Im Technopark, und ausnahmsweise schon am Morgen – sonst wäre man mit der Screen-up kollidiert, welche die Mediaplanenden genauso interessiert wie die MACH – organisierte die Wemf den 8. Schweizer Mediaforschungstag. Rund 500 Gäste wollten sich die Ausführungen der Medienforscher nicht entgehen lassen und pilgerten dazu ins Zürcher Westend.Grosso modo erzählten die Wemf-Oberen Altbekanntes, ausser dass die Stichprobengewichtung der letzten Volkszählung angepasst wurde und dass für Grossauflagen auf Grund eines neuen Erhebungsmodells kein Vorjahresvergleich möglich sei.
Das Haupttraktandum der Pausengespräche wiederum war, dass 20 Minuten den Blick als stärkste Zeitung überholt haben soll. Dieses Thema dürfte noch einige Zeit für heisse Köpfe sorgen.
Full-House herrschte auch in den Sälen des Abaton im Cinemax und der Penthouse-Lounge Hard One, wo heuer die Screen-up stattfand. Die Veranstaltung erlaubt einen ersten Blick auf die Serien- und Spielfilm-Highlights der nächsten Saison und gibt den TV-Planerinnen und -Planern sowie deren Chefs einen ersten Überblick, in welchem Umfeld sich nächstes Jahr am besten die Spots schalten lassen.
Neben diesen Screenings fanden sich in den einzelnen Foyers auch die einen oder anderen Messestände zur Selbstdarstellung der Sender oder Werbeangebote, die allerdings etwas verloren wirkten. Einen besonders hübschen Geistesblitz hatten dabei die Verantwortlichen der TV-Station U-1 an ihrem Screen-up-Outlet. Das U-1-Werbematerial wurde in den alten Metropol-Zeitungsdispensern platziert, wobei beim Metropol-Logo an Stelle des zweiten O das U-1-Logo in Form des Londoner Metro-Icons eingesetzt wurde. Ein Paradebeispiel für intelligentes Werbe-Recycling. Natürlich wünscht man dem Sender aber ein etwas längeres Leben als der Pendlerzeitung, die bekanntlich das Zeitliche gesegnet hat. Sollten die Dispenser von U-1, der Sender macht ja öfters mal durch seine Personalfluktuation von sich reden, dennoch nicht lange im Einsatz stehen, wäre bereits ein weiterer Kandidat für deren Gebrauch in Aussicht. Der Inserate-Swisspool-Nachfolger namens Metropool könnte dann einfach die U-1-Logos durch ein Doppel-O ersetzen.
Fürs Organisatorische an der Screen-up waren neben dem OK, das sich aus Vertretern der verschiedenen Vermarkter zusammensetzt, auch Kim Hilario und Baschti Walz von der Eventagentur Freak Productions zuständig. Nachdem sich die beiden im letzten Winter selbstständig gemacht haben, ist der Laden nach anfänglich verhaltenem Start nun so richtig ins Laufen gekommen. Man könne sich momentan wirklich nicht über mangelnde Auslastung beklagen, liess Kim Hilario verlauten. Freak Productions hat jedenfalls mit der Visitenkarte Screen-up gleich mal einen guten Eindruck hinterlassen.
Freie Wahl hiess es fürs anschliessende Abendprogramm. Zur Apérozeit füllte sich das Hard One, die Lounge im obersten Stock des Abaton, kontinuierlich. Dort liess es sich trefflich diskutieren und gleich auch die Verabredungen für den Abend treffen. Zum einen standen im Abaton zwei exklusive Vorpremieren zur Auswahl, andererseits lud die IP Multimedia ins Kaufleuten zur grossen MTV-/RTL-2-Party mit exklusivem VIP-Bereich auf der Galerie. Schon im Vorfeld wurde dafür mächtig die Werbetrommel gerührt. Dass Melanie Winiger Einblicke in eine neue MTV-Sendung geben würde, war bloss das eine Argument. Es solle auch einen ganz heissen Überraschungsgast geben, war im Vorfeld von diversen IP-Mitarbeitern zu hören, allerdings dürfe man keinesfalls irgendetwas über den Namen verraten. Teilweise sickerte die Lösung des gut gehüteten Geheimnisses unter dem Siegel der absoluten Verschwiegenheit trotzdem durch. Der jeweils Wissende entgegnete dann auf solcherlei Geheimniskrämerei: «Ich weiss, ich weiss, aber ich darf auch nichts verraten – nur so viel: man kann es in den Kaffee tun und es ist nicht flüssig!»
Richtig, die Rede war von Zucchero
Sugar Fornaciari, der als Surprising Act auf der Kaufleutenbühne auftauchte. Mit einem kurzen, aber eindrücklichen Auftritt brachte er den Saal vollends zum Kochen. Neben Sehen und Gesehen werden war im Kaufleuten der gute Tratsch oberstes Gebot. Dass im Garten des Restaurants die drei Schönheiten Melanie Winiger, Simone Bargetze und Nadja Schildknecht an einem Tisch sitzen, hatte sich im Saal relativ schnell herumgesprochen. Das hatte damit zu tun, dass auf der Kaufi-Bühne an diesem Abend die von IPM konzipierte und von Eqal Productions realisierte Sendung 6Pack vorgestellt wurde. Anwesend war dafür das ganze Moderatorenteam.
Auch VIP-TV-Erfinderin und Moderatorin Simone Zikmund und Partner Peter Wyss hatten Neuigkeiten. Nachdem die Cablecom den Sender ZüriPlus zu Gunsten von U-1 auf Eis gelegt, sprich abgeschaltet hatte, konnte die Kultsendung VIP-TV
einige Zeit nur noch via Internet verfolgt werden. Das hat sich – die Fans von gehobenem Trash werdens mit hohen Einschaltquoten danken – mittlerweile geändert. Alternierend alle zwei Wochen ist VIP-TV jeweils täglich um 17 Uhr auf TeleZüri zu sehen. Leider, leider allerdings ohne die bissigen Kommentare der beliebten Ko-Moderatorin Donna (bekannt aus der Shortlist). Das Schosshündchen von Simone hat sich in den siebten Hundehimmel gesellt und wird wohl von dort aus mit einigen anderen Very Important Dogs bei einem Hundecüpli das mediale Treiben hier unten beurteilen.
Beat Fritschverbrachte die letzte Woche ganz im Zeichen des Mediabusiness. Während nämlich am Dienstagmorgen die Statistiker der AG für Werbemedienforschung im Zürcher Technopark die neuesten Leserschafts- und Internetnutzungszahlen präsentierten, zeigten die Vermarkter der Schweizer TV-Werbefenster im Abaton an den nachmittäglichen Screenings das nächstjährige Programm ihrer Muttersender. Am Abend schliesslich gabs zur Abrundung im Kaufleuten eine Megaparty, ausgerichtet von MTV und RTL 2. Mit dabei als Surprising-Act: Zucchero Sugar Fornaciari.
Hatte nach der Präsentation der neuesten Zahlen gut lachen: Wemf-Direktor René Schmutz (r.) mit Fred Dietiker von den SMP.
Ab sofort wird schon an der nächsten MACH gearbeitet: Mirco Marrone, Carine Lins und Harald Amschler (v. l.) von der Wemf.
Karl Lüönd (l.), Leiter des Medieninstituts, nannte sein Gegenüber scherzhaft einen kleinen Vogel: Karl Vögeli, Leiter der Coop-Presse.
Nach der Wemf-Präsi: Jean-Christophe Francet, Publimedia, mit Francine Bruni vom TR7 und Patrick Jola vom Jean Frey Verlag (v. l.).
Sonia Gomez, Petra Zwyssig, Nicole Braschler und Janine Krause (v. l.) erledigen bei Ringier die Media- und Marketingservices.
Arbeiten seit neustem bei der stärksten Zeitung der Schweiz: Dominik Lämmler, Stefanie Muratore und Marco Gasser, 20 Minuten (v. l.).
Jürg Brauchli , Leiter Zeitungen Tamedia, 20-Minuten-Geschäftsführer Rolf Boll-mann und Stephan Gartenmann, Tagblatt (v. l.).
Claudia Gillardon (l.), WOZ, mit Dani Schnüriger, Tamedia-Zeitschriften, und Nicole Costa vom Migros-Magazin.
Yvonne Philipp (l.) von Philipp Kommunikation mit Marco Reale vom Metropool und Annabelle-Anzeigenleiterin Monika Schneider.
Thomas Schweizer vom Hauseigentümerverband mit Touring-Anzeigenleiter Alfred Blaser und Kundenberater Reto Mürner (v. l.).
Stark im Special-Interest-Bereich: Bettina Meier und Renato Polentarutti von Springer Science + Business Media Schweiz AG.
Bei der Tamedia steht die nächste Generation schon in den Startlöchern: Matthias Wick, Rahel Bieri und Nina Simonet (v. l.).
Cinecom-CEO Matthias Luchsinger (l.) konnte einmal mehr seinem Hauswerber Markus Cavegn zur Screen-up-Kampagne gratulieren.
Friedlich vereint: Markus Hollenstein (l.), Publi-suisse, Siri Fischer, IPM, und Screen-up-OK-Member Jean-Claude-Bruhin, Cinecom.
Düsten an der Screen-up hochdynamisch ständig von einer Ecke zur anderen: Michi Frank (l.), IPM, und Klaus Kappeler, Goldbach Media.
Pat Vanek und Cumi Karagülle demonstrierten am Stand von TV U-1, wie man alte Dispenser anderer Mediagattungen rezykliert.
IPM-Kommunikationsleiterin Bettina Singeisen an der Screen-up mit Vanessa Meister und Holger Walther von Publica Data.
Roger Baur (r.) rührte die Werbetrommel fürs Plasmedia-Angebot der Cinecom und Martin Radelfinger für Crossmedia von Goldbach.
Walter Weder (l.) von der Media Research Group mit Kim Hilario, Freak Productions, und Hardy Lussi, Pro-7-Sat-1-Media.
Mike Neuhaus (l.) und Simone Britschgi von Tanner Communications mit Simone Schäfer, Cablecom (r.) und Dave Jäger.
Christof Kaufmann von OMD mit Andreas Hostettler und Björn Hering von der TV-Produktionsgesellschaft Faro (v.l.).
Man traf sich am Screen-up-Schlussapéro: Oliver Huber von OMD mit Angela Sgura, Geschäftsführerin von Sat 1 Schweiz.
Olivier Schmid von der Berner Marketingagentur Zauberküche mit Beat Krebs, OMD, und Marcel Bosshard, IP Multimedia (v. l.).
Hielten am Stand von Cinecom die Stellung: Sonya Kobler, Verushka Salvo, Tamara Bühlmann und Bernadette Weber (v. l.).
Simone Bargetze und Melanie Winiger (r.) verleihen dem neuen Sendegefäss im Schweizer Fenster von MTV die gewisse Portion Glamour.
Für die Realisation von 6Pack zeichnet Eqal Production mit Christian Breitschmid (Mitte) und Lea Rindlisbacher verantwortlich.
Ebenfalls auf MTV in der neuen Sendung 6Pack zu sehen: Model Nadja Schildknecht und Sportspezialist Chris Bachmann.
Good News: Haben für VIP-TV endlich eine neue Heimat gefunden: Simone Zikmund und Peter Wyss von Live Evil Productions.
Hahn im Korb: Reader’s-Digest-Anzeigenleiter Paolo Placa mit Marina Panisi (l.) vom MGB und Ehefrau Sandra Placa.
Den weiten Weg aus der Westschweiz gemacht: Saverio Progano von Mediaedge: CIA mit Jean-Christophe Périchon von L’ Oréal Suisse.
Machten eine gute Figur an der MTV- und RTL-2-Party: Viola Schnüriger von BG Media mit Kevin Schnell von OMD.
Das berüchtigte Trio infernale im Kaufleuten: Die Gebrüder Philipp (l.) und Reto (r.) Oetterli mit Philippe Picálek am Feiern.
Sonnige Gemüter an der Bar: Kaj Schnider von OMD und Judith Brändle, Account Manager bei Vizeum Connections.
Hans-Georg Bardohl (l.), Beratungsgruppenleiter bei Optimedia Elektronik mit Mariella Widmer und Mark D. Seng von IPM.
Patrizia D’Onofrio von Sat 1 Schweiz mit Danilo Crisetig, Lesch + Frei, und Jean-Claude Raemy vom Primus Verlag (v. l.).
Markus Popp (l.), Tilllate, mit Natalie Schneider und Sacha Baer, mit dem man um Mitternacht auf seinen Geburtstag anstossen konnte.