Online-Marketing: Progrès/Helsana

Ziel: Generierung von Traffic auf der Website www.progres.ch sowie Steigerung der Onlineoffertanträge und des Bekanntheitsgrades der Progrès-Krankenkasse bei der jungen Zielgruppe.

Ziel: Generierung von Traffic auf der Website www.progres.ch sowie Steigerung der Onlineoffertanträge und des Bekanntheitsgrades der Progrès-Krankenkasse bei der jungen Zielgruppe.Progrès/Helsana Werbemittel: Flash Game. Einsatz: Seit Oktober bis auf weiteres.
Auftraggeber: Progrès/Helsana. Agentur: Parameter GmbH, Zürich.

Körperbetontes Fernsehen

TV 3 und SF DRS setzen in ihren neuen Erscheinungsbildern auf Frische, Wärme und Menschlichkeit

TV 3 und SF DRS setzen in ihren neuen Erscheinungsbildern auf Frische, Wärme und MenschlichkeitVon Luca Aloisi Fast zeitgleich haben die Sender TV 3 und SF DRS ihr Erscheinungsbild auffrischen lassen. Beide Designpackages stammen aus Zürcher Agenturen: Für den öffentlich-rechtlichen Sender kam TBS, für den Tamedia-Sender Regardez zum Zug.
Das visuelle Profil eines Senders spielt eine massgebende Rolle für die erfolgreiche Zuschauerbindung, gibt er doch der Seele des Channels ein Gesicht, das entsprechend den verschiedenen Formaten modellierbar, aber zugleich wiedererkennbar sein sollte. TBS Identity, Zürich, kreierte vor rund sechs Jahren für SF DRS das neue Kanallogo, das den Kristall und dessen
abstrahierte Folgeversion, den «Schliessmuskel», ersetzte.
Weil das Unternehmenslogo vorerst nur im Printbereich der Schweizer Sender zum Einsatz kam, wurde die spätere Umsetzung des Programmlogos – beim Launch von SF 2 im Herbst 1997 – als Plagiat des ähnlichen, ebenso vielseitigen wie schlichten ORF-Corporate-Designmoduls abgestempelt. Dieses hatte der englische Stardesigner Neville Brody schon 1992 für das österreichische Staats-TV konzipiert.
Wer auch immer zuerst da war: Das Logo von SF DRS erfuhr seither eine beachtliche Entwicklung, die neuerdings in der computeranimierten Auflösung des Logos selbst kulminiert und die bewegte Welt des Mediums schön und mutig visualisiert. Damit hat TBS Identity eines der am häufigsten gesehenen, wenn nicht das meist gesehene Logo der Schweiz kreiert.
Dass man für das Fernsehen ein bildschirmtaugliches bewegtes Logo designt, liegt auf der Hand. Schliesslich ist das die Sprache des Mediums und zugleich seine beste Visitenkarte. Das bestätigen die vielen animierten Signete anderer Sender sowie der neue mit Screen Eleven realisierte Station-Identity-Film, der mit einer Ballettsequenz Nähe und Emotionalität ausdrückt.
Die Senderdynamik soll auch im Printbereich sichtbar sein
Zudem hat TBS im September die Screenoberfläche neu gestaltet. Revolutionär daran ist weniger die erwähnte Selbstauflösung des Logos als vielmehr die bisher seltene Rückkopplung der Screenästhetik zum Print. Diese soll die eindeutige als auch die differenzierte Wiedererkennbarkeit von SF DRS stärker etablieren.
So präsentiert die Agentur die Zersetzung der sechs aufgefrischten Logos, einem Daumenkino gleich, in sämtlichen Produkten der Unternehmens- und Marketingkommunikation des Senders. «Auch im Printbereich kann mit einem sich im Kern gleich bleibenden, in seiner Anmutung aber verändernden Logo und Design starke Visibility und Recognition erzeugt werden», erklärt Creative Director Christian Tobler.
Dass die Dynamik auch in den gedruckten Medien spürbar wird, ist das eigentlich Neue an der Arbeit von TBS. Damit will man die Dynamik des TV-Unternehmens auch offline unter Beweis stellen, um ihn dauer- und glaubhaft zu positionieren.
Der Facettenreichtum ist im Kaleidoskop gebündelt
Nach zwei Jahren Sendebetrieb tritt auch TV 3 seit kurzem mit einem modernisierten Look auf. Hierbei liess sich der Tamedia-Sender zum Start der wichtigen Fernsehsaison gleich das gesamte Designpackage, bestehend aus 15 Sujets, von der Commercial- und Designagentur Regardez erneuern, zu Gunsten eines «frischen und menschlich-warmen Looks».
Key Visual des neuen Looks von TV 3 ist das ornamentale Muster des Kaleidoskops. Die faszinierende Wirkung der surrealen Bildinszenierung erfreut sich nicht erst seit der Videokunst grosser Beliebtheit. Schon Künstler wie Philippe Halsmann bewiesen in der statischen Fotografie die Magie, die von Spiegeleffekten ausgeht.
Für den Dreh wurde eigens ein konisches Kaleidoskop hergestellt, in das ein Spezialobjektiv hineingefahren werden konnte, weiss Jürg Steudler, Executive Producer, zu berichten. Mit den verschiedenen Protagonisten – vom Astronauten bis zur Flamencotänzerin – soll das Kaleidoskopkonzept für das facettenreiche Programm stehen, wobei dieser Look Unterhaltung suggerieren und eine inhaltliche Klammer bilden soll. Dass das Eigenbild zurzeit aber nicht dem Image des Senders entspricht, liegt weniger an den aufwändigen Station-ID-Filmen, sondern an der inhaltlichen Programmausrichtung, die allen Bemühungen zum Trotz alles andere als facettenreich ist.

Agor ist neu eine Aktiengesellschaft

Nach 30 Berufsjahren haben Klaus und Charlotte Lüthi ihre Einzelfirma Agor Werbeagentur in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Nach 30 Berufsjahren haben Klaus und Charlotte Lüthi ihre Einzelfirma Agor Werbeagentur in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.Sie befindet sich unter dem neuen Namen Agor AG, Marketing, Werbung, Public Relations wie bisher an der Rötelstrasse in Zürich. Die Agentur versteht sich als Full-Service-Dienstleisterin und beschäftigt zehn Mitarbeitende. Kernkompetenzen sind die Entwicklung von Corporate Design, die Konzeption und Realisation von Image- und Produktekampagnen, technische Dokumentation und Websites sowie POS-Betreuung und Messauftritte.«Mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft ging es darum, die Führungsverantwortung breiter abzustützen und eine Nachfolgeregelung zu ermöglichen», sagt Berater Eduard Ulli. Zusammen mit Klaus Lüthi (VR-Präsident), Berater Markus Günter und CD Oliver Hug bildet er die neue Führungscrew. Zu den Agor-Kunden gehören etwa der Schweizerische Baumeisterverband SBV, die Zürcher Erdgas AG sowie die Messe Schweiz, Basel. (dz)

Daumenkino in der U-Bahn

Flitzende U-Bahn-Waggons verwandeln in Tunnels stehende Bilder in «Spots»

Flitzende U-Bahn-Waggons verwandeln in Tunnels stehende Bilder in «Spots»Von Thérèse Balduzzi Für die Subwayfahrgäste in den US-Städten Atlanta und Philadelphia verwandeln sich die Fenster der Subwaywagen in Bildschirme für Spots. Dabei feiert das Daumenkino Auferstehung: Leuchtende Bilder im Tunnel fügen sich bei hoher Geschwindigkeit zu Filmen zusammen.
Seit Ende September werden die Benutzer des Subwaysystems MARTA (Metropolitan Atlanta Rapid Transit Authority) in Atlanta, Georgia, auf ihrem Arbeitsweg mit neuen visuellen Reizen überrascht. Durch die dunklen Fenster der Subwaywagen sehen sie bewegte Leuchtreklamen von frischem, sprudelndem Wasser, die Wörter «Treat yourself well everyday» und das Logo von Dasani, dem Mineralwasser der Firma Coca-Cola, vorbeiziehen. Das Spektakel ist eine Innovation in der Werbelandschaft, die Coca-Cola in Zusammenarbeit mit der auf Outdoor-Advertising spezialisierten Firma Submedia aus New York realisiert hat.
Um Filmeffekte zu erzielen, montierte Submedia zwischen den Stationen Dunwoody und Sandy Springs der North Line in Atlanta über eine Länge von 300 Metern Leuchtboxen an die Wand des Subwaytunnels. Die Leuchtzeichen wirken im Vorbeifahren – nach dem Prinzip des guten alten Daumenkinos – wie bewegte Bilder. Für die U-Bahn-Benutzer unterscheiden sich die Dasani-Bilder kaum von einem TV-Spot von 20 Sekunden Länge. «Wir benutzen eine Serie von komprimierten Bildern und erreichen eine hohe Anzahl von Bildern pro Sekunde, die den Eindruck eines Films vermitteln», erklärt Matthew Gross, Präsident von Submedia. Die Bilder wurden von Phactory Productions in New York gestaltet.
Bei der Dasani-Subwaywerbung in Atlanta handelt es sich um einen auf drei Monate begrenzten Test. Dieselbe U-Bahn-Werbung wird auch in Philadelphia getestet. In New York war gleichzeitig ein Test in Zügen von New Jersey nach Manhattan vorgesehen, doch wurde die Realisierung dieser Untergrundwerbung nach den Anschlägen auf das World Trade Center auf unbestimmte Zeit verschoben.
Drei Unternehmen können U-Bahn-Werbung anbieten
Da Subwaypassagiere über wenig Ausweichmöglichkeiten verfügen, verspricht sich Submedia, mit der Tunnelwerbung die volle Aufmerksamkeit der Fahrgäste zu erheischen. Die Transitsysteme wiederum versprechen sich davon neue Einnahmequellen. Nach Schätzungen von Submedia könnte ein Transitsystem wie MARTA in Atlanta mit «Tunnelspots» über fünf Jahre 15 Millionen Dollar verdienen, eine grössere Stadt mit weiter verzweigtem U-Bahn-Netz könnte dagegen in der gleichen Zeitspanne bis zu 50 Millionen einnehmen.
Kritiker beklagen zwar, dass mit der neuen Technologie ein weiterer öffentlicher Raum zu Werbezwecken missbraucht wird und Subwaypassagiere ungefragt unausweichlichen Werbebotschaften ausgesetzt würden. Dem entgegnet jedoch Submedia-Präsident Gross: «Die bewegten Anzeigenbilder verdecken keine schöne Aussicht auf städtische Architektur oder Berge. Dies ist ein industrielles Umfeld, es ist einfach dunkel ausserhalb der Fenster.»
Submedia ist eine von drei Firmen, die weltweit Subwaywerbung anbieten. Die Firma MotionPoster in Oxfordshire in England plant ähnliche Projekte in Budapest, Athen, Seoul, Frankfurt und München. Sidetrack Technologies in Winnipeg erstellt Tunnelwerbungen in Kuala Lumpur und plant zusätzliche Projekte in Amerika.

Mit Liebe pflegt sichs besser

Felber Kristofori&Pinzon verbiegt für den neuen Terlinden-Auftritt Drahtkleiderbügel

Felber Kristofori&Pinzon verbiegt für den neuen Terlinden-Auftritt DrahtkleiderbügelAls Premium-Unternehmen will sich die Textilreinigungsfirma Terlinden über ihre Dienstleistungen klar von der Konkurrenz abheben. Ein neuer Kommunikationsauftritt soll die Brand Awareness bei einer kaufkräftigen Zielgruppe steigern und bestehende Kunden pflegen. Mehr Service bieten, als anderswo erhältlich ist, heisst die Devise. Dieser Grundsatz schlägt sich auch in der visuellen Umsetzung nieder: Der schlichte Drahtkleiderbügel, bei allen Reinigungen gleich, erhält bei Terlinden eine neue Gestalt. Formgeberin der Drahtkonstrukte ist die Zürcher Agentur Felber Kristofori & Pinzon, die Terlinden sec und einfach als modernes, qualitätsbewusstes Unternehmen positioniert. Seite 6

Kopf der Woche: «Ich möchte die Stärkender Migros kommunizieren»

Monica Glisenti verlässt per Ende Jahr Cash und wird Kommunikationschefin der Migros

Monica Glisenti verlässt per Ende Jahr Cash und wird Kommunikationschefin der MigrosKopf der Woche «Ich möchte die Stärken der Migros kommunizieren»
Schwatzhaft» stand am Ende jedes Schuljahres im Zeugnis von Monica Glisenti. Und weil sie gerne redet, schreibt und schon früh politisch interessiert war, wagte sie nach dem Wirtschaftsgymnasium und einer halbjährigen Tätigkeit in der psychiatrischen Klinik von Marsens FR den Sprung in den Journalismus. So landete sie als Volontärin bei der Bündner Zeitung, wo sie in den Ressorts Region, In- und Ausland tätig war und eine tägliche Wirtschaftsseite einführte.
Nach zwei Jahren zog es sie zu einem Sprachaufenthalt nach London. Zurück in der Schweiz verlegte sie ihren Wohnsitz vom Engadin nach Zürich. Dort bewarb sie sich beim damals neu lancierten Blick für die Frau. «Ich war sehr beeindruckt von der professionellen Arbeitsweise bei Ringier und fasziniert vom anspruchsvollen Handwerk des Boulevardjournalismus», erinnert sie sich. Das nächste Angebot kam von der Schweizer Woche. Sie lehnte es zwar ab, heiratete dafür nur zwei Monate später ihren heutigen Mann und damaligen Schweizer-Woche-Chefredaktor Urs Brotschi. Die Offerte, die zeitgleich von der Schweizer Illustrierten kam, nahm sie dann an.
Nach einer längeren gemeinsamen Reise mit ihrem Mann, während der sie unter anderem vier Monate in Hawaii verbrachten, begann sie als Bundeshausredaktorin beim SonntagsBlick. Als 1992 der damalige Chefredaktor Philipp Löpfe zu Cash wechselte, folgte sie ihm kurze Zeit später als Bundeshausredaktorin. Dort unterstützte sie den ehemaligen Chefredaktor Markus Gisler im Aufbau eines Politikressorts. Vor drei Jahren zeichnete sie für Konzeption und Redaktion des Lifestylemagazins Cashual verantwortlich, das nach sechs Nummern wieder eingestellt wurde. Anschliessend ging sie als Politikchefin zurück zu Cash.
«Ich hatte mir vorgenommen, mich mit 40 beruflich neu zu orientieren», sagt Glisenti. Der Wechsel vom Journalismus in die Unternehmenskommunikation ist für die inzwischen 42-Jährige eine anspruchsvolle Herausforderung. Was bedeutet ihr die Migros? «Migros ist für mich ein vielfältiges Unternehmen, das eine hohe soziale Verantwortung trägt. Migros ist die stärkste Marke und der grösste Arbeitgeber in der Schweiz. Migros investiert jedes Jahr über 100 Millionen in die Kultur. Diese Stärken gilt es zu kommunizieren.»
Als Anhängerin eines föderalen Staatssystems, das sie mit den oft kritisierten Strukturen der Migros vergleicht, meint sie: «Ein solches System führt oft zu vernünftigen Kompromissen und zu insgesamt besseren Ergebnissen.»
In ihrer Freizeit besucht Glisenti oft kulturelle Veranstaltungen oder kocht auch mal gerne für Gäste. Daniela Zivadinovic

Vom Wort zur Kommunikation

Ausserdem Seit dem 3. Oktober ist Markus Tellenbach, COO von Scandinavian Broadcasting System (SBS), VR-Vizepräsident von TV 3. Er löst SBS-Direktor Martin Lindskog ab, der aus dem Verwaltungsrat des Tamedia-Senders ausgeschieden ist. End

Der langjährige Leiter Wort von Radio DRS 1, Bernhard Schneider, macht sich als Kommunikationsberater selbstständig und hat die Schneider Communications AG mit Sitz in Ottenbach ZH gegründet.Kernkompetenz der neuen Agentur ist «das zielgruppengerechte Formulieren von Inhalten in zielgruppenspezifischen Medien». Bernhard Schneider begleitet die Erarbeitung von Kommunikationsstrategien und -konzepten, produziert Publikationen und bietet Medientrainings und -analysen an. Über besondere Kenntnisse verfügt er im Bereich der neuen Medien. Der aktive Triathlet Schneider will eine direkte Verbindung zwischen Sport und Beratertätigkeit sehen, wenn er sagt: «Im Ausdauersport entwickle ich Fähigkeiten, die in meine Beratertätigkeit mit einfliessen. Freude an der Herausforderung und Motivation sind im Triathlon ebenso wichtig wie die richtige Strategie und der Umgang mit den Ressourcen.» (pan)

Online-Marketing: UBS

Ziel: Positionierung von UBS E-Banking als die Banking-Website sowie Bekanntmachung von neuen Angeboten, wie zum Beispiel mobile Kursabfragen über verschiedene Handhelds.

Ziel: Positionierung von UBS E-Banking als die Banking-Website sowie Bekanntmachung von neuen Angeboten, wie zum Beispiel mobile Kursabfragen über verschiedene Handhelds.UBS Werbemittel: Full Banner. Einsatz: Oktober.
Auftraggeber: UBS, Zürich; Verantwortung: Ilona Occhiodori, Monika Schreiner. Agentur: WHS, Zürich; Judith Wick. Media: BG Media AG, Zürich. Vermarktungsagentur: Qualiclick AG, Zollikon.

Top Ten der Schweizer Kreativagenturen 2001

Advico Publicis McCann- Guye Weber Wirz Jung von Lowe RØSA Wyler Young & Erickson Benker Hodel Werbe- Matt/ Lintas Werbung Rubicam Schmid beratung Limmat GGKRang 2001 (2000) 1 (2) 2 (1) 3 (3) 4 (5) 5 (4) 6 (7) 7 (–) 8

Advico Publicis McCann- Guye Weber Wirz Jung von Lowe RØSA Wyler Young & Erickson Benker Hodel Werbe- Matt/ Lintas Werbung
Rubicam Schmid beratung Limmat GGK
Rang 2001 (2000) 1 (2) 2 (1) 3 (3) 4 (5) 5 (4) 6 (7) 7 (–) 8 (8) 9 (–) 10 (6)
Cannes (6) Gold (4)   1 Silber (3)
Bronze (2)
Shortlist (1)   1   1   2   1   1   1   1
Clio (USA) (6) Gold (4) Silber (3)
Bronze (2)   2   1
Shortlist (1)   4   5   1
ADC Schweiz (5) Gold (4)   4   2   1   1   1    Silber (3)  13   6   5   6   7   5   3
Bronze (2)  29  42  23  23  21  14   7   9   3   8
ADC of Europe (5) Gold (4) Shortlist (1)   2   2   1
London Festival (4) Gold (3)   1 Shortlist (1)   2   1   3
New York Festival (4) Gold (4)   1   1 Silber (3)   1   1
Bronze (2)   1   1   3
Finalist (1)   1   1   4   1   4
ADC New York(4) Gold (4) Silber (3)
Distinctive Merit (2)   1
Merit (1)
Die Klappe (D) (3) Gold (4) Silber (3)   1
Bronze (2)   1
Finalist (1)
Eurobest (3) Winner (3)   1 Finalist (2)   5   3   2   1   2   1   1
Epica (F) (3) Winner (3)   1   1   1 Finalist (2)   2   3   2   1
Edi (2) Edi (3) EDI Plakate (2) Award (3)   3   2
Das Goldene Ohr (2) Gold (3)   1 Silber (2)   1   1
Bronze (1)   
Effie (1) Gold (4)   5 Silber (3)   3
Bronze (2)   3   1   1
Shortlist (1)
DM-Preis (1) Gold (4)   1   1   2 Silber (3)   2   1   2
Bronze (2)   1   1
Gesamt Total 796 662 498 362 353 248 137 114  81  80

Das grosse Heucheln in Solothurn

Solothurner Zeitung und Berner Zeitung bekämpfen sich mit viel Geld und schrillen Tönen

Solothurner Zeitung und Berner Zeitung bekämpfen sich mit viel Geld und schrillen TönenVon Markus Knöpfli Im Wirtschaftsgebiet 32 wird derzeit mit harten Bandagen gekämpft. Die Solothurner Zeitung wehrt sich per Inserat, Interview und mit Stoppklebern gegen das von der Berner Zeitung lancierte Solothurner Tagblatt. Die BZ-Herausgeberin Espace Media Groupe hält sich dagegen im Ton zurück und greift dafür umso tiefer in die Marketingtasche.
«In der Schweiz gibt es immer weniger Zeitungen. Traditionsreiche Titel verschwinden oder werden mit andern Blättern zusammengelegt. Umso erfreulicher, wenn jetzt in unserer Region genau das Gegenteil geschieht: Eine neue Zeitung entsteht! Das Solothurner Tagblatt.» Dieser Text stand in einem ganzseitigen Inserat, das die Espace Media Groupe am
11. Oktober im konzerneigenen Gratisanzeiger Solothurner Woche geschaltet hatte.
Was so nett klingt, liess aber im Haus Vogt-Schild/Habegger Medien (VS/H) in Solothurn, Herausgeberin der Solothurner Zeitung (SZ), die Emotionen hoch gehen. «Das ist Heuchelei», schrieb SZ-Verlagsleiter Christian Müller mit grossen Lettern am 18. Oktober ebenfalls in einem Inserat, das als offener Brief an Charles von Graffenried, den VR-Präsidenten der Espace Media Groupe, gerichtet war. Müller wirft von Graffenried vor, die Berner Zeitung habe mehr andere Zeitungen verschwinden lassen «als jeder andere Verlagskonzern in der Schweiz». Wäre es nach von Graffenrieds Wünschen gegangen, hätte auch die SZ zum Kopfblatt der BZ werden sollen. Weil VS/H dies aber abgelehnt habe, wolle die Espace Media Groupe die SZ nun «in die Knie zwingen». Und weiter: «Sie lassen das Solothurner Tagblatt nur entstehen, damit es in Kürze die Solothurner Zeitung nicht mehr gibt.»
Am 19. Oktober doppelte VS/H-Direktor Rudolf Rentsch in einem SZ-Interview nach: Das Solothurner Tagblatt habe «erklärtermassen einzig zum Ziel, die SZ über die kommenden Jahre so zu schwächen, dass sie im Eintopf der BZ landet». Und gegenüber der WerbeWoche fügt er an: Der seinerzeitige Anzeigerkrieg in Bern zeige den wahren Stil der Espace Media, «deshalb sind wir auf der Hut und ziehen die harten Bandagen an». Angst habe man bei der VS/H aber nicht, «die Truppe» sei motiviert, zudem sei ja das Projekt Mittelland-Zeitung mit SZ, Aargauer Zeitung, Zofinger Tagblatt und Oltner Tagblatt am Entstehen.
Espace Media Groupe bewahrt kühlen Kopf im hitzigen Streit
Er sei nach wie vor der Meinung, sagt Rentsch weiter, dass dieses Projekt erfolgversprechender sei als eine Kooperation mit der BZ. So sei Presse 99, ein früheres Kombi mit SZ, BZ und Bieler Tagblatt, «nicht sehr erfolgreich» gewesen. Zudem hätte die VS/H im Fall einer Kooperation mit der BZ den gesamten Zeitungs- und Kundendruck zu Gunsten des Berner Druckzentrums aufgeben müssen.
Die Espace Media nimmt diese Vorwürfe gelassen. VR-Delegierter Albert P. Stäheli sagte auf Anfrage: «Wir lassen uns nicht provozieren und wollen dazu auch nicht Stellung nehmen.» Solothurn habe einen modernen Zeitgeist, und der werde sich auch durchsetzen, erklärt Stäheli optimistisch. Für ihr siebentes Kopfblatt macht Espace Media auch einige Marketingmillionen locker: Die 12000 Exemplare werden sechs Monate lang per Frühzustellung in alle Haushalte in Solothurn, Biberist und Zuchwil verteilt, das Abo kostet im ersten Jahr nur die Hälfte (WW 38/01), Anzeigenkunden erhalten bis 30. Juni 2002 vier Inserate zum Preis von zwei. Zudem gibt es Mailings, Radio- und TV-Spots, Dispenser in Bus und Zug, Inserate sowie Plakate mit neun verschiedenen Sujets. Erstaunlich für einen Konzern, der noch in den Sommermonaten kommunizierte, dass angesichts des Inserateeinbruchs und des schlecht gehenden TV-Geschäfts sparen und teils auch Entlassungen angesagt seien.
Stopp den Gratiszeitungen – ausser für Eigeninteressen
Rentsch hält dem schweren Geschütz aus Bern bislang «die Qualität unserer Zeitung» entgegen. Zudem versucht er konsequent, dem Solothurner Tagblatt das Etikett «Gratiszeitung» anzuheften – unter Verweis auf die sechsmonatige kostenlose Frühzustellaktion. Entsprechend liess er Tausende von Briefkastenklebern mit der Aufschrift «Solothurner Tagblatt – Nein danke!» verteilen. «Helfen Sie mit, die Flut der Gratiszeitungen zu stoppen», heisst es begleitend auf einem Flyer. Was auch nicht ganz frei ist von Heuchelei. Denn Rudolf Rentsch würde noch so gerne einen Teil der Auflage der Gratiszeitung 20 Minuten drucken (siehe Kasten).

Seid umschlungen, ihr Freiburger

Espace Media Groupe baut ihr Bollwerk gegen Edipresse aus und kooperiert mit den Freiburger Nachrichten

Espace Media Groupe baut ihr Bollwerk gegen Edipresse aus und kooperiert mit den Freiburger NachrichtenVon Markus Knöpfli Erst gerade hatte die Espace Media Groupe ihren Nachbarn Freiburger Nachrichten und La Liberté Hilfe gegen Edipresse angeboten. Und nun kann sie beide Titel bereits an die Hand nehmen. Sie verzichtet dafür auf den Ausbau ihres Freiburger Splits.
Ab 1. September beziehen die Freiburger Nachrichten (FN) ihre überregionalen Seiten von der Berner Zeitung (BZ). Damit springt die BZ bei den FN in jene Lücke, die die Solothurner Zeitung wegen der bevorstehenden Kooperation mit der Aargauer Zeitung hinterlässt.
Die FN benötigen je eine Seite Ausland, Inland, Wirtschaft und Vermischtes. Die Kooperation mit der BZ überrascht nun aber, weil die BZ-Ressorts meist umfassender sind. Deshalb hatten die FN zunächst nach kleineren Partnern Ausschau gehalten. Doch die BZ hat angeboten, ihre Inhalte zusätzlich auf die Bedürfnisse der FN zurechtzustutzen. Doch das war nicht alles, das hatte auch der Bund angeboten.
Die BZ und ihre Herausgeberin Espace Media Groupe (ehemals Berner Tagblatt Medien) erhielten den Zuschlag, weil sie den FN zudem die Mitgliedschaft im Berner Zeitungspool (BZ, Bieler Tagblatt BT, Walliser Bote) samt entsprechendem Inserateverwaltungssystem offerierten. Das muss von den Kombipartnern zwar noch abgesegnet werden, doch Albert P. Stäheli, Vorsitzender der Espace-Media-Konzernleitung, ist zuversichtlich. «Vom Markt her spüren wir ein starkes Bedürfnis nach einem Gesamtangebot im Espace-Mittelland, wobei ein Interesse an einem modular belegbaren Angebotssystem besteht», sagt er auf Anfrage.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der die FN die BZ als Partnerin wählen liess: Gemäss FN-Direktor Paul Stritt verzichtet die BZ darauf, ihren derzeit zwei bis drei Seiten starken Freiburger Split auszubauen. Mehr konnten die Freiburger offenbar der Espace Media nicht abringen. Stäheli hält fest: «Der Freiburger Split der BZ wird nicht eingestellt, aber wir wollen damit stärker die Bedürfnisse der nach Bern orientierten Bevölkerung in Deutschfreiburg abdecken, während die FN deutlich auf die traditionelle Leserschaft vor Ort fokussieren. Wir bieten also komplementäre Angebote.» Die BZ wird dazu auch einzelne FN-Artikel übernehmen.
Von Drohgebärden spricht in Freiburg niemand
Dieser ausbaubare Split war in der Vergangenheit denn auch einer der Zaunpfähle, mit dem die Espace Media bisweilen Richtung Freiburg winkte. Ein anderer war der Kauf des Murtenbieters vor einem Jahr. Stäheli will zwar von aggressiven Tönen nichts wissen. Drohungen seien noch nie sein Verhandlungsstil gewesen. «Wir pflegen aber eine ehrliche, offene Information über unsere Markteinschätzungen und Pläne», was bisweilen als aggressiv ausgelegt werde. Es sei aber seit 1994 erklärtes Ziel der BTM, «gemeinsam mit den relevanten Anbietern im Espace Mittelland eine sinnvolle Konsolidierung zu erreichen, um im nationalen Wettbewerb als starke Medienregion konkurrenzfähig zu bleiben».
Auch Stritt verwahrt sich dagegen, dass Furcht die FN der BZ in die Arme getrieben habe. «Auch wir bekennen uns zum Espace Mittelland. Zudem hat sich unser VR klar gegen eine finanzielle Beteiligung der Espace Media ausgesprochen.»
Aus Sicht der Espace Media Groupe ist der neuste Coup in Freiburg ein Erfolg. Erst Mitte Mai hatte sie den FN und der Liberté Hilfe gegen Edipresse-Gelüste angeboten. Nun kann sie einer von beiden bereits die Hand reichen. Und indirekt auch der zweiten. Denn die Paulus-Druckerei, die La Liberté herausgibt, ist mit 20 Prozent an den FN beteiligt. Die Espace Media kann so ganz direkt der Liberté-Herausgeberin, mit der sie bereits ein Hilfsabkommen unterzeichnet hat, ihre Hilfsbereitschaft zeigen.
Vor allem aber konnte Stäheli einmal mehr den Bund ausbooten. Bund-Verlagsleiter J. Pepe Wiss bedauert dies, ist aber nicht allzu überrascht. Der Bund habe kein so breites Angebot machen können wie die BZ. «Dass aber jemand, der Hilfe sucht, sich tendenziell an den Stärkeren hält, ist nachvollziehbar.» Es zeige sich aber, dass der Bund nun auch über den Kanton Bern hinaus mehr und mehr zur einzigen Alternative werde.

Alles Gute wirbt auch nachts von oben

SkyBus führt das satellitengesteuerte Banner-Zeppelin ein und will der Luftwerbung himmlische Zeiten bescheren

SkyBus führt das satellitengesteuerte Banner-Zeppelin ein und will der Luftwerbung himmlische Zeiten bescherenWerbung mit Luftschiffen war in der Schweiz bisher keine unkomplizierte Angelegenheit. Nicht nur topografische Merkmale beschränken den Einsatz der fliegenden «Werbezigarren». In der Beliebtheitsskala der Werber hoben sie trotz ihrer erwiesenen guten Wirkung nie ab, weil die meisten Grossstädte innerhalb von kontrollierten Lufträumen rund um Flughäfen liegen. Hier aber ist der Reach bekanntlich am grössten. Doch Luftwerbung mit bemannten Zeppelinen ist nur mit umständlicher Bewilligung der zuständigen Flugkontrolle möglich. Ausserdem machten restriktive Lärmschutz- sowie Sicherheitsvorschriften ihre Starts relativ teuer. Diese Lücke will nun die Schneisinger Firma SkyBus AG mit ihrem jüngsten Sprössling schliessen.Anlässlich ihres Luftschifftags Ende Juni präsentierte die Aargauer Luftschiffreederei nicht nur ihre gesamte Flotte vom bemannten Grossluftschiff über das Fesselluftschiff bis zum ferngesteuerten Indoorzeppelin, sondern auch das erste satellitengesteuerte Luftschiff der Schweiz: den neuen 15 Meter langen und 4 Meter hohen SkyBus 15AF.
Diesen konzipierten die Konstrukteure als Modellluftfahrzeug, das vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) in einer besonderen Kategorie zugelassen ist. Der SkyBus 15AF mit einer Werbefläche von 70 Quadratmetern kann über ein computergestütztes Navigationssystem mit GSM-Funk gesteuert werden, Strecken von bis zu 250 Kilometern zurücklegen oder bis zu fünf Stunden ohne Wartungspause fliegen.
Effektvoller dürfte der Blickfang nachts sein, weil das Luftschiff, das laut Hersteller auch stärkeren Winden trotzt, von innen beleuchtet werden kann. Mit Compaq als Launchingkunde stieg ein namhafter Werber an Bord. «Mit weiteren Kunden verhandeln wir», sagt Geschäftsführerin Claudia Grossmann.
Auf Grund der Erfolgsmeldungen aus den USA und Grossbritannien ist Grossmann überzeugt, dass auch in der Schweiz Luftwerbung himmlische Zeiten bevorstehen. «Die Begeisterung bei den Leuten ist rational schwer begründbar. Für Markenwerbung lässt sie sich alleweil optimal kanalisieren», sagt Grossmann. Luca Aloisi
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