Bild eines homosexuellen Paares gewinnt ersten Preis

Der Preis für das World Press Photo of the Year 2014 geht an den dänischen Fotografen Mads Nissen, Fotograf für die dänische Tageszeitung «Politiken», vertreten durch Panos Pictures.

Das Bild zeigt Jon und Alex, ein homosexuelles Paar während eines intimen Moments in Sankt Petersburg, Russland. Das Leben für lesbische, schwule, bisexuelle oder transsexuelle Menschen (LGBT) wird immer schwieriger in Russland: Sexuelle Minderheiten sind zunehmend Belästigungen, juristischen und sozialen Diskriminierungen und sogar gewalttätigen Hassverbrechen aus konservativen, religiösen oder nationalistischen Kreisen ausgesetzt. Das World Press Photo of the Year 2014, welches auch den ersten Preis für die Kategorie «Contemporary Issues» gewonnen hat, ist Teil des umfassenden Projekts «Homophobia in Russia» von Mads Nissen im Auftrag von Scanpix.

Die internationale 17-köpfige Jury prämierte die besten Werke in acht Kategorien aus 97‘912 Vorschlägen, eingereicht von 5‘692 Fotografen aus 131 Ländern. Die US-Amerikanerin Michelle McNally, Jury-Mitglied sowie Leiterin Fotografie und stellvertretende Redaktionsleiterin der «New York Times», begründet die Wahl so: «Es ist ein historischer Zeitpunkt für das Bild… das Siegerbild muss ästhetisch und bedeutungsvoll sein und zugleich das Potential haben, eine Ikone zu werden. Dieses Bild ist ästhetisch, kraftvoll und besitzt Menschlichkeit.»

Bereits zum achten Mal holt Keystone – zusammen mit den Leading Partnern Canon und Baumann & Cie, Banquiers sowie gdz und den Medienpartnern NZZ am Sonntag und persönlich – die World Press Photo Ausstellung nach Zürich: Vom 7. – 31. Mai 2015 gastieren die preisgekrönten Fotografien im Folium in Sihlcity. Jean-Claude Biver, «Chairman of Hublot and President of LVMH watches division», wird die Ausstellung in Zürich eröffnen.

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Naturprodukt in Szene gesetzt

Art Directorin Catherine Martin hat im Direktmandat den Gesamtauftritt für Moringa Pure konzipiert und realisiert. 

Die Blätter des Moringabaumes tragen grosse Mengen an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Aminosäuren und Antioxidantien in sich. Moringa kann zur Nahrungsergänzung eingenommen werden und dient der Herstellung von Kosmetikprodukten. Der Rohstoff für Moringa Pure wird in Teneriffa ohne Dünger und unter Ausschluss jeglicher Pflanzenschutzmittel biozertifiziert angebaut.

Die freischaffende Art Directorin Catherine Martin hat im Direktmandat den Gesamtauftritt für Moringa Pure konzipiert und realisiert. Er umfasst sämtliche Massnahmen, vom Naming über Logo, Claim und Briefschaften bis zu Website, E-Shop und dem Packaging der umfangreichen Produkt-Palette. Der Auftritt soll die die Moringa-Philosophie unterstreichen, dass Gesundheit und Genuss sich nicht ausschliessen müssen.

Verantwortlich bei Catherine Martin Art Direction: Catherine Martin (Konzept, Art Direction und Graphic Design), Markus Graf (Bildbearbeitung), Reto Knödlseder / Webgarage (Programmierung).

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Romantik-Nachhilfe dank Chocolat Frey

Zumindest einmal im Jahr sollten Männer ihre süsse Seite zeigen. Und zwar am Valentinstag. Und damit das nicht in einem Desaster endet, zeigen Chocolat Frey und Christa Rigozzi den Männern, wie das richtig geht: In der Adoro Valentinstag-Academy.

Auf Frey-valentinstag.ch kann man mit Christa Rigozzi üben, wie man richtig Komplimente macht, aufmerksam zuhört oder das richtige Geschenk auswählt. Unter den Teilnehmern werden unter Anderem zehn romantische Wochenenden in Paris verlost. Beworben wird die Promotion mit POS-Massnahmen, Inseraten, Facebook Ads, Online-Banner sowie Pre-Rolls.

Verantwortlich bei Chocolat Frey: Christian Plume (Brand Manager Confiserie). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Barbara Hartmann, David Hugentobler, Pablo Schencke, Lukas Tauss (Kreation), Johannes Raggio (ECD), Michael Gassler, Fernando Gort, Tiffany Gaggia (Beratung), Erasmo Palomba (FFF), &Söhne (Filmproduktion), Tobias Weber (Regie), Pierluigi Macor (Fotografie), Süsstrunk & Jericke (Bildbearbeitung), Station (Online).
 

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https://www.youtube.com/watch?v=8lqBXMcFVoM

 

https://www.youtube.com/watch?v=FsnEug0jc5M

https://www.youtube.com/watch?v=AA6spGeNEEU

Bei Mängeln muss der Vermieter ran

Wer friert oder vom Nachbarn genervt ist, kann seinen Vermieter dafür haftbar machen.

Vielleicht kennen Sie das: Sie sitzen im Büro und frieren, weil die Heizung spinnt; die Wand ist mit grauen Flecken übersät, da die Fassade schlecht isoliert ist; oder Sie können sich nicht konzentrieren, seit sich im Raum nebenan eine Musiklehrerin eingemietet hat. Solche Zustände können Mieter ganz schön nerven. Oder – wie es die Juristen sagen – sie schränken sie im vertragsgemässen Gebrauch der Mietsache ein. Das sind mietrechtliche Mängel, die der Vermieter zu beseitigen hat. Also im äussersten Fall: die Heizung ersetzen, die Fassade isolieren, die Musiklehrerin auf die Strasse stellen. Auch wenn oft mildere Massnahmen zur Lösung führen, haben Vermieter manchmal kein offenes Ohr für Probleme dieser Art. Als Mieter bleibt Ihnen dann bisweilen nur noch, den Mietzins auf einem Sperrkonto zu hinterlegen, das Ihnen die zuständige Schlichtungsbehörde in Mietsachen bekannt gibt. Einfach so weniger Miete zu zahlen, ist nicht empfehlenswert – das kann von einer Betreibung bis zur vorzeitigen Kündigung zur Folge haben! Setzen Sie dem Vermieter daher eingeschrieben eine Frist zur Mangelbehebung und drohen Sie ihm an, dass Sie die künftigen Mietzinse sonst hinterlegen würden. Lässt er die Frist unbenutzt verstreichen, teilen Sie ihm – wiederum schriftlich – mit, dass Sie nun hinterlegen. Stellen Sie dann innert 30 Tagen seit Fälligkeit des hinterlegten Mietzinses ein Schlichtungsbegehren. Im Schlichtungsverfahren geht es um die Mangelbehebung, aber auch darum, wie viel des hinterlegten Mietzinses Ihnen im Sinne einer rückwirkenden Mietzinsreduktion ausbezahlt wird und wie viel der Vermieter erhält. Das Schlichtungsverfahren ist kostenlos. Endet es ohne Vergleich, kann Ihnen die Behörde einen Urteilsvorschlag unterbreiten, der zum rechtskräftigen Entscheid wird, wenn ihn keine Partei ablehnt. Andernfalls erhält die ablehnende Partei die Klagebewilligung. Die Behörde kann Ihnen als klagender Mieter aber auch direkt die Klagebewilligung ausstellen. Ab Klageeinreichung bei Gericht fallen Verfahrenskosten an, die letztlich die unterliegende Partei tragen muss.

Doch Vorsicht: Ein Vermieter muss nicht jeden noch so geringfügigen Mangel beseitigen. Für den sogenannten kleinen Unterhalt sind Sie als Mieter selber zuständig. Darunter fällt nicht bloss das Auswechseln einer Glühbirne. Aber viele Arbeiten, die im Mietvertrag auf den Mieter überwälzt werden, muss er nicht übernehmen: In den letzten Jahren haben verschiedene Gerichtsurteile klargestellt, dass nur kleiner Unterhalt sein kann, was ein Durchschnittsmieter ohne Fachkenntnisse selber zu leisten in der Lage ist. Braucht es einen Fachmann, muss der Vermieter zahlen. Dass diese Entscheide Wohnungen betrafen, ändert nichts – die gesetzlichen Bestimmungen für die Miete von Gewerberäumen sind weitgehend die gleichen. Einen Spezialfall stellen selbstverständlich die Rohbaumieten dar: Hier müssen Sie als Mieter in der Regel für sämtliche Mängel an den von Ihnen eingebauten Teilen aufkommen.

Patrick Strub ist Berater im Beobachter-Beratungszentrum

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Beobachter.ch/buchshop

Benötigen Sie eine Rechtsberatung? Das Beobachter-Beratungszentrum bietet Ihnen und
Ihren Mitarbeitern eine telefonische Expertenberatung zu Rechtsfragen Ihrer Firma an – 6 Monate für nur Fr. 120.–. Bestellen Sie das Beratungs- Package für KMU unter Beobachter.ch/kmu/vorteil oder 0800 83 0800.

Déformation professionelle – Berufskrankheiten in Werbung und Marketing

Axel Eckstein, Executive Creative Director bei Leo Burnett Schweiz, schreibt in der Werbewoche über Pathologisches in Werbung und Marketing. In der dritten Folge: Goldfieber (febre auri).

Beschreibung

Goldfieber ist eine schwach ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Goldfiebervirus verursacht wird. Als Zwischenwirt dienen dem Virus Kreative, die es auf reguläre Foto-, Film- und Radioproduktionen übertragen.

Erreger

Goldfieberviren gehören zur Familie der Reputationsviren. Es sind zwei Unterarten bekannt. Aurivirus extramile macht Dialoge lustiger, Pay-offs überraschender und Logo-Charts schöner, während das Virus der weitaus häufigeren Spezies Aurivirus focus so beschaffen ist, dass es durch Pretests zerstörte Grundideen rudimentär wiederherstellt.

Übertragung

Die Übertragung des Goldfiebervirus erfolgt durch das Hervorholen einer alternativen Manuskriptversion, sobald der Werbeauftraggeber den Drehort bzw. das Tonstudio endgültig verlassen hat oder nur kurz aufs WC geht. Das gesamte Produktionsteam kann sich infizieren mit Ausnahme von Beleuchtern, die eine lebenslange Immunität besitzen.

Krankheitsverlauf

Goldfieber führt auf Agentur- wie Produktionsseite zu Arbeitszeitweitung bei gleichzeitiger Senkung des Profitspiegels. In der eigentlichen Exekutionsphase zeigen die betroffenen Kreativen kurzzeitige Stimmungsaufhellungen, die in regelmässigen Schüben von noch anwesenden Budgetverantwortlichen neutralisiert werden. In 0,5 Prozent der Fälle manifestiert sich eine zweite Phase der Krankheit mit einem Awardgewinn bei einem osteuropäischem Festival.

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50 Jahre TV-Werbung in der Schweiz: Von der Bewirtschaftung des Mangels zum Angebotsboom

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Allgemein

Keine Zeit für Werbung

Uhrenwerbung tickt anders als das Marketing für Massenprodukte. Mit dem Zeitmesser wird vor allem auch ein Mythos verkauft. Aber wer sich eine Uhr für 20 000 Franken leistet, opfert kaum viel Zeit für Werbekampagnen.

Der arme Kerl, der 20 000 Franken ausgibt, um die Zeit ablesen zu können, tut mir leid. Dafür hat man das Handy», meinte Jean-Claude Biver einmal in einem Referat. Der frühere Swatch-Manager, der später mit seinem eigenen Unternehmen die Luxusmarke Hublot gross gemacht hat, weiss nicht nur, wozu Uhren dienen. Er weiss auch, wie seine Kundschaft tickt: «Im Luxusmarkt ist zu beobachten, dass jemand, der 4000 Franken für eine Uhr ausgibt, im gleichen Jahr kaum mehr eine zweite kauft. Der Kunde kommt auch im dritten Jahr noch nicht zurück.» Jemand, der für 20 000 Franken eine Uhr kauft, und sie gefällt ihm, «kauft aber nach drei Monaten noch einmal mindestens drei oder vier weitere dazu», verrät Biver.

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Die SIHH in Genf zählt zu den renommiertesten Uhrenmessen der Welt (oben). Sie richtet sich nur an Verkäufer. Die Messe in Basel (unten) ist auch für Endkunden offen.

In der Schule für Marketing lerne man das nicht. Und deshalb wirkt auch die Werbung für Uhren meistens wie aus einer ganz anderen Zeit. Mit einer Uhr im Luxussegment will sich der Mensch etwas anderes leisten. Er will sich einen Traum erfüllen und kauft sich dazu ein Statussymbol.

«Eine Uhr zeigt, wer ich bin, welche Erziehung ich habe, welche Kultur und welche Persönlichkeit», lautet die wichtigste Erkenntnis der Strategen für Uhrenwerbung. Image ist deshalb der treibende Faktor, nach welchem die Mechanik im Uhrenmarkt tickt. Das zeigen auch die Kampagnen, die jährlich im Oktober beim «Prix Suisse de la Campagne Horlogère de l’Année» vergeben werden. Der Wettbewerb rund um die Ringier-Publikation Montre Passion hat für 2014 die Kampagne «L’instant Chanel» – mit stilvollen Schwarz-Weiss-Bildern aus exklusiven Momenten – zum Sieger gewählt. In der Kategorie Film hat «Don’t crack under pressure» von Tag Heuer gewonnen – mit Aufnahmen von Persönlichkeiten beim erfolgreichen Meistern von Situationen im Sport, auf der Bühne, beim Kunstmalen oder auch beim Kochen in einem Gourmet-Lokal.

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Die Luxusmarke Hublot sponsert die Fussball-EM. Aber Jean-Claude Biver will an diesem Massenevent keine Uhren verkaufen, sondern nur einen Mythos für sein Image
aufbauen. Dazu lässt er auch einen Brand-Ambassador wie Pelé auftreten. Exklusiver setzt das Label IWC auf Stars als Markenbotschafter, zum Beispiel auf Emily Blunt und Christoph Waltz. Als Kulisse für die Traumwelten der Uhrenwerbung dient regelmässig die Formel 1.

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Am POS wird alles erlebt und entschieden

Ihren Höhepunkt findet das Inszenieren einer solchen Prestigewelt jeweils im Januar an der Uhrenmesse in Genf. Für diesen Event, wo ausgewählte Luxuslabels ihre Neuheiten feiern, werden für wenige Tage Dekorationsbauten mit Kosten von mehreren Millionen aufgebaut. Zu sehen bekommt sie allerdings nicht der Endkunde, sondern nur eingeladene Händ-ler. Diese werden in Genf umgarnt mit exklusiven Events, wo der Wiederverkäufer im Kreis von illusteren Gästen aus der Welt des Glamours für ein paar Stunden tatsächlich die Zeit vergessen und sich nur auf das Verstehen von Träumen konzentrieren kann. Denn eine weitere Mechanik der Uhrenwerbung zeigt: «Beworben» wird ein potenzieller Kunde vor allem am POS.

Selektive Distribution ist die Art der Vertriebswege. Die grossen Luxusuhrenkonzerne wollen für ihre Parademarken durch eigene Boutiquen weltweit vertreten sein und somit auch einheitlich und authentisch wahrgenommen werden. Auch kleinere Marken streben immer mehr nach eigenen Vertriebsformen. Mit diesen kann sich eine Marke ihr eigenes Umfeld schaffen, an jedem beliebigen Ort der Welt ihr Image präsentieren und ihr komplettes Sortiment vorzeigen.

Trotzdem wird die grosse Masse bei der Uhrenwerbung nicht ganz ausser Acht gelassen. Einmal mehr ist es hier Jean-Claude Biver, der für seine Hublot zwei anscheinend völlig unpassende Welten zusammenbringt. Die Edelmarke sponserte bereits 2008 das populäre Fussballhappening Euro 08 sowie 2012 die EM in der Ukraine. Aber wer sollte dort im Stadion eine 20 000 Franken teure Uhr kaufen? «Der Mythos einer Marke wird nicht dort geschaffen, wo sie auch verkauft wird», weiss Top- Verkäufer Biver. Und er kann seine Theorie belegen: Jedes Kind in den Favelas von Rio kennt die Marke Ferrari. Für Millionen TV-Zuschauer ist dieses Auto ein Traum. Aber kaum jemand kann sich ein solches Auto leisten. «Umso erfüllter wird der Traum für die, die es wirklich geschafft haben.»

Andreas Panzeri
 

«User-Daten interessieren uns nicht»

Seit Juli 2014 gibt es eine Schweizer Alternative zu Google: Die «Antwortmaschine» Swisscows.ch, die auf eine semantische Suche setzt, keine Userdaten speichert – und damit auf beglaubigte Reichweitenzahlen verzichtet.

Zur Person: Andreas Wiebe, geboren 1974, ist Russlanddeutscher. 1989 kam er nach Deutschland und studierte Industrie- Elektronik in Bonn. Er gründete diverse Firmen, deren Produkte mehrfach mit IT-Innovationspreisen ausgezeichnet wurden. 2008 startete er in der Schweiz die Hulbee AG für Hard- und Software-Entwicklung.

Swisscows.ch wird von der Hulbee AG in Egnach TG betrieben. Die Werbewoche sprach mit Andreas Wiebe, CEO und Gründer von Hulbee, über sein Projekt, sein Geschäftsmodell und Expansionspläne. Wiebe wird am 3. März auch am Schweizerischen Marketingtag in Luzern auftreten.

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2014 haben die Schweizer am häufigsten nach «WM 2014», «iPhone 6» und «Michael Schumacher » gegoogelt. Ihre Suchmaschine Swisscows startete im Juli, also mitten in der WM – wie sieht die Swisscows-Rangliste aus?
Andreas Wiebe: WM 2014, iPhone 6, Conchita Wurst.

Swisscows.ch sei nicht bloss eine Suchmaschine, sondern die erste intelligente Antwortmaschine, schreiben Sie auf der Website. Können Sie das konkretisieren?
Bei Suchmaschinen wie Google oder Yahoo wird der eingegebene Suchbegriff im Index der Maschine gesucht und zurückgeworfen, egal zu welcher Thematik er passt. So erhält man x-tausend Dokumente. Doch mit wachsendem Informationsvolumen ist dies nicht zukunftstauglich. Deshalb setzen wir bei Swisscows auf eine semantische Suche: Hinter jedem Begriff steht quasi ein dicker Ordner mit vielen Stichwörtern, die zum Suchbegriff passen. Zu «WM» passt WM 2014, Brasilien, Messi, Blatter, aber auch WM 2010, Leichtathletik-WM oder Wachtmeister (Wm). Swisscows analysiert diese, fasst sie zusammen und stellt sie in Form von Kacheln dar.
 
Ich erhalte also nicht bloss seitenweise Ergebnisse, sondern auch eine bildliche Darstellung möglicher Zusammenhänge, mit der sich die Suche mit einem Klick eingrenzen lässt?
Richtig. Insgesamt kommt der Suchende so schneller zu den gewünschten Informationen. Darum reden wir von einer Antwortmaschine.
 
Nach dem Start der Websuche haben Sie weitere Assets lanciert.
Als Zweites lancierten wir «Annonce» für die Werbetreibenden. Das ist der Platz, wo Firmen Werbung setzen dürfen. Das funktioniert ähnlich wie Adwords von Google, ist aber selbst entwickelt. Danach brachten wir die Bildsuche, im November die Videosuche und im Dezember die Musiksuche. Neuerdings haben wir auch eine mobile App.
 
Was ist bei der Bild- und Musiksuche anders als bei Google?
Fährt man mit dem Curser über die Bilder, erscheinen drei Funktionen, die diese Bildsuche effizienter gestalten. Zudem lässt sie sich geografisch eingrenzen. Für die Musiksuche arbeiten wir mit Soundcloud zusammen, der wohl grössten Musikdatenbank. Dank eines Players kann der User zudem seine eigene Playlist zusammenstellen und diese auch unterwegs hören. Wichtig dabei ist die Sicherheit des Nutzers: Dieser Bereich bleibt völlig anonym.
 
Welchen Mehrwert bietet Swisscows bei der Videosuche?
Im Moment handelt es sich bloss um eine Suche auf YouTube, weil dies unsere User gewünscht haben. Da YouTube aber seine User überwacht und auswertet, schalteten wir einen Proxiserver dazwischen. So sieht YouTube weder, woher der User kommt, noch, wer was sucht. Für YouTube ist einzig erkennbar, dass die Suche von Swisscows aus getätigt wird. Der User kann also diskret suchen. Will er aber ein Video ansehen, warnen wir ihn, weil er dann den geschützten Bereich verlässt. Wir sind allerdings daran, ein eigenes Videoportal aufzubauen, doch das dauert noch.

Planen Sie Weiteres?
In der zweiten Hälfte Februar lancieren wir einen Übersetzungsdienst. Später folgt ein Tool, mit dem man Videos nach Ton und Text durchsuchen kann. Drittens planen wir einen Service, mit dem sich Texte, ja ganze Bücher auf eine beliebige Länge zusammenfassen lassen.

Auf der Website heisst es: Swisscows speichert keine User-Daten. Weder IP-Adressen noch Tracking Cookies, noch Suchbegriffe. Gar nichts. Warum?
Ich warne schon seit 14 Jahren vor der Überwachung. Uns interessieren diese Daten nicht und wir wollen sie auch niemandem weitergeben. Von unserer Marketingabteilung kam zwar der Einwand, dass wir damit auf schnelle Einnahmen verzichten. Doch wir haben uns für die Sicherheit der Nutzer entschieden.

Wer garantiert mir, dass Sie wirklich keine Daten speichern?
Derzeit gebe ich als Swisscows-Gründer einfach mein Ehrenwort. Aber wir sind daran, einen Security-Beirat aus glaubwürdigen und kompetenten Personen ins Leben zu rufen, die unseren Verzicht auf Datenspeicher bestätigen können.

Das ist umso nötiger, als ein europäischer Geheimdienst einmal von Ihnen eine Softwarelizenz für Dokumentenmanagement gekauft hat.
Ja, das war 2002, aber bei einer meiner anderen Firmen. Die Hulbee AG tut dies nicht.

Dennoch bringt Sie dies in die Nähe der Geheimdienste und des Militärs. Zweifel, ob Sie und die Hulbee AG wirklich sauber sind, wären verständlich.
Es ist anders herum: Gerade weil ich damals sah, was seitens der Geheimdienste abgeht, kam ich zum Schluss, dass der User unbedingt geschützt werden muss. Auch Edward Snowden hat im NSA-System gearbeitet und entschied irgendwann auszusteigen. Mir erging es ähnlich, auch wenn ich nie so tief drin war wie er.

Swisscows behauptet, monatlich 3,5 Millionen Page-Impressions (PI) und rund 800 000 Unique User (UU) zu haben. Doch Swisscows lässt sich bei NET-Metrix gar nicht erheben.
Weil dies voraussetzt, dass wir Cookies setzen und somit einen Teil der Userinformationen speichern.

Wie kommen Sie dennoch zu den Zahlen?
Unser Server zeigt uns an, wie viele Suchanfragen getätigt und welche Suchbegriffe eingegeben wurden. Aktuell sind es 3,5 Millionen Suchanfragen pro Monat. Daraus leiten wir ab, dass bei jeder Suchanfrage etwa vier bis fünf Sites angeschaut werden – wie bei Google. Daraus ergibt sich die ungefähre Anzahl UU. Wir kennen aber weder deren IP-Adressen noch woher sie kommen oder wohin sie gehen.

Sie zählen also die Suchanfragen, können sie aber nicht beglaubigen lassen.
Richtig. Und die Zahl der UU ist bloss geschätzt.

800 000 UU entsprechen etwa der Reichweite von Bluewin oder Blick online. 3,5 Millionen PI entsprechen etwa den Seitenaufrufen bei Ticketcorner.
Wir sind sehr glücklich, dass Swisscows nach nur einem halben Jahr bereits auf eine so gute Nachfrage stösst.

Wie sieht Ihr Geschäftsmodell aus?
Wir haben das Angebot «Annonce», das unten auf unserer Website zu finden ist. Eine Anzeige kostet dort mindestens 150 Franken und es funktioniert wie bei Google: Klickt jemand darauf, wird vom Guthaben ein Franken abgebucht.

Wie steht es um Ihren Werbeumsatz?
Er steigt langsam. Auch grosse Unternehmen testen uns derzeit. Diese Testphase dürfte Mitte Jahr zu Ende gehen. Wir werden dann wie Google je nach Suchbegriff unterschiedliche Preise verlangen. Die Platzierung der Anzeige im Umfeld «iPhone» wird dann mehr kosten als bei «Sumpfdotterblume». Preislich werden wir aber günstiger sein als Google.

Wann rechnen Sie mit Break-even?
Swisscows sollte Ende 2015 Break-even sein. Zusätzlich haben wir ja auf der Startseite noch eine Kachel als Banner – das ist für Brandingwerbung und damit teurer als eine Annonce.

Wie viel haben Sie in Swisscows investiert?
Ein paar Millionen. Derzeit sind dafür 54 Mitarbeiter tätig.

Wie kamen Sie auf den Namen Swisscows?
Wir wollten unbedingt Swissness im Namen haben. Aus mehreren Gründen: Wir wollen betonen, dass wir aus Europa heraus agieren und nicht etwa aus den USA. Im derzeitigen Cyberkrieg steht Swiss zudem für Neutralität. Drittens steht Swiss auch für Qualität. Für den zweiten Teil des Namens suchte ich einen Begriff, der bildhaft für die Schweiz steht. Für mich sind das die Kühe, mehr als Rolex oder Käse. Zudem: Die Kuh ist nicht aggressiv und ihre Milch ist ein wunderbares Produkt. Genauso ist es mit Swisscows: Wir wollen niemanden angreifen oder ausspionieren. Unser Produkt soll einzig den Menschen nützen. 

Denken Sie an Expansion?
In Deutschland und Österreich sind wir bereits, und die Nachfrage dort ist ebenfalls gross. Weil wir viele Anfragen aus Grossbritannien und den USA erhielten, werden wir etwa ab Mai 2015 auch dort aktiv – unter gleichem Namen. Die Server bleiben aber in der Schweiz. Zudem entwickeln wir unser Angebot weiter. Denn das, was wir mit Swisscows beweisen, werden wir nun auch als Produkte für Unternehmen anbieten – für deren Suche nach internen Daten. Dafür hatten wir schon sehr viele Anfragen.

Swisscows ist also sozusagen das Aushängeschild für Hulbee.
Richtig.

Sie werden am Schweizerischen Marketingtag vom 3. März 15 auftreten, der unter dem Motto «Von Big Data zu Big Inspiration» steht. Was wird Ihre Botschaft sein?
Unter Big Data verstehe ich all die unstrukturierten Daten, die ungenutzt in den Unternehmen gespeichert sind. Big Data ist Wissen, das sich im Chaos befindet. Wer lernt, dieses Wissen zu verstehen und zu nutzen, wird die Zukunft formen. Dennoch appelliere ich an die Unternehmen: Verzichtet darauf, eure Mitarbeiter mit der Strukturierung dieser Daten zu beauftragen. Besorgt euch besser Werkzeuge, die diese Informationen automatisch analysieren. Hulbee entwickelt seit Jahren solche Werkzeuge, etwa die Software «DataCloud» (http://www. hulbee.com/produkte/datacloud/).

Markus Knöpfli

Ogilvy macht Ford technisch begehrenswert

Ogilvy & Mather hat für Ford eine 16-seitige Carline-Broschüre umgesetzt. Sie lehnt sich an die kommende Frühlingskampagne «Ford Freetech» an.

Auch dieses Frühjahr präsentiert Ford seiner bestehenden und potentiellen Kundschaft wieder seine aktuellste Modellpalette. Angelehnt an die ebenfalls von Ogilvy & Mather Zürich entwickelte Frühlingskampagne, die unter dem Motto «Ford Freetech» erscheinen wird, setzt die sogenannte Carline-Broschüre die technischen Highlights der verschiedenen Ford Modelle sowie diverse Kundenvorteile im Bezug zu den Ford Technologien in den Fokus.

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Ford Freetech ist der Name einer Verkaufsaktion, im Zuge derer Ford dieses Frühjahr die herausragenden technologischen Innovationen, die über die gesamte Produktelinie erhältlich sind, hervorheben und beim Publikum bekannt machen wird. Unter anderem stattet Ford dazu diverse ihrer Modelle mit speziellen Technologie-Paketen aus und bietet sie zu besonders vorteilhaften Konditionen an.

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Diese Aktion bildete denn auch die Grundlage für den Inhalt und die Gestaltung der neuen Ford Carline-Broschüre. Als Beilage in ausgesuchten Pressetiteln wird die 16-seitige Broschüre ein breites Publikum auf das Ford Freetech Angebot sowie die breite Ford-Palette und natürlich die aktuellsten Neuheiten aufmerksam machen. Gleichzeit kommt der Broschüre bei den Händlern eine wichtige Rolle als Verkaufsunterstützung zu.

Verantwortlich bei Ford Motor Company Switzerland: David Frey (Direktor Marketing), Stefanie Schaer (Leiterin Marketing und Events). Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (CD); Stephanie van Ophuisen, Urs Westermann (Art/Grafik); Marcel Elsener (Text); Michela Girola (Beratung); Jonathan Schipper (Gesamtverantwortung).
 

Content Marketing erfolgreich meistern

Immer mehr Unternehmen setzen auf Content Marketing. Aus gutem Grund. Auf dem Weg zu einer erfolgreichen inhaltsgetriebenen Kommunikation sind jedoch einige Herausforderungen zu meistern. Mit kompetenter Hilfe gelingt das besser, wie eine Studie belegt.

Content Marketing ist das Schlagwort der Stunde. Nur ein Hype? Keineswegs. Unseren Untersuchungen zufolge ist eine grundlegende Neuorientierung in der Marketingkommunikation festzustellen: der Content Turn. Gemeint ist die Hinwendung der Unternehmen zu einem vermehrt inhaltsgetriebenen Kommunikationsansatz, der informierende, beratende oder auch unterhaltende, in jedem Fall aber journalistisch geprägte Inhalte für die Zielgruppen in den Mittelpunkt stellt.

Indizien für den Content Turn

Hinweise für einen solchen Content Turn liefert das aktuelle FCP-Barometer, welches wir gemeinsam mit dem Forum Corporate Publishing, dem Verband von Dienstleistern für CP und Content Marketing in der Schweiz, Deutschland und Österreich, durchgeführt haben. Die tiefgehende Befragung von mehr als 50 Marketing-Entscheidern führender Unternehmen aus den drei Ländern macht deutlich, dass immer mehr Verantwortliche in der journalistisch geprägten, regelmässigen Kommunikation mit Konsumenten, Geschäftskunden oder Mitarbeitern einen wichtigen Schlüssel zum Erfolg sehen. Die grosse Mehrheit ist davon überzeugt, dass eine Marke nichts ohne Inhalte ist: Im Barometer stimmen 96 Prozent der Verantwortlichen (voll und ganz) zu, dass man Geschichten nutzen muss, um Menschen für seine Marke zu begeistern und an sie zu binden. Tatsächlich scheinen sich immer mehr Unternehmen einer Content-Driven Strategy zuzuwenden. Für das Jahr 2017 erwarten 81 Prozent der Studienteilnehmer, dass ihr Unternehmen einen (eher) inhaltsbetonten Kommunikationsansatz verfolgen wird. Nur eine kleine Minderheit von 4 Prozent rechnet für die Zukunft mit einer (eher) werblich ausgerichteten Kommunikationsstrategie.

Triebfeder dieser Umorientierung sind die Grenzen der Werbung. Konsumenten und andere Zielgruppen nehmen klassische Werbebotschaften häufig nicht mehr wahr, sind ihrer überdrüssig oder schenken ihnen nur begrenzt Vertrauen. Dem Global Survey of Trust in Advertising von Nielsen zufolge trauen lediglich 62 Prozent der globalen Konsumenten der TV-Werbung und 61 Prozent der Zeitungswerbung, jeweils 57 Prozent der Verbraucher bringen Aussen- bzw. Radiowerbung Vertrauen entgegen. Online-Videowerbung und Werbung in sozialen Medien (je 48%) wird noch weniger vertraut. Inhaltsbetonten, unternehmenseigenen Medien wie Marken-Websites (69%) und Editorial Content (67%) dagegen wird deutlich mehr Vertrauen entgegengebracht. Dieser Vertrauensbonus ist wesentlich; schliesslich zeigen verschiedene Studien klar, dass die Einstellungen, die Zielgruppen gegenüber den Medien haben, mitentscheidend für die Kommunikationswirkung sind.

Herausforderungen einer Content-Driven Strategy

Worin aber liegen die Herausforderungen für Unternehmen, die sich einem inhaltsgetriebenen Kommunikationsansatz verschreiben? Ein wesentlicher Challenge ist die Content-Kreation, also die Schaffung geeigneter zielgruppenrelevanter Inhalte. Im Barometer beurteilen 45 Prozent der Marketing- Verantwortlichen die Kreation von Inhalten als ziemlich herausfordernd, weitere 13 Prozent als sehr herausfordernd (vgl. Abb. 1). Deutlich wird auch, dass es dabei vor allem um die Qualität, weniger um die Menge der Inhalte geht: 87 Prozent der Studienteilnehmer stimmen (voll und ganz) zu, dass es in Zukunft erfolgsentscheidend sein wird, wirklich gute Inhalte zu kreieren und zu nutzen. Die strukturierte, zielgruppengerechte Verbreitung dieser Inhalte über die passenden Medien und Kanäle schätzen 36 Prozent der Entscheider als ziemlich und 6 Prozent als sehr herausfordernd ein. Wichtig ist dabei aus Sicht der Marketingverantwortlichen ein crossmedialer Ansatz, der Printmedien wie Kundenmagazine genauso beinhaltet wie Markenwebseiten, Unternehmensblogs oder Content Apps. Im Barometer sind 79 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass Geschichten medienübergreifend erzählt werden müssen.

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Als noch grössere Herausforderung als die Content- Kreation und -Distribution wird die Definition einer geeigneten Content-Strategie gesehen, also die Festlegung von Kommunikationszielen, die Planung von Inhalten und Geschichten, der Entscheid für geeignete journalistische Formate und die Wahl der passenden Kanäle. 53 Prozent der Verantwortlichen erachten die Entwicklung einer passenden Content-Strategie als ziemlich, 13 Prozent sogar als sehr herausfordernd. Es überrascht daher nicht, dass in der Praxis eine deutliche Strategielücke besteht: Dem Barometer zufolge haben heute nur 19 Prozent der Unternehmen eine klar definierte Content- Strategie.

Die grösste Herausforderung allerdings liegt in der systematischen, regelmässigen Messung des Kommunikationserfolgs und der daran anschliessenden Optimierung der Aktivitäten. Sieben von zehn Befragten des Barometers erachten dies als ziemlich (51%) oder sehr herausfordernd (21%). Diese Einschätzung zeigt sich auch darin, dass bisher nur ein kleiner Teil der Unternehmen regelmässig den Erfolg inhaltsbetonter Kommunikationsmassnahmen misst. So untersuchen beispielweise nur vier von zehn derjenigen Unternehmen, die eigenen Magazine für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen, den Impact dieser Magazine.

Unterstützung bei inhaltsgetriebener Kommunikation

Wer die Herausforderungen erfolgreich meistern will, benötigt ein breites Portfolio an Kompetenzen. Beispiele sind die genaue Kenntnis der medialen Bedürfnisse der Zielgruppen, inhaltliche Expertise, profunde journalistische Fertigkeiten oder crossmediales Know-how. In der Regel braucht es darüber hinaus weitere Fähigkeiten und Erfahrungen, z.B. im Editorial- und Web-Design, der App- und Software- Entwicklung oder in der Erfolgsmessung von Unternehmensmedien. Nur wenige Firmen können diese speziellen Kompetenzen selbst vorhalten. Es bietet sich daher in der Regel an, mit Partnern zusammenzuspannen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass neun von zehn Unternehmen, die Kundenoder Mitarbeitermagazine nutzen, und acht von zehn Firmen, die digitale Unternehmensmedien einsetzen, auf die Unterstützung externer Partner zurückgreifen. Um zu eruieren, welche externen Dienstleister Unternehmen am besten unterstützen können, haben wir die im Barometer befragten Führungskräfte um eine Einschätzung gebeten. Das beste Kompetenzprofil bieten demnach spezialisierte Corporate-Publishing- bzw. Content Marketing-Agenturen und -Verlage – sie werden von 83 Prozent der Studienteilnehmer als optimale Partner für die Konzeption und Umsetzung eines inhaltsgetriebenen Kommunikationsansatzes gesehen (vgl. Abb. 2). Ein klares Votum: Möglichen anderen Dienstleistern wie PR- (40%), Online- (19%) oder Werbe-Agenturen (6%) wird deutlich weniger Kompetenz zugeschrieben.

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Clemens Koob

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Samuel Gähwiler wird Geschäftsführer von Joiz Global

Samuel Gähwiler wurde zum neuen und ersten Geschäftsführer von Joiz Global berufen. Das neugegründete Schwester-Unternehmen des TV-Senders entwickelt die Joiz-Technologie weiter und lizenziert sie weltweit an Medien-und Produktionsunternehmen.

Als erster Kunde konnten Gähwiler und sein Team eines der grössten deutschen Verlagshäuser M. DuMont Schauberg gewinnen. «Es ist grossartig, zum jetzigen Zeitpunkt zu diesem Unternehmen zu stossen und so viele Möglichkeiten zu haben, die Joiz-Global-Technologie mit ihren zahlreichen kreativen Applikationen auf den Markt zu bringen», so Gähwiler. «Mit der Bandbreite an interaktiven, E-Commerce, Games- und Red Button-Anwendungen bietet joiz Global der internationalen Medienindustrie etwas einzigartiges und leistungsstarkes an», meint Gähwiler weiter.

Im Rahmen seiner neuen Aufgabe als Geschäftsführer von Joiz Global verantwortet, implementiert und entwickelt Gähwiler die Kreativ- und Geschäftsstrategie des Unternehmens. Er arbeitet mit Kunden und Joiz-Entwicklern zusammen, um aus der einzigartigen Joiz-Technologie, massgeschneiderte Marketinglösungen auszuarbeiten. Er unterstützt die Geschäftspartner dabei, ihre Produkte und Dienstleistungen zu optimieren und auf innovative Art und Weise zu monetarisieren. Neben dem Finanzmanagement und der Leitung des Management-Teams kontrolliert Gähwiler auch das gesamte Tagesgeschäft.

Bevor er zu Joiz Global stiess, arbeitete Samuel Gähwiler als Controller des Bereiches Digital bei der Verlags- und Mediengruppe Tamedia, wo er die Geschäftsmodelle Internet-TV, Online Rubriken, Online Advertising, E-Commerce und die transaktionellen Geschäftsmodelle betreute und entwickelte. Davor arbeitete er unter anderem als Head of Corporate Development und Mergers & Acquisitions für die Orell Füssli Holding, gründete ein Corporate Venture in der Medienbranche und arbeitete als Berater für PWC.

«Ich freue mich Samuel als Geschäftsführer bei Joiz Global begrüssen zu dürfen», sagt CEO Alexander Mazzara. «Diese wichtige Ernennung geschieht zu einem aufregenden Zeitpunkt für das Unternehmen, da vor Kurzem bekannt gegeben wurde, dass M. DuMont Schauberg die Joiz-Technologie für seine Big Data-Strategie lizenziert hat, um Köln.tv als Deutschlands erstes interaktives regionales TV-Netzwerk zu etablieren. Samuel ist eine erfahrene Führungskraft mit sowohl strategischen als auch kreativen Referenzen. Sein Fachwissen, seine Erfahrung und Vision sind die zentrale Grundlage für den anhaltenden Erfolg und die Expansion von Joiz Global.»

Joiz Global hat vor kurzem eine Lizenzvereinbarung mit der Mediengruppe M DuMont Schauberg geschlossen. Die Lösung von Joiz Global unterstützt Köln.tv, Deutschlands ersten interaktiven Regional-Fernsehsender, im Aufbau eines interaktiven Programmes, das aus Nachrichten, Sport und Lifestyle-Sendungen besteht. Zudem wurden die digitalen Plattformen von zwei der erfolgreichsten Regionalzeitungen von M. DuMont Schauberg, Express und Kölner Stadt-Anzeiger, in diese Vereinbarung integriert, sodass Plattform-übergreifende Inhalte erst auf express.de und ksta.de sowie koelntv.com gezeigt werden, bevor sie im TV-Netzwerk ausgestrahlt werden.

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Joiz Global freut sich über einen weiteren gewichtigen Neuzugang aus Israel: Itai Aaronsohn wird neuer Leiter der Produkteentwicklung bei Joiz Global. Er ist für die Entwicklung neuer Mobile-und Online-Plattformprojekte verantwortlich. Zudem managt er die Integration, den Einsatz und die Umsetzung der Technologielösungen von Joiz Global für die Handelspartner des Unternehmens. Aaronsohn wird eng mit den Geschäftspartnern zusammenarbeiten, um die erfolgreiche Entwicklung und Umsetzung der Technologie- und Datalösungen sicher zu stellen, sowie die interaktiven, E-Commerce- und Game-Prozesse zu implementieren. Zudem wird er die erforderlichen Schulungen auf- und umsetzen.

Als ausgebildeter Anwalt stiess Itai Aaronsohn aus der Medienagentur Kumma zu Joiz Global, wo er Head of Business Development war und die Bereiche Direct Publisher und Video Ad aufbaute. Zuvor hatte er Foodsteps gegründet und auf dem Markt eingeführt – eine erfolgreiche Social Content Marketingplattform für Köche und Restaurants. Ausserdem war er VP of Business Development für die Logia Gruppe.

Was ist Joiz Global?

Mit der eigen-entwickelten Cloud-basierten Technologie bietet joiz Global innovative Community-Marketinglösungen für Unternehmen weltweit an. Die joiz Global Plattform verbindet TV, Online und Mobile, um die User-Interaktionen zu erhöhen und zu verbessern und transformiert diese in umfangreiche verhaltensbezogene Daten (behavioural data). Joiz wurde 2010 gegründet und betreibt ausserdem zwei interaktive Fernsehsender für Jugendliche in der Schweiz und Deutschland.
 

«Tagesschau»: Angélique Wälchli neue Moderatorin

Das Moderationsteam der «Tagesschau» ist wieder komplett: Angélique Wälchli wechselt innerhalb von SRF vom Radio zur TV-Nachrichtensendung. Dort moderiert sie die «Tagesschau»-Ausgaben um 12.45 und 18.00 Uhr sowie die «Tagesschau Nacht».

Angélique Wälchli hat langjährige Erfahrung beim Radio. Von 1999 bis 2002 war sie Redaktorin und Moderatorin bei Radio Förderband – später Radio BE1. In gleicher Funktion war die Bernerin danach bis 2004 für DRS Virus tätig. Nach einem längeren Auslandaufenthalt und einem Abstecher in die Kommunikationsbranche wurde Angélique Wälchli 2006 Chefredaktorin bei Radio Canal 3 in Biel/Bienne. Seit Juli 2008 arbeitet die 39-Jährige bei Schweizer Radio SRF als Redaktorin und Dienstleiterin in der Nachrichtenredaktion in Bern und als Moderatorin von «Info 3».

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Die Ausbildung von Angélique Wälchli ist vielfältig. Neben einer journalistischen Grundausbildung durch diverse interne Kurse und Praktika bei Radio DRS hat sie auch den Master of Advanced Studies (MAS) in Communication Management and Leadership der ZHAW Winterthur. Zudem absolvierte sie die European Film Actor School in Zürich. In die Redaktion der «Tagesschau» wechselt Angélique Wälchli per 1. Juni 2015. Sie folgt auf Pascale Menzi, die wie bereits mitgeteilt SRF per Ende Januar 2015 verlassen hat.

Angélique Wälchli in einer Mitteilung: «Bereits bei meinem ersten «Tagesschau»-Besuch wäre ich am liebsten gleich geblieben: ein tolles Team, das in meinen Augen sensationelle Arbeit leistet und das Tag für Tag. Ich finde es grossartig, bald Mitglied dieser Redaktion zu werden. Nach vielen spannenden Jahren hinter dem Radiomikrofon freue ich mich nun, auch vor und hinter der Fernsehkamera arbeiten zu können.»

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