Mediafocus startet in Poleposition
Wemf Kurz vor dem AIS-Start geben die Werbeauftraggeber dem Konkurrenten Media Focus den Vorzug.
Wemf Kurz vor dem AIS-Start geben die Werbeauftraggeber dem Konkurrenten Media Focus den Vorzug.Das ist ein Balken zwischen den Beinen der Wemf. Kurz bevor diese erstmals die Daten ihrer neuen Werbestatistik Advertising Index Switzerland (AIS) publiziert, gibt der Verband der Schweizerischen Werbeauftraggeber (SWA) bekannt, dass er die bisherige Statistik des Konkurrenten Media Focus (MF) vorzieht und diesen seinen rund 50 Mitgliedern als «preferred supplier» empfiehlt. Das Verdikt hat Gewicht: Nach SWA-Angaben disponieren dessen Mitglieder rund 70 Prozent der Werbeaufwendungen in der Schweiz.Wie der Entscheid zu Stande kam, legte SWA-Direktor Jürg Siegrist letzte Woche in einem Brief an die Mitglieder dar. Er hatte Wemf und MF einen Forderungskatalog vorgelegt, der Kriterien wie internationale Vergleichbarkeit, Anzahl der erhobenen Branchen, Neutralität, Aktualität, Erfassungsmethodik und installierte Stichproben enthielt. «Per saldo ist MF auf die meisten unserer Anliegen eingegangen – vor allem auf ein Vorschlags- und Mitspracherecht, wenn es um die Anliegen der SWA-Mitglieder und ihr Interesse für bestimmte Themenbereiche geht», schrieb Siegrist. Zudem gewähre MF SWA-Mitgliedern einen «exklusiven Rabatt».
Siegrist war im Auftrag der Mitglieder aktiv. Diese lernten im Herbst die Methodik der beiden Statistiken kennen, blieben aber über die Vorteile des einen oder anderen Systems im Unklaren. Deshalb verlangten sie eine Empfehlung. Nach einer internen Umfrage (WW 45/03) erstellte Siegrist den Forderungskatalog.
MF-Geschäftsführer Lukas Zihlmann zeigt sich erfreut über die SWA-Empfehlung, betont aber, dass die Unabhängigkeit von MF deswegen nicht leide. «Wir werden eine Begleitkommission ins Leben rufen, in der neben dem SWA auch die Verlage, weitere Medien sowie die Mediaagenturen sitzen.»
AIS-Projektleiter Hans Jürg Gränicher mochte keine Stellung nehmen. Man sei nach wie vor mit dem SWA im Gespräch.
Markus Knöpfli
Siegrist war im Auftrag der Mitglieder aktiv. Diese lernten im Herbst die Methodik der beiden Statistiken kennen, blieben aber über die Vorteile des einen oder anderen Systems im Unklaren. Deshalb verlangten sie eine Empfehlung. Nach einer internen Umfrage (WW 45/03) erstellte Siegrist den Forderungskatalog.
MF-Geschäftsführer Lukas Zihlmann zeigt sich erfreut über die SWA-Empfehlung, betont aber, dass die Unabhängigkeit von MF deswegen nicht leide. «Wir werden eine Begleitkommission ins Leben rufen, in der neben dem SWA auch die Verlage, weitere Medien sowie die Mediaagenturen sitzen.»
AIS-Projektleiter Hans Jürg Gränicher mochte keine Stellung nehmen. Man sei nach wie vor mit dem SWA im Gespräch.
Markus Knöpfli
