Die alten Jungen von gestern
Gesellschaft Mit Bildern des Fotografen Karlheinz Weinberger will Pro Familia zwischen den Generationen vermitteln.
Gesellschaft Mit Bildern des Fotografen Karlheinz Weinberger will Pro Familia zwischen den Generationen vermitteln.Im Zeitalter des Geburtenrückgangs und der langlebigen Gesellschaft klafft der Graben zwischen den Generationen immer weiter auseinander. Bereits im vergangenen Sommer versuchte die Zürcher Stadtregierung mit einer Plakatkampagne von Matter & Partner, das Image der alten Menschen bei den Jungen zu verbessern. Bilder von Seniorinnen und Senioren mit Schlagzeilen wie «Wer weiss mehr über Frauen als ein 91-Jähriger» sollten die Akzeptanz gegenüber älteren Menschen und damit den Dialog zwischen den Generationen fördern. Das gleiche Ziel verfolgt auch Pro Familia Schweiz in ihrer aktuellen Kampagne zum 10-jährigen Jubiläum des internationalen Jahres der Familie. Die Plakate aus dem Hause Publicis setzen aber in der Umsetzung bei der Jugendzeit der heutigen Seniorinnen und Senioren an. Der Claim «Auch die Jugend von gestern fühlte sich unverstanden» will ältere Menschen daran erinnern, dass auch sie in den späten Fünfzigern und frühen Sechzigern die Gesellschaft kritisch hinterfragt haben. «Ohne gegenseitige Beeinflussung, Austausch und Unterstützung kann unsere Gesellschaft die bevorstehenden sozioökonomischen Herausforderungen nicht bewältigen», weiss Lucrezia Meier-Schatz, Nationalrätin und Pro-Familia-Generalsekretärin. Bereits heute seien die Transferleistungen der jüngeren Generationen zu Gunsten der älteren grösser als umgekehrt.
Halbstarke aus den 50ern Bei der Suche nach Porträts von Jugendlichen aus den 50er- und 60er- Jahren stiessen die Publicis-Kreativen auf die Bilder des Fotografen Karlheinz Weinberger. Unter dem Titel «Halbstark» zeigte das Museum für Gestaltung Zürich im Jahr 2000 seine Porträts von rebellischen Jugendlichen erstmals einer breiten Öffentlichkeit. Der heute 83-jährige Schweizer Fotograf hatte während Jahrzehnten mehr oder weniger randständige Jugendliche fotografiert und so ihre Verwirrtheit und das Gefühl des Unverstandenseins publik gemacht. Fünf seiner Porträts hat Publicis jetzt in den Dienst von Pro Familia Schweiz gestellt. Die Jugendlichen von gestern sollen – mit Angabe ihres Namens und heutigen Alters – den Dialog mit der heutigen Jugend fördern.
Halbstarke sollen Dialog fördern.
Simone Keller
Halbstarke aus den 50ern Bei der Suche nach Porträts von Jugendlichen aus den 50er- und 60er- Jahren stiessen die Publicis-Kreativen auf die Bilder des Fotografen Karlheinz Weinberger. Unter dem Titel «Halbstark» zeigte das Museum für Gestaltung Zürich im Jahr 2000 seine Porträts von rebellischen Jugendlichen erstmals einer breiten Öffentlichkeit. Der heute 83-jährige Schweizer Fotograf hatte während Jahrzehnten mehr oder weniger randständige Jugendliche fotografiert und so ihre Verwirrtheit und das Gefühl des Unverstandenseins publik gemacht. Fünf seiner Porträts hat Publicis jetzt in den Dienst von Pro Familia Schweiz gestellt. Die Jugendlichen von gestern sollen – mit Angabe ihres Namens und heutigen Alters – den Dialog mit der heutigen Jugend fördern.
Halbstarke sollen Dialog fördern.
Simone Keller
