Der Chefbote
Thomas Löw will als Mitbegründer bei Krieg, Schlupp, Springer & Jacoby in Zürich Aufbauarbeit auf der Basis des deutschen Netzwerks pflegen.
Thomas Löw will als Mitbegründer bei Krieg, Schlupp, Springer & Jacoby in Zürich Aufbauarbeit auf der Basis des deutschen Netzwerks pflegen.Er hat schon im Jahr 2000 neun Monate als Geburtshelfer für eine neue Agentur von Springer & Jacoby in Barcelona gewirkt. Jetzt soll Thomas Löw als Gründungsmitglied auch in der neuen Agentur von Daniel Krieg und Uwe Schlupp für den Hausgeist im Sinn von Springer & Jacoby sorgen.Schon seit 1990 ist Thomas Löw bei Springer & Jacoby in Hamburg mit dabei. 1997 wurde er Geschäftsführer und Mitgesellschafter der so genannt «Ersten Agentur», wie die verschiedenen Filialen in der Hansestadt nummeriert werden. 2002 wechselte er zur «Vierten Agentur», und seit Januar 2003 ist er Geschäftsführer und Mitgesellschafter in der «Fünften».
Das 1979 als Kreativ-Hotshop gestartete Netzwerk ist heute in Deutschland als kreative Markenagentur positioniert. «Unsere Kunden haben sich entwickelt und schätzen es, vermehrt auch international von S&J betreut werden zu können», so Löw. Deshalb ist der kontinuierliche Ausbau in andere Länder angesagt.
Dabei gilt die Überzeugung, «dass es gar keinen Sinn macht, nur bei irgendwelchen Agenturen das Namensschild an die Tür zu kleben». Es muss ein lokales Wachstum aus sich selbst heraus entstehen. Das heisst: Man entsendet Cracks wie mich, die «das Gen von Springer & Jacoby» in sich tragen, in diese neuen Länder. Dort sollen sie «mit Zellteilung» und den lokalen Spitzenleuten die jungen Agenturen bilden. «Zum Glück», so Löw, «habe ich mit Daniel Krieg und Uwe Schlupp Partner an der Seite, die nicht nur lokale Kenner und ausgezeichnete Kreative sind, sondern sofort brothers in mind waren». «Wenn es so wird, wie wir planen, ist es höchst wahrscheinlich, dass ich die Agentur langfristig begleite oder führe», umschreibt Löw sein neues Pflichtenheft.
Bereits früher Zürcher Gastspiel
Das Leben in Zürich ist für Thomas Löw nicht neu. Schon 1996 hat der Werber aus Deutschland rund ein Jahr bei Advico Young & Rubicam gearbeitet. Der Anstoss, S&J kurzfristig zu verlassen, kam damals durch einen Etatverlust. Die Hamburger waren Hauptberater von IBM und in Deutschland «sehr geschätzt». In den USA wollte man jedoch weltweit alles nur noch über eine einzelne Agentur abwickeln. «Der Verlust zeigte mir, dass diese internationale Etatführung die Zukunft sein wird und machte mir klar, dass auch ich selber international mehr Background haben muss», hat Löw erkannt. Bei AY&R konnte er als Management-Supervisor unter anderem für die damalige Bankgesellschaft weltweit die Kommunikation steuern.
Auf Umwegen zur Kommunikation
Zur Werbung kam Löw «eher zufällig». Während des Studiums hat er in einer Druckerei gejobbt und lernte bei der Produktionsauslieferung die Arbeit in einer Werbeagentur kennen. «Als Wirtschaftsingenieur hätte ich auch ganz andere Sachen machen können», meint der Manager, der während seiner Studienzeit auch eine kleine Surfschule in Spanien gegründet hat. Irgendwie fand er Kommunikation und Werbung aber «spannender als Tourismus, Maschinenbau oder Elektrotechnik».
Eine eigene Agentur zu gründen, war nie das Ziel von Thomas Löw. Er brauche seinen Namen aus Egogründen nicht unbedingt in einem Logo zu sehen. Als Anteilseigner bei S&J hatte er immer genügend unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten «Ich kann frei entscheiden, an was ich arbeiten möchte. Ab sofort ist es der Aufbau Schweiz», meint er. Der Kontakt mit Krieg und Schlupp hat rund ein Jahr gedauert. «Wir mussten nicht, sondern wir wollten zusammenkommen.»
Die neue Agentur ist vor allem eine Schweizer Agentur. Sie soll in der Schweiz aber auch ein «Brückenkopf» sein. Einige Kunden in Deutschland haben starkes Interesse am Schweizer Markt und suchen eine Agentur im Ausland, die wie S&J denkt und handelt. Daneben will man aber auch Schweizer Geschäfte generieren. «Der Markt für die Gründung von Agenturen dieser Ausprägung ist in der Schweiz noch nicht ausgereizt», glaubt Löw. Erfolgschancen sieht er auch in Schweizer Firmen, die die Märkte in Deutschland und Europa konsequenter erschliessen wollen. «Mit unserem Background können wir solchen Firmen beratend zur Seite stehen und aufzeigen, wie man da aus dem grossen Potenzial in Deutschland mehr macht.»
Thomas Löw kombiniert das Know-how des Stammhauses und lokale Spitzenleute.
Andreas Panzeri
Das 1979 als Kreativ-Hotshop gestartete Netzwerk ist heute in Deutschland als kreative Markenagentur positioniert. «Unsere Kunden haben sich entwickelt und schätzen es, vermehrt auch international von S&J betreut werden zu können», so Löw. Deshalb ist der kontinuierliche Ausbau in andere Länder angesagt.
Dabei gilt die Überzeugung, «dass es gar keinen Sinn macht, nur bei irgendwelchen Agenturen das Namensschild an die Tür zu kleben». Es muss ein lokales Wachstum aus sich selbst heraus entstehen. Das heisst: Man entsendet Cracks wie mich, die «das Gen von Springer & Jacoby» in sich tragen, in diese neuen Länder. Dort sollen sie «mit Zellteilung» und den lokalen Spitzenleuten die jungen Agenturen bilden. «Zum Glück», so Löw, «habe ich mit Daniel Krieg und Uwe Schlupp Partner an der Seite, die nicht nur lokale Kenner und ausgezeichnete Kreative sind, sondern sofort brothers in mind waren». «Wenn es so wird, wie wir planen, ist es höchst wahrscheinlich, dass ich die Agentur langfristig begleite oder führe», umschreibt Löw sein neues Pflichtenheft.
Bereits früher Zürcher Gastspiel
Das Leben in Zürich ist für Thomas Löw nicht neu. Schon 1996 hat der Werber aus Deutschland rund ein Jahr bei Advico Young & Rubicam gearbeitet. Der Anstoss, S&J kurzfristig zu verlassen, kam damals durch einen Etatverlust. Die Hamburger waren Hauptberater von IBM und in Deutschland «sehr geschätzt». In den USA wollte man jedoch weltweit alles nur noch über eine einzelne Agentur abwickeln. «Der Verlust zeigte mir, dass diese internationale Etatführung die Zukunft sein wird und machte mir klar, dass auch ich selber international mehr Background haben muss», hat Löw erkannt. Bei AY&R konnte er als Management-Supervisor unter anderem für die damalige Bankgesellschaft weltweit die Kommunikation steuern.
Auf Umwegen zur Kommunikation
Zur Werbung kam Löw «eher zufällig». Während des Studiums hat er in einer Druckerei gejobbt und lernte bei der Produktionsauslieferung die Arbeit in einer Werbeagentur kennen. «Als Wirtschaftsingenieur hätte ich auch ganz andere Sachen machen können», meint der Manager, der während seiner Studienzeit auch eine kleine Surfschule in Spanien gegründet hat. Irgendwie fand er Kommunikation und Werbung aber «spannender als Tourismus, Maschinenbau oder Elektrotechnik».
Eine eigene Agentur zu gründen, war nie das Ziel von Thomas Löw. Er brauche seinen Namen aus Egogründen nicht unbedingt in einem Logo zu sehen. Als Anteilseigner bei S&J hatte er immer genügend unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten «Ich kann frei entscheiden, an was ich arbeiten möchte. Ab sofort ist es der Aufbau Schweiz», meint er. Der Kontakt mit Krieg und Schlupp hat rund ein Jahr gedauert. «Wir mussten nicht, sondern wir wollten zusammenkommen.»
Die neue Agentur ist vor allem eine Schweizer Agentur. Sie soll in der Schweiz aber auch ein «Brückenkopf» sein. Einige Kunden in Deutschland haben starkes Interesse am Schweizer Markt und suchen eine Agentur im Ausland, die wie S&J denkt und handelt. Daneben will man aber auch Schweizer Geschäfte generieren. «Der Markt für die Gründung von Agenturen dieser Ausprägung ist in der Schweiz noch nicht ausgereizt», glaubt Löw. Erfolgschancen sieht er auch in Schweizer Firmen, die die Märkte in Deutschland und Europa konsequenter erschliessen wollen. «Mit unserem Background können wir solchen Firmen beratend zur Seite stehen und aufzeigen, wie man da aus dem grossen Potenzial in Deutschland mehr macht.»
Thomas Löw kombiniert das Know-how des Stammhauses und lokale Spitzenleute.
Andreas Panzeri
