Keine weiteren Austritte aus dem VSP

Medienpolitik Vor den RTVG-Hearings im Ständerat haben sich Verleger, Privatradios und Privat-TVs geeinigt.

Medienpolitik Vor den RTVG-Hearings im Ständerat haben sich Verleger, Privatradios und Privat-TVs geeinigt.An den Ständerat-Hearings zum RTVG vom 29. April wird der Verband Schweizer Presse (CHP) eine Neuformulierung des vom Nationalrat beschlossenen Artikels 55.2 vorschlagen. Statt dass bei mehreren Bewerbungen um eine Radio- oder TV-Konzession die unabhängigere den Zuschlag erhält, soll neu jene bevorzugt werden, «welche die Meinungs- und Angebotsvielfalt am besten gewährleistet».Hinter dieser Formel, die im heutigen Gesetz zu finden ist, steht nicht nur der CHP, sondern auch der Verband Schweizerischer Privatradios (VSP) und der Privat-TV-Verband Telesuisse. Dies bestätigen CHP-Chef Hanspeter Lebru- ment, VSP-Präsident Günter Heuberger und Telesuisse-Vizepräsident Markus Ruoss der Werbewoche. Für die Hearings ist folgendes Vorgehen geplant: Telesuisse und VSP äussern sich nicht zu Besitzerfragen und kommentieren deshalb weder Artikel 55.2 noch den ebenso umstrittenen Artikel 54.3 (Besitz von höchstens zwei Radio- und zwei TV-Konzessionen). Auf Politikeranfrage hin unterstützen sie aber die CHP-Neuformulierung. Diese wurde von Heuberger eingebracht.
Dank dieser Lösung, so Lebrument, sei für Radio Grischa ein Verbandsaustritt aus dem VSP vom Tisch. Ähnlich tönt es bei den Verlegerradios BE1, Basel 1, 32, Argovia und Munot. Das ist bemerkenswert, verliessen Anfang April doch sechs andere Verlegerradios den VSP (siehe Seite 19). Diesen fanden die Verlegerinteressen zu wenig berücksichtigt, weil der VSP die umstrittenen Artikel nicht aktiv bekämpfen wollte. Der Austritt unter Belcom-Führung hat vielerorts Kopfschütteln ausgelöst, so auch bei Telesuisse-Vize Markus Ruoss. Dieser wundert sich, warum bei seinem Verband keine Verleger-TVs ausgetreten sind, «wo wir doch immer dieselbe Position wie der VSP vertreten haben».
Markus Knöpfli

Magnum-Auftritt für Schweizer Wein

Wein Mit einer grossen Werbekampagne von LGK soll heimischer Rebensaft vom muffigen Image befreit werden.

Wein Mit einer grossen Werbekampagne von LGK soll heimischer Rebensaft vom muffigen Image befreit werden.
Jetzt wird endlich eingeschenkt. Erstmals seit der Einführung von Weinreben durch die Römer vor über 2000 Jahren betreiben die Winzer Helvetiens auch zwischen Alpen und Jura, Boden- und Genfersee gemeinsam Marketingkommunikation. So hob 2003 mit dem In-Kraft-Treten des revidierten Landwirtschaftsgesetzes der Branchenverband Wein zu seinen bisherigen Kommissionen Absatzförderung, Marktbeobachtung, Technik und Ökonomie die Swiss Wine Communication (SWC) aus der Taufe. Die SWC, in die der Verband Schweizer Weinexporteure integriert wurde, ist für die Koordination und Umsetzung der Marketingstrategie im Aus- und neu auch im Inland verantwortlich.Millionen für Inland-Marketing SWC-Direktor Jürg Bussmann verfolgt ehrgeizige Ziele: Einerseits will er das Image und die Positionierung des Nischenprodukts Schweizer Wein in seinen wichtigsten Märkten Deutschland und Belgien sowie in den Wachstumsmärkten in Asien verbessern. Andererseits versucht die SWC, die Wertschöpfung der gesamten Weinbranche zu erhöhen. Die Anstrengungen des Verbands sind dem Bundesamt für Landwirtschaft jährlich 5 Millionen Franken wert, sieben Prozent der insgesamt 65 Millionen Franken für die
Absatzförderung von Landwirtschaftsprodukten. Zusammen mit dem hälftigen Zuschuss der Branche stehen der SWC somit 10 Millionen Franken zur Verfügung, die von nun an zu 80 Prozent in Inlandmassnahmen fliessen sollen.
Damit hat die Strategiegruppe für die kommenden drei Jahre eine neue Marketingstrategie entworfen, die von den interregionalen Kommunikationsgremien gutgeheissen wurde. Auf dieser Basis hat die SWC gemeinsam mit Pitch-Gewinnerin LangGysiKnoll (LGK) eine Imagekampagne entwickelt, die bei den verschiedenen Zielgruppen – vom Handel über den Endverbraucher bis zur Gastronomie – neue Awareness für den Schweizer Qualitätswein schaffen, Vorurteile abbauen und den Konsumrückgang mittelfristig stoppen soll.
Gerade in vorgefassten Urteilen und voreiligen Einschätzungen erkennt Philippe Varone, Präsident des Dachverbands, eine Ursache für den Rückgang im Absatz und Marktanteil des Schweizer Weins. So ging laut Bundesamt für Landwirtschaft im Weinjahr 2002/2003 der Konsum wie im Jahr zuvor erneut zurück und fiel auf 285,7 Millionen Liter, wovon 40 Prozent auf Schweizer Wein entfallen. Während der Aufwärtstrend beim Verbrauch ausländischer Tropfen anhält, hat sich die Situation
besonders beim inländischen Weisswein verschlechtert. Unter dem Strich heisst das: Nur mehr jeder achte Konsument – meist älter und kaufkräftig – zieht Schweizer Wein einem ausländischen vor. «Fragt man nach Gründen, kommt die Preisthematik zuerst auf den Tisch», sagt Agenturmitinhaber Silvano Spezia.
Das Problem ist hausgemacht. Zwar hat die strikte und freiwillige Umsetzung der Ertragsbeschränkung ihre Wirkung gezeitigt: Die inländische Produktion und der Ertrag pro Quadratkilometer wurden massiv gesenkt und der Wein damit qualitativ stark verbessert. Heute dürfen Schweizer Spitzenweine zur Weltelite gezählt werden. Nur: Kommuniziert wurde dies kaum, weshalb die Konsumenten ihre Einstellung auch nicht angepasst haben.
Jürg Bussmann von der SWC: «Rein preislich betrachtet, können Schweizer Weine mit Importprodukten nur schwer mithalten. Ein trinkfertiger Importwein kostet vor der Schweizer Grenze nicht selten unter einem Franken pro Liter. Doch gerade bei Weinen aus der Neuen Welt sind Massenproduktion, Niedrigstlöhne oder umweltbelastende Anbaumethoden keine Seltenheit.» So gesehen habe der günstige Einstandspreis sehr wohl seinen Preis, führt Bussmann aus. Nur wird der vom Schweizer Konsumenten weder berappt noch negativ wahrgenommen. «Ebenso wenig wurde in der Vergangenheit deutlich, dass in der Schweizer Weinwirtschaft schon längst ein frischer Wind weht. Und dass die Produzenten punkto Sortenpflege, Anbau, Vinifikation und Vermarktung heute auf hohem bis höchstem Niveau operieren.»
Doch eine Trendwende sei in Sicht, so Spezia. Während sich der Durchschnittskonsument noch an Grosshandelsangeboten aus der Neuen Welt erfreut, würden sich Trendsetter unter den Weinnasen an charakterstarken neuen Weinen aus heimischen Gefilden begeistern, weiss Beratungsgruppenleiterin Ulla Schu zu berichten. Und weil auch beim Wein Modeerscheinungen eine Rolle spielen, richtet sich die Kommunikation von Schweizer Wein gerade auch an diese Opinionleader aus dem privaten und dem Gastrobereich.
Deshalb hat das LGK-Kreativteam um CD Simone Quast alte Zöpfe abgeschnitten. «Denkt man an Schweizer Wein, drängen sich einem viele alte Bilder auf. Etwa ‹Weinberg über dem Genfersee›, um nur eines zu nennen», erklärt Quast. Dem setzt die neue Gesamtkampagne etwas völlig Neues entgegen: eine Welt von urbanem Lebensgefühl, in welcher der Schweizer Qualitätswein von heute ganz selbstverständlich seinen Platz einnimmt. «Wir zeigen – zugegebenermassen mit einem kleinen Sprung in die Zukunft –, was alles geschieht, wenn immer mehr Schweizer immer mehr Schweizer Weine entdecken. Was entdeckt wird, entfacht neues Interesse und trifft auf gesteigertes Wohlwollen», ist die CD überzeugt.
Urbane Welt: Schweizer Tropfen werden als Trend positioniert.

Zum Wohlsein: Eine Kampagne von LangGysiKnoll soll das wenig berauschende Image von Schweizer Wein verbessern. >> Seite 7
Luca Aloisi

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Seit Anfang April firmiert die Zuger Marketingagentur Unimark AG als Unimark Mediahouse AG. Zudem wurde Christian Grass neu in die Geschäftsleitung berufen. Grass ist bereits seit 2001 als Head of Communication für den Bereich Crossmedia verantwortli

Seit Anfang April firmiert die Zuger Marketingagentur Unimark AG als Unimark Mediahouse AG. Zudem wurde Christian Grass neu in die Geschäftsleitung berufen. Grass ist bereits seit 2001 als Head of Communication für den Bereich Crossmedia verantwortlich….
Creative Director Mark Stahel verlässt die Zürcher Werbeagentur Lowe. Nach 13 Jahren bei Lowe und ihrer Vorgängeragentur GGK Basel nimmt Stahel eine längere Auszeit.
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Neuer Chefredaktor der Weltwoche wird Simon Heusser (Bild), bisheriger Ressortleiter Ausland und Wissen. Er tritt das Amt als Nachfolger von Roger Köppel Anfang Mai an. Stellvertreter von Heusser wird der bisherige Chef der Ressorts Inland und Wirtschaft, Markus Somm.
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Roland Huber wird Leiter Marketing und Business Development der Marktforschungsfirma Demoscope. Er tritt seine Stelle Anfang Mai an. Huber war in den vergangenen 15 Jahren in verschiedenen leitenden Funktionen für die IHA-GfK-Gruppe tätig.
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Der Spezialist für Medienforschung und -beratung Publicom baut den Bereich qualitative Forschung aus. Neu ergänzt jetzt der Psychologe
Richard Furrer als Senior Consultant das Team. Furrer wird in erster Linie Forschungsprojekte im Rahmen von Konzeptüberprüfungen, Neupositionierungen und Produktrelaunches betreuen.
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Niels Stokholm (Bild) übernimmt Anfang Mai die Chefredaktion
des Lokalsenders Radio Freiburg. Er löst Regula Saner und Pia Käser ab, die sich das Amt seit Frühling 2002 teilen. Zurzeit
ist Stokholm PR-Verantwortlicher beim Blauen Kreuz. Pia Käser wird nach Ende ihres derzeitigen Mutterschaftsurlaubs als stellvertretende Chefredaktorin weiter für Radio Freiburg arbeiten. Regula Saner verlässt den Sender auf eigenen Wunsch.

BSW reformiert die Präsidiumswahl

Verbände Der Präsident des Branchenverbands Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) heisst bis 2006 Peter Leutenegger.

Verbände Der Präsident des Branchenverbands Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen (BSW) heisst bis 2006 Peter Leutenegger.Die BSW-Generalversammlung hat den Geschäftsführer von FCB Leutenegger Krüll ins Amt gewählt und zugleich die Statuten geändert. Statt wie bisher jährlich zu wechseln, wird der Präsident künftig auf zwei Jahre bestimmt und kann ausserdem für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt werden. Neuer Vizepräsident des BSW ist Kurt Schmid (Lowe). Diana Strebel, Cornelia Harder und Cary Steinmann sind aus dem Vorstand zurückgetreten. Geri Aebi (Wirz Werbung) und Frank Bodin (Euro RSCG Switzerland) wurden als neue Mitglieder gewählt.

«Probieren statt studieren»

Welt-Herausgeber Jan-Eric Peters über deren kleinformatiges, aber gross angelegtes Schwesterblatt.

Welt-Herausgeber Jan-Eric Peters über deren kleinformatiges, aber gross angelegtes Schwesterblatt.WW Der börsenkotierte Springer Verlag erhofft sich vom Test einer neuen, überregionalen Qualitätszeitung ein innovativeres Image. Was versprechen Sie sich von der kleinen Welt?Jan-Eric Peters Uns geht es nicht um abstrakte Reputation, sondern um die konkreten Marktchancen eines kleinformatigen deutschen Intelligenzblatts. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung hat England hier übrigens keineswegs die Vorreiterrolle. In Skandinavien sind nämlich aus entsprechenden Experimenten schon lange erfolgreiche Produkte geworden.
Wie Ringier betreiben auch Sie statt der bislang üblichen Pre-Tests gleich Live-Marktforschung. Warum?
Mit der Haltung «Probieren geht über Studieren» machen wir gute Erfahrungen. Unser polnischer Boulevardtitel Fakt etwa hätte nach Meinung aller Experten gnadenlos floppen müssen – und entwickelte sich dann in kürzester Zeit zur grössten Zeitung des Landes.
Als Testmarkt für «Welt Kompakt» fungiert der Grossraum Düsseldorf …
… weil er ein repräsentativer Ballungsraum ist für die Welt, sodass wir das Versuchsresultat nach acht Wochen recht gut hochrechnen können.
Welche Rolle spielten bei dieser Wahl die Pendlerströme?
Eine sehr untergeordnete. Die «Welt Kompakt» wird kein mit Agenturmeldungen abgefülltes Pendlerblatt, sondern die erste Vollzeitung mit profundem Nachrichten- und Meinungsteil, die man auch unterwegs bequem lesen kann.
Das mit 50 Cent nur halb so teure Tabloid dürfte das Mutterblatt kannibalisieren. Wenn Sie damit auf britische Trends anspielen: Im Gegensatz zu Independent und Times bringen wir mit dem neuen Format auch neue Inhalte. Während die Stärke der Welt in der Reflektion und viel Hintergrund liegt, wird die Welt Kompakt newsorientiert sein
und den späten Redaktionsschluss um Mitternacht nutzen, um höchste Aktualität zu bieten. Damit wollen wir ganz neue Leserkreise ansprechen.
Kurz nach Lancierung von «Welt Kompakt» am 24. Mai tritt Ihr neuer, Formatwechsel-erprobter Chefredaktor Roger Köppel den Dienst an. Ein Zufall?
Ja. Wir werden uns auch über dieses Thema austauschen, aber Roger kommt ja, um sich mit der Welt zu beschäftigen. Für die Welt Kompakt habe ich ein eigenständiges zehnköpfiges Team zusammengestellt.
Interview:
«Vollzeitung»:Jan-Eric PetersOliver Classen

Ein Zeigefinger für Toyota

Automobil Wirz bringt für Toyota Walter Eggenberger zurück ins Fernsehen. Dort spielt er seine alte Rolle neu.

Automobil Wirz bringt für Toyota Walter Eggenberger zurück ins Fernsehen. Dort spielt er seine alte Rolle neu.
Einheimische Promis, die in der Schweiz für japanische Autos werben, haben Tradition. Legendär sind die Spots mit Bernhard Russi für Subaru oder Walter Roderer für Mitsubishi. Die Idee mit den Vertrauen erweckenden Testimonials hat jetzt aber mit den Spots von Walter Eggenberger für Toyota eine neue Dimension erreicht: Die Filme mit dem früheren Moderator von «10 vor 10» sind zum Verwechseln ähnlich wie das News-Magazin gestylt und werden im Schweizer Fernsehen möglichst nahe beim originalen Vorbild für die Spots geschaltet.Entstanden ist die Idee nicht, weil die Agentur partout eine Werbung mit Promis wollte. Gemäss Briefing musste Wirz Werbung kommunizieren, dass Pannenstatistiken, Studien über Kundenzufriedenheit und Berichte in der Fachpresse über Innovationen bei Toyota zeigen, dass sich diese Marke zu Recht mit der Aussage schmücken darf: «Toyota baut die besten Autos der Welt.» Diese Erkenntnis gab den Anstoss zu einer breit angelegten nationalen Kampagne und zur Idee, dass es für so viele Fakten kein geeigneteres Sendegefäss gibt als eine News-Sendung. Und wer bietet sich dafür besser an als Walter Eggenberger, Mann der ersten Stunde bei «10 vor 10» und selber überzeugter Toyotafahrer? Als Zugabe ist es natürlich Absicht, dass die Zuschauer und vor allem auch Zuschauerinnen erstaunt sein werden, wenn sie die Stimme von «sexy Walti» (so der Blick in den 80er-Jahren) wieder hören.
Information statt Werbeslogans
Der News-Mann ist für Wirz Werbung der ideale Vermittler der Fakten rund um diese wahre Erfolgsgeschichte von Toyota. «Passend dazu ist auch der Text bewusst nicht werberisch gestaltet worden und passt zum Umfeld des News-Formats», erklärt CD Hanspeter Schweizer.
Der Longspot ist stilistisch genau so gestaltet wie «10 vor 10». Eggenberger führt ins Thema ein, indem er eine Meldung präsentiert, wonach «die zufriedensten Autofahrer Deutschlands» einen Toyota fahren. Weiter berichtet Eggenberger: «Das hat eine unabhängige Untersuchung unter 16800 deutschen Autofahrern ergeben.» Nach dem gleichen
Muster funktioniert eine Meldung zu einer Statistik des Touring Clubs der Schweiz. Dieser hat die Pannenhäufigkeit untersucht. Die Veröffentlichung zeigte, dass auf den Plätzen mit der höchsten Zuverlässigkeit viermal Toyota zu Ehren kam. «Was haben Toyota-Fahrer davon?», fragt Eggenberger. Die werbewirksame Antwort im Spot heisst: tiefe Unterhaltskosten sowie einen garantiert hohen Wiederverkaufswert.
Wie beim echten «10 vor 10» wechseln sich im Spot mehrere Zwischenmoderationen und Filmbeiträge ab. Die Inhalte werden dabei wie bei einer News-Sendung mit journalistischen Methoden glaubwürdig gemacht. So fragt Eggenberger zum Beispiel: «Wie europäisch ist Toyota?» – Die Antwort lautet: «Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Toyota im letzten Jahr 4,5 Milliarden Euro in Europa investiert und damit 56000 Arbeitsplätze geschaffen.» Zum Thema «Abgaswerte» wird aus einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung zitiert. Zum Stichwort «Beispielhafte Ökologie» beruft sich die News-Persiflage auf echte Berichte in der Wirtschafts- und Fachpresse.
In der Romandie sind die Spots nach dem gleichen Prinzip ebenfalls mit einem ähnlich beliebten Ex-Nachrichtenmoderator und im Tessin mit einer ehemaligen Moderatorin realisiert worden.
«10 vor 10» reagiert prompt Die unkonventionelle Idee hat beim echten «10 vor 10» sogar einen journalistischen Beitrag provoziert. Mit wenig Sachkenntnis, dafür viel Häme für Ex-Kollege Walti hat man versucht, einen Beitrag über Promis in der Werbung zu basteln. Die Werber durften sich trotz dem Fehlen professioneller Analysen zum eigentlich interessanten Thema über den Beitrag freuen. Der Bericht in «10 vor 10» war 4 Minuten und 47 Sekunden lang. Drei Minuten davon waren Toyota gewidmet. Ein 60-Sekunden-Spot rund ums News-Magazin kostet 27000 Franken. «Wenn wir das nun hochrechnen, erhalten wir einen zusätzlichen Werbewert von 81000 Franken», rechnete Berater Roman Jud bei Wirz Werbung.
Flankiert wird die aus einem drei Minuten dauernden Longspot und mehreren kürzeren Spots bestehende Fernsehkampagne mit Anzeigen, die anhand einer ganzen Reihe von Beispielen die grosse Kompetenz von Toyota im Autobau eindrücklich demonstrieren sollen: Qualität, Technologie, Ökologie, Innovation und Unternehmensführung.
Fakten, Fakten, Fakten: Der ehemalige «10 vor 10»-Mann Walter Eggenberger klopft keine PR-Sprüche.

Andreas Panzeri

Bilanz windet der NZZ ein Kränzchen

Ranking NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler ist der tonangebende Schweizer Medienmacher: Zu diesem Schluss kommt die Bilanz in ihrer Mai-Ausgabe.

Ranking NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler ist der tonangebende Schweizer Medienmacher: Zu diesem Schluss kommt die Bilanz in ihrer Mai-Ausgabe.Weiter kürte die «hochkarätige Fachjury» SVP-Präsident Ueli Maurer zum «einflussreichsten Politiker» – notabene vor Christoph Blocher. Und Novartis-Boss Daniel Vasella soll unser mächtigster Wirtschaftschef sein.

Im goldenen Viereck

Pendlerzeitungen Also doch: 20 Minuten hatte bei den SBB auf eine rasche Ausschreibung für Pendlerzeitungsboxen in Luzern gepocht.

Pendlerzeitungen Also doch: 20 Minuten hatte bei den SBB auf eine rasche Ausschreibung für Pendlerzeitungsboxen in Luzern gepocht.«Im Gegensatz zu dem, was ich vorgab, hat mich die Anzeige im Februar keineswegs überrascht», lacht Geschäftsführer Rolf Bollmann heute.Am Dienstag haben ihm die SBB nun die Konzession für 60 Innerschweizer Bahnhöfe erteilt. Am 1. Juni startet das Pendlerblatt mit 40000 Exemplaren, die bei den AZ Medien gedruckt werden. Der Vertrieb erfolgt zusätzlich über Restaurants, Post- und Tankstellen. Ein dreiköpfiges Redaktionsteam steht bereit und mit Robert Marti (bisher Luzerner Rundschau) auch ein Akquisiteur, der den lokalen Markt kennt. Enttäuscht sind die LZ Medien, welche sich für ihre Zisch News eine exklusive Konzession erhofften. Laut CEO Erwin Bachmann ist es jetzt offen, ob «wir das SBB-Angebot annehmen und irgendwann eigene Boxen neben die von 20 Minuten stellen» oder aber ein Alternativprojekt starten.
(mk)

Online-Etat von Carlsberg Schweiz an Nemos

Bier Der Brauer Carlsberg Schweiz setzt im Internet auf Nemos.

Bier Der Brauer Carlsberg Schweiz setzt im Internet auf Nemos.Er hat die Zürcher Webmarketingagentur mit der Betreuung seiner Website sowie der Konzeption und Umsetzung der Europameisterschaftskampagne und weiterer Onlinekampagnen betraut. An der Fussball-EM diesen Sommer in Portugal tritt Carlsberg zum fünften Mal als Sponsor der Schweizer Nationalmannschaft auf. Dazu werden übers Internet über 1000 Eintrittskarten verlost.

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Riposa

RiposaIst die Werbung von Hochspannung für den Bettwarenhersteller Riposa zum Gähnen, oder kann sie einen wachrütteln? Aufgeweckte Urteilesind erbeten auf www.werbewoche.ch/adratingHaldengut
Für die Ad-Rater ist der Fall klar: Die Unikat-Kampagne für Haldengut ist nüchtern betrachtet eher eine Bieridee.
Top 42,87%Flop 57,13%

Viel Neugeschäft für Planetactive

Budgets Die Zürcher Online-Marketing-agentur Planetactive hat eine Reihe neuer Kunden gewonnen: den Grossverteiler Coop, Postfinance sowie den Ferienanbieter Reisebaumeister.

Budgets Die Zürcher Online-Marketing-agentur Planetactive hat eine Reihe neuer Kunden gewonnen: den Grossverteiler Coop, Postfinance sowie den Ferienanbieter Reisebaumeister.Budgets Die Zürcher Online-Marketing-agentur Planetactive hat eine Reihe neuer Kunden gewonnen: den Grossverteiler Coop, Postfinance sowie den Ferienanbieter Reisebaumeister.

Vogt-Schild bleibt im Minus

Verlage Die Vogt-Schild-Gruppe hat 2003 einen Verlust von 2,5 Millionen Franken erlitten. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Minus zwar um 14,9 Prozent reduziert werden.

Verlage Die Vogt-Schild-Gruppe hat 2003 einen Verlust von 2,5 Millionen Franken erlitten. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Minus zwar um 14,9 Prozent reduziert werden.Der Umsatz des Druck- und Verlagsunternehmens (Solothurner Zeitung) sank jedoch um 6 Prozent auf 81,8 Millionen Franken. CEO Christian Müller deutet die Jahresbilanz als «Trendwende».
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