Grosser Sprung
Jakob Nef will als CEO die neue AZ Direct Schweiz zur besten Adresse im Direct Marketing machen.
Jakob Nef will als CEO die neue AZ Direct Schweiz zur besten Adresse im Direct Marketing machen.Über den Hag fressen kann es auf die Dauer nicht bringen. In der Vergangenheit war es so, dass die dm-plus Direktmarketing AG in St. Gallen im Bereich der Firmenadressen immer wieder versucht hat, in das Spezialgebiet der SPDS in Luzern einzudringen, sagt Jakob Nef. Umgekehrt hätte diese Konkurrenz auch angefangen, mit Adressen aus dem Consumer-Bereich zu arbeiten. Seit Oktober haben deshalb «ernsthafte Gespräche» über eine Fusion der beiden stattgefunden. «Wir haben bald eingesehen, dass es nicht ideal ist, wenn man die doppelten Investitionen machen muss», erklärt Jakob Nef. An der X’04 wurde der bisherige Chef aus St. Gallen nun als neuer CEO einer fusionierten Firma vorgestellt. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass die deutsche Direktmarketingfirma AZ Direct in die Schweiz expandiert.
Die Tochter des Bertelsmann-Konzerns übernimmt die beiden Unternehmen dm-plus in St.Gallen und dm michelotti ag in Rotkreuz sowie die dm-plus Direktmarketing GmbH in Wien von der zu IHA-GfK gehörigen bwv-Holding AG, die sich somit aus dem Direktmarketing verabschiedet. dm-plus wird mit der bestehenden Schweizer AZ-Tochter SPDS in Luzern zur schweizerischen AZ Direct AG zusammengeführt; auch die dm michelotti hat ihren Platz unter der Dachmarke AZ Direct gefunden.
«Unsere Strukturen ergänzen sich ausgezeichnet», begründet Nef die neue Form der Zusammenarbeit. Man hat «praktisch keine doppelten Funktionen», und auch im technischen Know-how arbeiten alle Beteiligten auf den gleichen Plattformen. Und: «Von der Firmenkultur her sind wir uns sehr ähnlich», freut sich der CEO.
Das neue Gebilde AZ Direct ist nun grösster Anbieter der Branche in der Schweiz. Nef betont aber, dass ihm Qualität wichtiger als Grösse ist. «Durch das Zusammenlegen haben wir grundsätzlich mehr Datenquellen. Durch das Zusammenlegen sollten auch mehr Ressourcen für unsere Kunden frei werden», hofft der neue DM-Leader.
Jakob Nef ist nicht auf direktem Weg in das Business des Direktmarketings gekommen. Nach einer Lehre als Elektroniker hat er die Matura nachgeholt und anschliessend in St. Gallen und München Volkswirtschaft und Raumplanung studiert. Nach Abschluss der Studien hat der frisch gekürte Spezialist für Standortplanung eine erste Stelle bei Yves Rocher angetreten. Mehr als Standort-fragen musste er aber aktuelle Probleme mit dem Planen der Versandhandelsaktivitäten lösen. «Damit bin ich ins Direct Marketing rein- und nicht mehr rausgekommen», erinnert sich Nef. Künzler-Bachmann und die Curti-Gruppe waren die nächsten Stationen seiner Karriere, bervor er sich in St. Gallen an der bwv AG, der früheren Mutterfirma der dm-plus Direktmarketing AG, beteiligte.
Jakob Nef entspannt sich am liebsten beim Velofahren. In diesem Sommer hat er die deutsch-polnische Grenze sowie die Ostseeküste abgefahren. Dabei sind «sogar der Sohn und eine der erwachsenen Töchter mitgekommen», freut sich der Familienmensch.
Durch Firmenfusion zum Komplettanbieter geworden: Jakob Nef, Chef der neuen AZ Direct Schweiz.
Andreas Panzeri
Die Tochter des Bertelsmann-Konzerns übernimmt die beiden Unternehmen dm-plus in St.Gallen und dm michelotti ag in Rotkreuz sowie die dm-plus Direktmarketing GmbH in Wien von der zu IHA-GfK gehörigen bwv-Holding AG, die sich somit aus dem Direktmarketing verabschiedet. dm-plus wird mit der bestehenden Schweizer AZ-Tochter SPDS in Luzern zur schweizerischen AZ Direct AG zusammengeführt; auch die dm michelotti hat ihren Platz unter der Dachmarke AZ Direct gefunden.
«Unsere Strukturen ergänzen sich ausgezeichnet», begründet Nef die neue Form der Zusammenarbeit. Man hat «praktisch keine doppelten Funktionen», und auch im technischen Know-how arbeiten alle Beteiligten auf den gleichen Plattformen. Und: «Von der Firmenkultur her sind wir uns sehr ähnlich», freut sich der CEO.
Das neue Gebilde AZ Direct ist nun grösster Anbieter der Branche in der Schweiz. Nef betont aber, dass ihm Qualität wichtiger als Grösse ist. «Durch das Zusammenlegen haben wir grundsätzlich mehr Datenquellen. Durch das Zusammenlegen sollten auch mehr Ressourcen für unsere Kunden frei werden», hofft der neue DM-Leader.
Jakob Nef ist nicht auf direktem Weg in das Business des Direktmarketings gekommen. Nach einer Lehre als Elektroniker hat er die Matura nachgeholt und anschliessend in St. Gallen und München Volkswirtschaft und Raumplanung studiert. Nach Abschluss der Studien hat der frisch gekürte Spezialist für Standortplanung eine erste Stelle bei Yves Rocher angetreten. Mehr als Standort-fragen musste er aber aktuelle Probleme mit dem Planen der Versandhandelsaktivitäten lösen. «Damit bin ich ins Direct Marketing rein- und nicht mehr rausgekommen», erinnert sich Nef. Künzler-Bachmann und die Curti-Gruppe waren die nächsten Stationen seiner Karriere, bervor er sich in St. Gallen an der bwv AG, der früheren Mutterfirma der dm-plus Direktmarketing AG, beteiligte.
Jakob Nef entspannt sich am liebsten beim Velofahren. In diesem Sommer hat er die deutsch-polnische Grenze sowie die Ostseeküste abgefahren. Dabei sind «sogar der Sohn und eine der erwachsenen Töchter mitgekommen», freut sich der Familienmensch.
Durch Firmenfusion zum Komplettanbieter geworden: Jakob Nef, Chef der neuen AZ Direct Schweiz.
Andreas Panzeri
