Schwedenrätsel für sportliche Flitzer
Automobil Für die Lancierung des neuen Modells will Volvo Schweiz neue Massstäbe setzen.
Automobil Für die Lancierung des neuen Modells will Volvo Schweiz neue Massstäbe setzen. Volvo hat Mut: Statt auf die üblichen Bilder schnittiger Boliden setzt der schwedische Autokonzern in seiner aktuellen Kampagne auf eine rätselhafte Werbebotschaft.Im Mittelpunkt der Kampagne stehen dabei vier Teaserinserate mit aussergewöhnlichen Sujets: ein alter, verbeulter Wohnwagen, eine dunkle Strasse mit dem Ortsschild Dalarö, ein altes, mit Wasser gefülltes Ruderboot, eine Telefonkabine und seltsame Texte. Dazu kommt ein geheimnisvoller Kino-spot, in dem eine Offstimme von unerklärlichen Vorkommnissen im kleinen schwedischen Dorf Dalarö erzählt, während Bilder einer unbekannten Küste über die Leinwand flimmern.
«Neue Wege gehen» «Wir wollen die Leute neugierig machen und sie dazu bringen, das Geheimnis, das sich hinter unserer Kampagne versteckt, aufzudecken», erklärt Georg Redlhammer, Marketingdirektor von Volvo Automobile (Schweiz) AG. Angst, dass die ungewöhnliche Werbung nicht ankomme? «Nein», sagt Redlhammer, «das haben wir nicht. Im Gegenteil».
Auch wenn diese Kampagne für eine Autowerbung ungewöhnlich komplex und anspruchsvoll ist, seien er und seine Kollegen überzeugt, dass die neue Werbeidee dem Wunsch des Publikums entspricht. «Denn die Konsumentinnen und Konsumenten haben genug von der immer gleichen Werbung mit einem fahrenden Auto, einem unscharfen Hintergrund und einem gut klingenden Satz», sagt Redlhammer.
Entstanden ist die Kampagne in Zusammenarbeit mit OgilvyOne. Die Zürcher Agentur arbeitet seit über anderthalb Jahren für Volvo Schweiz. «OgilvyOne versteht es, eine Werbeidee nicht nur kreativ, sondern auch in verschiedenen neuen Kanälen umzusetzen», begründet Redlhammer die Wahl.
Exakt diese modernen Kanäle – eine der Spezialitäten von Ogilvy-One – seien diesmal gefragt gewesen. «Wir wollten auch punkto Werbekanäle neue Wege gehen», sagt Redlhammer: Internet, SMS-Infodienst in Verbindung mit Voicebox-Messaging, ein 3-Stufen- Mailing, Printanzeigen, Kinospot und Teletext wurden gezielt aufeinander abgestimmt.
Schweizer als Vorreiter
Die ursprüngliche Werbeidee des schwedischen Mutterhauses und der Agentur MVBMS (Amsterdam) wurde dabei nicht nur adaptiert, sondern total überarbeitet, modernisiert und dem Schweizer Markt angepasst. «Mit dieser Werbeidee sind wir ganz klar ein Vorreiter, auch innerhalb der Volvo-Organisation», ist Redlhammer überzeugt.
Zielgruppe der Kampagne sind 25- bis 35-Jährige, «die Volvo bislang nicht als Alternative erlebt haben», sagt Guido Wietlisbach, Chief Creative Officer bei Ogilvy-One und Verantwortlicher der Kampagne. «Um diese Zielgruppe zu erreichen, mussten wir polarisieren», sagt Redlhammer.
Die Kampagne kostet im Verhältnis zu den angestrebten Verkaufszahlen des sportlichen S40 Modells («wir wollen 2004 rund 500 Stück verkaufen») verhältnismässig viel. «Doch die Kosten gehen in Ordnung. Sie sind ein Investment in die Zukunft.»
Denn dieses Werbeprojekt sei ein Statement für die Marke Volvo. «Wir möchten damit beweisen, dass die Marke anders ist, dass wir jung und trendig sind, und zu diesem Zweck ist dieses Werbeprojekt ideal», sagt der Volvo-Marketingchef.
VOLVO SCHWEIZMit einem Marktanteil von 2,55
Prozent und 6806 verkauften Autos belegt Volvo in der Schweizer Rangliste der Automarken den 15. Rang. Auf Platz 1 liegt Volkswagen mit 27651 verkauften Autos und einem Marktanteil von 10,4 Prozent.
Wie viele andere Automarken musste Volkswagen 2003 aber deutliche Verkaufseinbussen hinnehmen. Im Gegensatz zu Volvo Schweiz. Die Schweden verzeichneten gegenüber 2002 ein Plus von 13,5 Prozent
und gehörten damit 2003 zu den wenigen Gewinnern.
Volvo Automobile (Schweiz) AG (VASAG) ist Importeur für alle
Volvo-PWs in der Schweiz. VASAG ist zu 100 Prozent im Besitz von VCC, Volvo Car Corporation, also der Mutterfirma. Volvo Cars gehört zum Ford-Konzern und wird unter dem Dach der PAG (Premier Automotive Group) geführt. Zur PAG gehören auch Land Rover, Aston Martin und Jaguar. (af)
Interaktive Volvo-Kampagne von OgilvyOne: SMS und www.dalaroe.ch helfen, das Geheimnis zu lüften.
Auto Wer das Computerspiel Myst mag, wird die neue, geheimnisvolle Volvo-Kampagne lieben. >> Seite 7
Annelies Friedli
«Neue Wege gehen» «Wir wollen die Leute neugierig machen und sie dazu bringen, das Geheimnis, das sich hinter unserer Kampagne versteckt, aufzudecken», erklärt Georg Redlhammer, Marketingdirektor von Volvo Automobile (Schweiz) AG. Angst, dass die ungewöhnliche Werbung nicht ankomme? «Nein», sagt Redlhammer, «das haben wir nicht. Im Gegenteil».
Auch wenn diese Kampagne für eine Autowerbung ungewöhnlich komplex und anspruchsvoll ist, seien er und seine Kollegen überzeugt, dass die neue Werbeidee dem Wunsch des Publikums entspricht. «Denn die Konsumentinnen und Konsumenten haben genug von der immer gleichen Werbung mit einem fahrenden Auto, einem unscharfen Hintergrund und einem gut klingenden Satz», sagt Redlhammer.
Entstanden ist die Kampagne in Zusammenarbeit mit OgilvyOne. Die Zürcher Agentur arbeitet seit über anderthalb Jahren für Volvo Schweiz. «OgilvyOne versteht es, eine Werbeidee nicht nur kreativ, sondern auch in verschiedenen neuen Kanälen umzusetzen», begründet Redlhammer die Wahl.
Exakt diese modernen Kanäle – eine der Spezialitäten von Ogilvy-One – seien diesmal gefragt gewesen. «Wir wollten auch punkto Werbekanäle neue Wege gehen», sagt Redlhammer: Internet, SMS-Infodienst in Verbindung mit Voicebox-Messaging, ein 3-Stufen- Mailing, Printanzeigen, Kinospot und Teletext wurden gezielt aufeinander abgestimmt.
Schweizer als Vorreiter
Die ursprüngliche Werbeidee des schwedischen Mutterhauses und der Agentur MVBMS (Amsterdam) wurde dabei nicht nur adaptiert, sondern total überarbeitet, modernisiert und dem Schweizer Markt angepasst. «Mit dieser Werbeidee sind wir ganz klar ein Vorreiter, auch innerhalb der Volvo-Organisation», ist Redlhammer überzeugt.
Zielgruppe der Kampagne sind 25- bis 35-Jährige, «die Volvo bislang nicht als Alternative erlebt haben», sagt Guido Wietlisbach, Chief Creative Officer bei Ogilvy-One und Verantwortlicher der Kampagne. «Um diese Zielgruppe zu erreichen, mussten wir polarisieren», sagt Redlhammer.
Die Kampagne kostet im Verhältnis zu den angestrebten Verkaufszahlen des sportlichen S40 Modells («wir wollen 2004 rund 500 Stück verkaufen») verhältnismässig viel. «Doch die Kosten gehen in Ordnung. Sie sind ein Investment in die Zukunft.»
Denn dieses Werbeprojekt sei ein Statement für die Marke Volvo. «Wir möchten damit beweisen, dass die Marke anders ist, dass wir jung und trendig sind, und zu diesem Zweck ist dieses Werbeprojekt ideal», sagt der Volvo-Marketingchef.
VOLVO SCHWEIZMit einem Marktanteil von 2,55
Prozent und 6806 verkauften Autos belegt Volvo in der Schweizer Rangliste der Automarken den 15. Rang. Auf Platz 1 liegt Volkswagen mit 27651 verkauften Autos und einem Marktanteil von 10,4 Prozent.
Wie viele andere Automarken musste Volkswagen 2003 aber deutliche Verkaufseinbussen hinnehmen. Im Gegensatz zu Volvo Schweiz. Die Schweden verzeichneten gegenüber 2002 ein Plus von 13,5 Prozent
und gehörten damit 2003 zu den wenigen Gewinnern.
Volvo Automobile (Schweiz) AG (VASAG) ist Importeur für alle
Volvo-PWs in der Schweiz. VASAG ist zu 100 Prozent im Besitz von VCC, Volvo Car Corporation, also der Mutterfirma. Volvo Cars gehört zum Ford-Konzern und wird unter dem Dach der PAG (Premier Automotive Group) geführt. Zur PAG gehören auch Land Rover, Aston Martin und Jaguar. (af)
Interaktive Volvo-Kampagne von OgilvyOne: SMS und www.dalaroe.ch helfen, das Geheimnis zu lüften.
Auto Wer das Computerspiel Myst mag, wird die neue, geheimnisvolle Volvo-Kampagne lieben. >> Seite 7
Annelies Friedli
