Star TV meets Webcast

Sparten-TV Ab April können auf www.internettv.ch verschiedene TV-Sender online abgerufen werden.

Sparten-TV Ab April können auf www.internettv.ch verschiedene TV-Sender online abgerufen werden.Die Site wird von Webcast und Decatron betrieben. Auch Star TV ist mit Webcast eine Kooperation für die Sendung «netto netto» eingegangen. Mehr als 120 000 Zuschauer schauen jeweils zu, wenn Daniela Baumann und Habib Amini aus ihrem Basar Nippsachen, Mode oder Einrichtungsgegenstände aus Fernost verkaufen. Jetzt will Webcast das Streaming von «netto netto» in Kooperation mit Star TV übernehmen. Ebenso wird Webcast in Zukunft die «Cinema Trailer Highlights» von Star TV im Internet aufschalten.

Zehn Jahre Schnäppchenjagd

Elektronikdiscount Auch in der Jubiläums-Kampagne bleibt Media Markt Schweiz seiner Linie treu.

Elektronikdiscount Auch in der Jubiläums-Kampagne bleibt Media Markt Schweiz seiner Linie treu.Mit «Geiz ist geil» traf Media-Saturn-Chef Ludwig Stiefel den Nerv der Zeit. Das beweist sein Media-Markt-Konzept schwarz auf weiss: Seit der Eröffnung des europaweit ersten Media Marktes 1979 in München setzt der Discounter jährlich rund 11 Milliarden Euro um. Mit seiner Dauertiefpreisstrategie verspricht Europas grösste Handelskette für Unterhaltungselektronik, elektrische Haushaltsgeräte, Computer und Telekommunikation das ganze Jahr über Qualität zu fairen Preisen. Erfolg mit Schweinebauch
Ein Argument, das auch bei den Schweizer Konsumenten zieht: Täglich besuchen mehr als 30 000 Kunden einen der 14 Schweizer Märkte. Im vergangenen Jahr generierte Media Markt Schweiz einen Umsatz von rund 890 Millionen Franken. Und das, obwohl erst vor zehn Jahren in Dietlikon und Dietikon die ersten beiden Schweizer Filialen bei null anfingen. «Wir waren die Ersten, die mit grossflächigen Geschäften, einer Riesenauswahl an Produkten und attraktiven Preisen die Kunden begeistern konnten», erklärt Guido Renggli, CEO der Media-Markt-Gruppe Schweiz, den Erfolg des Konzepts.
Längst hat sich der Discounter dank seiner dominanten Werbepräsenz ein günstiges Preisimage geschaffen. Den Slogan «Media Markt – ich bin doch nicht blöd», kennt hier fast jedes Kind. Verantwortlich für die bisherigen rot-schwarzen Schweinebauch-Auftritte war die Wiener Agentur Demner Merlicek & Bergmann. Um das Budget für die eben angelaufene Jubiläumskampagne liess die Media-Markt-Gruppe Schweiz allerdings pitchen – und gab der Zürcher Agentur Inhalt & Form den Vorzug.
Weidmannsheil
Der erfolgreichen Strategie wollte das Unternehmen aber auch im Jubiläumsjahr treu bleiben. Schliesslich will Media Markt die Kundschaft mit noch günstigeren Jubliäumsangeboten in die Filialen locken. Passend zur Schnäppchenjagd hat das Kreativteam von Inhalt & Form den Jagdverein von Püntelen erfunden. Dieser erhält zum achtzigsten Vereinsjubiläum nur einen ausgestopften Hirsch. Für Media-Markt-Kunden hingegen, so die Kampagnenbotschaft, gäbe es richtig fette Beute. Der Jägerjargon zieht sich sowohl durch die Inserate wie die TV- und Radiospots. «Erstmals in der Geschichte von Media Markt Schweiz wurden die TV-Spots nicht nur als Imageträger genutzt, sondern mit wechselnden Angebotsinseraten ergänzt», erklärt Berater Jürg Meyer.
Bis Ende April soll der Auftritt noch mehr Schnäppchenjäger in die Media Märkte bringen – und damit den Discounter noch näher an die Umsatzgrenze von einer Milliarde führen. Renggli gibt sich jedenfalls optimistisch: «Wir planen, noch etwa drei bis vier Filialen in der Schweiz zu eröffnen.»
Die Zürcher Agentur Inhalt & Form bläst zum Halali für den Jagdverein – und für Media Markt.
Media Markt in der SchweizAm 24. März 1994 öffneten die ersten beiden Media-Markt-Fililalen in der Schweiz ihre Tore. Heute verfügt Media Markt über 14 Schweizer
Filialen. Alle Standorte sind eigene Aktiengesellschaften, an denen der jeweilige Geschäftsführer beteiligt ist. Im vergangenen Jahr setzte die Media-Markt-Gruppe Schweiz rund 890 Millionen Franken um. Die Mitarbeiterzahl beträgt 1019. Media Markt Schweiz ist Teil von Europas grösster Handelskette für Unterhaltungselektronik, elektrische Haushaltsgeräte, Computer und Telekommunikation. Das deutsche Mutterhaus Media-Saturn-Holding GmbH ist seinerseits eine Tochter der Detailhandelsgruppe Metro. (sk)
Simone Keller

Hochglanz-Cash: Ringier bestätigt Überlegungen

Wirtschaftszeitungen Cash könnte künftig als Hochglanzmagazin erscheinen.

Wirtschaftszeitungen Cash könnte künftig als Hochglanzmagazin erscheinen.Ringier-Kommunikationschefin Eva Keller bestätigte eine entsprechende Meldung der NZZ am Sonntag teilweise. Ein Entscheid sei aber noch weit entfernt.

Embedded Advertising

Aufgefallen Seit dem Irak-Krieg gehören in Kampfverbände eingebettete Berichterstatter zum journalistischen Alltag.

Presse Seit dem Irak-Krieg gehören in Kampfverbände eingebettete Berichterstatter zum journalistischen Alltag.An dieser höchst zweifelhaften Innovation des 21. Jahrhunderts hat sich nun ausgerechnet die topseriöse Frankfurter Allgemeine ein Beispiel genommen: In ihrer Samstagsausgabe erschien nebenstehendes Eigeninserat mit der Aufforderung an die Frauen, den Sportteil der FAZ am Sonntag zu behändigen. Dieser Auftritt wurde in der gleichen Ausgabe umrahmt von einer redaktionellen Anleitung, wie frau sich am elegantesten in männliche Fussball-Fachsimpeleien einschaltet, und von einem Anriss auf eine Story in der Feiertagsedition über die deutsche Stürmerkrise.Dieses fade «Sandwich» provoziert statt des Lächelns wohl eher schallendes Gelächter. Und die Befürchtung, dass auch auswärtigen Anzeigenkunden irgendwann solche redaktionellen Steilpässe zugespielt werden. Für (hausinternes) Theater zwischen den auf Unabhängigkeit pochenden Herausgebern und der zunehmend flexibleren Geschäftsführung der FAZ wäre spätestens dann freilich gesorgt.
(oc)

Lesch + Frei beliefert Maler und Gipser

Berufsverbände Der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV) lässt sich von Lesch + Frei ein Marketingkonzept schneidern.

Berufsverbände Der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV) lässt sich von Lesch + Frei ein Marketingkonzept schneidern.Berufsverbände Der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV) lässt sich von Lesch + Frei ein Marketingkonzept schneidern. Die Zürcher Werbeagentur gewann das Mandat in
einer Konkurrenzpräsentation. Es umfasst auch den Aufbau der
Corporate Identity und sämtliche Kommunikationsmassnahmen. Lesch + Frei greift dabei auf die Unterstützung ihrer Tochterfirma Mindquest zurück, die sich auf Kommunikationsberatung für Verbände spezialisiert hat.

Wem die Minute schlägt

Zeitungen In der neuen Leserkampagne für die Basler Zeitung argumentiert cR DDB mit deren Vielfalt.

Zeitungen In der neuen Leserkampagne für die Basler Zeitung argumentiert cR DDB mit deren Vielfalt.Wenige Monate vor dem geplanten Relaunch feiert die Basler Zeitung (BaZ) ihre Leserinnen und Leser mit einer Bestätigungskampagne im Print und im Radio. Unter dem Slogan «Lesen Sie aus» stellt das neue Modul in einer schon länger laufenden Kampagne von cR DDB die Vorteile der Komplettzeitung heraus. Die Agentur hat den Kunden im letzten Sommer in einer Konkurrenzpräsentation mit der Idee einer Modellkampagne gewonnen. Damit sollen in verschiedenen Zeitabschnitten jeweils andere Aspekte der Zeitung herausgestellt werden. Aktuell das Thema «Komplettzeitung».Nur aus einer Komplettzeitung kann sich jeder «Ausleser» täglich seine eigene Basler Zeitung zusammenstellen. Diese Botschaft transportieren die doppel- und halbseitigen Anzeigen mit jeweils einem Paar von Leserinnen und Lesern aus der Nordwestschweiz, darunter Prominente wie die Tennisspielerin Patty Schnyder, die Schriftstellerin Zoë Jenny, der Lovebugs-Sänger Adrian Sieber und der Theaterdirektor Michael Schindhelm.
BaZ ist individuell nutzbar
Diese Promis verraten nicht nur, wie viele Minuten sie täglich mit der BaZ verbringen. Sie geben auch ihre Interessen preis – und zeigen damit, dass die BaZ als Komplettzeitung all diese Ansprüche individuell bedienen kann. So wird das Leseverhalten des Basler Theaterdirektors Michael Schindhelm mit jenem von Tourismusdirektor Daniel Egloff verglichen. «Michael Schindhelm liest anders aus als Daniel Egloff», heisst es im Text zum Inserat. Dann wird präzisiert. Für den Theaterdirektor, der täglich 30 Minuten für die BaZ aufwendet, ist die Zeitung der «Resonanzraum der Basler Seele». Er vertieft sich darin in die Kulturseiten, in den Regionalteil – und immer in die Letzte. Anders der Tourismusdirektor Daniel Egloff. Dieser freut sich täglich 19 Minuten auf ein faktenstarkes «Update» über Politik und Gesellschaft.
In einem anderen Sujet werden die Ansprüche an eine Zeitung von Patty Schnyder denjenigen von Adrian Sieber gegenübergestellt. Der Sänger der Lovebugs liest
27 Minuten und interessiert sich vor allem für Politik, Kultur und Nachrichten über den FC Basel, während die internationale Tennisspielerin in erster Linie die Onlineausgabe der BaZ schätzt und dies täglich während 13 Minuten.
«Und was ist für Sie heute drin?», fragt der Inserattext jeweils am Schluss. Dann folgt der doppelsinnige Claim: «Lesen Sie aus.»
Natürlich sind die Minutenangaben auch ein witziger Seitenhieb auf die Pendlerzeitung 20 Minuten. Das spiegelt sich auch im gleichen Layout. Allerdings soll dieses Detail der Konkurrenz nie im Vordergrund der strategischen Überlegungen gestanden haben.
Bei der Auswahl der Prominenten ist man bei den Basler Persönlichkeiten sofort auf viel Sympathie für die Werbeidee gestossen, wie CD Hans Tanner bei cR DDB verrät. In zukünftigen Inseraten sollen weitere Basler Figuren von öffentlichem Interesse sowie auch unbekannte Leserinnen und Leser porträtiert werden.
Die Kampagne «Lesen Sie aus» wird neben dem Print auch im
Radio gestützt. Vier verschiedene Radiospots dramatisieren hier die Themenvielfalt der BaZ durch ihr Gegenteil: Einfalt.
Im Spot «Party» trifft zum Beispiel ein Mann eine alte Bekannte. Man freut sich, hat sich aber überhaupt nichts zu sagen und ringt nur verzweifelt nach Worten. Ebenso inhaltslos ist ein Dialog im Spot «Wetter» – wo nur nichts sagende Banalitäten ausgetauscht werden – oder ein hilfloses «Fachsimpeln» ohne Fakten über Britney Spears.
Diese Smallest-Talk-Dialoge enden jeweils mit der trockenen Auflösung: «Nicht alle Menschen haben etwas zu erzählen. Aber es lesen ja auch nicht alle die BaZ.»
Minute für Minute: Die einen picken Häppchen, andere nutzen das breite Infoangebot. Mit der Basler Zeitung, so die Werbebotschaft, kann jeder nach seiner Façon glücklich werden. >> Seite 7
Ob 13 oder 30 Minuten Lektüre: Die Baz will für alle Bedürfnisse eine Komplettzeitung sein.
Andreas Panzeri

Ein Medikament sucht Abnehmer

Pharma Xenical lässt Pfunde schmelzen, aber nicht genügend die Kasse klingeln. Jetzt will Zogg Kettiger Gasser das Medikament für Roche umpositionieren.

Pharma Xenical lässt Pfunde schmelzen, aber nicht genügend die Kasse klingeln. Jetzt will Zogg Kettiger Gasser das Medikament für Roche umpositionieren. Die legendäre Schauspielerin und Autorin Mae West soll einmal gesagt haben, dass alles Schöne im Leben einen Haken habe: «Es ist unmoralisch, illegal, oder es macht dick.» Vor allem dick. Denn trotz der ständig wachsenden Zahl von Light-Produkten, Ernährungsberatern und Fitnesscentern nimmt in der Bevölkerung der westlichen Länder der Anteil übergewichtiger und fettleibiger Menschen weiter zu.Eine weltweite Epidemie
Eine Studie des Center for Disease Control and Prevention in den USA zeigt: Rund ein Drittel aller Amerikaner sind fettleibig, ein weiteres Drittel übergewichtig. Diese nahezu 130 Millionen Dicken leiden oft an Unzufriedenheit, chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Herzerkrankungen sowie an bestimmten Formen von Krebs. Und sie belasteten 2003 das amerikanische Gesundheitswesen mit über 75 Milliarden Dollar – so das Resultat einer Marktforschungsstudie des RTI International.
Die Volkskrankheit Fettsucht hat in der Heimat des Körperkults auch juristische Implikationen: So schob vor wenigen Wochen das Repräsentantenhaus der USA den Schadenersatzklagen gegen Fastfood-Ketten einen Riegel vor – mit einem Gesetz, das sich auf die Freiheit und Eigenverantwortung der Konsumenten beruft. Anderseits streicht eine Nahrungsmittelfirma nach der anderen ihre Maxi-Portionen aus dem Sortiment und ersetzt sie durch kleinere, aber margenstärkere Packungsgrössen. Und McDonald’s hat kürzlich gar eine Salat-Offensive gestartet.
Doch ist Fettleibigkeit längst nicht nur ein Problem der USA, sondern praktisch aller Wohlstandsnationen. Gemäss einer aktuellen Studie des Labors für Humanernährung der ETH Zürich ist jedes fünfte Kind in der Schweiz zwischen sechs und zwölf Jahren zu dick, vier Prozent der Kinder haben sogar massives Übergewicht. Eine Studie vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und von Nestlé besagt, dass 31 Prozent der Schweizer Bevölkerung übergewichtig sind, was eine Zunahme von 25 Prozent in acht Jahren bedeutet. Das BAG führt 13 Milliarden Franken oder rund ein Drittel aller Gesundheitskosten auf ernährungsbedingte Krankheiten zurück.
Gegen Fettsucht gibt es seit einigen Jahren Medikamente. Zu den bekanntesten Anti-Adipositas-Präparaten gehört unter anderen Xenical. Mit einem Umsatz von 618 Millionen Franken war es im Jahr 2003 das sechststärkste Produkt von Roche. Doch wer glaubt, dass sich die Erlöse des Powerbrands entsprechend dem Übergewichtsboom entwickelten, der irrt. Obschon der Umsatz der Medikamentengruppe in der Schweiz seit 1995 um satte 36 Prozent auf 26 Millionen Franken (2002) angestiegen ist, war der Trend alles andere als linear. So ging 2003 der Erlös von Xenical international um ganze 13 Prozent zurück; bei der Konkurrenz war der Knick zum Teil noch grösser. Der Grund: Offenbar setzen Patienten oft zu hohe Erwartungen in das Medikament, nehmen es als Lifestyle-Pille wahr oder befolgen die Einnahmevorschriften nicht richtig, wodurch unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Dies führt häufig dazu, dass sie das Mittel vorzeitig absetzen.
Akzeptanzproblem bei Ärzten
Nicht nur weigern sich die beleibten Patienten zunehmend, solche Anti-Fettsucht-Präparate zu schlucken. Die beauftragte Agentur Zogg Kettiger Gasser (ZKG) hat in ihren Konsumenten- und Problemanalysen festgestellt, dass auch bei den Ärzten eine grosse Wahrnehmungsdiskrepanz klafft, die ebenso für den bescheidenen Erfolg von Xenical verantwortlich ist. So werde Übergewicht von vielen Ärzten nicht als Krankheit anerkannt und daher auch nicht medikamentös behandelt. «Viele halten diese Patienten für diät- und sportfaul», erklärt Max Winiger von der ZKG. Das führe dazu, dass die Ärzte jenen Fettsüchtigen, die nach Medikamenten fragen, gerne unterstellen, sie wollten ihre unnötigen Pfunde auf möglichst einfache Art verlieren. Hier fand Christoph Lögler, Group Product Manager bei Roche Pharma Schweiz, Korrekturbedarf: «Mit der Repositionierung von Xenical wollten wir zum einen weg vom Lifestyle-Image, hin zur medizinisch betreuten Therapie, zum anderen die Marke redynamisieren.»
Strategiewechsel in der Schweiz
Da Xenical – anders als Reductil – ein kassenpflichtiges Medikament ist, beschränken sich die Möglichkeiten auf Fachwerbung, sprich: auf die Ansprache von Ärzten. Das neue Kommunikationskonzept musste deshalb auf die erwähnten Vorurteile bei dieser Zielgruppe reagieren und gleichzeitig den Patienten Mut machen. Mit der deutlichen Werbebotschaft «Ich will» vermittelt die Kampagne jene Überzeugung, die Übergewichtige brauchen, um gegen ihre Krankheit anzugehen. Patienten, die sich für eine Xenical-Therapie entscheiden, werden überdies von einer Supportstelle begleitet, die darauf abzielt, mit unterhaltenden Elementen und in einem kollegialen Ton Verhaltensmuster zu verändern.
Mit demselben Claim und differenzierten Inhalten sollen die Ärzte in ihrer Hilfestellung und medizinischen Behandlung bestätigt und bestärkt werden. Zur Motivation der Ärzte führt Roche mit ZKG nebst den Patientenbroschüren das Mailing-Magazin Volo (lateinisch «Ich will») für Ärzte ein, in dem ein Coach den Ärzten Tipps gibt, wie sie mit Adipositas-Kranken umgehen können. In den Inseraten sind die beiden Krankheitsbegriffe – Adipositas und Diabetes Typ 2 – deutlich hervorgehoben, und auf die behandlungsbegleitende Diät wird deutlich hingewiesen. So soll das Syndrom «medizinalisiert» werden.
Eine glaubwürdigere Positionierung von Xenical verschafft sich der Pharmakonzern bei der Ärzteschaft aber vor allem mit der Einsicht, dass Gewichtsverlust nicht nur mit Medikamenten zu erreichen ist: In England führte Roche zusammen mit der Detailhandelskette Sainsbury ein Projekt durch, bei dem sie Übergewichtige und Fettleibige mit Erfolg zu einer gesünderen Ernährungsweise motivieren konnte.
Die Xenical-Kampagne von ZKG zeigt Adipositas-Patienten in intimer Distanz, um Vertrauen und Verständnis zu schaffen.
Sorgfältige Information führt die Patienten zur Xenical-Therapie hin, motivierende Begleitung hilft dabei, die Therapie durchzuhalten.
Wie Xenical auf den Stoffwechsel wirktDas Roche-Medikament Xenical mit dem Fettblocker Orlistat ist seit
September 1998 auf dem Schweizer Markt und wird zur Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit) verschrieben. Der Wirkungsmechanismus ist einzigartig, aber nur wirklich wirksam unter Einhaltung strenger Diätvorschriften. Anders als das nicht kassenpflichtige Konkurrenzprodukt Reductil, das übers Blut ein Sättigungsgefühl induziert und die Aufnahme von Serotonin und Noradrenalin verhindert, wirkt Xenical ausschliesslich im Magen-Darm-Trakt. Dort verringert es die Fettaufnahme und bewirkt, dass rund ein Drittel des Nahrungsfettes unverdaut über den Darm wieder ausgeschieden wird. In der Schweiz übernehmen die Krankenkassen die Therapiekosten von Xenical sowohl bei Typ-2-Diabetikern (Altersdiabetes) ab Body-Mass-Index (BMI) 28 wie auch bei übergewichtigen Personen ab BMI 35. In der vergangenen Woche hat die Europäische Kommission
für Xenical das Anwendungsgebiet erweitert. (la)
Luca Aloisi

Manpower-Index steigt wieder

Inserate Im Februar hat sich das Stellenangebot in der Tagespresse gegenüber dem Januar deutlich verbessert. Das zeigt der Manpower-Index, der um 1 Zähler auf 26,5 Punkte stieg.

Inserate Im Februar hat sich das Stellenangebot in der Tagespresse gegenüber dem Januar deutlich verbessert. Das zeigt der Manpower-Index, der um 1 Zähler auf 26,5 Punkte stieg.Im Januar war saisonbedingt ein Rückgang um 0,7 Punkte zu verzeichnen gewesen, während die beiden letzten Monate im Jahr 2003 bereits geringe Zuwachsraten gebracht hatten. 10 der 13 erhobenen Regionen legten im Februar zu. Am besten schnitten Aargau und Solothurn ab (je +1,9 Punkte). Ein geringeres Stellenangebot hingegen verzeichneten Biel (minus 0,1 Punkt), Freiburg und Wallis (je minus 1,5 Punkte).

Den Luzernern zischts wohl

Pendlerzeitungen Die Gratiszeitung der LZ-Medien setzt auf einen originellen Namen – und Topaktualität.

Pendlerzeitungen Die Gratiszeitung der LZ-Medien setzt auf einen originellen Namen – und Topaktualität.Zisch News – so wird die neue Pendlerzeitung der LZ-Medien mit grösster Wahrscheinlichkeit heissen. «Den Namen habe ich jedenfalls schon geschützt», lacht Jürg Weber, Geschäftsleiter der Neuen Luzerner Zeitung AG (Neue LZ). Der originelle Titel trifft zweifellos sowohl das Lebensgefühl vieler junger Menschen als auch die Atmosphäre auf Strassen und Bahnhöfen. Insofern ist er Programm wie jener des Konkurrenten 20 Minuten. Kommt dazu, dass Zisch News auch einen multimedialen Touch hat: Der Name verweist auf www.zisch.ch, die gut eingeführte Internetplattform der LZ-Medien, für die Net Audit im Februar 160000 Visits und eine durchschnittliche Verweildauer von acht Minuten auswies (Tendenz steigend). Entsprechend kommt das inhouse entworfene Layout locker daher und soll gemäss Weber durchaus ans Internet erinnern.Zisch News untersteht LZ-Chef
Die konzeptionelle Basis von Zisch News bildet aber die Redaktion der Neuen LZ. Weber spricht von einer «integrierten Lösung». Organisatorisch wird Zisch News der LZ-Redaktion als weiteres Ressort angegliedert und somit dem LZ-Chefredaktor unterstellt. Das ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit allen andern Ressorts, vor allem mit der Online-Redaktion von zisch.ch sowie mit den LZ-Regionalredaktionen. Zudem ist nur ein relativ kleiner personeller Ausbau nötig. Wie viele neue Stellen entstehen, kann Weber noch nicht sagen.
Doch obwohl Zisch News inhaltlich einen ähnlichen Mix enthält wie die Neue LZ, soll das neue Blatt mehr sein als bloss deren Inhaltsverzeichnis. Es enthält spezielle Pendlernews, versieht die Artikel mit Internet- und SMS-Adressen und wird auch punkto Aktualität die Nase vorn haben. «Weil wir immer erst nach der Neuen LZ um 4 Uhr früh drucken werden, können wir gegebenenfalls den Redaktionsschluss bis 3.30 Uhr hinauszögern», sagt Weber.
Somit wird Zisch News gegenüber dem Mutterblatt oder auch gegenüber 20 Minuten durchaus mit Primeurs aufwarten können. Ob aber bei Zisch News auch Primeurs erscheinen, die nicht terminlich bedingt sind, kann die Redaktion entscheiden. Vermutlich wird sie im Pendlerblatt nur Anrisse platzieren, die dann auf den Text in der Neuen LZ verweisen.
Evaluation von Boxenstandorten
Der Hauptvertrieb des neuen Blattes ist über die von den SBB ausgeschriebenen Boxen an rund 60 Zentralschweizer Bahnhöfen vorgesehen (WW 9/04). Darüber hinaus evaluiert Weber weitere Distributionskanäle. Er gibt derzeit erst preis, dass Boxen auf Stadtboden derzeit nicht und Kolporteure nur für befristete Aktionen erlaubt sind. Eine weitere Möglichkeit bietet sich in Bussen der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), wo die Neue LZ mit Zeitungshaltern präsent ist. Zudem hat sich Weber über Luzern hinaus auch «in andern Gemeinden über Boxenstandorte schlau gemacht».
Fragt sich, wie lange die Neue LZ das Projekt durchziehen kann. «Wir hatten auch letztes Jahr kein schlechtes Ergebnis. Deshalb muss Zisch News nicht schon nach einem Jahr schwarze Zahlen schreiben», sagt Weber, «wir betrachten dies als Investition in die Zukunft.» In zwei oder drei Jahren sollte sich der Erfolg jedoch einstellen. Denn nach den Verschiebungen im Leser- und Werbemarkt hin zu Pendlerzeitungen hoffen die LZ-Medien, nun auch davon profitieren zu können. Dass die Neue LZ dadurch Abos verlieren könnte, schliesst Weber zwar nicht aus. Er rechnet längerfristig aber mit einer umgekehrten Befruchtung – sei es mittels junger Abonnenten, sei es über Werbeeinnahmen.
Jung und schnell: Zisch News, das Gratisblatt der LZ-Medien, wird auf Zusatznutzen für Zentralschweizer Pendler setzen.
Steckbrief Zisch NewsZisch News, dessen Redaktionsleiter noch nicht bestimmt ist, könnte
Anfang Mai starten, möglicherweise erfolgt die Lancierung aber erst im Juni. So oder so: Eine inhouse gefertigte Plakat- und Inseratekampagne wird den Start der Pendlerzeitung, die von Montag bis Freitag und im Tabloidformat erscheinen soll, begleiten. Die geplante Auflage beträgt
gegen 40 000 Exemplare. Hauptzielgruppe sind die 16- bis 32-Jährigen. Das Blatt umfasst mindestens 24 Seiten. Ein ganzseitiges Vierfarbinserat kostet brutto 1600 Franken, angeboten werden auch Kombis mit der Neuen LZ und dem Anzeiger Luzern. Den Verkauf besorgt voraussichtlich die Publicitas. Das hier beschriebene Konzept von Zisch News beruht auf der Erwartung, dass die LZ-Medien von den SBB eine Exklusiv-Boxenkonzession für die Zentralschweizer Bahnhöfe erhalten. Sollten die SBB diesem Wunsch nicht entsprechen oder gar 20 Minuten vorziehen, dann muss gemäss Jürg Weber der LZ-Verwaltungsrat noch einmal darüber beraten, ob das Projekt auch über andere Kanäle funktioniert. (mk)
Markus Knöpfli

Zuger Frühling kommt im Mai

Zeitungen Die Zuger Media AG hat sich nicht nur eine neue Führungsstruktur gegeben (siehe Seite 3), sondern zugleich auch fünf Verlags- und Redaktionsmitarbeiter entlassen.

Zeitungen Die Zuger Media AG hat sich nicht nur eine neue Führungsstruktur gegeben (siehe Seite 3), sondern zugleich auch fünf Verlags- und Redaktionsmitarbeiter entlassen.Zeitungen Die Zuger Media AG hat sich nicht nur eine neue Führungsstruktur gegeben (siehe Seite 3), sondern zugleich auch fünf Verlags- und Redaktionsmitarbeiter entlassen. Laut Verwaltungsratspräsident Adrian Bauder bedeutet der Wegfall von «insgesamt bloss 2,5 Stellen» aber keineswegs der Anfang vom Ende. Im Gegenteil, man mache sich fit für den auf Ende Mai terminierten Relaunch der Zuger Presse.
Zwecks Reichweitenerhöhung soll das Blatt von Landis&Gyr-Erbe Daniel Brunner künftig wieder häufiger als nur zweimal wöchentlich erscheinen. Nach einem Verlust von 3,2 Millionen Franken im Jahr 2002 habe man auch letztes Jahr «ein massgebliches Minus» geschrieben, räumt Bauder zwar ein. Dass Brunners vierjährige Defizitgarantie Ende Jahr abläuft, heisse jedoch nur, dass dieser die Zuger Presse dann nicht mehr allein über die Runden bringen will.
(oc)

Dialog Lucky Lack startet mit Neukunden

Portfolio Die neu formierte Basler Agentur Dialog Lucky Lack meldet eine Reihe von Kundengewinnen.

Portfolio Die neu formierte Basler Agentur Dialog Lucky Lack meldet eine Reihe von Kundengewinnen.Die Kältetechnikfirma Werner Kuster AG und das Softwarehaus Semantic Systems haben sich für die Agentur entschieden. Ebenfalls neu im Portfolio sind die Dynavita AG, die in der Rehabilitationstechnik tätig ist, und Vitality Concepts mit Sitz in Tokio und San Diego, die Nahrungsergänzungsprodukte herstellt. Dialog Lucky Lack wurde per Anfang Jahr aus den Agenturen Dialog BFK und Lucky Lack Advertising gebildet.

Ringier: Wieder weniger Umsatz und mehr Gewinn

Medienunternehmen Die Jahreszahlen für 2003 gibt der Ringier Verlag erst Ende April bekannt.

Medienunternehmen Die Jahreszahlen für 2003 gibt der Ringier Verlag erst Ende April bekannt.Gegenüber der Financial Times Deutschland sagte Verleger Michael Ringier aber bereits, der Umsatz habe etwas über 1 Milliarde Franken betragen – etwas weniger als im Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern sei mit über 40 Millionen Franken dagegen leicht gestiegen.
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