Vereinheitlichter Auftritt von Zegg

Konzernkommunikation Der Samnauner Familienbetrieb Zegg hat sich zu einem Grossunternehmen mit Hotels sowie zahlreichen Boutiquen für Mode, Parfüms, Uhren usw. entwickelt.

Konzernkommunikation Der Samnauner Familienbetrieb Zegg hat sich zu einem Grossunternehmen mit Hotels sowie zahlreichen Boutiquen für Mode, Parfüms, Uhren usw. entwickelt.Neben dem zollfreien Samnaun ist Zegg auch in Monte Carlo tätig. Nun hat Zegg die Zürcher Agentur TBS Identity beauftragt, ein einheitliches Unternehmensleitbild zu schaffen. Das neue Corporate Design soll die Gesamtunternehmung profiliert darstellen und die einzelnen Unternehmenseinheiten transparent in die Gesamterscheinung einbeziehen

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Gregory C. Zäch will als neuer Verlagsleiter den Werd Verlag wie ein KMU innerhalb eines Unternehmens führen.

Gregory C. Zäch will als neuer Verlagsleiter den Werd Verlag wie ein KMU innerhalb eines Unternehmens führen.Er hätte beim Vorstellungsgespräch wohl von allen Kandidaten am meisten Fragen gestellt, meint Gregory C. Zäch. Seit Anfang Oktober wirkt der Begründer des kleinen, aber feinen Midas Verlags auch noch beim grossen Werd Verlag als Verlagsleiter im Mandatsverhältnis. Als kleine Aufmerksamkeit beim Anstellungsgespräch brachte er ein Buch aus dem eigenen Verlag mit dem Titel «Vom Geschäft mit Büchern» mit. Verfasst von Jason Epstein, einer der wichtigsten Persönlichkeiten des amerikanischen Verlagswesens, der unter anderem das Paperback als eigenständiges Format etabliert hat. Rund 20 Prozent seiner Arbeitszeit will Zäch weiterhin für die Programmleitung bei Midas einsetzen, 80 Prozent sind für den Werd Verlag reserviert, «obwohl das im Endeffekt natürlich ein Engagement von mehr als 100 Prozent sein wird», wie der neue Verlagsleiter meint.
Als Aussenstehender hat Zäch «relativ schnell gesehen», wo es nach 17 Jahren beim Werd Verlag ein bisschen frischen Wind braucht. «Das Programm ist mit über 200 Titeln zwar sehr gross, aber auch etwas diffus», meint er. «Das ist der Punkt, wo man einerseits straffen muss, andererseits aber auch komplett Neues einbringen kann.»
«Man muss sehr viele Konzepte und Manuskripte prüfen, um daraus die paar Prozent auszuwählen, die letztlich ein stimmiges Programm ausmachen», lautet das Credo seiner Verlagsarbeit. Dazu besucht Zäch Veranstaltungen von der Frankfurter Buchmesse über die London Book Fair bis hin zu den wichtigsten Messen in Amerika. Diese Vernetzung bringt die nötigen Kontakte und ein Gespür dafür «was in der Branche läuft».
Der in New York geborene und in St.Gallen aufgewachsene Doppelbürger zählt einige US-Autoren und Verleger zu seinen guten Freunden und ist überzeugt, dass im Verlagswesen die Kleineren oft die besseren Chancen haben, da sie schneller reagieren können und durch die Nähe zur Zielgruppe mehr Glaubwürdigkeit und Profil besitzen. «Das Verlagswesen ist von Natur aus eine vorindustriell organisierte Branche: dezentralisiert, improvisiert, persönlich, am effizientesten in kleinen Gruppen Gleichgesinnter, die ihr Handwerk lieben, auf ihre Autonomie bedacht sind und auf die Bedürfnisse von Schriftstellern sowie die unterschiedlichsten Interessen der Leser sehr empfindlich reagieren», heisst es auch in Epsteins «Vom Geschäft mit Büchern». Zäch glaubt deshalb, dass «ein Kleinverleger, wie ich es bin, dem Werd Verlag gut tun kann», weil er von der Denkweise her aus einer anderen Ecke komme. Buchverlage in Konzernen hätten oft Denkweisen und Strukturen wie Konzerne, «sind aber selber eigentlich Kleinbetriebe». Zäch ist überzeugt, dass sich die Flexibilität eines Kleinverlages mit der Kraft eines Unternehmens verbinden lässt und mit einer solchen Haltung im Buchwesen gutes Geld verdient werden kann, sofern man das Gespür für die richtigen Projekte hat.
«Looking Good in Print», hiess ein solches Buch, mit dem Gregory C. Zäch vor rund 15 Jahren seinen Midas Verlag gestartet hat. Den Bestseller zum Thema Desktop Publishing hat er gleich selber aus dem Englischen übersetzt, gelayoutet, lektoriert und herausgegeben. Inzwischen ist das Fachbuch bereits in der fünften, überarbeiteten Auflage erschienen, was «für ein Computerbuch doch eher selten ist».
Ein weiterer Bestseller ist die «Midas Macintosh Bibel», die schon über 20000 Mal verkauft wurde. Auch dieses Werk basiert auf dem Erfolgsrezept, dass Zäch zum Beispiel aus den USA eine gute Konzeptidee übernimmt und dann «mit eigenen, lokalen Inhalten füllt». Als Fachbuchverleger arbeitet er sehr zielgruppenorientiert und weiss genau, wo die Bedürfnisse sind. So hat sich auch das von ihm verlegte «Insiderbuch QuarkXPress» mehr als 65000 Mal verkauft, weil es das erste brauchbare Buch zum Thema war.
Beim Werd Verlag will er bereits vorhandene Kernkompetenzen ausbauen und durch neue Formen erweitern. Auch eine neue Reihe mit Sachbüchern aus dem Bereich Kommunikation, Werbung und Medien kann sich Zäch durchaus vorstellen. «Hier kann ein Verlag im Unternehmen der Tamedia sicher eine grosse Glaubwürdigkeit und Kompetenz vorweisen.»
Was Zäch weniger interessiert, sind gesponserte Bücher ohne Profil. Diese würden das Programm verwässern und seien damit für den Verlag nicht gratis, sondern würden unter Umständen viel kosten. «Mach es richtig oder lass es sein», hat die Strategie von Gregory C. Zäch schon immer geheissen.
Durchgezogen hat er das bereits als 16-Jähriger mit Artikeln für Musik- und Filmmagazine. Nach einem Volontariat bei der Ostschweiz war er als Nachrichtenredaktor im Gründungsteam von Radio Aktuell. Daneben hat er Betriebswirtschaft an der HSG sowie Publizistik und Anglistik in Zürich und Cambridge studiert. Mit einem Kollegen, der mit ihm die Ringier-Journalistenschule besucht hatte, gründete er das Trendmagazin Sputnik, zu dem später auch noch Sputnik TV (auf Tele- Züri) kam. Einer der ersten Titel, die Zäch in seiner neuen Funktion vorstellen konnte, war – «Nahsehen», das Buch von Hugo Bigi zum zehnjährigen Jubiläum von TeleZüri.
Glaubt, dass «ein Kleinverleger, wie ich es bin, dem Werd Verlag gut tun kann»: Gregory C. Zäch.
Andreas Panzeri

Und ewig lockt der Pelz

Pelztragen ist in. Kaum ein Modelabel, das zurzeit nicht mit Pelzmode wirbt. Allerdings gilt die Aufmerksamkeit nicht etwa dem klassischen Pelzmantel, sondern dem Drunter und dem Drum-Herum.

Pelztragen ist in. Kaum ein Modelabel, das zurzeit nicht mit Pelzmode wirbt. Allerdings gilt die Aufmerksamkeit nicht etwa dem klassischen Pelzmantel, sondern dem Drunter und dem Drum-Herum.Eine wahre Evolution in Sachen Pelz präsentiert das Haus Gucci. Ein schmuckes Täschchen, das gewisse Ähnlichkeiten mit den Überresten der verstorbenen Hauskatze hat. Zumindest lässt die handliche Verlängerung an einen Katzenschwanz denken. Dass darin das Handy verstaut wird, ist angesichts aktueller Modelle nicht wahrscheinlich. Dann doch eher der handliche Reisevibrator. Auf Reisen befindet sich die warmblütige Casadei-Trägerin. Bei ihrem Anblick taucht die Frage auf, ob sie wohl auch eine Pelzmütze trägt oder nicht. Nun ja, Hauptsache ist schliesslich, dass sie den Winter gut übersteht und der Tierschützer abgelenkt wird.
(ck)

Was St. Moritz mit einer Kuh verbindet

Food-Marketing Die Zusammenarbeit der Molkerei in Bever mit dem Nobelkurort St. Moritz ist unkonventionell – hat aber jetzt schon Erfolg.

Food-Marketing Die Zusammenarbeit der Molkerei in Bever mit dem Nobelkurort St. Moritz ist unkonventionell – hat aber jetzt schon Erfolg.Die hochgealpte Schweizer Braunviehkuh blickt selbstbewusst in die Kamera. Im Hintergrund grüsst die Oberengadiner Seenlandschaft, die sich dank Ferdinand Hodlers Gemälden und der Markenpflege des legendären St. Moritzer Kurdirektors, Hanspeter Danuser, ins kollektive Unterbewusste der Schweizer eingraviert hat. Die Kombination wirkt heiter mit einem Hauch unfreiwilliger Ironie. Entstanden ist die Kampagne durch einen Kontakt des Geschäftsführers der Lataria Engiadinaisa in Bever, Hans Feller, mit Tourismusprofi Hanspeter Danuser. «Er war sofort begeistert, als wir ihm die Idee einer Zusammenarbeit vortrugen», erinnert sich auch der Marketingchef der Molkerei, Renato Bacchini. Die Kooperation ist eigentlich nahe liegend, denn St. Moritz nennt sich ohne falsche Bescheidenheit «Top of the World» und die Lataria, auf 1700 Meter über Meer gelegen, ist die höchstgelegene Molkerei Europas, was beste Voraussetzungen für einen Imagetransfer bietet. Da bekanntlich St. Moritz kaum je mit seinen Appartementburgen und Häuserschluchten wirbt, sondern vorwiegend mit der blauen Seenkette, den sattgrünen Matten und den verschneiten Bergen, wirkt die Kuh als Imageträgerin nicht deplatziert. Bemäkeln könnte man höchstens den Werbespruch: «Allegra im Land, wo Milch, Jogurt und Käse fliessen». Die hochalpine Molkerei produziert ausschliesslich Hartkäse …
ZungenbrecherDer rätoromanische Name Lataria Engiadinaisa SA ist für die meisten Eidgenossen ein ziemlicher Zungenbrecher, weshalb die Molkerei mit dem Kürzel LESA wirbt, das von zwei stilisierten Engadiner Blumen eingerahmt wird. Der Betrieb verarbeitet die Milch von rund siebzig Oberengadiner Bauernbetrieben und liegt beim Bahnhof Bever nur wenige Kilometer östlich von St. Moritz.
Die Lataria Engiadinaisa SA ist eine Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 1,5 Millionen Franken; Hauptaktionärin ist mit 55 Prozent die Emmi-Gruppe. Die Genossenschaft der Landwirte, die Chascharia Engiadinaisa, hält 20 Prozent, weitere 20 Prozent der Aktien sind im Besitz von Volg und der Rest gehört der Firma Nutritec in Hochdorf, die auch die Überschussmilch abnimmt.
Das modern ausgestattete Sennerei- und Lagergebäude ist im Besitz der landwirtschaftlichen Genossenschaft, welcher die Aktiengesellschaft Miete zahlt. Die komplexen Besitzverhältnisse hinderten jedoch die Verantwortlichen nicht daran, die Zukunft auch ohne die zusammengebrochene Vermarktungsorganisation Käseunion beherzt an die Hand zu nehmen und ihre Produkte innovativ zu positionieren.
Wirtschaftsfaktor
Die Lataria Engiadinaisa ist wichtig für das Oberengadin, verwertet sie doch lokal den Rohstoff aller Milchbauern des Hochtales und beschäftigt in der Produktion und der Administration vierzehn Personen. Das Unternehmen brilliert mit einem Jahresumsatz von rund 8,5 Millionen Franken und schreibt schwarze Zahlen. «Wir wollen nichts verschreien, denn die Zusammenarbeit mit dem Kurverein St. Moritz läuft erst seit Mai», sagt Bacchini, «doch das Echo auf unseren neuen Werbeauftritt und die Marketingstrategie ist sehr gut.»
Die Lataria stellt jetzt ihr gesamtes Erscheinungsbild um, die Kuh ziert nun auch die Briefköpfe, daneben stehen das LESA-Label und die Logos Engadin und Graubünden. Um das Logo Engadin nutzen zu können, musste die LESA ein Copyright bezahlen, ebenso für die Rechte des Fotografen am Kuhkonterfei. «Das war nicht ganz billig für eine Firma, die mit kleinen Margen rechnen muss», erklärt Bacchini, «aber es hat sich gelohnt.» Das Plakat hat die Agentur Äxplosiv in Chur, von Mike Wielath als Einmannbetrieb geführt, kreiert. Das Sujet erscheint in Kombination mit den verschiedenen Produkten als Plakat, als Inserat oder auch als Tischset in Engadiner Restaurants.
Nationale Verbreitung dank CoopDie Produktpalette der Lataria Engiadinaisa umfasst acht Sorten Bergkäse vom Engiadina Vollfett über den viertelfetten Bündner Bergkäse bis zum Bio Engadin. 350 Tonnen Käse werden in Bever pro Jahr produziert, von denen beträchtliche Mengen im Kanton Graubünden verkauft werden. Die Sortenorganisation Bündner Bergkäse baut den Kontakt zu den Grossverteilern auf, um weitere Absatzkanäle zu erschliessen.
Netzwerke sind auch bei der Verbindung von Top of the World und Europas höchstgelegener Molkerei nützlich. Kurdirektor Danuser half, den Kontakt zu Coop, Hauptsponsor des Engadiner Marathons, zu knüpfen. Vom Trend zu Nahrungsmitteln mit lokalem Profil profitieren auch die Grossverteiler, deren einschlägige Sortimente überdurchschnittlich wachsen. Coop nimmt seit kurzem Engadiner Bio Bergkäse landesweit ins Sortiment auf und kennzeichnet ihn mit einem Engadiner Haus und dem Label Engadin.
Mit St. Moritz Tourismus an die Basler Herbstmesse
Die Lataria hätte lieber die Kuh und die Seenlandschaft als Label gesehen, doch Coop will für seine nationalen Labelprodukte aus den verschiedenen Regionen des Landes ein einheitliches Erscheinungsbild. Der Grossverteiler verbindet die Promotion des Engadiner Käses mit einem Wettbewerb, wo Winterferien in St. Moritz zu gewinnen sind.
Verschiedene Jogurtsorten, auch in Grossgebinden für die Hotellerie, sowie Bündner Vollmilch und Rahm runden das vielseitige Sortiment ab. Sie tragen die geschützten rätoromanischen Markennamen Ladina und Seraina.
Dank der Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein St. Moritz konnte der Bekanntheitsgrad der Produkte aus der Lataria Engiadinaisa trotz grosser Konkurrenz markant erhöht werden. Neuartige Synergien entstehen. So werden die Engadiner Käser gemeinsam mit St. Moritz Tourismus an der Basler Herbstmesse präsent sein; die Touristiker verkaufen Hotelbetten, die Lataria Engiadinaisa ihren Käse. Für St. Moritz, das zunehmend auch seine ökologischen Taten – wie die steigende Nutzung von Solarenergie – ins rechte Licht rückt, ist die Assoziation zu den Naturprodukten aus der Lataria Engiadinaisa sehr willkommen.
LESA-Geschäftsführer Hans Feller betont, dass die hochalpine Molkerei nicht über den Preis, sondern nur durch Qualität und gutes Image Marktanteile gewinnen könne. Trotz kleinerer Transportdistanzen sind die Produkte aus Bever auch im Engadin eher teurer als die importierten Konkurrenzprodukte. Ursache sind die im Vergleich zu den Massenanbietern kleineren Mengen und die Produktionsbedingungen in dieser Höhe. Für die Verteilung in der ganzen Schweiz nutzt die LESA die Infrastruktur und die Logistik von Emmi.
Nicht zuletzt dank der Schützenhilfe des Kurvereins konnten immer mehr Oberengadiner Hotels für die Produkte aus Bever gewonnen werden. Jürg Degiacomi, Direktor des edlen Hotels Chesa Salis in Bever, bekommt die Produkte jeden Tag frisch aus der LESA angeliefert. «Manche Gäste erwarten die regionalen Spezialitäten in guten Hotels und Restaurants», sagt Küchenchef Toni Huser, «das kann Gämspfeffer, Kräutertee oder eben Alpkäse sein.» Ob Hotel Waldhaus in St. Moritz oder Cresta Palace in Celerina, die Gäste schätzen den Engiadina Natura Vollfett oder einen fruchtigen Seraina Bündner Jogurt auf dem Frühstücksbuffet. Und vom Tischset grüsst die selbstbewusste Oberengadiner Kuh.
Ein erfolgreiches Gespann: Hans Feller, Geschäftsführer der Lataria Engiadinaisa (LESA), und Hanspeter Danuser, Kurdirektor St. Moritz. Die höchstgelegene Molkerei Europas in Bever im Oberengadin ist ein hochmoderner Betrieb.

Das Kuhkonterfei gehört zum neuen Erscheinungsbild der Lataria in Bever.
Die Molkerei wirbt mit Engadiner Dorfidylle für ihre Produkte.
Werner Catrina

AZ-Medien-Gruppe stärkt Industriefachblatt

Fachzeitschriften Die AZ-Medien- Gruppe (AZM) übernimmt das Industriefachblatt Precision vom Verlag Vogt-Schild/Habegger.

Fachzeitschriften Die AZ-Medien- Gruppe (AZM) übernimmt das Industriefachblatt Precision vom Verlag Vogt-Schild/Habegger.Es wird ab Dezember in das Branchenmagazin MegaLink integriert, das die Bereiche Elektronik und Automation behandelt. Unter dem neuen Namen MegaLink Precision soll es künftig eine marktführende Stellung einnehmen.

Das Goldene Ohr wird zum Dreiländer-Wettbewerb

Award Der Radiospot-Wettbewerb Das Goldene Ohr öffnet sich ab nächstem Jahr auch für Teilnehmer aus Deutschland und Österreich. Die Jury besteht künftig aus je sieben Landesvertretern.

Award Der Radiospot-Wettbewerb Das Goldene Ohr öffnet sich ab nächstem Jahr auch für Teilnehmer aus Deutschland und Österreich. Die Jury besteht künftig aus je sieben Landesvertretern.Initiator Frank Bienenfeld bestätigt eine grosse Nachfrage nach einem länderübergreifenden Vergleich. Bereits am diesjährigen Wettbewerb nahm mit Kolle Rebbe aus Hamburg erstmals eine deutsche Agentur teil.

Zahl der Woche

Wachsende Gewinne in den USA lassen die Börse hoffen. Die operativen Gewinne von 500 massgeblichen Unternehmen stiegen auf Zwölf-Monats-Basis auf ein Rekordhoch. Im Vergleich zum Vorjahr kletterten sie um 14,1 Prozent.

Wachsende Gewinne in den USA lassen die Börse hoffen. Die operativen Gewinne von 500 massgeblichen Unternehmen stiegen auf Zwölf-Monats-Basis auf ein Rekordhoch. Im Vergleich zum Vorjahr kletterten sie um 14,1 Prozent.Konjunktur Das geht aus einer Studie der Ratingagentur Standard & Poor’s hervor. Für das kommende Jahr erwartet S&P auf operativer Ebene ein Gewinnwachstum von 10,1 Prozent. Allerdings wachsen die Gewinne der US-Wirtschaft laut S&P nicht mehr so schnell wie noch vor einigen Monaten. Im vorangegangenen Quartal belief sich das Gewinnwachstum noch auf 31,4 Prozent.

Jedem Kanton sein Banner

Internet P-Webservices ermöglicht es Firmen, gezielte regionale Werbung auf nationalen Plattformen zu schalten.

Internet P-Webservices ermöglicht es Firmen, gezielte regionale Werbung auf nationalen Plattformen zu schalten.Wer im Blick für weisse Socken wirbt, macht sich zum Gespött der Zürcher Leser. Wer auf Blick.ch wirbt, nicht mehr: Dank dem neuen Geo-Targeting des Vermarkters Publicitas-Webservices wird der Banner nur noch im Aargau gesehen. Geo-Targeting ermöglicht es Werbekunden, auch auf nationalen Onlineplattformen gezielt bestimmte Regionen anzusprechen. Der Standort der Nutzer wird anhand der IP-Adresse ihres Computers identifiziert und sie erhalten ein passendes Werbesujet ausgeliefert. Einerseits werden so die reichweitenstarken Regieplattformen von P-Webservices auch für regional tätige Unternehmen interessant. Anderseits lassen sich auch innerhalb einer Kampagne verschiedene regional angepasste Sujets schalten. So können etwa nationale Konzerne gezielt die jeweiligen Angebote ihrer örtlichen Filialen bekannt machen.
Bei der Festlegung der Zielgebiete sind den Wünschen theoretisch keine Grenzen gesetzt. Allerdings sinken bei zu kleinen Räumen sowohl die Zahl erreichbarer Surfer als auch die Treffsicherheit. Im Umkreis von 30 Kilometern um einen Zielpunkt beträgt sie laut P-Webservices etwa 90 Prozent; bei 20 Kilometern sinkt sie auf 80 Prozent. «Am besten eignen sich Kantone, Postleitzahlgruppen, Wirtschaftsgebiete und die grossen Städte für das Geo-Targeting», erläutert Managing Director Ueli Weber.
Konkrete Zahlen für die verbleibenden Streuverluste kann Weber nicht nennen. «Wir haben das bisher nicht im Detail heruntergebrochen», sagt er, doch in jedem Fall liessen sich Mediaspendings so gezielter einsetzen. Doch noch sind auch die Preise nicht endgültig festgelegt. «Es wird natürlich teurer als ein Run of site», so Weber, schliesslich zahle man ja auch bei Keyword-Targeting auf Suchmaschinen mehr. Die ursprüngliche Idee eines fixen CPM-Zuschlags von 10 Franken ist offenbar vom Tisch, nun wird mit jeder Regiesite einzeln verhandelt.
Schon mal dagewesen
Für die Lokalisierung der Website-Besucher arbeitet P-Webservices mit der US-Firma Quova zusammen. Quovas GeoProfile-Datenbank umfasst nach eigenen Angaben zu jeder Zeit rund 99 Prozent aller IP-Adressen weltweit samt Informationen zum Standort des entsprechenden Computers. Da die Schweiz und ihr Server-Netzwerk sehr strukturiert aufgebaut seien, gehörten die Schweizer Daten zu den zuverlässigsten in Europa, betont P-Webservices.
Grundsätzlich ist IP-basiertes Geo-Targeting nichts Neues. Der mittlerweile mit Adlink fusionierte Vermarkter Active Agent lancierte bereits Anfang 2003 ein solches Angebot, ebenfalls mit Quova sowie mit dem deutschen Admanagement-Dienstleister Falk AG als Partner. Erst seit Mitte dieses Jahres arbeitet Quova in Europa auch mit Real Media zusammen, deren Adserver-Software Open AdStream auch bei P-Webservices zum Einsatz kommt.
«Stimmt, Geo-Targeting gibt es schon länger», gibt Ueli Weber zu. «Es ist aber erstmals in diesem Qualitätsstandard verfügbar, wie ihn Quova jetzt bietet.» Vorher sei die Trefferquote weniger genau gewesen. Diese Präzision liess sich Quova diesen Sommer auch durch eine
Prüfung des Unternehmensberaters PricewaterhouseCoopers bestätigen.
Bei zu kleinen Zielgebieten sinkt die Trefferquote.

Stefano Monachesi

Nur Inhalte zählen

Pierre C. Meier über die Chancen, mit Breitband-Internet Geld zu verdienen.

Pierre C. Meier über die Chancen, mit Breitband-Internet Geld zu verdienen.Eines der Themen an den letzte Woche zu Ende gegangenen Bieler Kommunikationstagen befasste sich – wie konnte es anders sein – mit den Auswirkungen des Breitband-Internetzugangs auf den Medienkonsum. Hansuk Kim von der Korean Telecom zeigte am Beispiel von Korea, dass ein attraktives Breitbandangebot erhebliche Verschiebungen im Konsum der verschiedenen Medien zur Folge hat. In den letzten Jahren hat sich der klassische TV-Konsum in Korea beinahe halbiert. Die durchschnittliche Internetnutzung beträgt 20 Stunden pro Woche. Ein Drittel der User nutzt das Internet für Computerspiele, Filme oder Nachrichten. Video- und Movie on Demand stossen auf breite Akzeptanz. Kein Wunder, weist Korea die weltgrösste Nachfrage nach Video- und Movie on Demand auf. Gemäss Kim werde das Internet in Zukunft für Filmproduzenten und TV-Stationen zur wichtigsten Umsatzquelle werden.
Auch in der Schweiz wird dem Breitbandmarkt ein grosses Wachstumspotenzial vorhergesagt. Gemäss der Beratungsfirma Booz Allen Hamilton wird bis in maximal fünf Jahren jeder zweite Schweizer Haushalt via ADSL oder Kabel über einen Breitband-Internetzugang verfügen. Heute liegt dieser Wert bei etwa 30 Prozent.
Kein Wunder also, verspricht sich Armin Walpen in Zukunft für die SRG lukrative Zusatzgeschäfte. Für den Erfolg der Triple-Play- Strategie (Internet, Telefonie und TV aus einer Hand) von Swisscom und Cablecom ist Content ausschlaggebend. Und um im hoch- kompetitiven Schweizer TV-Markt erfolgreich zu sein, braucht es vor allem auch Schweizer Inhalte. Nur solche garantieren den Anbietern zusätzliche Einnahmen durch Reaktionsmöglichkeiten. Sei es durch gebührenpflichtige Nummern oder SMS – Triple-Play also.
Obwohl Medienminister Leuenberger in Biel gewohnt launig bemerkte, dass es bei den Kommunikationstagen nicht eigentlich um den Inhalt gehe, sondern darum, dass man sie überhaupt durchführe.
> Pierre C. Meier, Chefredaktor

Wirz inszeniert für Kuoni das Vergessen

Touristik Der Reisekonzern Kuoni hat Wirz Werbung mit seinem Etat betraut. Wirz setzte sich in einer zweistufigen Wettbewerbspräsentation durch.

Touristik Der Reisekonzern Kuoni hat Wirz Werbung mit seinem Etat betraut. Wirz setzte sich in einer zweistufigen Wettbewerbspräsentation durch.Die Agentur habe mit einer überraschenden Neuinterpretation der mehrfach ausgezeichneten Kampagne «Ferien, in denen Sie alles vergessen» überzeugt. Wirz-Geschäftsführer Geri Aebi betreute den Ferienanbieter bereits in den 70er- und 80er-Jahren. Den «Vergessen»-Slogan hatte Advico Young & Rubicam 1999 kreiert. Anfang 2003 musste die Agentur den langjährigen Kunden an Spillmann Felser Leo Burnett abtreten, die ihn nach einem Jahr bereits wieder an Fisch Meier Direkt verlor.

ABB kürt Sieger in Eventwettbewerb

Veranstaltung Der Industriekonzern ABB präsentiert die Gewinner seines Event-Wettbewerbs.

Veranstaltung Der Industriekonzern ABB präsentiert die Gewinner seines Event-Wettbewerbs.Unter dem Slogan «Viel Platz zu gewinnen» – nämlich die Durchführung in der ABB-Eventhalle 550 in Zürich-Oerlikon – wurde die stärkste Eventidee des Jahres gesucht. Die Jury liess sich schliesslich von der viertägigen Messe «Beauté Classique» überzeugen, die Oldtimer, Haute Cuisine und Lifestyle zusammenbringt. Eingereicht wurde das Konzept von den Zürcher Agenturen Fancy Art Company und FAF AG. Den 2. Platz errang CAT Medien in Baden mit dem Konzept «Media 05» für eine Schweizer Medienmesse. Platz 3 belegt das Messekonzept «Hochzyt», das die Ristex GmbH aus Neuenkirch in Luzern bereits umsetzt und nach Zürich exportieren möchte.

Älteste Berner Zeitung verschwindet

Tageszeitungen Mit dem 1831 gegründeten Burgdorfer Tagblatt verschwindet die älteste Zeitung des Kantons Bern als eigenständige Publikation. Sie wird Anfang 2005 mit der Aemme-Zytig zusammengelegt.

Tageszeitungen Mit dem 1831 gegründeten Burgdorfer Tagblatt verschwindet die älteste Zeitung des Kantons Bern als eigenständige Publikation. Sie wird Anfang 2005 mit der Aemme-Zytig zusammengelegt.Tageszeitungen Mit dem 1831 gegründeten Burgdorfer Tagblatt verschwindet die älteste Zeitung des Kantons Bern als eigenständige Publikation. Sie wird Anfang 2005 mit der Aemme-Zytig zusammengelegt. Die Betriebsgesellschaft, an der die Berner Zeitung mit 30 Prozent beteiligt ist, wird liquidiert. Die fusionierte Zeitung heisst in Burgdorf und Oberburg künftig Burgdorfer Tagblatt mit Untertitel Aemme-Zytig, in der weiteren Region umgekehrt. Die bisherige Auflage der Aemme-Zytig von 31300 Exemplaren wird nicht erhöht.
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