Internet Standard zieht Stecker raus

Fehlende Inserenten zwingen den New-Economy-Titel nach nur zehn Monaten zum Aus

Fehlende Inserenten zwingen den New-Economy-Titel nach nur zehn Monaten zum AusVon Daniel SchifferleDie geplatzte New-Economy-Blase fordert ein weiteres Opfer: Der Internet Standard blieb im Inserenten- wie im Lesermarkt weit unter den Erwartungen und stellt deshalb sein Erscheinen per sofort ein. Die ebenfalls von IDG herausgegebene Computerworld wird die Internetthemen erben.
Wären die Planer doch dieses Mal etwas langsamer gewesen, nur ein halbes Jahr, dann wäre der Titel wohl gar nie auf den Markt gekommen (siehe auch das Editorial auf Seite 2). Der Internet Standard wurde in der Hochblüte des Internethypes geplant. Als er dann am 18. August 2000 erstmals erschien, sass die Krise bereits tief (siehe WW 10/01). Die Börsenkurse vieler New-Economy-Unternehmen hatten ihren Abstieg ins Bodenlose bereits begonnen.
Hans Ueli Kühni, Verwaltungsrat der IDG Internet AG, die den Internet Standard herausgab, erinnert sich noch an die ungetrübte Zeit: «Bei der Lancierung der Zeitung war Internet ein Hype. Der ebenfalls von IDG herausgegebene amerikanische Industry Standard, Mutterblatt und Vorbild für den Internet Standard, war damals dick wie die Bibel, eine so grosse Nachfrage herrschte nach Inserateraum.» Doch das änderte sich rasch.
In den letzten Monaten erreichte der Internet Standard eine verkaufte Auflage zwischen 7000 und 8000 Exemplaren. Laut Kühni gingen davon rund 6000 Exemplare im Abo an die Leser, am Kiosk wurden pro Ausgabe 1000 bis 1400 Exemplare abgesetzt. «Mit der Entwicklung im Lesermarkt waren wir eigentlich zufrieden», sagt Kühni. Doch der Absatz lag weit unter den 17000 Exemplaren, die man gemäss dem ursprünglichen Businessplan bis Ende 2001 generieren wollte.
Inserenten der New Economy sind auf Stand-by Der Hauptgrund für das rasche Aus des New-Economy-Titels liegt, so Kühni, im stockenden Inserentenmarkt. «Der Crash der New Economy hatte zur Folge, dass die Internetfirmen mit ihren Investitionen in Werbung besonders zurückhaltend wurden. Man hat den Eindruck, die New Economy habe beim Inserieren auf Stand-by geschaltet», stellt Kühni fest.
Im letzten Moment hatte man beim Internet Standard noch versucht, das Steuer herumzureissen. Das Rezept wäre gewesen, sich mehr im B2B-Bereich zu positionieren. Doch für dieses Umschwenken auf die erfolgversprechendere Businesswelt hat die Zeit nun nicht mehr gereicht. Wie viel Geld der Internet Standard insgesamt in den Sand gesetzt hat, will Kühni nicht verraten. Er bestätigt aber, dass es sich um einen einstelligen Millionenbetrag in mittlerer Höhe handelt.
Braucht es denn überhaupt ein separates Printprodukt, das sich ausschliesslich dem Thema Internet widmet? «Nein, natürlich nicht», sagt Kühni heute ganz klar. Völlig verschwinden sollen die Internetthemen aber bei IDG nicht. Sie werden laut Kühni in Computerworld integriert. Das ebenfalls wöchentlich erscheinende Heft sollen die Abonnenten des Internet Standard nun als Ersatz erhalten.

Online-Marketing: HP Store

Ziel: Bekanntmachung, Branding, Traffic, E-Commerce.

Ziel: Bekanntmachung, Branding, Traffic, E-Commerce.HP Store Werbemittel: Fullbanner. Einsatz: 7.Mai bis 10. Juni.
Auftraggeber: Hewlett Packard. Werbeagentur: Optimedia Schweiz (Printkampagne).

Online-Marketing: Credit Suisse youtrade

Ziel: Awareness und Brand Building für youtrade durch innovative und aufmerksamstarke Werbemittel.

Ziel: Awareness und Brand Building für youtrade durch innovative und aufmerksamstarke Werbemittel.Credit Suisse youtrade Werbemittel: DHTML-Fullbanner.
Auftraggeber: youtrade; Verantwortung: Marcel Steiner; Bettina Wolf, Projektleitung. Agentur: Eyekon, Zürich; Beratung: Simon Wirth.

News: Clear Channel steigt bei Wall ein

Der amerikanische Aussenwerber Clear Channel hat sich über eine Kapitalerhöhung zu 20 Prozent am deutschen Aussenwerber Wall AG beteiligt.

Der amerikanische Aussenwerber Clear Channel hat sich über eine Kapitalerhöhung zu 20 Prozent am deutschen Aussenwerber Wall AG beteiligt.News Clear Channel steigt bei Wall ein
Die Wall AG ist zu 69 Prozent im Besitz von Unternehmensgründer Hans Wall und Sohn Daniel. Die Firma wies letztes Jahr bei einem Umsatz von 139 Millionen DM ein Ergebnis (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 37 Millionen DM (plus 14 %) aus. Clear Channel ist auch in der Schweiz aktiv: Der weltgrösste Aussenwerber besitzt Plakanda/AWI und hält 8 Prozent an der Affichage.
Unruhige Zürcher in der BMGDie drei Chefredaktoren Ivo Bachmann (Beobachter), Fredy Gsteiger (Weltwoche) und Medard Meier (Bilanz) verlangen in einem Brief Auskunft über die Kündigung, die Roger Berger, Leiter Dokumentation der Basler Mediengruppe, gegenüber einer Mitarbeiterin der Dokumentation Zürich ausgesprochen hatte. Befürchtet wird eine Stellenverlagerung nach Basel. Wegen der Kündigung haben zwei weitere der insgesamt vier Dokumentalistinnen, darunter auch die Leiterin, gekündigt. In einem Schreiben weisen sie darauf hin, dass die Dokumentation Zürich in Frage gestellt und die Weiterführung des Papierarchivs verunmöglicht werde.
Money 24 wackeltRoger Schawinskis geplantes Börsen-TV Money 24 muss um Partner Cablecom zittern. In den nächsten Wochen werde entschieden, ob sich der Kabelnetzkonzern tatsächlich bei Money 24 beteilige, sagte Cablecom-Chef Ueli Dietiker dem Tages-Anzeiger (TA). Man müsse die Gewissheit haben, dass die Geschäftspläne finanziell auch aufgingen. Bei der Konzessionierung im Februar hatte es geheissen, der Börsensender werde 10 bis 12 Millionen Franken jährlich einnehmen, vor allem über ein dazugehörendes Internetportal. Kommt die Partnerschaft mit Cablecom und deren Tochter SwissOnline nicht zustande, dürfte auch das Portal wegfallen. Money-24-Projektleiter Martin Spieler erklärte nun aber dem TA, man könne Fernsehen schlimmstenfalls auch ohne Internet machen. Auf einen Starttermin – früher war vom Herbst 2001 die Rede – liess sich Spieler nicht mehr festlegen.
Europa wächst medial zusammenPrivate Radiosender und Fernsehstationen aus ganz Europa wollen künftig gemeinsam für ihre Interessen kämpfen. Sie haben die europäische Vereinigung unabhängiger und lokaler Radio- und TV-Stationen (CERTIL) gegründet. Zu den Gründern gehört auch Telesuisse, der Verband der Schweizer Privat-TVs, wie dessen Präsident Claude-Alain Stettler mitteilte. Noch offen ist, ob auch die drei Schweizer Privatradioverbände VSP, PSR und RRR dem europäischen Dachverband beitreten werden.
Canal Alpha+ ohne Vr-präsidentClaude-Alain Stettler ist Anfang dieser Woche als VR-Präsident des Neuenburger Privat-TVs Canal Alpha+ zurückgetreten. Er wird am 26. Juni noch die GV der Trägerfirma leiten. Stettler hatte schon per Ende April seinen Posten als kaufmännischer Direktor bei Canal Alpha+ quittiert (WW 18/01). Der Grund ist ein Streit mit vier neuen Privataktionären, die die Mehrheit der Trägerfirma besitzen und je einen Direktorenposten beanspruchen, unter anderen auch den von Stettler.
Radio 105 geht neue Partnerschaften einNeue Partnerschaften mit Swisscom Mobile und Coca-Cola ermöglichen dem Jugendsender 105 einen Ausbau des Programmangebots. Swisscom Mobile präsentiert drei neue Sendeformate: «SMS Charts», «Skydate» (Datingshow) und «Skyline Dancers». Coca-Cola unterstützt 105 am Züri Fäscht, an der Streetparade 2001 und offeriert im Weiteren die Musik-rubrik «Celebrations Song».
Handelszeitung verkauft FachzeitschriftenDer HandelsZeitung Fachverlag hat seine Monatszeitschriften Logistik und Verpackung an den Berner Verlag Edition Colibri verkauft. Edition Colibri sieht die beiden Titel als «synergiestarke und logische Ergänzung» ihrer Zeitschrift Technische Rundschau. Die HandelsZeitung strafft mit dem Verkauf ihr Fachzeitschriftensortiment. Der Verlag wolle sich künftig auf die zwei Schienen Management- und Finanzinformation konzentrieren, erklärte Verlagsleiter Ralph Büchi.

Online-ABC: Acrobat

Von der Softwarefirma Adobe Inc. entwickeltes Dateiformat.

Von der Softwarefirma Adobe Inc. entwickeltes Dateiformat.Online-ABC Acrobat
Das Dokument wird mit dem exakten Layout sowie allen verwendeten Schriftarten abgespeichert und unabhängig vom technischen Background des Lesers dargestellt. Die
Datei kann ausserdem nicht geändert werden. http://www.adobe.com/proindex/acrobat/main.html
Active XVon Microsoft entwickeltes Programm für dynamische Internetapplikationen. Konkurrenzprodukt zu Shockwave und Java.
Ad-DeliveryWerbemittelauslieferung des Ad-Servers. Siehe auch Ad-Server.
Ad-ManagementOberbegriff für softwaregestützte Verwaltung von Onlinewerbung, insbesondere Banner.
Ad-ClickZahl der Clicks auf einen Werbung tragenden Hyperlink, der zur Website oder Information des Werbetreibenden führt.
Ad-Click-RateDas Verhältnis von Ad-Clicks zu Page Impressions bildet das Effizienzkriterium der Onlinewerbung. Die Ad-Click-Rate gibt Auskunft darüber, wie viele User die Online-Werbung auch tatsächlich angeklickt haben.
AdForceDie US-Firma AdForce entwickelte eine eigene AdServing-Technologie.
www.adforce.com

Aufgefallen: Es gibt Dinge, die kennt man, darüber aber spricht oder schreibt man öffentlich nicht. Auch wenn sie alltäglich sind.

AufgefallenEs gibt Dinge, die kennt man, darüber aber spricht oder schreibt man öffentlich nicht. Auch wenn sie alltäglich sind. Etwa über Haushaltungen, die nach einem Todesfall aufgelöst oder redimensioniert werden müssen – und wenn man allein

Aufgefallen Es gibt Dinge, die kennt man, darüber aber spricht oder schreibt man öffentlich nicht. Auch wenn sie alltäglich sind. Etwa über Haushaltungen, die nach einem Todesfall aufgelöst oder redimensioniert werden müssen – und wenn man allein den Tages-Anzeiger durchblättert, sind das täglich sicher über ein Dutzend. Dank einer geschickten Inserateplatzierung – ebenfalls im Tages-Anzeiger – wird einem dieses tabuisierte Thema jedoch emotionslos und halt realistisch vor Augen geführt. Neben sechs Todesanzeigen entdeckt man sehr schnell, dank prominenten Schriftzugs, eine Einladung zur öffentlichen Versteigerung im Gantlokal. Eine Fundgrube für Schnäppchenjäger. Schon gut, aber vielleicht wäre dieses Inserat besser auf der Marktseite als auf der Seite mit den Todesanzeigen geschaltet worden. Einerseits ist es ja erfreulich, dass Gegenstände auch nach dem Tod ihrer Besitzer weiterleben können, aber bei einem Toten wartet man schliesslich auch einige Tage, bis man ihn in sein letztes Zuhause führt. Und beim Lesen dieser Anzeige ist es sehr schwierig, nicht das Gefühl zu bekommen, man erwerbe das Hab und Gut von Hans Mathys, Ruedi Adler oder Thilde Henggeler-Vogel. Ihnen die ewige Ruhe, der Anzeige einen anderen Platz. Chandra Kurt
Kolumne

Ein Mörgeli ist nie allein
Von Thomas Lüber
Warum bewerben sich Studenten eigentlich nicht mehr als Texter? Als zum Beispiel die alten Achtziger nach etwa drei Wochen genug hatten von dem ganzen altphilologischen Kram, den üblen Zukunftsaussichten als Gymilehrer und dem Mensafrass, schauten sie sich wie alle vernünftigen Intellektuellen nach einer Tätigkeit um, bei der man gut Kohle macht, wunderschöne Assistentinnen um sich hat und doch nicht viel mehr tun muss als an der Uni. Oder lieber weniger.
Sie kamen folgerichtig auf und dann in die Werbung, wo vorerst alles nach Plan lief. Bis zum Tag, an dem die Rezession ausbrach. Inserate schrumpften auf das handliche Reklameformat, dafür wurden die Coupons grösser und die Arbeitszeiten länger, woran sich bis heute nichts Entscheidendes geändert hat. Dumm, wenn man schon in der Branche hockt, nichts anderes kann und von Fixkosten geplagt ist. Gut, wenn man noch jung ist, im Lichthof der Uni sitzt und am Bleistift nagt.
Wohl wissend, dass Werbung nicht mehr die Fortsetzung des Rumhängens mit anderen Geldmitteln ist, scheuen die hoffnungslosen Studis den Weg in die Agenturen wie der AD den Kundenkontakt. Dass sie trotzdem nicht in den Karteikästen der Sozialämter landen, sondern auf der Karriereleiter, dafür sorgt die SVP. Seit diese rechtsaussen die Schweizer Politik überholt und bald mehr Posten zu vergeben hat als Blocher Millionen besitzt, kann jeder Student (Studentinnen ausnahmsweise nicht mitgemeint) bequem zu einer grossen Laufbahn ansetzen, auch wenn er noch so wenig dazu taugt. Herr Mörgeli beweist die Richtigkeit meiner These mit schöner Regelmässigkeit im Nationalrat und in meiner Lieblingszeitung Metropol.
Was wiederum zeigt, dass sich wenigstens etwas bis heute nicht geändert hat: Am Schluss landen die asozialen Elemente alle beim Kolumnenschreiben.
[email protected]
Thomas Lüber ist Geschäftsführer Kreation von Lesch+Frei, Zürich.
Sprachbeobachter

Die Firma schlägt zurück
«Religiöse Symbole in der Werbung häufen sich», lese ich in einem Buch*. «Eine Anzeige für die Tabakmarke Samson sieht mittlerweile aus wie Christi Auferstehung am Isenheimer Al-
tar von Matthias Grünewald.» Tatsächlich leuchtet in der Aureole beim Samson-Tabak statt das Licht der Ewigkeit allerdings der Logolöwe über der Skyline und dem Meer. Darüber prangt ein Zitat – nicht aus der Bibel, sondern von Deep Purple: «Smoke on the Water.»
Die Mähne des Löwen erinnert an die Haarpracht des Purple-Sängers Ian Gillan. Und die Kluft zwischen Hardrock und Bibel schliesst sich harmonisch, wenn man bedenkt, dass Gillan in «Jesus Christ Superstar» den Part Jesu spielte.
Pfarrer Jérôme Cottin hat ursprünglich als Kunsthistoriker promoviert. Er untersucht in seinem Buch «Dieu et la Pub» (Gott und die Werbung) die Häufung religiöser Symbole in der Öffentlichkeit. Dabei begegnet er der Werbung mit viel Respekt – als einem Spiegel der Wünsche und Hoffnungen, der Ängste und (Sehn-)Süchte der Menschen. Sein Fazit lautet: Wir sind wieder auf Sinnsuche. Doch wir suchen die biblische Botschaft nicht mehr in der Kirche, sondern an der Plakatwand. «Dieu et la Pub» hat in der breiten Bevölkerung denn auch mehr Interesse geweckt als in kirchlichen Kreisen.
Jérôme Cottin ruft die Kirche dazu auf, sich ihre Symbole nicht einfach so wegnehmen zu lassen – und brachte mich auf eine Idee. Ich rief dort an, erklärte mich, die Sache kam ins Rollen, die Präsentationen folgten sich wie ein Tag dem andern, ich lernte die Oberen der Firma kennen, und wahrlich, ihre Budgets unterlagen der Gnade der wundersamen Vermehrung…
In der Marketingphase I (bis 2004) möchten wir die Werbeagenturen sensibilisieren, die noch Berührungsängste zeigen und zum Teil gar nicht wahrhaben wollen, dass ihre Kampagnen biblische Symbole und Botschaften enthalten. Am Beispiel von Benetton (Kinder aller Rassen in Cremefarben, grossformatige Bilder als Dramatisierung zentraler Lebensstationen des Menschen) werden wir zeigen, dass es Kampagnen gibt, die in ihrer Universalität ebensogut für Gott werben könnten wie für Pullover.
Die Phase II (ab 2004) zielt dann auf die breite Öffentlichkeit. Dabei verzichten wir ausdrücklich auf das Brandmarken oder gar die rechtliche Verfolgung von Zeichenpiraten wie Samson. Im Gegenteil: Wir vertrauen auf die Macht und die Kraft und die Herrlichkeit der christlichen Symbole und besetzen sie wieder mit ihren ursprünglichen Inhalten, so dass jede Anzeige für Samson usw. ab diesem Zeitpunkt auch wieder Werbung für die Kirche ist.
Sehet: Die Kirche hat ihre konzeptionellen Hausaufgaben gemacht. In den nächsten Monaten werden wir die Leadagentur bestimmen. Bewerbungen bitte an
[email protected]
* Jérôme Cottin: «Dieu et la Pub», Editions du Cerf, Paris

Best of North-East

(1. Quartal 2001) Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»

(1. Quartal 2001) Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.

Top three

(1. Quartal 2001)

(1. Quartal 2001)Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «» gezeigt.

Bluewin baut Portal um

Der mit Abstand führende Schweizer Portalbetreiber Bluewin muss sein Portal umbauen. Basierend auf einer Marktanalyse richtet er seine Channels und Onlineservices neu aus.

Der mit Abstand führende Schweizer Portalbetreiber Bluewin muss sein Portal umbauen. Basierend auf einer Marktanalyse richtet er seine Channels und Onlineservices neu aus.Dabei sollen die Bedürfnisse der Endbenutzer und die Interessen der Werbetreibenden besser berücksichtigt werden, heisst es in einer Mitteilung. Neue Werbeformen und bessere Nutzerfreundlichkeit sollen die Kommerzialisierung optimieren. Mit einem Abbau von rund 20 Stellen sollen Einsparungen realisiert werden.Grund für den Umbau ist die Ertragssituation im Portalgeschäft, die weiterhin unter den Erwartungen liege. Konkrete Zahlen waren aber nicht erhältlich. Die Frage, weshalb Bluewin.ch trotz Reichweiten von über 50 Prozent von Mediaplanern nicht stärker gebucht werde, beantwortete eine Sprecherin so: Das Onlinemarketing habe sich nicht so entwickelt wie angenommen, und das Bluewin-Angebot spreche derzeit wohl eine für die Werberbedürfnisse zu breit gefächerte Zielgruppe an.
Darum werden nun etwa das Angebot des bisherigen Woman-Channels und des neu konzipierten Health-Channels unter Lifestyle zusammengefasst. 55plus wird nicht mehr fortgesetzt. Dafür wird der Computer-Channel erweitert, ein neuer Channel zum Thema Auto sowie eine Plattform zum Stichwort People & Entertainment werden lanciert. Neue Werbeformen und Microsites als Channelsponsoring sowie kommerzielle Einlagen in einer Palette von Newsletters soll die Werbetreibenden bei der Optimierung ihrer Onlinemediaplanung unterstützen. Angebote finden sich unter www.mediadaten.ch (mk)

Ausserdem: T-Online Schweiz hat Matthias Gartenmann zum neuen Geschäftsleiter ernannt. Er übernimmt das Amt von Günter Nierlich, der den Internet Provider auf eigenen Wunsch verlässt.

Ausserdem T-Online Schweiz hat Matthias Gartenmann zum neuen Geschäftsleiter ernannt. Er übernimmt das Amt von Günter Nierlich, der den Internet Provider auf eigenen Wunsch verlässt. Ausserdem verlassen auch COO Armin Zollinger und CFO Sigfried H

Ausserdem T-Online Schweiz hat Matthias Gartenmann zum neuen Geschäftsleiter ernannt. Er übernimmt das Amt von Günter Nierlich, der den Internet Provider auf eigenen Wunsch verlässt. Ausserdem verlassen auch COO Armin Zollinger und CFO Sigfried Hampel T-Online.
Der FC Basel schafft auf nächstes Jahr die Stelle eines Leiters für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Amt übernimmt Josef Zindel, zurzeit Leiter des Opinio-Verlags der Basler Mediengruppe.
Ein dreiköpfiges Gremium löst am 1. Juni Anton Schaller als interimistischen Geschäftsleiter von Tele Ostschweiz ab. Die neue Geschäftsleitung besteht aus Patrick Senn, Chefredaktor, Peter Schwager, Leiter Marketing/Verkauf und Geschäftsführung, und Stefan Schachtler, Produktion.
Ab Juni leitet Christoph Salathé neu den Lokal- und Regionalmarkt der Basler Zeitung. Zudem übernimmt er Key-Account-Aufgaben. Salathé war zuletzt Gebietsverkaufsleiter der SonntagsZeitung.
Seit Anfang Monat verstärken Jacqueline Vils und Ursina Jeuch das Fisch-Meier-Direkt-Team im Assistenzbereich. Karin Kropf übernimmt nach einer halbjährigen Pause eine Teilstelle im Bereich Beratung.
Thierry Knecht übernimmt beim Onlinevermarkter Qualiclick die Funktion des Head of Website Management. Knecht, der seit einem Jahr als Major Account Manager für Qualiclick arbeitet, übernimmt den Posten von Enrique Nuñez. Dieser will sich verstärkt auf das Business Development konzentrieren und betreut Projekte wie Kundenbindungsmassnahmen und Weiterentwicklung der Werbeformen.

Best of South-East

(1. Quartal 2001) Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»

(1. Quartal 2001) Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.

Ambitiös, aber mit Chancen

Mediaplaner und sogar Konkurrenten aus Basel und Zürich geben dem Sonntagsprojekt der Neuen Zürcher Zeitung mehrheitlich eine Chance – wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Mediaplaner und sogar Konkurrenten aus Basel und Zürich geben dem Sonntagsprojekt der Neuen Zürcher Zeitung mehrheitlich eine Chance – wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen.Praktisch unbestritten ist zudem die Tatsache, dass die andern, ähnlich gelagerten Titel zumindest teilweise Federn lassen müssen.«Ich glaube, dass das NZZ-Projekt durchaus Chancen haben könnte. Die beiden Deutschschweizer Sonntagstitel erreichen lediglich gut einen Drittel der Bevölkerung, jenseits des Röstigrabens hingegen kommt allein Le Matin Dimanche auf rund 50 Prozent Reichweite. Rein von den Zahlen her ist im Lesermarkt also Potenzial vorhanden, auch in jenem Lesersegment, das die NZZ ansprechen will.
Von den beiden bestehenden Titeln wird sicher die SonntagsZeitung (SoZ) stärker tangiert sein, doch insgesamt wird die Sonntagspresse gestärkt. Denn überregionale Titel sind kostengünstiger als normale Tageszeitungen. Falls dies auch beim NZZ-Projekt der Fall sein wird, stösst eine Ausweitung der überregionalen Presse bei den Inserenten sicherlich auf Interesse.»
«Ich zähle mich seit 40 Jahren zu den Kernlesern der NZZ und warte schon seit drei bis vier Jahren darauf, dass ein solches Sonntagsprojekt endlich kommt. Ich bin überzeugt, dass es ein Erfolg wird. Zwar wird das NZZ-Sonntagsblatt möglicherweise die eigene Samstagausgabe kannibalisieren, doch die grössten Probleme wird wohl der Verlag an der Werdstrasse bekommen. Denn die SoZ hat ihre Qualität in den letzten Jahren nicht verbessert, weshalb die Zahl der frustrierten SoZ-Leser zugenommen hat. Mittelfristig wären diese vielleicht zum SonntagsBlick (SoBli) abgewandert, jetzt erhalten sie aber eine neue Perspektive.»
«Das NZZ-Sonntagsprojekt ist ein schwieriges Unterfangen, nur schon vom Vertrieb her. Und das gesteckte Ziel, mittelfristig auf eine Auflage von 150000 Exemplaren zu kommen, ist ambitiös.
Mit den bestehenden zwei Titeln ist der Sonntagsmarkt eigentlich abgedeckt, es lässt sich am Sonntag kaum mehr Reichweite generieren. Deshalb wird es zu einem Verdrängungskampf kommen, wobei die SoZ unter Druck geraten und der SoBli als Gewinner aus dem Rennen gehen könnte.
Ich bin von einer siebten NZZ-Ausgabe nicht sehr begeistert. Werktags braucht es eine intelligente Zeitung, aber am Wochenende ziehe ich persönlich die leichte Kost vor.»
«Die NZZ am Sonntag dürfte sowohl den Leser- als auch den Anzeigenmarkt beleben. Die SoZ von der Tamedia ist mit ihrem inhaltlich und optisch eigenständigen Profil so glänzend positioniert, dass sie der neuen Konkurrenz gelassen entgegensieht. Dass nun auch die NZZ in den Sonntagsmarkt einsteigen will, ist Ausdruck des allgemein steigenden Bedürfnisses nach Information und zeigt, dass noch Potenziale vorhanden sind. Aufgrund der eingeschlagenen Linie der SoZ und ihrer breiten Verankerung bei einem interessanten Publikum wird auch unser Wochenendtitel von der Bewegung im Markt profitieren.»
«Vom Markt her ist klar, dass ein Potenzial besteht: Es gibt sicher Leser, die noch nicht abgeholt werden. Zudem können mit Blick, Tages-Anzeiger und NZZ werktags ja auch drei Titel gut nebeneinander existieren, deshalb sollte dies eigentlich auch sonntags funktionieren.
Kurzfristig wird die SoZ wohl etwas Werbung und auch einige Leser verlieren; ob dies auch mittelfristig so bleiben wird, ist hingegen offen. Die SoZ ist gut positioniert und erreicht ja heute mehr Entscheidungsträger als die NZZ. Insgesamt wird aber der Sonntagsmarkt interessanter, was auch den zwei bestehenden Titeln helfen wird.»
«Ich finde den Entscheid der NZZ sehr mutig, bin aber nicht sicher, ob für ein neues Blatt genügend Leser da sind. Für die Weltwoche wird das Blatt aber eine ernst zu nehmende Konkurrenz im Anzeigenmarkt. Sie muss sich deshalb so positionieren, dass sie sich im nächsten Frühling trotz NZZ-Projekts behaupten kann. Im Lesermarkt hingegen wird die Weltwoche weniger tangiert werden. Ihre Leserschaft kann mit einem zürcherisch-freisinnigen Produkt nicht allzu viel anfangen. Die Weltwoche bildete schon bisher bis zu einem gewissen Grad einen Gegenpol.»
Bruno Blaser, Verlagsleiter
Blick-Gruppe:
«Das Projekt muss man selbstverständlich sehr ernst nehmen. Jedes weitere Objekt ist ein Konkurrent – unabhängig von der publizistischen Ausrichtung. Deshalb zucken wir nicht bloss die Schultern, sondern müssen uns Massnahmen überlegen. Näheres kann ich noch nicht sagen.
Was im Anzeigenmarkt geschehen wird, ist offen: Möglich, dass die Sonntagspresse gestärkt wird, möglich aber auch, dass neu drei Titel die Sonntagsbudgets untereinander aufteilen müssen.
Der Vertrieb des neuen Blattes wird teuer für die NZZ. Es ist nicht auszuschliessen, dass wir ihr mit dem SoBli-Vertrieb Hand bieten; man soll ja nie die Türe zuschlagen. Gespräche haben bisher aber noch nicht stattgefunden, zumindest nicht auf meiner Stufe.»
Umfrage: Markus Knöpfli
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