BAG: Stärker ist, wer «SmokeFree» ist


In der Schweiz ist die Zahl der Rauchenden seit einigen Jahren stagnierend. Zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG, Kantonen und NGOs will Havas Worldwide Zürich dies ändern.

Eine dreijährige Kampagne soll die Menschen in der Schweiz zum Nichtrauchen bewegen und sie beim Aufhören unterstützen. Der bereits etablierte Brand «SmokeFree» wurde beibehalten und um den Claim «Ich bin stärker» erweitert. «Ich bin stärker» ist ein motivierende Botschaft für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen, für die, die gerade aufhören und jene, die schon länger rauchfrei sind.

Im ersten Jahr soll die Kampagne den Aufhörwillen der Rauchenden stärken. Dabei werden nicht nur die gesundheitlichen Folgen kommuniziert. Die Menschen sollen bei ihrem Stolz gepackt werden. Darum zeigen die TV-Spots, wie Rauchen uns die Dinge nimmt, auf die wir alle Wert legen: Unsere Leistungen, unser Aussehen, unsere Gesundheit.

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Keyvisual dieser ersten Kampagnenphase ist die Wolke, die den Kopf verhüllt. Sie dramatisiert, wie sehr die Sucht die Rauchenden in Beschlag nimmt. Auch auf Print und Plakat sind diese Wolken zu sehen. Allerdings wurde hier auf negative Botschaften verzichtet. Stattdessen machen ganz normale Menschen von der Strasse den Rauchstopp vor und verdeutlichen: Jeder kann es schaffen. Und es ist nur natürlich, sich dabei unterstützen zu lassen.

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Begleitet wird die Kampagne von einem Website-Relaunch. Nebst Design und Usability wurde auch die Ausrichtung der Plattform Smokefree.ch überarbeitet. Da das BAG für diese Kampagne mit Kantonen und NGOs zusammenarbeitet, werden die Unterstützungsangebote der Partner in den Vordergrund gerückt. So finden Aufhörwillige durch eine interaktive Landkarte ein für sie geeignetes Unterstützungsangebot in ihrer Region.

Die Kampagne läuft über drei Jahre und ist in ebenso viele Phasen aufgeteilt. In der ersten Phase sollen die Menschen zum Rauchstopp motiviert werden. In der zweiten Phase unterstützt die Kampagne die Menschen, die gerade mit dem Rauchen aufhören, und deren Umfeld. Die dritte Phase hat das Ziel, Nichtrauchen als selbstverständlich zu etablieren und Nichtraucher in ihrer Entscheidung zu bestätigen. Entsprechend dieser Zielsetzungen werden ab der zweiten Phase neue Printsujets und Spots geschaltet. Zusätzlich wird die Kampagne von zwei Teilprojekten flankiert: Im Herbst 2015 wird ein innovatives Tool lanciert, das Freunde für den Rauchstopp zusammenbringt. Und beim zweijährigen Projekt «SmokeFree vor Ort» treten Partner der Kampagne ab Frühling 2016 über Aktionen direkt mit den Menschen in Kontakt.

Der Kampagne läuft seit dem 16. Februar 2015.

Verantwortlich bei BAG: Adrian Kammer (Leitung Kampagnen), Lukas Schmid (Co-Projektleiter), Simone Buchmann (Co- Projektleiterin). Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Peter Schaefer, Lukas Bosshard (Strategie), Michael Kathe (Creative Direction), Denise Frech, Fabian Esslinger (Art Direction), Yannick Schaller, Gregor Juritz, Markus Rottmann (Text), Merlin Zuni (Digital Art Direction), Gabriela Quadri (Online Marketing Consultant), Caroline Ronzani, Nuria Büchi (Beratung), Constantine Wrage (TV Production) Cara-Anne Specker, Eliane Stettler (Art Buying), Pumpkin Film (Film Production), Kasper Wedendahl (Regie), Bacon X (Postproduction Film), Hastings (Vertonung), Tina Aich (Fotoproduktion), Serge Hoeltschi (Fotograf), Fluxif und Red Department (Postproduction Foto).
 
 

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Radio Grischa wird zu Radio Südostschweiz

Ab dem 17. Februar 2015 sendet Radio Grischa unter dem Namen Radio Südostschweiz. Es trägt damit den Namen der Medienfamilie «Südostschweiz». Angepasst werden das Soundesign und einzelne Sendebezeichnungen.

«Ds Radio vu do» bleibe aber «ds Radio vu do», betont Programmleiterin Melanie Salis. «Das bewährte Team wird den Geist von Radio Grischa weitertragen». «Mit der Namensänderung wollen wir unsere Medienfamilie, die aus der Zeitung Südostschweiz, der Online-plattform Suedostschweiz.ch, TV Südostschweiz und aus Radio Südostschweiz besteht, stärken», sagt Andrea Masüger, CEO der Somedia. Zudem geht die Änderung des Sendernamens mit dem erweiterten Konzessionsge-biet, das neu auch den Kanton Glarus umfasst, einher.  «Im Glarnerland können wir nicht unter dem Namen Radio Grischa auftreten», so Andrea Masüger weiter.

Am Radiokonzept wird ausser dem Namen nichts Wesentliches verändert. Die Stimmen bleiben dieselben und auch der Mix aus News, Moderation und guter Musik bleibt erhalten. «Insbesondere unser Schwerpunkt, die regionale Berichterstattung, wird durch neue Arbeitsinstrumente und –abläufe an Qualität weiter zunehmen», gibt sich Programmleiterin Melanie Salis überzeugt. Auch am bewährten Maskottchen wird das Radio festhalten. «Unser Grischaböckli wird von der Weltreise zurückkehren. Es wird etwas reifer und frecher sein und weiterhin für unser Radio stehen», sagt Melanie Salis.

Radio Südostschweiz – neuer Name und neuer Standort

Somedia hat einen siebenstelligen Betrag in neue Studios und Technik investiert, um Radio Südostschweiz einen guten Start in die Zukunft zu ermöglichen. Mit der Redaktion der Zeitung Südostschweiz, dem Online-Team und TV Südostschweiz wird Radio Südostschweiz im neuen Medienhaus in Chur in der News Zone zusammen-arbeiten. Durch die neue Arbeitsweise soll insbesondere der Informations-, Ideen- und Erfahrungsaustausch gefördert werden.

Radio mit Tradition

Radio Südostschweiz führt die lange Privatradio-Tradition in Graubünden und dem Sarganserland weiter. Unter der Leitung von Matthias Lauterburg war Radio Grischa erstmals am Samstag, 13. Juni 1987 zu hören. Im Gründerteam waren bekannte Namen wie Felix Benesch, Tristan Brenn, Claudia Cadruvi, Jürg Rageth und Gieri Spescha. Der Kurzversuch, der von der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens finanziert wurde, dauerte 30 Tage. Im folgenden Jahr erhielt Radio Grischa die definitive Konzession und konnte am 9. Dezember 1988 den Betrieb in Nordbünden und im Sarganserland aufnehmen. Mit Radio Piz Corvatsch startete am 1. Januar 1990 in Südbünden der Schwestersender. Aus wirtschaftlichen Gründen stiegen einige Hauptaktionäre Ende der 1990er Jahre aus beiden Radios aus. Die damalige Südostschweiz Mediengruppe, heute Somedia, übernahm die wirtschaftliche Verantwortung, sorgte für eine gesunde finanzielle Basis und ermöglichte Radio Grischa und Radio Piz, welches ab dem 2. Februar 2004 unter dem Namen Radio Engiadina sendete, die Weiterführung der Programme.

 

Nemuk: Animationsvideo für die Suva

Mit einem neuen Animationsvideo erklärt die Suva die Unfallversicherung für Arbeitslose in zwei Minuten. Kreiert hat es die Agentur Nemuk.

Wer übernimmt bei Arbeitslosen die Unfall- und Heilkosten? Was nach einem Unfall während Arbeitslosigkeit zu tun ist, wo man sich melden muss und wie die Unfallversicherung für Arbeitslose funktioniert, erklärt das kurze Video. Ziel war es, ein ernstes Thema unterhaltsam und dennoch informativ umzusetzen.

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Das Erklärvideo wird in drei Sprachen auf der Website der Suva eingebunden. Das Video wird zudem in den regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV als Informationsmittel sowie bei Vorträgen in Beschäftigungsprogrammen eingesetzt. Langfristig soll der Animationsfilm die bestehenden Broschüren zur Thematik vollständig ersetzen.

Verantwortlich bei Suva, Abteilung Kommunikation und Marketing: Sarah Gianesi (Projektleitung). Verantwortlichb bei Nemuk: Thierry Figini, Naomi Meran (Projektleitung, Drehbuch, Animation).

 

Schweizer ESC-Song: Plagiatsvorwüfe

Mélanie René, die Schweizer Vertretung beim diesjährigen Eurovision Song Contest, soll sich bei einem Song von Superstar Beyoncé bedient haben. Kein Grund zur Aufregung, findet SRF.

Wie die Schweiz am Sonntag schreibt, seien die Beweise, welches ein in der Zwischenzeit entferntes Vergleichsvideo auf Youtube lieferte, «erdrückend». Selbst ein Musik-Laie könne erkennen, woher sich René die Inspiration für ihren Siegestitel «Time to Shine» habe. Die Rede ist von von Beyoncé Knowles Hit «Run the World», der als Vorlage für Renés Song gedient haben soll.

Die Schweiz am Sonntag hat daraufhin Beyoncés Management mit den Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Dieses gab an, noch nie von der Schweizer Künstlerin gehört zu haben – jedoch werde man verklagen, wer Songs oder Ideen von Beyoncé kopiere. SRF-Sprecherin Eva Wismer zeigt sich wenig beeindruckt: Es handle sich beim Song um eine Eigenkomposition der Künstlerin, eine Disqualifikation stehe nicht zur Debatte. Renés Label Believe Music hat daraufhin besagtes Vergleichsvideo löschen lassen. Aus gutem Grund, wie es scheint: Ohne den «erdrückenden Beweis» scheint es – zumindest für Hörer, denen die beiden Lieder nicht geläufig sind – schwierig herauszuhören, worüber genau gestritten wird. Zumal «sich inspirieren lassen» ein fester Bestandteil der Popkultur ist. Das dürfte nicht zuletzt Beyoncé bekannt sein – sie die in der Vergangenheit vermehrt des Diebstals von Musik oder Choreographie beschuldigt wurde. (hae/SaS)
 

Uni Basel: Miguel Brendl neuer Marketing-Professor

Marketing, Botanik, Physik: Neue Professorinnen und Professor an der Universität Basel. Der  Universitätsrat hat den 1965 in Chile geborenen Ökonomen und promovierten Psychologen zum Ordinarius ernannt.

Der neue Full-Professor für Marketing an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Miguel Brendl, ist seit 2007 Associate-Professor für Marketing an der Kellogg School of Management sowie Associate-Professor für Psychologie an der Northwestern University in Evanston (Illinois, USA). Geboren 1965 in Santiago de Chile, studierte er Business Administration, Ökonomie und Psychologie an der Universität Mannheim, wo er 1990 in Psychologie das Diplom erwarb. 1995 promovierte er an der Columbia University (New York City, USA) in Psychologie zum PhD. Von 1995 bis 1999 war er als wissenschaftlicher Assistent für Psychologie in Konstanz und Heidelberg und darauf bis 2007 als Assistenz- und Associate-Professor für Marketing am Institut Européen d'Administration des Affaires (INSEAD) in Fontainebleau bei Paris tätig.

Brendls Forschungsgebiet im Grenzgebiet zwischen Marketing und Psychologie ist laut Mitteilung die Frage, wie Menschen zu bestimmten Objekten Präferenzen entwickeln. Untersucht wird dabei, wie Ziele und automatische Prozesse Entscheidungen beeinflussen, mit besonderem Augenmerk auf motivationale und emotionale Einflüsse. Brendl ist Träger mehrerer Preise und Auszeichnungen, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und ist in der wissenschaftlichen Gemeinschaft gut vernetzt. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
 

Zu guter Letzt: Produkterückruf

Ein in der Berliner Tageszeitung Taz veröffentlichter Produkterückruf für deutsche Kleinwaffen sorgte für Gesprächsstoff – und den gewünschten viralen Effekt.

Die Thematik kennen wir ja auch hierzulande: Die Rüstungsindustrie exportiert nicht nur viel, sondern auch in Länder, die einen zweifelhaften Ruf geniessen und es mit den Menschenrechten nicht immer so genau nehmen. Im letzten September wurde die Kriegsmaterialverordnung sogar noch gelockert, neu «kann eine Bewilligung erteilt werden, wenn ein geringes Risiko besteht, dass das auszuführende Kriegsmaterial zur Begehung von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen eingesetzt wird.» (Quelle). So kann die neutrale Schweiz auch wieder Länder wie Pakistan, die Arabischen Emirate, Katar oder Saudiarabien in ihrem Kundenportfolio begrüssen. Aus dem Auge, aus dem Sinn – die Käufer überweisen schliesslich pünktlich und sichern so Schweizer Arbeitsplätze.

Die Frage, wem man welches Kriegsmaterial verkaufen sollte, beschäftigt auch Deutschland. Die Deutsche Friedensgemeinschaft DFG-VK will Waffenexporte stoppen und hat sich mit einem Zeitungsinserat die maximale Aufmerksamkeit erreicht. Ein fiktiver Produkterückruf:

In unabhängigen Prüfungen wurde festgestellt, dass es bei sachgemässer Bedienung der Waffen zu tödlichen Zwischenfällen kommen kann. Es muss davon ausgegangen werden, dass bereits Millionen Menschen weltweit durch diese deutschen Waffen den Tod fanden. Die Anzahl der Verletzungen dürfte diese Zahlen noch weit übersteigen.

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via Schleckysilberstein.com

Dass Heckler & Koch, Carl Walther und SIG Sauer dem Aufruf zum Rückruf folgen, ist nicht anzunehmen. Dass die DFG-VK mit der Aktion Waffenrueckruf.de jedoch weiter für die Problematik der Waffenexporte sensibilisiert, jedoch schon. (hae)

Joiz beteiligt sich an der Flirt-App Skim

Joiz und Skim.com spannen zusammen. Um das Wachstum der Flirt-App zu beschleunigen, beteiligt sich der Social-TV-Sender an der Firma Skim.com.

Das Investment sieht laut Mitteilung eine langfristige Kooperation vor, bei welcher Joiz die Plattform auch im TV und Online mit Werbung unterstützt. Eine erste Kommunikationsoffensive hat bereits Früchte getragen. So konnte während der Werbekampagne von joiz die Anzahl der täglichen Neuanmeldungen verdreifacht werden.

Die Plattformen Joiz und Skim passen laut Mitteilung nicht nur von den Zielgruppen gut zusammen. Auch das Sendegebiet von Joiz deckt sich fast 100 Prozent mit der Herkunft der Nutzer von Skim. «Wir freuen uns, dass wir uns mit dieser Partnerschaft am stark wachsenden Segment der Flirt-Apps beteiligen und Skim mit unserem Media-Einsatz ein wesentliches User-Wachstum bescheren konnten», meint Alexander Mazzara, CEO von Joiz. Und auch Adrian Bührer, einer der beiden Gründer von Skim.com ist happy: «Joiz hat uns auf unkomplizierte Art die Türen zu einem sehr interessanten Publikum geöffnet.»

Terroranschläge erschüttern Dänemark

Innerhalb von zehn Stunden erschoss ein Mann in Kopenhagen einen Filmemacher während einer Diskussion über Meinungsfreiheit und einen jüdischen Wachmann vor einer Synagoge. Fünf Polizisten wurden verletzt.

Eine Grossfahndung endete am frühen Sonntagmorgen mit tödlichen Schüssen der Sicherheitskräfte auf den mutmasslichen Attentäter. Die Taten erinnerten an die Anschläge auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris und lösten in vielen Ländern Bestürzung aus. Die Pariser Terrorakte könnten den mutmasslichen Attentäter laut der dänischen Sicherheitsbehörde PET zu seinen Taten angeleitet haben. Ähnlich wie in Frankreich war er der Polizei zuvor bekannt. Einschüchtern lassen will sich Dänemark nicht. «Es gibt viele Fragen, die die Polizei noch beantworten muss», sagte Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. «Aber es gibt eine Antwort, die wir heute schon geben können. Und die lautet, dass wir unsere Demokratie verteidigen werden.» Dänemarks Königin Margrethe beschwor die Dänen, nach den Terroranschlägen zusammenzuhalten.

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Bild: Keystone

Der Attentäter beschoss am Samstagnachmittag mit einer automatischen Waffe von aussen das Kulturcafé, in dem eine Veranstaltung zum Thema «Kunst, Gotteslästerung und Freie Rede» stattfand. Der 55-jährige Filmregisseur Finn Nørgaard wurde getötet, drei Polizisten wurden verletzt.

Motive zunächst unklar

Geheimdienst-Chef Jens Madsen sagte, der Angreifer sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen. Über seine Motive lasse sich noch nichts sagen.Am Sonntagabend teilte die dänische Polizei mit, bei dem mutmasslichen Täter handle es sich um einen 22-jährigen Mann, der in Dänemark geboren wurde. Er sei den Sicherheitsbehörden durch verschiedene Straftaten wie Waffenbesitz, Gewalttaten und Bankenkriminalität aufgefallen. Sein Name wurde nicht veröffentlicht. Der Angriff galt vermutlich dem schwedischen Zeichner Lars Vilks. Islamisten kritisieren ihn seit Jahren wegen seiner Mohammed-Karikaturen. Er war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen. Vilks blieb unverletzt. Sofort setzte eine Grossfahndung ein. Der Attentäter flüchtete laut Polizei zunächst in einem dunklen VW Polo und dann per Taxi. Er liess sich in seine nicht weit entfernte Wohnung fahren. Etwa zehn Stunden nach dem ersten Anschlag versuchte wahrscheinlich derselbe Täter nach Mitternacht in eine Synagoge einzudringen. Er eröffnete das Feuer und traf einen Mann tödlich in den Kopf – laut jüdischer Gemeinde einen 37 Jahre alten freiwilligen Wachmann. Zwei Polizisten wurden verletzt. Zu einer Feier – der Bat Mizwa – waren in demGebäude rund 80 Menschen versammelt. Inzwischen hatte die Polizei Stellung vor der Wohnung des Mannes bezogen. Kurz vor 5.00 Uhr kehrte der mutmassliche Täter zurück. Die Sicherheitskräfte riefen ihm zu. Er eröffnete sofort das Feuer. Die Beamten schossen zurück und trafen ihn tödlich.

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Grafik: APA/DPA/Keystone

Kein Aufenthalt als Dschihadist

Die Identität des Mannes wollten die Ermittler zunächst nicht preisgeben. «Er kommt aus Kopenhagen, das ist alles, was wir sagen können», sagte PET-Chef Madsen. Es gebe keine Hinweise auf Komplizen oder einen Aufenthalt des Mannes als Dschihadist in Syrien oder im Irak. In Kopenhagen herrschte zeitweise Panik und Chaos. Das Geschehen spielte sich in der Innenstadt ab. Die Lage war über Stunden völlig unklar. Auch die deutsche Bundespolizei war im Einsatz und überwachte an den drei Flensburger Grenzübergängen den Verkehr. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. In einem Telefonat mit Thorning-Schmidt betonte sie, Deutschland  stehe angesichts der menschenverachtenden Anschläge fest an der Seite Dänemarks. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte: «Unsere Entschlossenheit, alle Arten von Extremismus und Terrorismus zu bekämpfen, wird durch solche Angriffe nur gestärkt.»

Der französische Präsident François Hollande stattete der dänischen Botschaft in Paris einen Besuch ab. Innenminister Bernard Cazeneuve reiste nach Kopenhagen und legte an dem ersten Anschlagsort Blumen nieder – gemeinsam mit der dänischen Justizministerin Mette Frederiksen und dem französischen Botschafter François Zimeray. Zimeray hatte den Anschlag auf das Kulturcafé überlebt.

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Bernard Cazeneuve legt beim Anschlagsort Blumen nieder (Keystone)

Der britische Premierminister David Cameron zeigte sich betroffen. Die USA boten Dänemark ihre Hilfe an. Auch Saudi-Arabien verurteilte die beiden Terrorangriffe in Kopenhagen und erinnerte dabei an die Tötung dreier Muslime in den USA. Kopenhagen will am Montagabend der Opfer vom Wochenende gedenken.

Charlie Hebdo sieht Krieg der Islamisten gegen die Kultur

Jetzt erst recht: Für Charlie Hebdo sind die Anschläge von Kopenhagen kein Anlass, aus Furcht Selbstzensur zu üben. «Es ist fürchterlich, denn das geschieht jetzt einen Monat nach den Attentaten von Paris, und das lässt die ganze Traurigkeit wieder hochkommen, sagte der Charlie-Hebdo-Chronist Patrick Pelloux der Nachrichtenagentur AFP. «Diese faschistischen Integristen führen einen Krieg gegen die Kultur.» Sie versuchten, die Schriftsteller, Zeichner und Filmschaffenden über die Angst auszuschalten, so Pelloux.

Impressum unterstützt den Widerstand gegen Einschüchterung

In einer Mitteilung vom Sonntag unterstützt Impressum den Widerstand gegen die Einschüchterung und den Kampf für eine offene, pluralistische, demokratische Gesellschaft. Zu dieser gehöre die Presse- und die Meinungsäusserungsfreiheit genauso wie andere fundamentale Freiheiten wie die Religionsfreiheit, von denen ebenfalls jede und jeder profitiere, so der Journalistenverband. Impressum ist bestürzt über die Grausamkeit und die Radikalisierung und drückt den Angehörigen das tiefe Beileid aus. Man setzte sich für die Verteidigung dieser Werte und Freiheiten ein. Gleichzeitig warne man davor, dass die Angriffe als Grund genutzt würden, um Freiheiten einzuschränken. Die Diskussion über dieses Spannungsfeld müsse offen geführt werden. Impressum werde sich mit Bezug auf den Journalismus aktiv an dieser Diskussion beteiligen. (SDA/hae/PD)

Tamedia übernimmt Tutti.ch und Car4you.ch ganz

Tamedia übernimmt die 50 Prozent-Beteiligung der norwegischen Schibsted Media Group an der bisher gemeinsam gehaltenen Tochtergesellschaft Swiss Classified Media, die Tutti.ch und Car4you.ch betreibt.

Die Schibsted Media Group und Tamedia haben laut Mitteilung vereinbart, die Zusammenarbeit im Bereich Strategie, Entwicklung und Technik in der Schweiz ungeachtet der neuen Eigentumsverhältnisse während der nächsten drei Jahre fortzusetzen.

Die Kleinanzeigen-Plattform Tutti.ch wurde 2010 in der Schweiz lanciert. Durch Synergien mit der von Naspers übernommenen Plattform OLX soll Tutti.ch weiter gestärkt werden. Car4you.ch ist bereits seit 1997 im Schweizer Markt präsent und erreicht laut Tamedia eine führende Position bei professionellen Autohändlern. Durch die Bündelung der Kräfte von Autoricardo.ch und Car4you.ch soll eine starke Alternative zu Autoscout24 im Automarkt geschaffen werden. Scout24 Schweiz befindet sich im Besitz von Ringier Digital.

Der Kaufpreis für die Beteiligung von Schibsted an Swiss Classified Media besteht aus 15 Millionen Euro sowie einer erfolgsabhängigen Zahlung von maximal 12,5 Millionen Franken im Jahr 2019 basierend auf der Entwicklung von tutti.ch im Jahr 2018 zusammen. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Eid-genössische Wettbewerbskommission.
 
Schibsted Media und Tamedia bündeln die Kräfte (11.07.2013)

Cineman führt den Verkauf von Kinotickets ein

Das Kinoportal Cineman baut seine Plattform aus und bietet neu Kinotickets zum Verkauf an. Cineman will mit dieser Neuerung den Kinobesuch vereinfachen und mehr auf die Bedürfnisse der Kinogänger eingehen.

Neben dem kompletten Schweizer Kinoprogramm, aktuellen Filmkritiken, Trailern, News rund um die Filmwelt und attraktiven Verlosungen können Filmfans auf Cineman neu in ausgewählten Kinos der Stadt Zürich ihr Kinoticket direkt über das Kinoportal Cineman.ch kaufen. Diese Neuerung sei nicht nur ein logischer Schritt in der Weiterentwicklung des Kinoportals, sondern sie sei insbesondere auch von vielen Cineman-Nutzern gewünscht worden, so eine Mitteilung. Dort, wo man sich über die aktuellen Filme informiere, wolle man auch die Kinotickets ohne Umwege direkt beziehen können.

Schnell und einfach ins Kino

Der Kauf der Tickets ist denkbar einfach: Mit wenigen Klicks wird das Kino oder der Film ausgewählt, das Datum und die Uhrzeit bestimmt, der Sitzplatz bestätigt und die Zahlungsinformationen übermittelt. Anschliessend kann der Käufer das Ticket ausdrucken und ohne anzustehen ins Kino gehen. Für diesen Service erhebt Cineman eine kleine Vorverkaufsgebühr, dafür entfallen sämtliche weiteren Transaktionskosten. Aktuell wird auch an einer mobilen Version gearbeitet, die im Verlauf der nächsten Monate eingeführt wird.

Vorerst ausgewählte Kinos in Zürich

In einem ersten Schritt können Tickets über Cineman für die Zürcher Kinos der Arthouse-Gruppe und jene der Neugass Kino AG (Riffraff & Houdini) gekauft werden. Innerhalb der nächsten Monate werden weitere Kinos das Angebot ergänzen, mit dem Ziel, zukünftig die gesamte Schweiz abzudecken.
 

Mosaik und Eighty Nine: Sunrise Award Night

Am 11. Dezember hat Sunrise die Mitarbeitenden zur «Sunrise Award Night», einer aussergewöhnlichen Weihnachtsfeier, eingeladen. Konzipiert, gestaltet und organisiert hat sie die Agentur Mosaik und Eighty Nine.

Das Highlight des Abends im Zürcher Club X-tra: Für die einen war es der Auftritt von Showact Bligg, für andere Xenia Tchoumitcheva, die durch den Abend moderierte. Aber sie beide wurden getoppt von der Award-Verleihung selbst: dem Sunrise Award für die beste Umsetzung der neuen Werte «Fairness», «Transparenz» und «Kundenorientierung» im Alltag.

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Im Frühsommer die Teams unter anderem aufgefordert, sich mit ihrer erfolgreichen Umsetzung der Werte zu bewerben. Eine Jury wertete die Eingaben aus und nominierte drei Teams für die Wahl. Alle Mitarbeitenden konnten ihr Favoritenteam in einem Voting auswählen und wurden mit der Award Night belohnt. Stefan Kern, Leiter Kommunikation von Sunrise, zeigt sich zufrieden: «Die Zusammenarbeit war direkt und unkompliziert, die Umsetzung professionell. Und kein Detail ging vergessen». Mosaik hat den Event als «Sunrise Award Night» benannt und gestaltet sowie ein Corporate Event Design kreiert, das sich durch alle Kommunikationsmittel und die Raumgestaltung hindurchzog. Zudem zeichnete die Agentur für den gesamten Ablauf des Abends verantwortlich.

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Konzeption/Projektleitung/Eventmanagement: Mosaik

Konzeption/Gestaltung: Eighty Nine

Multimedia-Produktion: Bildflug
Mehr zum Event
 

Bei Mängeln muss der Vermieter ran

Wer friert oder vom Nachbarn genervt ist, kann seinen Vermieter dafür haftbar machen.

Vielleicht kennen Sie das: Sie sitzen im Büro und frieren, weil die Heizung spinnt; die Wand ist mit grauen Flecken übersät, da die Fassade schlecht isoliert ist; oder Sie können sich nicht konzentrieren, seit sich im Raum nebenan eine Musiklehrerin eingemietet hat. Solche Zustände können Mieter ganz schön nerven. Oder – wie es die Juristen sagen – sie schränken sie im vertragsgemässen Gebrauch der Mietsache ein. Das sind mietrechtliche Mängel, die der Vermieter zu beseitigen hat.

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Lesen Sie den ganzen Artikel von Patrick Strub, Berater im Beobachter-Beratungszentrum, in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche (03/2015).

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Bild: Keystone

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