Keine weiteren Austritte aus dem VSP
Medienpolitik Vor den RTVG-Hearings im Ständerat haben sich Verleger, Privatradios und Privat-TVs geeinigt.
Medienpolitik Vor den RTVG-Hearings im Ständerat haben sich Verleger, Privatradios und Privat-TVs geeinigt.An den Ständerat-Hearings zum RTVG vom 29. April wird der Verband Schweizer Presse (CHP) eine Neuformulierung des vom Nationalrat beschlossenen Artikels 55.2 vorschlagen. Statt dass bei mehreren Bewerbungen um eine Radio- oder TV-Konzession die unabhängigere den Zuschlag erhält, soll neu jene bevorzugt werden, «welche die Meinungs- und Angebotsvielfalt am besten gewährleistet».Hinter dieser Formel, die im heutigen Gesetz zu finden ist, steht nicht nur der CHP, sondern auch der Verband Schweizerischer Privatradios (VSP) und der Privat-TV-Verband Telesuisse. Dies bestätigen CHP-Chef Hanspeter Lebru- ment, VSP-Präsident Günter Heuberger und Telesuisse-Vizepräsident Markus Ruoss der Werbewoche. Für die Hearings ist folgendes Vorgehen geplant: Telesuisse und VSP äussern sich nicht zu Besitzerfragen und kommentieren deshalb weder Artikel 55.2 noch den ebenso umstrittenen Artikel 54.3 (Besitz von höchstens zwei Radio- und zwei TV-Konzessionen). Auf Politikeranfrage hin unterstützen sie aber die CHP-Neuformulierung. Diese wurde von Heuberger eingebracht.
Dank dieser Lösung, so Lebrument, sei für Radio Grischa ein Verbandsaustritt aus dem VSP vom Tisch. Ähnlich tönt es bei den Verlegerradios BE1, Basel 1, 32, Argovia und Munot. Das ist bemerkenswert, verliessen Anfang April doch sechs andere Verlegerradios den VSP (siehe Seite 19). Diesen fanden die Verlegerinteressen zu wenig berücksichtigt, weil der VSP die umstrittenen Artikel nicht aktiv bekämpfen wollte. Der Austritt unter Belcom-Führung hat vielerorts Kopfschütteln ausgelöst, so auch bei Telesuisse-Vize Markus Ruoss. Dieser wundert sich, warum bei seinem Verband keine Verleger-TVs ausgetreten sind, «wo wir doch immer dieselbe Position wie der VSP vertreten haben».
Markus Knöpfli
Dank dieser Lösung, so Lebrument, sei für Radio Grischa ein Verbandsaustritt aus dem VSP vom Tisch. Ähnlich tönt es bei den Verlegerradios BE1, Basel 1, 32, Argovia und Munot. Das ist bemerkenswert, verliessen Anfang April doch sechs andere Verlegerradios den VSP (siehe Seite 19). Diesen fanden die Verlegerinteressen zu wenig berücksichtigt, weil der VSP die umstrittenen Artikel nicht aktiv bekämpfen wollte. Der Austritt unter Belcom-Führung hat vielerorts Kopfschütteln ausgelöst, so auch bei Telesuisse-Vize Markus Ruoss. Dieser wundert sich, warum bei seinem Verband keine Verleger-TVs ausgetreten sind, «wo wir doch immer dieselbe Position wie der VSP vertreten haben».
Markus Knöpfli
