Online Marketing: Rentenanstalt/Swiss Life

Ziel: Bekanntmachung des neuen Investmentproduktes Managed Portfolio der Rentenanstalt/ Swiss Life sowie Akzeptanztest verschiedener Schlüsselbotschaften.

Ziel: Bekanntmachung des neuen Investmentproduktes Managed Portfolio der Rentenanstalt/ Swiss Life sowie Akzeptanztest verschiedener Schlüsselbotschaften.Rentenanstalt/Swiss Life Werbemittel: Full Banner, Anzeigen in Wirtschafts-, Finanz- und Wochenpresse, selektiver Plakateinsatz (B12), Mailings. Einsatz: 30. Mai bis 17. Juni.
Auftraggeber: Rentenanstalt/ Swiss Life. Agentur: Fametrain Switzerland dot-com.

Online Marketing: TUI

Ziel: Erhöhung der Besucherfrequenz, der Onlinebuchungen sowie des Umsatzes.

Ziel: Erhöhung der Besucherfrequenz, der Onlinebuchungen sowie des Umsatzes.TUI Werbemittel: Full Banner, Button, Keyword, Inserate, Schaufensterdekoration, Flyer, Internetauftritt. Einsatz: Seit 28. Mai bis
17. Juni.
Auftraggeber: Tui.

«Die ADCE-Jurierung ist einzigartig»

Die aktuelle ADCE-Präsidentin Barbro Ohlson über die diesjährige Preisvergabe

Die aktuelle ADCE-Präsidentin Barbro Ohlson über die diesjährige PreisvergabeDie Schwedin Barbro Ohlson studierte am renommierten Saint Martins College of Art & Design in London. Für CDT Design Consultants kreierte sie unter anderem ein neues CI für die English National Opera. 1992 gründete sie ihr eigenes Unternehmen, das für Kunden in England und Skandinavien tätig ist. Heute lebt Barbro Ohlson in Stockholm und ist Head of Graphic Design beim schwedischen Fernsehunternehmen TV4.Barbro Ohlson, sind Sie mit der diesjährigen Jurierung zufrieden?
Barbro Ohlson: Sehr sogar! Zusätzlich freut es mich als Skandinavierin, dass nach einer Absenz auch die norwegischen Kreativclubs wieder dabei sind.
Empfanden Sie die Jurierung als anstrengend?
Ohlson: Als ADCE-Präsidentin hatte ich vor allem die Aufgabe, bei Unstimmigkeiten einzuschreiten. Da es keine gab, beschränkte ich mich darauf, die verschiedenen Jurys zu begrüssen. Es gab dieses Jahr fast keine Debatten, aber natürlich konnte ich nicht zu jeder Zeit in jeder Jury sein.
Es gab keine Kritik am Prozedere und den erkorenen Gewinnern?
Ohlson: Natürlich sind einige Leute jeweils zufriedener als andere, das ist normal. Auch Kritik über das Gefälle zwischen den Ländern ist zu hören. Aber alles in allem ist die ADCE-Jurierung eine unproblematische Sache, da die Arbeiten bereits vorab ausgezeichnet wurden.
Was halten Sie von der mit dem Grand Prix ausgezeichneten Kampagne, die national nur Silber holte?
Ohlson: Ich sah die Kampagne zum ersten Mal anlässlich der Preisverleihung bei D&AD und war sehr beeindruckt. Bei der Vergabe der britischen Awards ist mir aber aufgefallen, dass monumental wirkende Arbeiten in England sehr gut ankommen. Beispielsweise das Millennium-Wheel oder andere grandiose Installationen.
Ist es kein Widerspruch, dass die ADCE-Grand-Prix-Kampagne national nur Silber holte?
Ohlson: In der entsprechenden Kategorie wurde kein Gold vergeben, zudem holte sie bei den britischen TV-Awards Gold.
Haben Inserate eine Chance, den Grand Prix zu gewinnen? Filme und interaktive Medien sind doch schlicht spannender.
Ohlson: Ich glaube nach wie vor, dass auch Print, Outdoor oder die Designkategorie Chancen haben. Schliesslich zählt immer noch die Idee, nicht das Budget.
Haben Sie Favoriten unter den teilnehmenden Ländern?
Ohlson: Die Briten machen immer wieder gute Werbung. Mir sind aber auch exzellente Arbeiten aus Norwegen oder Holland aufgefallen. Sicher ist ein Grand Prix keine Nebensache. Ebenso wichtig ist aber die Möglichkeit, dass wir die prämierten Arbeiten aus verschiedenen Ländern an einem Ort zeigen und so auch einen Überblick über das europäische Werbeschaffen erhalten. Und das ist das Einzigartige an der ADCE-Jurierung. Interview: Beat Fritsch

Bill will ihn gleich öffnen

McCann-Erickson, Genf, führt Microsofts neuste Auflage von Office ein

McCann-Erickson, Genf, führt Microsofts neuste Auflage von Office einSo offensichtlich die Ausgangslage, so herausfordernd das gesteckte Ziel: Mit dem neuen Softwarepaket Office XP will Microsoft seine Vormachtstellung weiter ausbauen. Aber wie? Bei einem monopolistischen Marktanteil von 90 Prozent und mehr oder weniger zufriedenen Anwendern bisheriger Versionen führt eine Neuauflage so schnell nicht mehr zum Kaufentscheid. Einerseits fühlt sich der Heim- oder Büroanwender mit den Releases ’95, ’97 oder 2000 gut bedient, andererseits sind ihm die Programme schon so vertraut, dass eine neue Version nur Umtriebe bringt. Zudem lässt sich kaum jemand den eigenen Workflow durch raffiniertere Hilfsmittel und Features lähmen.Aufgabe der Genfer McCann-Erickson-Strategen war es nun, die PC-User vom Gegenteil zu überzeugen. Ihre Lösung setzt nicht bei den ausgelatschten Manierismen der IT-Werbung an, sondern spielt auf branchen-unübliche Weise mit der Marke der neuen Softwaregeneration: Sie launcht XP – Neudeutsch für Experience oder Erlebnis – mit witzigen emotionalen Lösungen zu emotionalen Alltagsproblemen. Seite 10

«Zwölf Nominationen, drei Auszeichnungen»

Cornelia Harder, Managing Director Publicis, Lausanne«Cannes ist die Weltmeisterschaft» Markus Ruf, freier Konzepter

Cornelia Harder, Managing Director Publicis, Lausanne«Cannes ist die Weltmeisterschaft» Markus Ruf, freier Konzepter«Zwölf Nominationen, drei Auszeichnungen»
Cornelia Harder,
Managing Director Publicis, Lausanne
Internationaler Spot?
Cornelia Harder: «Foxsports. com» (extreme sports).
Favoriten Schweizer Spots?
Harder: «Screenwiper»-Hakle, «Charlotte» (Eschenmoser).
Favoriten Schweizer Print?
Harder: Médecins sans Frontières, «Belly-button», Panasonic.
Erwartete Resultate Schweiz?
Harder: Zwölf Shortlistnominationen, drei Auszeichnungen.
Persönliches Erlebnis?
Harder: Als ich den goldenen Löwe für Lovely für die Milch gewonnen habe.
In Cannes gewinnt man vor allem, wenn…
Harder: …man eine gute Idee und einen mutigen Kunden hat.
«Cannes ist die Weltmeisterschaft»

Markus Ruf, freier Konzepter
Welcher internationale Spot muss gewinnen?
Markus Ruf: «Bear» für John-West-Lachs. Ein Bär hat am Fluss einen Lachs gefangen. Da kommt ein Mann, kämpft furchtlos gegen den Bären, gewinnt dank einem Tritt in des Bären empfindlichstes Teil und nimmt ihm den frischen Lachs weg. Auflösung: «Wir von John West tun alles, damit Sie frischen Lachs haben.»
Welches sind Ihre Schweizer Favoriten?
Ruf: Der Hakle-«Scheibenwischer»-Spot, weil er die Wirkung von trockenem und feuchtem Toilettenpapier furztrocken mit einer wirklich verblüffenden Idee demonstriert. Zudem hat jeder Juror das Produkt schon mal verwendet. Die Daumen drücke ich natürlich auch dem ImmoWinner-Spot «Fieser Nachbar».
Welchen Schweizer Printbeiträgen geben Sie echte Chancen?
Ruf: Nur solchen, die eine verblüffende Idee radikal einfach umgesetzt haben. Vielleicht das eine oder andere für Kuoni, Suva oder Hakle. Gut finde ich, dass immer weniger aus der Kategorie «Wir basteln uns noch schnell eine Cannes-Anzeige für eine Pizzeria, ein Hanflädeli oder einen Schamhaarfriseur» ausgezeichnet wird.
Was bedeutet Ihnen der Wettbewerb von Cannes?
Ruf: Cannes ist die Weltmeisterschaft. Da kann man sich viele andere Jurierungen sparen.
Welches ist Ihr bisher schönstes persönliches Erlebnis in Cannes?
Ruf: Zumindest das lustigste: Als letztes Jahr ein deutscher Besucher der Printausstellung gemeint hat, Wyler Werbung beschäftige 100 Leute, weil wir drei Kampagnen auf die Shortlist gebracht haben.
Ihr persönlicher Vorsatz dieses Jahr?
Ruf: Keiner. Wegen Agenturaufbaus kann ich das beliebte Weiterbildungsreisli an die Côte d’Azur dieses Jahr nicht antreten.
In Cannes gewinnt man vor allem, wenn…
Ruf: Vor einigen Jahren hat ein Cannes-Rückkehrer mal gepredigt, man solle beim Konzipieren doch davon ausgehen, dass die Zielgruppe unsere Sprache nur sehr beschränkt beherrsche und eben erst aus einer anderen Kultur in die Schweiz eingewandert sei. Dann würde man weniger Wert auf oberflächliche Stilmittel legen und mehr darauf, wahre Ideen zu finden. Und hätte auch in Cannes bessere Chancen.
weder print- noch Film-Löwen:

das war Cannes 2000
Nachdem bereits im Jahr zu-
vor kein Press-&-Poster-Award den Weg in die Schweiz gefunden hatte, gingen die Helvetier auch 2000 löwenlos nach
Hause.
Sechs Arbeiten hatten es in die Shortlist geschafft: Beldoros «Nose Pierced» sowie «Das Magazin» für Tamedia, jeweils von Ruedi Wyler Werbung, Zürich; Zelo Legs «Hairstylist» von Honegger von Matt, Zürich, und Sportplausch Widers «Prince Charles» von Publicis, Zürich. Ebenfalls auf der Shortlist standen Suva-«The Gear» von McCann-Erickson, Zürich, sowie die IKRK-Kampagne «Stop landmines» von McCann-Erickson, Genf.
In der Kategorie Film, bei der im vergangenen Jahr der Spot «Whassup?» mit den Budweiser trinkenden Normalos den Grand Prix gewonnen hat, schafften es bei 120 Schweizer Einreichungen drei Filme auf die Shortlist: «Polizeikontrolle» für die Anonymen Alkoholiker von McCann-Erickson, Zürich (produziert von Pumpkin Film, Zürich), ausserdem Seiler DDB, Basel, mit dem Stop-Aids-Spot «Knopf» (Wirz + Fraefel) sowie Advico Young & Rubicam mit dem Film «Car» (Outsider, London).
Einen Media-Löwen gab es hingegen für Weber Hodel Schmid für die «Schnappschüsse» aus Graubünden, und Futurecom gewann mit ihrem Screensaver «Peeping Tom» einen Cyber-Löwen.

Ausserdem: Klaus-Peter Mager, bisheriger Leiter der Freiburger Filiale von Farner PR, ist neu PR-Verantwortlicher von Ikea Schweiz.

Ausserdem Klaus-Peter Mager, bisheriger Leiter der Freiburger Filiale von Farner PR, ist neu PR-Verantwortlicher von Ikea Schweiz. Roland Mägerle ist zum neuen Leiter der Redaktion Sport Live von SF DRS ernannt worden. Er ersetzt Rico Det

Ausserdem Klaus-Peter Mager, bisheriger Leiter der Freiburger Filiale von Farner PR, ist neu PR-Verantwortlicher von Ikea Schweiz.
Roland Mägerle ist zum neuen Leiter der Redaktion Sport Live von SF DRS ernannt worden. Er ersetzt Rico Dettling, der Ende Mai in die Chefredaktion von SF DRS wechselte.
Die Redaktionsleiterin des Frauenmagazins «Lipstick» von SF DRS, Marianne Erdin, verlässt den Sender per Ende Oktober. Sie hatte ihre Stelle am
1. Mai dieses Jahres angetreten.
Ab 1. Juli betreut Marcel Koch in der Zentralschweiz sowie in den Agglomerationen Basel und Bern für die Seriplakat AG Kunden in den Bereichen Plakate und grosse Werbemittel.
Per 1. Oktober wird Mark Stucki neuer Informationsbeauftragter der Parlamentsdienste und ersetzt Alessandro Delprete.
Die Agentur Rotor verfügt neben neuen Räumen auch über zwei neue Mitarbeiter. Sarah Meili betreut die Projektleitung, Dave Dudler die Grafik.
Ab Juni ist die US-Internet-Marktforschungsfirma Forrester Research in Zürich vertreten. Die Leitung der Zürcher Stelle übernimmt Christian Lipski.
Per 1. August wird Annette Zunzer Mediensprecherin des Eidgenössischen Justiz- und Militärdepartements (EJPD). Die
30-jährige Redaktorin der Schweizerischen Depeschenagentur ersetzt Nicolas Betticher.
Heinz Egli, bisher Parteisekretär der Kantonalberner SVP, hat per 1. Juni eine Stelle bei der Mediapolis AG für Kommunikation übernommen.

«Das nötige Quäntchen Glück»

Matthias Freuler, CD Wirz Werbung «Erstklassiger Weiterbildungskurs» Mark Stahel, CD Lowe Lintas GGK

Matthias Freuler, CD Wirz Werbung «Erstklassiger Weiterbildungskurs» Mark Stahel, CD Lowe Lintas GGKMatthias Freuler, CD Wirz WerbungInternational beste Chancen?
Matthias Freuler: Die Spotserie für Fox Sports mit den frei erfundenen, absolut vollbescheuerten Sportarten, die von Fernsehreportern todernst kommentiert werden.
Schweizer Favoriten-Spots?
Freuler: Sicher Hakle-«Scheibenwischer», dann Winner.ch und «Charlotte», Eschenmoser.
Chancen für Schweizer Print?
Freuler: Kein klarer Favorit, aber doch einige sehr ernsthafte Anwärter.
Wie viel Erfolg ist für die Schweiz angemessen?
Freuler: Im Printbereich rechne ich mit etwa drei Nominationen, bei den Spots mit höchstens fünf. Schön wärs natürlich, wenn aus der einen oder andern Nomination eine Auszeichnung würde.
Ab wann ist die Schweiz Provinz?
Freuler: Spätestens dann, wenn wir uns im Nichtgewinnen von Auszeichnungen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Österreichern liefern, müssten wir definitiv als Werbeprovinz bezeichnet werden. Wir werden wohl zwangsläufig immer hinter den Grossen nachhinken, wichtig ist aber vor allem, dass der Abstand nicht immer grösser wird.
Persönliche Bedeutung von Cannes?
Freuler: Im Spotbereich ist Cannes seit eh und je der wichtigste Wettbewerb. In dieser harten Konkurrenz Bronze, Silber oder Gold zu gewinnen, ist die höchste Auszeichnung. Aber auch im Printbereich hat sich Cannes mittlerweile einen Spitzenplatz erobert. Selbst wenn man sich in Cannes nur die Printarbeiten ansehen würde, hätte sich die Reise dorthin bereits gelohnt.
Ihr schönstes Erlebnis?
Freuler: Der Gewinn des Gold-Löwen für die Fussball spielende Lovely, persönlich überreicht von John Hegarty.
In Cannes gewinnt man vor allem, wenn… Freuler: …man erstens eine hervorragende Idee hat, die man zweitens perfekt in Szene setzt, dabei drittens auf eine gute Lobby zählen kann und viertens dasuäntchen Glück hat.
«Erstklassiger Weiterbildungskurs»

Mark Stahel, CD Lowe Lintas GGK
Bester internationaler Spot?
Mark Stahel: Die Fortsetzung der Budweiser-Spotserie «Wassup?».
Schweizer mit Chancen?
Stahel: Der Hakle-«Scheibenwischer»-Spot. Da wird jeder in der Jury feuchte Hände kriegen. Wenn der nichts gewinnt, können Sie mich Martin Spillmann nennen.
Wie viele Auszeichnungen und Shortlistnominationen sind für die Schweiz angemessen?
Stahel: Zehn Prozent der Schweizer Einsendungen. Wobei wir schon stolz sein können, wenn wir es auf gut ein Prozent
schaffen.
Ab wann ist die Schweiz Provinz?
Stahel: Sorry, aber wenn man sich den weltweiten Werbemarkt anguckt, ist doch klar, dass die Schweiz höchstens eine kleine, aber feine Provinz im deutschsprachigen Raum darstellt.
Was bedeutet Ihnen Cannes?
Stahel: Weiterbildungskurs erster Klasse.
Schönstes Erlebnis?
Stahel: Als wir für unseren Kunden Cash einen bronzenen Löwen gewannen.
Persönlicher Vorsatz dieses Jahr?
Stahel: Mit Frank Bodin und anderen guten Kollegen zwischendurch auch mal über etwas anderes als Werbung zu reden.
In Cannes gewinnt man vor allem, wenn…
Stahel: …man eine gute Arbeit im Rennen hat. Eine aussergewöhnliche Idee also, die international verstanden wird.
Schweiz quantitativ bereits Top 20

Beim 48. Festival an der Côte d’Azur hat die Jury 19000 Beiträge aus 81 Ländern zu beurteilen. Allein die Agenturen aus der Schweiz schicken insgesamt 305 Beiträge um die begehrten Löwen ins Rennen. Diese Einreichungen verteilen sich auf die vier Kategorien Film mit 74, Press & Poster 205, Cyber Lion 13 sowie Media mit 13 Beiträgen. Damit wurde die Rekordteilnahme aus dem letzten Jahr zwar nicht erreicht. «Weniger kann aber auch mehr sein», meint Jean-Claude Bruhin, Division Manager Marketing von RMB Switzerland, denn die Gewinnchancen seien «eine Frage der Qualität und nicht der Quantität». Trotzdem: Die Schweiz befindet sich mit ihren Einreichungen unter allen teilnehmenden Ländern unter den Top 20. Das Festival dauert vom 18. bis 23. Juni.
Die vollständigen Listen der Schweizer Beiträge gibts auf www.werbewoche.ch/cannes zum Download.

Cash: Anleger ja, Lifestyle nein

Zwei neue Supplemente für die Wirtschaftszeitung Cash durchliefen das Projektstadium – eines zum Thema Geldanlage, das andere zum Thema Lifestyle (WW 19/01).

Zwei neue Supplemente für die Wirtschaftszeitung Cash durchliefen das Projektstadium – eines zum Thema Geldanlage, das andere zum Thema Lifestyle (WW 19/01).Umgesetzt wird jedoch nur das Anlegermagazin. Laut Cash-Chefredaktor Fred David erscheint die neue monatliche Beilage mit dem Arbeitstitel Cash Plus erstmals im Spätherbst oder spätestens Anfang 2002. Geplant ist ein vierfarbiges Heft im Magazinformat mit 64 Seiten Umfang. Die Philosophie: Cash Plus und der wöchentliche Investteil auf rosa Papier sollen sich ergänzen. «Wir werden die rosa Seiten noch stärker als Börsen- und Aktienteil profilieren. Das neue Magazin wird hingegen mehr auf andere längerfristige Geldanlagen fokussieren: Fonds, Lebensversicherungen, Steuerfragen etc.», erklärt David.Wichtigstes Argument, das gegen ein Lifestylemagazin gesprochen hatte: «Cash ist in den vergangenen vier Jahren im Themenspektrum zu breit geworden. Unsere Kernkompetenz sind aber Wirtschaftsthemen. Dies wollen wir wieder stärker profilieren», sagt David. Ein Lifestylemagazin wäre dafür das falsche Signal. Trotzdem sei aber der Bereich Lifestyle für Cash nicht ganz tot. Ausgewählte Themen sollen im unregelmässigen fünften Bund ihren Platz finden, allerdings nicht unter dem Titel Lifestyle. (dse)

Aufgefallen: Letztes Wochenende war die Eröffnung der 49. Biennale von Venedig das Feuilletonthema der Presse.

Letztes Wochenende war die Eröffnung der 49. Biennale von Venedig das Feuilletonthema der Presse. Auch die Schweizer Presse berichtete ausführlich und prominent über die alle zwei Jahre stattfindende Leistungsschau der Gegenwartskunst. Wer jedoch in

Letztes Wochenende war die Eröffnung der 49. Biennale von Venedig das Feuilletonthema der Presse. Auch die Schweizer Presse berichtete ausführlich und prominent über die alle zwei Jahre stattfindende Leistungsschau der Gegenwartskunst. Wer jedoch in der um ihre Kulturberichterstattung nicht verlegene italienische Tageszeitung La Repubblica darüber lesen wollte, guckte zumindest während der 3-tägigen Vernissagezeit ins Leere. Nicht einmal am Sonntag konnte man sich über die Eröffnungsfeier vom Samstag informieren, obschon am Anlass auch zahlreiche italienische Regierungsmitglieder zu Wort gekommen sind. Aber eben solche, die nichts mehr zu sagen haben … Wie dem auch sei, die Organisatoren der Biennale sorgten mit einem geschickten Schachzug dafür, dass am Sonntag trotzdem auf der Frontseite für die internationale Kunstausstellung geworben wurde. Wie? Indem sie frech ein Inserat darauf platzierten, das alle nötigen Infos inklusive Internetadresse enthielt. Und bekanntlich können manche Leser nicht zwischen Anzeigen- und Redaktionsteil unterscheiden. Chandra Kurt
Kolumne

Kopflinienrichter
von Martin Lanz
80 Prozent der Leute lesen von einem Inserat nur die Headline. Wird sie nicht verstanden, sind von einer Million Franken achthunderttausend veruntreut worden. Texten ist also eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Mein Freund Markus Ruf zitiert in seiner letzten Kolumne diese Schlagzeile: «Viele Unternehmen sammeln die Erfahrung, die sie gebraucht hätten, um den richtigen Computer zu kaufen, am falschen Computer, den sie gekauft haben.» Capito? Kurz? Schnell zu verstehen? Was solls! Wir Texter sind uns einig: mega.
Oder wie finden Sie diese hier von WHS? Sie gehört zur brillanten Reihe der Tages-Anzeigen, und ist noch ziemlich jung: «Bleibt Maradona jetzt nur noch eine Karriere als Linienrichter?» Ich nehme an, dass der Witz in diesem Text von weniger als einem Prozent verstanden worden ist. Sicher aber von Christoph Daum. (Aber wer ist denn das?) Man muss nämlich etwas von Fussball verstehen und viel von Kokain.
Was ist von Texten zu halten, die eine kleine Minderheit brillant findet und eine grosse Mehrheit nicht versteht? Die Frage muss beantworten, wer diese Arbeiten bezahlt. Offensichtlich finden sich immer wieder Sprachsponsoren, die uns Schreibern den Spass am Job finanzieren. Man könnte also künftig Headlines verfassen, die nichts mehr mit dem Produkt zu tun haben. Zum Beispiel: «Katzen würden Whisky kaufen.» Als Fussnote dürfte der Auftraggeber anmerken. *Dieses Inserat für Red Label wurde von Whiskas gepowert.
Ziemlich besoffen, wie? Vielleicht haben Sie inzwischen den Titel dieser Kolumne verstanden. Sie gehören dann zur ganz grossen Mehrheit. Doch wer will dort schon dazugehören! Und darum finde ich meine Kopflinie so giga schlank, dass ich sie am liebsten der Unilever verkaufen würde. Für Linea. Statt der knauserigen WerbeWoche. Für hundert Franken.
[email protected]
Martin Lanz ist freier Texter und
Leiter der Kreativ-Akademie Zürich.
Sprachbeobachter

Du oder Sie (I): You can say you to me
Am Anfang waren alle per Grunz. Erst im Laufe der Geschichte schlugen sich gesellschaftliche Unterschiede auch in der Anrede nieder. Es soll Cäsar gewesen sein, der den Menschen die Höflichkeit beigebracht hat. Nach seinem Sieg über Pompeius wollte er mit Ihr angesprochen werden: im Plural. Der Grund war einleuchtend. Er vereinte die Macht, die zuvor auf mehrere verteilt gewesen war, auf sich allein.
Der früheste deutsche Beleg für das Ihrzen stammt aus dem Jahr 865, als Otfried von Weissenburg den Bischof Salomo von Konstanz mit diesem so genannten Pluralis reverentiae ansprach. Die Höflichkeitsform setzte sich in der Folge so klar durch, dass der Sprachforscher Johann Christoph Adelung um 1800 schrieb: «Du wird nur noch 1. gegen Gott, 2. in der Dichtkunst, 3. in der Sprache der engen Vertraulichkeit und 4. in dem Tone der hochgebiethenden Herrschaft und der tiefen Verachtung gebraucht.»
Selbst das Ihr war bald nicht mehr vornehm genug. An seine Stelle trat zunehmend das Sie. 1799 stiess sich ein Deutscher im Bündnerland daran, dass «die Fremden von Adel zwar in grosser Gastfreundschaft aufgenommen werden, es sich aber gefallen lassen müssen, mit Ihr angeredet zu werden». Das passierte bei einem Besuch 1814 auch Kaiser Alexander von Russland am Rheinfall, dem der Schiffer, als er im schwankenden Kahn aufstehen wollte, zurief: «Hocked abe, Majeschtät!»
Noch 1830 redeten die Kinder ihre Eltern mit Sie an. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts übernahmen die Gewerkschaften das Du als Ausdruck der Brüderlichkeit. Ab 1968 breitete es sich von den studentenbeunruhigten Universitäten aus wie ein Lauffeuer und etablierte sich als Standard im privaten Umgang. Es riss die Barrieren zwischen den Menschen nieder – und richtete neue auf: Wer gesiezt wurde, galt nun als Aussenseiter. Während das Sie früher als höfliche Ehrbezeugung gegolten hatte, markierte es nun soziale Distanz: Sie – das war der Klassenfeind, während das Du für Solidarität und Zusammenhalt stand.
Das nutzten einige Unternehmen und verankerten das Du bindend in der Corporate Language. Nicht alle Angestellten waren damit einverstanden: Erst kürzlich hat ein Abteilungsleiter vor Gericht geklagt, weil er sich nach der Übernahme seiner Firma durch ein «unkonventionelles Unternehmen mit Stammsitz in Schweden» (Gerichtsprotokoll) nicht zwangsduzen lassen wollte. Doch das Gericht befand, das Duzen stelle «keine Demütigung oder Erniedrigung der Person dar», da sich «alle Mitarbeiter einschliesslich der Chefs» duzen würden. (Handelsblatt vom 29. 7. 1998)
Anders im öffentlichen Verkehr: Wer in Deutschland einen Polizisten duzt, muss mit einer Busse bis 1200 Mark rechnen. In der Schweiz sieht man das nicht so eng. Polizeisprecher Bruno Kistler: «Wer im Kreis 4 auf Patrouille geht, wird fast ausschliesslich geduzt. Das darf man nicht persönlich nehmen.» Immerhin verwenden mittlerweile auch sechzig Prozent aller Fernsehspots am Schweizer Fernsehen die Du-Form.
Beat Gloor, www.textcontrol.ch

Online-ABC: Ad-Impression

Ende 1998 von den Verbänden DMMV, GWA, VDZ, BDZV und VPRT als verbindliche Grösse verabschiedete Messung der Werbeträgerleistung.

Ende 1998 von den Verbänden DMMV, GWA, VDZ, BDZV und VPRT als verbindliche Grösse verabschiedete Messung der Werbeträgerleistung.Online-ABCAd-Impression
Gemessen wird im Unterschied zu Pageimpressions die Anzahl der Sichtkontakte mit einem Werbemittel selbst, nicht mit der werbetragenden Seite.
Ad-RequestGrösse zur Messung der Werbeträgerleistung. Häufigkeit, mit der ein Werbebanner beziehungsweise die Seite mit dem Werbebanner von einem Nutzer geladen und gesehen wird. Vergleichbar mit der Nettoreichweite in der klassischen Werbung. Siehe auch Ad-Impression, Ad-Request.
Ad-ServerServer, der die Banner oder andere Werbemittel von den Werbekunden speichert und verwaltet. Ein Ad-Server transformiert die Banner auf eine vom Kunden gebuchte Webseite, erstellt Auswertungen und Statistiken zur Werbeeffizienz. Siehe auch Banner Server.
Ad-TechDeutsches Unternehmen, das in Frankfurt ein hochleistungsfähiges Ad-Serving-Zentrum betreibt. Stellen besonders hohe Bandbreiten zur Datenübertragung zur Verfügung.
www.adtech.de
Advertorials«Inhalte» werden so platziert, dass sie für den User auf den ersten Blick nicht als Werbung erkennbar sind.
Ad-ViewAnzahl Sichtkontakte mit einem werbeführenden Objekt, zum Beispiel Banner. In der Diskussion um allgemeine Messgrössen für den Werbemittelkontakt, ein eher veralteter Begriff. Siehe Ad-Impression, Ad-Request.

News: Vivendi verkauft Havas-Beteiligung

Der französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal verkauft seine Beteiligung am Werbenetzwerk Havas Advertising. Vivendi erhält für seine 9,9 Prozent des Aktienkapitals 453 Millionen Euro.

Der französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal verkauft seine Beteiligung am Werbenetzwerk Havas Advertising. Vivendi erhält für seine 9,9 Prozent des Aktienkapitals 453 Millionen Euro.News Vivendi verkauft Havas-Beteiligung
Der dadurch erzielte Kapitalgewinn von 113 Millionen Euro wird für die Übernahme des US-Verlags Houghton Mifflin verwendet. Ein Teil der Havas-Aktien wurde an institutionelle Anleger verkauft, der Rest (rund ein Prozent) an Havas selbst.
RTL 2 fährt «Big Diet» zurückDer deutsche Privatsender RTL 2 muss seine Realityshow «Big Diet» deutlich zurückfahren. Vom 25. Juni an werden nur noch vier statt sieben Ausgaben pro Woche ausgestrahlt. Der Marktanteil betrug in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen nur 5 statt der erwarteten 15 Prozent. Der RTL-2-Vermarkter IP Deutschland wird ausserdem die Preise für einen 30-Sekunden-Werbespot um bis zu 73 Prozent zurücknehmen.
Lindt & Sprüngli wählt Modem MediaDer Schweizer Schokoladekonzern Lindt & Sprüngli (L&S) hat Modem Media in Toronto als weltweite Internetagentur und strategischen Partner für E-Commerce gewählt. «Wir sind eine internationale Firma, und Modem Media ist der ideale multinationale Internetpartner, um uns durch die globale Lancierung unserer E-Commerce-Initiative zu führen», sagte Philippe de Korodi, International E-Commerce Manager von L&S.
Sony warb mit falschen KritikenDas Hollywoodstudio Sony Picture Entertainment hat seine Produktionen seit Jahren von einem frei erfundenen Filmkritiker loben lassen. Bei der Werbung für seine Filme wurden jeweils Zitate eines David Manning der Tageszeitung The Ridgefield Press verwendet. Als Reporter von Newsweek bei The Ridgefield Press anriefen und Manning sprechen wollten, flog der Schwindel auf: Der Zeitung, die gar keine eigenen Filmkritiken veröffentlicht, war der Name völlig unbekannt.

Bruttowerbeausgaben stagnieren

Das Aprilresultat ist schlechter als im März und ähnlich wie im April 2000

Das Aprilresultat ist schlechter als im März und ähnlich wie im April 2000Nach dem Einbruch im März haben sich die Bruttowerbeausgaben im April nicht erholt. Das Gesamtergebnis liegt sogar um knapp 20 Millionen Franken unter dem des Vormonats. Verglichen mit dem April vor einem Jahr präsentiert sich das Resultat insgesamt leicht besser, es stieg um 0,4 Prozent oder 1,3 Millionen Franken.Positive Resultate meldeten die Plakatgesellschaften mit einem Plus gegenüber April 2000 von 21,2 Prozent (6,3 Millionen Franken). Einen zweistelligen Zuwachs weist auch das Internet aus (plus 18,9 Prozent oder 294000 Franken). Das TV liegt um 10,1 Prozent oder 6,1 Millionen Franken über dem Vorjahr, die Publikumszeitschriften legten um 5 Prozent oder 3,2 Millionen Franken zu, und die Radiosender liegen um 2,5 Prozent (256000 Franken) über dem Vorjahresresultat.
Die Zeitungen müssen in diesem Jahr bereits den dritten Verlust in Folge hinnehmen, zudem fallen die Rückgänge von Mal zu Mal stärker aus, im April handelte es sich um ein Minus von 8,6 Prozent oder 14 Millionen Franken. Auch das Kino verlor (minus 11,6 Prozent oder 0,6 Millionen Franken), der Rückgang beim Teletext betrug 4,2 Prozent (66000 Franken), und die Fachzeitschriften nahmen um 3,5 Prozent (0,74 Millionen Franken) weniger ein.
Kumuliert über die ersten vier Monate stagnieren die Bruttowerbeausgaben bei einem Plus von 0,3 Prozent oder 3,4 Millionen Franken. Markus Knöpfli
Bruttowerbeaufwand nach Medien

April 2000/2001 im Vergleich
in 1000 Fr. / 2000 in 1000 Fr. / 2001 +/– in %
Tageszeitungen 154040 140755 –8,6
Publ’zeitschriften 62839 66012 5,0
Fachzeitschriften 21237 20497 –3,5
TV 59432 65424 10,1
Radio 10107 10363 2,5
Kino 5217 4613 –11,6
Teletext 1576 1510 –4,2
Plakat 29627 35908 21,2
Internetbanner 1552 1846 18,9
Gesamt 345627 346928 0,4
Quelle: Media Focus

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