TV-Marketing Viva will sich noch stärker als Jugendbrand und Trendsetter in seiner Kernzielgruppe etablieren. Dazu liefert Scholz & Friends (Schweiz) cool verspielte Vexierbilder.Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen habe sich Viva Media «behauptet», sagte Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender der Viva Media AG vor einer Woche an einer Medienorientierung. Der Kölner Betreiber des Musiksenders Viva bekam im ersten Quartal 2003 die anhaltende Werbebaisse deutlicher zu spüren als seine helvetische Filiale: Während in Deutschland der Quartalsumsatz um rund 18 Prozent auf 21 Millionen Euro gesunken ist, fiel das Konzernergebnis nach einem Gewinn von 18 Millionen im Vorjahr mit einem Minus von 1,2 Millionen Euro in den roten Bereich. Zwar verbuchte auch der hiesige Ableger einen Verlust, doch steht er im Budgetvergleich besser da, verpasste er doch sein Ziel nur knapp – «im mittleren einstelligen Bereich», wie es Geschäftsführerin Asta Baumöller formuliert. Komfortabel entwickelt sich auch der Marktanteil: Im 24-Stunden-Durchschnitt lag dieser bei den 15- bis 29-Jährigen im April bei 2,2 Prozent. Damit baute der Sender seinen Vorsprung zur Konkurrenz aus. Das Logo im Teen-AlltagViva ist in. Da macht es Schweizer Konsumenten offenbar nichts aus, wenn der Zusatz Swizz im Namen verschwunden ist. Im Global Village schert sich die ansonsten sehr aktive Zielgruppe nicht um solche Petitessen – solange der Musikmix stimmt. «In dieser Situation ist es uns wichtig, auf das neue Logo aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wollen wir mit der Kampagne jenen Teil unserer Zielgruppe zum Reinschauen animieren, der seinen Eindruck unseres Senders seit einiger Zeit nicht mehr aktualisiert hat», sagt Baumöller.
In hektischen Zeiten wandern Zuschauer eben schneller ab – und wieder zurück. Inzwischen muss die Zahl ehemaliger Viva-Zuschauer so gross geworden sein, dass viele Lust verspüren könnten, mal wieder bei Viva reinzugucken und Neues zu entdecken. Genau dieses Ziel – das Markenimage vom kindlichen Approach zu einer breiteren, jugendlichen und selbstbewussten Positionierung – peilt deshalb der neue Imageauftritt von Scholz & Friends (S&F) Schweiz an, die Viva als zweiten Kunden nach Coca-Cola in einem Pitch gewonnen hat.
Um den Marktanteil auszubauen und auf Inhalte und Stärken des Programms neugierig zu machen, heben die Werber Günther Schneider und Christian Binder den gemeinsamen Antrieb der Teens und Twens hervor: «Kids und Teens sind leidenschaftliche Entdecker. In keinem anderen Alter wird so viel probiert, verworfen, Neues und Widersprüchliches gemacht. Genau das hat Viva wie kein anderer zu bieten», sagt Schneider. Und schlägt so die Brücke zur Kampagnenidee, mit der die «Entdeckungsreise in Sachen Musik, News, Trends, Partys, Sport und Communitys» vermittelt werden soll: Auf spielerische Weise brachte sein Team Viva – oder viel mehr dessen Logo – im ganz normalen Schweizer Alltag unter. «Ungezwungen, beiläufig, aber immer authentisch. Man muss es eben nur erkennen», so Schneider.
Auch wo Fuchs und Hase zu Hause sind, wird die Nacht dank Viva zum Kult: Scholz-&-Friends-Anzeige.
Luca Aloisi