AdRating

Peugeot

PeugeotKaum ist der Salon de l’automobile vor-über, wagt sich Peugeot mit einer neuen Kampagne ins Ad-Rating und weckt Erinnerungen an den Mai 68. Auch auf www.werbewoche.ch/adrating?Aloe-Vera-Jogurt
Lessons learned, liebe Sennen aus Luzern? Überlasst ihr das Werben den Profis, gibts auch keine Schelte mehr im Ad-Rating.
Top 24,97%
Flop 76,03%

Top Three of Print Advertising

Die Sieger innerhalb aller vier ZielgruppenGold 64% WWF Born to be wild (WWF Schweiz)Silber 58% Helvetic Tours Kinder (Advico Young & Rubicam) Bronze 57% British Airways Ocean of work (Publicis)

Die Sieger innerhalb aller vier ZielgruppenGold 64% WWF Born to be wild (WWF Schweiz)
Silber 58% Helvetic Tours Kinder (Advico Young & Rubicam)
Bronze 57% British Airways Ocean of work (Publicis)

Axel Springer kooperiert mit ProSiebenSat 1

Crossmedia Der Axel Springer Verlag (ASV) und SevenOne Media, der Vermarkter der ProSiebenSat-1-Gruppe, haben eine Kooperation beschlossen.

Crossmedia Der Axel Springer Verlag (ASV) und SevenOne Media, der Vermarkter der ProSiebenSat-1-Gruppe, haben eine Kooperation beschlossen.Sie wollen Werbekunden künftig integrierte Kommunikationskonzepte aus einer Hand anbieten. Zur Verfügung stehen sämtliche Zeitungen und Zeitschriften von ASV und die TV-Sender Sat 1, Pro 7, Kabel 1 und N 24 sowie die Online- und Mobileangebote der beiden Medienkonzerne. In der Schweiz sei eine ähnliche Zusammenarbeit nicht geplant, sagte Christian Gartmann, Managing Director SevenOne Media Schweiz.

Mehr zu tun für die Lauterkeitskommission

Bei der Lauterkeitskommission sind im vergangenen Jahr 265 Beschwerden (einschliesslich Vorverfahren) eingegangen.

Bei der Lauterkeitskommission sind im vergangenen Jahr 265 Beschwerden (einschliesslich Vorverfahren) eingegangen.2001 waren es noch 196 Beschwerden gewesen. Nach wie vor beschäftigt die Kommission vor allem die Direktwerbung. Ihr Anteil ist allerdings von 59,4 Prozent auf 49,8 Prozent gesunken. Am meisten bemängelt wurden Gewinnspiele (20,2 Prozent) und irreführende Werbung (16,6 Prozent). Um Sexismus ging es in 6,9 Prozent der Fälle. Der Jahresbericht über die Tätigkeit der Lauterkeitskommission kann als PDF-Dokument von der Website www.lauterkeit.ch geladen werden.

Bioforce pflanzt ein neues Branddesign

Der Heilmittelkonzern Bioforce AG aus Roggwil TG hat die Nürnberger Werbeagentur Ideenhaus mit seinem siebenstelligen Werbebudget betraut.

Der Heilmittelkonzern Bioforce AG aus Roggwil TG hat die Nürnberger Werbeagentur Ideenhaus mit seinem siebenstelligen Werbebudget betraut.Das von dem Schweizer Naturarzt A. Vogel gegründete Unternehmen produziert und vertreibt pflanzliche und homöopathische Heilmittel und ist in über 30 Ländern weltweit tätig. Als Erstes überarbeitet Ideenhaus das Brand Design. Auch die Verpackung wird optimiert. Darüber hinaus entwickelt die Agentur die Kommunikationsstrategie für die Kernmärkte Europa, Nordamerika, Südafrika und Australien. Die Werbemassnahmen von Ideenhaus werden auch in der Schweiz zu sehen sein. Gemäss Sprecherin Birgit Heinhöfer hat Bioforce den Etat auf Grund einer «Empfehlung» vergeben.

Best of Northeast

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»Gold (155) American Express Gratis (McCann-Erickson, Zürich)Silber (150) Facts Fussgänger (Euro RSCG Switzerland)Bronze (145) NZZ Folio Kama Sutra (Ruf Lanz)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»Gold (155) American Express Gratis (McCann-Erickson, Zürich)
Silber (150) Facts Fussgänger (Euro RSCG Switzerland)
Bronze (145) NZZ Folio Kama Sutra (Ruf Lanz)

Schwieriger Februar für Zeitungen

Inserate Die Tageszeitungen haben im Februar 14,6 Prozent Anzeigen eingebüsst, meldet die VSW-Statistik

Inserate Die Tageszeitungen haben im Februar 14,6 Prozent Anzeigen eingebüsst, meldet die VSW-Statistik. Im Abwärtstrend waren erneut Stelleninserate, die gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres 31,6 Prozent verloren. Nicht viel besser erging es den Zeitschriften (–9,1 %), wobei Finanz- und Wirtschaftsblätter (–28,1 %) sowie Frauen- und Modetitel (–17 %) besonders stark litten.

Diesel for Nature

Automobilbranche Peugeot (Suisse) SA und ihre Hausagentur Euro RSCG Switzerland führen die neue, mit FAP ausgestattete Dieselgeneration mit überraschenden Inseraten ein.

Automobilbranche Peugeot (Suisse) SA und ihre Hausagentur Euro RSCG Switzerland führen die neue, mit FAP ausgestattete Dieselgeneration mit überraschenden Inseraten ein. Der am Auspuff schnüffelnde Verkehrsminister Leuenberger und «seine» Waschbären, die für die Energieetikette für Personenwagen werben (s.S.12), beweisen es: Kampagnen zur Bekämpfung der Verkehrsimmissionen sind nach wie vor ein Thema. Davon ist auch der französische Autohersteller PSA Peugeot Citroën überzeugt. Deshalb fokussiert der Konzern in der diesjährigen Kommunikation auf seine neue Dieselgeneration – ausgestattet mit HDI-FAP-Technik. Hinter diesem Technologiekauderwelsch verbirgt sich ein Motor mit Hochdruck-Direkteinspritzung (High Pressure Injection) mit einem von Peugeot entwickelten speziellen Russpartikelfilter (Filtre à particules). Ohne einen solchen Filter produziert ein Dieselfahrzeug auf 80000 Kilometern satte 3 Kilogramm Russ, mit FAP nicht mal 100 Gramm. Was in etwa einer Reduktion um 95 Prozent entspricht. Dieses freiwillige Umweltengagement soll nun in verschiedenen Ländern kommuniziert werden. In der Schweiz besorgte Euro RSCG – entgegen dem Trend in der Autowerbung – einen eigenständigen Auftritt. Die strategische Grundidee basiere auf dem Gedanken «Hightech für die Natur», wie Euro-CEO Frank Bodin erklärt. Um zu zeigen, dass «auch Diesel die Umwelt schonen können» – wie der Claim verspricht –, haben sich die Euro-RSCG-Kreativen für die Umsetzung von der Aktualität inspirieren lassen: Ein Diesel-Peugeot-Modell ist das Herzstück einer inszenierten Demonstration in der Zürcher Innenstadt. Während die Menschen weltweit gegen den drohenden Krieg protestieren, fordern die fröhlichen «Umweltaktivisten» in piekfeiner Garderobe neben der Reduktion von Abgaswerten «eine Chance für saubere Diesel».
Nicht gerade ein gewohntes Bild. Umweltschützer kämen schliesslich nicht nur aus der «Hardcore-Greenpeace-Ecke», zerschlägt Bodin das gängige Klischeebild der Kupfer-Wolle-Bast-Grünen. Trotzdem verpasst das Team genau dieser Ecke einen sanften, aber perfekt sitzenden Seitenhieb: Auf einem der drei Inseratesujets haben sich Demonstranten in rebellischer Pose an Dieselfahrzeuge gekettet, die nicht mit einem entsprechenden Filter ausgestattet sind.
Umweltdemo für ein Auto: Euro RSCG setzt die neue Peugeot-Dieselgeneration in Szene.
Automobilbranche Peugeot und Euro RSCG Switzerland nehmen zur Einführung der neuen, mit FAP ausgestatteten Dieselgeneration militante Umweltschützer aufs Korn. >> S. 9
PSA Peugeot CitroënWährend die Peugeot-Verkaufszahlen in der Schweiz 2002 um 1,7 Prozent zurückfielen, erreichte die zweite PSA-Marke Rekordwerte: Die Zahl der immatrikulierten Citroën-Autos stieg um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Dieses Ergebnis ist hauptsächlich auf die Preisstrategie zurückzuführen, die der Konzern für Citroën fährt. Der PSA-Zweig wird hier zu Lande ebenfalls von Euro RSCG betreut, allerdings von der Genfer Filiale. Im Gegensatz zu Peugeot werden dort hauptsächlich internationale Kampagnen adaptiert. (sk)
Simone Keller

Diese Runde geht an Luzern

Pendlerzeitungen Die Neue Luzerner Zeitung tut sich mit den beiden führenden Gratisanzeigern der Zentralschweiz zusammen – und verteidigt damit ihren Leser- und Inserentenmarkt kurz vor dem Start des Express.

Pendlerzeitungen Die Neue Luzerner Zeitung tut sich mit den beiden führenden Gratisanzeigern der Zentralschweiz zusammen – und verteidigt damit ihren Leser- und Inserentenmarkt kurz vor dem Start des Express.Brenzlig ist die Situation nicht erst jetzt. Schon lange stehen die Pendlerzeitungen in der Zentralschweiz in den Startlöchern – doch Gegenmassnahmen der eingesessenen Printmedien blieben bisher aus. Das war schon so, als 20 Minuten vor dreieinhalb Jahren startete und gleichzeitig mit ihm auch das zum ZürichExpress umgewandelte Tagblatt der Stadt Zürich sein Distributionsgebiet kurzzeitig bis Zug und Steinhausen ausgedehnt hatte. Der Platzhirsch im Zentralschweizer Zeitungsmarkt, die Neue Luzerner Zeitung (NLZ), verzichtete damals ebenso auf eine Reaktion wie die beiden grössten Gratiszeitungen der Region, der Anzeiger Luzern und die Luzerner Woche. Genauso wenig aus der Ruhe zu bringen vermochte das ständige Liebäugeln von 20 Minuten mit dem Luzerner Markt. Erst jetzt, da Tamedia mit dem Express erneut vor der Tür steht, dieses Mal aber mit allen Raffinessen einer Pendlerzeitung ausgestattet, fühlen sich die Zentralschweizer zum Handeln gedrängt.
In den vergangenen Monaten hat die NLZ gleich zwei Szenarien vorbereitet. «Entweder wir lancieren eine eigene Gratiszeitung, für die wir ein fixfertiges Konzept in der Schublade haben. Oder wir tun uns mit jemandem zusammen, der bereits Gratiszeitungen hat», erklärt Erwin Bachmann, VR-Delegierter der NLZ. Entschieden hat er sich für den zweiten Weg. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung übernahmen die LZ Medien, die Mutterfirma der NLZ, einen 30-Prozent-Anteil der Anzeiger Luzern AG. Letztere hat mit ihren beiden Blättern Anzeiger Luzern und Luzerner Woche bei den Gratisanzeigern der Innerschweiz eine ähnlich marktbeherrschende Stellung inne wie die NLZ im Bereich Kaufzeitung.
Geld für den Bollwerkbau
Mit der Beteiligung erhöht die Anzeiger Luzern AG ihr Aktienkapital von aktuell 250000 auf neu 500000 Franken. Doch was man genau mit dem Geld vorhabe, sei noch nicht spruchreif. «Wir haben eben erst den Vertrag unterzeichnet. Die Gespräche darüber, was wir ändern wollen, beginnen erst jetzt», sagt Bachmann. Etwas deutlicher wird Walter Liniger, VR-Präsident der UD Print AG, zu der die Anzeiger Luzern AG gehört. «Es geht uns vor allem darum, den Markteintritt neuer Konkurrenten zu erschweren. Mit der Kapitalerhöhung erhält der Anzeiger Luzern dazu den nötigen Spielraum.»
Klar ist: Angesichts der vordringenden Pendlerzeitungen ist die Partnerschaft vor allem für die NLZ von vitalem Interesse. Erst recht in der angespannten Wirtschaftslage könnten sich bisherige Käufer und Abonnenten künftig zweimal überlegen, ob der Gratislesestoff nicht genügt. Was dies für die Entwicklung der NLZ bedeuten könnte, haben die markanten Auflageneinbrüche des Tages-Anzeigers drastisch vorgeführt. Daher verwundert es nicht, dass vor allem die NLZ auf die Partnerschaft gedrängt hatte, wie Liniger bestätigt.
NLZ-Chef Bachmann nennt indessen nicht nur von Pendlerzeitungen ausgehende Gefahren. «Ganz generell tauchen in unserem Einzugsgebiet immer wieder neue Gratiszeitungen auf, die Werbemarktanteile absorbieren.» Ein weiterer Grund: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es ein Gebot der Stunde, den KMU neben der NLZ auch günstigeren Inserateraum zur Verfügung zu stellen. «Dafür eignet sich ein Gratisanzeiger ideal», erklärt Bachmann.
Enger Markt für Pendlerblatt
Einer eigenen werktäglichen Pendlerzeitung stellt sich indessen die geringe Grösse des Zentralschweizer Marktes in den Weg. Der Geschäftsleiter der Anzeiger Luzern AG, Peter Wüthrich, schätzt die Zahl der Pendler im Raum Luzern lediglich auf 6000 bis 7000 Personen. «Das reicht nicht. Im Moment hätten wir sogar Mühe, unsere beiden Titel auf drei Ausgaben pro Woche auszubauen», rechnet er vor. Bei den nun beginnenden Gesprächen zwischen den beiden Medienhäusern werde man klären, was möglich ist.
Tatsache ist, dass die SBB Zentralschweiz bereits mehrere Anfragen für Zeitungsboxen an Bahnhöfen erhalten haben (siehe Frontseite). Auch Bachmann gehört zu jenen, die vorstellig geworden sind. Was genau man in die Boxen legen wolle, sei indessen noch offen, erklärt dieser.
Unaufdringlich zeigen sich im Augenblick sowohl 20 Minuten wie auch der Express, die beide einen baldigen Markteintritt in der Zentralschweiz in Abrede stellen. Angesprochen auf die erfolgten Anfragen für SBB-Zeitungsboxen, verwahrt sich Express-Geschäftsleiter Marius Hagger. «Damit haben wir nichts zu tun. Bevor wir eine Ausweitung unseres Verteilgebietes ins Auge fassen, müssen wir zuerst in Zürich einen guten Job machen», erklärt er.
Diese Zurückhaltung drängt sich für Tamedia auf Grund der Neuen Zürcher Zeitung, die an den LZ Medien 33 Prozent hält, geradezu auf. Nachdem die NZZ als Mitbesitzerin der Tagblatt der Stadt Zürich AG grünes Licht für den Express gegeben hat, muss sich Tamedia füglich davor hüten, mit dem neuen Pendlerblatt als Konkurrentin zu NZZ-Beteiligungen aufzutreten.
Marktführer in der ZentralschweizAnzeiger Luzern und Luzerner Woche, die beiden Titel der Anzeiger Luzern AG, sind die Marktführer unter den Zentralschweizer Gratisanzeigern. Der Anzeiger Luzern (beglaubigte Auflage: 110438 Ex.) erscheint jeweils am Freitag für die Region Luzern. Die Luzerner Woche (132022 Ex.), die über einen stärker ausgebauten redaktionellen Teil verfügt, gelangt am Mittwoch in die Haushalte, wobei neben der Region Luzern zusätzlich die Haushalte in Nidwalden bedient werden. (dse)
Daniel Schifferle

Interjura-TV gescheitert

Regional-TV Das Lokalfernsehprojekt Interjura-TV ist gescheitert.

Regional-TV Das Lokalfernsehprojekt Interjura-TV ist gescheitert.Präsident Pierre Steulet konnte nach dem Ausstieg seiner beiden Hauptpartner keine neuen Geldgeber finden. Ursprünglich hatte Steulet selbst 35 Prozent zum Startkapital von 450000 Franken beigesteuert, während je 22,4 Prozent von den Verlegern Michel Voisard (Quotidien jurassien) und Marc Gassmann (Bieler Tagblatt, Journal du Jura) kamen. Im September vergangenen Jahres zog sich Gassmann zurück; Voisard folgte ihm im Dezember.

AA&I macht Swica markengesund

Die Swica Gesundheitsorganisation lässt ihre Werbung von Advertising Art & Ideas (AA&I) auf Vordermann bringen.

Die Swica Gesundheitsorganisation lässt ihre Werbung von Advertising Art & Ideas (AA&I) auf Vordermann bringen.Die Zürcher Agentur solle die Marke stärken, die in der jüngsten Vergangenheit einer Erosion ausgesetzt gewesen sei, erklärte Creative Director und CEO Stefan Winzenried. Früher habe Swica ein starkes Image gehabt dank Innovationen wie die Umbenennung von Krankenkasse in Gesundheitsorganisation oder Spots wie «Forever Young» von Studer & Wohlgemuth mit einem Seniorenpaar beim Liebesspiel. Seit Anfang 2001 setzte das Unternehmen dagegen auf die Leistungen einer Direktmarketingagentur, Wirz Brugger Lüthi. Die Etathalterin war neben AA&I und zwei weiteren Agenturen ebenfalls zur Konkurrenzpräsentation eingeladen worden. Die neue Markenkampagne aus dem Haus AA&I soll im August starten.

Strukturierter Querdenker

Erich Baumgartner wird am 1. April Managing Director und Geschäftsleitungs-mitglied von Lowe.

Erich Baumgartner wird am 1. April Managing Director und Geschäftsleitungs-mitglied von Lowe.Von seinem Privatleben und seiner Person gibt Erich Baumgartner kaum etwas preis. Lieber spricht der Pragmatiker über die Branche oder die Agentur Lowe, wo er zu Beginn des kommenden Monats offiziell die Nachfolge von Managing Director Daniel Keller antreten wird. Um eine «organische Stabübergabe» zu gewährleisten, geht der 42-Jährige an der Talstrasse aber schon seit Anfang Jahr ein und aus. Das erklärt auch, weshalb er um
die Schwachstellen der viertgrössten Schweizer Werbeagentur, die auf Platz sieben im Kreativ-Ranking steht, bestens Bescheid weiss: «Lowe kann ihr Potenzial noch viel besser ausschöpfen.» Baumgartner ist überzeugt, dass heute jede Agentur mehr anbieten muss als die ohnehin geforderten kreativen Höchstleistungen. Diesen Added Value sieht er in einer umfassenden strategischen Beratung, die unternehmerisches Know-how sowie das Verständnis für eine heterogen zusammengesetzte Kundschaft besitzt. «Konsumenten können nicht mehr als Universum mit GRP-Schrot beschossen werden. Jeder Einzelne muss in den Angeboten einen individuellen Nutzen finden», sagt der Managing Director.
Den Schlüssel dazu fasst der stets elegant gekleidete Geschäftsmann unter dem Begriff «Diversity» zusammen. Darunter versteht er eine vielfältige Denkweise, die neue Wege sucht und nicht an Dogmen festhält. «Eine Optik, die hier zu Lande allen Agenturen gut tun würde, um eine Abwanderung von Budgets ins Ausland zu verhindern», erklärt der Stratege. Die Voraussetzung für eine polyvalente Sichtweise sei bei Lowe schon durch das multikulturelle Team gegeben. Und auch wenn sich der gebürtige Zürcher als «Eingeborener par excellence» outen muss, dem Haus will er mit «strukturiertem Querdenken» eine Identität mit Weitblick verpassen. Dieses Credo drückt auch Baumgartners Grundhaltung als Werber und Manager aus. Wo immer er in der Marketing- und Kommunikationsbranche tätig war, habe er versucht, durch «kritisches Hinterfragen» das Kerngeschäft zu optimieren.
Darin fühlt sich Erich Baumgartner nun seit mehr als 20 Jahren zu Hause: Nach Jobs unter anderem bei McCann-Erickson, GGK Zürich, oder DDB(+WDW) wechselte er als Leiter Marketingkommunikation zu Philips auf die Kundenseite. Der Ansporn, wirtschaftliche Interessen mit Intuition zu verbinden, führte ihn zu seinen Wurzeln zurück. So bekleidete der diplomierte Marketingleiter anschliessend Leitungsfunktionen in Agenturen wie Advico Young & Rubicam, Publicis oder Matter & Partner, bei der er als Managing Partner beteiligt war.
«Um die Branche mal aus einem anderen Winkel zu betrachten», machte sich Baumgartner 2002 als Consultant selbstständig. Trotz seiner Absicht, auf eigene Faust neue Wege in der Beratung zu erschliessen, konnte er dem Angebot von Lowe nicht widerstehen: «Die Chance, eine Grossagentur mit internationalem Umfeld, breiter Kundenbasis und einem professionellen Team strategisch zu leiten, bietet sich nicht alle Tage.» Dass dafür Hobbys wie Lesen oder ein gutes Essen auf der Strecke bleiben, kümmert ihn wenig: «Lowe macht mir momentan am meisten Spass.»
Reflektiert die Werbung rund um den Globus mit kritischen Augen: Erich Baumgartner.
Carole Koch
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