Gepiercte Visitenkarte

Schmuck World’s End in Zürich ist das bekannteste Schweizer Piercing- & Tattoostudio, behauptet Master Piercer und Inhaber Rock Battaglia.

Schmuck World’s End in Zürich ist das bekannteste Schweizer Piercing- & Tattoostudio, behauptet Master Piercer und Inhaber Rock Battaglia.Schmuck World’s End in Zürich ist das bekannteste Schweizer Piercing- & Tattoostudio, behauptet Master Piercer und Inhaber Rock Battaglia. Mittlerweile kann er auf über zwölf Jahre Erfahrung zurückgreifen und gilt als Legende in der Szene. Für eine verstärkte Präsenz im lokalen Markt sorgt seit kurzem Wirz Werbung, deren Kreative für das Etablissement die weltweit ersten gepiercten Briefschaften entwickelten. Ausserdem werben Plakatstellen und Anzeigen mit einem von Martin Hemmi fotografierten, in düsterer World’s-End-Ästhetik gehaltenen Nipple-Piercing der Türglocke.

Virus kommuniziert für Walca

Uhren Walca hat die Bieler Werbeagentur Virus Ideenlabor mit sämtlichen Kommunikationsmassnahmen betraut.

Uhren Walca hat die Bieler Werbeagentur Virus Ideenlabor mit sämtlichen Kommunikationsmassnahmen betraut.Der Uhrenkonzern mit Sitz in Biel und Hongkong hat sich nach einer Agenturevaluation für Virus entschieden. Ausschlaggebend für die Vergabe des Etats seien die langjährigen Erfahrungen und Kenntnisse in dieser Branche gewesen, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Walca produziert Uhren für diverse bekannte Weltmarken aus Fashion und Lifestyle.

Explosives Mediengemisch

Aufgefallen Mit «Infomercials» und «Advertainment» diskreditierte sich die Branche bislang nur selbst. «Infoganda» hingegen könnte unser gesamtes demokratisches Politsystem ins Wanken bringen.

Kolumne Mit «Infomercials» und «Advertainment» diskreditierte sich die Branche bislang nur selbst. «Infoganda» hingegen könnte unser gesamtes demokratisches Politsystem ins Wanken bringen.Kürzlich erhielt ich einen besorgten Brief von der Verkaufsleitung eines angesehenen grossen deutschen Mediums über die immer pestilenzartiger um sich greifende Vermischung redaktioneller Inhalte mit Werbung und PR. Überraschenderweise sorgen sich die kundigen Praktiker kommerzieller Kommunikation nicht nur ums eigene Metier; sie zerbrechen sich auch den Kopf ihrer journalistischen Kollegen. Und das zu Recht, denn die Lage ist in der Tat alarmierend.Zum einen weisen die Schreiber auf eine technische Entwicklung hin, die bisher selten diskutiert wurde. Mit Hilfe von Festplattenrecordern werden die Fernsehzuschauer bald schon Werbeblöcke nach Belieben ausblenden können. Die Folge werde sein, so die Kollegen, dass sich «die Auftraggeber beziehungsweise deren Agenturen auf das Drehbuchschreiben und die Übernahme der Regiestühle einrichten werden». Wenn Werbung, eingefriedet in Blöcke, nicht mehr zur Kenntnis genommen werde, muss man eben Werbung in die Inhalte selbst einsenken.
Solange es nur darum geht, welche Automarke die Helden der gesendeten Seelendramen fahren, mag einem das ja egal sein. Wenn aber in naher Zukunft auch Reportagen von Sponsoren finanziert werden, geht jegliche Objektivität flöten. Nicht nur die finanziell schwächeren Special-Interest-Kanäle fragen heute schon bei jedem neuen Sendekonzept: «Und wer bezahlt die Filme?»
Wäre es akzeptabel, wenn die Berichterstattung über die Gesundheitsreform von der Pharmaindustrie, Dokumentationsfilme über Windräder von Greenpeace und Reportagen aus Afghanistan von Agenturen des Pentagon finanziert würden? Das aber genau ist die akute Gefahr für die grundlegendste aller publizistischen Ressourcen, genannt Glaubwürdigkeit. Entsprechend geraten auch öffentlich-rechtliche Fernsehsender mit unschöner Regelmässigkeit in den Ruch unlauteren Sponsorings in Form von Product Placement und anderen Schleichwerbemethoden.
Dass Auto- und Gastronomiekritiker mit ihren Testobjekten gelegentlich – aber nicht immer – allzu eng verbandelt sind, daran haben wir uns inzwischen leider gewöhnt. Was aber, wenn die allgegenwärtige und stetig wachsende PR-Industrie zunehmend die für Demokratien existenziellen politischen Informationsprozesse manipuliert? Die amerikanische Agentur Rudder-Finn jedenfalls hat nach eigenen Aussagen propagandistische Glanzleistungen für Bosniens Ex-Präsidenten Izetbegovic erbracht. Auch die serbischen und kroatischen Staatsoberhäupter waren bestens beraten. Und die amerikanische Regierung beschäftigt heute so viele Agenturprofis, dass deren Zahl die der Washingtoner Korrespondenten übersteigt. Was, wenn regierungsnahe Sender (auch) aus Kostengründen bald vor allem die vorgefertigten Videopakete von Agenturen senden? Als «Infoganda» mit erstklassigem Bildmaterial?
Ausserdem schreiben meine Gewährsleute: «Wir machen neuerdings die Erfahrung, dass manche Marketingleiter von deutschen Bluechip-Firmen klassische Werbung für obsolet erklären und von allen Medien unterschiedslos ‹Kooperation› einfordern.» Soll heissen: Die übliche, bislang auch einigermassen unschädliche und kaum ersetzbare Finanzierung von Medien über Werbung gerät in Gefahr, den freien Fluss kritischer Kommunikation zu unterdrücken. Wenn dieser Entwicklung nicht schnell und entschlossen Einhalt geboten wird, dann gnade uns der Marktgott. Denn letztlich werden wohl nur kritische Medienkonsumenten die Korrumpierung der vierten Macht im Staate verhindern können.
> Peter Glotz ist Professor für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen und SonntagsBlick-Kolumnist.

Unikat wirbt für Jobwinner.ch

Stellenbörse Das Zürcher Medienhaus Tamedia hat Unikat mit dem Etat von Jobwinner.ch betraut. Die Küsnachter Kommunikationsagentur setzte sich in einem Pitch gegen vier Konkurrenten durch.

Stellenbörse Das Zürcher Medienhaus Tamedia hat Unikat mit dem Etat von Jobwinner.ch betraut. Die Küsnachter Kommunikationsagentur setzte sich in einem Pitch gegen vier Konkurrenten durch.Stellenbörse Das Zürcher Medienhaus Tamedia hat Unikat mit dem Etat von Jobwinner.ch betraut. Die Küsnachter Kommunikationsagentur setzte sich in einem Pitch gegen vier Konkurrenten durch. Die erfolgreiche Stellenplattform Jobwinner.ch ist ein Teil des Fachverlags Tamedia Stellenmarkt, zu dem auch der Kaderstellenmarkt Alpha und der Stellen-Anzeiger gehören. Tamedia
hat im März angekündigt, dass man stark in Technologie und Personal bei Jobwinner.ch investieren werde.

Badener Thriller

Spielbanken Weber Harbeke inszeniert die Spannung im Casino.

Spielbanken Weber Harbeke inszeniert die Spannung im Casino.Jetzt wirds auch im Fernsehen «verdammt spannend». Nach Inseraten und Plakaten mit Menschen, die beim Glücksspiel angesichts der Spannung alles andere vergessen, zeigt Weber Harbeke für Grand Casino Baden jetzt die gleichen Ideen auch noch in TV-Spots. Mit über 20 Spielbanken hat die Schweiz die höchste Casinodichte weltweit. Das Grand Casino Baden ist mit mehr als 1000 Eintritten pro Tag und jährlich über 100 Millionen Franken Bruttospielertrag Marktleader. Um diese Position zu festigen und neue Spielbegeisterte zu gewinnen, suchten die Betreiber nach einer neuen Kommunikationsstrategie und einem Konzept, das sich auf klassische wie auch Below-the-line-Werbemittel adaptieren lässt.
Nach einem mehrstufigen Evaluationsverfahren entschied man sich Anfang Jahr für die Zürcher Werbeagentur Weber Harbeke. Aufgabe war es, das Grand Casino Baden als führendes A-Casino der Schweiz darzustellen und ein klares Versprechen der Marke Grand Casino Baden zu definieren.
Für die Agentur war klar: Die Konkurrenz für ein Casino sind nicht nur andere Casinos, sondern ist jede Art von Abendunterhaltung, sei dies ein Kinobesuch, eine Party oder der Abend im Freundeskreis. Die Herausforderung für die Kreativen von Weber Harbeke bestand also darin, herauszuarbeiten, was ein Casino-Besuch allen anderen Aktivitäten voraushat.
Als strategisches Ziel folgerte man demnach: Positionierung des Grand Casino Baden als Ort der maximalen Spannung. «Weil nichts spannender ist als das Spiel um Geld, ist auch das Markenversprechen des Grand Casino Baden die absolute Spannung, die dort geboten wird», meinen Thomas Harbeke und Max Weber.
Weil sich niemand dieser Spannung entziehen kann, reduzierte sich die Aussage schliesslich auf die Feststellung: Es ist einfach «verdammt spannend». Dieses Wortpaar wurde auch zum Claim der Kampagne. In dieser wird gezeigt, wie sich die Spannung auf die Spielerinnen und Spieler auswirkt: Sie sind so gefesselt, dass sie die Zigarette verkehrt herum anzünden, das Tonic neben den Gin giessen oder in ihren Schmuck beissen.
Diese kleinen Beobachtungen erschienen zuerst als Plakate und Inserate. Jetzt auch noch als TV-Spots. Zusätzlich wird das Thema Spannung im Radio variiert. Dazu konnte wiederum Frank Baumann gewonnen werden, der bereits seit der Eröffnung die Radio-Werbung des Grand Casino Baden prägt.
Die drei je 20-sekündigen TV-Spots konnten in nur einem Drehtag realisiert werden. Dies «dank der sehr professionellen Abwicklung» durch Pumpkin Film in Zusammenarbeit mit dem freien Agency Producer Cem Capanoglu, der das Projekt begleitete.
Die Spots wurden vom jungen Regisseur Pierre Monard on location im Casino Baden gedreht. Neben den Schauspielern wirkten die Mitarbeiter der Spielbank als Statisten mit. Auch ohne Hollywood-Budget ist es Pierre Monard und Kameramann Darran Bragg gelungen, diesen Spots Glamour zu geben. Überprüft werden kann das ab sofort auf TeleZüri und Tele M1.
Voll daneben: Szenen am Spieltisch, gedreht im Casino Baden.

Andreas Panzeri

«Marktentwicklung wird erschwert»

Belcom-Chef Andreas Meili erklärt, weshalb zwei RTVG-Paragrafen zu seinem Austritt aus dem VSP führten.

Belcom-Chef Andreas Meili erklärt, weshalb zwei RTVG-Paragrafen zu seinem Austritt aus dem VSP führten.WW Die City-Pool-Radios sind mit den RTVG-Artikeln 54.3 und 55.2 (siehe Kasten) nicht einverstanden – dies im Gegensatz zu den übrigen
Mitgliedern des Verbands Schweizer Privatradios. Aber warum traten Sie gleich aus dem VSP aus?
Andreas Meili: Die Artikel enthalten aus Sicht der Verlegerradios zentrale Bestimmungen: Nach 55.2 müssen multimedial tätige Medienhäuser damit rechnen, dass sie künftig kein konzessioniertes Radio oder TV mehr betreiben können. Und jene, die doch noch eine Konzession erhalten, dürfen nach 54.3 maximal zwei Sender besitzen. Das ist eine willkürliche Limite, weil nicht auf effektive Marktanteile abgestellt wird, sondern auf ein rein numerisches Kriterium. Eine Entwicklung des Marktes wird so erschwert. Wir sind zudem der Meinung, dass die Unterstützung durch ein grosses Medienhaus die Qualität eines Senders heben und so eine positive Wirkung auf die Meinungs- und Angebotsvielfalt haben kann. Und dass es neben dem neuen, griffigeren Kartellgesetz keinerlei weitere Marktbeschränkungen mehr braucht. In diesen Dingen, die für uns sehr grundsätzlich sind, fühlen wir uns vom VSP nicht vertreten.
Rechnen Sie mit Austritten weiterer Verlegerradios, zum Beispiel Basel 1, BE1, Munot, Grischa oder 32?
Ich gehe davon aus, dass sie sich ähnliche Überlegungen machen wie die City-Pool-Radios.
Versuchen Sie aktiv, weitere Verlegerradios auf Ihre Seite zu ziehen?
Untereinander bestehen Kontakte.
Werden Sie einen zweiten Verband gründen?
Sicher möchten wir unsere Positionen bündeln, aber die organisatorische Form ist noch offen. Möglich ist auch, dass wir uns beim Verlegerverband einbringen.
Das ist wohl auch der richtige Ort für Ihr Anliegen, die beiden Artikel tangieren ja primär Verlegerinteressen. Warum vermischen Sie diese im VSP mit den eigentlichen Radio-Interessen?
Gerade in der politischen Entscheidungsfindung lässt sich das nicht immer auseinander halten. Und mit unserem Austritt wollten wir diese für uns grundlegende Meinungsverschiedenheit offen legen. In andern Dingen hingegen wie Radioforschung oder UKW-Frequenzen sind wir mit dem VSP gleicher Meinung. Diesbezüglich werden wir auch weiterhin zusammenarbeiten.
Ihren Austritt interpretiere ich als erneutes Bekenntnis, dass Tamedia ihre Radio- und TV-Ketten erweitern will.
Ich muss korrigieren: Wir sind nicht daran, Ketten zu bilden. Wir besitzen die Radios 24 und Basilisk und sind über die Berner Zeitung (BZ) an ExtraBern minderheitsbeteiligt. Und wir arbeiten im City Pool zusammen, hier fühlen wir uns wohl, ebenso im Swiss Radio Pool. Operativ stehen aber nur zwei Sender unter meiner Verantwortung. Es ist mein primäres Anliegen, dem Markt sinnvolle Werbeformen anzubieten – und ich glaube, dass wir das tun. Wenn sich aber Gelegenheiten ergeben, die allerdings immer auch sinnvolle werbliche und programmliche Kombinationen ermöglichen müssen, wollen wir uns auch an weiteren Sendern beteiligen können. Wir möchten, dass das Gesetz dies zulässt. Jeder, auch Ausländer, soll wachsen können, wenn der Markt das bietet. Aber es ist nicht so, dass wir auf Einkaufstour sind.
Und im TV-Bereich?
Wir besitzen TeleZüri und ebenfalls über die BZ eine Minderheitsbeteiligung an TeleBärn. Darüber hinaus kooperieren wir im TeleNewsCombi (TNC). Dieses kann noch zulegen. Aber auch hier haben wir nicht die Absicht, uns an andern Sendern zu beteiligen. Wir wollen zuerst TeleZüri zum Erfolg bringen. Hauptziel ist dort der Break-even, womit wir schon einen grossen Schritt weiter wären.
Ein zweites, wesentlich grösseres Problem besteht darin, die Investitionen von rund 115 Millionen Franken für Belcom und Basilisk wieder hereinzuholen. Da stehen Sie doch mit dem Rücken zur Wand.
Es ist tatsächlich so, dass wir für die beiden Beteiligungen einen stolzen Preis bezahlt haben. Kommt dazu, dass die Jahre 2002 und 2003 konjunkturell besonders schwach waren. Aber mit den Radios Basilisk und 24 sind wir sehr zufrieden, sie gehören beide zu den profitabelsten Sendern in der Schweiz.
Aber sie sind niemals so profitabel, dass die grossen Investitionen innert zehn Jahren zurückbezahlt werden können.
Wir haben ja – auch wegen der schwachen Konjunktur – bei Belcom und Basilisk zwei Wertberichtigungen vorgenommen.
Trotzdem verbleiben noch rund 80 Millionen Franken. Stehen weitere Wertberichtigungen bevor? Nein, davon gehe ich nicht aus.
Bis wann und wie wollen Sie denn den Return on Investment erreichen?
Über unsere Kalkulationsmodelle und Strategien geben wir keine Auskunft. Es darf aber nicht vergessen werden, dass Tamedia nicht nur zwei sehr erfolgreiche Radiostationen erworben hat, sondern auch die dazugehörigen Verkaufsgesellschaften, mit TeleZüri einen erfolgreichen TV-Sender und in Zürich und Basel je eine Liegenschaft.
Noch einmal zu möglichen Akquisitionen: In Bern, so ist zu hören, wartet Tamedia, bis sich Charles von Graffenried, VR-Präsident der Espace Media, zurückzieht. Das könnte die Möglichkeit bieten, bei der BZ, bei ExtraBern und bei TeleBärn neue Mehrheitsverhältnisse zu schaffen.
Nein, solche Überlegungen stellen wir nicht an. Wir fragen uns, wie wir unsere Radios und auch TeleZüri am erfolgreichsten betreiben können. In diesem Zusammenhang wollen wir uns auch Beteiligungsoptionen freihalten. Aber wir spekulieren nicht auf den Rücktritt von Herrn von Graffenried.
Es gibt mehrere TVs, die ihr Türchen mehr oder weniger offen haben, etwa TeleOstschweiz oder NordWest 5 (NW 5). Ist NW 5 keine Option für
Tamedia?
Wir haben nicht die Absicht, dort einzusteigen. Für NW 5 selbst wäre aber ein grösseres Konzessionsgebiet sicher wichtig, ich würde dies auch begrüssen. Denn Konkurrenz tut einem monopolisierten Medienmarkt wie Basel gut. Kommt dazu, dass die negative Stellungnahme der Stadt Basel zum NW-5-Erweiterungsgesuch protektionistische Züge trägt. Ich bin sehr gespannt, wie das Bundesamt für Kommunikation und der Bundesrat darauf reagieren.
NW-5-Geschäftsführer Beat Alder scheint Ihre Hilfe nicht nötig zu
haben. Er kann Werbung akquirieren. Gemäss seinen Angaben kam er 2003 auf 680000 Franken Werbe- und Sponsoringeinnahmen, nahezu so viel wie Tele Basel, für das Ihre Basler Verkaufsgesellschaft Medag einen Teil akquiriert hat. Für 2004 erwartet Alder gar 2 Millionen Franken.
Ich weiss nicht, ob diese Zahlen stimmen. Die Vermarktung von Tele Basel war schwierig. Regional-TV hatte vor zwei Jahren noch nicht dieselbe Akzeptanz wie heute. Und der Anschluss ans TNC wird sich künftig bei Tele Basel noch verstärkt auszahlen.
Aber ärgert es Sie nicht, dass Alder Sie mit NW 5 derart vorführt? Mit
nur gerade 25 Gemeinden – ohne Stadt Basel – und ohne TNC-Mitgliedschaft bringt er mehr zusammen als die Medag.
Wenn er das tatsächlich schafft, kann ich ihm nur gratulieren. Möglicherweise hat er in seiner Region einen grossen Goodwill. Ob sich aber ein Sender auf dieser Basis auch längerfristig finanzieren lässt, ist sehr fraglich. Am Ende werden ganz normale Leistungswerte wie Reichweite oder GRP massgebend sein. Deshalb bleibt Herr Alder auf ein grösseres Verbreitungsgebiet angewiesen.
Zu Tele Basel: Bis zu seinem Tod im Februar war Basilisk-Mitbegründer Hans-Ruedi Ledermann Mitglied des Ausschusses der Stiftung Kabelnetz. Damit war auch Tamedia in der Trägerschaft von Tele Basel vertreten. Wünschen Sie dort weiterhin Einsitz?
Wenn es für Tele Basel Sinn macht. Wir haben bisher keine Anfrage erhalten, würden eine solche aber sicher prüfen.
Werden Sie selbst nicht aktiv?
Die politische Seite von Tele Basel ist für uns zwar nicht uninteressant, aber sie steht nicht im Vordergrund. Ich favorisiere die Zusammenarbeit im kommerziellen Bereich. So werden Radio Basilisk und Tele Basel zum Beispiel im Rahmen der Meisterfeier des FC Basel kooperieren.
Der Stein des AnstossesDie umstrittenen RTVG-Paragrafen, wie sie der Nationalrat als Erstrat
beschlossen hat:Art. 54.3: Ein Veranstalter bzw. das Unternehmen, dem er gehört, kann maximal zwei Fernseh-Konzessionen und zwei Radio-Konzessionen erwerben. Art. 55.2: Gehen in der Ausschreibung für eine Konzession mehrere Bewerbungen ein, so wird derjenige Bewerber bevorzugt, der am besten in der Lage ist, den Leistungsauftrag zu erfüllen. Sind mehrere Bewerbungen unter diesem Gesichtspunkt weit gehend gleichwertig, so wird derjenige Bewerber bevorzugt, der am wenigsten von anderen Programmveranstaltern und anderen Medienunternehmen abhängig ist.
Paragrafenstreit: Andreas Meili, Chef elektronische Medien von Tamedia.
Interview: Markus Knöpfli

Selbst Raucher wollen weniger Tabakwerbung

Werbeverbote Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung kann sich mit dem Gedanken anfreunden, Tabakwerbung nur noch an den Verkaufsstellen zuzulassen.

Werbeverbote Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung kann sich mit dem Gedanken anfreunden, Tabakwerbung nur noch an den Verkaufsstellen zuzulassen.Laut einer Umfrage des Bundesamts für Gesundheit sind 64 Prozent «sehr dafür» oder «eher dafür». Selbst die 561 befragten
täglichen Raucher befürworten die Werbeeinschränkungen zu 52 Prozent

SF DRS lässt «Flamingo» auslaufen

Fernsehen SF DRS hat entschieden, die Frauensendung «Flamingo» nicht weiterzuführen. Man will «Kräfte und Mittel bündeln», um eine eigene Sitcom für die Primetime zu produzieren.

Fernsehen SF DRS hat entschieden, die Frauensendung «Flamingo» nicht weiterzuführen. Man will «Kräfte und Mittel bündeln», um eine eigene Sitcom für die Primetime zu produzieren.Diese wird zum Teil mit Einnahmen aus dem Televoting von «MusicStar» finanziert. Mit dem Verzicht auf «Flamingo» würden weitere, dringend benötigte Gelder frei, schreibt SF DRS.

Dr. Knobel gewinnt neue Mandate

Hygiene Die PR-Agentur Dr. Peter P. Knobel AG hat im 1. Quartal 2004 vier neue Mandate gewonnen. Für Tela-Kimberly Switzerland betreut Dr. Knobel die Marke Kleenex.

Hygiene Die PR-Agentur Dr. Peter P. Knobel AG hat im 1. Quartal 2004 vier neue Mandate gewonnen. Für Tela-Kimberly Switzerland betreut Dr. Knobel die Marke Kleenex.Der Nassrasurspezialist Wilkinson Sword hat die Agentur mit der Bekanntmachung seiner Produkteneuheiten betraut. Ebenfalls um Marketing Communications geht es beim italienischen Möbeldesigner Natuzzi. Auf Knobels Kompetenz in Corporate Communications setzt die PIAG Performance Improvement AG. Die Agentur begleitet den gesamten Marktauftritt des Start-up-Unternehmens.

Kommt das Sommerhoch?

Es ist ja bei Erscheinen der vorliegenden Ausgabe der Werbewoche schon fast nicht mehr wahr, aber vor gut eineinhalb Wochen lud die Werbeagentur Publicis zum Bratwurst- und Risottoessen bei anschliessender Verbrennung des

Es ist ja bei Erscheinen der vorliegenden Ausgabe der Werbewoche schon fast nicht mehr wahr, aber vor gut eineinhalb Wochen lud die Werbeagentur Publicis zum Bratwurst- und Risottoessen bei anschliessender Verbrennung desBöögg. Oder genauer zum traditionellen Sechseläuten-Anlass. Die mittlerweile verstrichene Zeit erlaubt uns sogar eine erste Einschätzung der Voraussagequalität der Böögg-Verbrennung. Bekanntlich weissagt uns der Schneemann via die Dauer seines Verweilens auf dem Scheiterhaufen die Qualität des bevorstehenden Sommers. Im letzten Jahr erfüllte sich die Prognose ja vollumfänglich, denn in der Rekordzeit von nur knapp sechs Minuten kartätschte es dem Wintersymbol den Kopf weg. Man erinnert sich noch flüchtig, dass darauf ein nicht enden wollender Jahrtausendsommer folgte.
Nun, dieses Jahr dürfte uns kein Dacapo bevorstehen, sollte der Böögg Recht behalten (auch wenn der bisherige Auftakt hoffen liesse). Die hartnäckige Verweildauer von fast einer Viertelstunde lässt auf einen durchzogenen Sommer schliessen. Die Puristen unter den Publicis-Gästen diskutierten sogar, ob der Böögg überhaupt standesgemäss ins winterliche Jenseits befördert worden sei. Aufmerksame Beobachter wollen bemerkt haben, dass der Kopf des Böögg nicht vorschriftsgemäss explodierte, sondern lediglich abgesprengt wurde, um dann noch einige Zeit zwischen den Pferdehufen der reitenden Zünfter vor sich hin zu flackern.
Eine verlässliche Prognose zum kommenden Sommer erweist sich also schwieriger denn je. Deshalb wollten sich weder anwesende Zünfter (prächtig Markus Gut in seinem Gewand der Vereinigten Zünfte zur Gerwe und zur Schuhmachern) noch andere Böögg-vertraute Anwesende auf die Äste herauslassen.
Beat Fritschmachte sich am Sechseläuten-Montag auf zur Werbeagentur Publicis. Das Unternehmen am Stadelhoferplatz bietet mit seinen grosszügigen Fensterfronten einen geradezu idealen
Logenplatz zur Sechseläutenwiese, allwo jährlich das Defilee der Zünfte (im Volksmund auch scherzhaft der Umzug der verkleideten Steueroptimierer genannt) jeweils endet – und der Winter in seiner ganzen Pracht ein Opfer der Flammen wird.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Partys trifft, orten wir an den Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch
Die Wurst gehört zum Sechseläuten wie der grosse Knall zum Böögg.
Heuer keine verlässliche Sommerprognose möglich: Zünfter Markus Gut (l.) mit Eva Keller und Fredy Collioud.
Andreas Prokesch mit Kaspar Loeb und Marco E. de Stoppani (v. l.), der «von der NZZ aus eigentlich die bessere Aussicht» gehabt hätte.
Perfektes Product Placement: Pascal Schaub (r.) und Lukas Tenger mit Boudewijn D. J. van Rompu (l.), CEO von Heineken Switzerland.
Genossen die Würste bei Publicis: NZZ-Marketingleiter Christoph Bauer (l.) mit Claudia Wilden und Roger Baur von Cinecom.
Druck- und Vorstufefachsimpeleien gabs bei Jürg Trösch (r.) und Dani Stierli (l.) von Linkgroup mit Daniel Straumann von Straumann.
Sandro Proietto (r.) und Nico Keramanis von Mediabox Print umschwärmten Nadine Andres von 20 Minuten wie Motten das Licht.
Vera Lüchinger von La Prairie mit Peter Kettiger, der heuer als Zunftgast am Umzug mitdefilierte.
Ringier meets Tamedia meets NZZ – bei Publicis vereint: Christoph Grenacher, Andreas Durisch und Tobias Trevisan (v. l.).
Waren mitsamt Ehefrauen und Nachwuchs im Terrassen-Festzelt anzutreffen: Cumi Karagülle (l.) und Jean-Christophe Francet.
Konnten auch am Sechseläuten das Business nicht lassen: Medard Meier (l.) und Sacha Wigdorovits beim Palm-Abgleich.
Kümmerte sich vorbildlich um die Kunden: Philippe Meyer (r.) von Publicis mit Benoit Anger, Managing Director Club Med.
Gemeinsam die Böögg-Explosion gesehen: Roger Sommerhalder von Büttikofer und Partner mit Carina Hungerbühler, Publicis.
Liessen sich das Fest im eigenen Haus nicht nehmen: Marc-André Capeder (l.), Carmela Carbone und Mirko Paci von Publicis.
Umschwärmter Bildkünstler: Fotograf Julien Vonier mit Beat Obermayr (l.), Viviana Chiusi und Andrea Dübendorfer (r.) von Publicis.
Nicht unbescheiden: Sie seien das Rückgrat von Publicis, sagten Tom Zürcher (r.), Ariel Zumstein und Seraina Wächter.

Ein ganz menschlicher Profi

Banken Die Zürcher Kantonalbank hat ihreWerbeetats bei Wirz Werbung konzentriert. Der Auftritt ist einheitlicher geworden.

Banken Die Zürcher Kantonalbank hat ihreWerbeetats bei Wirz Werbung konzentriert. Der Auftritt ist einheitlicher geworden.
Die strategische Hauptstossrichtung ist klar: Die Zürcher Kantonalbank (ZKB), laut Eigenangaben marktführende Zürcher Universalbank und drittgrösste Schweizer Bank, will weiter wachsen. Einerseits im angestammten Kreditgeschäft, wo ihr Marktanteil im Kanton Zürich bereits über 40 Prozent bei den Hypotheken und rund 50 Prozent bei den Firmenkunden beträgt. Anderseits im Anlage- und Vorsorgegeschäft, wo die ZKB mittlerweile zur fünftgrössten Vermögensverwalterin der Schweiz geworden ist. Trotz des Erfolgs hat sich der Positionierungsspagat zwischen der nahen und zugleich universellen Bank als immer grössere Herausforderung erwiesen – zumal die Werbung bis letzten Herbst von verschiedenen Agenturen betreut wurde.Evolution statt Revolution
Dem Risiko der Zersplitterung der ZKB-Werbeauftritte begegnete Matthias Hohermuth, Leiter Marketing der ZKB, mit dem Zusammenzug der Etats bei einer einzigen Agentur. Wirz Werbung sollte ein Konzept erarbeiten, das nebst der formalen auch die konsequent inhaltliche Einheit ermöglichen sollte.
«Wir haben keine Revolution, sondern eine Evolution eingeleitet», erklärt Wirz-Beratungsgruppenleiter Markus Müller. Schliesslich lautete die Aufgabe für die Agentur, einen Wahrnehmungs-Gap vor allem bei den potenziellen Kunden zu schliessen. Bei dieser Zielgruppe wird die ZKB zwar als führende Retail- und Hypothekarbank wahrgenommen, in Bereichen wie vermögende Privatkunden oder Fondsgeschäft sind aber die beiden Grossbanken top of mind. Um die lokale Verankerung mit der Kompetenz im globalen Finanzgeschäft zu verbinden, wählten die Kreativen um CD Hanspeter Schweizer eine Umsetzung, die weniger die Produkte als vielmehr den Kunden in den Mittelpunkt stellt und die formalen Elemente des Markenbilds, das kurz zuvor eingeführt wurde, respektiert. So entstand neben der fortgesetzten Testimonial-Kampagne für KMU-Kunden eine Plattform, die durch die homogene und harmonische Umsetzung der verschiedenen Subkampagnen die Monomarke ZKB stärken soll.
Die im Brand Claim «Die nahe Bank» ausgedrückte Unternehmensphilosophie setzt sich jetzt auch in den Anzeigesujets fort. Die quadratischen Gedankenblasen der Abgebildeten sollen die empathische Perspektive der Bank belegen, indem sie mit ihren Inhalten das übliche Strickmuster der Bankenwerbung umgehen. So kreisen die Gedanken nur in seltenen Fällen um Geschäfts- oder Bankenaspekte, womit Wirz in gewisser Weise eine schweizerisch brave Annäherung an die schräg-innovative und eigenständige Kampagne der deutschen HypoVereinsbank gelingt. Mit dieser menschlichen Nähe nimmt die Copy alle Geschäftsbereiche auf und soll den Privat- und Firmenkunden die Sicherheit kommunizieren, bei einer Bank zu sein, die deren Bedürfnisse versteht: «ZKB, the human professional», fasst Hanspeter Schweizer zusammen.
Vom Bankfach ist nur im Kleingedruckten die Rede: Wirz-Kampagne für die ZKB.
Luca Aloisi

BPR leistet Fullservice für die Compass Group

Gastronomie Im September wird im Zürcher Flughafen das neue Airside-Center eröffnet. Für die Gastronomie in dem zentralen Bereich hinter den Passkontrollen ist die Compass Group zuständig.

Gastronomie Im September wird im Zürcher Flughafen das neue Airside-Center eröffnet. Für die Gastronomie in dem zentralen Bereich hinter den Passkontrollen ist die Compass Group zuständig.Sie richtet fünf unterschiedliche Betriebe ein, von der Bar über die Pizzeria bis zum Hamburger-Grill. Dabei lässt sie sich von der St. Galler BPR Communications beraten. BPR leistet Öffentlichkeitsarbeit und Marketingsupport, organisiert Events und gestaltet auch die Signete, Dekorationselemente und Uniformen der Gastrobetriebe.
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