Sex and the Provinz

TV-Serien Das wird die Fans freuen und gleichzeitig traurig stimmen: Vom 21. September bis Mitte Dezember zeigt ProSieben die letzte Halbstaffel der US-Kultserie «Sex and the City».

TV-Serien Das wird die Fans freuen und gleichzeitig traurig stimmen: Vom 21. September bis Mitte Dezember zeigt ProSieben die letzte Halbstaffel der US-Kultserie «Sex and the City».Damit die vielen Stamm-Voyeurinnen den Abschied nicht einsam feiern müssen, organisiert SevenOne Media Schweiz eine Abschiedstour. An den zwölf verbleibenden Dienstagabenden findet die Action jeweils in einem angesagten Grossstadtclub statt. Im Rahmen eines stilvollen Abends wird die Folge auf Grossleinwand gezeigt. Angekündigt ist unter anderem die deutsche Synchronstimme von Carrie sowie eine Liveband.

Infokanal ist «keine Konkurrenz»

Fernsehen Auf Druck der Regionalsender will Cablecom das Konzessionsgesuch nachbessern.

Fernsehen Auf Druck der Regionalsender will Cablecom das Konzessionsgesuch nachbessern.
Der Antrag auf eine programmliche Erweiterung ihrer Infokanal-Konzession, den die Kabelnetzbetreiberin Cablecom Mitte Juli beim Bakom einreichte (WW 29/04), hat in der TV-Branche Verunsicherung bis Empörung ausgelöst.Belcom-Chef Andreas Meili befürchtet «gelinde gesagt eine Interessenkollision», würde die Quasi-Monopolistin künftig eigene Inhalte anbieten und vermarkten. Tele-Südostschweiz-Besitzer Hanspeter Lebrument wiederum fordert im Namen der Chancengleichheit, dass Cablecom dann «sämtliche Sender zum Nulltarif aufschalten muss». Und Telesuisse-Verbandspräsident Filippo Lombardi will als Medienpolitiker im neuen RTVG gar eine Klausel verankern, die Kabel- und Telekom-Providern eigene Inhaltsangebote grundsätzlich untersagt. Davon betroffen wäre auch Bluewin TV (siehe Seite 32).
Einzig die SRG «stellt sich prinzipiell nicht gegen neue schweizerische Programme», wie deren Sprecherin Josefa Haas auf Anfrage mitteilt. Wie die meisten Anhörungsadressaten hat aber auch die SRG beim Bakom eine Fristerstreckung bis zum 17. September erwirkt.
Ein blosses «Missverständnis»?
Bis dahin könnte sich die Aufruhr wieder gelegt haben. In einem diese Woche beim Bakom eingegangenen Brief erklärt Cablecom nämlich, dass «zur Vermeidung von Missverständnissen (…) auf die im Konzessionsgesuch erwähnte Kooperation mit Content-Anbietern und neue TV-Formate verzichtet» wird.
«Die Veranstaltung eines redaktionellen Programms, das nationale, regionale oder lokale Fernsehangebote konkurrenzieren könnte, war zu keinem Zeitpunkt geplant», heisst es in dem Papier weiter.
Ob mit dieser Selbstbeschränkung genau genug definiert ist, welche Aktivitäten die mit Macht ins Fernsehgeschäft drängenden Infrastruktur-Provider dort entwickeln dürfen, werden die Stellungnahmen der Betroffenen zeigen.
Oliver Classen

Epica zum 17.

Bücher Zum 17. Mal ist das Jahrbuch der Epica Awards erschienen.

Bücher Zum 17. Mal ist das Jahrbuch der Epica Awards erschienen.Auf gut 380 Seiten präsentiert es die Gewinner und Finalisten des europäischen Kreativwettbewerbs – darunter die drei Gewinneragenturen JWT+H+F, Lowe und Advico Young & Rubicam. Mehr Infos unter www.epica-awards.com.Epica zum 17.

Xaver Call for Entries

Wettbewerbe Im März 2005 verleiht der Branchenverband Swiss Expo and Event Makers zum vierten Mal den Xaver Award. Damit werden herausragende Leistungen des Schweizer Eventmarketings und Messebaus prämiert.

Wettbewerbe Im März 2005 verleiht der Branchenverband Swiss Expo and Event Makers zum vierten Mal den Xaver Award. Damit werden herausragende Leistungen des Schweizer Eventmarketings und Messebaus prämiert.Einsendeschluss ist der 15. Dezember. Teilnahmebedingungen, Infos und Anmeldeformular finden sich auf www.xaver-award.ch.

Metzgerlehner wirbt für Weizenkeimessenz

Food Mit ihrem Kernprodukt Viogerm richtet sich die Firma Multiforsa in Steinhausen ZG sowohl an Industrie wie an Konsumenten.

Food Mit ihrem Kernprodukt Viogerm richtet sich die Firma Multiforsa in Steinhausen ZG sowohl an Industrie wie an Konsumenten.Die naturbelassene Essenz aus kaltgepressten Weizenkeimen wird zahlreichen Nahrungsmitteln beigefügt, kann aber auch direkt als Folsäure-Lieferant konsumiert werden. Viogerm wird national und international vertrieben. Den Kommunikationsetat der Marke betreut neu Metzgerlehner Worldwide Partners. Die Erlenbacher Agentur setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation durch. Erste Arbeiten sollen im Spätherbst 2004 zu sehen sein.

JobChange

Anfang Dezember übernimmt Claudia Kraaz die Leitung der Corporate Communications bei der Bankengruppe Vontobel. Sie ersetzt Elisabeth Meyerhans Sarasin, die als Kommunikationschefin zum Eidgenössischen Finanzdepartement wechselt. Kraaz war zuletzt Ma

Anfang Dezember übernimmt Claudia Kraaz die Leitung der Corporate Communications bei der Bankengruppe Vontobel. Sie ersetzt Elisabeth Meyerhans Sarasin, die als Kommunikationschefin zum Eidgenössischen Finanzdepartement wechselt. Kraaz war zuletzt Managing Director und Leiterin Public Relations der CS Group….
Heinz Eckert wird Chefredaktor der Zeitschrift Schweizer Revue, die von der Auslandschweizer-Organisation (ASO) herausgegeben wird. Er tritt Anfang Oktober die Nachfolge von Gabrielle Keller an, die zur Neuen Zuger Zeitung wechselt.
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Marco Gregori hat per sofort die Chefredaktion der Genfer Tageszeitung Le Courrier übernommen. Er ersetzt Manuel Grandjean, der Ende April seinen Rücktritt bekannt gegeben hat. Gregori ist bereits seit 1995 bei der Zeitung tätig.
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Der Zürcher Verlag Jean Frey hat Peter Hert zum Leiter Vertrieb und Logistik ernannt. Er nimmt auch Einsitz in die Geschäftsleitung. Hert arbeitet zurzeit als Leiter Lesermarkt bei Tamedia.
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Gregor Doser wechselt Anfang Dezember als neuer Head of Electronic Media zu Mediaedge-CIA in Zürich. Doser leitet zurzeit die
Marketingservices beim SRG-Vermarkter Publisuisse.
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Tiziano Obrecht übernimmt Anfang Dezember die Verantwortung für das Online-Mediaplanungstool Planad beim Vermarkter Adlink Internet Media. Zurzeit ist Obrecht als Senior Account Manager bei Publimedia Webadvertising tätig.
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Das Messe- und Konferenzzentrum Forum Fribourg erhält mit Markus Reck einen neuen Direktor. Er tritt am 18. Oktober die Nachfolge von Claude Membrez an, der als Generaldirektor zur Genfer Palexpo wechselt.

Volltreffer aus dem Bierfass

Getränke Neben Liverpool und der Nationalelf Englands ist Carlsberg neu auch Sponsor der Schweizer Auswahl.

Getränke Neben Liverpool und der Nationalelf Englands ist Carlsberg neu auch Sponsor der Schweizer Auswahl. Ein Team, ein Geist, ein Bier. Der Spruch, der aus unserem nördli-chen Nachbarland stammen könnte, bekam am 27. April nationale Gültigkeit, als Feldschlösschen-CEO Erwin Flückiger den Sponsoring-Vertrag mit der Schweizer Fussball-Nati für vier Jahre besiegelte. «Jetzt wird Carlsberg auch in der Schweiz als Fussball-Bier positioniert», freute sich Flückiger.
Die EM als ideale Plattform
Mit gutem Grund: Die perfekt konzertierte Profilierungsstrategie stand schon vor dem eigentlichen Kooperationsstart am 1. Juli und trotz der zwiespältigen EM-Erfahrung unserer Kicker unter einem guten Stern: Als offizielle Hauptsponsorin aller EM-Turniere seit 1984
sowie Partnerin mehrerer Fussballclubs in ganz Europa weist die
dänische Biermarke in der Image- und Audience-trächtigen Sportart eine hohe Relevanz und Glaubwürdigkeit auf – gerade bei den Fussballbegeisterten. «Die Euro 2004 war für uns eine ideale Plattform, um den Schweizer Fussballfan mit der Marke Carlsberg anzusprechen. Mit der Schweizer Nati haben wir nun ein Vehikel, um unsere Leidenschaft für den Fussball mit den Fans langfristig zu teilen», erklärt Senior Brand Manager Massimo Di Dia.
Dank prallem EM-Massnahmenpaket schnellten Bekanntheit und Absatz der 2001 in der Schweiz lancierten Marke innert weniger Wochen in die Höhe. Im Brand Track verdoppelten sich die spontanen Nennungen seit Anfang Jahr auf gut 24 Prozent Ende August, während der Umsatz trotz tendenziell stagnierenden Biermarkts 25 Prozent über Budget liegt. Nach dem EM-Hype musste die Frage deshalb lauten: Wie lässt sich diese erfreuliche Entwicklung für die aggressive Wachstumspolitik nachhaltig umsetzen, ohne den Share of voice (13%) wesentlich erhöhen zu müssen? Immerhin verfolgt die Feldschlösschen Getränke AG ein ambitiöses Ziel mit ihrer Premium-Marke: «Wir möchten bis zur Euro 2008, die hier in
der Schweiz stattfindet und deren Hauptsponsor wir sind, möglichst nahe an den Marktanteil von Heineken rankommen», so Di Dia. Zum Vergleich: Carlsberg wächst momentan fast dreistellig. Heineken, seit zwölf Jahren in der Schweiz, kontrolliert als stärkste internationale Biermarke derzeit 6,4 Prozent des hiesigen Marktes.
Die Ausgangslage machte klar, dass an ein Weiterführen der Side-by-Side-Kampagne nicht zu denken war. Diese wie zuvor die Lorry-Kampagnen konnte die Marke mit ihren sub-optimalen Mediastrategien – Print und Poster – zu wenig emotionalisieren. Carlsbergs Image blieb diffus und führte zu einer Relevanz (Consideration), die gegenüber Heineken weit zurücklag. Dagegen zeitigten die Massnahmen der Euro 2004 sehr schnell positive Auswirkungen. Die Relevanz der Marke wurde innert zweier Quartale auf 35 verdoppelt.
TV als Basismedium
Mit dem Sponsoring-Engagement passte man auch den Mediaschlüssel an. «Um Carlsberg als offizielles Bier der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft breit und schnell bekannt zu machen und somit vom Imagetransfer zu profitieren, haben wir uns für TV als Basismedium entschieden», sagt Di Dia. Auch damit grenzt sich Carlsberg von Heineken ab, das seine Media-Spendings stark auf Plakat konzentriert. Flankierend kamen in den Grossstädten Plakate zum Zug und Infos auf die Sekundärverpackung.
Die kürzlich gestartete Qualifikation für die WM in Deutschland läutete am vergangenen Samstag die Fussball-Imagekampagne ein: Zwei TV-Spots, der 15-Sekünder als Reminder, in denen die Schweizer Nati erstmals für ein Markenartikel wirbt. Angelehnt an die internationale Kampagnenidee «Alleine geniessen unmöglich» haben die Saatchi & Saatchi Simko-Kreativen den geteilten Genuss- moment dramatisiert. So unterbrechen in einem Streifen Murat Yakin, Johann Vogel, Patrick Müller und Nationalcoach Köbi Kuhn jäh das Spiel, weil sie mit einer Horde von Fussballfans die Wohnung eines TV-Zuschauers stürmen, der sich kurz zuvor ein kühles Carlsberg genehmigen wollte.
Grosse Zukunft prophezeit
Aber eben: Wo auch immer auf der Welt – es ist unmöglich, Carlsberg zu trinken, ohne Freunde anzuziehen, so die umgesetzte Markenessenz «Drink with a world of friends». «Die Produktion war eine echte Herausforderung», blickt Pedro Simko, CEO der Genfer Agentur zurück. «Wegen der knappen Verfügbarkeit der Fussballer mussten die beiden TV-Spots und die zwei Printsujets am gleichen Tag im Kasten sein.» Auch wenn man an der symbolischen Wirkung der fixen Spot-Produktion und den ersten sechs Qualifikationstoren gegen die Färöer zweifelt, die Verantwortlichen sagen dem mit Joint-Promotionen (Blick, Le Matin und der neuen Homepage Carlsberg-Football.ch) medial breit abgestützten Sponsoring-Engagement eine grosse Zukunft voraus. Selbst die laut gewordene Kritik zum Bündnis zwischen Bier und Sport konnten die Rheinfelder gut kontern: Die Positionierung von Carlsberg sieht klar ein «grown up»-Bier mit einem starken Anker im Fussball vor. Alles andere ist Bier von gestern.
Carlsberg sponsort neu auch die Schweizer Nationalelf und setzt mit TV-Spots auf das «Wir-Gefühl». >> Seite 7
Mit Saatchi & Saatchi Simko und der Schweizer Nati lässt Bierkonzern Carlsberg alle Markom-Mittel sprudeln.
Das Wir-Gefühl vom Fussball auf das Bier übertragen: Carlsberg schenkt mit neuen Spots ein.
Luca Aloisi

Trübe Situation für die Wirtschaftsblätter

Finanz- und Wirtschaftspresse Nach einer Verschnaufpause sind die Leserzahlen 2004 massiv getaucht.

Finanz- und Wirtschaftspresse Nach einer Verschnaufpause sind die Leserzahlen 2004 massiv getaucht.Nach den starken Leserverlusten in den Jahren 2001 und 2002 schien der Abwärtstrend der Finanz- und Wirtschaftspresse im vergangenen Jahr überstanden zu sein. Alle Titel konnten wieder leicht Leser zulegen oder verzeichneten zumindest keine namhaften Abgänge mehr. Doch daraus ist keine nachhaltige Stabilisierung geworden, wie die aktuellen Mach-Basic-Zahlen nun zeigen. Im Gegenteil rutschten insbesondere die Deutschschweizer Titel erneut tief in die roten Zahlen.Diese Entwicklung überrascht allerdings nicht: Bereits die Auflagezahlen vom vergangenen April, welche der Finanz- und Wirtschaftspresse praktisch durchwegs massive Einbrüche bescherten, hatten die Leserschaftsverluste vorweggenommen (siehe Kasten).
Positive Zahlen nur für StocksEinigermassen gut über die Runden kam nur gerade die Verlagsgruppe HandelsZeitung. Für Stocks, das im vergangenen Frühjahr noch einen brutalen Verlust von mehr als ein Viertel seiner Auflage bekannt
geben musste, resultierte entgegen den Erwartungen sogar ein (nicht signifikanter) kleiner Gewinn von 5000 Lesern (+8,8 Prozent). Aber auch die HandelsZeitung hat sich mit einem (ebenfalls nicht signifikanten) Verlust von «nur» 12000 Lesern (–7,9 Prozent) noch vergleichsweise gut gehalten.
Viel schmerzhafter bergab ging es hingegen für die drei Deutschschweizer Titel Bilanz, Cash und Finanz und Wirtschaft, denen zusammen 130000 Leser abhanden gekommen sind. Dazu trug die Bilanz mit einem Minus von 58 000 Lesern (–12,2 Prozent) am stärksten bei. Gefolgt von Cash, das mit 51000 weniger Lesern (–14,7 Prozent) den höchsten prozentualen Verlust unter den Wirtschaftsblättern verkraften muss. Ebenfalls massiv ins Minus fuhr die Finanz und Wirtschaft, für die 21000 weniger Leser (–13,5 Prozent) ausgewiesen sind.
Gehalten hat sich hingegen das Westschweizer Agefi. Die täglich erscheinende Wirtschaftszeitung stagniert allerdings bereits seit mehreren Jahren bei nicht gerade berauschenden rund 20000 Lesern.
Leserzahlen folgen meist den AuflagenWenn die Auflagen im Frühjahr sinken, sind Verluste bei den Leserzahlen im Herbst die logische Konsequenz. Zumindest ist dies in der Regel der Fall.
Eine grosse Ausnahme macht dieses Jahr allerdings Stocks. Das Börsen- und Anlegermagazin war bei der Beglaubigung im April tief im
Minus: Mehr als ein Viertel (–26,8 Prozent) der Auflage ging verloren. Trotzdem schneidet das Heft bei den Leserzahlen nun mit einem kleinen Plus ab. (dse)
Harte Zeiten: Insbesondere die Deutschschweizer Wirtschaftsblätter haben nach wie vor Baisse.
Daniel Schifferle

Viele fliegen auf Web-Reisen

Internet Immer mehr Internetnutzer wollen laut MA Comis nicht nur virtuell um den Globus surfen, sondern auch physisch reisen.

Internet Immer mehr Internetnutzer wollen laut MA Comis nicht nur virtuell um den Globus surfen, sondern auch physisch reisen.Seit der MA Comis 2003 haben die Personen in der Schweiz, die das Internet nutzen, erneut um rund 120000 zugenommen. Nicht weniger als zwei Drittel aller Deutschschweizer zählen nun zum so genannten Weitesten Nutzerkreis (WNK), nutzen das Internet also mindestens einmal pro Halbjahr.Diejenigen, die dies von zu Hause aus tun, ziehen immer häufiger einen Breitband-Anschluss vor: Mit einer Zunahme von 30 auf 48 Prozent ist der Marktanteil von Breitbandverbindungen verglichen mit dem Vorjahr deutlich gestiegen. Der meistgenutzte Internetprovider ist Bluewin mit einem Marktanteil von 47 Prozent. Sunrise und Cablecom folgen mit 17 beziehungsweise 16 Prozent, alle übrigen Anbieter machen zusammen 20 Prozent aus.
E-Mail-Verkehr Spitzenreiter
Wie schon in den Vorjahren wird das Internet primär für den E-Mail-Verkehr genutzt, dicht gefolgt vom Einsatz der Suchmaschinen (siehe auch Grafik). Deutlich zugenommen haben Reisevorbereitungen, die über das Internet getätigt werden: 6 Prozent mehr Personen konsultieren Online-Fahr- und Flugpläne, genauso stark ist auch der Anteil jener gewachsen, die am PC andere Reiseplanungen (Wahl von Destinationen und Hotels) vornehmen. Um 5 Prozent zugenommen haben auch jene, die sich Online-Stadtpläne und andere Karten zu Gemüte führen. Das Herunterladen von Programmen, letztes Jahr noch auf Platz 6, ist zwar anteilsmässig leicht weiter gewachsen, andere Aktivitäten haben ihm aber den Rang abgelaufen.
Dem Einkaufen über Internet neigt eine steigende Zahl Personen zu – gemäss MA Comis sind dies 74 Prozent aller Internetnutzer, vor sechs Jahren waren es noch 43 Prozent. Gezählt wird allerdings nur, wer «schon mindestens einmal etwas online eingekauft oder bestellt hat». Aufschlussreicher ist, wie viel die einzelnen Nutzer beim Online-Shopping für eingekaufte Waren oder Dienstleistungen ausgegeben haben – und zwar innerhalb der letzten sechs Monate: 44 Prozent der Online-Shopper (763000 Personen) gaben an, in dieser Zeit über 500 Franken für Einkäufe ausgegeben zu haben. Bei 40 Prozent lagen die Ausgaben zwischen 100 und 500 Franken, bei den restlichen 14 Prozent unter 100 Franken.
Bücher bleiben die am häufigsten über Internet bestellten Produkte (58 Prozent), vor Eintrittskarten (54 Prozent) und dem Kauf von Tonträgern (48 Prozent). Hotelreservationen werden von 47 Prozent der Nutzer getätigt. Zulegen konnten die meisten Produkte, das grösste Wachstum weisen Flugbuchungen (plus 8 Prozent) und Hotelreservationen (plus 5 Prozent) auf.
Die Bereitschaft, für Services und Content im Internet zu bezahlen, bleibt relativ klein. Mit 49 Prozent die grösste Bereitschaft besteht für Musikdownloads, doch nur 9 Prozent haben schon dafür bezahlt. Beim Herunterladen von Programmen ist die Bereitschaft nur wenig kleiner (42 Prozent), die Zahl derjenigen, die schon dafür bezahlt haben, hingegen mit 24 Prozent grösser. Geht es um das Bezahlen von Informationen aus Archiven und Datenbanken, so haben zwischen 8 und 10 Prozent schon dafür bezahlt, und etwa 40 Prozent erklären sich grundsätzlich dazu bereit.
Google.ch und SBB.ch werden vom Gros der Webnutzer mindestens einmal pro Halbjahr angewählt. Sie konnten ihre Reichweiten um rund 10 Prozent steigern. Den grössten Sprung vorwärts unter den zehn Reichweitengiganten machte aber das Online-Einkaufscenter Ebay.ch (plus 15 Prozent).
Die MA Comis erhebt auch die Einstellung der Internetnutzer zur Onlinewerbung. 74 Prozent empfinden diese als störend, 53 Prozent sind aber der Meinung, dass zu zeitgemässen Produkten Werbung im Internet gut passe.
MA Comis im ProfilFür die MA Comis 2004 wurden in der Zeit vom 26. April bis 20. Juni 2004 insgesamt 2080 Interviews durchgeführt. Befragt wurden Personen ab 14 Jahren in der Deutschschweiz, die privat, in der Ausbildung oder beruflich das Internet in den letzten sechs Monaten genutzt haben. Die Grundgesamtheit 2004 der Internetnutzer beträgt 2,7 Millionen (66 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung), bei der MA Comis 2003 waren es noch 2,58 Millionen (64 Prozent). (mk)
Starke Zunahme: Mittlerweile nutzen zwei Drittel der Bevölkerung in der deutschen Schweiz das Internet.
Markus Knöpfli

Frauenpresse im Aufwind

Publikumspresse Den klassischen Zeitschriften fehlt der Schwung, nur gerade bei den Frauentiteln gab es da und dort kräftigen Zuwachs.

Publikumspresse Den klassischen Zeitschriften fehlt der Schwung, nur gerade bei den Frauentiteln gab es da und dort kräftigen Zuwachs.Unter den Klassikern der Deutschschweizer Zeitschriften heben sich einzig die Schweizer Familie und das konservative Leben&Glauben mit (nicht signifikanten) Aufwärtsbewegungen ab. Für die Tamedia-Zeitschrift, die bereits im Vorjahr kräftig zugelegt hat, kommen immerhin nochmals 29000 zusätzliche Leser (+4,3 Prozent) hinzu.Klar abwärts ging es in der deutschen Schweiz aber für den Beobachter und für Facts. Dem Jean-Frey-Titel kamen 68000 Leser (–5,9 Prozent) abhanden, fast gleichviel wie das Ratgebermagazin im Vorjahr hinzugewonnen hatte. Anteilsmässig noch stärker in die Verlustzone geraten ist aber Facts, das ein Minus von 52000 Lesern
(–9,9 Prozent) ausweist. Dabei hatte es im Vorjahr, als dem Nachrichtenmagazin 37000 neue Leser zuströmten, bereits nach einer Trendwende ausgesehen. Doch aus der erhofften Rückkehr zu wieder nachhaltig wachsenden Leserzahlen ist vorderhand nichts geworden. Besonders unerfreulich für Facts: Der Abstand zur Konkurrentin Weltwoche ist auf 32000 Leser geschrumpft. Im Vorjahr war die Tamedia-Zeitschrift noch um 68000 im Vorsprung gewesen. Allerdings tendierte auch die Weltwoche (nicht signifikant) um 16000 Leser (–3,5 Prozent) nach unten.
Die Frauenpresse legt zu Positive Dynamik brachten hingegen die Frauenzeitschriften in den Printmedienmarkt. Besonders in der Westschweiz lässt der steile Aufwärtstrend der Titel Edelweiss und Elle aufhorchen. Die beiden schafften es mit ihren Höhenflügen auf den ersten und den dritten Platz unter den 18 Top-Gewinnern. In absoluten Zahlen am besten abgeschnitten hat Edelweiss, das um 20 000 Leserinnen besser dasteht (+28,6 Prozent) als im Vorjahr. Die übrigen Gewinne gehen aber an französische Titel. Vor allem profitiert hat Elle, deren Publikum um 14 000 Leserinnen (+31,8 Prozent) gestärkt aus der aktuellen Mach Basic hervorgeht. Aber auch Marie Claire konnte ihre Leserinnenschaft zumindest halten, während andererseits Femina, die Beilage von Le Matin Dimanche, leicht weniger Leser ausweist.
Unter den Deutschschweizer Frauentiteln schnitt nur gerade Bolero mit einem (nicht signifikanten) Gewinn von 8000 Leserinnen und Lesern (+8,2 Prozent) positiv ab. Die übrigen Zuwächse entfallen auf deutsche Frauenmagazine: Cosmopolitan steigerte sich um 15000 Leserinnen und Leser (+7,7 Prozent), Brigitte legte um 4000 (+2,1 Prozent) zu.
Auf der Verliererseite waren hingegen die Freundin, die 9000 Leser (–4,8 Prozent) verliert, sowie die Annabelle, die 17000 weniger Leser ausweisen kann (–4,6 Prozent).
Auch für das Beste und sein Westschweizer Pendant, die beide bereits seit Jahren im Krebsgang sind, setzte es erneut Verluste ab. Für Sélection ging es um 15000 Leser (–12,1 Prozent) abwärts. Bei Das Beste sieht das Minus mit 24000 verlorenen Lesern (–5,1 Prozent) zwar noch dramatischer aus, signifikant ist der Verlust hier aber nicht.
Einen Lichtblick öffnet andererseits die Westschweizer Programmpresse. Das bereits in den Vorjahren stabil im Lesermarkt segelnde TV 8 konnte sich dieses Mal signifikant um 33000 Leser (+18,4 Prozent) steigern. Unter den Deutschschweizer Programmzeitschriften schnitt TR7 mit gleich bleibenden Leserzahlen besser ab als Tele, das mit
einem (nicht signifikanten) Verlust von 24000 Lesern (–3,4 Prozent)
etwas schwächer dasteht.
Die Frauenzeitschriften sorgten vor allem in der Westschweiz für Dynamik im Medienmarkt.
Daniel Schifferle

Brückenbauer trat rückwärts ab

Kundenpresse Im medialen Duell der Grossverteiler behält Coop weiterhin ganz klar die Oberhand.

Kundenpresse Im medialen Duell der Grossverteiler behält Coop weiterhin ganz klar die Oberhand. Für die Schweizer Kunden- und Mitgliederpresse ist 2004 kein gutes Wemf-Jahr. Die Mehrzahl der erhobenen Titel hat an Leserschaft verloren, wenn auch meist statistisch nicht signifikant. In der Romandie konnte gar nur ein einziger Titel zulegen, nämlich Coopération.Herausgeber Coop steht in allen drei Sprachregionen als Sieger da. Coopération verzeichnet 16000 neue Leser (+2,9 Prozent), Cooperazione im Tessin 7000 (+5,0 Prozent) und die Coop-Zeitung 58000 (+2,3 Prozent). Zugleich hat Erzrivale Migros in der Deutschschweiz fast ebenso viele Leser verloren: Der Brückenbauer, diesen Mai als Migros-Magazin komplett neu lanciert, verabschiedet sich mit einem Minus von 54000 Personen (–2,5 Prozent). Der Abstand zur Coop-Zeitung wuchs
auf 511000 Leser. Die scheinbare Trendwende vom vergangenen Jahr, als der Brückenbauer um 1,7 Prozent zulegen konnte, entpuppt sich somit als Strohfeuer und der (nach Ende der Mach-Erhebung durchgeführte) Relaunch als bitter nötig. Das Westschweizer Migros-Blatt Construire konnte immerhin das Vorjahresniveau halten (–0,2 Prozent) und steht immer noch an der Spitze der französischsprachigen Kundenpresse. Der Abstand zu Coopération ist allerdings auf blosse 6000 Leser geschrumpft. Anlass zur Hoffnung gibt der Migros die Entwicklung im Tessin. Dort hat Azione, das im September 2003 relauncht worden ist, massiv zugelegt. Die Leserschaft wuchs um 13000 oder 14,9 Prozent.
Insgesamt liegt die Coop-Presse mit 3,32 Millionen Lesern in Front. Die Zeitschriften der Migros werden von 2,77 Millionen Lesern genutzt.
Leser verlassen Optima Die empfindlichsten Verluste im Segment erlitt die Apothekerzeitschrift Optima. In der Deutschschweiz wanderten 63000 Leser ab (–15,9 Prozent), in der Westschweiz waren es 36000 (–10,8 Prozent). Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre beschleunigt sich damit noch. Während der Erhebungsperiode der Mach Basic hat Optima den Besitzer gewechselt: Das Verlagshaus Edipresse verkaufte den Titel Anfang 2004 an Agora Retail. Man darf gespannt sein, ob die Genfer Firma für Pharma- und Kosmetikmarketing das Steuer in diesem Jahr herumreissen kann.
Dabei dürfte es die französische Ausgabe von Optima leichter haben als die deutsche. Denn in der Deutschschweiz scheinen Teile der Leserschaft bei Konkurrenztiteln ein neues Zuhause gefunden zu haben. Die Schweizer Hausapotheke legte um 27000 Personen zu (+4,9 Prozent), der Drogistenstern knapp um 8000 Personen zu (+0,8 Prozent). Die welschen Konkurrenten wurden dagegen ebenfalls weniger gelesen. Die Tribune du Droguiste büsste 8000 Leser ein (–5,4 Prozent), Pharmacie chez soi 4000 Leser (–1,5 Prozent). Beide Titel haben im vergangenen Jahr noch zugelegt.
Den Rückwärtsgang eingelegt hat auch Touring. Die Mitgliederzeitschrift des Touring Club Schweiz (TCS) büsste in der ganzen Schweiz Leser ein. Die Veränderungen sind allerdings weder dramatisch noch statistisch signifikant. In der Deutschschweiz wird Touring von 8000 Lesern weniger genutzt (–0,8 Prozent), in der Romandie von 7000 Lesern (–1,5 Prozent) und im Tessin von 4000 Lesern (–4,4 Prozent). Der Rückgang kontrastiert mit einem Wachstum der TCS-Mitglieder um 0,72 Prozent.
Duell der KinozeitschriftenZum ersten Mal nimmt Close-up an der Mach Basic teil. Das Kinomagazin, das vor sieben Jahren lanciert wurde, weist 177000 Leser aus. Die Reichweite in der Deutschschweiz beträgt 4,3 Prozent. Der Titel der Teleclub AG bleibt damit trotz höherer Auflage hinter dem Konkurrenten Film demnächst zurück. Dieser hat allerdings 9000 Leser verloren (–3,4 Prozent). Sein Pendant in der Romandie, Avant Première, muss gar einen Rückgang um 13,1 Prozent oder 29000 Leser verkraften. Das Abonnentenmagazin von Teleclub legte derweil minimal zu (um 3000 Leser oder 1,25 Prozent).
Stefano Monachesi

Wirz übernimmt Mobiliar-Etat

Versicherungen Das Werbebudget der Mobiliar wechselt Anfang 2005 von Publicis zu Wirz.

Versicherungen Das Werbebudget der Mobiliar wechselt Anfang 2005 von Publicis zu Wirz.Hintergrund ist ein Kundenkonflikt: Publicis Zürich ist im Mai von Zurich Financial Services zur internationalen Leadagentur ernannt worden. Wirz Werbung soll – in Zusammenarbeit mit Wirz Corporate – die bestehende Mobiliar-Kampagne mit den Schadenskizzen weiterentwickeln. Lanciert wurde die Kampagne 1998 unter der Leitung von Jean Etienne Aebi. Der frühere Publicis-Chefkreative soll innerhalb eines Beratungsvertrags auch zukünftig für Kontinuität sorgen. Wirz wurde in einem dreimonatigen Verfahren aus 15 Agenturen ausgewählt.
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