Swisspromotions gewinnt Kunden für Comzone

Telecom Comzone hat Swisspromotions mit der Ausarbeitung und Umsetzung einer Direktvermarktungsstrategie beauftragt.

Telecom Comzone hat Swisspromotions mit der Ausarbeitung und Umsetzung einer Direktvermarktungsstrategie beauftragt.Das Zürcher Unternehmen bietet Einwahl-Internetanschlüsse und Festnetztelefonie an. Für die Lancierung dieser Services realisiert Swisspromotions Kundengewinnungskonzepte und sucht nach Partnern für Promo-Aktionen. Dass Swisspromotions den Auftrag erhalten hat, ist kein Zufall: Die Agentur teilt sich mit Comzone den Geschäftsführer Urs Käppeli.

Kleiner ist doch besser

Migros Wir haben es schon lange vermutet: Die Grösse ist eben doch entscheidend. Dafür liefern Migros und Hausagentur Exxtra den Beweis. Allerdings auf ungewohnte Art.

Migros Wir haben es schon lange vermutet: Die Grösse ist eben doch entscheidend. Dafür liefern Migros und Hausagentur Exxtra den Beweis. Allerdings auf ungewohnte Art.Während Männer Wert legen auf die buchstäbliche Gerätegrösse, entdeckt das Migros-Model die Vorzüge von Winzlingen. «Manchmal ist kleiner eben doch besser», teasert die Anzeige und lüftet das «grosse» Geheimnis mit der Bekanntmachung der kleinsten Slipeinlage der Schweiz. Ob damit aber die Gretchenfrage nach der Wichtigkeit von Grösse geklärt ist? Glaubt man den Kreativen, dann ist den Frauen zumindest im Slip etwas Kleines lieber.
Neue Erkenntnisse aus der Sexualforschung? Migros jedenfalls ist überzeugt: Kleiner ist doch besser. >> Seite 2

Wie Werbung unvergesslich wird

Werbeforschung Erinnerung und Wiedererkennung galten lange als Gradmesser für den Werbeerfolg. Doch nun legt die Gehirnforschung neue Erkenntnisse vor: Der Königsweg zum Portemonnaie des Kunden führt über dessen unbewusstes Gedächtnis.

Werbeforschung Erinnerung und Wiedererkennung galten lange als Gradmesser für den Werbeerfolg. Doch nun legt die Gehirnforschung neue Erkenntnisse vor: Der Königsweg zum Portemonnaie des Kunden führt über dessen unbewusstes Gedächtnis.Paradigmawechsel in der Werbewirkungsforschung: Bisher schien klar, dass Konsumenten Werbebotschaften mehr oder minder bewusst verarbeiten und sich dann entsprechend verhalten. Doch diese These wird durch neue Forschungsergebnisse nicht mehr gestützt.Soziale Rollenmuster und Alltagsverhalten werden in einer Vielzahl von Beobachtungs- und Aneignungsprozessen gelernt. Die spontane Reaktion auf einen Werbespot, der den regen Gebrauch einer bestimmten Essigmarke oder einer bestimmten Zahnprothese empfiehlt, ist jedoch etwas grundsätzlich anderes. Weshalb also sollte der Prozess, auf Grund dessen die Werbung wirkt, ähnlich ablaufen wie das Lernen sozialer Muster?
Vor diesem Hintergrund scheint etwas an den klassischen Theorien der Werbewirkung verkehrt zu sein. Schon der Denkansatz ist abwegig: Wer etwas lernt, setzt sich hin und macht eine bewusste Lernanstrengung. Selbst wenn man keine Lust dazu hat, muss man sich wenigstens Mühe geben.
Bei der Werbung ist es jedoch umgekehrt: Sie wirkt niemals, weil die Leute sie sehen wollen, sondern nur, obwohl sie sie nicht sehen wollen. Die Kunstfertigkeit der Werber besteht gerade darin, die Leute auch gegen ihren eigenen Willen zum Hinschauen zu bringen. Die Lerntheorie suggeriert dagegen, dass Beeinflussung durch Werbung in Werbeträgern nach dem klassischen Reiz-Reaktions-Schema funktioniert: Der Konsument lernt die Botschaft, wägt die Argumente, um dann zur Kaufentscheidung zu kommen. Doch wie soll jemand Argumente lernen und abwägen, die ihn gar nicht interessieren?
Lernen von Amnesiepatienten
Die Erklärung liefert die Hirnforschung. Wissenschaftler machten in den Siebzigerjahren eine unerwartete Erfahrung, mit der sie zunächst nichts Rechtes anfangen konnten: Sie entdeckten, dass Patienten mit Amnesie – also Gedächtnisverlust als Folge schwerer Hirnverletzungen – im Stande waren, neue Fertigkeiten zu erlernen, ohne sich an die Lösung der Aufgabe zu erinnern. Bat man die Patienten beispielsweise, ein Puzzle zu lösen, taten sie es. Tags darauf konnten sie sich zwar nicht mehr an die Aufgabe erinnern, lösten das Problem aber schneller als am Vortag. Am dritten Tag beendigten sie die Aufgabe noch schneller, erneut, ohne sie zu erkennen.
Diese Studien der Hirnforscher zeigten, dass Amnesiepatienten etwas ohne bewusste Erinnerung speichern, das ihr Verhalten nachhaltig beeinflusst. Diese Erkenntnisse können auch für die Werbewirkungsforschung genutzt werden. Denn die praktische Erfahrung von Markt- und Mediaforschern ebenso wie von Marketing- und Werbepraktikern geht in eine ähnliche Richtung: Es gibt Kampagnen, bei denen starke Wirkungen vermutet werden dürfen. Es sind nicht zwangsläufig diejenigen Kampagnen, in denen die traditionellen Wirkungsindikatoren wie Markenerinnerung oder Werbeerinnerung hohe Werte erzielen. Es gibt auch starke Wirkungen ohne günstige Indikatoren.
Wie funktioniert das? Werbungtreibende stützen sich seit langem auf verschiedene psychologische Faktoren wie eingängige Melodien, Humor, Identifikation, um ihren
Werbeauftritten einen starken Recall oder eine gute Wiedererkennung zu sichern. All das ist in der Erforschung der Psychologie des Gedächtnisses wohl bekannt. Das Schlüsselwort heisst implizites Gedächtnis (siehe Kasten): Wir werden nicht nur von bewusster (expliziter) Erinnerung gesteuert, sondern auch von unbewusster, impliziter Erinnerung. Dieses implizite Gedächtnis wurde auch bei gesunden Menschen als ein Faktor erkannt, der viele Verhaltensweisen und Eindrücke beeinflusst. Dazu gehören die Beurteilung der Lautstärke gesprochener Worte, die Sympathie von Produkten, die Popularität von Namen und die Erinnerungswürdigkeit von Anzeigen.
Der amerikanisch-österreichische Nobelpreisträger und Neurobiologe Eric Kandel hat in den Neunzigerjahren die molekularen Vorgänge des Gedächtnisses entschlüsselt. Er konnte zeigen, dass Erfahrungen und Erinnerungen lebenslang zusammenwirken. Das lässt sich auch physiologisch erklären: Alle bewusst vom Hirn aufgenommenen Daten werden zunächst in einer Hirnregion namens Hippocampus registriert. Von dort werden sie in die Grosshirnrinde geleitet und gespeichert – und zwar genau an der Stelle, an der ursprünglich der wahrgenommene Reiz verarbeitet wurde.
Im Gehirn gibt es also einen Ort, der sowohl dafür verantwortlich ist, ein bekanntes Gesicht zu erkennen als auch ein noch unbekanntes Gesicht zu speichern. Wahrnehmen und Speichern finden am selben Ort statt. Und Erfahrung und Erinnerung beeinflussen sich aus diesem Grund auch wechselseitig.
Automatisiertes Wissen
Vieles von dem, was ein Mensch weiss, ist ihm nicht bewusst. Wenn man einmal gelernt hat, Auto zu fahren oder Tennis zu spielen, dann führt man die entsprechenden Bewegungen automatisch aus, ohne darüber nachzudenken. Dieses implizite Erinnern gilt keineswegs nur für motorische Abläufe. Auch die menschliche Wahrnehmung wird zu einem grossen Teil vom impliziten Gedächtnis gespeichert: Objekte werden automatisch erkannt. Dieser Vorgang involviert nicht den Hippocampus, der für das Speichern bewusster oder expliziter Erinnerungen zuständig ist.
Das führt zurück zu den Amnesiepatienten, Menschen mit einem Ausfall des expliziten Gedächtnisses. Bemerkenswert ist der Fall eines Patienten, der als Neunjähriger einen Fahrradunfall hatte. Die Hirnverletzungen führten zu dermassen starken epileptischen Anfällen, dass ihm ein Teil seines Schläfenlappens und seines Hippocampus entfernt werden musste. Danach hörten die Anfälle zwar auf, aber der Patient litt an einem Gedächtnisausfall: Er erinnerte sich zwar noch an alle seine Erlebnisse vor der Operation. Auch konnte er Dinge für sehr kurze Zeit behalten. Aber er konnte keine Kurzzeitinformationen mehr in sein Langzeitgedächtnis befördern. Deshalb vergass er sofort nach dem Essen, dass er soeben gegessen hatte, und verlangte nach Essen. Oder: Auf Kindheitsfotos erkannte er sich, im Spiegel dagegen nicht.
Man kann daraus folgern, dass der Mensch sehr vieles automatisch und unbewusst speichert und dass dieser Mechanismus offensichtlich im Gehirn unabhängig vom Vorgang der bewussten Erinnerung abläuft. Das ist die entscheidende Erkenntnis für die Werbewirkungsforschung.
Drei Aspekte des impliziten Gedächtnisses sind für Werbetreibende von Bedeutung: Erstens betrifft das implizite Gedächtnis eher das Verhalten der Menschen als das, woran sie sich erinnern können. Das implizite Gedächtnis ist zweitens völlig unabhängig von der bewussten Erinnerung. Und drittens sind emotionale Reaktionen eng mit dem impliziten Gedächtnis verknüpft. Es gibt sichere Anhaltspunkte dafür, dass die emotionalen Empfindungen der Menschen gegenüber Wörtern, Bildern oder Werbemitteln unabhängig von einer bewussten Erinnerung im konventionellen Sinne entstehen. Gefühle können also vollständig auf impliziter Erinnerung basieren.
Im Übrigen hat sich herausgestellt, dass die implizite Erinnerung sehr empfindlich auf Wahrnehmungsmerkmale wie Farben, Schriftarten oder Grösse reagiert.
Auch vergessene Anzeigen wirken
Aus diesen Erkenntnissen lässt sich schliessen, dass die Verwendung der Faktoren Erinnerung und Wiedererkennung als Massstab zur Bestimmung des wahrscheinlichen Werbeerfolgs in der Werbewirkungsforschung kaum taugt. Denn der Einfluss von unbewussten Kontakten kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Produktesympathie stark von der unbewussten Erinnerung abhängt.
Die Forschung zur impliziten Erinnerung erinnert stark an die Untersuchungen zur unterschwelligen Werbung. Diese haben ergeben, dass die Versuchspersonen bei der unterschwelligen Präsentation von Bildern nicht in der Lage waren, sie besser zu identifizieren. Doch wenn sie aufgefordert wurden zu entscheiden, welche Bilder attraktiver waren, wählten sie immer jene, die ihnen bereits unterschwellig präsentiert worden waren.
Dasselbe Resultat zeigte sich in Tests, die Tim Perfect und Sue Heatherley von der Bristol University im Auftrag der Financial Times mit Printanzeigen durchführten, die von den Versuchspersonen völlig normal gesehen, anschliessend aber vergessen worden waren. Es stellte sich heraus, dass Anzeigen die Gefühle der Konsumenten gegenüber dem inserierten Produkt beeinflussen können, auch wenn sie es nicht als etwas bereits früher Gesehenes erkennen. Werbesujets haben offensichtlich auch dann Auswirkungen – besonders auf emotionale Urteile –, wenn sie nicht bewusst wieder erkannt werden. Werbesujets, die gesehen, aber wieder vergessen werden, werden später trotzdem als sympathischer, erinnerungswürdiger und unverwechselbarer empfunden. Die Wahrscheinlichkeit einer emotionalen Präferenz ist unabhängig davon, ob die Anzeige bewusst wieder erkannt wird oder nicht.
Daraus folgerten Perfect und Heatherley: «Messungen der Wirksamkeit von Werbung, die sich einzig auf das bewusste Erinnerungsvermögen stützen, können die Effektivität von Werbemitteln oder Kampagnen unterschätzen; denn es kann sein, dass eine Anzeige zwar nicht erinnert wird, aber dennoch unbewusste Auswirkungen hat.»
Die implizite Erinnerung ist für andere Faktoren empfänglicher als das explizite Gedächtnis. Wer die unbewusste Einstellung seiner Zielgruppe lenken will, muss also auch jene Elemente in seiner Werbung berücksichtigen, die eine gute implizite Erinnerung ermöglichen, statt ausschliesslich für eine bewusste Erinnerung seiner Anzeige zu sorgen.
Implizites GedächtnisZunächst verarbeitet die Grosshirnrinde alle Sinnesreize. Entscheidend ist: An solche Wahrnehmungen erinnert sich ein Mensch auch dann, wenn sie dem Erinnernden nicht bewusst sind. Die Forschung spricht vom impliziten Gedächtnis.
Das implizite Gedächtnis hat zwei Bestandteile: 1. Prozedurale Informationen: z. B. Schwimmen, Fahrradfahren, Treppensteigen; 2. Priming: alle Informationen der unbewussten Wahrnehmung. Mit ihrer Hilfe lassen sich beispielsweise flüchtig gelesene Worte schneller durch «Raten» erfassen.
Um überhaupt ins Bewusstsein zu dringen, müssen die Sinnesreize an den Hippocampus weitergeleitet werden. Er entscheidet darüber, welche Informationen Inhalt des expliziten Gedächtnisses werden. Dieses ist für die bewusste Erinnerung zuständig und besteht ebenfalls aus zwei Teilen: Das episodische Gedächtnis speichert persönliche Erlebnisse und die zugehörigen Emotionen; das semantische Gedächtnis speichert Fakten, Informationen, Kenntnisse.
Emotional ansprechende Sujets schaffen unabhängig von der bewussten Erinnerung Sympathiewerte.
Hardselling-Auftritte laufen Gefahr, emotionale Gedächtnishilfen zu vernachlässigen.
Wolfgang J. Koschnick

Innovationen ab Fliessband

Kreativität Die Bieler Innovationsagentur Brainstore macht ihr revolutionäres Konzept öffentlich.

Kreativität Die Bieler Innovationsagentur Brainstore macht ihr revolutionäres Konzept öffentlich.
Serendipity» ist einer jener schönen englischen Begriffe, die sich kaum übersetzen lassen. In diesem Fall am ehesten noch mit «Entdeckerglück» oder einer Umschreibung wie «finden, was man nicht gesucht hat». Nadja Schnetzler weiss um den Reiz und Vorteil von Anglizismen; die von ihr im Umbruchsjahr 1989 mitgegründete Bieler Innovationsagentur heisst nicht umsonst Brainstore. Ein weiteres indiz jüngeren Datums: Zwei Drittel der Titel in ihrem neuen Buch sind in trendigem Neudeutsch gehalten – von Creating Community über Net Scouting bis Idea Design.Mit «Serendipity» weiss die gelernte Journalistin dennoch nichts anzufangen. Gemäss ihrer Überzeugung und Erfahrung kann nämlich nur der etwas Neues (er)finden, der auch ungefähr weiss, wonach er sucht. So lautet wenigstens die Grundthese des Kapitels «Briefing & Kick Off», in dem Schnetzler die Voraussetzungen für strukturierte, standardisierte Innovationsprozesse skizziert.
Musenküsse auf Bestellung
Die Briefingphase, in welcher Kriterien, Abläufe und Ziele der Ideenfindung definiert werden, fällt ebenso wie deren finale Umsetzung in den Bereich «Ideenmanagement» – auf Grund seines Schnittstellencharakters so etwas wie das künstliche Herz der Ideenmaschine aus dem «Gehirnladen», der konsequenterweise eigentlich Brainfactory heissen müsste. Zwischen diesem Anfangs- und Endpunkt gliedert sich die systematische Suche nach Neuem in drei – je nach Problemstellung weiter zu unterteilenden – Basisschritte: Beschaffung, Verdichtung/Veredlung und Auswahl. Grundvoraussetzung für optimale Effizienz und Effektivität aller dieser Maschinenteile ist indes «das richtige Mischungsverhältnis von Experten und Laien, von Innen- und Aussensicht».
Solche «Mixed Teams», in denen Zielgruppenrepräsentanten von Beginn weg mitdenken und -reden, beugen laut Schnetzler nicht nur Betriebsblindheiten vor, sondern erübrigen häufig auch aufwändige Marktforschungen.
Die Ideenfindung ist per definitionem das erste Glied jeglicher Wertschöpfungskette – unabhängig von Branche und Epoche. Als solches blieb der intellektuelle Schöpfungsakt selbst in rationalistischen, durchrationalisierten Umfeldern stets vom Genie- und Inspirationsmythos umweht. Wer wüsste das besser als Werbetexter und Art Director? Kein Wunder, ist die radikale Demokratisierung der «Human Creative Resources», wie sie Nadja Schnetzler nun fordert und zugleich vorführt, gerade in der Kommunikationsindustrie keineswegs unumstritten.
Sieht man von verletzter Eitelkeit einmal ab, bleibt den Berufskreativen und ihren Manufakturen nur ein schlagendes Argument gegen quasi maschinell gefertigte Ideen: nämlich dass es sich dabei um Massenware handelt, die Auftraggebern statt überraschender «Uniqueness» letztlich nur nivellierendes «more of the same» beschert. Ein vorhersehbarer Vorbehalt, den Schnetzlers süffig geschriebene und witzig illustrierte Betriebsanleitung nicht ganz auszuräumen vermag. Ihr Schlüsselargument verpackt sie vielmehr in eine rhetorische Frage, die zugleich Akquisitionscharakter hat: «Welche Firma hat heute noch die Zeit und Kapazitäten, neue Ideen intern nach dem jahrhundertealten Prinzip von ‹Trial and Error› zu suchen?» Antwort: wohl keine, ausser allenfalls Kommunikationsagenturen.
Erfindung als industrieller Prozess: Illustration aus Nadja Schnetzlers Werk «Die Ideenmaschine».

> Die Ideenmaschine. Methode statt Geistesblitz: Wie Ideen
industriell produziert werden von Nadja Schnetzler. Wiley Verlag, Weinheim 2004. 229 Seiten, 45 Franken.
Oliver Classen

20 Minuten schliesst «Online-Zeitung»

Pendlerzeitung 20 Minuten muss ihre «Online-Zeitung» schliessen. Grund sind Zweitverwertungsgebühren, welche die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) verlangt.

Pendlerzeitung 20 Minuten muss ihre «Online-Zeitung» schliessen. Grund sind Zweitverwertungsgebühren, welche die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) verlangt.20min.ch-Chefredaktor Peter Wälty sagte dem Netzwoche-Ticker, die Tarifverordnung der SDA sehe eine zusätzliche Gebühr auf die Veröffentlichung der Printversion einer Zeitung im Internet vor, neben den bisherigen Abozahlungen für Print- und Online-News. Gegenwärtig fänden Verhandlungen statt. Bei 20min.ch steht allerdings zu lesen, eine Wiederaufschaltung sei «eher unwahrscheinlich». Von Seiten der SDA hiess es, die Zweitverwertungsgebühren seien nicht neu, sondern bestünden seit 1997.

M-real Zanders startet Design-Wettbewerb

Design Der Papierkonzern M-real Zanders lädt Grafikdesigner aus der ganzen Welt zur Präsentation ihrer besten Arbeiten ein.

Design Der Papierkonzern M-real Zanders lädt Grafikdesigner aus der ganzen Welt zur Präsentation ihrer besten Arbeiten ein.Der Wettbewerb findet im Rahmen der Kampagne für die neue Marke Ikono new statt. Eine Fachjury wählt die 50 besten Arbeiten aus. Sie werden im Herbst im «Ikono Showbook 2004» versammelt. Auch die siegreichen Designer werden kurz porträtiert. Es dürfen nur Arbeiten präsentiert werden, die noch nie oder nicht vor dem Jahr 2003 veröffentlicht wurden. Einsendeschluss ist am 30. April. Die Teilnahmebedingungen und
Anmeldeformulare finden sich auf www.ikono.de oder können in der Schweiz bei Sihl + Eika unter Tel. 01 723 60 00 angefordert werden.

JobChange

löst per 22. März Heinz Bättig als Geschäftsleiter des Reinacher Druckhauses Birkhäuser + GBC ab. Bättig leitete Birkhäuser seit Juni 2001 in befristetem Auftragsverhältnis.

löst per 22. März Heinz Bättig als Geschäftsleiter des Reinacher Druckhauses Birkhäuser + GBC ab. Bättig leitete Birkhäuser seit Juni 2001 in befristetem Auftragsverhältnis.Daniel Merkel Merkel übernimmt das Amt zusätzlich zur bisherigen Tätigkeit als Gesamtverantwortlicher für die Produktionsbetriebe der Mutterfirma Basler Zeitung Medien. …
Publicis-Texterin Petra Bottignole verlässt die Zürcher Agentur, um sich als Texterin/Konzepterin selbstständig zu machen. Bottignole ist seit zwei Jahren bei Publicis, davor textete sie für Guye & Partner und Weber Hodel Schmid.
…
Anfang März hat die Zürcher Agentur Advertising Art & Ideas Patrick Meyer als neuen Texter/Konzepter verpflichtet. Meyer war zuletzt als Texter bei Interbrand Zintzmeyer & Lux tätig.
…
Nathalie Oswald ist neu als Grafikerin bei der Bieler Werbeagentur Virus Ideenlabor tätig. Bis anhin war sie für DDB Bern tätig.
…
Wenige Tage nach Publikation der ersten Zahlen des Advertising Index Switzerland (AIS) gibt Projektleiter Hans-Jürg Gränicher (Bild) sein Amt ab. Seine Aufgaben übernimmt Wemf-Direktor René Schmutz.
Gränicher war im August 2002 zur Wemf gestossen, um die Werbeaufwandstatistik AIS aufzuziehen.
…
Max Ungricht wird als Nachfolger von Hansjörg Bürgi Chefredaktor des Aviatikmagazins Cockpit. Ungricht war bereits seit Anfang Jahr an den Konzeptarbeiten für das Redesign des Magazins beteiligt.
…
Beat Riem, der bisherige Leiter des Bereichs Human Resources, verlässt Schweizer Fernsehen DRS auf Anfang April auf Grund der
Reorganisation beim Sender.

Garagisten fahren zu Viva

Auto Die Zürcher Werbeagentur Viva ist vom Autogewerbeverband der Schweiz (AGVS) mit seiner Kommunikation beauftragt worden.

Auto Die Zürcher Werbeagentur Viva ist vom Autogewerbeverband der Schweiz (AGVS) mit seiner Kommunikation beauftragt worden.Die Dachorganisation der Schweizer Garagisten vertritt über 4000 Betriebe mit rund 40000 Mitarbeitenden. Viva begleitet den AGVS als Leadagentur im Bereich der internen und externen Kommunikation sowie der Markenführung.

Promarca lobbyiert für offene Regale

Markenartikel Nach der Übernahme von Epa und Waro durch Coop sehen Schweizer Markenartikelhersteller ihre Absatzkanäle bedroht. Coop besitzt 37 Prozent Marktanteil, die Migros 40.

Markenartikel Nach der Übernahme von Epa und Waro durch Coop sehen Schweizer Markenartikelhersteller ihre Absatzkanäle bedroht. Coop besitzt 37 Prozent Marktanteil, die Migros 40.Diese Machtkonzentration sei nicht im Interesse der Konsumenten, glaubt der Markenartikelverband Promarca. Wenn die Wahrscheinlichkeit, in die Regale des Handels zu kommen, sinke, lasse die Innovationskraft der Markenartikler nach. Der Verband will sich für einen gemeinsamen Verhaltenskodex für Handel und Industrie einsetzen. Um das Thema ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken, hat Promarca auf www.promarca.ch ein Dossier zusammengestellt. Es umfasst neben einer Stellungnahme Interviews mit Promarca-Direktor John Peter Strebel und fünf Konzernleitern von Markenartiklern.

Antalis lädt zu den Visual Days

Ausstellungssysteme Zum dritten Mal führt der Papierkonzern Antalis die Visual Days durch.

Ausstellungssysteme Zum dritten Mal führt der Papierkonzern Antalis die Visual Days durch.Am 1. und am 2. April zeigen in Roggwil über 20 Anbieter von Werbe- und Ausstellungssystemen ihre Neuheiten und Dauerbrenner. Neben den Standpräsentationen bieten die Visual Days auch eine Reihe von Fachreferaten in Deutsch und in Französisch. Mehr Informationen sind abrufbar auf www.antalis.ch

Von Konzentration und Fusion

Das Wort «Jubiläum» kommt von Jubel.

Das Wort «Jubiläum» kommt von Jubel.Kein Wunder also, sucht man in der Festschrift von BZ-Lokalchef Martin Haslebacher über das letzte Vierteljahrhundert Berner Pressegeschichte vergebens nach (Selbst-)Kritik. Dafür finden sich in dem Band nebst raren Fotos –
etwa von Konzernchef Charles von Graffenried auf einer Harley-
Davidson – auch zwei hilfreiche Chroniken, eine der (heutigen)
Espace Media Groupe und eine des Medienstandorts Schweiz.
> BZ – eine Berner Erfolgsgeschichte. Vom Berner Tagblatt zur Espace Media Groupe von Martin Haslebacher. Benteli Verlag, Bern 2004. 152 Seiten mit 80 s/w Bildern, 28 Franken.

Publicis Berlin für Cicero

Presse Die Launchkampagne für das neue Ringier-Politmagazin Cicero wird von Publicis, Berlin, realisiert.

Presse Die Launchkampagne für das neue Ringier-Politmagazin Cicero wird von Publicis, Berlin, realisiert.Ursprünglich war die Hamburger Agentur Shaken not Stirred im Gespräch, doch verzichtete diese auf den Etat, weil die Honorarvorgaben laut Agentur Preisdumping bedeutet hätten, was Ringier zurückwies. Cicero startet am 25. März.
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