Heiliger Bimbam

Branchenbücher Das ist eine Schweizer Premiere: Ein Kirchturm wird zur Werbefläche.

Branchenbücher Das ist eine Schweizer Premiere: Ein Kirchturm wird zur Werbefläche.Während der laufenden Renovation des Turms der Kirche Balgrist in Zürich wirbt LTV Gelbe Seiten AG im Februar mit zwei Giga-Plakaten am Baugerüst für ihre Telefon- und Branchen-Verzeichnisse. Die Aktion nützt auch der Kirchgemeinde Zürich-Balgrist, die mit dem Erlös einen Teil der Fassadenrenovation finanzieren kann. Geboren wurde diese Idee von der auf Grossplakate spezialisierten Firma Paron AG in Zürich. Die siebenköpfige Kirchen- pflege entschied nach kurzer Beratung positiv, stellte aber die Bedingung, Auftraggeber ablehnen zu können. Kirchgemeindepräsidentin Sylvia Stadler: «Mit LTV Gelbe Seiten AG haben wir einen optimalen Werbekunden. Auf den Plakaten wird für Telefon- und Branchenverzeichnisse geworben, also auch für die kleinen und mittelgrossen Firmen in unserem Quartier.»

Online PC-Zeitung emigriert

Verlagerung Die Online PC-Zeitung wird künftig in Deutschland statt in Oberengstringen produziert.

Verlagerung Die Online PC-Zeitung wird künftig in Deutschland statt in Oberengstringen produziert.Verlagerung Die Online PC-Zeitung wird künftig in Deutschland statt in Oberengstringen produziert. Die Herausgeberin Neue Mediengesellschaft Ulm hat den Vertrag mit Baur Consulting gekündigt – aus rein
wirtschaftlichen Gründen, wie es heisst. Baur Consulting besorgt
Redaktion, Produktion und Layout der Monatszeitschrift.

Stabile Grosswetterlage

Radio Die Reichweiten veränderten sich im zweiten Halbjahr 2003 kaum. Einbussen musste Radio DRS hinnehmen.

Radio Die Reichweiten veränderten sich im zweiten Halbjahr 2003 kaum. Einbussen musste Radio DRS hinnehmen.In allen Landesteilen zeigt sich grob dasselbe Bild: Ob SRG-Sender, Private oder Ausländer – alle haben tendenziell Reichweite verloren. Einen signifikanten Verlust verzeichnet in der Deutschschweiz einzig die Gruppe der SRG-Sender, in der Westschweiz und im Tessin sind es dagegen die ausländischen Radios. In der Deutsch- und Westschweiz gewinnen vor allem die privaten Sender Marktanteile (1 Prozent und 0,6 Prozent), im Tessin dagegen verlieren alle, die Privaten allerdings am wenigsten.In der Deutschschweiz, wo die Hördauer von 121 auf 123 Minuten stieg, haben sich generell wenig markante Veränderungen ergeben – abgesehen davon, dass zwei Radios (NRJ Zürich und Basel 1) neu formatiert wurden. Zu den grössten Reichweitenverlierern gehören DRS 1, 2 und 3 sowie Radio Regenbogen. Letzteres ist an seiner bisher tiefsten Reichweite angelangt. Ähnlich erging es den Radios Argovia, Basilisk und 105: Deren Verluste liegen zwar im Vertrauensbereich, dennoch fallen zumindest Argovia und Basilisk in der Rangordnung zurück. Central hingegen hat – ebenfalls ohne signifikante Steigerung – mit 131500 Hörern seinen bisherigen Rekordwert erreicht.
Hartes Ringen um Hörerschaft
Werden vor allem Konkurrenzsituationen beleuchtet, so ergibt sich folgendes Bild: In Zürich hat Radio 24 derzeit von NRJ Zürich noch viel weniger zu fürchten als vorher mit Hitradio Z. Die Distanzen bei Reichweite und Marktanteil sind grösser geworden. In Basel dagegen haben wie erwähnt sowohl Regenbogen als auch Basilisk Hörer verloren, während Basel 1 auf einen Schlag 15400 Hörer mehr erreicht als Vorgänger Edelweiss. Punkto Hördauer hinkt Basel 1 allerdings noch deutlich hinter dem früheren Edelweiss und auch hinter Basilisk her.
In Bern klafft die Schere zwischen BE1 und ExtraBern noch weiter auseinander. Zwar haben beide etwas Reichweite verloren. Doch konnte BE1 bei der Hördauer gleich um elf Minuten zulegen und somit auch seinen Marktanteil um 0,2 auf 1,1 Prozent steigern, während jener von ExtraBern gleich blieb. Ebenfalls wesentlich mehr gehört werden die Radios Eviva (+ 13 Minuten) und Emme (+ 16 Minuten), während die Hördauer von Radio 105 um neun Minuten zurückging.
Ungenau bei DRS 3 und VirusEin Hinweis zu Virus und DRS 3: Diese strahlen seit letztem Mai/Juni die beiden Sendungen Hitparade und Sounds zeitgleich aus. Damit kommt das Radiocontrol-System aber an seine Grenzen. In bestimmten Fällen, etwa wenn Hörer erst während der jeweiligen Sendung reinhorchen und wieder wegzappen, kann das System den Sender nicht zweifelsfrei identifizieren. Derzeit löst man das Problem, indem solche Zweifelsfälle jeweils DRS 3 zugeordnet werden. Gemäss Heinrich Anker, Medienreferent von Radio DRS ist aber geplant, das Virus-Programm mit einer minimalen Verzögerung gegenüber DRS 3 auszustrahlen – womit wieder eine klare Zuordnung möglich würde.
In der Romandie, wo die Nutzung des Mediums Radio um eine Minute auf 117 Minuten gesunken ist, fällt auf, dass die Privaten tendenziell die bisherige Reichweite halten oder sogar steigern konnten. Bei den SRG-Sendern dagegen gibt es sowohl Auf- als auch Abwärtsbewegungen. Eine signifikante Veränderung hat aber nur gerade Thollon auszuweisen – ein Minus von 5300 Hörern. Deutlich Hördauer verloren haben RSR 2 (minus 8 Minuten) und One FM (minus 6 Minuten). Zu den Gewinnern gehören hingegen Rhône mit plus 10 Minuten und RTN 2001 (plus 7 Minuten). Fast scheint es, dass Radio Nostalgie sich wieder aufgefangen hat und seinen Tiefpunkt vom ersten Halbjahr 2003 hinter sich lassen konnte. Punkto Markt-anteil hat es aber erneut verloren und liegt nur noch um 0,1 Prozent vor Lausanne FM.
Im Tessin, wo die Hördauer von 119 auf 118 Minuten gesunken ist, ist an erster Stelle der italienische Sender Studio Star erwähnenswert: Er hat als einziger einen signifikanten Verlust zu verschmerzen und wird nun vollends bedeutungslos. Sein Marktanteil beträgt mit 0,1 Prozent noch ein Viertel von jenem im ersten Halbjahr 2003.
SprachgrenzübergreifendDie beiden Sender Canal 3 und Fribourg/Freiburg, die je ein Programm auf Deutsch und Französisch ausstrahlen, werden von der Publica
Data neu als «sprachgrenzübergreifende Sender» aufgeführt. Ihre Zahlen beziehen sich nun auf die ganze Schweiz und nicht nur auf eine Sprachregion. Der Grund: Jedes dieser Programme strahlt auch in die jeweils andere Sprachregion hinein und wird dort relativ oft genutzt.
«Die Sprachgrenze ist keine harte Grenze, sondern ein fliessender
Übergang der Sprachen», sagt Rolf Müller von der Publica Data. Durch die bisherige Praxis, die Radios nur in den entsprechenden Sprachgebieten auszuwerten, sei die Leistung dieser Radios zweigeteilt und nicht vollständig dargestellt worden.
Das ändert sich nun: Neu werden sämtliche effektiven Hörerinnen
und Hörer dieser Programme ausgewiesen. Auf welcher Seite
der Sprachgrenze der Uhrenträger wohnt, ist nicht mehr relevant. (mk)
Markus Knöpfli

Eine Hand wäscht dieselbe

Aufgefallen Wie der Lifestyle- ist auch der so genannte «Service-Journalismus» bekanntlich keine Erfindung investigativer Redaktionen, sondern publizistisch denkender Anzeigenabteilungen.

Synergieeffekte Wie der Lifestyle- ist auch der so genannte «Service-Journalismus» bekanntlich keine Erfindung investigativer Redaktionen, sondern publizistisch denkender Anzeigenabteilungen.«No news» ist auch die Tatsache, dass sich dieses bedenklich marktnahe Genre – sieht man einmal von konsumentenschützerischem Urgestein à la Beobachter ab – fast ausschliesslich aus mehr oder minder plumper PR speist. Neu hingegen ist die werbliche Ausschlachtung dieser beiden
Um- respektive Missstände, wie sie die aktuelle Cablecom-Kampagne exemplarisch vorführt.
«Neue Massstäbe» (Aargauer Zeitung) setzt also weniger die grösste Schweizer Kabelnetzbetreiberin als deren Agentur. Krönt McCann-Erickson doch auf ebenso konsequente wie kokette Art eine kommunikative Verwertungskette, deren Ausgangspunkt niemand anders als die Auftraggeberin selbst setzte. Fragt sich nur, wem dieser Zirkelschluss
peinlicher sein sollte, den zitierten Zeitungen oder einer Kreativschmiede, die ihrer Kundin (und damit auch deren potenziellen Kunden) statt würziger Werbung lediglich einen schalen PR-Aufguss bietet.
(oc)

Prix Bolero legt Denkpause ein

Mode Zum ersten Mal seit 13 Jahren findet der Fashionwettbewerb des Frauenmagazins Bolero nicht statt.

Mode Zum ersten Mal seit 13 Jahren findet der Fashionwettbewerb des Frauenmagazins Bolero nicht statt.Chefredaktorin Sithara Atasoy begründete die Pause mit Überlegungen zu einem neuen Eventkonzept, das 2005 erstmals umgesetzt werden soll. Im Zuge dieser Neuausrichtung wolle man mit den Partnern – Hauptsponsor ist Credit Suisse – sowie Vertretern der Modeszene neue Ideen generieren. Der Prix Bolero gilt als wichtigster Nachwuchspreis der Schweizer Mode.

Cinecom: Interaktive TV-Auswertungen

Marktforschung Mit dem «TV-Radar» bietet Medienvermarkter Cinecom ein neues, interaktives Auswertungs- und Kontrollsystem an.

Marktforschung Mit dem «TV-Radar» bietet Medienvermarkter Cinecom ein neues, interaktives Auswertungs- und Kontrollsystem an.Es basiert auf den offiziellen Zahlen von Telecontrol und ersetzt den wöchentlich in Tabellenform veröffentlichten Radar. Das Tool ermöglicht Senderquervergleiche von TKP, GRP und CPP für sämtliche Planungszielgruppen und steht auf www.cinecom.ch zur Verfügung.

BSW regelt Filmproduktion

Verbände Der Branchenverband Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) hat die vertraglichen Bedingungen für die Zusammenarbeit mit Filmproduktionsfirmen neu geregelt.

Verbände Der Branchenverband Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) hat die vertraglichen Bedingungen für die Zusammenarbeit mit Filmproduktionsfirmen neu geregelt.Dazu sah er sich unter dem zunehmenden Diktat rechtlicher Vorgaben durch grosse Werbeauftraggeber gezwungen. Ziel ist eine klare Vereinbarung über Rechte und Pflichten der Vertragsparteien, etwa bei der Übertragung des Urheberrechts. Die «Allgemeinen Geschäftsbedingungen des BSW für die Produktion eines audiovisuellen Werkes» und der entsprechende Grundvertrag sind für Mitglieder gratis bei der Geschäftsstelle des BSW erhältlich (Tel. 01 361 37 60 oder [email protected]). Nichtmitglieder bezahlen eine Schutzgebühr von 40 Franken.

«Da entsteht ein Powerhouse»

Agenturen Mit der Fusion von Saatchi & Saatchi und Simko entsteht in Genf die grösste Werbeagentur der Romandie. CEO Pedro Simko gibt Auskunft.

Agenturen Mit der Fusion von Saatchi & Saatchi und Simko entsteht in Genf die grösste Werbeagentur der Romandie. CEO Pedro Simko gibt Auskunft.
WW Im BSW-Ranking 2002 platzierte sich Saatchi&Saatchi mit rund sechs Millionen Franken BBE auf dem 17. Rang. Um wie viele Ränge würde die fusionierte Agentur vorrücken? Pedro Simko: Auf Grund des Oxley-Gesetzes darf ich leider nicht mehr dazu sagen, als dass wir eine grosse Agentur werden und dass wir 2002 kumuliert einen BBE von rund zehn Millionen Franken erzielt haben. (Anm. d. Red.: Damit wäre die Agentur auf Platz 11 gelandet.)
Wie sehen die Beteiligungsverhältnisse an der neuen Agentur aus?
Auch zu diesem Thema darf ich mich im Moment nicht äussern. Wichtig sind nicht die Beteiligungsverhältnisse an der neuen Agentur, sondern dass die Führung der Agentur aus den besten Köpfen von Saatchi & Saatchi und Simko bestehen wird.2003 war für die Branche ein schwieriges Jahr – da macht ein solcher Merger Sinn.Unsere Fusion hat nichts mit der Konjunktur zu tun, sondern allein mit strategischen Überlegungen. Zudem hatten erste Gespräche schon vor 2002 stattgefunden. Die Idee zur Fusion entstand durch eine lange Bekanntschaft zwischen dem CEO Worldwide von Saatchi & Saatchi, Kevin Roberts, und mir. Wir kennen uns von unserer Zeit bei Procter & Gamble in Genf.
Dann ist Procter & Gamble (P&G) der Grund für die Fusion?
Einerseits ist Saatchi & Saatchi eine der Hauptagenturen von P&G weltweit, andererseits steht der europäische Hauptsitz von P&G vor unserer Haustüre. Es ist sehr naheliegend, dass die neue Nähe zu einer engeren Zusammenarbeit führt. Wenn Sie so wollen, ist P&G die Kirsche auf dem Kuchen. Die grundlegende Idee der Fusion liegt aber klar in der Komplementarität der Agenturen. Saatchi & Saatchi ist im B-to-B-Bereich und international, Simko im B-to-C-Bereich und lokal stark. Wenn man das nun zusammenbringt, sollte ein Powerhouse entstehen, weil der Zusammenschluss mehr ist als die Summe der einzelnen Agenturen. So können wir die Anzahl Entlassungen minim halten.
Saatchi & Saatchi, Nyon, und Simko, Genf, liegen einen Steinwurf voneinander entfernt. Ziehen die Agenturen unter ein Dach?
Das Büro Nyon zieht demnächst bei uns ein, wo es – trotz neuer Büros im zweiten Stock – mit neu 35 Beschäftigten etwas enger wird. Auf 2005 haben wir eine bessere Lösung: Wir haben bereits wunderschöne Räumlichkeiten gefunden.
Mit der Fusion gehört Simko nun auch zum grössten Netzwerk der Schweiz, zu Publicis. Besteht da nicht die Gefahr, dass Sie zur Satellitagentur mutieren?
Absolut nicht. Alle Agenturen im Publicis-Netzwerk arbeiten sehr selbstständig und haben unterschiedliche Kulturen. Während der ganzen Verhandlungen hatte ich keinen Kontakt mit Publicis Schweiz; nur mit den Leuten der Gruppe in Paris. Saatchi & Saatchi Simko positioniert sich als ‹The Ideas Company›, das entspricht sowohl der Positionierung von Simko als auch derjenigen von Saatchi & Saatchi Worldwide.
Wie sieht die interne Aufgabenaufteilung zukünftig aus?
Die Schlüsselstellen teilen sich Olivier Girard als CD, Tony Shone als Client Service Director im internationalen Geschäft, Nina Hugentobler im nationalen Business als Client Service Director sowie meine Wenigkeit als CEO. Interview:
«The Ideas Company»: Pedro Simko (46) von Saatchi & Saatchi Simko.
Luca Aloisi

Design-Elite lanciert «International Design Action Day»

Streiktag Am 21. Juni soll künftig der «International Design Action Day» begangen werden.

Streiktag Am 21. Juni soll künftig der «International Design Action Day» begangen werden.Das haben die Teilnehmenden des vierten St. Moritz Design Summit beschlossen. Design stehe in Gefahr, unter den herrschenden Bedingungen der Marktwirtschaft zu einer «Pseudoinnovationsmaschine» zu verkommen, halten die 30 prominenten Gestaltenden in einer Deklaration fest. Die Welt werde mit Angeboten überschwemmt, auf die niemand gewartet habe. Dagegen soll am 21. Juni mit einem Designstreik protestiert werden. Alle Unterzeichnenden haben sich verpflichtet, an diesem Tag das Alltagsgeschäft zur Seite zu legen und stattdessen beispielsweise alte Projekte zu evaluieren, Menschen zu beobachten, eine Demo für besseres Design zu organisieren oder blau zu machen. Ende März wird das Vorschlags-Manual auf Raymondloe wyfoundation.com veröffentlicht.

Festland schnürt für Swiss Post GLS die Päckli

Logistik Die neue Kommunikationsagentur von Swiss Post GLS heisst Festland. Die Agentur mit Sitz in St. Gallen und Zürich setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation durch.

Logistik Die neue Kommunikationsagentur von Swiss Post GLS heisst Festland. Die Agentur mit Sitz in St. Gallen und Zürich setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation durch.Swiss Post GLS ist eine Tochter der Schweizerischen Post und Netzwerkpartner des europäischen Pakettransporteurs General Logistics Systems (GLS). Sie trat bisher unter dem Namen General Parcel auf. Festland wurde mit der Neugestaltung der Unternehmens- und Leistungsdokumentation betraut. Erste Massnahmen werden im Frühling zu sehen sein.

Publimag verkauft Anzeigen für Work

Media Der Zeitschriftenvermarkter Publimag hat Anfang Jahr die Anzeigenverantwortung für Work übernommen.

Media Der Zeitschriftenvermarkter Publimag hat Anfang Jahr die Anzeigenverantwortung für Work übernommen.Media Der Zeitschriftenvermarkter Publimag hat Anfang Jahr die Anzeigenverantwortung für Work übernommen. «Die Zeitung zur
Arbeit» wird von den Gewerkschaften GBI und SMUV herausgegeben und erscheint 22-mal jährlich in einer Auflage von 103044 Ex. Sie
berichtet über Arbeitswelt, Gewerkschafts- und Wirtschaftspolitik
sowie über den Werkplatz Schweiz

BSW-Ranking nach deutschem Vorbild

Geheimhaltung Die Zukunft des BSW-Rankings ist nach wie vor ungewiss. Eine Sitzung des Branchenverbands Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) zum Thema wurde kurzfristig abgesagt.

Geheimhaltung Die Zukunft des BSW-Rankings ist nach wie vor ungewiss. Eine Sitzung des Branchenverbands Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) zum Thema wurde kurzfristig abgesagt.Die Rangliste der Schweizer Agenturen nach Umsatz kann nicht mehr wie bisher veröffentlicht werden, weil die US-Netzwerke ihren Töchtern verbieten, Geschäftszahlen bekannt zu geben. Dies ist eine Folge des neuen Sarbanes-Oxley-Gesetzes, das für falsche Angaben drastische Strafen vorsieht. Der deutsche Agenturverband GWA hat bereits eine Lösung gefunden: Er erstellt eine Umsatzrangliste, hält aber die Geschäftszahlen geheim. Diese sind dem GWA sowieso bekannt, da die Mitgliederbeiträge nach Umsatz berechnet werden. Laut Geschäftsführer Walter Merz strebt der BSW ein vergleichbares Ranking an. Die Zahlen, die der Verband auch für seine Strukturanalysen brauche, sollen beim BSW «unter Verschluss» bleiben. Einzelne Agenturen seien aber nicht sicher, ob ihnen die vertrauliche Weitergabe der Geschäftsdaten erlaubt ist, so Merz. Deshalb plant der BSW Ende Januar ein Gespräch mit den Finanzverantwortlichen aller 25 Mitgliedsagenturen, deren Mutterfirmen an US-Börsen kotiert sind.
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