Spur zur Nebenbuhlerin
Waschmittel Für die Migros-Marke Elan peilt Exxtra ein junges Zielpublikum an – mit neuen, duften Ideen.
Waschmittel Für die Migros-Marke Elan peilt Exxtra ein junges Zielpublikum an – mit neuen, duften Ideen.Schweizer Haushaltungen geben jährlich rund 200 Millionen Franken für Waschmittel aus. Dennoch schenken die Konsumentinnen und Konsumenten den sauber machenden Pulvern, Flüssigkeiten und Tabs keine besondere Aufmerksamkeit. Die Low-Involvement-Situation hält sich auch in den Werbeagenturen hartnäckig. Wie sonst lassen sich unmotivierte Storys von glück-lichen Hausfrauen erklären, die mit ihrer sauberen Wäsche um die Wette strahlen? Über Waschleistung, Preis und Umweltverträglichkeit sollen die Werber das Produkt an die Konsumenten bringen. Die entscheiden sich aber erst vor dem Regal für ein bestimmtes Waschmittel – immer häufiger für ein günstigeres. Dies besagen die aktuellsten AC-Nielsen-Zahlen: Während der Markt zwischen Oktober 2002 und 2003 wertmässig um rund zwei Prozent schrumpfte, stieg der Absatz um zirka ein Prozent. Nicht zuletzt dank zahlreicher Sonderangebote, die weit mehr als die Hälfte aller Waschmittelverkäufe ausmachten.
Obwohl der Preis die Wahl des Waschmittels beeinflusst, will die Migros 2004 den Absatz des etwas teureren Vollwaschmittels Elan steigern. Während der Olfaktorius bei Weichspülern das schlagende Verkaufsargument ist, steht Elan in seiner Kategorie mit dieser Positionierung alleine. Eine Spot-Kampagne der Migros-Hausagentur Exxtra soll klar machen, weshalb es sich lohnt etwas mehr für saubere und duftende Wäsche zu bezahlen. Bei der Umsetzung verzichteten die Exxtra-Kreativen auf den Griff in die «Schublade der archetypischen Waschmittelspots», wie Beratungsgruppenleiter Michael Gassler betont. Erkannte im letzten Elan-Film eine blinde Frau ihre Textilien am Duft, verzichtete das Team nun ganz auf die unspektakuläre Wäscheleine. Im dynamischen Split-Screen-Verfahren erzählt der Film die Geschichte einer jungen Frau, die im Wagen ihres Partners einen fremden BH findet. Diesen hält sie ihrem treuen Vierbeiner zwecks Fährtenaufnahme unter die Nase. Statt zur Nebenbuhlerin führt der Hund Frauchen allerdings in die nächste Migros-Filiale, vors Elan-Regal.
Auch Mann gehts an die Wäsche
«Mit der mitschwingenden Botschaft, dass der Elan-Duft den oder die Trägerin der Wäsche attraktiver macht, möchten wir ein jüngeres Segment ansprechen», erklärt Gassler. Elan peilt ganz bewusst auch Männer an, die als Single ihre Kleider selber waschen. Dem Einwand, dass sich junge Frauen vielleicht nicht gerne mit der betrogenen Protagonistin im Spot identifizieren, hält Gassler entgegen, dass man bewusst eine selbstsichere Frau zeige: «Sie wurde zwar hinters Licht geführt, aber sie ist jung, attraktiv und man traut ihr durchaus zu, dass sie so einen Typen in die Wüste schickt.»
Gemäss Gassler hat der unkonventionelle Spot in Pretests extrem hohe Ratings erzielt. Den Grund dafür sieht der Beratungsgruppenleiter darin, «dass die jungen Frauen und Männer es leid sind, immer die gleichen Muster ansehen zu müssen».
Ein BH, eine Fährte und ein überraschendes Ziel: Elan-Spot von Exxtra.
Obwohl der Preis die Wahl des Waschmittels beeinflusst, will die Migros 2004 den Absatz des etwas teureren Vollwaschmittels Elan steigern. Während der Olfaktorius bei Weichspülern das schlagende Verkaufsargument ist, steht Elan in seiner Kategorie mit dieser Positionierung alleine. Eine Spot-Kampagne der Migros-Hausagentur Exxtra soll klar machen, weshalb es sich lohnt etwas mehr für saubere und duftende Wäsche zu bezahlen. Bei der Umsetzung verzichteten die Exxtra-Kreativen auf den Griff in die «Schublade der archetypischen Waschmittelspots», wie Beratungsgruppenleiter Michael Gassler betont. Erkannte im letzten Elan-Film eine blinde Frau ihre Textilien am Duft, verzichtete das Team nun ganz auf die unspektakuläre Wäscheleine. Im dynamischen Split-Screen-Verfahren erzählt der Film die Geschichte einer jungen Frau, die im Wagen ihres Partners einen fremden BH findet. Diesen hält sie ihrem treuen Vierbeiner zwecks Fährtenaufnahme unter die Nase. Statt zur Nebenbuhlerin führt der Hund Frauchen allerdings in die nächste Migros-Filiale, vors Elan-Regal.
Auch Mann gehts an die Wäsche
«Mit der mitschwingenden Botschaft, dass der Elan-Duft den oder die Trägerin der Wäsche attraktiver macht, möchten wir ein jüngeres Segment ansprechen», erklärt Gassler. Elan peilt ganz bewusst auch Männer an, die als Single ihre Kleider selber waschen. Dem Einwand, dass sich junge Frauen vielleicht nicht gerne mit der betrogenen Protagonistin im Spot identifizieren, hält Gassler entgegen, dass man bewusst eine selbstsichere Frau zeige: «Sie wurde zwar hinters Licht geführt, aber sie ist jung, attraktiv und man traut ihr durchaus zu, dass sie so einen Typen in die Wüste schickt.»
Gemäss Gassler hat der unkonventionelle Spot in Pretests extrem hohe Ratings erzielt. Den Grund dafür sieht der Beratungsgruppenleiter darin, «dass die jungen Frauen und Männer es leid sind, immer die gleichen Muster ansehen zu müssen».
Ein BH, eine Fährte und ein überraschendes Ziel: Elan-Spot von Exxtra.
Simone Keller
