Swiss reisst Luftlöcher in die Printauflagen

Zeitungen Der voraussichtliche Verlust ihrer Airline-Exemplare erwischt die Verlage vor der Beglaubigung auf dem falschen Fuss.

Zeitungen Der voraussichtliche Verlust ihrer Airline-Exemplare erwischt die Verlage vor der Beglaubigung auf dem falschen Fuss.«Die Ständer an den Gates, wo sich alle Swiss-Passagiere, insbesondere aber jene der Economy-Class (rund 80 Prozent der Passagiere) bedienen durften, werden spätestens Mitte Jahr verschwinden.» Was dieser Satz aus dem vorsorglichen Kündigungsschreiben des Customer Ground Service (CGS) an die betroffenen Schweizer Verlage bedeutet, fasst Wemf-Beglaubigungsexpertin Christel Plöger trocken mit «vierstelligen Einbussen» zusammen. Auf den demnächst fälligen Wemf-Bögen firmiert dieser – schon beim Übergang von Swissair zu Swiss substanziell gefallene – Auflagenanteil unter der Sammelrubrik «Mehrverkauf zu Spezialpreisen». Welcher Titel wie stark vom überraschenden Swiss-Entscheid betroffen ist, darüber kann selbst die Wemf nur mutmassen.Weiter geschrumpft wäre das Sortiment gemäss CGS-Manager Rolf Kohler beim Flugplanwechsel Ende März allerdings sowieso: Wöchentlich 100 Flüge weniger ab Zürich, Bern, Basel und Genf hätte die Bestellungen bei den Verlagen ohnehin um 20 bis 30 Prozent einbrechen lassen. Nun gehts indessen gleich um alles oder nichts. So jedenfalls interpretiert die ungehaltene Weltwoche-Verlagsleiterin den CGS-Brief. «Auf Grund unserer positiven Auflagenentwicklung können wir es uns leisten, den gesamten Swiss-Posten bereits rückwirkend auf 2002 zu streichen», erklärt Uli Rubner auf Anfrage der Werbewoche.
Vor einem so radikalen Schnitt schreckt ihr NZZ-Kollege Tobias Trevisan (noch) zurück. Begründung: «Auflagezahlen spiegeln ein Marktgeschehen, und das ist nun mal dynamisch.» Wie viele der jeweils rund 4000 Werk- und Sonntagsausgaben der NZZ, welche die Swiss heute noch täglich in Umlauf bringt, der Wemf nicht mehr angegeben werden, sei derzeit «Gegenstand interner Gespräche». Da Airline-Exemplare jedoch «nur grosszügig verteilt statt wirklich gelesen» würden, schmerze ihn der angesichts 700 weiterer Swiss-Entlassungen «durchaus verständliche Bescheid» nicht nachhaltig.
Economy-Opfer Tagi und Blick
Weit weniger entspannt reagieren die beiden anderen Zürcher Grossverlage – kein Wunder, sind ihre Titel doch deutlich «Economy»-orientierter als die NZZ. Während beim Tages-Anzeiger dazu nicht mehr als ein beredtes «No comment» verlautet, zeigt sich SoBli- und Blick-Mann Bruno Blaser gelinde gesagt «not amused». Er spricht von einem «grundfalschen Signal» und beziffert die voraussichtlichen Ringier-Verluste auf «einige tausend Exemplare pro Titel». Tatsächlich dürfte der zu erwartende Rückgang – noch hat sich die Swiss ja ein Hintertürchen offen gelassen – bei den Boulevardblättern im tiefen fünfstelligen Bereich liegen. Da liegt es nahe, die Fühler in Richtung Lufthansa, Air France und andere gut situierte Schweizflieger auszustrecken. Was Blaser in weiser Voraussicht schon vor geraumer Zeit getan haben soll.
Oliver Classen

Umsatzrückgang für Clear Channel Plakanda

Die Schweizer Aussenwerbefirma Clear Channel Plakanda (CCP) erzielte 2002 einen Nettoumsatz von 93 Millionen Franken. Dies ist ein Rückgang um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Schweizer Aussenwerbefirma Clear Channel Plakanda (CCP) erzielte 2002 einen Nettoumsatz von 93 Millionen Franken. Dies ist ein Rückgang um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.Damit schnitt CCP besser ab als die Konkurrenz: Der inländische Erlös des Branchenleaders Affichage/APG sank 2002 um 7,5 Prozent. Allerdings weist Media Focus demgegenüber einen Anstieg der Bruttowerbeausgaben für Plakate um 4,8 Prozent aus. Gemäss CCP-CEO Beat Roeschlin konnte in den Segmenten Strassenstellen, POS und Flughafen das Vorjahresresultat gehalten werden.

Züri Plus will «ZüriStar»

Das neue Zürcher Lokal-TV Züri Plus springt auf den Talentshow-Zug auf. Am 6. April wird die erste Folge von «ZüriStar» ausgestrahlt.

Das neue Zürcher Lokal-TV Züri Plus springt auf den Talentshow-Zug auf. Am 6. April wird die erste Folge von «ZüriStar» ausgestrahlt.In der ersten Runde werden je sechs Musikclips gezeigt, die Züri Plus zuvor an Castings mit Nachwuchssängerinnen und -sängern realisiert hat. 24 Wochen lang bestimmt das Publikum je zwei Sieger, die in die nächste Runde gelangen und zudem einen gemeinsamen Song aufnehmen, der Weihnachten auf den Markt kommen soll. Erst das Finale am 29. Februar 2004 ist als Liveshow geplant.

Ramponiertes Selbstwertgefühl pflegen

Lifestyle Mitten in der Krise versucht ein neues Magazin aus Wallach AG das Selbstwertgefühl von Herrn und Frau Schweizer zu stärken – mit einer Rückbesinnung auf das Schöne und Intakte in unserem Land.

Lifestyle Mitten in der Krise versucht ein neues Magazin aus Wallach AG das Selbstwertgefühl von Herrn und Frau Schweizer zu stärken – mit einer Rückbesinnung auf das Schöne und Intakte in unserem Land.«Best of Switzerland», so der sinnige Titel des Heftes, das viermal jährlich erscheinen soll, wird von der Firma «Fullsize Neue Medien» herausgegeben. Der Zwei-Personen-Betrieb besteht aus den Inhabern André und Monika Schudel. Das Hochglanzmagazin versteht sich als Lifestyle-Titel «auf gehobenem Niveau», mit betuchter Leserschaft im Visier. So ist das in einer Auflage von 20000 Exemplaren gedruckte Heft in Vier- und Fünfsternhotels, als Beigabe in lu-xuriösen Neuwagen, in ausgesuchten Läden und Clubs, sowie an 600 Kiosken (12 Franken) zu finden.Beliebige Lebenshilfe für Millionäre: Best of Switzerland.

Stallmeister des Trojanischen Pferdes

Christoph Bürge ist seit Januar Client Service Director und Geschäftsleitungsmitglied bei Jung von Matt/Limmat.

Christoph Bürge ist seit Januar Client Service Director und Geschäftsleitungsmitglied bei Jung von Matt/Limmat.Christoph Bürge liebt Schnee. In den vergangenen Wintermonaten konnte sich der Ski- und Snowboardfreak jedoch selten Zeit frei- schaufeln, um in die Berge zu fahren. Absolute Priorität hat für ihn seit Anfang Januar Jung von Matt/Limmat. Hier wirkt Bürge als Client Service Director und Geschäftsleitungsmitglied. Seine Begeisterung über den Einzug in die Agentur ist sicher mindestens so gross wie seine Freude an frisch verschneiten Pisten: «Die hiesige Philosophie von Werbung, symbolisiert durch ein Trojanisches Pferd mit explosivem Inhalt, überzeugt mich», erklärt der ehemalige Exxtra-Beratungsleiter. Er ist ganz sicher, «dass bei der heutigen Reizüberflutung Kommunikation nur auffallen kann, wenn sie überraschend daherkommt». Folglich sieht der 36-Jährige im «Guerilla-Einsatz» – einer unkonventionellen, listigen und gleichzeitig lustvollen Art zu werben – je länger, je mehr eine ideale Begleitmassnahme, um Kampagnen zum Leben zu erwecken.Als Grund für den Abgang bei Exxtra nennt Bürge das Bedürfnis nach einer neuen Herausforderung. «Nach der Pionierarbeit, für einen einzigen Brand eine Werbeunit aufzubauen, reizt mich nun die Präzisionsarbeit, einer gestandenen Agentur mit vielfältigem Markenportfolio zum Erfolg zu verhelfen», erklärt Bürge. Bei JvM könne er sein Flair für integrierte Kommunikation und für Kreativität voll ausleben. Mitarbeitern und Kunden will Bürge dabei ein Ansprechpartner sein, der wirkungsvolle Ideen erkennt und im Markt umsetzt.
Zürich war fast immer Dreh- und Angelpunkt in Christoph Bürges Leben. Im Stadtkreis Hottingen, wo sich Jung von Matt vor rund einem Jahr angesiedelt hat, besuchte er die Handelsmittelschule. In die Werbung wollte er, um Alltagsroutine im Beruf zu vermeiden. So liess sich der heutige Werbeleiter am Sawi zum Fachmann ausbilden. Lehr- und Wanderjahre verbrachte er bei Grendene+Lanz, Metzger Blatter Partner und bei Lintas.
Was es bedeutet, sich in einem neuen Markt zu behaupten, erlebte Bürge später als Account Director beim Aufbau von Ammirati Puris Lintas in Shanghai. In der aufstrebenden chinesischen Metropole wurde er mit der Einführung europäischer Marken wie beispielsweise Aspirin betraut, was dazu führte, dass er unter anderem die Funktion einer Brausetablette kommunizieren musste. Die Erfahrung, sich im Dschungel einer fremden Kultur einen Weg bahnen zu müssen, hat ihn geprägt. Nebst Inspiration und Alltagschinesisch brachte Bürge vor allem die Arbeitseinstellung «Alles ist möglich» mit nach Hause. Darauf hat er später nicht nur bei Advico Young & Rubicam und Exxtra vertraut, sondern auch heute bei JvM.
Budgetlöcher haben sich an der Wolfbachstrasse noch nicht aufgetan: «Die Stimmung im Haus ist gut, wir haben viel zu tun, und die ADC- und AME-Auszeichnungen der letzten Wochen bestätigen unser kreatives Schaffen», erklärt der Client Service Director. Nun will er der Agentur zu einem primär qualitativen, aber auch quantitativen Wachstum verhelfen. «Und selbst wenn die nächsten Abenteuer nicht im Schnee stattfinden, sie werden sicher nicht auf sich warten lassen», lacht Bürge.
Sucht gerne das Abenteuer, sowohl im Privaten als auch im Beruf: Christoph Bürge, Client Service Director von Jung von Matt/Limmat.
Carole Koch

Tamedia enthüllt die ersten Express-Seiten

Das Zürcher Medienhaus Tamedia hat den Schleier über seiner geplanten Pendlerzeitung gelüftet.

Das Zürcher Medienhaus Tamedia hat den Schleier über seiner geplanten Pendlerzeitung gelüftet.Auf der Website des Zürich Express, der sich am 24. März in den Express verwandelt, stehen eine zehnseitige Präsentation und eine Anzeigendokumentation zum Download bereit. Gezeigt werden die Frontseite einer Nullnummer sowie zwei Newsdoppelseiten mit Blindtext. Der direkte Link zur Dokumentation: www.express.ch/nwo1.html

Bakom und Tele 24 versöhnen sich

Der Streit zwischen dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) und Tele 24 um die Buchhaltungsunterlagen des eingestellten Senders ist beigelegt.

Der Streit zwischen dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) und Tele 24 um die Buchhaltungsunterlagen des eingestellten Senders ist beigelegt.Das Bakom hatte Dokumente beschlagnahmen lassen, um Unregelmässigkeiten bei der Deklaration der Werbeeinnahmen abzuklären. Ex-Senderchef Roger Schawinski liess darauf die Unterlagen versiegeln und legte Beschwerde beim Bundesgericht ein. Nun haben die Parteien sich geeinigt, wie Tele-24-Anwalt Armin Zucker Presseberichte bestätigte. Die Versiegelung wurde aufgehoben, das Bakom darf die Dokumente fünf Wochen lang studieren. Tele 24 zieht seine Beschwerde zurück.

Wen(n) die Erde ruft

Aufgefallen Gravitationstheorie in Ehren, aber in die Jahre gekommene Körper sind nicht die besten Beispiele für die Veranschaulichung der Erdanziehungskraft.

Print Gravitationstheorie in Ehren, aber in die Jahre gekommene Körper sind nicht die besten Beispiele für die Veranschaulichung der Erdanziehungskraft.Schön, wenn «Herr und Frau Senior mit Lebenslust» Freude am eigenen Body haben, aber müssen wir wirklich jetzt schon sehen, was auf uns zukommt? Auf der anderen Seite gibts wohl keinen besseren Grund, um sich umgehend beim Fitness-Aerobic-Jane-Fonda-Stretching-Programm anzumelden. Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät, sich ein Stück der ewigen Jugend zu retten. Warum in aller Welt diese Aufregung? Weil diese Fotoserie den Auftakt des aktuellen szenigen Lifestyle-Magazins Massiv macht. Einer Publikation, die unter dem Motto «The Swiss Inspiration: Lifestyle Tank» Fashion und Design propagiert. Zielgruppe: Straffe Körper aller Farben und Geschlechter. Unklar ist Sinn und Zweck dieser Schwarzweiss-Fotoserie, die wohl mehr verblüfft als fasziniert. Und ich kann nur wiederholen: Erotik hat nichts mit Nacktheit zu tun, genauso wenig wie Erdanziehungskraft mit Seniorenlust. (ck)

Zuerst kommt noch das Strampelhöschen

Shoppingcenter Langsam wird es zur Mode, Werbung für Mode immer mehr ohne Mode zu gestalten.

Shoppingcenter Langsam wird es zur Mode, Werbung für Mode immer mehr ohne Mode zu gestalten.Mit einem Hometrainer auf dem F12-Plakat anstelle schicker Klamotten wirbt das Einkaufszentrum Shoppi&Tivoli für die neue Frühlingsmode. «Vielleicht ist es nötig, noch schnell auf den Frühling hin den Winterspeck abzutrainieren», meint dazu Ruedi Wyler.Trendy Hometrainer by Wyler.

Event-Theater und ein Theater-Event

Was Beratern und Kreativen, Marketingspezialisten, Fotografen, Mediafachleuten, Werbeauftraggebern oder Journalisten recht ist, ist Ausstellungsgestaltern und Event-machern mehr als nur billig.

Was Beratern und Kreativen, Marketingspezialisten, Fotografen, Mediafachleuten, Werbeauftraggebern oder Journalisten recht ist, ist Ausstellungsgestaltern und Event-machern mehr als nur billig.Auch sie haben ihre eigene Nabelschau, genannt Xaver-Award. Zum zweiten Mal wurden vergangene Woche diese Auszeichnungen für Expo- und Event-Marketing vergeben. Die dafür verantwortlichen Veranstalter vom Verband der Swiss Expo and Event Makers wählten als Location die «Deep»-Musical-Hall auf dem Maag-Areal und gaben sich keine Blösse. Offenbar hatte man aus den (wenigen) Pannen an der Kick-Off-Veranstaltung 2002 gelernt.Es gab kein Gedränge im Eingangsbereich (wo man sich letztes Jahr in sehr viel Geduld üben musste, weil Popkonzert-ähnliche Verhältnisse herrschten). Essen kriegte man gleich von Beginn weg, und Platz war für alle Besucherinnen und Besucher genügend vorhanden. Einzig der Start des Verleihungs-Showblocks verzögerte sich etwas, dafür wurde dieser von Vox-Moderatorin Andrea Kempten umso souveräner abgewickelt. Ein einziger Kritikpunkt bleibt dennoch anzubringen: Das Verleihprozedere zog sich dann doch noch in die Länge.
Allerdings bereitete diese temporale Ausdehnung null problemo, denn stärken konnte man sich gleich nach der eineinhalbstündigen Trockenpause mit herumgereichten Häppchen und an diversen Bars. Dafür hat Christian «Bossi» Bosshard, Lord of the Bars am Xaver-Event, gleich internationale Prominenz einfliegen lassen. Hinter dem an prominentester Stelle platzierten Tresen stand mit Thomas Costal kein Geringerer als der österreichische und europäische Bartender-Meister. Seine geschickten Kompositionen von süssen Fruchtsäften in Verbindung mit hochprozentigen Beigaben sorgten für hellste Begeisterung und hätten eigentlich einen Extra-Xaver verdient.
Vergeben werden die Preise jeweils in den zwei Hauptkategorien Messebau und Event mit je drei Unterkategorien, wovon löblicherweise eine den Budgets unter 75000 Franken vorbehalten ist. Wodurch auch kleinere Projekte eine faire Chance auf einen Gewinn haben. Dass aus den 46 Einreichungen 20 für einen Preis nominiert wurden, mag dem einen oder anderen Teilnehmer der Fete als gar viel erscheinen – doch geht diese scheinbare Inflation möglicher Preisträger durchaus in Ordnung, wenn man bedenkt, dass der Xaver-Award erst zum zweiten Mal stattfand. Zukünftig würde es dem Renommee des Preises sicher nicht abträglich sein, hier die Latte etwas höher zu legen. Zu sehen sind die Preisträger übrigens allesamt unter www.xaver award.ch.
Nicht mit Event-Theater, sondern mit einem Theater-Event überraschte vergangene Woche die Werbeagentur FCB Leutenegger Krüll (FCBLK) ihre Gäste. Ort des Geschehens war das Theater Neumarkt – übrigens ein Kunde von FCBLK. Grund zur Feier war das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft von Peter Leutenegger und Mike Krüll. Gestartet sind die beiden Kreativen vor einer Dekade noch unter dem Namen Werbeagentur Dubach, bevor das Unternehmen mit Eintritt in ein internationales Netzwerk als Bozell Leutenegger Krüll firmierte.
Zum heutigen Namen kam die Agentur, nachdem Ende 1999 die Werbeholding True North die Zusammenlegung ihrer Netze Bozell und FCB beschloss. Der ehemalige Kommunikationskonzern machte dannzumal sogar noch ein Übernahmeangebot für die Kommunikationsholding Cordiant, wurde allerdings innert Jahresfrist selbst vom Konkurrenten IPG geschluckt. Und FCB heisst übrigens Foote Cone Belding – auch wenn die Geschäftsleitung schon öfters darauf angesprochen wurde, ob der Fussballclub Basel jetzt eine eigene Agentur gekauft habe, wie Medialeiter Christoph Meier schmunzelnd zu berichten wusste. Was angesichts der derzeitigen Tabellenlage in der laufenden Meisterschaft und der Champions-League-Teilnahme gar kein schlechtes Investment gewesen wäre.
Die historischen Räume des Altstadthauses schräg vis-à-vis der «Kantorei», welche auch der ehrwürdigen Zunft Hottingen als Ess- und Zechstuben dienen, füllten sich rasch. Und für einmal war es ein Vorteil, dass der Kunde ständig Theater macht. Nach dem Apéro riche wurde das Stück «Stabat Mater/Unscheinbare Veränderung» unter der Regie von Theaterdirektor Otto Kukla, mit Ko-Direktorin Crescentia Dünsser auf der Bühne, gezeigt. Obwohl nicht ganz leichte Kost, vermochte die Aufführung zu begeistern – was sich am Applaus der Gäste messen liess.
Dabei handelte es sich nicht etwa um ein Theaterstück im klassischen Sinne (was im Neumarkt ja auch nicht zwingend erwartet wird – dafür soll zuverlässigen Quellen gemäss die Pfauenbühne zuständig sein). Das Spiel der Akteure, Videoprojektion und Livemusik verschmolzen ineinander, ohne einfach in eine multimediale Bühnenshow zu münden. Vielmehr sah man eine Art lakonisches, in sich geschlossenes Kammerspiel. Am treffendsten wäre der Ausdruck belebte Installation mit echter Handlung.
Um nochmals der leichteren Kost zu frönen, gabs die anschliessende «Absackete» an der Theaterbar. Man konnte sich nochmals richtig schön im Gedränge tummeln, da die Gäste von FCBLK partout nicht sofort nach Hause gehen wollten.
Masters of the Bardesk: Mixer Tommie Svensson, Barchef Bossi und Bartender-Europameister Thomas Costal (v. l.) aus Österreich.
Achtung, Powerfrauenaction: Kimberly Leemann, Josy Fernando und Annette Weisskopf (v. l.) von der Eventagentur Action Agency.
«Öffentlich-rechtlich» friedlich vereint: Bettina Bussey (l.) von Popfilm mit Jürg T. Käser und Astrid von Reding vom TPC.
In Basel den Geschäftssitz an der Zürcherstrasse: Agenturinhaber Jan Tanner, Tanner Communications, mit Katrin Glitsch.
Früher in den Flumserbergen angetroffen: Susanna Sieber Gerber und Ex-Hotelier Beat Gerber, heute bei Roth Events.
Preisgewinn bei Business-Events: Anita Villiger, Catapult, Tarzis Bono und Silvan Wyser (r.), Kommunikationsleiter Swisscom IT.
Von FAF, Freestyle.ch-Organisator: Erwin Flury (l.) und Celine Korzepa mit Sebastian Walz von Rufener Events.
Kamen fast schon privat an den Anlass: Conny und Cinecom-Marketingleiter Jean-Claude Bruhin.
Der Charmeur in seinem Element: Sacha Goldstein von All Access mit den Promoterinnen Virna (l.) und Carol.
Verstehen sich ausgezeichnet: Euro-RSCG-CEO Frank Bodin (l.) und TV-Werbeonkel Claudio Zuccolini.
Feierten die Xaver-Party in der Palmenecke: Sängerin «Roaring» Eve Gallagher mit Andreas Lehner, Action Agency.
Gewannen Xaver dank Al Capone: Sibylle Prestel und Joko Vogel von Vogel Szenemarketing, Erfinder der Zürcher Mafia-Partys.
Halten es schon zehn Jahre zusammen aus: CEO Peter Leutenegger (r.) und CD Mike Krüll, FCB Leutenegger Krüll.
Ist schon halb auf dem Sprung in ihr Sabbatical: Barbara Kohler, Marketingleiterin Publisuisse, mit Architekt Daniel Racine.
Verlustierten sich nach der Aufführung auf der grossen Neumarkt-Treppe: Nadia Salazar (l.) und Sonja Gross.
SW-Pressemann Piero Schäfer (l.) und SW-Geschäftsführerin Monika Luck mit FCBLK-Medialeiter Christoph Meier.
Print im Theater: Bruno Blaser, SonntagsBlick, Daniel Strobel, Publimedia, und Hansjürg Klöti, Tamedia (v. l.).
Kurt Schärer, FCBLK-Verwaltungsrat und ehemaliger BSW-Geschäftsführer, mit Ehefrau Susanna und Helen Gysi (l.) von FCBLK.
Genossen den ausgedehnten Apéro riche gemeinsam: Sibylle Nerz (l.) von Beiersdorf und Kathrin Leder, FCBLK.
Europay-Werbeleiter Dave Jäger kam mit Freundin Simone Schäfer, cR DDB Basel, ins Theater in der Zürcher Altstadt.
Überzeugte die Werbe-Gäste mit ihrer Darbietung: Neumarkt-Direktorin Crescentia Dünsser.
Nicht gerade eine Ausgeburt an Schönheit, aber trotzdem ein prestigeträchtiger Award: Xaver-Glitzerkugel.
Beat Fritschunter Beobachtung. Die zwei schönen Augen links und rechts konnte man am Xaver’02 bewundern, der Award-Veranstaltung der Messe- und Eventbranche. Theater gabs mit der Agentur FCB Leutenegger Krüll. Zur Feier der zehnjährigen Partnerschaft der beiden Inhaber wurde neben einem gepflegten Apéro zudem noch anspruchsvolle Kultur
vorgesetzt. Wo sich die Kommunikations-, Media- oder Verlagsbranche zu ihren Events trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und gelegentlich auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

Edelweibliche Seiten

Frauenmagazine Mit leichtem Augenzwinkern wirbt Alex Schmid für Edelweiss.

Frauenmagazine Mit leichtem Augenzwinkern wirbt Alex Schmid für Edelweiss.Zu den Themen Beziehung, Lifestyle und Karriere schuf die Zolliker Werbeagentur Alex Schmid Print- und Plakatmotive. «Urban lebende, 25- bis 40-jährige Frauen mit hohem Einkommen und guter Bildung», so Edelweiss-Verlagsleiterin Daniela Bahnmüller, seien die Zielgruppe der Kampagne, die auch Kino- und TV-Spots einschliesst. Das am 26. Februar erstmals in einer Auflage von 60000 Exemplaren erschienene Magazin befindet sich in garstigem Umfeld: Deutschschweizer Frauen- und Modeblätter haben im Januar gerade mal 155 Inserateseiten akquiriert – 134 weniger als im Vorjahr. (sk)

Wie sag ich es meinem Werber?

Service Wer CD sagt, muss nicht immer Musik meinen. Es könnte auch ein Werber sein. Creative Director heisst dann dieser werberische Begriff.

Service Wer CD sagt, muss nicht immer Musik meinen. Es könnte auch ein Werber sein. Creative Director heisst dann dieser werberische Begriff.Und was bitte ist ein Claim? Für die Freunde von Scholz & Friends ist dieses den Werbern eigene Idiom jetzt Grund zu einem neuen Wörterbuch gewesen. «Werbisch» steht als Titel auf dem witzigen Nachschlagewerk für Kunden und Laien, mit dem sich die Werber selber ein bisschen auf die Schippe nehmen.
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