Best of North-West

(1. Quartal 2001) Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «Yuppieland»

(1. Quartal 2001) Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «Yuppieland»Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.

Muse & Musse: Gerhard Blättler

Muse & MusseGerhard BlättlerWelche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Gerhard Blättler: «Der Ignorant und der Wahnsinnige» von Thomas Bernhard im Stadttheater Bern, weil ich Wahnsinn, Thomas Bernhard und das Stadttheater m

Muse & MusseGerhard Blättler
Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Gerhard Blättler: «Der Ignorant und der Wahnsinnige» von Thomas Bernhard im Stadttheater Bern, weil ich Wahnsinn, Thomas Bernhard und das Stadttheater mag.
Was lesen Sie gerade?
Blättler: «Über die Zeit» von Norbert Elias, damit ich lerne, in diesem hektischen Metier trotz allem Musse zu bewahren.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Blättler: «The sweetest punch» von Bill Frisell. Elvis Costello und Bill Frisell zusammen in einer Aufnahme – das haut mich um.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Blättler: «Fight Club». Schon allein des Vorspanns wegen und weil ich mich im wirklichen Leben nicht prügeln darf.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Blättler: «Giga» auf NBC. Gigantisch aufbereitete Nullinformation.
Welche ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Blättler: http://asdfg.jodi.org (keine Angst, die Festplatte bleibt ganz).
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Blättler: Auf meine Familie.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Blättler: Nach Zürich fahren, weil es in Bern keine Buchhandlung Scalo gibt.
Liebe ist…?
Blättler: …immer anders.

«Jetzt steht der Verband finanziell auf starken Beinen»

Peter Hartmeiers letztes Werk ist die Strukturreform des Verbands Schweizer Presse

Peter Hartmeiers letztes Werk ist die Strukturreform des Verbands Schweizer Presse«Jetzt steht der Verband finanziell auf starken Beinen»
Die Strukturreform des Verbandes Schweizer Presse ging an der jährlichen Mitgliederversammlung reibungslos über die Bühne. Damit sind das Präsidium markant aufgewertet und die prekäre Finanzsituation entschärft. Die Arbeitsgruppen werden künftig näher bei der Marktwirklichkeit positioniert (siehe auch Seite 21).
Peter Hartmeier, Ihr letztes grosses Werk als Geschäftsführer der Schweizer Presse, die Strukturreform, ist über die Bühne. Sind Sie zufrieden?
Peter Hartmeier: Ich bin sehr erleichtert. Diese wichtige Angelegenheit, die uns über Monate beschäftigt hat, ist erledigt. Es beginnt eine neue Ära mit der besten Struktur, die der Verband je hatte. Das Zusammenspiel zwischen der Geschäftsstelle und den Exponenten aus den Medienhäusern, die Meinungsbildung und die Verbandsdemokratie sind jetzt viel besser gewährleistet. Was mich besonders befriedigt: Die neue Verbandsstruktur ist von der Mitgliederversammlung praktisch einstimmig angenommen worden.
Ein zentraler Punkt war die desolate Finanzlage des Verbandes. Ist dieses Problem gelöst?
Hartmeier: Desolat ist die Situation nicht, das muss ich zurückweisen. Tatsache ist aber, dass der Verband in den vergangenen Jahren seine Infrastruktur nicht mehr vollständig mit den Mitgliederbeiträgen finanzieren konnte und deshalb stille Reserven auflösen musste.
Wie viel Geld muss insgesamt mehr in die Kassen kommen?
Hartmeier: Wir haben eine Beitragserhöhung von 17,5 Prozent budgetiert. Mit diesen Mehreinnahmen wird der Verband in den nächsten Jahren finanziell auf starken Beinen stehen und die laufenden Ausgaben bestreiten können.
Sind die Erhöhungen proportional auf alle Mitglieder überwälzt worden?
Hartmeier: Nein. Für die kleinen Medienhäuser haben die Beiträge überproportional zugenommen. Aber das geschah nicht etwa auf Druck hin. Die Betroffenen haben das selber so vorgeschlagen. Statt des bisherigen Mindestbetrags von 1300 Franken entrichten sie neu mindestens 2500 Franken pro Jahr. Der Aufschlag für die grossen Medienhäuser fällt deshalb proportional gesehen kleiner aus. Der Maximalbetrag beträgt neu 180000 Franken.
In Sachen Verbandsdemokratie ist man aber nicht viel weiter gekommen. Zwar wurden die Stimmrechte neu verteilt, trotzdem sind sie aber nach wie vor bei den grossen Medienhäusern konzentriert.
Hartmeier: Dieses Übergewicht war vorher viel ausgeprägter. Zum Beispiel vereinigte die Basler Mediengruppe über 20 Stimmen auf sich. Der Grund: Sie besteht aus verschiedenen Unternehmen – Basler Zeitung, Jean Frey AG, WM Wirtschaftsmedien AG –, deren Stimmen addiert wurden. Das Medienhaus Ringier hingegen, das über eine einheitliche Struktur verfügt, hatte nur fünf Stimmen. Da haben wir jetzt Ordnung geschaffen.
Aber nur halbherzig, denn mit bis zu acht Stimmen pro Medienhaus ist das Übergewicht der Grossverlage nach wie vor enorm.
Hartmeier: Wenn die zahlreichen kleinen und mittleren Verlage sich einig sind, dann verfügen sie zusammen über weit mehr Stimmen als die fünf oder sechs Grossverlage zusammen. Andererseits muss man aber sehen: Verbandsdemokratie ist in erster Linie auch eine Frage der inneren Gesprächskultur und weniger der Stimmrechte. In den letzten beiden Jahren haben die mittleren und kleinen Medienhäuser im Verband massiv an Einfluss gewonnen. Und zwar einfach deshalb, weil sie sich intensiver an der Meinungsbildung beteiligten. Wer sich in unserem Verband äussert, wer an den Sitzungen auftritt oder sich schriftlich kundtut, hat innerhalb kürzester Zeit einen überproportionalen Einfluss. Das haben die mittleren und kleinen Verlagshäuser gemerkt und zu ihren Gunsten genutzt.
Welche der diversen Neuerungen würden Sie als die wichtigste bezeichnen?
Hartmeier: In der neuen Struktur wird das Präsidium massiv aufgewertet. Jedes Präsidiumsmitglied wird verantwortlich sein für eines der sieben Departemente, die wir jetzt anstelle der bisherigen Arbeitsgruppen eingesetzt haben.
Was waren die Beweggründe für diese doch einschneidende Gewichtsverlagerung zugunsten des Präsidiums?
Hartmeier: In der bisherigen Struktur konnten die Präsidiumsmitglieder zu wenig in die Arbeit integriert werden; so konzentrierte sich viel Arbeit auf wenige Exponenten. Nun stützen wir die Themensetzung und die Führung des Verbandes breiter ab. Die Zusammenarbeit zwischen dem Präsidium und der Geschäftsstelle einerseits und den Mitarbeitern aus den Verlagen andererseits wird damit verbessert. Die Bedürfnisse unserer Mitglieder können direkter einfliessen.
Aber die Geschäftsstelle ist damit geschwächt, wenn nicht gar entmachtet worden.
Hartmeier: Ich sehe hier keine Schwächung. Die Geschäftsstelle besitzt nach wie vor die Aufgabe, den gesamten Apparat zu koordinieren.
Eine wichtige Neuerung ist die Einführung der sieben Departemente Nutzermarkt, Werbemarkt, Recht, Bildung, Ethik, Distribution und Technologie. Ist damit der Anschluss an die Marktwirklichkeit und an den Marktwandel besser gewährleistet als bisher?
Hartmeier: Auf alle Fälle. Die neuen Departemente sind Ausdruck einer betriebswirtschaftlich vernünftigen, mehr von Management- und weniger von Machtüberlegungen inspirierten Struktur. Die Departemente bilden den Rahmen, um sachorientiert Probleme zu lösen; die alten Gattungsgruppen waren dafür weniger geeignet.
Wenn man die Departemente anschaut, fällt auf: Es fehlt ein Departement für Internet/Onlinemedien. Ist dies Ausdruck für das neu erstarkte Selbstbewusstsein der Printmedien, die nach Jahren des Zitterns vor dem Internet nun wieder aufatmen können?
Hartmeier: Absolut. Zwar wird die Bedeutung des Internets weiter zunehmen, davon bin ich überzeugt. Aber es ist zu einem Medium unter vielen geworden, das man nicht mehr speziell zu behandeln braucht. Wenn wir über den Nutzermarkt, den Werbemarkt, die Distribution oder die Technologie reden, dann wird das Internet selbstredend Teil der Diskussion sein.
Erwarten Sie von den neuen Departementen eine Dynamisierung der Verbandsarbeit?
Hartmeier: Ob und wie stark dies eintreten wird, hängt nun davon ab, wie wir die einzelnen Departemente besetzen können. Gelingt es uns, Leute mit den richtigen Kenntnissen und Affinitäten zum Mitmachen zu bewegen, wird es sicher eine Dynamisierung geben. Interview: Daniel Schifferle

Online-Marketing: FeedX

Ziel: Erhöhung des Bekanntheitsgrades von FeedX und Steigerung des Traffics auf FeedX.ch.

Ziel: Erhöhung des Bekanntheitsgrades von FeedX und Steigerung des Traffics auf FeedX.ch.FeedX Werbemittel: Skyscraper (140×800 Pixel) auf Moneycab.com. Einsatz: 21. Mai bis 30. Juli
Auftraggeber: FeedX. Werbeagentur: Score Marketing, Stäfa; Gesamtverantwortung: Christoph Portmann; Produktion: Schueller Productions, Zug; Vermarktungsagentur: Adlink Internet Media.

News: optimierte Suchmaschinen

Die Online-Vermarkterin Active Agent und die Werbeagentur Angelink sind eine strategische Partnerschaft eingegangen.

Die Online-Vermarkterin Active Agent und die Werbeagentur Angelink sind eine strategische Partnerschaft eingegangen.News optimierte Suchmaschinen
Gemeinsam lancieren sie das Angebot Active Finder, mit dem Websitebetreiber Ergebnisse der Suchmaschinen auf ihren Websites optimieren können.
Swissclick verstärkt B-to-BDie Online-Inserateplattform Swissclick erweitert ihr Angebot für Firmenkunden. Neu können Unternehmen die elektronischen Märkte Jobclick, Autoclick und Immoclick im Abonnement nutzen.
TMP übernimmt JoblineDie US-Firma TMP Worldwide, die das Karriereportal Mons ter.com betreibt, hat der europäischen Konkurrentin Jobline gemäss Wall Street Journal ein Übernahmeangebot unterbreitet. TMP soll aber erst die Zustimmung von 49 Prozent der Aktien besitzen. Mit Jobline würde TMP Zugang zu den Märkten Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland und Schweiz erhalten, in denen Monster nicht vertreten ist.
Qualiclick macht IN Deutschland dichtDie Online-Vermarkterin Qualiclick hat ihre Filiale in Deutschland geschlossen. CEO Roger Lienhard begründete den Rückzug mit der unbefriedigenden Entwicklung der Umsätze im deutschen Online-Werbemarkt. In der Schweiz will die Firma ihre Position dagegen weiter ausbauen.
IAB Schweiz für Sima-BeitrittDie Generalversammlung des Internet Advertising Bureaus (IAB) Schweiz hat dem Beitritt zur Swiss Interactive Media Association (Sima) zugestimmt. Damit wird das IAB Schweiz auf dem Level einer Arbeitsgruppe mit eigenständigem Auftritt in die Sima integriert.
24/7 plant RückzugDie amerikanische Online-Vermarkterin 24/7 Media will sich von ihren 18 europäischen Filialen (darunter auch jene in Genf und Zürich) trennen. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft in den USA sollen die Verluste eingedämmt werden. 24/7 erzielte im ersten Quartal 2001 weltweit 25,3 Millionen Dollar Einkommen bei einem Pro-forma-Verlust von 24,8 Millionen Dollar.
Concept verlässt ÖsterreichDer Webdienstleister Concept aus Wiesbaden zieht sich aus Österreich zurück. Zudem wird das Büro in Hamburg geschlossen. An anderen Standorten wurden Kostensenkungsprogramme durchgeführt.

Kreisvier ist ganz neu – in Basel

Die Basler Werbeszene hat Zuwachs bekommen: Seit kurzem wirkt die neue Werbe- und Kommunikationsagentur Kreisvier Communications an der Basler Leimenstrasse.

Die Basler Werbeszene hat Zuwachs bekommen: Seit kurzem wirkt die neue Werbe- und Kommunikationsagentur Kreisvier Communications an der Basler Leimenstrasse.Das Unternehmen bietet Dienstleistungen in den Bereichen Corporate Communications, klassische Marketingkommunikation und Below-the-line-Kommunikation an. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf integrierten, strategischen Lösungen. Kreisvier wurde von der Werbeleiterin Nanette Graf, CD Patrick Gloor, Graphic Designer Karo Hafner und dem als Geschäftsführer fungierenden Ökonomen Rony Hauser gegründet. «Wir haben bewusst den Standort Basel ausgewählt, weil wir hier verwurzelt sind. Unser Ziel ist es, vor allem den in dieser Region ansässigen Firmen Kommunikationslösungen anzubieten», sagt Hauser. Und weshalb dann ein Agenturname, der gleich wie der eines berüchtigten Zürcher Stadtkreises lautet? Nochmals Hauser: «Reiner Zufall. Den Kreis als Symbol fanden wir alle gut, und weil wir zu viert sind, wurde eben Kreisvier daraus.» Das vierköpfige Team möchte mittelfristig insgesamt zehn bis 15 Mitarbeitende beschäftigen. Zu den Kunden zählen das Videotechnikunternehmen Eotec und die Basler Weinhandlung Enoteca. Zudem sind gemäss Hauser verschiedene Akquisitionen im Gange. (dz)

Frauen klicken, Männer scrollen

Eine Software der US-Firma Predicitve erkennt das Geschlecht des Internetusers

Eine Software der US-Firma Predicitve erkennt das Geschlecht des InternetusersVon Carmen GasserEine US-Firma will Unterschiede im Surfverhalten von Frauen und Männern entdeckt haben und stimmt darum die Einblendung von Bannern nach Geschlechtern getrennt ab.
Die in Cambridge, Massachusetts, domizilierte Firma Predictive hat kürzlich mit ihrer Mitteilung im Wall Street Journal aufhorchen lassen, wonach Frauen nicht nur anders denken (was man schon wusste…), sondern auch anders klicken (wohl gemerkt: nicht ticken). Untersuchungen hätten bewiesen, dass Männer öfter die Tabulatortaste verwenden und Webseiten mit dem Rad ihrer Wheelmaus entlang scrollen.
Frauen hingegen sollen sich dadurch verraten, dass sie mehr mit der Maus arbeiten. Jeder User hat demnach ein individuelles Muster, wie er eine Tastatur, eine Maus oder die Fernbedienung eines TV-Sets mit Settopbox bedient. Aufgrund dieser Erkenntnisse kann unterschieden werden, welches Familienmitglied gerade am gemeinsamen
PC surft.
Auf Basis dieser Informationen hat sich Predictive auf die Vermarktung solchen Wissens spezialisiert. Das Zauberwort heisst zielgruppenentsprechende Einblendung von Werbung: Wenn der Vater surft, wird ein Banner für Bier eingeblendet, für die Mutter wird ein Diamantring auf das Banner gezaubert, und der Sohn soll vom neuen Skateboard ebenfalls mittels Banners begeistert werden.
Auch in der Schweiz wird die Software begrüsst
Der Einsatz der neuen Software geht sogar noch weiter, denn sie kann ebenso zur Analyse der Nutzungsbedingungen der Fernbedienung angewendet werden. Demnach kann unterschieden werden, ob ein Mann, eine Frau oder ein Paar fernsieht. Männer schalten die Programmpalette demnach öfter rauf und runter, während Frauen seltener das Programm wechseln.
Werbepausen werden von Männern dazu genutzt, ein Sportprogramm zu suchen, während Frauen meist eine ganze Unterbrechung über Musikvideos sehen. In den USA verwenden bereits die ersten Internetprovider wie AT&T’s WorldNet den Service von Predictive. Nicht zuletzt soll die Möglichkeit von geschlechterspezifischen Werbeeinblendungen auf Internetsites dem dümpelnden Onlinewerbemarkt wieder Aufschwung verleihen.
Pascal Zähner von Real Media Europe begrüsst diese Möglichkeit, aus dem anonymen einen personalisierten User zu machen. Nicht zuletzt steckt ein einfacher Profitgedanke dahinter. «Je mehr Merkmale herausgefiltert werden können, desto höher ist
der Preis. Bei einer «qualified audience», die drei bis vier Kriterien herausfiltern kann, verdreifacht sich schon mal der Preis», gibt Zähner offen zu. Aber er hat auch Bedenken bei der Anwendung der Software: «Die Grundlage allen Handelns muss die Zustimmung des Benutzers sein, seine Daten sammeln zu dürfen», erklärt Zähner.
In den USA steckt die Software noch in der Erprobungsphase und wird von Datenschützern argwöhnisch beobachtet. So stellt sich etwa die Frage: Wer kann sicherstellen, dass die Methode keine Fehler mache und das System Werbung an die falsche Zielgruppe ausliefere, etwa Banner für Sexsites an Kinder? Um diesen Einwand zu entkräften, will Predictive das Verfahren nicht für Werbung für Pornosites, Alkohol, oder Waffen zur Verfügung stellen. Zudem seien Kinder durch ihre grobmotorischen Bewegungen mit der Maus zu erkennen.

You-AD tritt aufs Gaspedal.

«Noch nie wurde die Idee, Heckscheiben als Werbeflächen zu nutzen, so professionell, plausibel und effizient umgesetzt wie bei You-AD», schwärmte Walter Bosch, VR-Mitglied von You-AD, in der WerbeWoche.

«Noch nie wurde die Idee, Heckscheiben als Werbeflächen zu nutzen, so professionell, plausibel und effizient umgesetzt wie bei You-AD», schwärmte Walter Bosch, VR-Mitglied von You-AD, in der WerbeWoche. Der Aussage gab eine Studie vom Ernest-Dichter-Institut Gewicht. Von Michel Jaussi fotografierte Beine verleihen ihr jetzt noch ein Gesicht. Ab nächster Woche will der junge Start-up mit dem inhouse entwickelten Auftritt in Zürich für Aufsehen sorgen und beweisen, wie gut die mobile Werbefläche wirkt. «Eine bewusste und sexy Verbeugung vor der Werbebranche», so Mitinhaber Thomas Gfeller über die Werbung in eigener Sache.Hommage an Troxler. Zwar haben dieses Jahr die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) und das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) den seit 60 Jahren durchgeführten Wettbewerb «Schweizer Plakate des Jahres» sistiert, weil sie an einer Neuausrichtung der Prämierung arbeiten. Trotzdem wollte die APG die traditionelle Ausstellung nicht sang- und klanglos ausfallen lassen. Als Trost organisierte die Luzerner APG-Niederlassung eine Sonderausstellung über den Plakatkünstler Niklaus Troxler. Seine unter anderem im New Yorker MoMA ausgestellten Plakate gehen zusammen mit den «Plakatperlen der Zentralschweiz 2000» auf Wanderschaft und sind in neun Gemeinden zu sehen.
EXPONIERTER PITCH. «Mit Freude» teilt Markus Gut von Publicis mit, dass sein Team in einer Konkurrenzpräsentation den gesamten Werbeauftrag der Migros zum Expo-Auftritt an Land gezogen hat. Die «überraschende und gradlinige Idee» der Publicis konnte sich im Pitch bereits in der ersten Runde gegen die Vorschläge der Konkurrenz durchsetzen. Beim orangen Kulturförderer ist Beat Mühlemann für das Expo-Budget zuständig.
Die Ära der Werbeassistenten ist vorbei. 105 Kandidatinnen und Kandidaten haben die Ausbildung als Planer(in) Marketingkommunikation erfolgreich abgeschlossen. Zum ersten Mal fanden die Prüfungen nach dem neuen Reglement 2000 statt. Es ersetzt die bisherige Berufsprüfung als Werbeassistent(in). Die Erfolgsquote war mit 56 Prozent «nicht gerade berauschend», wie die Schweizer Werbung (SW) schreibt. Als Grund sieht sie die stärkere Gewichtung des schriftlichen Teils und das neue Hauptfach Kommunikationsplanung.
Der neue «Stuhlmann». Zu seinem Einstand als neuer Chairman von Euro RSCG hat Frank Bodin Kunden und Mitarbeiter mit einer ganz eigenen Postkartenkampagne überrascht und gleich selbst den neuen kreativen Wind angekündigt. Mit diversesten Sitzgelegenheiten (vom elektrischen Stuhl bis zum orangen Panton-Stuhl als Ehreerweisung an Kunde Orange) und markanten Statements hält er fest, worauf es ihm bei guter Werbung ankommt. Intern hat der CEO zudem einen Wettbewerb lanciert, um herauszufinden, auf welchem Sessel ihn die Belegschaft gerne sähe. Zynikern ist er aber zuvorgekommen: «Der Schleudersitz ist nicht dabei», meint Bodin schelmisch.
IM GIESSEREIOFEN GEGART. Nach einer Agenturevaluation beauftragte die Giesserei Oerlikon die Zürcher Agentur Bonaparte mit der Konzeption ihrer Kommunikation. Zunächst soll bei den umliegenden Firmen bekannt gemacht werden, dass in dem Restaurationsbetrieb, der bisher an drei Abenden in der Woche geöffnet war, neuerdings auch täglich zu Mittag gegessen werden kann. Dieses Ziel wollen die Werber mit einer Freecard erreichen. Das auffällige Motiv stellt den sozusagen archaischen Charme der Giesserei in Kontrast zu ihrer kulinarischen Erlebniswelt. Das abgebildete «Besteck» stammt aus den verbliebenen Werkzeugbeständen des ausrangierten Industriebetriebs, der Teller wurde auf dessen Fussboden abgelichtet. «Das heisst aber nicht, dass die Gäste hier auf dem Boden sitzend speisen», sagt Texter Adrian Sulzer.
Editorial

Noch nicht das letzte Opfer…Kürzlich erst musste SwissOnline das Aus für ihr gerade mal ein Jahr alt gewordenes Kundenmagazin Netlife bekannt geben. Jetzt kommt dieselbe Hiobsbotschaft vom Internet Standard, der gleichzeitig gestartet war. Von den drei Printtiteln zur New Economy, die im vergangenen Jahr voller Optimismus auf den Markt gingen, bleibt nur das B2B-Blatt Netzwoche übrig.
Allen drei Titeln ist gemeinsam: Sie wurden im Boom geplant und setzten für ihre Entwicklung auf eine Fortschreibung des Hypes in der New Economy. Nach dem nicht ganz überraschenden Crash blieben die Aufräumarbeiten. Statt über all die prophezeiten Erfolgsstorys mussten sie bald nur noch über die tückenreichen und geldvernichtenden Dotcomfirmen berichten. Dass aus einem derart ungemütlich gewordenen Umfeld Inserenten wie Leser davonlaufen, liegt auf der Hand.
Die Netzwoche ist in einer etwas komfortableren Situation, denn ihr Zielpublikum, die Entscheider in den Unternehmen, müssen sich auch weiterhin mit dem Internet auseinandersetzen, ob sie wollen oder nicht.
Sicher wird der Internet Standard aber nicht das letzte Medienopfer der geplatzten New-Economy-Blase sein. Neben diversen weiteren Sites und Portalen, die zu den bereits geschlossenen hinzukommen werden (siehe auch Seite 1), ist ein Grossprojekt massiv bedroht: Roger Schawinskis Money 24 mit dem geplanten Finanzportal als Haupteinnahmequelle. Der Börsensender sieht sich jetzt gleich mit einem doppelten Scherbenhaufen konfrontiert: dem Börsencrash und dem Crash der Internetillusionen. Genau die richtigen Voraussetzungen für ein weiteres Debakel. Daniel Schifferle

Lasst euch nicht melken

Eine US-Ärztevereinigung warnt Amerikaner davor, zu viel Milch zu trinken

Eine US-Ärztevereinigung warnt Amerikaner davor, zu viel Milch zu trinkenVon Thérèse BalduzziSeit Jahren strahlen Prominente mit einem Milchschnauz in US-Zeitschriften die Leser an. «Got Milk?» fragt die Anzeige und preist die gesundheitlichen Vorteile des Milchkonsums. Jetzt läuft eine US-Ärztevereinigung Sturm gegen eine der bekanntesten US-Kampagnen: Milchtrinken sei ungesund, behauptet diese.
Die Milchschnauz-Kampagne entwickelte die Agentur Bozell in New York bereits 1995 im Auftrag des National Fluid Milk Processor Promotion Board (MilkPEP) in Washington. Die «Got Milk?»-Tagline stammt ursprünglich aus einer erst regional, dann landesweit laufenden TV-Kampagne, die Goodby, Silverstein & Partner bereits 1993 für das California Fluid Milk Processor Board (CFMPB) gestaltet hatte.
Darin wird behauptet, dass Milchtrinken eine gute Prävention gegen Osteoporose und hohen Blutdruck darstelle und
die sportliche Leistung steigere. Damit ist das Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM), eine Vereinigung von Ärzten, Ernährungsberatern und Laien aus Washington DC, jedoch gar nicht einverstanden. Die 1985 gegründete Nonprofit-Organisation kümmert sich um Präventivmedizin und bessere Forschung.
Die in der Kampagne behaupteten Gesundheitsvorteile aus kalziumreicher Nahrung seien von der Regierung nur für bestimmte Bevölkerungsgruppen erlaubt, moniert die PCRM. Wissenschaftliche Beweise, wonach erhöhter Kalziumkonsum Afroamerikanern, Männern oder älteren Frauen Vorteile brächten, würden fehlen. Eine «Got Milk?»-Werbung mit dem afroamerikanischen Model Tyra Banks, in der behauptet wird, Milch könne dem Auftreten von Osteoporose bei Männern entgegenwirken, hält das PCRM deshalb für unverantwortlich.
Die Grenzen der erlaubten Health Claims würden auch in Kampagnen mit den Afroamerikanern Whoopi Goldberg und Spike Lee, aber auch mit dem weissen Talkshowmaster Conan O’Brian übertreten. Sie unterlassen es, darauf hinzuweisen, dass der Verlust von Kalzium mit regelmässigem Sport, salzarmer Diät und einer Herabsetzung tierischer Eisweisse verhindert werden könne. Das PCRM hat deshalb bei der Federal Trade Commission Beschwerde eingereicht und verlangt, dass die in der Kampagne aufgestellten Behauptungen untersucht werden.
Das Milchimperium verteufelt das PCRM als Ketzer
Ihre Auffassung, dass Milch ungesund sei, verbreitet PCRM diesen Sommer mit einer Plakatkampagne, die sie selber gestaltet hat. «Got Diarrhea?» heisst es über einer Gruppe von Afroamerikanern und Latinos, die mit einem Milchschnauz ungeduldig vor der besetzten Toilette wartet. Damit nimmt die Anzeige auf die Tatsache Bezug, dass ein Grossteil der Afroamerikaner, Asiaten und Latinos im Erwachsenenalter Milch nicht verdauen kann.
«Don’t get milked by the Dairy Industry» steht dagegen über einem Bild einer mit Milch übergossenen Frau und spiegelt die Meinung des PCRM, dass es
den US-Milchverbänden ums Geld und nicht um die Volksgesundheit gehe. Die Plakataktion wird diesen Sommer in mehreren grösseren Städten starten.
Obwohl die Ansichten des PCRM von weiten Kreisen geteilt werden, bezeichnet das National Fluid Milk Processor Promotion Board (MilkPEP) das PCRM als eine extreme Randgruppe, deren Ziel es sei, die vegetarische Lebensweise durchzusetzen.

Coninx’ Präsidialzeit nähert sich dem Ende

Der Verband Schweizer Presse erhöht die Mitgliederbeiträge und wertet das Präsidium auf

Der Verband Schweizer Presse erhöht die Mitgliederbeiträge und wertet das Präsidium aufZum Abschied seines Geschäftsführers Peter Hartmeier krempelt der Verband Schweizer Presse die Organisationsstruktur um und erhöht die Mitgliederbeiträge. Das Präsidium gewinnt markant an Einfluss (siehe auch das Interview mit Peter Hartmeier, Seite 5).Unter der Leitung von Marco de Stoppani erarbeitete eine Projektgruppe während der vergangenen zwei Jahre eine neue Organisationsstruktur für den Verband Schweizer Presse. Letzte Woche nun wurde die neue Ordnung von der Mitgliederversammlung praktisch widerspruchslos verabschiedet. Die Änderungen sind drastisch. Neben höheren Beitragsgebühren bringt vor allem eine Neuordnung der Arbeitsgruppen frischen Wind in den Verband.
Die bisherige Gliederung in überregionale/regionale und regionale/lokale Zeitungen, Zeitschriften, Werbemarkt und Vertrieb galt als veraltet, weil sie nur ungenügend auf die Marktrealität einging. An ihre Stelle treten die sieben Departemente Nutzermarkt, Werbemarkt, Recht, Bildung, Ethik, Distribution und Technologie, die diese Schwäche ausbügeln sollen. Doch ebenso einschneidend wie die Neuformulierung der Inhalte ist die verbandsinterne Zuordnung der neuen Arbeitsgruppen. Statt wie bisher der Geschäftsstelle sind sie jetzt dem Präsidium angegliedert. Formell zeigt sich das darin, dass die Vorsteher der Departemente neu auch Mitglieder des Präsidiums sein werden.
Als weitere wichtige Neuerung hat die Schweizer Presse ihre Mitgliederbeiträge erhöht. Insgesamt beträgt die Anhebung 17,5 Prozent. Allerdings werden nicht alle Mitglieder im gleichen Umfang zur Kasse gebeten. Kleinere Medienhäuser zahlen künftig überproportional mehr, denn der Mindestbeitrag pro Mitglied wurde von 1300 Franken auf 2500 Franken fast verdoppelt.
Ebenfalls wurden die Stimmrechte, die mit den Beiträgen gekoppelt sind, neu verteilt. Statt wie bisher bis zu 15 Stimmen oder mehr pro Unternehmensgruppe ist jetzt die Anzahl pro Medienhaus auf maximal acht beschränkt. Mit der Begrenzung nach oben wurde die Verbandsdemokratie vernünftiger strukturiert.
Die Tage von Coninx als Verbandspräsident sind gezählt
In Kraft treten die neuen Statuten am 20./21. September anlässlich des Verbandskongresses in Montreux. Dann wird nicht nur die neue Mitgliederversammlung konstituiert. Auch das Präsidium, das künftig aus dem Präsidenten und den sieben Departementsvorstehern besteht, wird neu bestellt. Hans Heinrich Coninx wird sich zwar zur Wiederwahl ins Präsidentenamt stellen, doch wie aus verlässlicher Quelle bekannt ist, wird er noch etwa ein Jahr, aber sicher nicht mehr die ganze vierjährige Amtsperiode dabei sein.
Von Coninx selber gab es keine Stellungnahme. Lediglich beruhigende Worte aus seinem Sekretariat: Coninx sei bis auf weiteres Präsident, ein Rücktritt im Moment kein Thema. Tatsache ist, dass Coninx nicht gleichzeitig mit Hartmeier den Hut nehmen kann, denn jetzt muss erst die neue Verbandsstruktur implementiert werden.
Doch die Stabsübergabe ist nicht mehr fern, das ist gewiss. Kommt nach zehn Jahren Coninx bald die Zeit, in der Ringier das Zepter beim Verband Schweizer Presse übernimmt? Diese Rolle stünde dem grössten Schweizer Verlagshaus durchaus zu. Daniel Schifferle

Branchenhits

(1. Quartal 2001) (Werte = Index «Supporters» der Anzeige gegenüber dem Durchschnitt aller Anzeigen der Branche; 1,00 = Durchschnitt = 100%)

(1. Quartal 2001) (Werte = Index «Supporters» der Anzeige gegenüber dem Durchschnitt aller Anzeigen der Branche; 1,00 = Durchschnitt = 100%)Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.
Informatik Sunrise Hund (Lowe Lintas GGK) 1,6

Banken/Kreditkarten/Post Raiffeisen Matterhorn (Pucci, Sulzer) 1,4
Tourismus easy Jet 10 Gründe 1,3
Medien Bilanz 300 Reichsten (Publicis) 1,5
Retail Non Food H&M Claudia Schiffer (Oasis, Genève) 1,5
Advertising-Index

Für die Anzeigentests des Advertising-Index wird in zwölf Befragungswellen ein repräsentatives Sample von zirka 750 Personen befragt. Die befragte Person absolviert zuerst einen psychologischen Test (50-Item-Test) und blättert anschliessend ein Zeigeheft mit 35 Anzeigen durch. Wie beim Lesen einer Zeitschrift steht es ihr auch im Test frei, bei jeder Anzeige so lange zu verweilen, wie sie will. Vor dem Weiterblättern bewertet sie die Anzeige anhand einer Notenskala von 5 («spricht mich sehr an») bis 1 («spricht mich überhaupt nicht an»). Als «Supporter» werden Personen bezeichnet, die durch eine Anzeige «sehr» oder «ziemlich» angesprochen werden. Die auf diese Weise ermittelte Akzeptanz der Werbung korreliert stark mit andern Funktionen der Werbewirkung und eignet sich deshalb fürs Benchmarking.
Für die Segmentierung des Samples nach Zielgruppen benutzt der Market Radar einen psychografischen Test, den so genannten 50-Item-Test. Mit Hilfe dieses Tests werden die Wertvorstellungen der befragten Person ermittelt und einem der Psychogrammfelder zugeordnet (siehe Windrose). Die Wertorientierungen reichen von Süd (konservativ) nach Nord (progressiv) und von West (aussengerichtet, materialistisch) nach Ost (innengerichtet, idealistisch).
Weitere Informationen zum Advertising-Index und zum Market Radar sind bei Demoscope erhältlich. Planungsunterstützung mit dem Advertising-Index, dem Radar und neu
mit dem Print-Advertising-Monitor (PAM) vermittelt die Publimedia.

BMW gibt mit Kurzfilmen Gas im Internet

Der deutsche Automobilhersteller steckt sein Onlinewerbegeld in neue Konzepte

Der deutsche Automobilhersteller steckt sein Onlinewerbegeld in neue KonzepteDie Bayerischen Motorenwerke (BMW) haben eigene Vorstellungen davon, wie Marketing im Web aussehen kann. Die Site bmw films.com zeigt nicht ohne Erfolg, wie Internetwerbung jenseits der Banner funktioniert. Das Erfolgsrezept von BMWs Marketingsite bmwfilms.com ist so einfach wie raffiniert. Man nehme fünf Erfolgsregisseure und gebe ihnen die Aufgabe, unter dem Gesamttitel «The Hire» je einen Kurzfilm zu drehen. Die einzigen Bedingungen waren, dass ein BMW im Film vorkommt und dieser immer vom britischen Schauspieler Clive Owen gefahren wird. Alles andere war der Fantasie der Regisseure John Frankenheimer, Ang Lee, Wong Kar-Wai, Guy Ritchie und Alejandro Gonzalez Inarritu überlassen.
Die Filme und nicht das Auto stehen im Vordergrund
Das Resultat überzeugt. Drei der fünf Kurzfilme, welche übrigens nur im Internet zu sehen sind, lassen sich bereits online betrachten. Am 7. Juni wird der vierte Streifen freigegeben, der von Madonnas Ehemann Guy Ritchie gedreht wurde. Es wird gemunkelt, dass auch die Popdiva darin eine Rolle spielen soll.
Auf der Website bmwfilms.com stehen erfreulicherweise die Filme und alle dazu gehörenden Informationen wie Cast, Hintergrundinfos zu den Drehs und dergleichen mehr im Vordergrund und nicht aufdringliche Autowerbung. Dass es sich um die Site von BMW handelt, erkennt man nur im kleinen Logo rechts oben und an der Möglichkeit, sich Informationen zu den benutzen Autos zeigen zu lassen.
Michael Kirsch, Leiter der Abteilung Public Relations bei BMW in München, erklärt zum Konzept von bmwfilms.com: «Das Ganze ist ein innovatives Marketingprojekt. Das sind nämlich keine Werbefilme, sondern künstlerisch anspruchsvolle Streifen für das Medium Internet.»
BMW scheint erkannt zu haben, dass Bannerwerbung im Internet meist nicht mehr oder weniger bewirkt als klassische Werbung in Printprodukten und versucht nun, mit ihren Kurzfilmen im Web neue Marketingwege zu gehen. Gemäss den Online-Trafficmessungen von Nielsen/NetRatings scheint sich das von BMW in die Site und die Filme investierte Geld bereits bezahlt zu machen.
Madonna soll die Klicks in die Höhe treiben
Waren in der Woche 20 138000 Unique Visitors auf der Site, wurden eine Woche später bereits 214000 gezählt. Im Durchschnitt blieben die Besucher über sechs Minuten. Also lange genug, um sich einen der Kurzfilme anzusehen. Mit der Veröffentlichung von Guy Ritchies Streifen wird sich die Besucherzahl erwartungsgemäss weiter erhöhen. Das Konzept von BMW scheint durchaus aufzugehen. Patrick Hediger
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