Euro RSCG bringt Spannkraft ins Haar

Körperpflege Das neue Shampoo «Never ending shine» verleiht dem Haar dauerhaften Glanz, so Hersteller En Vogue. Nicht minder prächtig sollte darum die Kampagne sein, sagte man sich bei Euro RSCG.

Körperpflege Das neue Shampoo «Never ending shine» verleiht dem Haar dauerhaften Glanz, so Hersteller En Vogue. Nicht minder prächtig sollte darum die Kampagne sein, sagte man sich bei Euro RSCG.Und probierte es prompt am derzeit wohl glanzlosesten Politiker aus. Das Resultat ist so eklatant wie das Werbesujet: George W. Bush mit Heiligenschein. Dass er mit seiner Leuchtturmfrisur am Parteitag der Republikaner die langen Schatten von 9/11 überstrahlen wird, steht ausser Frage. «Weitere ‹Kollegen› mit Imageproblemen, denen das Shampoo zu ungeahntem Glanz verhilft, sollen folgen», verspricht Euro-CD Jürg Aemmer.

TV-Werbung soll 2 Prozent Marktanteil gewinnen

TV Bis 2006 soll der Schweizer TV-Werbemarkt auf knapp 600 Millionen Franken anwachsen.

TV Bis 2006 soll der Schweizer TV-Werbemarkt auf knapp 600 Millionen Franken anwachsen.Der Anteil am Gesamtwerbekuchen werde von 10,4% (2003) auf 12,3% steigen, glauben die Experten des Delphinariums. Unter diesem Namen veröffentlicht die Medienberatungsfirma Publicom regelmässig Befragungen unter einem Panel von Fachleuten aus Medien, Werbung, Kommunikationswissenschaft und Corporate Communications. Sonderwerbeformen wie Sponsoring, Narrow Casting, Split-Screen-Werbung und Product Placement sollen an Bedeutung gewinnen. Detailliertere Ergebnisse sind auf www.delphinarium.ch zu finden.

Budgetgewinne für Virus

Pharma/Informatik Die Spitaldivision des Pharmakonzerns Abbott hat Virus Ideenlabor mit der Konzeption und Umsetzung neuer Kommunikationsmassnahmen für das Medikament Sevorane beauftragt.

Pharma/Informatik Die Spitaldivision des Pharmakonzerns Abbott hat Virus Ideenlabor mit der Konzeption und Umsetzung neuer Kommunikationsmassnahmen für das Medikament Sevorane beauftragt.Sevorane ist ein Inhalationsanästhetikum. Den Neukunden Upsolut hat die Bieler Werbeagentur in einer Konkurrenzpräsentation gewonnen. Das Beratungsunternehmen für Informatik- und Kommunikationssysteme mit Sitz in Bollingen hat Virus mit sämtlichen kommunikativen Massnahmen betraut. Im Vordergrund stehen die breitere Bekanntmachung und Stärkung der Marke Upsolut sowie unterstützende Massnahmen für die Kundenakquisition.

Gratulation an 300 und 1 Neugeborenes

Tageszeitungen Für die Agentur cR DDB ist der Relaunch der BaZ nicht einfach ein Relaunch, sondern eine Geburt. Die Wehen sind eingeleitet.

Tageszeitungen Für die Agentur cR DDB ist der Relaunch der BaZ nicht einfach ein Relaunch, sondern eine Geburt. Die Wehen sind eingeleitet. «Wenn nur schon der 4. 9. wäre», steht auf einem Plakat, das den Bauch einer hochschwangeren Frau zeigt. Der Seufzer in Buchstabenform, den die werdende Mutter offenbar ausstösst, dürfte sich auf den Geburtstermin beziehen. Doch warum seufzt sie so öffentlich auf Plakaten, Inseraten und in Radiospots? Und warum nur im WG 31?Sie ist nicht allein. Zwei weitere Sujets zeigen schwangere Bäuche, deren Besitzerinnen sich Gedanken zum 4. 9. machen. Während auf einem vierten Bild einem männlichen (Bier-)Bauch am 4. 9. keine Chancen eingeräumt werden. Der 4. 9. scheint in der Nordwestschweiz ein wichtiger Termin zu sein.
Die Kampagne weist auf die neue BaZ hin. «Der Relaunch kommt einer Geburt gleich», so Verlagsleiter Daniel Sommer – «das Konzept wurde geändert, das Blatt wurde neu gestaltet, die Redaktion umorganisiert und neue redaktionelle Richtlinien erstellt. Das ist kein blosses Lifting.» Und weil die BaZ etwas zu feiern habe, habe man von der Basler Agentur cR DDB eine mehrteilige Kampagne ausarbeiten lassen, die konsequent das Bild von Schwangerschaft und Geburt verfolge.
So erscheint nun am 4. September die Auflösung. «Genug gewartet – die neue BaZ ist da», steht etwa über dem Bild eines Neugeborenen. Gleichentags wird die neue BaZ, die in einer Grossauflage von 310000 statt normal 125000 Exemplaren erscheint, in sämtliche Briefkästen des WG 31 gesteckt und an allen K-Kiosken der Schweiz gratis abgegeben. Danach wird das Blatt vom 6. bis 9. September an den Bahnhöfen Basel SBB, Liestal, Laufen, Sissach, Rheinfelden sowie am Badischen Bahnhof Basel gratis verteilt.
Erfolgsfilme umfunktioniert
Ebenfalls am 6. September geht an alle Nichtabonnenten ein Mailing mit Bestellkarten für ein BaZ-Schnupper- oder -Jahresabo. Auch hier greift man zum Bild der Geburt: Die Karten zeigen je ein Babyhändchen auf rosa beziehungsweise hellblauem Hintergund. Je nach Abo-Wahl kann dem Händchen auf der entsprechenden Karte ein Armbändchen umgelegt werden – analog den Namenbändeln in Spitälern.
Parallel zu diesem Marketing-Auftakt lanciert die BaZ noch eine Aktion mit offenkundigem Jö-Effekt: Schon die Auflösungsinserate enthalten die Botschaft, dass die BaZ nicht nur sich selbst, sondern alle Nordwestschweizer Septembergeburten feiern will. «Zudem bitten wir Spitäler, Hebammen und Eltern-Kind-Zentren, uns Eltern zu melden, die im September ein Kind bekommen», sagt Sommer, selbst Vater eines Sohnes. Sind die Eltern einverstanden, lässt die BaZ das Neugeborene fotografieren und publiziert das Bild hernach zusammen mit 31 andern Babybildern als zweiseitige Riesengeburtsanzeige in der BaZ. «Im WG 31 gibt es pro Monat rund 300 Geburten», weiss Sommer. Das wird im besten Fall rund zehn doppelseitige Gratulationsanzeigen zur Folge haben.
Interessantes Briefing«Für die BaZ ist der 4. 9. ist ein spezieller Moment», sagt Daniel Sommer. Denn mit dem Relaunch will sich das Blatt wieder ganz neu unter die Bevölkerung mischen. Um aber neue
Leser hinzuzugewinnen, muss sie ihr altes Image durchbrechen. «Gemäss den Leserbefragungen wirkte die BaZ etwas belehrend. Auch ist die emotionale Bindung zu ihr relativ klein. Viele haben sie nur, weil eine Alternative fehlt», weiss Sommer. Manche hätten sich auch von ihr abgewandt. Beim Kampagnenbriefing habe man sich deshalb gefragt, «wie wir die medienträge Region neugierig machen und auf sympathische Art überraschen können». Zudem will man vermehrt Frauen und Junge ansprechen. «Auch punkto Ausbildung soll das Zielpublikum etwas breiter werden, bisher war der Leseranteil der gut Gebildeten gemessen an der Bevölkerung eher zu gross», sagt Sommer. (mk)
Als Geburtstermin steht der 4. 9. mit Sicherheit fest: Die (feminine?) BaZ hat das Timing offensichtlich im Griff, dem Bierbauch hingegen entspringt kein neues Leben.
Markus Knöpfli

Zahl der Woche

Fernsehen Die RTL Group hat den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im ersten Halbjahr um 57 Prozent auf 397 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 11,1 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro.

Fernsehen Die RTL Group hat den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im ersten Halbjahr um 57 Prozent auf 397 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 11,1 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro.Im Geschäftsbereich Fernsehen legte der Gewinn von 198 Millionen auf 310 Millionen Euro zu. Im Juni ist die Gruppe schuldenfrei geworden. Sie will ihre Diversifikationsumsätze steigern und nach der Übernahme der Mehrheit am französischen Sender M6 weiter geografisch expandieren.

Mobility fährt auf Zogg Kettiger Gasser ab

Verkehr Das Car-Sharing-Unternehmen Mobility hat sich nach einer Agenturpräsentation für Zogg Kettiger Gasser entschieden.

Verkehr Das Car-Sharing-Unternehmen Mobility hat sich nach einer Agenturpräsentation für Zogg Kettiger Gasser entschieden.Mobility bietet 1750 Fahrzeuge an rund 1000 Standorten in der Schweiz an und will seinen Kundenstamm in den nächsten Jahren massiv erhöhen. Die Zürcher Werbeagentur überzeugte mit einem Konzept regional vernetzter Kommunikationsmassnahmen.

Powerplay fürs Doppel-X

Sportfachhandel Als Erste in der Branche baut sich die Migros-Fachmarktkette SportXX ein landesweit einheitliches Image auf.

Sportfachhandel Als Erste in der Branche baut sich die Migros-Fachmarktkette SportXX ein landesweit einheitliches Image auf.Die olympische Flamme in Athen ist erloschen, und Missionschef Werner Augsburger zieht für die Schweizer Delegation Bilanz über Olympia 2004: «Mit fünf Medaillen haben wir unser Ziel erreicht.» Weniger zufrieden dürften wohl die Sponsoren der Athleten sein, fiel doch die Ausbeute bei den Spielen heuer deutlich bescheidener aus als in Sydney oder Atlanta. Sportlicher darf es der Sportfachhandel mit den durchzogenen Leistungen unserer Spitzensportler nehmen. Deren Performance hat nämlich auf den Geschäftsgang kaum Einfluss. Im Gegenteil. Weder die Konjunktur noch der Konsumentenstimmungsindex konnten der Sportbranche in den letzten Jahren etwas anhaben. Gemäss ASMAS, dem Verband Schweizer Sportfachhandel, liegt die Zuwachsrate – anders als im restlichen Detailhandel – seit mehreren Jahren mit drei bis fünf Prozent deutlich im Plus und durchbrach 2003 ohne Fahrräder die 2-Milliarden-Franken-Umsatzgrenze. «Der Sport und das Körperbewusstsein haben gesellschaftlich an Bedeutung gewonnen», kommentiert Claude Benoit, ASMAS-Präsident, die Marktentwicklung. Kurt Meister, Sportmarkt-Experte beim Marktforschungsinstitut IHA-GfK, sieht bei den «jungen Alten» eine wachsende und sportlich aktive Zielgruppe, die finanziell sehr gut dasteht.
Zur Stärkung hat allerdings ein weiterer Trend beigetragen. «Wir stellen fest, dass Alltagsbekleidung und Mode immer sportlicher werden.» Tatsächlich: Während viele Modehäuser und -abteilungen die Kundschaft nur mit Preispromotionen bei der Stange halten können, deckt sich diese für ihre Outfits und Schuhe immer häufiger in den Sportläden, Flagship-Stores und Sportfachmärkten ein. Zu Letzteren und damit zu den Gewinnern zählt auch die Migros-Fachmarktkette SportXX, die vor fünf Jahren mit sechs Filialen gestartet ist und heute bereits deren 32 betreibt.
Da das Netz mit zwei Eröffnungen im Herbst und fünf geplanten im nächsten Jahr auf die ganze Schweiz ausgedehnt werden soll, der Bekanntheitsgrad jedoch nur lokal hoch ist und national gestützt nur 23 Prozent beträgt, sind die Kommunikationsverantwortlichen von der lokalen Strategie abgekommen. Geplant ist, diese Rate in einem Jahr annähernd zu verdoppeln, so Rolf Mathys, Marketingleiter bei SportXX. Um das hohe flächenbereinigte Wachstum von acht Prozent zu erreichen, genügte bisher die Bekanntmachung der Standorte, der Fachkompetenz sowie des breiten Markensortiments.
Skifahrt über Wüstensand
Trotz Strategieschwenk zum nationalen Auftritt blieb die Migros-Tochter ihrer Hausagentur Inhalt & Form treu, hat es diese doch verstanden, aus einem Image- und Abverkauf-Mix zwei halbminütige TV-Spots zu drehen – je einen für die warme und die kalte Saison. Verbindendes Element bei beiden sind die Spuren, welche die Sportler mit ihren jeweiligen Geräten – vom Bike bis zum Carvingski – auf der atemberaubenden Dünenlandschaft hinterlassen: ein grossformatiges X, das ins Logo der Sportfachmarkt-Kette projiziert wird. Im Unterschied zur Kinoversion enthalten die TV-Spots jeweils zwei Tag-ons, die bestimmte Angebote bekannt machen. Flankierend kommen das bisherige Postersujet, die Print-Beilagen sowie das breite Sponsoring-Portfolio zum Einsatz.
Image-Aufbau mit TV-Spots: Im dynamischen Schweizer Sportmarkt will SportXX weiter expandieren.
Luca Aloisi

Bald mehr im Äther?

Radio Drei zusätzliche, überregionale Sender wären in der Schweiz wirtschaftlich und technisch möglich.

Radio Drei zusätzliche, überregionale Sender wären in der Schweiz wirtschaftlich und technisch möglich.Rechtzeitig zum Radioday publiziert das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Resultate dreier Studien zum Radiomarkt – und sorgt damit für Diskussionsstoff. Fest steht: Sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus (frequenz-)technischer Sicht hätten in der Westschweiz ein und in der Deutschschweiz bis zu zwei weitere Radioprogramme mit überregionalem («agglo-übergreifendem») oder gar sprachregionalem Charakter Platz.Damit sie aber nicht nur überleben, sondern helfen, den Radiowerbemarkt anzukurbeln, müsste parallel dazu die Radio-Vermarktung statt wie heute schwergewichtig lokal wesentlich stärker national ausgerichtet werden. Dies wiederum bedingt unter anderem «eine Optimierung der komplizierten Poolstrukturen», heisst es in der Studie des Berliner Instituts GoldMedia.
Technische Komplikationen
Auf der technischen Seite kommt das Bakom zum Schluss, dass zusätzliche UKW-Frequenzen freigemacht werden könnten, jedoch nur durch eine Verringerung des empfohlenen Schutzabstandes zwischen Nachbarfrequenzen. Dies hätte den Nachteil, dass die Reichweite aller Sender abnehmen würde, weil ein Grossteil der Radioempfänger nicht fein genug differenzieren kann.
Zudem wäre eine umfassende Neuplanung des Frequenzenspektrums nötig, deren Finanzierung aber erst geregelt werden müsste. Eine Umstellung auf DAB wäre zwar ebenfalls möglich, so eine dritte Studie, doch würde dies insgesamt 200 Millionen Franken kosten. Via Vernehmlassung erhofft sich das Bakom nun Klarheit über das weitere Vorgehen.
Markus Knöpfli

Hilfreicher Kolibri

Social Advertising Zunzúncito wird in Kuba die kleinste Kolibriart der Welt genannt, die nur auf der Karibikinsel heimisch ist. Wegen seiner Feinheit gilt der Zunzún als Sinnbild für die Verletzlichkeit des Kindes.

Social Advertising Zunzúncito wird in Kuba die kleinste Kolibriart der Welt genannt, die nur auf der Karibikinsel heimisch ist. Wegen seiner Feinheit gilt der Zunzún als Sinnbild für die Verletzlichkeit des Kindes.Zunzún ist auch der Name eines neuen gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Zürich, der Kindern und Jugendlichen in Kuba materielle und ideelle Hilfe zukommen lässt. Für den neuen Schweizer Verein entwickelte Hesskiss mit dem kubanischen Grafiker Luiz Rodriguez Noa Name, Logo und Erscheinungsbild. Die Zürcher Agentur will Zunzún zudem beim Aufbau der Homepage und der Entwicklung sämtlicher Kommunikationsmittel unterstützen, so Agenturmitinhaber Tamas Kiss.

Black Beauty

Tabak Die Parisienne gibts jetzt auch in Schwarz. Sulzer Sutter wirbt für sie – mit feinen Scherenschnitten.

Tabak Die Parisienne gibts jetzt auch in Schwarz. Sulzer Sutter wirbt für sie – mit feinen Scherenschnitten.«Wir haben noch mehr als einen Monat Zeit. Bis dann fällt uns bestimmt noch ein tolles Plakat zur neuen Parisienne ein», teaserte diesen Sommer die Schweizer Zigarettenmarke und ihre Agentur Sulzer Sutter. Die «under construction»-Plakate sollten in der typisch eigenartigen Parisienne-Aufmachung das Terrain für das neue Modul bereiten. Zugleich konnten Raucher das neue Produkt im weissen Teaser-Pack, das sie bei den Promo-Teams kaufen konnten, probieren und den Namen der neuen Parisienne über einen Aufdruck auf den Probezigaretten entdecken.Nonkonformistisches Image
Die hoch geschraubten Erwartungen des Zielpublikums werden in den nächsten Tagen eingelöst. Denn das Endergebnis – eine Scherenschnittkampagne – sucht international ihresgleichen. Die handgeschnittenen Motive der Künstlerin Irina Polin, die verschiedene Club-Szenen als Silhouetten wiedergeben, sollen die künstlerische Positionierung der heimischen Marke in völlig neuer Formensprache vertiefen. Mit dem «folkloristisch» filigranen Dachauftritt beabsichtigt British American Tobacco Switzerland (BAT), die Markenidentität, die heimischen Wurzeln und die fantasievolle Welt von Parisienne mit der neuen Full-Flavour-Zigarette in ihrer nonkonformistischen schwarzen Verpackung zu verbinden. «So schräge Kommunikationsstrategien verdanken wir dem grossen Spielraum der Marke selbst und der Kundschaft, welche die Botschaft auch begreift», sagt CD Felix Dammann, der den Erfolg der vorangegangenen Plastilin- und Abdruckkampagnen fortsetzen will. Allein mit dem Relaunch von Extra und Ultra konnte Parisienne 2003 ein Prozent Marktanteil gewinnen, wodurch die Marke das beste Jahr in ihrer über hundertjährigen Geschichte erlebt hat.
Was Dammanns Team beim aktuellen Launch jetzt schon attestiert werden darf, ist die Weiterentwicklung der unverwechselbaren Identität, die völlig andere Werte als die US-Labels verkörpert. Dieser Strategie verdankt die Marke einen Marktanteil von 14 Prozent und die Spitzenposition bei den 18- bis 30-Jährigen.
Starker Tabak liegt im Trend
Um die Leaderschaft zu verteidigen, wollte BAT die Range-Lücke zwischen den milden und den starken Sorten schliessen, zumal, so Junior Brand Manager Thomas Baer, die Full-Flavour-Sorten wieder stark im Kommen sind. «Der Trend hat gedreht. Viele erwachsene Raucher sagen sich, wenn schon rauchen, dann eine Zigarette mit vollem Geschmack», erklärt Baer. In diesem wachsenden Bereich – immerhin ein Viertel vom Markt – trifft die Noire auf starke Konkurrenten wie Marlboro rot oder Winston Filter.
Mit dem Start der Noire empfahl Client Service Director Peter Krebs auch, eine völlig neue Umsetzung zu konzipieren. «Inzwischen erfinden wir die Marke alle zwei, drei Jahre neu und bewahren dank den stets unerwarteten Impulsen das Image der Trendsetterin», sagt Krebs. Ein wichtiges Kriterium im stagnierenden Zigarettenmarkt, in dem die klare Brand-Persönlichkeit über den Erfolg bestimmt. Eigenständig ist auch der Kommunikations-Mix (rund 33% für Livemarketing) mit einfallsreichen Umsetzungen – bei insgesamt unverändertem Budget.
Unverwechselbares Profil, schwarz auf weiss: Die Motive der Parisienne-Kampagne hat die Künstlerin Irina Polin mit der Schere geschnitten.
Luca Aloisi

Französische Briefmarke aus Zürich

Social Advertising Erstmals durfte eine Schweizer Agentur – Publicis – eine Briefmarke der französischen Post kreieren.

Social Advertising Erstmals durfte eine Schweizer Agentur – Publicis – eine Briefmarke der französischen Post kreieren.Um die Uno-Organisation The Global Fund und ihren Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose bekannt zu machen, hat die Zürcher Agentur die überraschende Media-Idee unterbreitet – und den Auftrag erhalten. Als Erstes soll die 50-Cent-Marke Aufmerksamkeit erregen.

Rock ’n’ Kick

Ein Riesenfest gabs – man hat sich ja eigentlich schon dran gewöhnt – bei Clear Channel Plakanda. Die Party geniesst einen ausgezeichneten Ruf, wie der Publikumsaufmarsch jedes Jahr beweist.

Ein Riesenfest gabs – man hat sich ja eigentlich schon dran gewöhnt – bei Clear Channel Plakanda. Die Party geniesst einen ausgezeichneten Ruf, wie der Publikumsaufmarsch jedes Jahr beweist.Einmal mehr hatten die Planer der Plakatfete zudem ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Lokalität. Die Anlässe der Aussenwerber finden bekanntlich mitunter schon mal auf der grünen Wiese statt – wobei auch dort jeweils immer für genügend Unterstände gesorgt wurde. Die diesjährige Sause mit dem Motto Hard Rock Cafe allerdings war in der Flughalle Dübendorf komplett unter Dach und Fach – Glück für Gäste und Veranstalter, draussen wars kühl und nass.Die Dekorationen hattens einmal mehr in sich. An jeder Ecke wunderschöne alte Ami-Schlitten, seltene Gitarren und viele weitere zeitgemässe Ausstellungsstücke an den Wänden verliehen der Flughalle mehr als nur einen Hauch von Hard Rock Cafe. Die prächtige Stimmung und die gut bestückte Bar sorgten sogar dafür, dass einige Unentwegte bis spät nach drei Uhr im Hangar ausharrten.
Einigermassen glimpflich davon kamen die Kämpinnen und Kämpen am 8. AZ-Cup, früher bekannt als Badener Cup – das einzige offizielle Werber-Grümpelturnier der Schweiz. Von Advico Young & Rubicam bis Zogg Kettiger Gasser fehlte kein grosser Name – die Deutschschweizer Agenturen dürften an diesem Nachmittag ziemlich verwaist gewesen sein.
Der Anlass verdient den Namen Grümpel übrigens nicht mehr so richtig – gespielt wird nämlich grösstenteils auf recht hohem Niveau. Man munkelt sogar, dass einige Teams vor dem Turnier in regelrechte Trainingslager einberufen würden. Und mit der Verpflichtung von Söldnern und Legionären aus Partnerfirmen versuchten die Coaches zudem, die Teamleistung noch ein bisschen höher zu schrauben. Alles in allem – Ehrgeiz herrscht; und dieser manchmal ein bisschen heftig. Umso erfreulicher deshalb, dass es keine ernsthaften Verletzungen gab – von blauen Flecken, kleinen Zerrungen und einer Menge Muskelkater mal abgesehen. Immerhin musste man noch an der letzten Austragung vor zwei Jahren einen Spieler mit dem Krankenwagen ins Spital fahren – zwei weitere gingen für einige Wochen an Stöcken. Es darf gehofft werden, dass dieser positive Trend zum Fairplay in der Werbung anhält. Auch das Wetter spielte prächtig mit – ein mildes Lüftchen und ab und zu ein Wölkchen vor der Sonne sorgten ebenfalls dafür, dass sich die Köpfe nicht zu sehr erhitzten.
Gewonnen hat das Kräftemessen auf dem Rasen übrigens Lesch + Frei, welche im Final gegen die zu Turnierbeginn klar favorisierte Publimedia antrat. Publimedia setzte sich nämlich in der eigenen Gruppe mit vier Siegen an die Spitze, eliminierte in den Viertelfinals BG-/Opti-/Zenithmedia im Penaltyschiessen (die einzige am Turnier zugelassene Mediaagentur, wie Inhaber Andreas Gedenk stolz anmerkte) und nahm auch dem FC Contexta im Halbfinal jegliche Hoffnungen auf den Turniersieg. Anscheinend war der Kräfteverschleiss bis in den Final dann doch zu gross – man ging einigermassen klanglos unter, obwohl auch die leicht ausgepumpten Fussballerinnen und Fussballer von der Weinbergstrasse keinen brasilianischen Ballzauber mehr zeigten.
Riesiges Wetterglück hatte auch Markus Marchel für sein traditionelles Marchel-Barbecue, das zwölfte an der Zahl. Der ehemalige Anzeigenleiter des Beobachters und der Hotellerie Suisse hat sich seit dem letzten Barbecue vor zwei Jahren mittlerweile mit der auf Taxiwerbung und weitere Aussenwerbeflächen spezialisierten g…media selbstständig gemacht. Das Grillfest ist ein sicherer Wert für Jung und Alt – denn vor allem für die Kinder stellt Marchel immer wieder ein Riesenprogramm auf die Beine, auf dass die Eltern ebenso unbeschwert feiern können. Denn wenn Murmi, Clown und Co. für den Nachwuchs schauen, werden selbst obernervige Quengelbälger zu frommen Lämmern.
Apropos Lamm – superb wie immer auch die Gigots nach speziellem Marchel-Rezept. Butterzart und würzig haben sie so manchen Gast verführt, sich drei oder auch gleich vier Mal zu bedienen.
Beat hoch dreigabs am Fest der Clear Channel Plakanda mit CEO und Gastgeber Beat Sulzer (Mitte), Shortlistautor Beat Fritsch (r.) und deren gemeinsamem Kollegen Beat Rusterholz. Auch an anderen Ecken wurden viele alte Bekanntschaften aufgewärmt und neue geschlossen. Eine Spur härter gings am AZ-Cup in Baden zu – tags zuvor noch friedlich in der Flughalle Dübendorf vereint, schenkten sich die Werber auf dem Fussballplatz gar nichts mehr. Einen versöhnlichen Ausklang gabs aber auch dort. Den Wochenabschluss machte schliesslich Markus Marchel mit seinem legendären Marchel-Barbecue – heuer in der Villa im Park in Windisch.
Goldene Schallplatten sind in der Zeit der Silberscheiben leider aus der Mode gekommen.
«When we and Rock ’n’ Roll were young», summte ganz leise Rafael Müller zwischen Marlise Schneider (l.) und Yvonne Müller.
Lotte und Peter Felser vor der Gitarrenkulisse des in der Flughalle Dübendorf eigens aufgebauten Hard Rock Cafe.

Alodia Najera, neu im Mediabox-Print-Team, mit Sandro Proietto (r.), Mitinhaber Mediabox, und Jürg Zentner.

Delegation aus Winterthur – von der Mediaagentur Konnex kamen Monica Jäggi und Ronny Schmid.

Bruno Oetterli von Radiotele bei der Kundenpflege mit Beat Krebs (l.) von OMD und Stephan Küng (r.) von Initiative Media.

Jan Maurer von der Küsnachter Kommunikationsagentur Unikat und Manuela Krähenbühl, Country Manager bei Poster Publicity.

Sandra Vogler von Clear Channel Plakanda mit Gerry Stadler, der seit neuestem bei Blick online zu finden ist.

Ford-Werbeleiter Roman Sonders (l.) mit Claudia Wilden, die geschickt ihre Ellbogen einsetzt, und Stephan Suter von Adlink.

Paul Jessup von ABN Amro mit Laura Stimpson von der Londoner PSI Advertising, die bei Plakanda Werberaum einkauft.

Nicole Costa, Migros-Presse, unterhielt sich mit Roli Wahrenberger, Business Manager Schweiz bei Reader’s Digest.

Lara Krensler und Flo Studer haben beschlossen, künftig nur noch als «Sæ Team» gemeinsam aufzutreten.

Hatten gut lachen: WOZ-Anzeigenleiter Kilian Gasser (r.) und Urs Schoch von der Herisauer Werbeagentur Ecknauer + Schoch.

Das Team von Red Cell grüsst die Welt: Marjeta Morinc, Eva van Looy, Remo Caviezel, Martina Maurer und Franco Elsener (v. l.).

Waren ebenfalls gut drauf mit Plakanda: Andrea Kaufmann und Walter Blum von Fiscom mit Michael und Serena Fischer von Adcom(v. l.).

Marco Chini (l.), Barbara Litschi und Sibylle Widmer (r.) von Matter + Partner feierten mit Dietmar Knopf von der Detail AG.

Publimedia-Spielmacher Moreno Cavaliere (r.) holt sich ein paar Tipps bei Gastgeber Peter Wanner und Werber David Honegger (l.).

Man schenkte sich, obwohl bei jedem Team konstant zwei Frauen auf dem Platz stehen mussten, rein überhaupt gar nichts.

Stilstudie, beziehungsweise so macht man es richtig: Stephan Suter, Leihgabe von Adlink ans Mediabox-Team, drückt ab.

Siegerbild: Die Frau- und Mannschaft von Lesch + Frei kickte dieses Jahr am besten und holte sich den Sieger-Pott in die Agentur.

Walter Tagliaferre, Kapitän der Sieger, im doppelten Glück – er erhielt von Bea Künzle als Wettbewerbspreis einen nagelneuen iPod.

Im Final knapp unterlegen: Teil des Publimedia-Teams mit den Sturmspitzen Markus Biehn (Mitte) und Astrid Gartenmann (2. v. r.).

Der Meister und sein Werkzeug: Markus Marchel mit seinen gut 40 Kilo gebeizten Lammgigots und dem Original Kaktus-Jack-Grill.
Werbewoche-Anzeigenleiter Thomas Stuckert wollte sich den legendären Marchel-Schmaus nicht entgehen lassen.
Besonders lobenswert bei Marchel – für die Kids ist vorbildlich gesorgt, und die stressfreien Eltern dankens dem Gastgeber.
Fühlten sich im gemütlichen Zelt an einem langen Tisch pudelwohl: Elvira Werro (l.) vom Beobachter und Hélène Sonderegger.
Christa und Rafael Müller vom Werbehaus Zürich sind Stammgäste an Marchels legendären Barbecue-Partys.
Familienausflug nach Windisch: Roger Stemmer kam mit Tochter Jennifer zum grossen Grillfest im Park.

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