gesamtauflage der Ringier-Zeitungen in Ungarn beträgt nach der neuesten Akquisition über 300000 Exemplare. Der Schweizer Verleger Jürg Marquard will sich in Zukunft in Ungarn auf das Zeitschriftengeschäft konzentrieren.
La Quotidiana zieht Kündigungen zurückDie Engadiner Redaktion der rätoromanischen Tageszeitung La Quotidiana wird nicht entlassen. Die Südostschweiz-Mediengruppe nahm die Kündigungen zurück, die sie Anfang November ausgesprochen hatte. Grund für die geplante Entlassung war, dass der Bund sich gegen eine Subventionierung von La Quotidiana aussprach. Der Kanton Graubünden setzte darauf eine Arbeitsgruppe ein mit dem Ziel, Vorschläge für eine bessere Verbreitung der rätoromanischen Presse auszuarbeiten. Als erstes Resultat können zwei der drei Engadiner Redaktoren bei La Quotidiana bleiben, der dritte wird von der rätoromanischen Nachrichten-agentur Agentura da novitads rumantscha übernommen.
Der Bund baut Lokalteil aus Der Bund startet am Samstag mit einem ausgebauten Lokalteil mit Schwerpunkt städtische Zentren. Aufgegeben wird stattdessen die Regionalausgabe Biel/Seeland, wie das Bieler Tagblatt berichtete. Die Redaktion in Biel bleibt aber bestehen. Für die Bericht-erstattung über Thun und Bern wurde die Lokalredaktion um 4,4 Stellen aufgestockt. Projektleiter Marc Lettau erklärte, der Bund wolle vermehrt für das ganze urban gesinnte Publikum im Kanton Lesestoff bieten. Absicht sei, sich auf der Aareachse Biel-Bern-Thun stärker zu positionieren. Man reagiere damit auf die Konzentration im Berner Oberland und die Pendlerzeitungen.
AZ Medien investiert in den druckDie AZ Grafische Betriebe AG hat mit dem Bau eines neuen, 10 Millionen Franken teuren Distributionscenters in Aarau begonnen. Die Investition erlaubt dem AZ-Zeitungsdruck nach eigenen Angaben eine Steigerung der Versandkapazität auf über 35000 Zeitungen pro Stunde. Auch die Leistungsfähigkeit und Flexibilität im Beilagen-Einsteckbereich werden erhöht. Die von Müller Martini, Zofingen, gelieferte Anlage soll im Mai 2001 installiert werden.
Honegger von Matt wird interaktiver
Ein Jahr nach der Gründung der PR-Unit unternimmt die Zürcher Honegger von Matt (HvM) mit der Einführung einer Webunit einen weiteren Schritt zur Full-Service-Agentur.
In der interdisziplinären Einbettung von integrierten Kommunikations- und Marketingkonzepten sowie in den Wechselwirkungen zwischen den Units sieht HvM ein fruchtbares Potenzial. Dominique von Matt kann sich vorstellen, die Karte der Thinktankagentur besser zu spielen.
Mit Stefan Schäfer und Oliver Fennel sicherte sich HvM ein Duo, das schon in den Pionierjahren des Internets zu den Kreativen unter den Surfern zählte. Das Team, das mit HvM Interactive firmiert, bietet umfassende Dienste für Lösungen im Internet und auf komplementären digitalen Plattformen an und sieht seine Arbeit im Kontext umfassender Kommunikationskonzepte.
Stefan Schäfer (28) ging nach abgeschlossener Lehre auf Weltreise und lancierte in New York die Internetagentur Limited Infinity. Dank Wissensvorsprung zog er, zurück in Zürich, die Elab Production & Consulting auf. Drei Jahre später wechselte er zu R.Ø.S.A., wo er als Projektentwickler tätig war. Kurz darauf haben sich sein und Fennels Weg gekreuzt.
Der Ex-Profi-Snowboarder kam über das Graphic Design (Boards und Sportswear) zur Werbung und erarbeitete in seinem letzten Jahr bei Guye & Partner unter anderem das Onlinelayout des Reiseveranstalters SSR Reisen, bevor er zum ersten Mal zu HvM kam. Nach zwei Jahren als Freelancer für Webprojekte kam er zu HvM zurück, wo Agenturkunden wie Keystone oder Toni die Notwendigkeit einer Agentur-eigenen Webbetreuung immer stärker nahelegten.
Keystone liess sich vom HvM-Team den Internetauftritt für seinen neuen Kreativwettbewerb «Cannes Open» designen. Den Gewinnern winkt nebst Ruhm eine Reise an den IAF Cannes 2001. Mehr zur Ausschreibung in der nächsten WerbeWoche. (la)
Ausserdem: Die neue Pressechefin der FDP heisst Barbara Perriard. Die 31-jährige Juristin folgt auf Guido Schommer, der Generalsekretär der Partei wird.
Die neue Pressechefin der FDP heisst Barbara Perriard. Die 31-jährige Juristin folgt auf Guido Schommer, der Generalsekretär der Partei wird. Publicitas Bern verliert ihren Anzeigenleiter für Bund und Stadtanzeiger Bern an den Kunden: Ab 1. J
Daniel Dunkel rückt bei der Schweizer Familie vom Stellvertreter zum Chefredaktor auf. Er löst auf den 1. Januar 2001 René Bortolani ab, der nach drei Jahren als Chefredaktor eine neue Aufgabe antritt: Bortolani übernimmt das neu geschaffene Amt eines Leiters Aus- und Weiterbildung für Journalisten bei der Tamedia.
Vor kurzem eröffnete die B-to-B-Kommunikationsagentur Wybo Haas & Tomczak, die seit Ende 1998 in der Schweiz vertreten ist, eine eigene Webabteilung. Leiter der Abteilung wird Interactive Mediamanager Adam Hagman.
Dominique Rutishauser stiess Anfang November als neuer Art Director zu Eugster Kommunikation, Rorschacherberg. Zuvor war er für Erat, Thoma & Herzog in Rorschach tätig. Ebenfalls neu bei Eugster Kommunikation ist Sandra Rohr als Marketing-/Werbeassistentin.
Jost Bühlmann hat nach über 12-jähriger Tätigkeit in der Werbe- und PR-Abteilung der Migrosbank das Unternehmen verlassen. Seine Nachfolge tritt Cinzia Sartorio an, die seit mehreren Jahren in dieser Abteilung tätig war. Neu zum Team dazugestossen ist Marlies Keck.
Neue Handicaps für die Golftitel
St. Galler Tagblatt lanciert im Frühjahr ein neues Golfermagazin
Der Markt der Golftitel kommt nicht zur Ruhe. Kaum hat sich das Nebeneinander von Urs Dilliers Golf & Country und Ursula Meiers Verbandszeitschrift Golf Suisse einigermassen eingependelt, ist bereits wieder ein neues Konkurrenzprodukt unterwegs. Dieses Mal ist es die NZZ-Tochter St. Galler Tagblatt, die im Frühjahr ein monatliches Magazin rund um den Golfsport lancieren will. Dies bestätigte Hans-Peter Klauser, Geschäftsleiter des St.Galler Tagblatts, der WerbeWoche. Details mochte Klauser allerdings keine verraten, da man noch voll in der Planung des neuen Magazins drin stecke.
Eines ist hingegen bereits jetzt klar: Das neue Heft wird den Markt der Golftitel erneut aufmischen – und für blutige Köpfe sorgen –, darüber sind sich die Kontrahenten einig. «Der Markt ist voll abgedeckt», ist Urs Dillier überzeugt. Auch Ursula Meier glaubt: «Ein neues Heft kann sich nur auf Kosten der bestehenden Titel etablieren.»
Das sind derzeit in erster Linie die beiden Marktleader Golf & Country und Golf Suisse, die beide sowohl den Deutschschweizer wie den Westschweizer Markt bedienen. Von der angekündigten neuen Konkurrenz weniger zu fürchten haben hingegen Golf & Sports Events, das nur in der Romandie erscheint, sowie das viermal jährliche publizierte Golf & Life, das mit seiner zweisprachigen Ausgabe ebenfalls den Tessiner Markt abdeckt.
Im Markt der Golftitel herrschen Saisonzwänge
Doch für die beiden Marktleader dürfte es mit einem weiteren Konkurrenten eng werden. Insbesondere im Inserentenmarkt sieht Piero Schäfer Engpässe. Er besorgt mit seinem Büro für Publizistik Redaktion und Desktop-Publishing für Golf Suisse. «Wir machen heute sechs Ausgaben pro Jahr und kommen damit über die Runden», sagt Schäfer, «zusätzliche Ausgaben würde der Anzeigenmarkt aber kaum finanzieren.»
Eine weitere Klippe, die Piero Schäfer in den drei Jahren seit Bestehen von Golf Suisse kennengelernt hat, ist die enorme saisonale Abhängigkeit: «Im Frühjahr boomt jeweils der Inserentenmarkt, denn zum Auftakt der Saison wollen jeweils alle inserieren, die mit Golf etwas zu tun haben. Doch im Herbst und Winter wird es dann sehr schwierig.» Und auch Konkurrent Dillier ist überzeugt, dass die Zielgruppe Golfer grenzenlos überschätzt werde.
Und er muss es ja wissen, denn als Ursula Meier vor etwas mehr als drei Jahren ihr Golf Suisse auf den Markt brachte, bahnte sich für Golf & Country ein schmerzhafter Aderlass an. Allein zwischen 1998 und 1999 schrumpfte die verkaufte Auflage von 8239 auf 5420 Exemplare. Und dabei hatte Dillier das neue Heft selber provoziert.
Gerade erst hatte er das von seinem Vater vor rund 50 Jahren gegründete Golf & Country von den Berner Tagblatt Medien zurückgekauft und mit seinem Golfmagazin zusammengelegt, als er sich auch schon mit Piero Schäfer überwarf, der für das fusionierte Heft Redaktion und Desktop-Publishing besorgt hatte. Der geschasste Schäfer gründete daraufhin zusammen mit dem Volketswiler Medienverlag Meier das Magazin Golf Suisse.
Dabei gelang ein wichtiger Schachzug: Golf Suisse wurde Mitgliederzeitschrift des Golf-verbandes Association Suisse de Golf (ASG), während Golf & Country seine bisherige Funktion als Publikationsorgan des Verbandes einbüsste. Mit den erwähnten fatalen Folgen für die Entwicklung der Auflage.
Ein Golfmagazin als Ersatz für das geschwächte Smash?
Wie wichtig die Zusammenarbeit mit dem Golfverband für den Erfolg eines Magazins ist, hatte sich bereits vor drei Jahren deutlich gezeigt. Eine Zusammenarbeit, an der sich laut Golf-Suisse-Herausgeberin Ursula Meier vorderhand auch nichts ändern werde. «Denn wir haben mit der ASG einen mehrjährigen und exklusiven Vertrag», sagt Meier.
Aber weshalb will das St. Galler Tagblatt trotzdem den Versuch mit einem neuen Golfer-heft wagen? Ein wichtiger Grund könnte der bevorstehende Aderlass für das Tennismagazin Smash sein, neben dem man rechtzeitig ein weiteres Standbein im Bereich Sportmagazine etablieren möchte.
Golfer spielen die Tennis-Cracks an die Wand
Denn per Januar 2002 hat der Verband Swiss Tennis den Pflicht-Abonnement-Vertrag mit Smash gekündigt. Der Grund für dieses Vorgehen: Der Tennisverband setzt künftig auf das Internet für die Information seiner Mitglieder und ist deshalb nicht mehr im gleichen Umfange wie bisher auf ein Partnermagazin angewiesen. Das heisst, Smash muss der Übergang zu einem ganz normalen, marktfähigen Magazin gelingen.
Und das ist angesichts der aktuellen Entwicklung gar nicht so einfach. Denn wie sich seit einigen Jahren zeigt, wird Tennis immer mehr vom Golfsport abgelöst. Da macht es durchaus Sinn, auch publizistisch auf den neuen Trend zu setzen.
Steht Radio Aktuell vor einer Namensänderung?
Radio Ri und Radio Aktuell, die seit vergangenem April im Programmbereich zusammenarbeiten, werden ab dem 2. April kommenden Jahres ihre Programme zusammenlegen und künftig einheitlich auftreten.
Als Reaktion auf die Programmfusion erwägt Radio Top, ein Gesuch um Konzessionserweiterung für das Rheintal an das Bakom zu stellen, sagte der Radio-Top-Geschäftsführer Günter Heuberger der WerbeWoche. Seit Dezember 1999 ist die St. Galler Tagblatt AG (SGT), die Aktionärin bei Radio Aktuell ist, auch zu 35 Prozent an Radio Ri beteiligt. Weitere Radio-Ri-Aktionäre sind die Medien Z Holding (35 Prozent) und regionale Verleger (30 Prozent), darunter auch die BuchsMedien. Ein gewichtiges Wort in diesem Konzert der unterschiedlichen Anteilseigner spricht zudem die Neue Zürcher Zeitung mit: Sie hält 58 Prozent an der BuchsMedien und 70 Prozent am SGT. (mk)
News: Guinness sucht weltweite Agentur
Der britische Bierbrauer Guinness hat zwei seiner sechs Werbeagenturen, Abbott Mead Vickers BBDO (AMV) und Saatchi & Saatchi, zum Pitch um sein weltweites Budget geladen.
Bisher betreute AMV
in Grossbritannien, während Saatchi für Afrika und die Karibik zuständig war.
Interpublic kauft DeutschDie Werbeholding Interpublic Group of Companies (IPG) übernimmt die US-Werbeagentur Deutsch. Der Kaufpreis wird auf 250 bis 350 Millionen Dollar geschätzt. Mit einem Bruttoeinkommen von 133 Millionen Dollar und Billings von 1,2 Milliarden Dollar 1999 war Deutsch eine der grössten unabhängigen US-Agenturen. Deutsch wird als drittes IPG-Netzwerk neben McCann-Erickson und Lowe Lintas geführt.
Mindshare gewinnt Media von UnileverUnilever konzentriert seine Mediaplanung und auch den Broadcast-Einkauf (mit Ausnahme der Marken Slimfast und Ben & Jerry’s) bei Mindshare. Die Agentur setzte sich im Pitch um den Etat, der auf 1,2 Milliarden Franken geschätzt wird, gegen Initiative Media durch. Vor der Konsolidierung hatte Unilever neun Agenturen in den USA unter Vertrag, wobei Mindshare den Grossteil der Markenplanung und Initiative Media den nationalen und lokalen TV-Einkauf betreute.
Coca-Cola und Interpublic schliessen AllianzDie Coca-Cola Company betreut die Werbeholding Interpublic mit ihrer Hauptmarke Coca-Cola. Interpublic soll Coke – laut der Brand-Studie von Y&R die stärkste Marke der Welt – weltweit zu einer konsistenten Strategie verhelfen. Dazu gründen Interpublic und Coca-Cola ein «Marketing Communication Advisory Council». Die Vorgaben des Councils sollen dann von den lokalen Marketingabteilungen Coca-Colas ihren Märkten angepasst werden. Coke wird in über 200 Ländern und 125 Sprachen beworben. Das weltweite Budget dürfte rund eine Milliarde Dollar betragen.
