«Wir bemerken erste positive Signale»

Messen Organisatorin Iris Sorgalla blickt der Marketing-Messe X’04 und dem Xongress zuversichtlich entgegen.

Messen Organisatorin Iris Sorgalla blickt der Marketing-Messe X’04 und dem Xongress zuversichtlich entgegen.WW: Im Vergleich zu 2002 verbuchte die Marketingmesse X’03 einen Besucherrückgang und dafür «mehr Gewinn bringende Verkaufsgespräche». Wie sind die Prognosen für die bevorstehende X’04?
Iris Sorgalla: In angespannten wirtschaftlichen Zeiten stellen wir bei unseren Fachmessen generell fest, dass von den Unternehmen meist nur derjenige die Messe besucht, der mit dem Beschaffungsentscheid betraut ist. Dies kann eine leicht rückläufige Entwicklung in reinen Besucherzahlen bedeuten. Die Qualität der Besuchernachfrage hingegen wird dadurch positiv beeinflusst. Der prognostizierte Aufschwung in der Industrie wird sich in der Marketingbranche erfahrungsgemäss mit leichter Verzögerung niederschlagen. Wir bemerken erste positive Signale und eine leichte Aufbruchstimmung. Entscheidend sind letztlich die an der Messe realisierten Verkaufskontakte respektive Leads. Wir gehen davon aus, dass diese sich auf Grund der konjunkturellen Erholung wieder in konkrete Aufträge umwandeln lassen. Nebst solchen quantitativen stehen bei
einem Messebesuch immer auch die qualitativen Ziele wie etwa das Networking im Zentrum. Ohne geht es in dieser Branche nicht.
War es dieses Jahr nicht trotzdem schwierig, Firmen der Ausstellungsbereiche sowie Partnerverbände zur Messe zu locken?
Natürlich ist es in einer Branche, die eine derart tiefe Talsohle durchschritten hat, nicht einfach, Firmen an eine Messe zu bewegen. Die Verkaufsgespräche sind entsprechend intensiver und die Beratung umfassender. Doch gerade jetzt, wo es wieder aufwärts gehen soll, wäre es wichtig, Präsenz zu markieren und vom beginnenden Aufschwung zu profitieren. Die X’04 liegt zeitlich optimal, um sich einem Publikum zu präsentieren, das wieder in der Lage ist, in Marketingmassnahmen zu investieren. Die Partnerverbände, die die X zum Teil bereits seit Jahren unterstützen, erkennen die Notwendigkeit einer derartigen Branchenplattform, die zudem die einzige in der Schweiz ist.
Sie organisieren die Fachmesse für Marketing, Kommunikation und Event bereits zum siebten Mal. Welche Entwicklung konnten Sie bei den einzelnen Branchen feststellen?
Wenn wir die Entwicklung der X während den letzten Jahren analysieren, stellen wir nur leichte prozentuale Schwankungen und Verschiebungen innerhalb der verschiedenen Teilbereiche fest. Deutlich erkennbar ist jedoch, dass Firmen, die reine Dienstleistungen anbieten, einer Messeteilnahme kritischer gegenüberstehen als Unternehmungen, die Produkte respektive Hardware vertreiben. Hier liegt ein grosses Entwicklungspotenzial für die kommenden Jahre. Gerade in einem Land, das zu 75 Prozent aus Dienstleistungsunternehmen besteht, sollte man den Wert einer solchen Präsentationsplattform erkennen.
Was hat in den vergangenen Jahren für grosses Besucher- und Medienecho gesorgt?
Auf grosses Medieninteresse ist in den vergangenen Jahren natürlich immer wieder unser begleitender Kongress gestossen, der wie jedes Jahr auch heuer mit hochkarätigen internationalen Key-Notes aufwartet. Übrigens ist es der grösste europäische Kongress in diesem Bereich. Auch unser Auditorium im Mediencafé, das wir letztes Jahr erstmals zusammen mit Swiss Marketing SMC organisiert haben, ist bei Besuchern und Medien auf positive Resonanz gestossen. Die interessanten Referate und Round-Table-Diskussionen wurden vom Besucher hoch geschätzt. Dieses Jahr werden Topshots des Xongresses im Auditorium live Red und Antwort stehen. Diese «Zückerli» sollten sich die Besucher nicht entgehen lassen.
Zu den Branchenverbänden SMC, Schweizer Direktmarketing Verband, Expo und Event Swiss Association, Schweizer Siebdruckereien und Digital Printing Group kommt neu der Verband der visuellen Kommunikation Viscom hinzu, der heuer gleich das Patronat der Messe übernimmt. Besteht nicht die Gefahr der Verwässerung?
Eine Gefahr der Verwässerung sehe ich nicht, da unsere Messe genau diese Teilbereiche unter einem Dach abbildet. Im Gegenteil: Wir freuen uns sehr, dass uns der Viscom das Patronat für den Bereich Print & Sign innerhalb der X gegeben hat. Die Verbände unterstützen jeweils einen bestimmten Teilbereich innerhalb der Messe, welcher durch die Verbandsträgerschaft sowohl auf Aussteller- wie auch auf Besucherseite gestärkt wird. Mit dem SMC verbindet uns eine starke Partnerschaft, die sich auf den qualitativen Content der Messe bezieht und somit einen echten Mehrwert für den Besucher schafft. Grundsätzlich sind Verbände tragende Pfeiler der Schweizer Wirtschaft, und bei einer Zusammenarbeit können sich durchaus wertvolle Synergien in der Öffentlichkeitsarbeit ergeben.
Eine weitere Neuheit stellt die Schaffung des Messebereichs E-Marketing dar. Obwohl die Schweizer die zweitfleissigsten Internet-User Europas sind, fliesst in unserem Land immer noch lediglich ein halbes Prozent der Werbeinvestitionen ins Internet. Starten Sie mit der Aufwertung des E-Marketings nicht einen neuen Hype?
Gemäss Expertenschätzungen wird E-Marketing in Zukunft einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen und entsprechend überproportional wachsen. Mit der stärkeren Einbindung dieses Themas greifen wir diesen Trend auf. Wir bemerken dabei jedoch, dass bei den meisten Anbietern das Thema im Moment noch «nebenbei» läuft und nicht zu den Kernkompetenzen zählt. Teilweise ist bei diesen Unternehmen auch noch unklar, welche Zielgruppe man eigentlich mit dem Thema ansprechen möchte. Die X behandelt dieses Thema nicht vor einem technischen Hintergrund, sondern aus der marketingbezogenen Sicht. Dies unterscheidet den Besucher einer X vom Besucher einer Orbit-iEX. Wir stellen dafür die entsprechende Plattform zur Verfügung. Ein möglicher Hype wird sich nur bei entsprechendem Angebot und Nachfrage ergeben.
Wie ist die Buchungslage der Messe?Wir sind immer noch voll in der Ausstellerakquisition, da die Entscheidungen in dieser Branche immer kurzfristiger ausfallen. Einen Anmeldeschluss haben wir demzufolge nicht. Die Buchungssituation ist vergleichbar mit der letztjährigen, da die meisten Firmen den wirtschaftlichen Aufschwung bis jetzt noch nicht gespürt haben. Wir merken aber im Moment eine plötzlich steigende Nachfrage, es kann sich also bis zum Startschuss noch relativ viel tun. Bis jetzt haben sich bereits über 300 Aussteller angemeldet, und wir werden auf jeden Fall ein interessantes Messeangebot präsentieren. Am Mittwoch, 25. August, sogar bis um 20 Uhr.
Marketing TotalVom 24. bis 26. August geben renommierte Fachleute wie Holger Rust, Professor an der Universität Hannover und Wirtschaftspublizist, oder Peter Hauptvogel, Kommunikationsdirektor von Air Berlin, Einblick in Consumertrends; Lars Thomsen, CEO Future Matters, und Daniela Reichlin, Marketingleiterin Bio-Familia, in Marketing-Innovationen. Über Marketing international referieren Fachleute wie Martin Spillmann, Partner von SFLB und Werber des Jahres 2004, Peter Spuhler, Nationalrat und Geschäftsführer von Stadler Rail, und Reiner Pichler, CEO Strellson. Lifemarketing und internationale Eventshow thematisieren unter anderen Experten wie Peter Sloterdijk, Philosophie-Professor und Rektor der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, Tony Seaford, Marketing Manager Europa bei Xerox, und Polo Looser, Direktor der MCI Schweiz. Weitere Informationen sind im Web zu finden unter www.xpage.ch.
X steht auch für Vielseitigkeit: Neben konkreten Aufträgen und Sachinformationen werden für die Messeteilnehmer qualitative Ziele wie Networking immer wichtiger.

Viel Erfahrung: Iris Sorgalla organisiert die X zum siebten Mal.
Interview: Luca Aloisi

Publicitas-Index sackt ab

Anzeigenmarkt Der Publicitas-Index hat im Mai 0,5 Punkte verloren und steht jetzt bei 93,6 Punkten. Damit hat sich der bisherige Rückgang im laufenden Jahr glatt verdoppelt.

Anzeigenmarkt Der Publicitas-Index hat im Mai 0,5 Punkte verloren und steht jetzt bei 93,6 Punkten. Damit hat sich der bisherige Rückgang im laufenden Jahr glatt verdoppelt.Der Index misst die Werbeausgaben in der Tagespresse. Hauptgrund für das Minus ist laut dem Anzeigenvermittler Publicitas, dass gegenüber der Vorjahresperiode zwei Ausgaben fehlten.

Der Daig wird aufgemischt

Tageszeitung Die neue BaZ kommt mit zwei Tabloidbünden, deutlich regionalem Fokus und mit kritischerem Ansatz.

Tageszeitung Die neue BaZ kommt mit zwei Tabloidbünden, deutlich regionalem Fokus und mit kritischerem Ansatz.Als sich letzte Woche die Basler Regierung mit der Geschäftsleitung der Basler Zeitung Medien (BSM) zu einer Aussprache traf, kamen auch die regierungsrätlichen Vorbehalte gegen das Neukonzept der Basler Zeitung (BaZ) zur Sprache: Die Regierung befürchtet, dass ihr künftig ein härterer journalistischer Wind entgegenblasen könnte. BaZ-Verleger Matthias Hagemann konnte und wollte diese Bedenken nicht ausräumen. «Die BaZ-Berichterstattung muss weg vom Verlautbarungsjournalismus, sie muss pointierter werden und die Recherche in den Vordergrund rücken, immer im Rahmen der Fairness. Dass sich da der Regierungsrat um den teilweisen Verlust eines Kommunikationskanals sorgt, ist verständlich», sagte er auf Anfrage (siehe auch Kasten unten).
Etwas von diesem neuen Wind war in den letzten Monaten bereits zu spüren. Spätestens ab dem 4. September soll er aber zum BaZ-Programm gehören. Der neue Chefredaktor Ivo Bachmann verweist denn auch auf das Rechercheteam, das er in diesen Tagen zusammengestellt hat. Und bei der Präsentation des neuen BaZ-Konzeptes stellt er in Aussicht, dass im neuen Regionalbund Pressetexte – wenn überhaupt – auf das absolut Notwendige gekürzt werden. Eigene Geschichten sind verlangt.
Eine Sorge aber kann Bachmann ausräumen: Die BaZ wird nicht zu
einer Schnelllese-Zeitung, erhält jedoch Schnelllese-Elemente. Diese bestehen in der Doppelseite «Heute» (Seite 2 und 3), die einen Überblick über internationale und nationale Meldungen ermöglicht. Zudem befinden sich am Kopf der Ressortauftaktseiten breite Balken, die die jeweils wichtigsten Geschehnisse des Tages zusammenfassen oder grafisch darstellen.
Das erneuerte Blatt wird mit drei Broadsheet-Bünden und einem vierten Bund im Tabloidformat starten. Neu verschmelzen internationale und nationale Nachrichten mit der Wirtschaft zum ersten Bund, der zweite Faszikel widmet sich der Region (bisher dritter Bund), dann folgt der Sport und schliesslich im Kleinformat die Kultur mit Ausgehagenda und TV-Programm. Warum aber bringt die BaZ ausgerechnet die Kultur auf Tabloid? Dazu Chefredaktor Ivo Bachmann: «Von der Marktforschung wissen wir, dass das Kleinformat bei Frauen und Jugendlichen besonders gut ankommt und dass sie sich gleichermassen für Kulturthemen interessieren. Da wir diese beiden Zielgruppen verstärkt ansprechen wollen, lag ein Kulturbund im Magazinformat auf der Hand.»
Neues Gefäss für lokalen StoffWas bisher nicht bekannt war: Die BaZ erhält einen zweiten Tabloidbund, das RegioMagazin. Dieses erscheint im Gegensatz zum täglichen KulturMagazin nur dienstags. «Damit wollen wir noch näher als bisher zu den Leuten, indem wir lokalen
Ereignissen in Gemeinden und Quartieren Raum geben», sagt Bachmann. Konkret wird das RegioMagazin über Anlässe an Wochenenden, über lokale Entwicklungen, Kleinbetriebe und Breitensport berichten. Auch die bisherige Beilage Freitagsmarkt (Flohmarkt) wird ins RegioMagazin integriert.
Ein RegioMagazin, ein Rechercheteam und ein Regiobund, der nach vorne rückt – dies alles weist auf den Hauptakzent des Bachmann’schen Neukonzeptes hin: Die BaZ fokussiert auf die lokale und
regionale Berichterstattung. Neu nennt sie sich im Untertitel «Die Zeitung der Nordwestschweiz». Was ebenfalls auffällt: Mit einer Reihe täglich wechselnder Spezialseiten im ersten Bund, im Sportbund und im KulturMagazin (insgesamt 16) versucht sie, stärker als bisher auf unterschiedlichste Interessen und Bedürfnisse einzugehen. Noch offen ist, ob und wie dereinst das Magazin von Tamedia der BaZ beigelegt wird (siehe Interview auf Seite 21).
Eine besondere Novität stellt das vom Designer-Duo Schwerzmann/Rotenfluh gestaltete Layout dar. Neu liegt der Broadsheet-BaZ ein 19-spaltiges Raster zu Grunde, eine Eigenentwicklung der beiden Gestalter.
Die rote Doppellinie war tabuDie Vielzahl der Spalten ermöglicht einen spielerischen Umgang mit den Spaltenbreiten – und zwar von Artikel zu Artikel, von Bild zu Bild. Interessant ist, dass dennoch keine Unordnung entsteht. Im Gegenteil. «So kann man die Gewichtungen und die ganze Blattarchitektur besser sichtbar machen», sagt Kurt Schwerzmann.
Die Arbeit an der neuen BaZ sei eine besondere Herausforderung gewesen, so Schwerzmann. Zum einen habe er sich schwer getan mit der BaZ-typischen, roten Doppellinie, die – so die einzige Vorgabe – zusammen mit dem Logo bestehen bleiben sollte. Andererseits sei das heutige BaZ-Layout keineswegs verstaubt. «Es ist wohl europaweit ein Unikat», lobt er. Das Duo habe deshalb in erster Linie versucht, «das Gute noch zu verbessern» und auf die neuen technischen Möglichkeiten zu übersetzen.
Bei der BaZ setzt man grosse Hoffnungen in das Neukonzept. Nach Jahren der Behäbigkeit soll es nicht nur den Beginn einer neuen Chefredaktor-Ära einläuten, sondern trotz Sparrunde dem Blatt wieder zu höheren Reichweiten verhelfen. Aus ökonomischen, vor allem aber aus psychologischen Gründen gilt es zu vermeiden, dass die Auflage von derzeit 102000 Exemplaren weiter fällt. Kein leichtes Unterfangen, hat doch die BaZ seit 1999 gut 13000 Exemplare verloren – der ausgebaute Baslerstab und 20 Minuten lassen grüssen.
Diskussion um einen «unglücklichen Satz»Beim Treffen zwischen BZM und Basler Regierung war auch die regierungsrätliche Stellungnahme zum Konzessionserweiterungsgesuch des TV-Senders Nordwest 5 (NW5) ein Thema (WW 13/04). Dies bestätigt Matthias Hagemann. Während die Baselbieter Regierung NW5 unterstützte, sprach sich der Basler Regierungsrat dagegen aus, unter anderem weil er befürchtete, ein Medienunternehmen könnte bei NW5 einsteigen und so «für die Basler Zeitung Medien eine Gefahr darstellen». Dieser «sehr, sehr unglückliche» Satz (Hagemann) wirkte wie ein Vereinnahmungsversuch der Basler Regierung. «Das geht bei der ‹Zeitung für die Nordwestschweiz› natürlich nicht, wir wollen die Interessen der ganzen Region
vertreten und nicht irgendwelche Partikulärinteressen», sagt Hagemann. Er habe darum die Regierung gebeten, «uns künftig nach unserer Meinung zu fragen, bevor sie uns in einer Stellungnahme erwähnt». (mk)
Markus Knöpfli

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ist neuer Filialleiter Bern des Aussenwerbers Plakanda AWI.Er war zuvor Kundenberater bei der NZZ am Sonntag.

ist neuer Filialleiter Bern des Aussenwerbers Plakanda AWI.Er war zuvor Kundenberater bei der NZZ am Sonntag.Philipp Bühlmann ist neuer Filialleiter Bern des Aussenwerbers Plakanda AWI. Er war zuvor Kundenberater bei der NZZ am Sonntag. …
Peter Matthys wird neuer Leiter Kommunikation der Berner Agentur Hofer Kommunikation. Er löst Anfang September Adrian Haas ab, der auf nächstes Jahr zum Direktor des Handels- und Industrievereins Bern gewählt worden ist.
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Thomas Schwabe (Bild) ist neuer CEO der Xmedia Annoncen. Er löst Jakob Spring ab. Schwabe war zuletzt Anzeigenleiter der Aargauer Zeitung.
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Creative Director Patrick Lienert verlässt die Werbeagentur Seiler Zürich – ehemals DBB – in Zollikerberg. Lienert kam im April 2000 von Publicis zur damaligen Seiler DDB.
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Zusammen mit Lötscher & Egli Corporate Communication gründet
Oliver Rodau die Werbeagentur Kraftwerk in St. Gallen. Rodau war zuvor Agenturleiter von Lammoth Mailkonzept und persönlicher Mitarbeiter von Friedhelm Lammoth.
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Der ehemalige Geschäftsführer der Zürcher Webagentur Update, Gebi Bischoff, hat eine eigene Firma gegründet. WebDirekt ist auf Internetprojekte spezialisiert.
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Hans Ulrich Wernli wird neuer Chef Finanzen und Administration der PR-Agentur Farner Consulting. Er löst Rosmarie Widmer Gysel ab, die sich auf Grund ihrer Regierungsratskandidatur aus der Agentur zurückzieht. Wernli war zuletzt Leiter der Bereiche Finanzen, Informatik und Logistik bei der Schuhhandelskette Pasito.
Anfang Juli übernimmt Roland Bieri (Bild) die Leitung von Sales und Marketing beim IT-Dienstleister T-Systems Schweiz. Der bisherige Leiter der Verkaufsabteilung «Rail» ersetzt Gregor Stücheli, der auf denselben Zeitpunkt die Leitung von T-Systems Schweiz übernimmt.
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Angela Prisciantelli ist neu Key Account Managerin der Westschweizer Zeitungskombination Romandie Combi. Zuletzt arbeitete sie bei Publicitas Swiss Press als Sales Coordinator.
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Die Ingenti Schweiz bietet ihre Werbe- und Messesysteme neu auch in der Westschweiz an.
Cédric Ronzi wurde zum Verkaufsverantwortlichen für die Romandie bestimmt. Ronzi wechselt aus der Hotelbranche zu dem Killwanger Unternehmen.

Plakanda bleibt auf dem Zürcher Flughafen

Aussenwerbung Die Werbeflächen auf dem Flughafen Zürich werden auch künftig von Plakanda bewirtschaftet.

Aussenwerbung Die Werbeflächen auf dem Flughafen Zürich werden auch künftig von Plakanda bewirtschaftet.Die Betreibergesellschaft Unique hat den Vertrag mit Plakanda für drei Jahre verlängert, mit einer Option auf zwei weitere Jahre. Der bisherige Exklusivvertrag, der Anfang 2001 geschlossen wurde, läuft Ende Jahr aus. Unique hatte auch eine Ausschreibung des Mandats und eine Inhouse-Lösung in Betracht gezogen.

Zwei Italiener setzen auf Aaron Advertising

Dienstleistungen Die Zürcher Agentur Aaron Advertising meldet zwei neue Kunden. Das Ristorante Napoli im Kreis 3 lässt sich neue Postkartensujets kreieren.

Dienstleistungen Die Zürcher Agentur Aaron Advertising meldet zwei neue Kunden. Das Ristorante Napoli im Kreis 3 lässt sich neue Postkartensujets kreieren.Und für die Hairstylisten von Degas Lino Marra gestaltet Aaron Advertising eine neue Inseratelinie.

Es lebe das Mailing!

Direct Marketing Die Agentur Jung von Matt/Limmat entwickelte für das Landschaftsarchitekturbüro Tur & Partner eine innovative Werbesendung.

Direct Marketing Die Agentur Jung von Matt/Limmat entwickelte für das Landschaftsarchitekturbüro Tur & Partner eine innovative Werbesendung.Der Deckel einer flachen Kunststoffschachtel zeigt einen Bebauungsplan, der im Bereich der Grünzonen durchlöchert ist. Wenn die Schachtel täglich etwas gewässert wird, spriesst nach wenigen Tagen zartes Grün aus den Löchern. Dieses erste lebende Mailing richtet sich an Architekten und private oder institutionelle Bauherren.

Besucherrekord in Moviewoche 22

Kino Mit 260000 Besuchern verzeichneten die Schweizer Kinos in der Woche 22 das bisher beste Ergebnis des Jahres. In der entsprechenden Woche des Vorjahres wurden nur 151000 Kinogänger gezählt.

Kino Mit 260000 Besuchern verzeichneten die Schweizer Kinos in der Woche 22 das bisher beste Ergebnis des Jahres. In der entsprechenden Woche des Vorjahres wurden nur 151000 Kinogänger gezählt.Zum Rekordergebnis trug vor allem der Start des Katastrophenfilms «The Day After Tomorrow» bei, den in der ersten Woche 92000 Personen sehen wollten. Dahinter folgten «Troy» (48000 Besucher) und «La mala educacion» (16000 Besucher). Dank weiteren Highlights wie «Harry Potter 3» (Kinostart 3. Juni) und «Shrek 2» (24. Juni) rechnet der Kinovermarkter Cinecom auch für die kommenden Wochen mit ausgezeichneten Zuschauerzahlen.

Facts findet neue Fans

Zeitschriften Seit dem Relaunch findet Facts mehr Käufer am Kiosk. Die Inserenten halten sich zurück.

Zeitschriften Seit dem Relaunch findet Facts mehr Käufer am Kiosk. Die Inserenten halten sich zurück.Endlich mal wieder ein positives Signal von Facts. Zwei Monate nach dem Auftritt des Magazins in neuem Gewand sprechen die Verantwortlichen von erfreulichen Signalen. «Gegenüber dem ersten Quartal ist der Absatz am Kiosk im Schnitt um 30 Prozent gestiegen», berichtet Sari Simola, Leiterin Lesermarkt Zeitschriften bei Tamedia. Allerdings fehlt noch die Konstanz. «Die Absatzzahlen schwanken sehr stark in Abhängigkeit von der jeweiligen Cover-Geschichte.»Bestätigt wird der nach oben weisende Trend auch durch eine markant gewachsene Bereitschaft der Probeabonnenten, zu einem Festabo zu wechseln. «Die Umwandlungsquote ist heute um 10 Prozentpunkte besser als noch vor einem Jahr», so Simola.
Die respektablen Entwicklungen im Lesermarkt sind umso erstaunlicher, als sie ohne Erhöhung des Marketingbudgets zu Stande gekommen sind. Es gab weder zusätzliche Massnahmen am POS, noch wurden grosse Promoauflagen in den Markt geschwemmt. Und auch die Strategie mit grosszügi-gen Zugaben (Halbtax, Heimelektronik, etc.), mit denen Facts in früheren Jahren die Abonnenten gelockt hatte, gehört definitiv der Vergangenheit an. «Damals ging es rein um die Quantität, heute ist die Haltbarkeit das Wichtigste», erklärt Sari Simola.
Lichtblicke im Inseratemarkt
Noch viel Aufholarbeit muss Facts bei den Anzeigenerträgen leisten. Dem Relaunch ist eine dramatische Entwicklung im Inseratemarkt vorausgegangen. Seit Herbst 2003 war das Nachrichtenmagazin «auf relativ breiter Front aus den Mediaplänen hinausgeflogen», so Marcel Tappeiner, interimistischer Leiter Anzeigenmarkt Zeitschriften bei Tamedia. Nun liegen die Inserateumsätze in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres «zirka 30 Prozent unter Vorjahr». «Um die angehäuften Verluste wettzumachen, brauchen wir wohl das ganze zweite Halbjahr», so Tappeiner. Er ist aber optimistisch, dass die Aufholjagd gelingt. «Wir spüren sehr viel Goodwill seitens der Werbeauftraggeber. Viele Anzeigenkunden, die sich verabschiedet hatten mit dem Argument, das alte Facts sei für sie keine attraktive Plattform mehr, können sich mit dem neu gestalteten Heft wieder identifizieren und kommen zurück.» Dazu gehören laut Tappeiner so kapitale Inserenten wie Microsoft, SBB, Ovomaltine, Cartier, Jura oder die Zürich Versicherung.
Mit den schlechten Anzeigenerträgen in den ersten vier Monaten dieses Jahres ist Facts allerdings in guter Gesellschaft. Von den Titeln, die zu seinem direkten Konkurrenzumfeld gehören, konnte einzig die NZZ a. S. mit fast 30 Prozent Zuwachs frohlocken. Alle anderen – Cash, Bilanz, Weltwoche, HandelsZeitung, SonntagsZeitung, Stocks – waren zum Teil massiv im Minus (siehe Tabelle).
Gewinne nur auf Kosten anderer
Rasche Besserung steht nicht in Aussicht. «Wir stehen erneut in einem pickelharten Jahr für die Presse, mit einem wegen der EM besonders schwierigen Juni», erklärt Weltwoche-Verlagsleiterin Uli Rubner. Sorgen, dass das neue Facts ihrem Titel gefährlich werden könnte, plagen sie aber nicht (siehe Kasten).
Andererseits ist man sich bei Facts bewusst, dass die Luft dünn ist. Tappeiner: «Das Marktsegment, in dem wir positioniert sind, ist voll, sowohl im Inserenten- wie auch im Lesermarkt.» Im Klartext heisst das: Man kann nur Leser oder Anzeigen gewinnen, wenn man sie anderswo wegholt. «Zieht die Konjunktur mittelfristig nicht an, gibt es zu viele Titel in diesem Segment», befürchtet Tappeiner. Doch Facts werde mit Sicherheit nicht zu den überzähligen gehören.
Weltwoche bleibt in SchwungIm Vorjahr war die Weltwoche die grosse Gewinnerin sowohl im Leser- wie im Inserentenmarkt, und dies besonders auch auf Kosten von Facts. Nachdem sich beim Tamedia-Nachrichtenmagazin die positiven Signale nach erfolgtem Relaunch häufen, müsste man davon ausgehen, dass umgekehrt nun die Weltwoche, seine wichtigste Konkurrentin, in Bedrängnis geraten ist.
Doch dies ist nicht der Fall. «Ich erkenne keine Trendwende zu Gunsten von Facts», erklärt Uli Rubner, Verlagsleiterin der Weltwoche. «Lediglich in den ersten beiden Wochen nach dem Relaunch hatten wir weniger Anzeigen.» Doch danach habe sich das Blatt wieder zu Gunsten der Weltwoche gewendet.
Auch bei der Kioskauflage habe das neue Facts keine Spuren hinterlassen. «In der Relaunch-Woche verkaufte sich die Weltwoche sogar überdurchschnittlich gut», so Rubner. (dse)
Akzeptanzstudie angekündigtEnde Juli wird man genauer wissen, wie das neue Facts bei der Leserschaft ankommt: Dann liegt nämlich die Akzeptanzstudie der Tamedia-Marktforschung vor. Einzelne Anpassungen wurden nach den beiden ersten Ausgaben des Neukonzeptes vorgenommen. «Wir haben den Bildanteil und die Anzahl Charts leicht erhöht», erklärt Facts-Chefredaktor Stefan Barmettler. Ebenfalls eliminiert sind Probleme mit der Lesbarkeit der Schrift, die wegen der Saugfähigkeit des neuen Papiers auf einzelnen Bögen grau statt schwarz daherkam. Aufgestartet wurde zwischenzeitlich auch die Porträt-Kolumne des Illustrators Peter Gut. Das Finetuning ist damit nicht abgeschlossen. «Diese Woche diskutieren wir mit den Ressortleitern, wo wir allenfalls noch nachbessern müssten», so Barmettler. (dse)
Daniel Schifferle

Sloggi-Plakate verärgern Briten

Unterwäsche Nach der Schweiz und Frankreich erregt die Kampagne für Sloggi-Strings jetzt auch in Grossbritannien die Gemüter.

Unterwäsche Nach der Schweiz und Frankreich erregt die Kampagne für Sloggi-Strings jetzt auch in Grossbritannien die Gemüter.Führer der islamischen Gemeinschaften in Bradford und Leeds haben sich bei der Advertising Standards Authority (ASA) über die Plakate mit halbnackten Frauen beschwert, weil sie in der Nähe von Moscheen ausgehängt wurden. Das Selbstkontrollorgan gab den Beschwerden Recht und forderte Sloggi-Hersteller Triumph auf, mehr Sorgfalt bei der Auswahl von Plakatstellen anzuwenden. Triumph zeigte sich kooperationsbereit. Abgelehnt hat die ASA laut einer Meldung des Guardian eine weitere Beschwerde von Moslems gegen ein Sloggi-Plakat, das drei Rugby-Spieler in weniger knappen Unterhosen zeigt. Die umstrittene Kampagne stammt von der Agentur Blue Spirit in Schlieren.

ZVV bleibt bei Publicis

Öffentlicher Verkehr In der Konkurrenzpräsentation um das Budget für die ZVV-Imageprofilierung der kommenden Jahre hat sich die bisherige Etathalterin Publicis erfolgreich gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt.

Öffentlicher Verkehr In der Konkurrenzpräsentation um das Budget für die ZVV-Imageprofilierung der kommenden Jahre hat sich die bisherige Etathalterin Publicis erfolgreich gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt.Als Unternehmen des Kantons Zürichs muss auch der Zürcher Verkehrsverbund grössere Investitionsprojekte gemäss kantonaler Submissionsverordnung offiziell ausschreiben.

Publicitas zieht bei der BaZ ein

Pachtvertrag Die Basler Zeitung und die Publicitas sind daran, ihre alte Kooperation neu zu definieren.

Pachtvertrag Die Basler Zeitung und die Publicitas sind daran, ihre alte Kooperation neu zu definieren.Eigentlich läuft der Pachtvertrag zwischen Basler Zeitung (BaZ) und Publicitas (P) erst Ende 2005 aus. Nun soll er aber vorzeitig erneuert und die Zusammenarbeit auf Anfang 2005 neu aufgegleist werden. Dies bestätigen sowohl Matthias Hagemann, VR-Präsident der Basler Zeitung Medien (BZM), als auch Otto K. Walter, BaZ-Anzeigenleiter und Mitglied der Geschäftsleitung der P Basel. Zur Erinnerung: Die P-Mutter PubliGroupe ist zu 37 Prozent an der BZM beteiligt.Wie die neue Zusammenarbeit aussehen wird, ist noch offen. Während Hagemann eine «verlegerfreundlichere Pacht» wünscht, spricht Walter von einer «schon heute freundschaftlichen Zusammenarbeit, die weiter optimiert werden soll». Fest steht jedenfalls: Bisher hat eine Arbeitsgruppe, der unter anderem Walter und BaZ-Verlagsleiter Daniel Sommer angehören, den Istzustand unter die Lupe genommen und diese Analyse der BZM-Geschäftsleitung präsentiert. Zudem haben sie sich auch das Luzerner Modell genauer angesehen.
Bei dieser seit 2001 bestehende Kooperationsform zwischen P Luzern und Neuer Luzerner Zeitung arbeiten P und Verlag in je einem operativen und einem strategischen Gremium zusammen. Beide sind paritätisch zusammengesetzt, die Leitung liegt im Fall Luzern aber beim Verlag. Sowohl für die P als auch für den Verleger läuft das Modell – stärker als bei einem normalen Pachtvertrag – auf eine ausgewogene Gewinn- und Risikoverteilung hinaus.
So weit ist es in Basel noch nicht. Klar ist, dass die P Basel im Dezember ihren Basler Sitz vom Stadtzentrum ins BZM-Hauptgebäude am Stadtrand verlegen wird. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von P Basel, Publimedia und Publicitas International werden sich dann dort im leer stehenden 3. Stock einquartieren. Diesen werden sie mit dem BaZ-Verlag teilen, der vom heutigen Standort am Aeschenplatz wieder ins Kleinbasel disloziert.
Die BaZ-Redaktion bleibt am Aeschenplatz, wo die P ihren Verkaufsschalter ausbauen wird, um in der Stadt präsent zu bleiben. Walter freut sich auf den Umzug: «Die räumliche Nähe zu unserem wichtigsten Partner bringt in der täglichen Arbeit Erleichterungen. BaZ-Verlagsleiter Daniel Sommer und ich werden zum Beispiel unsere Büros Tür an Tür haben.»
Markus Knöpfli
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