Edipresse und Tamedia übernehmen Homegate.ch

Internet Die Immobilienplattform Homegate.ch soll schrittweise von Edipresse und Tamedia übernommen werden.

Internet Die Immobilienplattform Homegate.ch soll schrittweise von Edipresse und Tamedia übernommen werden.Die beiden Verlagshäuser integrieren im Gegenzug ihre eigenen Immobilienangebote in Homegate. Im ersten Schritt verkauft die Zürcher Kantonalbank als bisheriger Alleininhaber je 14,5 Prozent an die Verlage. Die PubliGroupe, bisher Minderheitsaktionärin von Swissimo, beteiligt sich mit 4 Prozent an Homegate. In einer zweiten Phase ab 2008 sollen Edipresse und Tamedia eine Mehrheitsbeteiligung übernehmen.

Um Ideen peinlicher

Aufgefallen Als wäre das Leben der Werber nicht schon Leiden genug!

Warenhäuser Als wäre das Leben der Werber nicht schon Leiden genug!Jetzt wächst auch noch eine Textergeneration heran, die die Ära der Mailings für Rheumadecken-Carfahrten nicht erlebt hat und hemmungslos in die Tasten greift. Mit der Folge, dass die Texte oft hart an der Schmerzgrenze zur Idiotie entlangschlittern. Keine noch so geerdete Lifestyle-Welt scheint vor diesem verbalen Trommelfeuer aus Kitsch, Trivialitäten und Banalitäten sicher zu sein.
Neustes Opfer solch beherzter Unverfrorenheit ist Coop City – laut Claim «um Ideen besser».
Die Prospektbeilage mit dem modisch-polyglotten Paar gibt Anlass zur Sorge. Zeigt sie doch, dass nicht jeder naseweise Pulitzer-Preis-Anwärter auch originelle Werbetexte verfassen kann. Vom dösenden Beau im Mailänder Hotelbadezimmer erfahren wir in Secondosprache, dass es 20 Uhr ist, eine Bombenstimmung herrscht, und dass er so müde gar nicht ist. Was für ein Leben! Ob sich wohl sein mentaler und physischer Zustand proportional zur Anzahl Falten in der Unterwäsche verhält? Harmoniebedürftig tragen wirs mit Fassung und antworten mit Oscar Wilde: Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
(la)

Zahl der Woche

Sponsoring Die griechischen Behörden gaben rund 750000 Euro aus für eine «saubere Zone» ohne Schmarotzermarketing (Ambush Marketing) in und um Athen. Während der Olympiade wurden 10000 Werbeflächen von Häusern und Dächern entfernt, denn diese sollten

Sponsoring Die griechischen Behörden gaben rund 750000 Euro aus für eine «saubere Zone» ohne Schmarotzermarketing (Ambush Marketing) in und um Athen. Während der Olympiade wurden 10000 Werbeflächen von Häusern und Dächern entfernt, denn diese sollten nur offiziellen Sponsoren zur Verfügung stehen. Die Zuschauer mussten sich an strenge Regeln halten und durften keine Textilien mit anderen Logos als der offiziellen Sponsoren ins Stadion mitnehmen. Dafür hatten diese Sponsoren dem IOC für die Exklusivrechte über eine Milliarde Euro überwiesen.

Muskelmasse vs. Hirnmasse

Sportwarenhandel Für den neuen Sport Factory Outlet macht sich Ruf Lanz über Mehrbezahler lustig.

Sportwarenhandel Für den neuen Sport Factory Outlet macht sich Ruf Lanz über Mehrbezahler lustig.Prominente, Schaulustige und Business-Leute standen sich am vergangenen Wochenende zur Eröffnung des neuen Airside-Centers gegenseitig auf den Füssen. Nicht nur Luxusmarken wittern im erweiterten Zürcher Flughafen das grosse Geschäft. Wo sich täglich 44000 Touristen in Kaufstimmung tummeln und 20000 Flughafenangestellte auf Reize reagieren, erkennt auch Peter Wider für seinen Sport Factory Outlet eine Chance und eröffnet Ende September einen neuen Laden. Die Ausgangslage zur Bekanntmachung stellt sich für die Hausagentur Ruf Lanz anders dar als beim Schönenwerder Hauptsitz, als sie die Kundschaft in einem grösseren Gebiet mit Uriella-Radiospots anzulocken versuchte.Die Besucher befinden sich in Gehdistanz zum Laden und sollen mit Plakaten und Postkarten im und um den Flughafen erreicht werden. «Das Flugpersonal sprechen wir zusätzlich mit Inseraten in der Flughafenzeitschrift Homebase an», sagt CD Danielle Lanz.
Botschaft passend zum Umfeld
Das Geschäftsmodell, Sportmarken zu Fabrikpreisen anzubieten, wurde dafür umfeldspezifisch dramatisiert. Um den USP der günstigeren Markenartikel zu betonen, zieht Ruf Lanz über die Leute her, die ihre Sportausrüstung in teuren Geschäften kaufen.
Mit Kopfbedeckungen, bei denen die Hutkrempe wesentlich grösser ist als der Kopfteil, wird die Copy verstärkt und auf das Hirnvolumen des Besitzers hingewiesen. Die Motive kommen in deutscher Sprache sowie in der Reisesprache Englisch zum Einsatz. Im Oktober sollen unkonventionelle Mailings und Guerilla-Aktionen für Aufsehen sorgen, verspricht Markus Ruf, will aber noch nicht mehr verraten.
Für Dummköpfe: Wer seine Sport-utensilien zu Normalpreisen kauft, erhält die Narrenkappe aufgesetzt.
Luca Aloisi

Cash will zurück auf den Erfolgspfad

Wirtschaftspresse Mit einem Soft Relaunch zum 15. Geburtstag will Cash wieder mehr Leser gewinnen.

Wirtschaftspresse Mit einem Soft Relaunch zum 15. Geburtstag will Cash wieder mehr Leser gewinnen.Die jüngsten Zahlen der Mach Basic machen der Wirtschaftspresse keine Freude: Das Publikum läuft ihr nach wie vor in Scharen davon (siehe auch Seite 13). Betroffen ist auch Cash: Mit einem Verlust von 51000 Lesern oder fast 15 Prozent (aktuell noch 296000 Leser) blutete die Zeitung sogar überdurchschnittlich stark. Der Handlungs-bedarf ist entsprechend gross.Bereits seit Monaten werden beim Ringier-Blatt neue Erfolg versprechende Rezepte ausgebrütet. Sichtbar werden diese erstmals mit
der Ausgabe zum 15-jährigen Jubiläum des Titels. Sie erscheint am 21. Oktober.
Dem Überraschungseffekt zuliebe soll die Katze erst dann aus dem Sack gelassen werden. Nur so viel verrät Thomas Trüb, Leiter Wirtschaftsmedien bei Ringier (siehe auch das Interview unten): «Wir nehmen ein paar grundlegende Änderungen vor, wozu auch eine vertiefte Bearbeitung neuer Themengebiete gehört. Damit werden wir unsere Kernleserschaft ausweiten.»
Exkurs in die Erfolgsgeschichte
Die Jubiläumsausgabe widmet sich vor allem auch den verflossenen Jahren. In einem separaten Bund wird das Blatt die Up und Downs der Schweizer Wirtschaft und von Cash seit dessen Lancierung im Jahr 1989 Revue passieren lassen. Besonders spannend dürften dabei die Analysen der ehemaligen Chefredaktoren Thomas Trüb, Markus Gisler, Fred David sowie des amtierenden Dirk Schütz ausfallen, deren Erfahrungen in einem Roundtable-Gespräch zum besten gegeben werden.
In die Vergangenheit wird aber nicht nur ein Teil der Inhalte führen, auch die Anzeigenpreise der Jubiläumsnummer locken mit Preisen wie vor 15 Jahren. Das heisst, die Inseratekunden erhalten in dieser Ausgabe einen Rabatt von 57 Prozent
gegenüber den aktuellen Tarifen.
Wie viel Mehrwert das Wirtschaftsblatt der Leserschaft bringt, wird sich zeigen. Tatsache ist, dass Cash vor 15 Jahren seine Erfolgsgeschichte als damals völlig innovatives Medium begann. Das frisch lancierte Ringier-Blatt war die erste und einzige Publikation, wo man die trockenen Wirtschaftsthemen mit Genuss konsumieren konnte.
«Wenn wir uns mit der internationalen Wirtschaftspresse vergleichen, dann meinen wir, auch heute noch ein sehr innovatives Blatt zu sein», so Thomas Trüb. Und er ergänzt: «Aber wir müssen nochmals an Schub zulegen, um tatsächlich auch jene neuen Themen abdecken zu können, welche die neuen Generationen von Leserinnen und Lesern ansprechen.»
Punch verloren: Cash mit Derivaten.
Daniel Schifferle

Menschenstärke statt PS

Mobilität Gleich mit vier neuen Sujets bewirbt Wyler Werbung heuer den autofreien Sonntag in der Zürcher City

Mobilität Gleich mit vier neuen Sujets bewirbt Wyler Werbung heuer den autofreien Sonntag in der Zürcher City: ein Ferrari-Logo mit obligatem Pferdchen – während seiner Fresspause –, zwei konvertierte Autofahrer, die an diesem Tag nicht auf das Reserverad vertrauen, sondern einen Reserveschuh, den sie sorgfältig am Rücken montiert haben, und für alle Töff-Freaks die Lederjacke mit dem ironischen Airbrush «No Motorhead».

Bundesrat will Cablecom nicht zwingen

Medienpolitik Die Abschaltung von TV-Sendern in Kabelnetzen lässt sich auch in Zukunft nicht verhindern.

Medienpolitik Die Abschaltung von TV-Sendern in Kabelnetzen lässt sich auch in Zukunft nicht verhindern.Dies geht aus der Antwort des Bundesrats auf eine Interpellation hervor, die sich mit dem Schicksal des Lokalsenders ZüriPlus befasste. Cablecom hat ZüriPlus wegen mangelnder Frequenzen Ende 2003 durch U-1 TV ersetzt. Da das neue RTVG für Sender ohne terrestrische Verbreitung oder Gebührenanteil keine Konzession mehr vorschreibe, wäre eine generelle Aufschaltpflicht für Netzbetreiber unverhältnismässig, meint der Bundesrat.

Mütter an die Urnen

Politwerbung Im Hinblick auf die Volksabstimmung am 26. September hat die Frauenzeitschrift Annabelle vier Agenturen gebeten, eine Anzeige für eine Ja-Parole zur Mutterschaftsversicherung zu kreieren.

Politwerbung Im Hinblick auf die Volksabstimmung am 26. September hat die Frauenzeitschrift Annabelle vier Agenturen gebeten, eine Anzeige für eine Ja-Parole zur Mutterschaftsversicherung zu kreieren.Jung von Matt/Limmat kreierte mit dem Sujet «Schweizer Mütter haben genug geschrien» einen der eindrücklichsten Appelle zur Einführung der geregelten Lohnfortzahlung während des Arbeitsverbots.

Probleme lösen statt beobachten

Magazine Matter & Partner zeigt, wie der Beobachter helfen kann, schwierige Situationen zu meistern.

Magazine Matter & Partner zeigt, wie der Beobachter helfen kann, schwierige Situationen zu meistern.«Nimm das Heft in die Hand.» So heisst der Claim bei der neuen Kampagne für den Beobachter. Die Agentur Matter & Partner will damit «ganz direkte Werbung für den Beobachter» machen. Umgesetzt wird das, indem direkt und emotional auf Probleme hingewiesen wird, «die jeden von uns treffen können», wie es im Konzept für die Kampagne heisst. Angesprochen werden Leute, die unter einem lauten Nachbarn leiden, oder Eltern, die sich mit einer unbedarften Tochter auseinander setzen müssen. Beobachter-Abo als Lösung
Als weitere Gesellschaftsthemen, die man dank dem Beobachter vielleicht in den Griff bekommen könnte, bezeichnet die Kampagne Bullimie oder Mobbing. Bei all diesen Problemen wird in der Anzeige oder auf dem Plakat eine Geschichte erzählt, die sofort involvieren soll. Beim Mobbing besteht diese Kürzestgeschichte nur aus drei Worten: «Gefördert, gefeiert, gefeuert.» Die Lärmbelästigung findet leise Ausdruck im kurzen Satz: «Mein Nachbar spielt Schlagzeug.» Der Familienzwist wird auf den Punkt gebracht mit der Frage: «Ist die Tochter zu bekifft, um an die Pille zu denken?»
Für sämtliche Herausforderungen im Alltag bietet der Beobachter in voller Zweideutigkeit die Lösung an: «Nimm das Heft in die Hand». Der Aufforderung wird eine Telefonnummer für die Bestellung eines
Abos nachgeliefert.
Treue Partnerschaft mit Agentur
Die Kampagne startet Anfang September mit Plakaten in der ganzen Schweiz sowie Anzeigen in den meisten grossen Schweizer Printtiteln.
Mit dieser Kampagne darf Matter & Partner schon im zehnten Jahr für den Beobachter werben. Wo in der heutigen Werbewelt sehr oft ein Ablauf «Gefördert, gefeiert, gefeuert», beobachtet werden kann, hat die Agentur von Daniel Matter in Zürich also auf eine überdurchschnittlich treue Zusammenarbeit bauen können. Der Beobachter steht dabei nicht allein auf der Referenzliste dieser langjährigen Kundenbeziehungen (siehe «Kunden im Wandel der Zeit» auf dieser Seite).
Heute Der Beobachter bringt es auf den Punkt.
Gestern Der Beobachter bringt es vor die Leute.
Andreas Panzeri

Feilen am bäumigen Image

Detailhandel Die neue Publicis-Kampagne zeigt das soziale und ökologische Engagement der Migros.

Detailhandel Die neue Publicis-Kampagne zeigt das soziale und ökologische Engagement der Migros.Vor 42 Jahren ist Gottlieb Duttweiler, der Gründer der Migros, gestorben. Sein Erbe, seine Leitgedanken sind moderner denn je. Migros-CEO Anton Scherrer sieht sie gar als Erleichterung für die Führung des orangen Riesen. Das Leitbild der «Schrittmacherin am Markt» peilt nicht nur den Ausbau der Leaderposition an. «Im kulturellen, sozialen und ökologischen Engagement bleiben wir beispielhaft», heisst es da auch. Tatsächlich schneidet die Migros bei der Image-Dimension «sozial» besser als die Konkurrentin Coop ab, so die Markenstudie Brand Asset Valuator von AY&R. Gemessen an den anderen Markeneigenschaften wie Dynamik, Authentizität und Mut, fällt die Wahrnehmung des sozialen Engagements und der Förderprojekte deutlich ab. Zum einen ist dies mit der Interessenstruktur des Durchschnittskonsumenten zu erklären, zum anderen aber auch damit, dass dieses Thema nur schwer zu vermitteln ist und nur langfristig die Sympathie erhöht und damit das Vertrauen. «Wir bewerben in der neuen Kampagne verschiedene Projekte, die das breite soziale und ökologische Engagement der Migros zeigen. Dieses Engagement umfasst viele Bereiche, es geht dabei nicht nur um einzelne Bioprodukte», sagt Fausta Borsani, Projektleiterin Ethik. Für die breite Öffentlichkeit soll Migros nicht nur für den Einsatz für Konsumenten und faire Preise stehen, sondern auch für soziales und ökologisches Engagement bei den Herstellern.
Das 2003 mit einer Porträtkampagne eingeführte Dachlabel «Engagement» setzen die beiden Publicis-CDs Jean Etienne Aebi und Ralf Kostgeld und ihr Team heuer noch konkreter und mit noch mehr Fakten um.
Irritation und Unterhaltung
Mit dem Motto «Taten statt Worte» erhält der Auftritt eine pro-
aktive, magazinige Tonalität, die motiviert statt belehrt und eigenständig statt abgedroschen wirkt. «Kleine Geschichten mit einem spannenden, unerwarteten Aufhänger erklären mit viel Charme die Inhalte der einzelnen Engagement-Labels», sagt Aebi. Während die Inseratenserie mit vorerst acht Sujets von den Originalschauplätzen den globalen Einsatz der Migros abbildet, verweisen die fünf Teaserplakate die Betrachter auf den Internet-Link mit weiteren Infos.
Kleine Geschichten, grosse Bilder: Magazinig aufgemacht soll die neue Engagement-Kampagne das soziale Image der Migros stärken.
Auf dass die Welt erfahre, wie sich die Migros für Ökologie und Soziales engagiert: Publicis’ neue Kampagne. >> Seite 7
Luca Aloisi

Anleitung zur Kundenpflege

Christoph Bürge, Leiter Strategie und Beratung bei Matter & Partner, über den Weg zu langjähriger Kundentreue.

Christoph Bürge, Leiter Strategie und Beratung bei Matter & Partner, über den Weg zu langjähriger Kundentreue.WW Wie bringt man Kunden dazu, nicht alle paar Jahre sein Budget in einem Pitch auszuschreiben?Christoph Bürge Kundenbeziehungen sind wie Liebesbeziehungen – ohne Vertrauen, Respekt und ein gemeinsames Ziel läuft nichts. Und wenns mal brenzlig wird, lässt man nicht gleich los, sondern rappelt sich wieder auf und motiviert sich gegenseitig zu neuen gemeinsamen Taten.
Was macht den besonderen Arbeitsstil bei Matter & Partner aus?
Es gibt bei Matter & Partner keine lähmenden Hierarchien. Das schätzen alle Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner. Ausserdem arbeiten die geschäftsführenden Partner direkt an jedem Projekt mit.
Was zeichnet in Ihren Augen gute Werbung aus?
Gute Werbung überrascht erstens mit einer aussergewöhnlichen Idee und ist dabei zweitens für die beworbene Marke relevant und aussagekräftig. Fehlt das eine oder andere, ist die Werbung nicht gut.
Was ist für Sie persönlich schlechte Beratung?
An erster Stelle muss ein guter Berater die Werbung lieben – sonst kann er auch auf einem anderen Bürostuhl seine Arbeit machen. Wer dann noch seine Meinung fachlich fundiert darlegt, keine Angst vor neuen Wegen hat und Ideen engagiert in Tat umsetzt, wird als guter Berater wahrgenommen werden.
Sie haben eine Livecam installiert, über die sowohl Kunden wie die Konkurrenz rund um die Uhr das Geschehen in der Agentur beobachten können. Motiviert oder stört dieser dauernd anwesende Beobachter den kreativen Prozess?
Nein, er stört uns nicht mehr. Er motiviert uns, rund um die Uhr gute Ideen noch besser zu machen.
Was wäre ein Traumbudget für Matter & Partner, nicht in Bezug auf die Grösse, sondern auf die kreative Herausforderung?
Appenzeller Käse, Eichhof Bier, Camille Bloch und PKZ.
Kunden im Wandel der ZeitDas ist selten im schnelllebigen Agenturbusiness: Die Zürcher Agentur
Matter & Partner, bestehend seit 13 Jahren, kann mit vier Kunden das 10-Jahr-Jubiläum feiern.
Die Agentur von Daniel Matter beschäftigt an der Sophienstrasse in Zürich rund 20 Mitarbeitende. Das Unternehmen mit BSW-Rang 25 hat sich im ADC-Ranking von Platz 29 unter die TopTen auf den 7. Platz vorarbeiten können.
Heute Grenzen des Plakats gesprengt (rechts). Gestern Erste Arbeiten fürs Theater Spektakel (oben).
Heute Gesundheitsförderung mit Tipps für den Alltag (oben).
Gestern Zusammenhänge zeigen zwischen Sucht und sozialem Status (1996).
Heute Das St. Galler Tagblatt ist unentbehrlich geworden (oben).
Gestern Die Ostschweiz lernt den kategorischen Imperativ der Aufklärung (links).

Ende der Geduld

Gastkommentar Sinken die Stellenanzeigenpreise nicht bald, könnten Auftraggeber in andere Medien abwandern, warnt Jürg Siegrist die Verleger.

Gastkommentar Sinken die Stellenanzeigenpreise nicht bald, könnten Auftraggeber in andere Medien abwandern, warnt Jürg Siegrist die Verleger.Der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband arbeitet mit den Medien (SWA) an sich gut und konstruktiv zusammen, denn ohne gute Werbeträger gibt es keine gute Werbung. Natürlich hat dies seinen Preis, es fragt sich nur welchen. In diesem Punkt vermisst der SWA gerade beim werbeintensivsten Partner – den Zeitungsverlegern – jedwedes Verständnis für die Lage der werbetreibenden Unternehmen, die bereits jetzt die höchsten Produktions- und Schaltkosten in Europa zahlen.Unsere alte Forderung nach Angleichung der Stellentarife an die Annoncentarife soll nach Aussagen der Verleger nur über Preiserhöhungen zu erfüllen sein, was so schlicht nicht stimmt. Die neue Generation von Druckmaschinen wird den Zeitungshäusern nämlich grosse Einsparungen bringen. Für die Tatsache, dass die Wirtschaft wegen der Preisdifferenz zwischen Annoncen und Stelleninseraten pro Jahr rund 26 Millionen Franken zu viel bezahlt, gibt es keine vernünftige Erklärung. Dass dies «historisch» bedingt sei, ist allenfalls für Branchenhistoriker von Interesse.
Am 11. Mai hatte der SWA den Verband Schweizer Presse und dessen einzelne Mitglieder brieflich um eine Stellungnahme zu den Tarifen 2005 gebeten. Mehrere Verleger berufen sich in ihrer Antwort auf die Empfehlungen ihres Verbands. Im September sollte nämlich eine Arbeitsgruppe der Schweizer Presse die Verleger über ein neues Berechnungsmodell für Stelleninserate orientieren. Nun teilte der Verlegerverband dem SWA am 25. August jedoch mit: «Was die konkrete Preisfestsetzung bei den Stelleninseraten betrifft, so haben wir bereits in unserem Brief vom 22. März 2004 festgehalten, dass das Pricing für sämtliche Inserate und damit auch für die Stellenanzeigen in der alleinigen Kompetenz der einzelnen Verlagshäuser liegt. Daran wird auch das neue Tarifsystem nichts ändern. Wir können und wollen diese unabhängige Preisgestaltung unserer Mitglieder in keiner Weise beeinflussen.»
Im Klartext: Die Preisempfehlung, auf welche sich die Verleger gegenüber dem SWA berufen, existiert immer noch nicht. Diese Politik der Täuschung und Verschleppung ist nur dank dem Konzentrationsprozess in der Medienszene möglich.
Und der findet nicht nur auf nationaler Ebene statt. Auch lokale Verlage entwickeln sich zu Multimedia-Anbietern und errichten so regionale Monopole. Nur: Man soll den Bogen nicht überspannen, sonst spielen angesichts der Wirtschaftslage die Auftraggeber nicht mehr mit.
Es bleibt, auch im Interesse der Verleger, zu hoffen, dass die Chance auf eine vernünftige Lösung bei den Tarifen 2005 nicht nochmals vertan wird. Denn gerade bei der Personalwerbung gibt es ja durchaus Alternativen zu den Printmedien.
> Jürg Siegrist ist Direktor des Schweizer Werbe-Auftraggeberverbands.
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