Wigdorovits verlässt 20 Minuten

People Sacha Wigdorovits ist ausdem Verwaltungsrat der 20 Minuten (Schweiz) AG ausgetreten.

People Sacha Wigdorovits ist ausdem Verwaltungsrat der 20 Minuten (Schweiz) AG ausgetreten.People Sacha Wigdorovits ist aus dem Verwaltungsrat der 20 Minuten (Schweiz) AG ausgetreten. Der VR-Sitz hätte mit dem neuen PR-Mandat seiner Firma Contract Media zu Interessenkonflikten führen können, sagte Wigdorovits gegenüber der Werbewoche. Die Frage, ob das neue PR-Mandat von Tamedia stamme, verneinte er.

Radio Caliente darf im Sommer senden

Lokalradio Die Veranstalter des Zürcher Latinofestivals Caliente dürfen vom 25. Mai bis 23. Juni mit ihrem Radio in den Äther.

Lokalradio Die Veranstalter des Zürcher Latinofestivals Caliente dürfen vom 25. Mai bis 23. Juni mit ihrem Radio in den Äther.Caliente zitterte um die Bewilligung, weil das Bakom im Februar ankündigte, diesen Sommer keine Sondersendungen in Zürich zu erlauben. Damit soll verhindert werden, dass sich Bewerber um die Jugendradiofrequenz Vorteile verschaffen.

JobChange

Seit Anfang Jahr ist Noureddine Ennair Director of Sales for Switzerland im neu eröffneten Schweizer Verkaufsbüro von Broadcasting System. Zuvor war sie Management Supervisor bei Universal McCann in Zürich....Der Schweizer Publizist Roger

Seit Anfang Jahr ist Noureddine Ennair Director of Sales for Switzerland im neu eröffneten Schweizer Verkaufsbüro von Broadcasting System. Zuvor war sie Management Supervisor bei Universal McCann in Zürich….
Der Schweizer Publizist Roger de Weck wurde von SF DRS für weitere Folgen der «Sternstunde Philosophie» verpflichtet.
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Peter Maag wird neuer Direktor der Industrie- und Handelskammer Thurgau (IHKT). Der bisherige Wirtschaftsredaktor der Thurgauer Zeitung tritt sein neues Amt Anfang Juni als Nachfolger von Martin Fehle an.
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Die Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) hat sich mit dem erfahrenen Produktionsleiter Dani Strickler verstärkt. Strickler war früher Realisations- und Produktionsleiter bei Aebi & Partner und ASGS/BBDO. Während acht Jahren war er für Publicis und fünf Jahre für McCann-Erickson tätig.
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Die Werbeagentur Publicis hat Pete Watman als CD an Bord geholt. Er wird für den internationalen Markenetat der UBS zuständig sein. Zuvor betreute er den Mobilfunkkonzern Orange.
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Anfang März wird Rainer Borer neuer Leiter der Wirtschaftsredaktion bei Schweizer Radio DRS. Er tritt die Nachfolge von Michael Hiller an, der sich wieder der Programmarbeit widmen will.
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Adriano Valeri wird neuer Gebietsverkaufsleiter beim Tages-Anzeiger. Er ersetzt Reto Feurer, der ab Frühjahr in der Kinospotvermarktung tätig sein wird. Valeri war bisher im Verkaufsteam der Schweizer Familie.
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Rafael Suter wird neuer Redaktionsleiter bei Radio Basilisk. Er löst Anfang Juni Thomas Aebischer ab, der sich laut einer Mitteilung des Basler Lokalsenders neuen beruflichen Aufgaben stellen wird.
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Der stellvertretende Direktor und Stabschef Christoph Reichenau wird das Bundesamt für Kultur im Juli 2003 verlassen. Sein Entscheid steht im Zusammenhang mit der Neuorganisation des Amtes.

Kapitales Monument für XL

Versicherungen – XL Capital gehört weltweit zu den grössten Total-Risk-Management-Versicherungen – doch wenige kennen sie. McCann-Erickson, Zürich, will dies ändern.

Versicherungen – XL Capital gehört weltweit zu den grössten Total-Risk-Management-Versicherungen – doch wenige kennen sie. McCann-Erickson, Zürich, will dies ändern.Nach kritischer Überprüfung ihrer Allfinanz-Strategie richtete die Credit Suisse Group 2001 ihren Fokus im Versicherungsgeschäft wieder auf den Kernmarkt Europa. Zu den Desinvestitionen zählte auch die Winterthur International. Berühmt geworden war dieser Versicherungsarm vor allem dank der mehrfach prämierten «Experts»-Kampagne von McCann-Erickson, Zürich.Von diesem Auftritt wollte die Käuferin der Winterthur International, die auf den Bermudas domizilierte XL Capital, weiter profitieren. So schob die neue Besitzerin während der zweijährigen Brand-Equity-Migration eine neue Testimonial-Staffel nach, die aber weiterhin die Schweizer Versicherung als Absender trug. Eine «Tarnkappen-Kampagne» sozusagen.
Diese Frist ist nun abgelaufen und damit ein eigenständiger Auftritt nötig geworden. Seit der Gründung im Jahre 1986 durch Broker March & McLennan, J. P. Morgan und 68 Fortune-500-Firmen hat das Unternehmen ein rasantes Wachstum erlebt. Den Erfolg im harten Markt führt Präsident und CEO Brian O’Hara auf effizientes Kapitalmanagement, vorsichtiges Underwriting, konservative Reservebildung und strategische Akquisitionen und Joint Ventures zurück. Nicht zuletzt aber auch auf die 68 Fortune-Firmen, die damals in höheren Versicherungsbereichen keine Deckung fanden.
Klägliche AwarenessMit gut 3000 Beschäftigten in 30 Ländern und einer Börsenkapitalisierung von über 14 Milliarden Dollar hat XL inzwischen auch in den Bereichen Rückversicherung und Finanzdienstleistungen Fuss gefasst. Umso mehr erstaunt die Schere, die sich zwischen Unternehmensgrösse und Bekanntheit von XL Capital öffnet. Gemessen an der Vision und der Firmenkultur führte die externe Kommunikation bei XL bisher ein Mauerblümchendasein, was eine Umfrage in Europa und den USA bestätigte: In Sachen Awareness schnitt XL kläglich ab. «Hingegen erzielte sie sehr gute Imagewerte bei Leuten, die XL kennen», erklärt der Verantwortliche bei McCann-Erickson, Urs Jaermann.
Allerdings muss das gute Asset auch kommuniziert werden. Denn das technische Geschäft gewinnt angesichts der Börsen- und Finanzkrise wieder an Gewicht. Dazu liess sich XL von Futurebrand das Logo und von der Zürcher McCann die erste weltweite Brandkampagne entwickeln.
Unter dem Masterbrand XL Capital reihen sich die Bereiche Insurance, Re und Financial sowie Subbrands ein, die weitere Kompetenzbereiche abdecken. Die Herausforderung lag nun darin, ein integriertes Kommunikationskonzept aufzubauen, das alle Disziplinen umklammert und die Marke stärkt.
«In unserer Research stellten wir fest, dass klassische Werbung auch im B-to-B-Markt die treibende Kraft ist, um Bekanntheit zu schaffen», begründet Jaermann die Wahl der Strategie. Daniele M. Isenegger, Head of Corporate and Marketing Communications von XL, ergänzt: «Obwohl es um Broker Business geht, müssen wir jetzt zunächst bei den Entscheidern gut sichtbar werden. Erst danach folgen produktbezogene Informationen.»
Als USP für die Kampagne haben die Agenturstrategen die Finanz- und Know-how-Stärken herausgeschält. «Da ‹XL› eine Kleidergrösse bedeutet und nicht der Umfang der von XL Capital versicherten Risiken, wollten wir den Nachteil in einen Vorteil verwandeln», meint Jaermann.
Schwierige Shootings mit Stein«Um die Stärke zu unterstreichen, wird das XL mit Hilfe des Materials Stein symbolisiert», betont AD Charles Blunier. Und Isenegger doppelt nach: «Wir haben das Ding bauen lassen, wir wollten nicht einfach eine Schablone hinstellen.» Keine einfache Sache: «Denn das erschwerte die Shootings und den Transport», weiss Blunier.
Den Auftakt machte das Sujet des symbolisch prägnanten XL-«Monuments» im US-Nationalpark Monument Valley, das an die computeranimierten Pro-7-Trailer für seine Blockbuster erinnert. Obschon thematisch in Landschafts-, Städte- und Industrie-Motive unterteilt, sollen die Anzeigen segmentübergreifend funktionieren.
Im kompetitiveren TV-Spot kommt der People-Gedanke zum Tragen. Darin definiert ein XL-Angestellter seine Aufgabe – anders als die Konkurrenz – mit Fokus auf den Kunden: «I help leading companies achieve their business objectives», gibt er zum Besten, worauf eine senkrechte Kamerafahrt aus der Vogelperspektive den Blick auf das Dach eines Wolkenkratzers freigibt, dessen Grundriss aus einem XL besteht. Das Geheimnis, ob auch dieses Hochhaus extra für die Kampagne gebaut wurde, wollen wir nicht lüften.
In Stein gemeisselt: XL steht an prominenten Stellen für die Grösse der US-Versicherungsfirma.
XL-Grundriss: Für seine Kunden tut der XL-Berater im TV-Spot alles, um dessen Ziele zu erreichen.
In der bisherigen Kampagne – noch unter dem Absender Winterthur International – rückte Starfotograf Richard Avedon Promis, von Gianni Agnelli bis zu Desmond Tutu, vor die Linse und liess sie über Risiken philosophieren. Internationale Awards bekräftigten ihre Macher, ungezählte Kupferkampagnen bestätigten das Werbekonzept.
Luca Aloisi

Moto Sport Schweiz mit Online-Marktplatz

Internet Die Zeitschrift Moto Sport Schweiz startet einen Online-Marktplatz für Motorrad-Occasionen. Inserate können allein im Internet oder auch kombiniert im Printmagazin geschaltet werden.

Internet Die Zeitschrift Moto Sport Schweiz startet einen Online-Marktplatz für Motorrad-Occasionen. Inserate können allein im Internet oder auch kombiniert im Printmagazin geschaltet werden.Der Inserent hat die Möglichkeit, seine Maschine direkt über die Eingabe einer Typenscheinnummer zu erfassen. Dabei werden die Daten automatisch aus einer Datenbank mit Eurotax-Werten eingelesen.

Wie man mehr Preise macht

Gastkommentar Ironie, Emotionalität und Ehrlichkeit werden in der Kundenansprache immer wichtiger. Kreative, die sich nur in der humoristischen Ecke auskennen, sitzen heute in der Sackgasse.

Gastkommentar Ironie, Emotionalität und Ehrlichkeit werden in der Kundenansprache immer wichtiger. Kreative, die sich nur in der humoristischen Ecke auskennen, sitzen heute in der Sackgasse.Spätestens seit der Spot für «The Independent» mit seinem «Don’t»-Katalog der Social Correctness 1999 in Cannes den Grand Prix gewann, müsste jedem Werber klar geworden sein, dass es auch andere exzellente Werbung als nur die humorige gibt. «Das ist aber nicht lustig» war noch nie ein schlagendes Argument gegen Ideen, die halt auf Authentizität, Emotion oder auch Sachlichkeit setzen. Der grosse Brüller, der krude Schenkelklopfer, sie sind keine Erfolgsgarantie mehr. Kreative, die sich freiwillig einzig in der humoristischen Ecke einrichten, sitzen heute in der Sackgasse. Besonders, wenn ihr reichlich ausgelutschtes Schema mit der unerwarteten Ha-ha-Klimax eher eine bemühte Na-ja-Pointe produziert – Doppelaxler-Trippelgägli mit minimalster Halbwertzeit. Der ADC-Filmjury geht es da nicht anders als allen namhaften Jurys, ob in Cannes oder New York. Sie sind der larmoyanten Komik und der ollen Kalauerei etwas müde geworden. Es geht ihnen da nicht anders als dem Rest der Menschheit. Die Pleiten-Pech-und-Pannen-Gesellschaft honoriert heute etwas mehr Reflexion, Gehalt, Esprit als auch schon. Nichts dagegen, dass die Fabrikarbeiter während den Baseball Playoffs nur noch Fox Sports Television gaffen, weshalb keine Schraube mehr sitzt und die kuriosesten Katastrophen losgehen. Und noch viel weniger gegen den Blinden, der an der Abfalldeponie vorübergeht und der daneben wartenden Frau seinen Sack vor die Füsse stellt, die halt kein Rexona Deo benutzt. Bukolischer Witz und ansteckender Schalk bleiben eines der Rezepte, mit dem man auch Preise gewinnt.
Aber das ironische Augenzwinkern, die pure Emotionalität und auch die sachliche Ehrlichkeit sind schwer auf der Überholspur. Die Frau, die weiss, wie «lange» der Sex mit ihrem Kerl dauert und deshalb genau rechtzeitig für ihre «Ready in two minutes»-Suppe von Heinz wieder in der Küche steht. Die Überwindung aller Grenzen durch das Paar, das für Levi’s durch alle Wände hindurch zu rennen vermag. Das schöne Hüftbild, das sich eine Magersüchtige vor den Körper hält: «Perfect pictures for an imperfect world» von Fotoprix. Von charmant-ironisch über gewinnend-berührend bis treffend-traurig. Heart-to-Heart- und Head-to-Head-Werbung in einem.
Bezeichnenderweise rührt auch keiner der fünf, dieses Jahr vom ADC mit Würfeln belohnten Werbefilme mit der obergägigen Klamauk-Kelle an. Die subtilen Dialoge ohne «M» für das Expo.02-Engagement der Migros. Das hoch- emotionale Opus der Verbundenheit für Swisscom Fixnet. Die lyrischen, verkehrten Bilder des ZVV. Die Gold werte Barbershop-Soap von Orange: doppelsinnig vielschichtige Dramaturgie. Auch die natürlich auf den Lacher zielenden Spots für Die Gelben Seiten sind ein an sich klar informatives Konzept. Alle Erwähnten sind im Übrigen fadengrad, mätzchenlos stringent realisiert und auf den Punkt gebracht.
Wenn ich mir (als einer, der zu drei dieser Filmwürfel eine Ecke beitragen durfte) ungefragt einen kleinen Tipp erlauben darf: Löst euch von der Fixierung auf Gimmicks, liebe Kollegen, der Medaillenhimmel wirds euch lohnen.
> Jean Etienne Aebi ist Chief Creative Officer von Publicis und war schon Mitglied in fast allen namhaften Kreativjurys.

Cinecom vermarktet fünf zusätzliche Freiluftkinos

Kinovermarkter Der Medienvermarkter Cinecom bietet dieses Jahr 28 Outdoor-Leinwände in der gesamten Schweiz an. Fünf Openair-Kinos wurden neu ins Angebot aufgenommen.

Kinovermarkter Der Medienvermarkter Cinecom bietet dieses Jahr 28 Outdoor-Leinwände in der gesamten Schweiz an. Fünf Openair-Kinos wurden neu ins Angebot aufgenommen.Der Grossteil der Leinwände befindet sich in der Deutschschweiz. Die Besucherzahlen rangieren von 1200 (Wangen a. A.) über 14000 (Volketswil) bis zu 32000 Personen (Lausanne). 2002 zählten die von Cinecom vermarkteten Openair-Kinos 197600 Zuschauer an 502 Vorführungstagen.

Einen Prosecco vor der Anprobe

Mode Schlumpf & Partner will Oviesse in der Schweiz besser bekannt machen. Melanie Winiger sorgt als Botschafterin der italienischen Modekette für einen südländischen Imagetransfer.

Mode Schlumpf & Partner will Oviesse in der Schweiz besser bekannt machen. Melanie Winiger sorgt als Botschafterin der
italienischen Modekette für einen südländischen Imagetransfer.
Oviesse ist in Italien in kurzer Zeit zu einem populären Modelabel geworden. Das blieb auch Schweizern nicht verborgen. Hier zu Lande ist die Globus-Gruppe Franchisenehmerin. Aktuell betreibt Globus für Oviesse 28 Filialen, einige davon an ehemaligen ABM-Standorten. Doch die Umsatzentwicklung in der Schweiz liegt noch unter den Erwartungen. Mit einer neuen Marketingstrategie und Melanie Winiger als Botschafterin der Modekette soll nicht nur das Image aufpoliert werden. Die Ex-Miss Schweiz aus dem Tessin soll auch ein wenig Italianità unters Volk bringen und eine schnelle Steigerung des Bekanntheitsgrades von Oviesse als Anbieter trendiger Mode für die ganze Familie zu günstigen Preisen erreichen. Melanie verkörpert als junge und unkomplizierte, aber stets chic gewandete Mama das ideale Aushängeschild für Oviesse, meint Theophil Butz. Der eigentlich frühpensionierte Werber hat sich wieder einmal für einen Auftrag begeistern lassen. Butz wirkte für die Agentur Schlumpf & Partner, Zürich, als CD für diese Kampagne und entwickelte zusammen mit Hansjörg Bahl und Walter Bosch das Konzept. Gestaltet wurden zehn Inserate und sieben Spots. Alle Fotos und Filme wurden zusammen im selben Dekor und Licht bei Willi Mohler in seinem neuen Studio in Maur realisiert. Hansjörg Bahl übernahm die Regie bei den Spots und Jost Wildbolz bei den Fotografien. «Wir hatten wieder mal eine herrliche Zeit zusammen», schwärmt Butz.
Spass machte den Altmeistern der Schweizer Werbung die Arbeit mit der 24-jährigen Ex-Miss. «Melanie ist eine gute Schauspielerin, ein Vollprofi fürs Fotografieren und die ideale Besetzung für unser Konzept», sagt Butz. «Ein sympathischer Frechdachs», ergänzt Hansjörg Bahl.
Liebe auf den ersten Blick
Da sowohl die Spots als auch die Anzeigen fast ausschliesslich auf den Sympathiewert von Melanie setzen, ist diesem Casting die entsprechende Bedeutung zugekommen. Die Wirkung der neu-en Oviesse-Botschafterin wurde mit einer Marktuntersuchung getestet. Dann wurden ihr die Spots «auf den Leib geschrieben», wie Butz sagt. Melanie Winiger beginnt alle Spots mit «Ciao Amici». Zum Schluss erscheint das Logo mit dem Claim «Oviesse. Amore a prima vista».
Für Theophil Butz soll eine enge stilistische und auch inhaltliche Verbindung zwischen den Spots und der Printkampagne spürbar sein. Einmal ist Melanie inmitten einer Schar fröhlich lärmender Kinder zu sehen. Ein leicht frivoles Sujet mit Melanie und drei nackten Männern will unterstreichen, dass Oviesse auch Mode für Männer hat. Ein ebenfalls erotisch angehauchter Spot, bei dem Melanie Jacke, Bluse und schliesslich nach dem Umdrehen auch noch Hut inklusive BH auszieht, soll illustrieren, dass im Sortiment alles Modische von Kopf bis Fuss gekauft werden kann. Die Kampagne ist an verschiedene Wettbewerbe gekoppelt. Gestartet wird mit einem Prosecco-Sujet. Die sympathische Melaine verkündet, dass sie ab dem 3. März in einigen neuen Filialen die Kunden persönlich mit einem Glas Prosecco willkommen heissen will. Salute.
Wird nicht nur von Models auf Händen getragen: Oviesse-Botschafterin Melanie Winiger, Ex-Miss Schweiz.
OviesseOviesse ist eine Tochterfirma der Coin-Warenhaus-Gruppe in Italien, betreibt dort über 200 Filialen und ist «sehr erfolgreich», wie Werner
W. Kuster erklärt. Der frühere Generaldirektor von ABM und Direktionspräsident der Epa wirkt heute mit seiner Einzelfirma für Unternehmens- & Marketingstrategie als Berater für Oviesse/ Schweiz. Er hat mit einer Fokus-Gruppen-Studie die Marktpositionierung von Oviesse im Umfeld der Konkurrenz bestimmt. Als Hauptursache für die derzeit ungenügende Marktpenetration hat sich ein marginaler Brand-Bekanntheitsgrad herauskristallisiert. Der Werbefeldzug von Schlumpf & Partner soll eine präzise strategische Position für Oviesse schaffen. Kommuniziert werden soll das gute Preis-Leistungsverhältnis, der italienische Modestil und der hohe Grad der Sortimentserneuerung.
Andreas Panzeri

What’s next bei «What’s up»?

Pendlerzeitungen 20 Minuten muss für sein Ausgehmagazin einen neuen Titel suchen.

Pendlerzeitungen 20 Minuten muss für sein Ausgehmagazin einen neuen Titel suchen.Das angekündigte Lifestyle- und Ausgehmagazin von 20 Minuten kommt definitiv im Laufe des ersten Halbjahres 2003. Einen genaueren Start-Zeitpunkt konnte oder wollte 20-Minuten-Geschäftsführer Rolf Bollmann noch nicht angeben. Auch den Titel des 40 Seiten umfassenden eigenständigen Heftes wollte er nicht bekannt geben. Fest stehe, dass die Namen «What’s up» und «What’s on» nur noch als Arbeitstitel taugen. Internetadressen mit diesen Namen waren von Dritten schneller reserviert worden als von 20 Minuten.«What’s up» wird in der Anfangsphase jeden Donnerstag ab
16 Uhr von Kolporteuren in Zürich, Bern, Basel und Winterthur verteilt, später werde das Heft auch in den Boxen aufliegen, sagte Bollmann. Zudem werde es in Bars, Clubs, Trendlokalen, McDonald’s-Filialen, Kitag-Kinos und ExLibris- sowie CityDisc-Läden aufliegen. Dennoch werde die Auflage weniger als die Hälfte einer Tagesausgabe (derzeit 320000 Exemplare) betragen.
Das Konzept sieht ein identisches Heft fürs ganze «Goldene Dreieck» vor. Im Inhalt finden sich die Kinoprogramme der drei Agglomerationen, Shopping-Tipps, Veranstaltungen, Konzerte, Partys, Trends in der Heimelektronik (DVD, Video, Games, CD), das TV-Programm über eine Woche sowie 20-Minuten-Kochrezepte.
Noch stehen die Anzeigentarife nicht. Klar ist aber, dass sich das Heft kombinieren lässt: Mit der Tagesausgabe zum einen, andererseits auch mit dem von der Agentur Mediabox vermarkteten Jugendpool, der sich aus den Monatstiteln Forecast, Kult und Seventh Sky zusammensetzt. Die Kombirabatte werden noch ausgehandelt.
(mk)

Unheimlicher Kult

Gruselig, was sich letzte Woche auf der Leinwand des Kino Le Paris am Zürcher Stadelhoferplatz abspielte.

Gruselig, was sich letzte Woche auf der Leinwand des Kino Le Paris am Zürcher Stadelhoferplatz abspielte.Alberto Venzago, bekannt für sein fotojournalistisches Werk, aber auch als Macher von Industrie- und Werbefilmen, präsentierte seinen ersten abendfüllenden Film mit dem Titel «Mounted by the Gods» – eine kunstvoll umgesetzte Dokumentation über den Voodoo-Kult im afrikanischen Zwergstaat Benin.Begonnen hat die Geschichte von Venzagos Film vor zwölf Jahren, als er für Geo in Benin an einer Fotoreportage arbeitete. Venzagos fahrbarer Untersatz hatte in der Stadt Ouidah eine Panne; der hilfsbereite Mann, den er traf, stellte sich als der Vorsteher des örtlichen Voodoo-Klosters heraus. Dies war der Beginn einer aussergewöhnlichen Freundschaft, in deren Verlauf Venzago weitere Reisen nach Benin unternahm und rund 120 Stunden Filmmaterial über den afrikanischen Naturkult erarbeitete.
Gerade ein religiöses Thema wie der Voodoo-Kult sollte mit gebotenem Respekt, um nicht zu sagen, der nötigen Vorsicht angegangen werden. Das ist Venzago mit seinem Film gelungen. Man sehe, dass Unerklärliches passiere, erläutert Venzago seine Faszination für die animistische afrikanische Urreligion, und kann dabei mit eigenen Erlebnissen aufwarten.
Nicht nur, dass jeweils beim Drehen immer auch der Segen des Voodoo-Pantheons eingeholt werden musste – des Öfteren sei auch die technische Ausrüstung, den Anforderungen des Kults entsprechend, mit Hühner- oder Ziegenblut bespritzt worden. Eine erste Kopie des Films wiederum sei auf dem Weg von Zürich nach München verloren gegangen und verbrannt, da der Autokurier in einen Unfall verwickelt war. Kurz vor einem weiteren Premierenversuch in Solothurn sei im ganzen Quartier der Strom ausgefallen, worauf die Vorführung ebenfalls platzte. So sei Venzago nochmals nach Benin gereist, um auch für die Premiere den Goodwill der Götter zu erhalten. Wie auch immer – der Anlass im Le Paris ging ohne Probleme und Pannen über die Leinwand und rund 400 Leute wollten sich das Werk nicht entgehen lassen.
Der Dokumentarfilm ist lohnenswert, wenn auch nichts für allzu zart besaitete Gemüter. Venzago öffnet eine Türe in eine uns gänzlich unbekannte Welt. Selbst bei abgehärteten Rationalisten, die sich sämtlichen Esoterik-Trends der letzten Jahre widersetzen konnten, kann bei diesem Streifen das eigene Weltbild ins Wackeln geraten. Ohne Effekt-hascherei jagen einem die schwarzweissen Bil-
der öfter mal einen kalten Schauer über den Rücken. Venzagos Kamera ist bisweilen sehr nah am Geschehen. Und was er zeigt, hat nichts, aber auch gar nichts mit dem im James-Bond-Streifen «Live and let die» gesehenen Micky-Maus-Voodoo zu tun.
Essenziell am Voodoo ist die animistische Betrachtungsweise der Umwelt, das heisst das Verständnis einer beseelten Natur. Jeder Baum, jedes Tier, jede Pflanze hat eine Seele, möglicherweise sogar die eines eigenen Vorfahren. Der Kult ist geprägt vom Respekt für die Natur, die an den Ursprungsorten des Voodoo viel ungezähmter auftritt und das Leben der Menschen viel stärker prägt, als wir es kennen. Quasi weltweit exportiert wurde Voodoo durch den Sklavenhandel. Man kennt die karibischen Voodoo-Kulte, in Brasilien setzte sich die afrikanische Tradition im Candomblé und im Umbanda fort. Aber auch wir sind näher an den Wurzeln derartiger naturreligiöser Ansätze, als wir manchmal denken. Schliesslich gibts auch aus den Alpen Sagen und Mythen von Berggeistern, Waldschraten und Naturkobolden, die zu unserem Kulturgut gehören.
Ausgelegt ist das Konzept von «Mounted by the Gods» als kleines Gesamtkunstwerk. Auf den Plakatwänden in den Städten Zürich, Bern und Basel sind seit zwei Wochen Bilder aus dem Film zu sehen, die Zeitschrift Facts veröffentlichte dazu einen Ausstellungsführer (WW 06/03). Ein Bildband ist erhältlich, und auch die CD, auf denen unter anderem Boris Blank von Yello die afrikanischen Originaltöne in einen spannenden Soundtrack verwandelte, ist hörenswert, wie man an der anschliessenden Party im «Purpur» feststellen konnte. Ansonsten dürfte einem vor allem das ziemliche Gedränge in der In-Bar in Erinnerung geblieben sein; das «Purpur» platzte aus allen Nähten.
Davon, dass am nächsten Tag Angestellte kleine Püppchen von ihren Chefs, und die Chefs wiederum Püppchen von Kunden mit spitzen Nadeln gepierct und traktiert hätten, ist uns gottlob nichts zu Ohren gekommen. Und wenn, hats nicht funktioniert, denn die ganze Branche ist dem Vernehmen nach noch immer wohlauf.
Beat Fritschvor der ethno-angehauchten Türe in der In-Bar «Purpur» im Zürcher Seefeld. Dort versammelte sich Alberto Venzagos Premierenpublikum nach der Filmvorführung zur Voodoo-Party. Die Location war bald einmal so proppenvoll, dass einige Gäste das Handtuch schmissen und die Flucht nach Hause antraten. Wo sich die Kommunikations-, Media- oder Verlagsbranche zu ihren Events trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und gelegentlich auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch
Nach vier Jahren Arbeit am Film ein eingespieltes Team: Drehbuchautorin Kit Hopkins und Bildkünstler Alberto Venzago.
Gaben Venzago bei seinem Projekt manchen Motivationsschub: Personalberaterin Hélène Müller (l.), mit Angie Broger.
«Schon ein bisschen gruselig, aber auch enorm faszinierend», lautete das Fazit von Nicole Steinegger und Schoscho Rufener.
Kümmern sich um die strukturellen Angelegenheiten ihrer Werbekunden: Anwalt Heinz Steffen (l.) und Roli Hofer, BTO Treuhand.
Wagten sich ins «Purpur»-Gedränge: Shadia Dietschy (l.) von Wirz + Fraefel mit Catherine Stroppel vom Webatelier 10012.
Regula Bernasconi mit Wolfgang Lechenmayr, der die Sounds für «Mounted by the Gods» mischte.
Filmspezialisten an der Premiere: Johannes Bösiger (l.), freier Drehbuchautor, mit Cinecom-Chef Matthias Luchsinger.
Mitten im Partygetümmel des «Purpur» angetroffen: Erna Höltschi, Flavia Schlittler und Patrizia Haller (v. l.).
Fanden trotz Riesenansturm noch einen Party-Sitzplatz: Désirée Lehmann (l.) und Cash-Journalistin Marianne Fassbind.
Harrten während der Filmvorführung in den vordersten Sitzreihen aus: Jean-Claude Bruhin (l.) und Christian Gartmann.
Kein Voodoo-Original, aber trotzdem ein passendes Accessoire für die Party im «Purpur».

Nur für coole Jungs

Getränkemarkt JWT+H+F wirft für Diageo mit Smirnoff Black Ice ein neues Premix-Getränk auf den Schweizer Markt und bastelt dazu Collagen.

Getränkemarkt JWT+H+F wirft für Diageo mit Smirnoff Black Ice ein neues Premix-Getränk auf den Schweizer Markt und bastelt dazu Collagen.Smirnoff Red Ice, Bacardi Breezer oder Campari Mixx sind nur einige der über 50 verschiedenen Alcopops. Und jedes Jahr kommen neue Mixdrinks auf den Markt. Kein Wunder: Seit der Einführung der Einheitssteuer auf in- und ausländische Alkoholika 1999, explodiert das Geschäft. 2000 wanderten noch 1,7 Millionen Bouteillen über den Tresen, für 2002 schätzt die Eidgenössische Alkoholverwaltung den Konsum von Alcopops gar auf 40 Millionen Flaschen. Ursprünglich sollten Ready-to-drink-Getränke – kurz RTDs – dem Biermarkt Konsumenten abjagen: Zielgruppe waren (und sind) vorwiegend junge, männliche Erwachsene. Marktforschungen haben aber ergeben, dass die Designer-drinks auf Grund ihres meist süsslichen Geschmacks hauptsächlich von Frauen und Jugendlichen konsumiert werden.
Das will der internationale Getränkekonzern Diageo nun ändern. Speziell für die Kernzielgruppe der 18- bis 25-jährigen Männer hat das Unternehmen Smirnoff Black Ice geschaffen. Es zeichnet sich durch ein schwarzes Flaschendesign und die klare Flüssigkeit aus. Diese wird eher mit dem Geschmack reinen Wodkas als einem süsslichen Mix assoziiert.
Handgeklebte Unikat-Collagen
Der neue Smirnoff-Mix, von dem sich Diageo einen Imagetransfer auf die gesamte Marke erhofft, soll nun mit einem nationalen Auftritt von JWT+Hofstetter+Fabrikant (JWT+ H+F) eingeführt werden. Entsprechend dem Produktebranding präsentieren sich auch die Kampagnen-Sujets im wahrsten Sinne des Wortes maskulin-cool: Schwarz und Blau-Grau sind die vorherrschenden Farben. Passend dazu der Claim «Cool is not cold enough». Entstanden sind die Visuals nicht am PC: Die Kreativen haben die Collagen von Hand geklebt und eingescannt.
JWT+H+F-Beraterin Manuela Zwald erklärt dazu: «Wir zielen in eine künstlerische Richtung, weg von der reinen Produktewerbung.» Mit der kühlen Umsetzung reiht sich die im Maag-Areal domizilierte Agentur in die Reihe der Werbeschaffenden, die den Spagat zwischen Werbeidee und gesetzlichen Auflagen gemeistert haben – denn auch Alcopops fallen gesetzlich unter die Rubrik Spirituosen.
Klebearbeit von JWT+H+F: Smirnoff-Anzeigen-Collage.
Simone Keller

Perception is reality

Aufgefallen Früher bestimmte das Sein das Bewusstsein. Für Kenneth Angst steht heute der Schein über dem Sein.

Kolumne Früher bestimmte das Sein das Bewusstsein. Für Kenneth Angst steht heute der Schein über dem Sein. Früher war alles eindeutiger und überschaubarer. Denn früher war man einfach, was man war. Respektive was man hatte, konnte, sagte. In altmarxistischer Diktion: Nicht der Schein, sondern das Sein bestimmte das Bewusstsein. Selbst- wie Fremdwahrnehmung wurden diktiert durch die schiere Wirklichkeit, durch nackte Facts & Figures, durch die brutale (Über)Macht des Faktischen. Es war schwierig, sich selbst und andern etwas vorzumachen, sich oder sie zu (ent)täuschen. Eben: Man war, was man war. Nicht weniger, aber leider auch nie mehr.Aus der Übersichtlichkeit haben wir uns längst verabschiedet. Legionen von Journalisten, Werbern, Fotografen, Filmern und PR-Spezialisten führen einen konzertierten Krieg gegen das Diktat der schnöden Wirklichkeit. Realität wird heute nicht mehr einfach hingenommen und abgebildet, sondern kunstvoll selektioniert, interpretiert und inszeniert. «Kommunikationsgesellschaft» bedeutet ja im Kern nichts anderes als «Emanzipation des Scheins vom Sein». Immer mehr ist respektive wird das wahr, was wahrgenommen wird. Oder neudeutsch: Perception is reality!
Mit Lug und Trug hat dieser Fortschritt wenig gemein. Dafür sorgt schon die schiere Vielfalt, Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Informationen über alles und jedes. Unter solchen Bedingungen kann nicht längerfristig manipuliert, verdrängt oder geleugnet werden. Das postmoderne Diktat Perception is reality ist denn auch überaus anspruchsvoll, bedeutet es doch nichts anderes, als dass heute alle Organisationen und deren Repräsentanten darauf angewiesen sind, dass ihnen ihr jeweiliges Umfeld glaubt und vertraut.
Dies geschieht nun aber keineswegs von selbst. Wer heute will, dass man ihm vertraut und in ihn investiert, der muss sich darum kümmern, wie er im relevanten Umfeld wahrgenommen, interpretiert und bewertet wird. Dazu muss man sich zugleich exponieren, positionieren, integrieren und engagieren.
Es gehört zu diesem kommunikativen Eiertanz, dass man dabei Hoffnungen und Sehnsüchte weckt, welche die eigenen Möglichkeiten etwas überziehen. Das ist heute aber nicht nur erlaubt, sondern wird geradezu erwartet. Schliesslich markiert die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit das entscheidende Wesensmerkmal unserer Kommunikationsgesellschaft. Niemals jedoch darf die eigene Wirklichkeit der inszenierten Fremdwahrnehmung offen widersprechen. Wer dies vergisst, stürzt unweigerlich ab, wird bestraft, entzaubert und skandalisiert. So wie früher nicht alles gut, sondern höchstens einfacher war, so ist heute zwar manches besser, aber auch alles komplizierter und riskanter.
> Kenneth Angst war in den Chefredaktionen von NZZ und Weltwoche, bevor er 2002 die Geschäftsführung von Mediapolis Zürich übernahm.
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