Vontobel vertraut auf Unikat

Banken Unikat hat sich das Werbebudget der Vontobel-Gruppe gesichert. Die Küsnachter Werbeagentur setzte sich in einer mehrstufigen Konkurrenzpräsentation gegen zwei Mitbewerber durch.

Banken Unikat hat sich das Werbebudget der Vontobel-Gruppe gesichert. Die Küsnachter Werbeagentur setzte sich in einer mehrstufigen Konkurrenzpräsentation gegen zwei Mitbewerber durch.Kernkompetenzen der Finanzgruppe Vontobel sind Private Banking, Investment Banking, Asset Management und Investment Funds.

Kino wurde attraktiver

Kino Die Zahl der Kinogänger nimmt tendenziell ab, weil es weniger junge Leute gibt. Diese scheinen aber häufiger ins Kino zu gehen.

Kino Die Zahl der Kinogänger nimmt tendenziell ab, weil es weniger junge Leute gibt. Diese scheinen aber häufiger ins Kino zu gehen.Auch die Mach Basic 2004 für Kinos wurde – analog zu den Printmedien – nach der Volkszählung 2000 neu gewichtet. Anders als bei der Presse wünschte hier aber der Auftraggeber (in diesem Fall die Cinecom) kein paralleles Nachgewichten der Daten aus der Mach Basic 2003. Deshalb liegen für das Medium Kino keine wirklich vergleichbaren Zahlen vom Vorjahr vor.So viel lässt sich dennoch sagen: Dass die Cinecom-Kinos ihre Wochenreichweiten von 420000 Besuchern 2003 auf neu 464000 steigern konnten, hat mit der neuen Gewichtung gar nichts zu tun, sondern einzig mit der Integration der Westschweizer Kinos, die bis Ende 2003 in Mediavision-Pacht waren. In der Westschweiz konnte die Cinecom ihre Wochenreichweiten dank dem Rückzug des französischen Kinovermarkters sogar beinahe verdoppeln.
Kleinere Hauptzielgruppe
Obwohl die Vorjahreszahlen nicht wirklich vergleichbar sind, ist dennoch ein Trend ersichtlich: Das Kinopublikum nimmt ab. Letztes Jahr betrug die Kino-Wochenreichweite für die ganze Schweiz insgesamt noch 486000 Besucher – signifikant mehr als die 464000, die aktuell ausgewiesen werden. Daraus aber eine geringere Nachfrage nach dem Medium Kino abzuleiten, wäre falsch. Der Rückgang ist primär bedingt durch die neue Bevölkerungsstruktur: Die Hauptzielgruppe des Mediums Kino – also die 20- bis 29-Jährigen – hat verglichen mit der Volkszählung 1990 sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual deutlich abgenommen.
Dieses Alterssegment reduzierte sich allein in der Deutschschweiz um 25 Prozent oder 200000 Personen. Angesichts dieses Rückgangs ist es erstaunlich, dass das Medium Kino nicht noch mehr Reichweite verlor. Oder anders gesagt: Was die Kinos bevölkerungsbedingt an Potenzial verloren haben, konnten sie offenbar mit mehr Besuchen pro Person beinahe auffangen.
Möglicherweise haben sie aber auch zusätzliches Publikum in andern Alterssegmenten anzulocken vermocht. Stichhaltige Aussagen dazu sind wegen der mangelnden Vergleichbarkeit der Zahlen aber leider nicht möglich, eine Schlussfolgerung hingegen schon: Kino wurde attraktiver.
Mit dazu beigetragen haben wohl die neuen Multiplexe. Die Cinecom-Zahlen in Luzern und St. Gallen/Schaffhausen deuten darauf hin. Dort wurden Multiplexe eröffnet, die die dortigen Reichweiten entgegen dem allgemeinen Trend signifikant ansteigen liessen.
Unscharf: Neue Messparameter machen Zahlenvergleiche schwierig.
Markus Knöpfli

Presserat verliert Mittel

Selbstkontrolle Der Verband Schweizer Presse ruft seine Mitglieder auf, ab sofort jede finanzielle Unterstützung des Schweizer Presserates einzustellen.

Selbstkontrolle Der Verband Schweizer Presse ruft seine Mitglieder auf, ab sofort jede finanzielle Unterstützung des Schweizer Presserates einzustellen.Er reagiert auf den Entscheid des Stiftungsrats, keine Verhandlungen über die Einbindung der Verleger in die Trägerschaft des Presserats aufzunehmen. Für den Verband handelt es sich dabei um eine «destruktive Trotzreaktion frustrierter Funktionäre» der Journalistenverbände, die gewerkschaftliche Ziele mit der Frage der journalistischen Berufsethik verknüpfe.

TBS Identity macht auf Holz aufmerksam

Energie TBS Identity ist vom Verein Holzenergie Schweiz mit einer schweizweiten Imagekampagne beauftragt worden. Die Zürcher Agentur setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation durch.

Energie TBS Identity ist vom Verein Holzenergie Schweiz mit einer schweizweiten Imagekampagne beauftragt worden. Die Zürcher Agentur setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation durch.Die Kampagne macht während drei Jahren auf den Energieträger Holz aufmerksam und soll zum nachhaltigen Image dieser Energieressource beitragen. Holzenergie Schweiz fördert eine ökologisch sinnvolle und effiziente energetische Verwendung von Holz. Dem Verein gehören rund 600 Mitglieder an.

Kleinformat im Trend

Zeitungen Das Tabloidformat sorgt weiter für Aufwind in einer fast durchwegs stabilen Zeitungslandschaft.

Zeitungen Das Tabloidformat sorgt weiter für Aufwind in einer fast durchwegs stabilen Zeitungslandschaft.Das kleine Format stellt auch dieses Jahr die expansiven Impulse im Schweizer Zeitungsmarkt. Wie erwartet, ist 20 Minuten mit zusätzlichen 90000 Lesern (+13 Prozent) und einem Total von 782 000 komfortabel am Blick vorbeigezogen. Dabei ist 20 Minuten vor allem eine Verstärkung im Raum Basel gelungen.Der vom Pendlerblatt überholte Blick ist aber seinerseits in guter Verfassung. Mit neu 736000 Lesern tendiert auch er deutlich nach oben. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die im Sommer erfolgte Umstellung auf Tabloid dem Ringier-Blatt noch mehr Schwung zu geben vermag. Wie etwa beim Westschweizer Le Matin, dem der Wechsel ausserordentlich gut bekommen ist. Mit zusätzlichen 36000 Lesern (+12,2 Prozent) fährt die Zeitung erneut reichliche Ernte aus der Umstellung zum Tabloid ein.
Neben 20 Minuten und Le Matin erlebte nur gerade noch die kleine St. Galler Nachrichten einen signifikanten Zuwachs. Andererseits hatten die Tageszeitungen dieses Mal auch kaum Verluste zu beklagen. Unter den Top 20 der Verlierer sind sie nur gerade mit einem einzigen Titel vertreten, der Neuen Zürcher Zeitung. Mit ihrem hohen Verlust von 27000 Lesern (–7,9 Prozent) scheint das Blatt nachzuholen, was der Tages-Anzeiger in den Vorjahren erlebte.
Im Übrigen war die Tagespresse in allen drei Landesteilen erstaunlich stabil. Für diverse Zeitungen lässt sich der Vorjahresvergleich dieses Jahr allerdings gar nicht erst anstellen: Alle Titel mit teilweiser oder kompletter Grossauflage sind wegen methodischen Anpassungen nicht mit den Vorjahren vergleichbar. Das sind fast ein Dutzend Zeitungen (siehe Seite 18).Nur auf den ersten Blick keinen erfreulichen Eindruck macht der Deutschschweizer Sonntagsmarkt. Sowohl die NZZ am Sonntag wie die SonntagsZeitung stehen in der Liste der signifikanten Verlierer. Für das Sonntagsblatt von der Falkenstrasse sind 47000 weniger
(–10,1 Prozent), für jenes von Tamedia 41000 weniger Leser (–4,9 Prozent) ausgewiesen. Doch dieser Knick in der Sonntagspresse war zu erwarten: Im Vorjahr brachte die Einführungsphase der NZZ am Sonntag und der gleichzeitig hochgefahrene Marketingdruck der SonntagsZeitung viele zusätzliche neue (Gratis-)Probeleser und Schnupperabonnenten.
Nachdem die Lesermarktak-tivitäten nun wieder zurück-
gefahren worden sind, fallen diese weg. Was nun bleibt, sind die echten Sonntagsleser, deren Zahl in der Deutschschweiz durch die NZZ am Sonntag immerhin um über 400000 ausgeweitet werden konnte.
Wie viel Potenzial im Sonntagsmarkt noch steckt, zeigt das Tessin. Dort wächst der Gratistitel Il Caffè, an dem Ringier beteiligt ist, um (nicht signifikante) 6000 Leser (+6 Prozent), was beachtlich ist angesichts des kleinen Bevölkerungspotenzials. Die rechtsbürgerliche Konkurrenz, der Mattino della Domenica, büsst dagegen wie bereits in den Vorjahren leicht Terrain ein.
Eingeschränkter VergleichPrintmedien mit vorwiegend jungem Publikum stehen ärmer da
als im Vorjahr, auch wenn sie keine Leser verloren haben. Der Grund liegt in der Anpassung der Mach Basic an die Volkszählung 2000. Mit den neuen Grundlagen ist das Deutschschweizer Potenzial im Segment 24–29 Jahre innert nur zehn Jahren um 200 000 auf
604 000 geschrumpft. Der Hochrechnungsfaktor für die Gewichtung der Stichprobe wurde also deutlich kleiner. Unter den daraus resultierenden «Verlusten» litten vorab besonders jung positionierte Titel wie 20 Minuten.
Erfreulicher ist hingegen ein anderer Effekt: Die Schulbildung ist nochmals besser geworden. Bei den Lebensformen haben sich die 1-Personen-Haushalte weiter verstärkt.
All diese Veränderungen führen dazu, dass die Daten der aktuellen Mach Basic nicht mit jenen der Vorjahre vergleichbar sind. Um unverfängliche Vergleiche wenigstens mit 2003 zu ermöglichen, hat die Wemf für die Fachpresse auch die Zahlen 2003 gemäss Volkszählung 2000 neu gewichtet. Diese kommen hier zur Anwendung.
Geklärte SignifikanzBis anhin war es den Empfängern der Mach Basic überlassen, auszurechnen, welche Abweichungen statistisch signifikant sind – was immer auch zu Unsicherheiten geführt hat. Die sind bei der Mach Basic 2004 nun ausgeräumt, denn die Wemf hat nun eine Liste mit den betreffenden Titeln mitgeliefert. Um welche es sich handelt, ist in der Grafik «Tops und Flops» ersichtlich. Auffällig: Mit nur einer Ausnahme finden alle signifikanten Veränderungen in der Deutschschweiz statt.
Methodisches zur Mach BasicGrundgesamtheit der Mach Basic ist die Wohnbevölkerung der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein ab 14 Jahren. Die Stichprobengrösse (Anzahl durchgeführte Interviews) beträgt insgesamt 23 637. Davon entfallen 17 008 auf die deutsche Schweiz, 5 571 auf die Romandie und 1058 auf das Tessin.
Durchgeführt wurden die computergestützten Telefoninterviews von Demoscope (Adligenswil), Link (Luzern und Lausanne) sowie M.I.S. Trend (Lausanne). Der Befragungszeitraum erstreckte sich vom 7. April 2003 bis zum 28. März 2004 – ohne Oster- und Weihnachtstage. (dse)
Daniel Schifferle

Super size Ronald McDonald

Aufgefallen Sein Sexappeal kommt aus der Steinzeit, die gespiegelte Pilotenbrille von Ray-Ban, der Dreitagebart vom stumpfen Braun und die verletzungsgefährdende Schmächtigkeit von zu vielen Camels.

Fastfood Sein Sexappeal kommt aus der Steinzeit, die gespiegelte Pilotenbrille von Ray-Ban, der Dreitagebart vom stumpfen Braun und die verletzungsgefährdende Schmächtigkeit von zu vielen Camels.Hinter dem Mix aus Lonesome Rider und Daddy Cool verbirgt sich Kevin. Wir sehen ihn vor uns: Sein tätowierter Arm hängt aus dem Seitenfenster des ausrangierten 70er-Jahre-Ford-Mustang, während er, Zahnstocher kauend und zugedröhnt von T-Rex-Sound, in den McDonald’s Drive-In hineinkurvt und in die Gegensprechanlage schnauzt: «Hey Ronny-Würstchen, ein Cheeseburger, mit grossen Pommes und Coke, aber dalli.»Sehen Sie, so leicht spielt uns der erste, zweite und ja auch der dritte Eindruck einen üblen Streich: Denn, so stellten die Werber beim Casting erfreut fest, der pokerfacige Kevin ist in Tat und Wahrheit Lukas S. aus dem Berliner Grunewald. Der promovierte Biochemiker – summa cum laude – fährt seine beiden Kinder im Familien-Van gerne zum Restaurant und hört beim Joggen am liebsten Beethovens Neunte. «An seiner Glaubwürdigkeit wird also kaum jemand zweifeln», wird sich der Berater gebrüstet haben. Und wir? We‘ re loving it.
(la)

Car4you-Zeitung startet mit Matter & Partner

Verlage Nach einer Konkurrenzpräsentation hat das Zürcher Medienhaus Tamedia die Werbeagentur Matter & Partner mit der Einführungskampagne der Car4you-Zeitung betraut.

Verlage Nach einer Konkurrenzpräsentation hat das Zürcher Medienhaus Tamedia die Werbeagentur Matter & Partner mit der Einführungskampagne der Car4you-Zeitung betraut.Tamedia lanciert den Anzeigenmarkt für Occasionsautos im Oktober in Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Online-Plattform.

MA Comis erhält Online-Planungstool

Mediaplanung Die Internet-Nutzungsstudie MA Comis wird um ein webbasiertes Mediaplanungstool ergänzt.

Mediaplanung Die Internet-Nutzungsstudie MA Comis wird um ein webbasiertes Mediaplanungstool ergänzt.Der «Online-Planer» wurde von der Wemf in Zusammenarbeit mit dem Werbevermittler Publimedia Webadvertising (PWA) realisiert und steht exklusiv auf www.webadvertising.ch zur Verfügung. Auf der Basis von Wochenreichweiten (NpW) lassen sich 135 Deutschschweizer Websites in die Planung einbeziehen.

Das Private verkauft sich am besten

Spezialpresse Die Publikationen für den privaten Bereich boomen, in die Ferne schweifen ist weniger gefragt.

Spezialpresse Die Publikationen für den privaten Bereich boomen, in die Ferne schweifen ist weniger gefragt.Der Schub, welcher der Wirtschafts- und Tagespresse fehlt, findet in einer völlig anderen Printkategorie in ausserordentlichem Ausmass statt. Titel, die den privaten Raum thematisieren, weit weg von politischen oder Finanzthemen, haben Zulauf wie selten zuvor. Sich selber pflegen und fit bleiben, die Wohnung behaglich einrichten und seine Hobbys pflegen, das sind die Dinge, die Herr und Frau Schweizer derzeit am meisten in-teressieren. So jedenfalls liest sich einer der grossen Trends, welche die aktuelle Mach Basic zeichnet.
Die Liste der Top-Gewinner spricht Klartext: Bei der Hälfte der insgesamt 18 Titel mit den höchsten Zuwächsen handelt es sich um solche, die sich um den privaten Kosmos kümmern. Ganz besonders von diesem Trend profitiert die AZ Fachverlage mit ihren beiden Titeln Sport-Magazin und Fit for Life. Das Anfang 2000 lancierte Sport-Magazin ist nach wie vor enorm in Fahrt und vergrössert seine Leserschaft um 68000 (+19 Prozent). Am kräftigen Schub, den das Heft erlebt, ist der neue Partner wohl nicht ganz unschuldig. Seit Januar 2004 ist das Sport-Magazin mit dem Zeitschriftenspezialisten Ringier eine Kooperation eingegangen. Seither geben die beiden Verlage das Heft als gleichberechtigte Partner heraus. Mit Ringier am Arm dürfte sich der aktuelle Aufwind fortsetzen.
Aber auch mit dem bereits länger im Markt erfolgreichen Fit for Life können die Aargauer einen kräftigen Wachstumsschub feiern. Das Heft für Aktivsportler steigert sich um 26000 Leserinnen und Leser, was einem Zuwachs von +16,7 Prozent entspricht.
Haus und Garten im Fokus
Neben Sport und Fitness gewinnen Haus und Wohnung deutlich an Stellenwert. Das zeigt sich bei allen drei grossen Deutschschweizer Wohnzeitschriften gleichermassen: Raum und Wohnen kann sein
Publikum um 25000 auf 282000 Leser (+9,8 Prozent) ausbauen. Doch auch die Konkurrenz Ideales Heim, im Moment um gut 100000 Leser im Rückstand, hat sich von der verstärkten Zuwendung zur
privaten Umgebung ein respektables Stück abgeschnitten: Das Heft steigerte sich um 18000 Leser, was einem Zuwachs von 11,5 Prozent entspricht. Schöner Wohnen, der Deutschschweizer Marktleader im Einrichtungsbereich, hat mit 17000 zusätzlichen Leserinnen und Lesern die Weihen der Signifikanz nur knapp verpasst.
Dass in der Westschweiz die Uhren im Bereich der Spezialpresse
anders ticken, zeigt sich besonders eindrücklich bei den Wohnzeitschriften. Im Gegensatz zum Deutschschweizer Run auf solche Titel herrschte in der Westschweiz Flaute. So steht dort das entsprechende Leadermagazin Art&Décoration um (nicht signifikante) 13000 Leser (–9,1 Prozent) schwä-
cher da als im Vorjahr.
Andererseits zeugt der markante Aufwärtstrend des Schweizer Garten, der seine Leserschaft innert Jahresfrist um 35000 oder gut ein Fünftel ausbauen konnte, vom verstärkten Stellenwert, den der private Raum in der Deutschschweiz geniesst.
Geniessen hat einen hohen Stellenwert
Dass dazu auch das leibliche Wohl gehört, liegt auf der Hand. So jedenfalls liest sich der kräftige Zuwachs von Le Menu. Das Magazin des Milchverbandes erhält Zustrom um 28000 Leser (+17 Prozent). Nur leicht weniger erfolgreich ist die Konkurrenz Saison-Küche, die mit einem (nicht signifikanten) Zuwachs von 26000 Lesenden (+5,3 Prozent) aber ebenfalls komfortabel Aufwind spürt.
Die Tessiner Ausgabe Cucina di stagione war mit 9000 zusätzlichen Lesern (+32,1 Prozent) angesichts des viel kleineren Marktes sogar noch erfolgreicher. Etwas mehr Schub hätte man andererseits
vom noch jungen Kochen der AZ Mediengruppe erwartet, das mit
17000 gewonnenen Lesern (+6,1 Prozent) aber ebenfalls deutlich nach oben tendierte. Dass sich die Lust am Geniessen immer mehr auf die nähere Umgebung konzentriert, belegt auch der aktuelle Höhenflug des Organs des Schweizer Alpenclubs. Die Alpen baut sein Publikum mit einem Gewinn von 26000 Lesern um fast ein Viertel aus.
Und auch jene Menschen, welche das Land lieber auf Rädern
erkunden, zeigten eine erhöhte Nachfrage nach den entsprechenden Spezialblättern. So ist Motorrad mit 17000 zusätzlichen Lesern (+13,6 Prozent) ganz schön in Fahrt. In die Ferne und zum Exotischen schweifen scheint im Moment hingegen weniger im Trend zu sein. Trotz ausführlichem Schweizteil kommen Geo 59000 Leser (–6,5 Prozent) abhanden, womit sich das Heft einen Platz in der Liste der 20 grössten Verlierern sichert. Genauso das Westschweizer Animan, das 30000 Leser
weniger hat (–13,7 Prozent). Die Tierwelt hingegen, mehr exotischer Marktplatz denn Tiermagazin, legte signifikant um 30000
Leser (+8,9 Prozent) zu.
Gesundheitsthemen sind immer noch top
Dass zur näheren Umgebung, die an Stellenwert gewinnt, auch die verstärkte Auseinandersetzung mit der Gesundheit gehört, liegt auf der Hand. Bestätigt wird dieser Sachverhalt auch von steigenden Kontaktzahlen bei den meisten Zeitschriften aus diesem Bereich. So kann der Puls-Tipp einen kräftigen Zuwachs um 24000 Leser (+3,7 Prozent) verbuchen. Mit neu 681000 Netto-Kontakten positioniert sich das Magazin unter den Top-Five der Deutschschweizer Bezahltitel. In nur kurzem Abstand gefolgt von der GesundheitSprechstunde, die nach Kletterpartien in den Vorjahren nun allerdings eine Pause eingelegt hat. Bleibt abzuwarten, ob der kürzlich angekündigte Relaunch dazu verhilft, im begrenzten Lesermarkt weitere Potenziale anzuzapfen.
Die Seniorenpresse hingegen hat es einfacher, denn auf Grund der immer älter werdenden Gesellschaft wächst ihr Publikumspotenzial rasant. Wie bereits in den Vorjahren, in denen sie starken Zulauf erhielt, geht der (nicht signifikante) Trend weiter aufwärts.
Am steilsten in der Westschweiz, wo Générations 11000 Lesende (+12,6 Prozent) neu zu seiner Gemeinde rechnen kann. Aber auch in der Deutschschweiz hat sich die Zeitlupe mit einem Zuwachs von 7000 Lesern (+5,8 Prozent) überdurchschnittlich entwickelt.
Ebenfalls besser schneidet die Romandie bei der Konsumentenpresse ab. Bon à Savoir, der Erfolgstitel von Hans Räz, steigert sich um 50000 Leser (+14,7 Prozent). Das Pendant zum Deutschschweizer K-Tipp hat sich damit auf den zweiten Platz unter den Kauftiteln der Romandie gemausert und steht jetzt hinsichtlich Leserschaftsstärke gleich hinter Le
Matin Dimanche.
Auch der gerade erst ein Jahr alte Geldratgeber Tout compte fait, der bei der Mach Basic aber bereits mitmacht, weist bereits 68000 Leser aus. Damit kann sich die Westschweizer Konsumentenpresse gesamthaft über fast 120000 zusätzliche Kontakte freuen.
Wie es dieser Kategorie in der Deutschschweiz ergangen ist, lässt sich hingegen nicht exakt nachvollziehen. Der Grund ist die Absenz von Saldo in der Leserschaftsstudie. Deshalb bleibt unklar, ob der leichte Abwärtstrend beim K-Tipp von seinem werbefreien Schwestermagazin kompensiert wurde oder nicht.
Publikationen, die sich dem Thema Essen widmen, spüren starken Aufwind.
Daniel Schifferle

Mann mit Perspektiven

Urs Binggeli, neuer Geschäftsführer von Wirz Corporate, siehtviel Potenzial im Reputations-Management.

Urs Binggeli, neuer Geschäftsführer von Wirz Corporate, siehtviel Potenzial im Reputations-Management.
Schon als kleiner Knirps im Vorschulalter konnte Urs Binggeli die Marke eines Töffs oder Autos auf Grund von Motorengeräuschen bestimmen. Dass die sofortige Erkennung einer Marke mit Branding zu tun hat, wusste er damals noch nicht.Inzwischen ist die Sache mit dem Branding einiges komplizierter geworden. Nach Studien in St. Gallen, Berkeley und Oxford sowie beruflichen Erfahrungen zum Beispiel bei Interbrand Zintzmeyer & Lux weiss der Geschäftsführer von Wirz Corporate heute aber genau, was es heisst, eine erste Adresse in der Schweizer Kommunikationsbranche zu gestalten.
Wirz Corporate entstand aus der ehemaligen Wirz Identity, Wirz
Public Relations und Frontpage. Die Firma hat pro Bereich einen kompetenten Leiter. Elmar Mühleder ist verantwortlich für Brand Identity, Judith Giger für Public Relations. Hans Klaus, der frühere Berater von Bundesrätin Ruth Metzler, ist neu für die Einheit Reputation Management zuständig. «Die Einheiten sind grundsätzlich die gleichen wie frü-
her, jetzt aber integriert. Alles in einer Firma macht vieles viel einfacher», erklärt Urs Binggeli.
Insgesamt sind 26 Personen fest bei Wirz Corporate beschäftigt, die meisten davon für Branding und klassische PR. Es bringe auch etwas, dass man seit dem Umzug im gleichen Haus wie die Werbung von Wirz untergebracht ist. «Klassische Werbung und PR werden immer mehr Hand in Hand arbeiten», ist Binggeli überzeugt. Ein wichtiger Kunde für Wirz Corporate ist die Migros. «Klassisches Branding, kombiniert mit viel interner und externer Kommunikation sowie Prozessbegleitung.» Andere vielschichtige Kunden sind der Verband der importierenden Pharmabranche VIPS oder der Schweizerische Versicherungsverband SVV. Viel Spass und kreative Spielmöglichkeiten sieht Urs Binggeli beim Auftrag Sihlcity. Hier soll ein Quartier als Marke aufgebaut werden, was Binggeli bereits für Limmat West mit Erfolg realisiert hat.
Im Bereich Publishing spüren zurzeit wohl alle Magazinmacher die Sparschraube. Wirz produziert aber weiterhin die «Welt der Katze», für die SWX Group «mittendrin» sowie trotz Verlust des Gesamtbudgets nach wie vor «sunrise contact».
Viel Potenzial sieht Binggeli in der neuen Einheit Reputation
Management. «Nach dem Ende des Bubble haben viele Unternehmen Reputationsprobleme bekommen. Das Vertrauen in das Management ist in den letzten fünf Jahren massiv gesunken.» Um diese Einheit auszubauen, will Binggeli einen Standort in Bern suchen und von dort
aus mit Hans Klaus politische Kommunikation betreiben.
Wertvolle Erfahrungen hat Binggeli nach dem Lizentiat in St. Gallen gesammelt, als er zuerst als Marketingspezialist bei Schweiz Tourismus gearbeitet hat. Er hat in Zürich und Köln die Deutsche Telekom beraten und diese Erfahrungen bei Wirz später für die Privatisierung der Swisscom nützen können. Wichtig waren Binggeli auch regelmässige «Perspektivenwechsel». Diese haben ihn unter anderem für sechs Monate zu Addison nach San Francisco gebracht.
Als eher seltenes Hobby nennt er «Organisationsentwicklung». So ist er Mitglied einer Intervisions-Gruppe. Zum Ausgleich ist er ein begeisterter Tourenskifahrer. Und mit seinem Flair für Motorengeräusche hat er angefangen, Motorrad-rennen zu fahren und absolvierte Strassenrennen für einen Markencup. Der neue Geschäftsführer kommt aber nicht mit dem Töff zur Arbeit. «Das ist mir zu gefährlich, da fahre ich lieber auf Rennstrecken.» Wie vor zwei Jahren zum Beispiel die Laguna Seca.
Urs Binggeli betrachtet Corporate Communications als gesamtheitlicheDisziplin mit Zukunft.
Andreas Panzeri

Multimediale Woche

Einen wunderschönen Tag hatten sich letzte Woche die Veranstalter des nationalen Radioday für ihre Veranstaltung ausgesucht.

Einen wunderschönen Tag hatten sich letzte Woche die Veranstalter des nationalen Radioday für ihre Veranstaltung ausgesucht.Schade nur, dass der Event keine Outdoor-Veranstaltung ist, sondern im Zürcher Kongresshaus über die Bühne geht. Das Publikumsinteresse war dennoch enorm, das Programm gedrängt, und man darf von einer gelungenen Sache sprechen. Vor allem die Workshops erfreuen sich einer je länger je grösseren Beliebtheit. Ein zentrales Thema, insbesondere bei den Gossip-Diskussionen zur Lunch- und Apérozeit war der über kurz oder lang zu erwartende Einstieg der PubliGroupe ins Radiogeschäft. Ein Thema, über das sich trefflich spekulieren und tratschen lässt, gibt es doch gleich mehrere Kandidaten, welche der allmächtigen P Tür und Tor in die Radiovermarktungs-Landschaft öffnen könnten. Man wird sehen, vermutlich sogar früher, als einigen lieb sein kann.Ganz Neues gabs von der Jean-Frey-Publikation TR7 am folgenden Tag. Nachdem sich bekanntlich halb Zürich von Roman Kilchsperger auf Energy Zürich allmorgendlich freiwillig aus dem Schlaf reissen lässt, dürfte er nun auch die TV-Schirme definitiv erobern. Für seine Music-Star-Moderation und andere Auftritte – unvergesslich zum Beispiel die bissigen Off-Kommentare am letztjährigen Grand Prix Eurovision – gewann Kilchsperger als Erster den TV-Star-Award von TR7. Auch die Auszeichnung in der Kategorie Regional geht an jemanden, an den sich tout Zürich gewöhnt hat.
Das News-Moderatorenteam von TeleZüri holte sich hier den goldenen Stern. Mit dabei auch (trotz ihres zwischenzeitlichen Wechsels zu Sat 1 Schweiz) Anna Maier, die in der Werbebranche als kompetente Moderatorin der Media-Awards des Media Trend Journals bestens bekannt ist. Und, so viel sei jetzt schon verraten, auch durch den nächsten Werber-des-Jahres-Event der Werbewoche führen wird.
Den vorläufig unwiderruflich letzten Auftritt, jedenfalls auf der TR7-Bühne, gab Ex-Geschäftsführer Sandro Rüegger. Obwohl er bereits anfangs Monat zu den Tamedia-Zeitschriften gewechselt hat, genoss er es noch einmal so richtig, an der Seite von Chefredaktor René Hildbrand den Gastgeber für Stars, Sternchen und Werber zu geben.
High-Time auch im Rüebliland bei Headline, dem Werbeclub des Kantons Aargau, anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums. Bei wunderbar sommerlichen Temperaturen konnten sich die Mitglieder und Ehrengäste im lauschigen Schlosshof der frisch in Stand gestellten Liebegg bei Gränichen perfekt auf den Abend einstimmen. Hoher Besuch war zudem angesagt: Mit SW-Präsident Carlo Schmid, Geschäftsführerin Monika Luck und Kommunikationsleiter Piero Schäfer delegierte der Dachverband der Schweizer Werbung gleich seine drei höchstgestellten Exponenten an den Anlass.
Für Lacher sorgte Schauspieler und Satiriker Andreas Thiel, welcher in gewohnt dadaistischer Manier den Bogen von der Werbung über die Kommunikationsfähigkeit unserer Gesellschaft bis zu aktuellsten Politthemen spannte. Da mochte auch SW-Präsident Schmid nicht zurückhalten. In seiner verschmitzten Appenzeller-Art wies er in seiner Rede darauf hin, dass der damalige Werbeclub Olten eigentlich erst im Jahre 1955 registriert worden sei. Roland Bieri wiederum, seines Zeichens Projektleiter der Jubiläumsveranstaltung, konnte aber mit
einer Beschlussakte zur Vereinsgründung kontern. Mit Datum vom 4. November 1954 – quod erat demonstrandum. Für ebenso viel Schmunzeln wie dieser nicht ganz ernst gemeinte Zwist sorgte der jubiläumsobligate Rückblick auf die Vereinsgeschichte, natürlich begleitet vom entsprechenden zeitgenössischen Bildmaterial.
Gefeiert wurde auch am Rheinknie. Zum Launch ihres neuen Bundkonzepts luden die Verantwortlichen der Basler Zeitung die Vertreter des «Daig» und auch ein paar Auswärtige zum grossen Taufevent in den Festsaal der Messe Basel. Dort lagen die Temperaturen näher am Siede- als am Gefrierpunkt. Was VR-Präsident Matthias Hagemann einen idealen Einstieg in seine Festrede bot, so er die Gäste darauf hinweisen konnte, dass er sein Jacket nachher ausziehen werde und bat, es ihm gleichzutun. Schliesslich handelte es sich um eine Taufe, und diese ist bekanntlich ein Fest unter Familienmitgliedern und Freunden. Von den Familienmitgliedern kamen unter anderem die Verwandten von der PubliGroupe, so Otto Meier oder Daniel Strobel. Die P ist, Relikt aus der Zeit der Fusion von National-Zeitung und BaZ, mit 37 Prozent am Täufling beteiligt.
Vom familiärorientierten zum geburtshelferischen Wortschatz schliesslich wechselte Chefredaktor Ivo Bachmann in seinem Speech. Schliesslich musste das Kind vor der Taufe erst mal zur Welt kommen. Von vielen geistigen Vätern und Müttern war die Rede, und dass jetzt wohl in Abschlussredaktion und der Druckerei langsam die Presswehen losgehen dürften.
Die Übergänge zwischen Reden, Showblocks und Essensgängen moderierte Heinz Margot souverän und erlaubte sich in seiner charmanten Art auch den einen oder anderen Seitenhieb, etwa als er Pepe Lienhard als hoffnungsvollen Schweizer Nachwuchskünstler vorstellte. Das Essen wiederum war superb, abgesehen von der gebratenen Lachsschnitte, welcher der Koch in der Bratpfanne tatsächlich zum zweiten Mal den Rest gegeben hatte. Aber, aber Maître – der Saumon war doch bereits tot, diese Arbeit erledigt nämlich jeweils der Fischer für Sie. Versöhnt wurde man allerdings wieder beim nächsten Gang, einem butterzarten Lummeli (baseldiitsch für Rindsfilet) mit himmlischen Pommes blanchettes.
Beat Fritschaus der Sicht von Karikaturist Matto, der am Relaunch-Fest der BaZ die Konterfeis der Gäste mit sicherem Strich in Szene setzte. Der Ausflug nach Basel setzte den Schlusspunkt einer Event-Woche, die es in sich hatte. Denn mit dem Radioday im Zürcher Kongresshaus, der Verleihung des TV-Star-Awards von TR7 im Fernsehstudio und dem 50-Jahr-Jubiläum des
Werbeclubs Aargau auf Schloss Liebegg fanden sich noch einige andere Anlaufpunkte im Veranstaltungsprogramm der Kommunikationsbranche.
Viel Technik am Radioday – «Hackertool» für Radiofreaks.
Eine Skulptur mehr im Schweizer Trophäenwald: Der TV-Star von TR7.
Nach 25 Jahren Bühnenpräsenz kein bisschen müde – Bandleader Pepe Lienhard.
Die zwei Mister-Radio schlechthin: Günter Heuberger (r.), Präsident, und Martin Muerner, Vizepräsident des Verbands Schweizer Privatradios.
Besuch aus Ausser-Zürich: Sabrina Pavone Francet (l.), Radio Basel 1, und Tanja Schmidt von der BaZ, mit Reto Kammermann, Touring.

Hatten sich viel zu erzählen: Radio- und TV-Fenster-Vermarktungspionier Klaus Kappeler (l.) mit Mediafachmann Ueli Custer.

Lockere Mittagsgespräche: Alfred Hostettler vom Bakom, René Grossenbacher und Radio-Tropic-Erfinder Frédéric Dru (v. l.).

Tun viel fürs Medium Radio: Mark Soldini (l.) und Mister-Radiospot Frank Bienenfeld (r.) von Soldini Bienenfeld und Mike Gut.

Waren mit Outlet im Messebereich des Radioday vertreten: Vanessa Meister (l.), Holger Walther und Stefanie Rieder-Cilia von Publica Data.

Heftigst diskutiert wurde in den Kaffeepausen: Peter Scheurer (l.) von Radio 32 und Michel Colin, Mediatic Conseils.

Radiogespräche: ASW-Geschäftsführer Peter Grob (l.), Stephanie Hugentobler und Christoph Fuchs (r.) von Script und Fritz Märki.

Rührte massiv die Werbetrommel für seine neue Firma A-tension: Mehmet Inan (r.) mit Oskar Schneider von Target Music.

Aus der Westschweizer Radioszene: Bertrand Jaquet, Pascal Morand und Jean-François Henry von Radio Chablais RCR Publicité (v. l.).

Beim Mittagessen angetroffen: Hansjörg Keller, ERFE, Karl Ehrler, Radio Fribourg und Folklore-Experte Martin Sebastian (v. l.).

Sichtlich wohl bei Eveline Fischer (l.) und Jasmin Lehner von Radio Zürisee fühlt sich Sergio Catellani von CAT-Media.

Aber die Bierflaschen müssen dann unbedingt mit aufs Bild, meinten Martin Schneider, Roland Ehrler und Sandro Prezzi (v. l.).

Im Gegensatz zu früher fliegen bei diesen zwei keine Fetzen mehr: Christian Stärkle (l.), Allmedia-Consulting, und Andreas Meili, Tamedia.

Am Radioday neue Bekanntschaften geschlossen: Manuel A. Marchev, Trimedia, mit Annina Flückiger und Nicole Blum (r.), Lowe.

Gelungene Austragung des 1. TV-Star-Award: Sandro Rüegger (l.) und René Hildbrand (r.) mit strahlendem Sieger Roman Kilchsperger.

Freuten sich diebisch über ihren Erfolg: TeleZüri-Siegerteam: Anna Maier, Ivana Imoli, Hugo Bigi und Christine Schnyder (v. l.).

Kam als Laudator von TeleZüri ins Leutschenbach: Roger Schawinski (l.) mit Gabriela Sontheim und VSP-Präsident Hanspeter Lebrument.

Tischnachbarn im Studio 5: Publicis-CEO Kaspar Loeb (l.) mit Cornelia Kristoffy und Peter Hofstetter, Mediaxis.

Graue Eminenzen: TR7-Verwaltungsräte Hans-Peter Klauser (l.) und Otto Meier (r.) mit Jean-Frey-VR Peter Kleiner (2. v. l.) und Urs Beer.

Gute rauchige Aussichten hatte Erich Baumgartner (r.), Managing Director Lowe, neben Annette und Patrick J. Martin von Patoro Cigars.

Auch Viva-Schweiz-Geschäftsführerin Asta Baumöller (l.) und Marketingleiterin Michèle Széchényi warfen sich in die Gala-Uniform.

Andreas Gedenk, Daniela Bemberg und Claudia Rheinboldt (l.), die nach einem Ausflug ins Bankfach neu bei Burson-Marsteller arbeitet.

Andy Hostettler (l.) von JWT+H+F unterhielt sich während des Apéros mit René Piesker, Sponsoring-Projektleiter bei der UBS.

SW-Präsident Carlo Schmid gratulierte, monierte aber auch, dass Headline eigentlich noch nicht ganz 50 Jahre alt sei.

Aufmerksame Zuhörer: Sylvia Turke (l.) von Schober, Christine Lörtscher, Hakle-Kimberly und Jubiläums-Projektleiter Roland Bieri.

Auch Landammann Roland Brogle, Regierungsrat des Kantons Aargau, überbrachte seine besten Wünsche.

Der Vorstand des Werbeclubs Headline mit seinen wichtigsten Gästen im Schlosshof der renovierten Liebegg.

Edy Wiprächtiger, Perry Center, im Gespräch mit Headline-Vizepräsident Jean-Claude Bruhin und Fred Struchen, Publicitas Aarau (v. l.).

Und zu guter Letzt durfte natürlich auch eine überdimensionierte Jubiläumstorte nicht fehlen – na denn, Mahlzeit!Begrüssten alle Gäste höchstpersönlich per Handschlag: VR-Präsident Matthias Hagemann und VR-Mitglied Ruth Ludwig-Hagemann.

Die Werber Anne Hofmann und Hans Tanner mit Monika und Daniel Sommer (v. l.) von der Basler Zeitung im Foyer des Festlokals.

Versprühten mit Abstand am meisten Glamour: Hassania und Jan Tanner von der Basler Agentur Tanner Communications.

Basler Werber aus Stadt und Land: Edgar Muriset (r.) und Yasin Alemdar (l.), Ist-Werbeteam, und Stefan Kaister, Kaister & Partner.

Christian Jost (l.) und Flavian Kurth von der Basler Agentur Bluegummy mit Anita Friedlin von der Handelskammer beider Basel.

Basler-Urgesteine an der BaZ-Taufe: Werber René Sidler mit SWA-Direktor Jürg Siegrist und Peter Frey von cR Basel (v. l.).

Sorgenfalten schwinden

PubliGroupe In der Schweiz sank der Umsatz erneut, dem Gesamtunternehmen geht es wieder besser.

PubliGroupe In der Schweiz sank der Umsatz erneut, dem Gesamtunternehmen geht es wieder besser.Zwar kann die PubliGroupe für das erste Halbjahr 2004 erstmals seit drei Jahren wieder eine leicht positive Umsatzentwicklung und eine noch erfreulichere Steigerung des Betriebsergebnisses ausweisen, dennoch geben die Zahlen selbst PubliGroupe-intern nur zu vorsichtigem Optimismus Anlass. CEO Hanspeter Rohner sagte denn auch an der Pressekonferenz vom 30. August, dass wohl verschiedene Anzeichen auf eine Konjunktur-«Stabilisierung» hindeuten. Doch er betonte: «Die Zukunft punkto Werbeausgaben bleibt unberechenbar. Gerade die kommerzielle Werbung scheint den Unternehmen als Manipuliermasse zu dienen: Man bucht kurzfristiger, und genauso kurzfristig wird verschoben oder sistiert.»PubliPresse mit weniger Umsatz
Der Umsatz fiel denn mit 986,4 Millionen Franken nur gerade um 2,7 Millionen Franken besser aus als im ersten Halbjahr 2003. Und das um 62 Prozent verbesserte Betriebsergebnis von 36 Millionen Franken liess sich primär über weitere Einsparungen – nicht zuletzt beim Personal – realisieren. Jedenfalls verzeichnete die Division PubliPresse, die das Inserategeschäft in der Schweiz beinhaltet und das Hauptstandbein der PubliGroupe darstellt, einen erneuten Umsatzrückgang, wenn auch nur um 2 Prozent. Demgegenüber erzielte das internationale Netzwerk Publicitas Promotion Network (PPN) ein Umsatzplus von 8 Prozent, allerdings verlief die Entwicklung in den verschiedenen Märkten höchst unterschiedlich: In Europa betrug das Umsatzplus 11, in Asien 17 Prozent, während das Geschäft in Nord- und Südamerika mit minus 5 Prozent negativ ausfiel. Ein Grund für den Abwärtstrend in Amerika: In den USA hat PPN zwei gewichtige Vermarktungsaufträge verloren – die US-Vertretung der Financial Times und zwei Kundenzeitschriften von American Express Corp. «Mit einem neuen Management sind wir in den USA nun daran, eine Strategie einzufädeln, die stärker auf den Tageszeitungsmarkt fokussiert», sagte Rohner. Im 2004 bleibe die USA negativ, ab 2005 sollte es dort aber wieder aufwärts gehen.
Nachwehen bei Gelben Seiten
Die Division PubliDirect (Gelbe Seiten) entwickelte sich mit 6 Prozent mehr Umsatz ebenfalls positiv, dennoch erwartet man in diesem Bereich selbst bei anziehender Konjunktur spürbare Nachwehen der Rezession. Die im Juli erworbene 30-Prozent-Beteiligung an The Guide Company in Zürich ermögliche aber den qualitativen Ausbau der Gelben Seiten, hiess es.
Auf die Frage, ob die PubliGroupe nun primär bei den elektronischen Medien Wachstumspotenzial sehe, sagte Rohner, dass die Presse kurzfristig wieder stärker wachsen werde, da sie nach seiner Einschätzung das in den letzten drei Jahren verlorene Werbevolumen von 800 Millionen Franken zu 60 bis 70 Prozent zurückgewinnen werde. «Aber den Höchststand von 2000 erreichen wir nicht mehr», stellte Rohner klar. Danach würden vorab Radio und TV zulegen. Mit der Cinecom habe die PubliGroupe deshalb einen ersten Schritt in den TV- und Kinomarkt getan, der Entscheid, auch beim Radio einzusteigen, stehe hingegen noch aus. «Radio ist aber sowohl in der Schweiz als auch im Ausland ein Thema», sagte er.
Noch keine Entwarnung, sondern erst vorsichtiger Optimismus: Hanspeter Rohner, CEO PubliGroupe.

Die Zahlen trügen: Zum Betriebsergebnis führte vor allem Sparen.
Silberstreifen: In der Tagespresse steigen die Werbeausgaben leicht.
Markus Knöpfli

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